Erziehung.

Veröffentlicht: März 12, 2015 in Uncategorized

EINKAUFSWAGEN

Kommentare
  1. Mika sagt:

    Absolut Geil!!!!!

    Sex mit Einkaufwägelchen…..schreib ein Buch darüber….50 Fucks at Aldi?

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  2. St. Elmo sagt:

    😀

    das sollte ich auch mal probieren, wenn mir mal wieder jemand den Einkaufswagen in den Rücken rammt.

    Ja fester!
    Bei der Domina müsste ich dafür 100€ zahlen!

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  3. evilmichi sagt:

    die vor schreck geweitete pupille der mutter… klasse!😀

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  4. Nachtschattengewächs sagt:

    Gute Taktik.😀

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  5. Gerry sagt:

    Ich finde den Hover-Einkaufswagen am geilsten

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  6. Nicht dass ich hier die Erfahrungen von anderen in Frage stellen und somit das Problem herunterspielen möchte, aber passiert das mit dem Einkaufswagen so oft? Denn ich habe so etwas noch nie erlebt, weder direkt noch indirekt. ^^

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    • Margret sagt:

      Es passiert ab und an versehentlich, wenn sie zu sehr in die Regale schauen und dabei weiterlaufen. Ich allerdings fordere meine Kinder dann immer auf, sich zu entschuldigen, was sie auch zuverlässig tun. Käme mir allerdings jemand wie die beiden Damen oben, na dann „Nochmal Klein-X. Der Frau gefällt’s. Super genau so, und noch ein bisschen doller, die hat ja gar nichts gespürt. Warte, Mama zeigt dir mal, wie das richtig geht. – RRRRRuuuuums“

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      • Frank sagt:

        Vorbildlich.

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        • Margret sagt:

          Gell?😉. Die Freundin hat doch gesagt, sie steht drauf … ich könnte dann auch noch die Gurke aus der Gemüseabteilung… Sie wissen schon. Also wer’s mag. Natürlich in den Mund und nicht … wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses und so. Und Wäscheklammern. Hans-Jürgen hol mir doch mal die Wäscheklammern aus Gang Z. Ehrlich, das wäre eine adäquate Antwort. Passgenau zugeschnitten … Wie gesagt, wer’s mag … Ich erfülle ja gerne mal Wünsche.

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          • Margret sagt:

            Ach ja, und nicht zuletzt lehrt es die lieben Kleinen, dass man die Wünsche und Bedürfnisse anderer dringend respektieren und sie auch mal erfüllen sollte sollte. DAS ist sozial.

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            • Ne, Margret – das ist nur asozial, wie auch deine drei vorigen Kommentare. Dass das „ab und an versehentlich“ passiert, ist Vernachlässigung der Fürsorgepflicht – das kann ein, zwei mal passieren, ansonsten bist du halt eine schlechte Mutter. Strafunmündige Kinder zu Straftaten anstiften ist mindestens Vernachlässigung der Fürsorgepflicht. Selbst gefährliche Körperverletzung zu begehen anzukündigen ist per se schon strafbar. Ich finde es entsetzlich, dass Menschen wie du offenbar Sorgerecht für Kinder haben.

              Solltest du das – was ich annehme, da du offenbar eine gewaltbereite „Gefährderin“ bist – nicht verstehen: Kämst du denn auf den Gedanken, dich bei den Leuten, die deine verzogenen Gören anfahren (was wohl öfters vorkommt) zu entschuldigen – nur dafür, dass du offenbar eine schlechte Mutter bist? Oder erwartest du tatsächlich von irgendwem, die Schuld und Sühne deinen Balgen aufzuerlegen? Falls ja: Das nächstgelegene Jugendamt nimmt dir deine Kinder sicher gerne weg. Es würde ihnen dann besser gehen.

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              • Margret sagt:

                Ach je. Du hast den Sinn nicht so ganz verstanden, oder?

                Erstens: Es passiert ALLEN (v. a. kleineren) Kindern immer wieder mal, dass sie unaufmerksam sind und dabei mal mit einem Kinderwagen / Puppenwagen einen anderen anfahren. Es passiert sogar Erwachsenen ab und an mal, dass sie damit versehentlich gegen irgendein Regal oder eine Person kommen. In jedem Supermarkt zu beobachten.

                Was ich oben, außer etwas Klamauk, äußern wollte, waren zwei Dinge.

                Der eine wurde von Ilulius bereits angesprochen: Es ist ziemlich schlechter Stil, jemanden über ein Gespräch mit einem anderen „erziehen“ zu wollen. Wird leider immer mal wieder praktiziert.

                Zweitens: Eltern mit einem weltnahen Erziehungsstil wird man mit so einem Vorgehen nicht im geringsten beeindrucken können.

                Aber im Großen und Ganzen ist mir ohnehin klar, dass Du nur wieder mal eine willkommene Gelegenheit nutzt, mich zu beleidigen. Das Geschlechterdings halt – ermüdend. Ich halte dich nämlich letzten Endes für intelligent genug, zu verstehen, dass ich selbstverständlich nicht so reagieren würde (wobei ich allerdings auch kaum glaube, dass emn oder irgendwer real so reagieren würde) sondern das eine bitterböse, nicht ernstgemeinte Antwort auf einen ebenfalls recht bitterbösen (und nicht wirklich ernst gemeinten) Comic war.

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                • Margret sagt:

                  Man könnte ja nebenbei prima nen Comic draus machen:

                  Also ab Panel 3.

                  Panel 2 Linksi: „Dildo. (…) Nippelklemmen etc. pp.“

                  Panel 3: Mama von Laura-Sophie: Also ich find das total gut, dass Sie das so entspannt sehen. Trifft man nicht jeden Tag, so eine coole Haltung. Laura-Sophie, guck doch mal. Der Frau gefällt’s.“

                  Panel 4: Linksi und Rechtsi fallen die Mundwinkel runter.

                  Panel 5: „Laura-Sophie hol doch mal ne Gurke aus dem Kühlregal. Ich geh dann mal die Wäscheklammern …“

                  Panel 6: Linksis und Rechtis Pupillen werden groß.

                  Linksi zu Rechtsi „Komm Annamaria. Wir GEHEN.“

                  Panel 7: Mama und Laura-Sophie grinsen.

                  Und die Moral von der Geschicht: Der Comic funktioniert nicht (oder höchstens in Utah). Er lässt sich nochmal prima in sich karikieren und am Ende stehen dann Rechtsi und Linksi doof da.

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              • Margret sagt:

                Du hast übrigens gerade sehr zu meiner Erheiterung beigetragen: Ich stelle mir gerade das Gesicht einer Jugendamtsmitarbeiterin bildhaft vor, wenn lollipos4equality vor sie tritt und verkündet „also die Kinder dieser Frau kommen manchmal versehentlich im dm mit dem Kinderwägelchen an andere Personen – bitte entziehen Sie ihr die Kinder“. Muhahaha🙂.

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  7. Balrog sagt:

    Bwahahahahha😀 Ich brech zusammen!

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  8. IULIUS sagt:

    Kraß finde ich immer, wenn Leute mit anderen über Dritte sprechen, um diese zu einer „Verhaltensänderung“ zu bewegen. – Völlig assig!
    Irgend etwas hat in deren Erziehung nicht hingehauen.

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  9. Ich musste spontan an diesen Artikel auf einem von mir abonnierten Blog denken, der eine ähnliche Situation aus einer anderen Sicht beleuchtet: http://www.braetalon.net/dinge-oder-ja-frag-sie-doch-selber/ Sicher, in manchen Situationen mag es angebrachter sein, als Elternteil einzugreifen, aber oft würde es so einfach gehen, wenn man sich mal direkt an die Kinder wendet und diese als vollwertige Kommunikationspartner annimmt.🙂

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    • IULIUS sagt:

      Das Probelm dabei ist, daß andere Menschen meist nicht ihre Wünsche äußern sondern ihre Erwartungen. Diese Menschen möchte ich nicht mit meinen Kindern reden lassen. Im Übrigen ist es kein guter Stil und auch nicht angebracht über den Kopf der Eltern mit deren Kindern zu reden, jedenfals bis zu einem gewissen Alter.

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  10. Leszek sagt:

    „…weil ihr Kind ja antiautoritär erzogen wird und Grenzen bäh sind“

    Der Begriff „Antiautoritäre Erziehung wurde popularisiert durch das 1969 erschienene lesenswerte Buch des Pädagogen Alexander S. Neill „Theorie und Praxis der antiautoritären Erziehung. Das Beispiel Summerhill“. Neill beschreibt in diesem Buch anschaulich die pädagogische Praxis an der von ihm 1921 begründeten reformpädagogischen Privatschule Summerhill in England und die demokratischen und freiheitlichen pädagogischen Prinizpien, auf denen diese beruht.

    Der Begriff „antiautoritäre Erziehung“ stammte in diesem Kontext aber nicht von Neill selbst, sondern war eine Verlagserfindung. Es hat den Begriff „antiautoritäre Erziehung“ aber auch vereinzelt in syndikalistischen, anarchistischen und rätekommunistischen Kreisen in der Weimarer Republik gegeben. In all diesen Fällen bedeutete der Begriff allerdings niemals, dass einem Kind keinerlei Grenzen gesetzt werden sollten, die entsprechenden Reform-Pädagogen traten vielmehr für eine Pädagogik vom Kind her ein, für eine Pädagogik der freien Entfaltung der Persönlichkeit des Kindes und für die Berücksichtigung der Interessen der Kinder in Lern- und Entwicklungsprozessen.

    Dabei vertraten die entsprechenden freiheitlichen Reformpädagogen sehr wohl die Ansicht, dass es natürliche zwischenmenschliche Grenzen gibt, die jeder Mensch (und damit auch jedes Kind) einzuhalten hat. Ein Erwachsener hat in dieser Sichtweise also sowohl Recht als auch die Verantwortung sich sich gegenüber verbalen oder physischen Angriffen eines Kindes zu verteidigen und unangemessene Wünsche eines Kindes zurückzuweisen. Alexander Neill verwendete hierfür manchmal die Formulierung „Freiheit ist nicht Zügellosigkeit“.

    Der Psychoanalytiker Erich Fromm betont diesbezüglich im Vorwort von Neills Buch „Theorie und Praxis der antiautoritären Erziehung. Das Beispiel Summerhill“:
    „Freiheit ist nicht Zügellosigkeit. Dieser sehr wichtige Grundsatz, den Neill deutlich herausstellt, besagt, dass beide Seiten Achtung vor dem anderen Menschen haben müssen. Der Lehrer wendet gegen das Kind keinen Zwang an, das Kind darf aber auch nicht gegen den Lehrer Zwang ausüben. Ein Kind hat nicht das Recht einem Erwachsenen lästig zu fallen oder ihn unter Druck zu setzen, nur weil es ein Kind ist.“ (aus: A.S. Neill – Theorie und Praxis der antiautoritären Erziehung. Das Beispiel Summerhill“, Rowohlt, 1971, S. 14)

    In Summerhill gibt es außerdem eine Selbstverwaltung, an der sich sowohl Schüler als auch Lehrer beteiligen. Diese wird u.a. auch genutzt, um Individuen in die Schranken zu weisen, die andere Schüler tyrannisieren:
    „Die Schulversammlung muss sich oft mit dem Problem des Tyrannisierens befassen. Gegen solche Tyrannen geht die Gemeinschaft eisern vor. Das am schwarzen Brett angeschlagene Gesetz der Schulregierung „Jede Tyrannei wird streng geahndet“ ist eigens unterstrichen worden. Die Untugend des Tyrannisierens von Mitschülern ist jedoch in Summrhill nicht so verbreitet wie in Schulen mit strenger Disziplin“. (aus: A.S. Neill – Theorie und Praxis der antiautoritären Erziehung. Das Beispiel Summerhill“, Rowohlt, 1971, S. 63)

    Der Begriff „antiautoritäre Erziehung“ bedeutet also keineswegs den Verzicht auf jegliche Grenzen.

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    • IULIUS sagt:

      Interessanter Beitrag. Er zeigt, daß die meisten, die von antiautoritärer Erziehung reden keine Ahnung davon haben und stattdessen den „vernachlässigenden Erziehungstil“ so bezeichnen.

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      • Frank sagt:

        Nun, als erstes wissen das die allermeisten Eltern nicht, die meinen ihr Kind antiautoritär zu erziehen. Das Ergebnis sind häufig unausstehliche Kackbratzen.

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        • IULIUS sagt:

          Wenn ich einen Erziehungsstil favorisiere wollte, dann würde ich mich mit dem zumindest ansatzweise auseinadersetzen.
          Aber antiautoritär hört sich gut an. ++

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          • unkraut sagt:

            “ Er zeigt, daß die meisten, die von antiautoritärer Erziehung reden keine Ahnung davon haben und stattdessen den “vernachlässigenden Erziehungstil” so bezeichnen.“

            Auch wenn es übersetzt das gleiche ist, hab ich zu letzterem schonmal den Begriff „Laissez-faire Erziehung“ gehört. Ich meine das ist der Fachausdruck dafür, zumindestens hat wikipedia nen Eintrag

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            • unkraut sagt:

              oh, vielleicht hätte ich erst alle kommentare lesen sollen. margaret erwähnt es ja auch

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              • IULIUS sagt:

                Wobei der Begriff Laissez-faire als Erziehungsstil falsch ist.
                Bei echter Anwendung von Laissez-faire müßte ein Kind die Folgen seines Handelns zu spüren bekommen. D. H. wenn es an der Steckdose spielt, dann muß es damit leben (oder eben nicht mehr) daß es einen Stromschlag bekommt.

                Auf den Einkaufswagen gemünzt, lernen, daß ihm jemand ein paar in die „Fresse“ haut.

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    • Margret sagt:

      @ Leszek Es gibt schon ein Erziehungskonzept, das umgangssprachlich als „antiautoritär“ bezeichnet wird, aber eigentlich „Laissez-faire“ heißt und in etwa das meint, was man umgangssprachlich darunter versteht, nämlich das Kind einfach machen lassen. Das war aber ein Erziehungskonzept der 70er und ich habe nicht den Eindruck, dass so etwas noch bewusst praktiziert wird. Zumindest, wenn, dann nur von marginal kleinen Bevölkerungsgruppen. Die meisten, die so erziehenen, dass man es heute „antiautoritär“ nennt, sind schlicht komplett überfordert. Sind selbst mit eher wenig Kindern aufgewachsen, sind Kinder also kaum gewohnt bis sie Ü 30 sind, lesen dann 30 verschiedene Erziehungsratgeber, die alle was anderes sagen und schwanken dann sehr unsicher hin und her.

      In gewisser Art und Weise geht es den meisten Eltern immer wieder mal so, dass Unsicherheiten auftreten. Richtig Grenzen setzen ist echt nicht leicht, gerade in so öffentlichen Situationen, in denen Du ja weiter musst / einkaufen musst.

      Und da finde ich dann auch dann oben von dir beschriebene Sytem schwierig. Weil es wenig Sanktionsmöglichkeiten bietet v. a. in Stresssituationen mit wenig Zeit. Würde mein Kind trotz Verwarnung andauernd Menschen in die Hacken fahren, würde ich den Wagen wohl entziehen und, bei sicher erfolgendem Geschrei, den Laden verlassen. Was dann wieder sehr ärgerlich ist, weil man die Sachen ja braucht. Mit mehreren Kindern einkaufen zu gehen ist eine echt eklige Situation (schon aufgrund der vielen Versuchungen), die ich mittlerweile eher zu vermeiden versuche.

      Übrigens so allgemein: Was ich oben u. a. andeuten wollte (außer dem von Iulius bereits genannten Aspekt des „ich rede über andere um sie zu erziehen“) ist: Eltern, die einen sog. „weltnahen“ Erziehungsstil pflegen, wird man mit so etwas kaum beeindrucken können. Da kann der Schuss eher nach hinten losgehen, da sie die gezielte Provokation dahinter ja erkennen. Allenfalls Eltern mit isolierendem Erziehungsstil würden sich so verhalten wie die Dame oben. Das sind dann die, die ihren Kindern auch erzählen, das Wienerle käme „aus der Wurstfabrik“. Ich persönlich halte davon gar nichts.

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      • Leszek sagt:

        @ Margret

        „Es gibt schon ein Erziehungskonzept, das umgangssprachlich als “antiautoritär” bezeichnet wird, aber eigentlich “Laissez-faire” heißt und in etwa das meint, was man umgangssprachlich darunter versteht, nämlich das Kind einfach machen lassen.“

        Ja, aber der „Laissez-faire“-Erziehungsstil ist eben etwas anderes als das, was Alexander Neill in seinen Büchern beschreibt und was unter dem Begriff „antiautoritäre Erziehung“ in die erziehungswissenschaftliche Diskussion eingegangen ist. Wobei wie gesagt zu berücksichtigen ist, dass der Begriff ursprünglich eine Verlagserfindung war, Neill selbst sprach von „selbstregulativer Erziehung“. Neill hat sich in allen seinen pädagogischen Werken stets von „Laissez-faire“- Vorstellungen distanziert. Sollten Anhänger des „Laissez-faire“-Erziehungsstils sich auf Neill berufen haben, dann haben sie ihn entweder nicht gelesen oder es handelt sich um eine Variante des irrationalen Phänomens der „emotionalen Kraft des falsch verstandenen Arguments“.

        Und auch anarchistische, syndikalistische oder rätekommunistische Autoren in der Weimarer Republik oder anderen Ländern vor dem 2. Weltkrieg, die den Begriff „antiautoritär“ im Zusammenhang mit pädagogischen Konzepten manchmal benutzten, meinten damit niemals einen „Laissez-faire“-Erziehungsstil. Die einflussreichste Variante anarchistischer Pädagogik war z.B. die internationale Ferrer-School-Bewegung, die ebenfalls Alternativschulen gründete, die auf freiheitlichenund demokratischen Grundsätzen beruhten:

        http://de.wikipedia.org/wiki/Escuela_Moderna

        Man kann sie durchaus als antiautoritär bezeichnen, aber ganz bestimmt nicht als „Laissez-faire“.

        Eine ideologisch motivierte falsche Verwendung von „antiautoritärer Erziehung“ ist heute leider Teil konservativer antilinker Diskursstrategien mit dem Ziel freiheitliche Erziehungskonzepte zu diskreditieren. Ich halte es daher für wichtig, dem entgegenzuwirken und falschen Begriffsverwendungen zu widersprechen.

        „Das war aber ein Erziehungskonzept der 70er und ich habe nicht den Eindruck, dass so etwas noch bewusst praktiziert wird. Zumindest, wenn, dann nur von marginal kleinen Bevölkerungsgruppen.“

        Der „Laissez-faire“-Erziehungsstil als bewusste pädagogische Praxis bzw. als eigenständige pädagogische Strömung ist heute tot. Es gibt in den zeitgenössischen reform- und alternativpädagogischen Strömungen keine Richtung mehr, die das vertreten würde. Das ist ja auch naheliegend, denn es zeigt sich ja recht schnell, dass der „Laissez-faire“-Erziehungsstil in der Praxis nicht funktioniert.
        Auch die Antipädagogik, die den Begriff „Erziehung“ oft ablehnt, hat nichts mit „Laissez-faire“ zu tun, vertritt vielmehr das Konzept des „antipädagogischen Notwehrprinzips“ mit dem begründet wird, dass Erwachsene ihre Rechte und berechtigten Interessen auch gegenüber Kindern vertreten und verteidigen sollten.

        „Die meisten, die so erziehenen, dass man es heute “antiautoritär” nennt, sind schlicht komplett überfordert. Sind selbst mit eher wenig Kindern aufgewachsen, sind Kinder also kaum gewohnt bis sie Ü 30 sind, lesen dann 30 verschiedene Erziehungsratgeber, die alle was anderes sagen und schwanken dann sehr unsicher hin und her.“

        Überforderung oder auch Vernachlässigung oder Verwöhnung haben allerdings nichts mit tatsächlicher antiautoritärer Pädagogik zu tun

        „In gewisser Art und Weise geht es den meisten Eltern immer wieder mal so, dass Unsicherheiten auftreten. Richtig Grenzen setzen ist echt nicht leicht, gerade in so öffentlichen Situationen, in denen Du ja weiter musst / einkaufen musst.
        Und da finde ich dann auch dann oben von dir beschriebene Sytem schwierig. Weil es wenig Sanktionsmöglichkeiten bietet v. a. in Stresssituationen mit wenig Zeit.“

        Doch, viele mir bekannte Strömungen freiheitlicher Pädagogik bieten für solche Situationen Sanktionsmöglichkeiten. Ein Erwachsener muss sich in antiautoritär-pädagogischer Perspektive von einem Kind genauso wenig auf der Nase rumtanzen lassen wie er sich das von einem anderen Erwachsenen gefallen lassen würde. Er darf seine Rechte und berechtigten Interessen authentisch vertreten und verteidigen. Freiheitliche Richtungen der Pädagogik betrachten dies meist aus der Perspektive eines authentischen Setzens zwischenmenschlicher Grenzen. Ein antiautoritärer Pädagoge würde z.B. ein Kind nicht zwingen sein Zimmer aufzuräumen, wenn es dies nicht will (es sei denn, es bestünde irgendeine Form von Gesundheitsgefährdung), aber er würde ein Kind durchaus dazu zwingen aufzuräumen (oder sich je nach Alter am Aufräumen zu beteiligen), wenn das Kind ein anderes Zimmer in Unordnung gebracht hätte als sein eigenes und er könnte dies einem Kind auch von vornherein verbieten, insofern es sich nicht um das eigene Zimmer des Kindes handelt.

        „Würde mein Kind trotz Verwarnung andauernd Menschen in die Hacken fahren, würde ich den Wagen wohl entziehen“

        Das sollte man dann auf jeden Fall tun.

        „und, bei sicher erfolgendem Geschrei, den Laden verlassen.“

        Anschließend wäre es sicherlich sinnvoll mit dem Kind darüber zu sprechen und die Dinge genau zu erklären. Es kommt ja auch wesentlich darauf an, ob ein Kind dies bewusst macht oder aus Versehen und Unachtsamkeit. Wenn aber ein Kind im Folgenden trotz Gespräch bewusst anderen Menschen in die Hacke fahren würde, hätte ein antiautoritärer Pädagoge wie Neill auch keine Probleme gehabt, dem Kind eine Ohrfeige zu verpassen.

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        • Margret sagt:

          @ Leszek

          Ich gebe dir in fast allem recht
          v. a. aber darin „Eine ideologisch motivierte falsche Verwendung von “antiautoritärer Erziehung” ist heute leider Teil konservativer antilinker Diskursstrategien mit dem Ziel freiheitliche Erziehungskonzepte zu diskreditieren. Ich halte es daher für wichtig, dem entgegenzuwirken und falschen Begriffsverwendungen zu widersprechen. “

          Es ist im Prinzip der „Gutmenschenmythos“ auch häufig anzutreffen als beleidigende Verwendung von „68er“, „links-grüne Phantasten“ u. ä. schönen Formulierungen.

          Und selbstverständlich muss man nach Verlassen des Ladens noch einmal mit dem Kind sprechen. Es ist trotzdem, für alle Beteiligten, eine unangenehme Situation, die man als Elternteil wahrlich nicht genießt, so wie es einige Kommentare glauben machen wollten.

          Neill aber hat, so glaube ich mich zumindest zu erinnern, eine komplett gewaltfreie Erziehung propagiert und insofern wäre die Ohrfeige für ihn wohl nicht in Betracht gekommen. Wobei Entziehung des Wagens und eventuelles Verlassen des Ladens ja auch bei fast allen Kindern, die nur Grenzen austesten wollen, völlig ausreicht.

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          • Leszek sagt:

            @ Margret

            „Neill aber hat, so glaube ich mich zumindest zu erinnern, eine komplett gewaltfreie Erziehung propagiert und insofern wäre die Ohrfeige für ihn wohl nicht in Betracht gekommen.“

            Neill lehnte Gewalt als Mittel gezielter pädagogischer Bestrafung ab, aber er lehnte Gewalt nicht zwangsläufig im Sinne einer authentischen Selbstverteidigung ab. Er schreibt z.B.:

            „Vor einiger Zeit kam ein kleiner Junge von einer anderen Schule zu uns, der dort Gegenstände umhergeworfen und jederman mit Morddrohungen terrorisiert hatte. Er versuchte dasselbe Spiel mit mir. Ich kam sehr bald zu dem Schluss, dass er andere mit seinen Wutausbrüchen beunruhigen wollte, um ihre Aufmerksamkeit zu erregen.
            Als ich eines Tages in das Spielzimmer kam, fand ich alle Kinder in einer Ecke zusammengedrängt. Am anderen Ende des Zimmers stand der kleine Wüterich mit einem Hammer in der Hand. Er drohte, jeden zu schlagen, der an ihn herankäme.
            „Gib´s auf!“ sagte ich kurz. „Wir haben keine Angst vor dir.“
            Er ließ den Hammer fallen und stürzte auf mich los. Er biß mich und trat nach mir.
            „Jedesmal, wenn du mich beißt oder schlägst“, sagte ich ruhig, „werde ich zurückschlagen.“ Und das tat ich auch. Er gab diesen Kampf bald auf und verließ das Zimmer.
            Das war keine Strafe. Es war eine notwendige Lektion; er lernte, dass man andere nicht zur eigenen Befriedigung verletzen kann.“

            (aus: A.S. Neill – Theorie und Praxis der antiautoritären Erziehung. Das Beispiel Summerhill, Rowohlt, 1971, S. 168)

            „Wenn mir ein Gassenjunge mit einem Lehmklumpen den Hut vom Kopf wirft und ich ihn erwische und ihm eine herunterhaue, dann wird der Junge meine Reaktion als ganz natürlich ansehen. Seine Seele würde keinen Schaden leiden. Wenn ich jedoch zu einem Schulleiter ginge, um die Bestrafung des Missetäters zu verlangen, dann wäre die Furcht vor Strafe schlecht für das Kind. (…)
            Man kann sich folgende Szene leicht vorstellen: Ich stehe da mit meinem schmutzigen Hut. Der Schulleiter sitzt an seinem Schreibtisch und sieht den Jungen mit unheilverkündendem Blick an. Dieser steht mit gesenktem Kopf da. Die Würde seiner Ankläger hat ihn eingeschüchtert. Solange ich ihm auf der Strasse nachrannte, war er mir ebenbürtig. Ich hatte keine Würde mehr, nachdem mein Hut heruntergefallen war. Ich war einfach ein anderer Bursche. Dem Jungen war eine Lehre erteilt worden: Wenn du einen anderen schlägst, haut er zurück.“

            (aus: A.S. Neill – Theorie und Praxis der antiautoritären Erziehung. Das Beispiel Summerhill”, Rowohlt, 1971, S. 169 f. )

            Man muss in Neills Konzeption also unterscheiden zwischen Gewalt als Mittel pädagogischer Bestrafung – was er ablehnte und fundiert kritisierte einerseits und Gewalt als Mittel authentischer zwischenmenschlicher Selbstverteidigung andererseits, was Neill kontextspezifisch zumindest für manche Situationen offenbar bejahte.

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            • Margret sagt:

              Hmm, dann dürfte aber nicht der Elternteil zuhauen sondern allenfalls der Angefahrene. Was aber wiederum strafbar wäre. Ich finde solche, zum Glück sehr seltenen Situationen sehr schwierig. Dass Kinder absichtlich jemanden angefahren haben, habe ich noch nie erlebt. Eigentlich sind solche Situationen ja überhaupt sehr selten. Aber ein einziges MAL hatte ich das Erlebnis, dass ein fremdes Kind anfing auf eine Babyschale mit Baby drin einzutreten. Ich habe das Kind dann festgehalten, aber selbst das war ja rechtlich bereits grenzwertig.

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              • Leszek sagt:

                @ Margret

                „Hmm, dann dürfte aber nicht der Elternteil zuhauen sondern allenfalls der Angefahrene. Was aber wiederum strafbar wäre.“

                Der Angefahrene könnte in einer solchen Situation auch wahrscheinlich gar nicht wissen, ob das Kind das absichtlich gemacht hat.

                Würde der Elternteil dem Kind in einer solchen Situation eine Ohrfeige geben, wäre es natürlich keine Selbstverteidigung, sondern eine Verteidigung anderer Personen, was sich aber vermutlich ähnlich begründen ließe.

                „Ich finde solche, zum Glück sehr seltenen Situationen sehr schwierig.“

                Ja, es war nur eine Konstruktion eines unwahrscheinlichen Beispiels wie man sie bei der Erörterung moralischer Fragestellungen manchmal heranzieht.

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                • IULIUS sagt:

                  „Würde der Elternteil dem Kind in einer solchen Situation eine Ohrfeige geben, wäre es natürlich keine Selbstverteidigung, sondern eine Verteidigung anderer Personen, was sich aber vermutlich ähnlich begründen ließe. “

                  Das ist keine Verteidigung, sondern Bestrafung. Verteidigung heißt sich gegen etwas -akutes- zur Wehr zu setzen.

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                  • Leszek sagt:

                    @ Julius

                    „Das ist keine Verteidigung, sondern Bestrafung. Verteidigung heißt sich gegen etwas -akutes- zur Wehr zu setzen.“

                    Es war ja eine akute Situation gemeint.
                    Bestrafung wäre z.B., wenn der Elternteil mit dem Kind rausgehen würde und ihm dann den Hintern versohlen würde. Das würde ein antiautoritärer Pädagoge klar ablehnen.
                    In dem Beispiel ging es aber um eine direkte und unmittelbare Reaktion auf ein bewusst intendiertes Gewalthandeln des Kindes.

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                    • IULIUS sagt:

                      Auch eine direkt -im Anschluß- stattfindende Reaktion ist kein Verteidigung.
                      Ein Angriff ist auch nur solange „akut“ bis er vorbei ist. Dabei ist es egal, ob der Bruchteil einer milliarstel Nannosekunde, oder Millionen von Jahren.
                      Alles was danach passiert fällt unter die Begriffe: Vergeltung, Rache, Bestrafung etc…

                      Sicher sind manche Verteidigungshandlungen zu langsam, so daß sie erst im Nachhinein Wirkung zeigen. Darum geht es aber nicht.

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                  • Leszek sagt:

                    @ Julius

                    „Auch eine direkt -im Anschluß- stattfindende Reaktion ist kein Verteidigung.
                    Ein Angriff ist auch nur solange “akut” bis er vorbei ist. Dabei ist es egal, ob der Bruchteil einer milliarstel Nannosekunde, oder Millionen von Jahren.
                    Alles was danach passiert fällt unter die Begriffe: Vergeltung, Rache, Bestrafung etc…“

                    Kann man so sehen. Ich würde sagen, dass Neill wahrscheinlich von einem anderen Bestrafungsbegriff ausging als du. Er fasste offenbar eine unmittelbare und direkte gewaltsame Reaktion auf ein vorausgegangenes Gewalthandeln nicht zwangsläufig als Bestrafung im pädagogischen Sinne auf, wenn sich dieses aus einer Haltung der Gleichberechtigung von Mensch zu Mensch vollzieht, also ohne eine künstliche Hierarchie zwischen Erzieher und Zögling.
                    Das verdeutlichen ja auch die oben zitierten Beispiele aus seinem Buch.
                    Er hielt eine unmittelbare und direkte gewaltsame Reaktion auf ein vorausgegangenes Gewalthandeln eines Kindes offenbar in solchen Situationen manchmal für berechtigt, in denen er die gleiche Reaktion auch gegenüber einem Erwachsenen grundsätzlich für berechtigt gehalten hätte.
                    Daher gab es für ihn diesbezüglich subjektiv keinen Widerspruch zu seiner auf möglichst weitgehender Gleichberechtigung (soweit realistisch möglich) ausgerichteten Erziehungskonzeption.

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                    • IULIUS sagt:

                      „Kann man so sehen.“
                      Das kann man nicht nur so sehen, das ist Fakt.

                      „Er hielt eine unmittelbare und direkte gewaltsame Reaktion auf ein vorausgegangenes Gewalthandeln eines Kindes offenbar in solchen Situationen manchmal für berechtigt, in denen er die gleiche Reaktion auch gegenüber einem Erwachsenen grundsätzlich für berechtigt gehalten hätte.“

                      Der Typ hat doch den Knall nicht gehört.

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              • Nachtschattengewächs sagt:

                Das letzte mal als mich ein Einkaufswagen anfuhr war in der Kassenschlange. Ich habe einfach die Sohle gegen die Kistenauflage gesetzt und wortlos das Bein langsam nach hinten durchgestreckt. Danach habe ich mich umgeschaut.

                Ergebnis: Ein Kind das mich etwas verdutzt ansah weil es dem rückwärts rollenden Wagen ausweichen musste. Eine Mutter die mich etwas böse ansah weil ich ihr Kind zum Zurückweichen gezwungen hatte, aber deswegen wohl keinen Streit anfangen wollte. Der Wagen blieb auf Sicherheitsabstand.🙂

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              • IULIUS sagt:

                @Margret,
                das Festhalten war keinesfalls grenzwertig. Im Gegenteil, u. U. warst Du sogar verpflichtet einzuschreiten.

                Vgl.
                § 323c StGB – Unterlassene Hilfeleistung.
                Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten, insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

                Hier dürfte es um eine Not des Babys gehen.
                Weiterhin hast Du das Mindestmaß an Gewalt gegen das Kind benutzt um die Notlage des Babys zu beenden.

                Vgl. auch § 32 StGB -Notwehr.
                (1) Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig.

                (2) Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.

                Auch wenn ein Kind für sein Handeln evtl. nicht verantwortlich ist, handelt es sich um einen rechtswidrigen Angriff gegen das Baby. Da bist Du berechtigt das zu unterbinden. Gegenüber einem Kind allerdings nur mit einem Mindestmaß an Gewalt. Mehr hattest Du auch nciht angewendet.

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                • Margret sagt:

                  Ich habe es damals als grenzwertig empfunden. Schön zu hören, dass es das nicht war. Da das Baby mir anvertraut war (Babysitting) musste ich ohnehin eingreifen. Nur erinnere ich mich, dass es eine extrem schwierige Situation war und ich nicht so recht wusste, wie reagieren. Bei einem Erwachsenen wäre es mir direkt leichter gefallen.

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                  • IULIUS sagt:

                    Ich kann nicht verstehen, warum solche für eine funktionierende Gemeinschaft wichtige Frage nicht schon in der Schule geklärt wird. Vermutlich wissen nicht einmal die Lehrer, wann und wie eingegriffen werden darf oder muß.

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                    • Margret sagt:

                      Zumindest meine wussten es nicht. Wir hatten in der Klasse einen Jungen, der von zwei Klassenrabauken hübsch regelmäßig ausgezogen und in den Mülleimer gesetzt wurde. Schwache Reaktion: „Das sollt ihr doch nicht“. „Ihr wisst doch, dass ihr das nicht sollt.“ „Was glaubt ihr, wie der R. sich jetzt fühlt“. „Wer war das denn nun genau?“

                      Da hätte man ganz anders reagieren sollen und müssen. Aber ich schweife ab.

                      Bist Du übrigens Pädagoge?

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                • Margret sagt:

                  Andererseits wurde das Baby eben nicht direkt angeriffen, sondern eben die Schale …

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                  • IULIUS sagt:

                    Dann könnte man auch argumentieren, ich greife Dich nicht direkt an, ich habe ein Messer…
                    Das ist trivial.

                    Der einzige wichtige Fakt war, das Baby wurde gefährdet und Du mußtest es schützen.

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                    • Margret sagt:

                      Ja, ich habe mich nur schon oft gefragt, ob schlichtes Wegziehen nicht besser gewesen wäre, statt ziemlich fest zuzupacken. V. a. wo bis heute nicht klar ist, ob er das Baby überhaupt bemerkt hatte (er sagte hinterher nein). Ist ja auch letzten Endes jetzt egal, ich wollte nur sagen, dass so eine Situation echt schwierig ist. Im Prinzip fast schwieriger als wenn ein Erwachsener gewalttätig wird.

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                    • IULIUS sagt:

                      Daß solche Situationen schwierig sind liegt einzig daran, daß man nicht darauf vorbereitet wird.

                      Im Nachhinein darüber nachzudenken, ob eine andere Lösung besser gewesen wäre, bringt nicht viel. Alle haben es unbeschadet bestanden. Was willst Du mehr? Ein Kind „beschädigt“ man nicht, nur weil man es mal festhält.
                      Hier könnte ich einwenden, wenn das Kind das Baby wirklich nicht bemerkt hatte und Du nicht eingegriffen hättest, hätte das Kind bei einer Verletzung des Babys sich Vorwürfe machen können.

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        • Margret sagt:

          „Es kommt ja auch wesentlich darauf an, ob ein Kind dies bewusst macht oder aus Versehen und Unachtsamkeit“

          Absolut. Darauf wollte ich oben u. a. auch hinaus. Meine Kinder sind noch nie jemandem absichtlich reingefahren und ich glaube auch, dass das real kaum vorkommt. Es kommt aber eben sehr wohl vor, dass sie so abgelenkt sind, dass es versehentlich geschieht. Ich habe jetzt mal durchgerechnet, es ist in mehr als 6 Jahren 6 x geschehen, also 1- 3 x pro Kind, worunter aber zwei Kollisionen mit anderenen Wägelchenschiebenden Kindern fallen. Nur eine Situation war wirklich schlimm, da hat meine Tocher total begeistert das Spielwarenregal angesteuert und dabei eine ältere Frau übersehen, die sowieso dicke schmerzende Beine hatte. Sie hat sich aber rührend entschuldigt und der Frau immerzu auf die Beine gepustet, so dass diese dann so begeistert von ihr war, dass sie am Ausgang mit Gummibärchen auf sie wartete. So etwas lässt sich gut lösen, es ist kein Riesendrama, wenn es nicht absichtlich geschieht (außer natürlich, es wäre so fest, dass ernsthafte Verletzungen entstehen – aber soviel Kraft haben Kinder kaum).

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  11. Adrian sagt:

    Hä? Kapier ich nicht.

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  12. wischiwaschi sagt:

    Ich weiß nicht warum, aber seit einigen Tagen sehe ich, denn ich die Hauptseite anklicke, nicht mehr oben den aktuellsten Comic, sondern einen alten (darunter weitere alte), und zwar den hier: https://erzaehlmirnix.wordpress.com/2013/12/26/sozialkompetenz/.

    Ist was verändert worden, ist das bei euch auch so?

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  13. netreaper sagt:

    #hach🙂
    Das zaubert ein Lächeln auf mein Gesicht. 👍

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  14. Adrian sagt:

    Niemand will mir den Comic erklären😦

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  15. Klaus Maria Müllerscheidt sagt:

    Muss es mich irritieren, dass es „typischerweise“ eine Mutter mit ihrem Kind ist?
    Kommt morgen der Comic mit dem Vater? Wie würde es dann ausgehen? „Laura-Sophie, hol Dir was süßes! “ oder „Onkel Peter erzählt das nachher alles Deiner Mutter!“?

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    • Ich finde es gut, wie aus jedem Thema ein Geschlechterthema gemacht wird. Das hier war jetzt aber fast zu einfach. Wie wäre es, wenn du dich fortgeschritteneren Aufgaben widmen würdest, z.B. ob das grau des Hintergrunds evtl. männerfeindliche Bedeutungen hat in Anspielungen auf die Kritik an „50 Shades of Grey“?

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      • netreaper sagt:

        Außerdem: WENN hier einer aus jedem Thema ein Geschlechterthema machen darf, dann ja wohl ich!! Das ist mein persönliches Privileg hier! 😂

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      • Klaus Maria Müllerscheidt sagt:

        Nein, zumindest meine Ironie war es wohl nicht.
        Deswegen unterschlage ich jetzt „Oh, ich dachte es ist jetzt Pflicht geworden, in der medialen Öffentlichkeit geschlechterbetonte Diskriminierung zu thematisieren“ und werde mich bemitleiden, dass mein „Hol Dir was süßes“ nicht den humoristischen Effekt verursachte…

        Wie wäre es denn nu weiter gegangen wenn die Mutter nicht so unsanft unterbrochen hätte? Bin, wie unten zu lesen, wohl net der einzige mit entsprechenden Interesse.

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  16. Hätte die Mutter nicht noch ein wenig aushalten Können? Mich hätte interessiert, wie es weiterging…😉

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  17. Tann sagt:

    Auf passiv-agressive Weise harderte sie mit der biologischen Bestimmung der Frau.
    Im Westen nichts neues!
    (Auf der anderen Seite kann ich mir EMN auch nicht als gute Mutter vorstellen. Aber gut wenn’s danach geht …)

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