Lerneffekt.

Veröffentlicht: März 13, 2015 in Uncategorized

mathe

Kommentare
  1. Margret sagt:

    Bringt Heidi ihren „Mädchen“ denn mittlerweile was bei? Früher bestand die Show nur aus Mutproben und gefördertem Mobbing.

    Richtig müsste der Comic also lauten:

    Linksi: „Unser neuer Mathelehrer ist voll extrem. Statt zu unterrichten, macht er Mutproben mit den Kindern. Bungee Jumping, giftige Schlangen und so Zeugs. Und wenn einer nicht mitmachen will, Angst hat oder so, putzt er ihn runter und fragt die anderen vor versammelter Mannschaft, ob der noch dazu gehört oder demnächst rausfliegen soll.“

    Rechtsi: „Krass! Da lauft ihr aber Amok, oder?“

    Linksi: „Von wegen. Die Kinder sollen doch was lernen für’s Leben. Und wenn einer nen Schaden davon kriegt – selbst schuld. Was geht der auch in die Schule? War er eben nicht hart genug.

    Pause

    Naja, Mathe lernt da zugegebenermaßen keiner. Und es wurde auch noch keiner Mathematiker. Aber egal. Da ist ACTION.“

    Denkpause.

    Rechtsi: „Ich find Germanys next Topmodel trotzdem gut.“

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    • Krass. Das klingt fast so als müssten da freiwillige Kandidatinnen tatschlich etwas bieten um einige hunderttausend Euro Preisgeld zu bekommen. Das ist schockierend. Es sollte vielmehr eine Show sein, in der wahllos Frauen (Iiiih, Kriterien!) im Kreis sitzen und Heidi sagt ihnen 2 Stunden lang wie schön und toll sie sind. DAS wäre mal ne Show, die aufs wahre Leben vorbereitet.

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      • Margret sagt:

        Es heißt einfach: Der Comic hat nen fetten Hinkefuß, wenn er Matheunterricht mit der Show von Germanys Next Flopmodels vergleicht. Oder denkst Du ehrlich, da kommen Topmodels bei raus? Oder dass das überhaupt im Ansatz Ziel der Show ist? Und dass da 16-Jährige zuerst verarscht (ihr werdet ganz groß rauskommen) und dann gemobbt werden (Na, sag doch mal Anna-Maria fandest Du die Performance von Ulla-Chantal jetzt gut? Wer von euch wird nicht gewinnen? Sag es mir hier gleich auf der Bühne mal nen Namen) zur Belustigung der Massen, hübsch öffentlich und im Fernsehen kann man toll finden. Oder eben nicht.

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        • Es geht nicht darum inwiefern die beiden Dinge gleich sind sondern darum, dass kritisiert wird dass GNTM „unrealistische Schönheitsmaßstäbe“ setzt. Genausogut könnte man sagen, Matheunterricht setzt unrealistische Mathemaßstäbe weil es eben 1er-Schüler und 4er-Schüler gibt und manche Schüler nie das Zeug haben werden, Matheprofessor zu werden, egal wie sehr sie sich bemühen. Das ist das Leben. Niemand ist überall perfekt, aber komischerweise wird das nur bei Optischen Dingen so stark kritisiert.

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          • Margret sagt:

            Bei GNTM geht es aber nicht primär um Schönheit. Die ist Beiwerk. Es geht auch nicht darum, Topmodel zu werden. In Wahrheit ist es Dschungelcamp für Pseudomodels.

            Die angeblichen „Modelideale“ dienen lediglich dazu, die Kandidatinnen fertig zu machen und gegeneinander auszuspielen. Und warum genau sollte man das nicht kritisieren?

            Ehrlicherweise sollte die Show „Mutproben und Mobbing mit Heidi“ heißen.

            Und dann ungefähr so beschrieben werden: Du bist weiblich, zwischen 16 und 25 und siehst ganz gut aus? Dann bewirb dich. Wir besetzen die Kandidatinnen nach Rollen (gesucht werden aktuell noch „Die Süße“, „Die Zicke“, „Die Naive“ sowie „Die Kühle“). Dann lassen wir dich eine Reihe Mut- und Ekelproben absolvieren (Vogelspinnen, vom Hubschrauber baumeln and so on), nennen das „Vorbereitung aufs Modeln“, spielen dich gegen deine Mitkandidatinnen aus, bis mindestens eine weint, besser mehrere. Bevorzugt besetzt werden Girls mit Arachnophobia, Höhenangst oder sozialen Ängsten. Sonst ist’s nicht lustig und die Zuschauer langweilen sich. Quote Baby!

            Weitere Karrieremöglichkeiten: Der Big Brother Container, Dschungelcamp – ich bin ein Star, holt mich hier raus sowie Let’s dance.

            Okay, zugegeben fürs Modelgeschäft bist Du dann verbrannt. Sagen sogar Ex-Juroren, dass das Ganze ein Stigma in der Modelbranche ist. Aber egal. Darum geht’s hier doch gar nicht.

            Also in etwa so, wie ich es oben beschrieben habe: Im angeblichen Matheunterricht geht es gar nicht um Mathe. Und das Ziel ist auch nicht, dass die Leute danach Mathe können oder gar künftige Mathematiker auszubilden. Ziemlich widersinnig, oder?

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            • Was ändert deine Ausfhrung jetzt daran, dass häufig das „unrealistische Schönheitsideal“ im Zentrum der Kritik steht und ich das mit diesem Comic kritisiere?

              Dass du nun ganz andere Sachen an der Show doof findest… okay. Und? Wenn ich kritisiere, dass Cola viel Zucker hat und du kommst „Boah, deine Kritik ist total falsch, weil Aluminiumdosen voll ungesund sind“, dann ist das genau so wenig ein Gegenargument zu dem was ich sage^^

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              • Margret sagt:

                Neee, Du sagst ja quasi „Cola wird voll doof, wenn man den Zucker durch Süßstoff ersetzt. Das ist dann nicht mehr Cola.“ Ich sage „Cola ist schon jetzt nicht Cola sondern nur braunes Zuckerwasser mit der Aufschrift Cola“.

                Der Treppenwitz ist ja übrigens, dass die GNTM Kanditatinnen tatsächlich sogar falsche Figuren und Gesichter für die Topmodel-Branche haben. Ein Grund dafür, dass es letztlich keine nach oben schafft.

                So nämlich sieht keine der Kandidatinnen aus.

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                • Nochmal: Ich kritisiere die Kritik an der Show, die sich darauf bezieht, dass die Mädchen zu schön/zu schlank sind.

                  Das könnte jetzt auch statt GNTM alles andere sein, bei dem über das ach so schröööckliche Ideal gejammert wird. Häng dich doch bitte nicht so an diesem Beispiel auf^^

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                  • IULIUS sagt:

                    „Mobbing mit Heidi“ ist éinprägsamer und leichter zu merken. (Auch: Im Mobing sind Schikanen schon inbegriffen.)

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                • Nachtschattengewächs sagt:

                  Ich würde sagen, im Schnitt kriegen das mehr Jungs mit ner guten Diät und nem guten Visagisten hin, als Mädels. :p

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  2. scfreytag sagt:

    Aber ist beim Matheunterricht nicht der Idealfall, dass JEDEM in der Klasse vermittelt wird, wie man mathematisch denkt (erstmal unabhängig von den Noten, so als basic Lebenskompetenz)? Im Endeffekt wärs ja der Traum von jeder Lehrkraft, dass die ganze Klasse nach dem Schuljahr mathebegeistert ist und, sobalds auch darum geht, dann gute Noten schreibt. Ziel also: jeder soll „gewinnen“. Bei GNTM ists so, dass alle gegen alle sind, anscheinend die Mitstreiterinnen frohlocken, wenn jemand failt und schlussendlich nur eine gewinnen kann. Das Ziel ist dann ja schon komplett ein anderes..

    Außerdem hat Mathe so weitreichende Konsequenzen, je nachdem, wie man sich damit arrangiert – viele starten ja auch erstmal von irgendwo im Minusbereich, was das mathematische Selbstbewusstsein angeht und sind deshalb schlechter als sie sein könnten. Da ists schon von Vorteil, erstmal ne Selbstwertpamperung vorzunehmen, um dann darauf aufzubauen (klar, auch mit Leistungsforderung). Bei GNTM kommen bestimmt eher Mädels hin, die eh schon gut aussehen und sich ner freiwilligen Sache unterziehen, die im Endeffekt fürs Leben auch verzichtbar wäre.

    ..aber vielleicht hab ich diesesmal auch einfach den Comic nicht verstanden oder zu wenig GNTM-Basiswissen.😉 Fazit: pointe > my head😉

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    • Margret sagt:

      Stimmt. Schulunterricht soll ja erstmal keinen exkludierenden sondern einen inkludierenden Charakter haben.

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      • IULIUS sagt:

        Wer startet im Mathematikunterricht im Minusbereich?
        Mathematik soll die Grundlagen vermitteln. D. H. es wird bei 0 angefangen.
        Daß die Lehrer der ersten Stunden die Kinder nicht begeistern können dürfte eher das Problem sein.
        Mathe ist für viele äußerst schwer. Und wenn dann der Mathe-Leerer kein Interesse daran schürt kann das auch nichts werden. Die Kinder haben dann kein Interesse von sich aus es zu lernen.
        Die Folge ist ein absulut widerwiliges Verhalten.

        „Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“
        Antoine de Saint-Exupery

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  3. das Mathe, das heutzutage in der Schule unterrichtet wird, ist doch eigentlich eher wie Autofahren. Je öfter man es macht, desto sicherer wird man und irgendwann macht an die Rechenschritte automatisch…. wie beim Autofahren der Schulterblick. Die Mathematik, die in der Schule unterrichtet wird, hat ja kaum was mit der Mathematik zutun, die in der Uni gelehrt wird. Wer also in der Schule gut in Mathe war, ist nicht automatisch ein Kandidat für ein Mathematikstudium und umgekehrt ein schlechter Schulmathematiker nicht unbedingt ein schlechter Mathematikstudent.

    Bei GNTM ist es doch ähnlich… es wird ein bestimmter Typ Frau gesucht für einen bestimmten Typ Job (unabhängig davon, dass die dort gezeigten Fotoshootings nur einen sehr sehr sehr geringen Teil der in der realen Praxis durchgeführten Shootings entspricht). Mindestens 1,76 m groß, sehr schlank – und „Charakter“ sollen die Mädels auch haben. Da ist die deutsche Durchschnittsfrau mit 1,65 m Körpergröße gar nicht inbegriffen.

    Das Schönheitsideal, das in der Serie vermittelt wird, ist somit rein körperlich überhaupt nicht zu erreichen, wenn man nicht gerade himmellange Beine hat. Schlank sein… das lässt sich ja noch verwirklichen. Sport, reduzierte Ernährung, Magenband, Fettbinde-Pillen und was es sonst noch auf dem Markt gibt. Wenn man das wirklich mit Mathe vergleichen will: Das sind die Nachhilfestunden!
    Aber was die Körpergröße angeht: da kann man sich an Bäume hängen so viel man will. Abgesehen von einer sehr schmerzhaften operativen Beinstreckung ist da nichts rauszuholen.
    Das mit der Schulmathematik zu vergleichen hinkt tatsächlich… denn die dort abverlangten Fähigkeiten sind tatsächlich erlernbar. Es mag tatsächlich auch Lehrerabhängig sein, aber dennoch schaffbar.
    Und Professoren mit Models vergleichen, weil beide auf ihren Gebiet wie auch immer herausragendes können an den Tag legen… ist wirklich top. Das Topmodell das bei Heidi Klums Show ausgespuckt wird, war wie lange in der „Kaderschmiede“? 3 Monate? Der Professor hat ein abgeschlossenes Studium (sagen wir mal 5 – 6 Jahre), eine Doktorarbeit geschrieben (ca 1 Jahr – je nach Thema) und normalerweise mehrere wissenschaftliche Aufsätze verfasst die auch veröffentlicht worden sind.

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    • Ihr hängt euch alle so an Details auf anstatt euch auf den Punkt zu konzentrieren um den es im Comic geht: Nicht jeder istgleich gut in allem, es gibt immer Profis/Experten/Elite in einem Bereich. In jedem Bereich ist das OK, sei es Mathe, Literatur, Physik.. niemand würde sagen „Oh nein, wir sollten keine allzu begabten Autoren an der Spitze der Bestsellerlisten zeigen, sonst fühlt sich Otto-Normalschreiber schlecht, weil er grademal die Einkaufsliste schreiben kann“…. warum wird dann in Sachen Aussehen und Schönheitsideale so ein Geweine gemacht?

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      • F-Trueck sagt:

        Dafür dann aber eine Scripted Reality Sendung als Maßstab zu verwenden ist etwas, naja, ungeschickt…🙂 Matheunterricht ist ja nicht scripted Reality. Sondern Stoff den jeder lernen muss, ob er darin gut ist oder nicht. Würden in GNTM jetzt auch übergewichtige und Potthässliche Leute rum rennen, und das Credo wäre: Jeder muss ein Model werden, ob er das Zeug nun dazu hat oder nicht, ja dann wäre das was anderes.

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  4. Trollpogo sagt:

    Schönheit ist subjektiv, Mathematik ist von vorn bis hinten logisch aufgebaut. Für Schönheit gibt es nur normative Maßstäbe (was die Mehrheit schön findet, gilt als Ideal), Mathe gilt überall gleich. Daher hinkt der Vergleich meiner Meinung nach heftig.

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  5. Michael sagt:

    Ich hab das erst nach den Kommentaren gerafft…. GMNT und Co. halte ich aber auch kein 2 Min. aus. Tipp an alle die das nicht mehr sehen können:
    1. TV Karte in den PC oder Receiver mit Aufnahmefunktion nutzen.
    2. Nur noch die Aufnahmen anschaun und dann einfach weiterklicken, wenn Werbung für das Zeug kommt. (mache das am PC)
    3. Medien wie Spiegel-Online die in die Richtung hypen IGNORIEREN!
    4. Magegeschwür wird kleiner😀

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  6. Ich finde der Vergleich passt. Bei beiden geht es doch um Kurvendiskussionen, oder?😉

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  7. afictionesse sagt:

    Fand ich dieses Mal kompliziert erzählt. Vielleicht hatte ich den falschen Unterricht..?

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  8. noxneurotica sagt:

    Ich glaube, die meisten Leute finden hohe Schönheitsideale im Modelbereich deswegen nicht gut, weil man im Durchschnitt im Alltag öfter mit überdurchschnittlich schönen Menschen in Werbungen, Filmen usw. konfrontiert ist als mit zB Top-Wissenschaftlern. Die werden nicht so extrem angepriesen mit dem Unterton „wenn du nicht auch zu den 1% der intelligentesten Menschen gehörst, hast du keine Chance im Leben (und musst zur Abhilfe unser Produkt kaufen)“. Es scheint einfach oft so, als ob die „Alltäglichkeit“ von schönen Menschen dafür sorgt, dass auch im Privaten Auswirkungen entstehen. Man hat dann Angst, dass dieses Maß an Schönheit als normal gilt und man dann abgehängt wird. Wenn man nicht gut genug in Mathe ist, um Mathe zu studieren, juckt das die wenigsten, weil das nur eine von vielen Möglichkeiten ist, die einem verwehrt bleibt. Aber wenn man als nicht schön genug gilt, besteht eben die Angst, dass sich da gleich viel mehr „allgemeine“ und persönlichere Türen schließen (keinen Partner, keinen guten Job…) Klar, wenn man anderen Menschen eine solche Oberflächlichkeit unterstellt liegt der Rückschluss nahe, dass man selbst vielleicht ziemlich oberflächlich ist. Andererseits fühl ich mich jetzt auch nicht „bedroht“ von schönen Menschen, meine aber, dass es sogar psychologisch Sinn macht, dass schöne Menschen es in vielen Situationen „leichter“ haben, weil man ihnen eher wohlgesonnen ist. Allerdings kann man diesen Effekt mit Sicherheit auch durch seine geistigen Qualitäten ausgleichen (Humor, Intelligenz usw) – gibts da Studien dazu?

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    • Schöne Menschen haben es nicht unbedingt leichter. Teilweise ja, es gibt aber auch Studien, dass schöne Frauen schlechtere Jobchancen haben (viele weibliche Personalchefinnen, die die „Konkurrenz“ nicht mögen).

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      • noxneurotica sagt:

        Okay, ja, deckt sich größtenteils auch mit meinem Eindruck… Besonders, dass Frauen da eher Konkurrenzdenken haben. Hab da neulich auch mal ein Experiment gesehen, bei dem zwei Frauen einer Dritten „Neuen“ wichtige Informationen vorenthalten haben, um ihre Chancen bei einem Vorstellunggespräch zu schädigen, während Männer sich kooperativ verhalten haben. War aber auch im Fernsehen, da weiß man ja nie, inwiefern das glaubhaft ist.

        Noch eine Ergänzung (versuche hier nur, die Logik der Anti-Schönheitsidealisten zu verstehen): oft ist auch nicht erkennbar, dass Model sein auch bedeutet, hart an sich zu arbeiten. Oft wird das ja so dargestellt, als sei man halt entweder wunderschön oder nicht und habe keinen Einfluss drauf (bis auf das Körpergewicht). Und natürlich „gönnt“ man dann den Erfolg jemandem nicht, der „einfach so“ wunderschön ist, ohne was dafür getan zu haben und hat Angst, dann an diesen Leuten mit „Naturtalent“ bemessen zu werden. Bei Schönheit sind eben doch viele Faktoren nicht oder nur durch kostspielige/schmerzhafte Operationen zu ändern. Bei anderen Talenten (Musik, Schauspielerei, Schreiben, Sport…) sind das vielleicht 20% Naturtalent und 80% Training. Bei den meisten Models (außer ganz an der Spitze, ich meine so ein normales Katalogmodel oder so) ist das eher andersrum. Kann sein, dass ich mich da auch täusche. Klar, dann haben die halt Glück gehabt. Ich glaube, das Problem ist nicht, dass jeder ein Model sein will oder das Gefühl haben will, eins sein zu können, sondern dass man nicht gern auf Basis von relativ zufälligen Faktoren eingestuft wird. Bei den Mathenoten zB geht es ja um eine Leistung, die jeder erstmal theoretisch erbringen könnte. Wenn der Lehrer jetzt deswegen, weil es ein Superbrain-Mathegenie in der Klasse gibt, das Notenraster so verschiebt, dass selbst die, die sonst als gut gelten würden, jetzt erst maximal bei einer 3 rauskommen, gäbe es ja auch nen Aufschrei.

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        • Ich denke, wirklich gt in Mathe zu sein ist ähnlich von Glück/Talent und Leistung bestimmt wie Topmodel zu sein. „Ganz okay“ könne die meisten mit viel Anstrengung werden, aber um wirklich an die Spitze zu kommen, muss der IQ im Hochbegabten Bereich liegen, und das lässt sich genauso wenig erzwingen wie eine Körpergröße über 175cm.

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          • noxneurotica sagt:

            Hm, weiß nicht. Ich hab halt gerade im Bezug auf Mathe gemerkt, wie viel da auch von eigenen Einstellung abhängig ist. Ich hab mich auch für mathematisch unbegabt gehalten (und hab sicher nicht das Zeug zum Mathestudium), hab mich aber trotzdem durch Anstrengung an die Spitze der Klasse gearbeitet. Solang der Einsatz zählt, ist das ja auch für die meisten okay. Und wie gesagt, wenn man als Frau unter 175cm kein Model sein kann, finden sich ja sicher die meisten auch damit ab, nur halt dann nicht mehr, wenn diese Modelstandards sich mit den „Normalo-Standards“ vermischen und nicht mehr als Sonderfall gelten.

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            • Lustig, denn ich war immer Mathematisch begabt und es fiel mir leicht. Dafür dachte ich, ich sei genetisch benachteiligt, was meinen Körper angeht. Es stellte sich raus, dass ich mich mit Anstrengung enorm verbessern konnte😀

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              • IULIUS sagt:

                „Solang der Einsatz zählt, ist das ja auch für die meisten okay.“

                Das erinnert mich an die Schulzeit betreffend Klassenkameradinnen, vom Ergebnis glatte 6 – aber sie hat sich ja bemüht. Und dafür eine 3 bekommen. Ich denk nicht, daß die 3 da im Leben weitergeholfen hat. Eher im Gegenteil.

                Als Putzfrau ist Mathe trivial…

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                • noxneurotica sagt:

                  Nee, ich meinte damit nicht diese „Urkunde fürs Mitmachen“-Einstellung. Sondern eben, dass man es akzeptiert, wenn jemand eine bessere Leistung erbracht hat als man selbst, wohingegen man es weniger gern akzeptiert, wenn man selbst als schlechter eingestuft wird, weil man das Pech hatte, mit jemandem verglichen zu werden, der ein Naturtalent hat/genetisch „gesegnet“ wurde. Wie eben das Beispiel mit dem Muttersprachler.

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              • noxneurotica sagt:

                Ja, darum gehts ja auch nicht. Wie gesagt, ich glaube nicht, dass Leute damit ein Problem haben, dass nicht jeder ein Model/Profisportler/Wissenschaftler sein kann. Und auch nicht damit, dass die eigene Leistung relativ zu der von anderen bewertet wird. Wenn anderen etwas natürlicherweise leicht fällt, schön für sie, aber man sollte dann eben nicht andere dafür „bestrafen“, dass es ihnen nicht genauso leicht fällt. Der Matheschüler will nicht am Maßstab eines Hochbegabten, der mit 15 schon Mathe studieren könnte, gemessen werden und deshalbe ine 6 bekommen, und die Durchschnittsfrau will nicht deswegen, weil überall Topmodels rumlaufen, zu hören bekommen, sie sei (optisch) kein Partnerschaftsmaterial. Klar, eine vielleicht irrationale Angst, aber die würde sich bestimmt auch einstellen, wenn Matheprofs auf einmal total gehypt und als „Gewinner“ im Leben dargestellt würden.

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                • OK, ich denke ich verstehe was du sagen willst. Aber ich habe den Eindruck, dass Frauen bereits für durchschnittliches Aussehen sehr umschmeichelt werden und es für jede Frau mit Ernährung und Sport möglich ist, überdurchschnittlich zu werden, da Normalgewicht und ein fitter Körper schon lange nicht mehr die Norm sind, aber ehr viel an der Attraktivität ausmachen.

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                  • noxneurotica sagt:

                    Ja, da hast du Recht und das sehe ich auch so. Es wird schon in der Gesellschaft kräftig ignoriert, dass man für seinen Körper auch selbst verantwortlich ist und nicht nur die Gene oder irgendwelche anderen Einflüsse. Das eigene Aussehen ist natürlich nicht so unabänderbar und in Stein gemeißelt, wie manche es gern darstellen. Aber meiner Meinung nach ist es noch zufälliger und von irgendwelchen Launen der Industrie und Trends abhängig (heute große Brüste, morgen kleine, heute blond, morgen brünett…) als gute Leistungen in anderen Bereichen. Ich finde es nicht so unverständlich, dass man dann „sauer“ ist, weil man sich wegen solcher beinahe beliebigen Standards unzureichend fühlen muss. Klar, da muss man dann eben für sich den Schritt machen, sich davon nicht beeinflussen zu lassen und sich auf seine Stärken zu konzentrieren. Leider lässt sich von dieser Angst nicht gut genug zu sein, gut Geld verdienen.

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                    • Ich weiß nicht, ich muss zugeben dass ich mich nie sehr mit Schönheitsidealen befasst habe, aber ich denke, es gibt schon recht klare „Ideale“, nämlich alles was mit Gesundheit korreliert:

                      gesunde, weiße Zähne
                      kräftige, glänzende (lange) Haare
                      reine Haut
                      ein trainierter, schlanker Körper
                      Knackiger, muskulöser, „großer“ Po
                      schmale Taille, flacher Bauch

                      Brüste sind da doch sogar eher etwas, das gar nicht sooo krass normiert ist. Die einen mögen kleinere, die anderen größere, aber meist ist das gar nicht so bestimmend. Auch die Haarfarbe selbst ist nicht so wichtig solange die Haare glänzend und gesund aussehen.

                      Und da wir nur einen Körper haben, und dieser extrem zentral unser Leben und unsere Lebensqualität bestimmt, ist es doch eigentlich gar nicht schlecht, wenn da ein Ideal herrscht, das maximale Gesundheit hoch hält. Ich finde es eher traurig, wie dieses Ideal als „oberflächlich“ und „falsch“ herabgeputzt wird und Leuten gesagt wird es ist viel cooler, sich unfit toll zu finden und zu seinen Rollen „zu stehen“ – als sei das nur eine optische Frage.

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                    • Margret sagt:

                      Größe und Beinlänge lassen sich nicht ändern. Oder eben nur operativ. Ebenso Breite der Schultern (nur nach oben nicht nach unten), Breite des Beckens, Taille nur bis zu einem gewissen Punkt, Brüste, Haardichte, Größe der Nase, Vollheit der Lippen, Dichte der Wimpern, Größe und Form der Augen, Gesichtsform, Kinn, Anlage für ein Doppelkinn (gibt es auch bei schlanken Personen im Ansatz bei entsprechender Vernlagung), Anlage dafür, wo sich Fett ansetzt, Größe und Form der Stirn …

                      Klar kann man an dem ein oder anderen Punkt nachhelfen. Es ändert aber nichts dran, dass da der eine genetisch mehr „gesegnet“ ist und der andere eben nicht. Mit Glück ist dein Wurf im genetischen Würfelspiel gerade Trend (breite Schultern bei Frauen in den 80ern, Doppelkinn in der Renaissance, vorgewölbtes Bäuchlein im Hochmittelalter, hohe Stirn im 16. Jahrhundert, eher breite Hüften in den 50ern, stromlinienförmiger Körper in den 60ern). Wenn Du Pech hast, gilt er gerade als hässlich.

                      Interessant finde ich ja diese Darstellung. Alle durchaus innerhalb der Grenzen des BMI aber völlig unterschiedliche Körperformen. Und die sind maximal bis zu einem gewissen Punkt beeinflussbar und ändern sich häufig.

                      http://img1.brigitte.de/asset/Image/mode/mode-trends/Modesilhouette/chronik-mode-silhouetten-c-credit.jpg?cache=1633299891.

                      Eine Begabung für Mathematik bzw. ein hoher IQ (der damit einhergehen wird) ist dagegen eine recht sichere Sache (im Sinne von unveränderlich positiv).

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                    • Oh Bitte, das sind Nuancen, und nur weil es „Trend“ ist in der Modewelt bedeutet das nicht, dass sich das allgemeine Schönheitsideal plötzlich ändert. Als ob Männer in die Disco gehen und sagen „Whoa, geiles Teil… aber oooooh. Ihre Schultern sind 2cm zu schmal, wie verdammt unproportioniert und unaktuell…. urghs“
                      Gewisse Dinge sind universell attraktiv und nur weil irgendwelche bestimmten Sondergrüppchen grade einen anderen Trend verfolgen ist Schönheit noch lange nicht beliebig.

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                    • Margret sagt:

                      Und da nennst Du gleich nen ganzen satz an Sachen, die nur mit Glück oder Nachhilfe zu erreichen sind.

                      gesunde, weiße Zähne – die Zahnfarbe ist genetisch bedingt
                      kräftige, glänzende (lange) Haare – Haardichte und Anzahl ist genetisch festgelegt
                      reine Haut – es gibt eine genetische Veranlagung hin zu den verschiedenen Akneformen
                      ein trainierter, schlanker Körper – Tatsache, aber ob Du aber breite Schultern oder breite Hüften hast, ist nur wenig beeinflussbar
                      Knackiger, muskulöser, “großer” Po – okay, individuell beeinflussbar
                      schmale Taille, flacher Bauch – hat ebenfalls beides genetische Komponenten z. B.wie schnell und wieviel Fett Du am Bauch ansetzt. Und eine optisch schlanke Taille ist ja sehr von Hüfte und Brustkorb abhängig.

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                    • Du neigst echt dazu nuancen aufzublähen. Ich bezweifle, dass leute mit farbskalen rumlaufen und zähne beurteilen. wenn sie nicht gelb verfärbt oder gar verfault sind, dann sind sie „weiß“.
                      haare lassen sich sehr wohl stark über ernährung beeinflussen (vitamine + proteine), ebenso wie haut. meine haut und haare waren der reinste mist als ich 150kg wog weil die hormone so daneben waren. jetzt ist die haut rein und die haare voll. hilft vielleicht nichts wenn man irgendeine krankheit hat, aber generell kann man es sehr viel beeinflussen.
                      und selbst wenn man zu bauchfett neigt: wenn man einen niedrigen körperfettwert hat, hat man auch kein bauchfett.

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                    • Margret sagt:

                      „Whoa, geiles Teil… aber oooooh. Ihre Schultern sind 2cm zu schmal, wie verdammt unproportioniert und unaktuell…. “

                      Also: „Die hat Schultern wie ein Mann“ hab ich durchaus schon gehört bei optisch etwas breiterer Schulterpartie. Eine Stromlinienform wie beispielsweise in den 60ern ist auch nur mit entsprechendem Knochenbau zu erreichen.

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                    • Ich habe auch schon Leute sagen hören, dass ein Mann zu viele Bauchmuskeln hat und sie Waschbär bevorzugen. Oder eine Frau zu dünn ist und sie auf dickere stehen. Klar, es gibt immer Leute mit speziellerem Geschmack und es gibt auch immer Leute, die Bullshit reden weil die Trauben zu hoch hängen. Wie viele Männer schwurbeln darüber, dass sie dieses oder jenes Supermodel hässlich finden, aber wenn sie tatsächlich die Chance auf Sex mit ihr hätten, würden sie dann wohl wirklich sagen „Nee Angelina, ich finde deine Lippen echt zu aufgeblasen, raus aus meinem Bett“?

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                    • IULIUS sagt:

                      Ihr diskutiert über Dinge, die sich problemlos mit ein, zwei Bierchen beheben lassen.

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                    • Margret sagt:

                      Worum es mir geht: Kennst du, Hand aufs Herz, mehr als ein oder zwei Personen, die einfach zufrieden mit ihrem Äußeren sind? Selbst bei schlanken gesunden Personen hört man doch andauernd „Boah, ich hab Hüften wie ein Pferd, Boah meine Nase ist so fett, Glatzenansatz voll scheiße, meine Haare sind so fusselig, meine Zähne sind zu gelb, meine Zähne sind zu groß, meine Füße zu groß, meine Beine zu kurz, meine Ohren zu abstehend, ich hab keine Taille, ich bin zu klein etc.“.

                      Dagegen hört man „Boah, ich bin so scheiße in Mathe, Mist, ich kann keine volkwirtschaftliche Analyse durchführen, Verdammt, ich kenn das StGB nicht gut genug, Shit, ich hab keine Ahnung von Integralrechnung, verdammt, warum kann ich keine Raum-Zeit-Krümmung berechnen, scheiße, ich kann kein Altsumerisch …“ doch eher selten.

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                    • Geau darum gehts: Was ist schlimm daran? Ich ärgere mich über die Haut an meinen Armen und ich finde es nicht schön, dass ich Vitiligo habe. Ich weine mich deshalb aber nicht in den Schlaf, ich schaue mich trotzdem gerne im Spiegel an. Wo ist das Drama daran, anzuerkennen, dass man nicht aussieht wie ein Covermodel? Ich fände es besser, man würde mit diesem „Ihr seid ale wunderschön“ gequatsche endlich aufhören und ehrlich sagen „Ja, es gibt attraktivere und weniger attraktive Menschen, aber das ist OK. Du bist ok, auch wenn du nicht in jedem lebensbereich perfekt bist“… womöglich ist es ja nur deshalb so ein problem, weil wir so besessen davon sind, dass es keins sein darf. Wenn jemand sagt „Ich bin mies in Mathe“, dann kommen keine 50 Leute angerannt und sagen „Oh neeeeeiiiiin, du bist super in Mathe“ „Du darfst sowas nicht sagen, du bist genauso gut in Mathe wie Einstein!“

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                    • Frank sagt:

                      @IULIUS „Ihr diskutiert über Dinge, die sich problemlos mit ein, zwei Bierchen beheben lassen.“

                      Und die Frauen denken, wir trinken Bier weil es Spaß macht, oder gar schmeckt😀

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                    • Margret sagt:

                      Kleiner Nachtrag zur Zahnfarbe, nur so als Beispiel: Wenn ein natürliches Gelblich angeblich als Weiß gilt, warum machen dann so viele Zahnärzte ein nettes Nebengeschäft mit Bleaching bzw. warum gibt es Zahnbleachingmittel sogar im Drogeriemarkt? Zur Entfernung normaler Verfärbungen langt ne professionelle Zahnreinigung. Offenbar sind ausreichend Leute schlicht unzufrieden mit ihrer normalen Zahnfarbe. Haarextensions, Haarentfernungsmittel, Bräunungsmittel, Wimperntusche, sogar farbige Kontaktlinsen … alles ein Bombengeschäft mit Mittelchen, um „Kleinigkeiten“ auszubessern, die man im genetischen Würfelspiel halt nicht so mitbekommen hat.

                      Dagegen sind Bücher, die Laien Mathematik näherbringen wollen dann doch eher Ladenhüter.

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                    • noxneurotica sagt:

                      Ich glaub, dass da eben die Unsicherheit nicht so groß ist, weil das Talent, gut in Mathe zu sein, in den Medien und der Gesellschaft eben nicht so viel wert ist wie gutes Aussehen. Wenn unsere Gesellschaft eine enorm ausgeprägte, überall präsente Wissenschaftselite hätte dann gäbe es mit Sicherheit auch Aufschreie, dass die unrealistischen Standards das Selbstbewusstsein zerstören. Und ich glaube echt, dass bei vielen Frauen ihr Selbstvertrauen eben von den Medien irgendwo auch absichtlich gefährdet wird, damit man ihnen schönheitsfördernde Mittelchen andrehen kann.

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                    • ich finde es halt komisch wie viele frauen sowas sagen wie „die armen anderen frauen werden so verarscht….“… so quasi „alle blöde opfer, ausser ich“. das ist doch mittlerweile die ansicht fast jeder frau, also dass „die medien uns mit photoshop usw. verarschen. selbst bei den teenagern. ist das so ein ego ding, dass sich jede frau den anderen überlegen fühlt, weil SIE das durchschaut hat?

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                    • noxneurotica sagt:

                      Um Gottes Willen, so war das doch gar nicht gemeint o_o Ach du je.
                      Man wird doch sowieso in vielen Bereichen verarscht, Werbung funktioniert halt nur dann gut wenn man was bietet, was die meisten nicht haben. Ich wollte nur sagen, dass Schönheit medial viel öfter mit Erfolg im Leben assoziiert wird, als zB Intelligenz oder Humor. Klar, dass man sich davon beeinflussen lässt. Ich nehme mich übrigens aus der Gleichung gar nicht raus. Ich fühl mich da auch oft verunsichert und muss dann einen concious effort erbringen, mir wieder klar zu machen, dass es Wichtigeres gibt, als perfekt auszusehen.

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                    • Das war jetzt nicht böse gemeint, auch wenns vielleicht so klang. Es fällt mir nur auf, wie viele Leute sagen, dass dieses gaze Schönheitsgedönse total überbewertet ist und dann irgendwelche „verunsicherten Frauen“ heranziehen. Wie viele Frauen sind denn tatsächlich, richtig schwer verunsichert von ihren kleinen Schönheitsfehlern? Ich kenne das fast nur von wirklich adipösen Frauen, dass sie ein schlechtes Selbstbild haben. Und in dem Fall sollte die Antwort nicht lauten „Sei glücklich mit 50kg Übergewicht!“, denn das hieße „Sei glücklich mit Krankheit, Eingeschränktheit und frühzeitigem Tod“

                      Der Rest der Frauen die ich so erlebe nörgelt vielleicht mal über bestimmte Dinge wie kurze Wimpern, schlaffe Haare, große Nasen, etc., aber eine richtige psychische Problematik steckt dahinter so gut wie nie.

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                    • Ich komme ja eigentlich normalerweise nur hierher, um Margret zu beleidigen, aber dieser Thread hat mich ausnahmsweise mal nachdenklich gemacht: Ich könnte jetzt spontan nicht sagen, ob es mich mehr stört, dass meine Frau seit unserer Hochzeit zugenommen hat oder dass sie immer noch nicht auch nur einfachste Kopfrechnungen anstellen kann.

                      Zum Beispiel Tschechien: Der Wechselkurs liegt im Mittel bei 1:27,50. Das kann man schön leicht rechnen, wenn man „durch 11 mal 4“ rechnet und dann zu einem beliebigen Zeitpunkt eine Null streicht (von CZK in EUR). Das ist doch nicht so schwer, möchte man meinen. Aber dann steht man im Supermarkt ewig vor der 12+2-Packung Whiskas für 99 Kronen, bis Madame endlich weiß, ob das nun ein besseres oder schlechteres Angebot als die in D angebotene 12er-Packung für 3,49 Euro ist, obwohl das ja nun jeder sofort sieht.

                      Und während Sie da sekundenlang rechnet, fällt einem halt auf, dass sie ein bisschen abnehmen könnte. Ich verstehe daher nicht, wieso hier einige den Zusammenhang zwischen Mathematik und Aussehen anzweifeln können.

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                    • IULIUS sagt:

                      Je mehr Bier, je mehr Schneewitchen…

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                    • IULIUS sagt:

                      „obwohl das ja nun jeder sofort sieht.“

                      Genau das sieht nicht jeder. Ich denke sogar, daß es die Mehrheit der Menschen ist, die das nicht sehen kann, agal wie sie sich anstrengen. Eher lernt ein Blinder sehen.

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                    • Margret sagt:

                      Wenn Du willst, dass Schönheit einfach nur ein Wert ist wie viele andere, willst Du ja so ziemlich dasselbe wie die von dir kritisierten Kritiker.

                      Ich glaube, dass die meisten Menschen (nicht nur Frauen) die so etwas bemängeln das bemängeln, weil es sie eben auch kratzt und persönlich betrifft oder zumindest lange betroffen hat.

                      Du hattest mich mal vor einiger Zeit bezüglich der Magersüchtigen in meiner Klasse gefragt, ob ich die einzige gewesen wäre, die gesehen hätte, wie unerstrebenswert das war. In Wahrheit aber fand ich mich, wie alle in meiner Klasse, einfach scheiße (nur ein wenig andersrum): Ich fand mich zu dürr, die Nase zu groß, die Haare zu fusselig, den Mund zu klein (Achtung, Stichwort für lollipops und David😉.).

                      Wenn ich jetzt mit etwas Abstand die Bilder von damals anschaue, denke ich mir „verdammt, was war das für eine gequirle Kacke, die Du da gedacht hast. Du sahst voll okay aus?“ (okay, ich war echt zu dünn, aber das war, wie ich neulich auf einem Foto erst si richtig bemerkt habe, echt kein Grund mich derart hässlich zu finden).

                      Und es gab wirklich kein einziges Mädchen, das sich irgendwie toll und gut gefühlt hat oder zufrieden war. Alle hatten was an sich zu meckern. (Bei Jungs kann ich es nicht sagen)

                      Mit anderen Worten: Schönheit ist ein offenbar wesentlich unversellerer Wert als Mathematik oder Sprachwissenschaften oder juristisches Fachwissen oder … und das lässt sich meiner Ansicht nach deshalb eben (zumindest derzeit) nicht vergleichen. Weil es letzten Endes keine Spezialisierung ist sondern etwas, was alle betrifft.

                      Bürokauffrau Daniela aus Hannover wird sich insofern auch denken: „Ich kann keine höhere Mathematik oder Mittelhochdeutsch. Geht mir am A… llerwertesten vorbei. Schließlich bin ich Bürokauffrau und nicht Mathematikerin oder Mediävistin.“ Während sie sich gleichzeitig nicht denkt „Ich hab kurze Beine und große Ohren und ein Muttermal am Kinn. Geht mir am Allerwertesten vorbei. Schließlich bin ich Bürokauffrau und nicht Model.“
                      Nein, viel wahrscheinlicher ist, dass sie denkt „Oh Gott, meine kurzen Stampfer sind total schrecklich. Warum hab ich keine langen Beine? Und die großen Ohren sind furchtbar. Das Muttermal muss ich unbedingt entfernen lassen.“

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                    • Lustigerweise waren meine beiden besten Freundinnen beide sehrschlecht in Mathe und haben sehr(!) darunter gelitten. Die eine ist auch heute noch traurig darüber, weil sie deshalb nicht Psychologie studieren konnte/wollte und nun über Umwege Therapeutin wird. Für beide hat es sehr am Ego gekratzt sich so dumm zu fühlen, und es dauerte, bis sie drüber stehen konnten. Eine davon hatte starke Akne ud auch darunter sehr gelitten. Ich wrde sagen, der Prozess das hinter sich zu lassen war etwa gleich schwer. Also nur weil du evtl. mehr Probleme mit deiner Optik hattest als mit deiner Leistung heisst das nicht, dass das für jede gilt. Ich z.B. setze mich weit mehr beruflich unter druck als optisch, was man auch daran sieht, dass ich kein problem hatte 150kg zu wiegen, aber mit 25 meinen doktor hatte. und ich bin sicher nicht die einzige oder die komplette ausnahme in der beziehung. zu sagen, dass nur schönheit derartig relevant ist, ist aus meiner sicht eine herabwürdigung von frauen.

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                    • Margret sagt:

                      „Wo ist das Drama daran, anzuerkennen, dass man nicht aussieht wie ein Covermodel? “

                      Nunja, das Problem ist u. a., dass sogar die nicht so wirklich aussehen wie Covermodels😉. da macht sich manch eine ewig Sorgen wegen ihrer Orangenhaut und dabei hat ihr Idol die eigentlich genauso, nur sieht man’s dank Photoshop normalerweise nicht …

                      (das sind JayLo und Scarlett Johansson)

                      Das ist so ähnlich wie mit den perfekten Muttis (auch Killermamis genannt). Es deprimiert schlicht, wenn sich welche immer so darstellen: perfektes Zuhause, perfekte Kinder, perfekter Garten, näht alles selbst, kocht alles selbst, bäckt alles selbst, macht niemals Fehler …

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        • noxneurotica sagt:

          Oder besser ausgedrückt: wenn jetzt ein Muttersprachler im Englischunterricht den Notendurchschnitt aller anderen nach unten drücken würde, nur weil er zufällig Muttersprachler ist.

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  9. Margret sagt:

    „zu sagen, dass nur schönheit derartig relevant ist, ist aus meiner sicht eine herabwürdigung von frauen.“

    Warum? Im Prinzip betrifft es Männer ähnlich. Man kommt recht leicht mit einer beruflichen Spezialisierung aus. „Gut, ich kann kein Sumerisch. Ich hab aber eben auch nicht Altorientalistik studiert. Gut, ich kann die Raum-Zeit-Krümmung nicht berechnen. Ich bin auch kein Physiker.“

    Aber Aussehen? Warum gehen denn eben Schönheitsmittelchen so viel besser als „Mathe für Laien verständlich erklärt“?

    Generell, wie ich ja oben am Beispiel Killermuttis gesehn habe, betrifft das natürlich auch das gesamte Leben. Wer sich als superperfekt inszeniert, setzt andere damit eventuell unter Druck.

    Auch eine, die so tut, als wäre sie die Übermutter die alles von A bis Z selbst macht, jeden Tag umdekoriert und jeden zweiten Tag selbstgebackene Törtchen + ihre Inneneinrichtung verbloggt setzt Standards, die unrealistisch sind.

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    • Können jetzt bitte mal alle unglücklich sein weil ich ein Neidproblem habe?^^

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      • Margret sagt:

        ??? Wieso alle unglücklich?

        Als unperfekter Mensch ist es schlicht wesentlich entspannender, in einer ebenfalls unperfekten Welt zu leben – das macht dann also glücklicher. Es ist schlicht anstrengend und teils sicher auch krankmachend, bei Perfektion mithalten zu müssen. Kinder berühmter Eltern können ein Lied davon singen. Selbsthilfegruppen beruhen auf diesem Konzept („es ist einfach beruhigend, zu erleben, dass es anderen auch so geht“). Burn Out kann daraus entstehen.
        Die Matrix 1.0 ist nichts für jeden (eher für kaum jemanden). Wenn Du perfekt bist und in einer perfekten Welt lebst, oder wenn Du dich nie von (scheinbarer) Perfektion unter Druck gesetzt fühlst, ist das doch super für dich. Dann kann es dir aber auch wurscht sein, ob jemand findet, als Frau sollte man Mutter werden.

        Aber so generell: Wenn sich jemand als perfekt inszeniert, egal wer, ist das doch fast immer unangenehm. Nahzu egal ob Aussehen, Lebensstil, Beruf …

        Im Prinzip betrifft das auch Mathematiker. Wenn einer immer seine Ergebnisse aufbauscht, zu Pontius und Pilatus damit rennt, so tut, als habe er soeben die bahnbrechendste Entdeckung gemacht, dann werden seine Kollegen das unangenehm finden. Nur betrifft das dann eben „nur“ die kleine „Mathematikwelt“.

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        • Nein Margret. Es ist mir scheißegal, wie Du dich fühlst, und nachdem ich Dich nicht kenne und trotz dem Du mir unglaublich dumme Unterstellungen machst zeige ich Dir durch das „D“ im „Du“ immer noch einen gewissen Respekt, den Du zwar nicht verdient hast, aber von dem ich eben denke, dass Du noch nicht so tief gefallen bist, dass ich ihn Dir verweigern sollte,

          Nun _mehr_ als ein großes „D“ zu verlangen kannst Du halt nicht. Klar, es wäre vielleicht für Dich schöner, in einer Welt zu leben, in der alle Menschen ihre Fehler zugeben und dazu stehen, aber äh, Moment – Du bist die Frau, die zwei Kinder in die Welt gesetzt hat und trotz dem ersten Versuch, dem Kind auch nur beizubringen, andere Leute nicht mit dem Einkaufwagen anzufahren (oder zu lernen, das Kind den Wagen nicht schieben zu lassen) den gleichen Fehler mit – tada – einem zweiten Kind wiederholst.

          Ganz ehrlich – ich habe null Verständnis dafür, dass Du Dich beleidigt fühlst, dass ich aus genau dem genannten Grund finde, dass Du eine schlechte Mutter bist. Bist Du halt. Niemand zwingt Dich, was auf meine Meinung zu geben.

          Niemand erwartet, dass Du Dich als perfekt „inszenierst“. Aber Du könntest lernen. Schau, wenn ein 15jähriges Mädel mit ihrer 2jährigen Tochter im Supermarkt ist und mich das Balg anfährt, weil Mama zu überfordert damit ist, Nudeln von Reis zu unterscheiden, dann finde ich es sicher furchtbar, dass sich solche Leute vermehren (dürfen), aber ich würde das weder dem Kind noch der Mama vorwerfen – die sind halt dumm. Du hingegen bist keine 15, hast offenbar ein zweites Kind in die Welt gesetzt, und damit hast DU eine Verantwortung für das Kind. Übernimm sie. Wenn Du zu unfähig bist, Deinem Kind beizubringen, dass bestimmte Dinge nicht in Ordnung sind, lass es Deine Kinder nicht machen. Niemand macht Deinen Kindern Vorwürfe. Die gehen an Dich. Du bist für Deine Kinder verantwortlich.

          Achso, Pro-Tipp: Du musst Dich nicht an anderen Leuten messen. Du musst Dich an Deinen eigenen moralischen Maßstäben messen. Wenn Du es also nicht in Ordnung fändest, wenn ich allen Müttern mit kleinen Kindern „versehentlich“ meinen Einkaufswagen in die Hacken ramme, dann solltest Du Dein Möglichstes tun, das umgekehrt auch nicht zu machen. Das ist _mein_ moralischer Maßstab, und deswegen finde ich Deinen scheiße. Ich kann „quid pro quo“ bieten. Kannst Du das auch?

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          • IULIUS sagt:

            „finde ich es sicher furchtbar, dass sich solche Leute vermehren (dürfen), aber ich würde das weder dem Kind noch der Mama vorwerfen – die sind halt dumm.“

            Da kann man ja nur hoffen, daß man _Dir_ verboten hat sich zu vermehren.

            Im Übrigen, wenn Du Margret beleidigen möchtest, warum tust Du es nicht offen und stehst dazu.

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            • Iulius, es mag Dir nicht aufgefallen sein, aber wir leben leider in einem Land, in dem freie Meinungsäußerung bezüglich irgendwelcher Befindlichkeiten dümmlicher Mimosen sehr eingeschränkt ist, sofern man sie spezifiziert. Das gilt natürlich auch für dich.

              Und du musst dir keine Sorgen machen, dass meine Frau und ich Kinder in die Welt setzen, die die Dummen und Unfähigen dieses Planeten dann zu finanzieren verpflichtet wären. Ich habe sowas wie Verantwortungsgefühl, zumindest gegenüber Menschen, die mir etwas Wert sind, und mein auch nur hypothetischer Nachwuchs wäre mir etwas Wert. Das muss man mir also nichtmal verbieten.

              Ich habe aber nun keine Ahnung, warum du das „hoffst“.

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              • IULIUS sagt:

                Du prahlst darüber, daß Deine Intelligenz dermaßen hoch ist, daß Du damit mangelnde Intelligenz bei anderen feststellen kannst. Du bemerkst aber nicht, daß sie bei Dir in wesentlichen Bereichen nicht nur mangelhaft ist, sondern vollständig fehlt.

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                • Ich finde es nicht sonderlich schwer, zu beurteilen, ob Leute intelligenter sind als ich oder nicht. Ich gehe erstmal davon aus, dass sie es sind, und wenn sich dann das Gegenteil zeigt, gehe ich vom Gegenteil aus. Darauf bin ich ähnlich stolz wie auf meine Fähigkeit, mir selbständig den Hintern abzuputzen, nachdem ich gekackt habe.

                  Nun mag es natürlich Leute geben, die ganz besonders stolz darauf sind, wenn sie es denn mal schaffen, sich ihren Hintern selbst abzuwischen, aber ich finde trotzdem, dass das selbstverständlich sein sollte. Und ich finde auch Leute, die das nicht schaffen, irgendwie eklig.

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          • Margret sagt:

            „Ganz ehrlich – ich habe null Verständnis dafür, dass Du Dich beleidigt fühlst, dass ich aus genau dem genannten Grund finde, dass Du eine schlechte Mutter bist. Bist Du halt. Niemand zwingt Dich, was auf meine Meinung zu geben. “

            Und deshalb ziehst Du diese Diskussion aus einem anderen Thread hierüber? (Ein Tipp: Lies nochmal deinen Post. Schlechte Mutter war noch harmlos. Ich erinnere an die „verwöhnten Blagen“)

            Aber ja. Wenn die Kinder eines Menschen eine Unachtsamkeit begehen, ist derjenige selbstverständlich automatisch eine schlechte Mutter / ein schlechter Vater. Was auch sonst. Ich berichte dir jetzt mal was Schockierendes: Weißt Du, wie die Rechtssprechung aussieht, wenn ein kleines Kind aus Unachtsamkeit den Besitz eines anderen beschädigt? Halt dich fest. Wenn sich ein Elternteil z. B. hinter dem Kind befand und nicht mehr schnell genug eingreifen konnte, hat er die Aufsichtspflicht NICHT verletzt und die Versicherung zahlt nicht. Bei älteren Kindern ist es sogar zulässig, sie bis zu 2 Stunden alleine spielen zu lassen. Aus diesem Grunde haben viele Eltern, so auch wir, eine Haftpflichtversicherung, die solche Schäden ausdrücklich einschließt. Rein aus moralischen Gründen. Rechtlich bleibt der Geschädigte in solchen Fällen nämlich auf dem Schaden sitzen.

            Lies mal hier und hier

            http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article118682734/Wann-Eltern-fuer-die-Schaeden-ihrer-Kinder-haften.html

            http://www.t-online.de/eltern/familie/id_18748344/aufsichtspflicht-von-eltern-wie-viel-kontrolle-ist-noetig-.html

            Und falls lollipops4equality, weil er angestrengt nachdenkt, ob lieber Salsasoße oder Tomaten-Chilli zu den Tacos, mich mit seinem Wagen anfährt, sich danach artig entschuldigt, werde ich die letzte sein, die deshalb einen Aufstand macht. Tatsächlich ist mir ähnliches sogar schon zweimal passiert.

            Wie ist das denn, wenn jemand versehentlich in der Parkgarage an dein Auto kommt? Forderst Du dann die Todesstrafe?

            Weißt Du, ich finde es ja direktgehend putzig, wie Du andauernd versuchst, dich nebst deinem Umfeld als perfekt zu inszenieren. Wem hast Du nochmal neulich wegen einer Lappalie selbstgefällig empfohlen, den Führerschein abzugeben? Gnaddrig? Tante Jay? Ist ja nicht so, dass Du dich nur mit gegenüber derart verhältst.

            Ein Tipp: Du solltest dich an einen dieser Herren hier wenden (gut, nicht Smith, der ist unzuverlässig) und ihm mitteilen, dass Du versehentlich in der Matrix 1.0 vergessen wurdest, während die meisten anderen Menschen schon in die Matrix 2.0 umgezogen sind. Vielleicht kann er da ja was machen?

            Allgemein möchte ich mich aber entschuldigen. Mein Post in dem anderen Thread war hart und durchaus misszuverstehen. Selbstverständlich würde ich niemanden anfahren oder dazu auffordern.

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            • IULIUS sagt:

              „Allgemein möchte ich mich aber entschuldigen. Mein Post in dem anderen Thread war hart und durchaus misszuverstehen. Selbstverständlich würde ich niemanden anfahren oder dazu auffordern.“

              Du entschuldigst Dich für eine Sache, die jemand mutwillig falsch verstehen wollte. Dein Post war nicht im geringsten mißverständlich.

              Man kann und sollte nicht auf jeden Rücksicht nehmen, nur weil jemand etwas mutwillig falsch verstehen könte. Hierzu empffehle ich Dir Lektüre zum Narzißmus. Da erfährst Du, wenn es jemand auf Dich abgesehen hat, Du im Grunde gar keine Chance hast. Alles was Du erzählst schreibst etc. wird so ausgelegt und verbogen, wie es der Person paßt. Das sinnvollste ist, das einfach zu übergehen.

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            • Hallo Margret,

              ich habe (und außer für Iulius scheint das ja auch verständlich geworden zu sein) nicht kritisiert, dass Leute Fehler machen. Menschen machen Fehler. Das ist schade, aber das ist halt so. Man sollte nur zu seinen Fehlern stehen. Dein ursprünglicher Kommentar las sich halt so, als wäre schon der Versuch der Fehlervermeidung (also auf seine Kinder aufpassen) eine totale Zumutung. Wenn das absichtlich überspritzt formuliert war – mei; das ist Internet Rule #144: People don’t understand sarcasm. Ich schreibe ja nun (fast) immer überspitzt, Du hingegen nicht, insofern sei mir nicht böse, dass ich das ernst genommen habe.

              Du hast das dann allerdings noch mit der gesamten Menge an Posts zu diesem Thema hier unterstrichen – für mich liest sich das so, als wäre die gesamte Gesellschaft für das Wohlbefinden irgendeines Einzelnen verantwortlich. Oder irgendwer. Dem ist aber nicht so. Wenn ich schreibe, dass ich X entsetzlich finde, und Du X tust, ist es _Deine_ Entscheidung, in meinen Augen entsetzlich zu sein. Du kannst mich dann dafür kritisieren, dass ich X entsetzlich finde, aber davon werde ich es wahrscheinlich immer noch entsetzlich finden (und ganz ehrlich, so toll findet es nun niemand, von Einkaufswagen angefahren zu werden, oder?). Du kannst mir auch vorwerfen, dass Du Dich beleidigt fühlst, weil ich X entsetzlich finde, aber wenn Dir meine Meinung so wichtig ist, dass sie Dich beleidigt, dann könntest Du X schlicht und einfach auch bleiben lassen. Wäre mir lieber.

              Wenn Du nun – so gut Du es eben kannst – darauf achtest, dass Deine verzogenen Gören (nicht: „verwöhnten Blagen“ – aber gut, das ist Synonym) andere Leute nicht belästigen, finde ich das super. Nicht beeindruckend toll, weil es selbstverständlich sein sollte, aber rein kategorisch positiv. Es las sich halt nicht so. Solltest Du – wie Du im Nachhinein ja klargestellt hast – das gar nicht so praktizieren, läuft meine Kritik halt ins Leere. Meine Kritik bezog sich auf das, was Du geschrieben hast. Wenn das sarkastisch war, war meine Kritik höchstens dumm, weil ich den Sarkasmus nicht verstanden habe, aber ganz sicher nicht beleidigend.

              Und es war genau dieses „beleidigend“, was mich (a) gestört und (b) die Parallele zu diesem Thread geöffnet hat – wenn Du Dich beleidigt fühlst, weil ich Mütter entsetzlich finde, die nicht auf ihre Kinder aufpassen, dann ist das entweder gut, weil Du eine Mutter bist, die nicht auf ihre Kunder aufpasst, und da solltest Du Dich ruhig schlecht fühlen, oder, wenn dem eben nicht so ist, Quark, weil Du keinen Grund hast, Dich beleidigt zu fühlen.

              Ich habe auch kein Mitleid mit Mädels, die bei Germanys next Heulsuse mitmachen. Niemand zwingt die dazu, da mitzumachen. Die sind da ganz alleine selber schuld, und wenn sie nichts besseres können, als sich für die vage Chance auf ein paar Tausend Euro zum Affen zu machen, dann ist das vielleicht gar keine so doofe Entscheidung. Ich würde das nicht machen, ja. Du wohl auch nicht. Schön. Aber davon sind die Dummtrullas immer noch selbst schuld und nicht „die XYs“, die ihnen das blaue vom Himmel versprechen. Die XYs bei Germanys next Dummbrot versprechen, dass Du auf das Cover von der x-Zeitschrift kommst (glaube ich). Und die peinlichste Zicke kommt dann auch auf das Cover von der x-Zeitschrift. Ich sehe daran nichts falsches von seiten der XYs, die halten ihr Versprechen. Wenn die magersüchtigen Brötchen da mitmachen wollen, müssen sie halt damit leben, dass die ganze Welt weiß, dass sie so sind, wie sie sind. Das ist das Leben außerhalb der Matrix. Wir leben nicht in der Matrix 1.0, und nicht in der Matrix 2.0. Wir leben in der echten Welt, und die ist halt nicht rosarot-Wattebäuschchen.

              Der Grund, warum ich so viel schreibe, ist, damit Du mir folgende Frage beantworten kannst: Wie zum Teufel kommst Du auf die Idee, ich würde mich und mein Umfeld „als perfekt zu inszenieren“ versuchen? Ich bin ganz sicher nicht perfekt. Meine Frau ist nicht perfekt (weil zu dick, und kann nicht rechnen). Meine Freunde sind auch nicht perfekt.

              Ich habe nur halt keinerlei Verständnis für Leute, die noch viel, viel schlimmer sind und erwarten, dass man (bzw. vor allem ich) sie nicht einfach nur scheiße finden.

              Und selbstverständlich fordere ich nicht die Todesstrafe für Leute, die mein Auto anfahren. Das kann passieren. Der Arsch, der mir auf dem Edeka-Parkplatz aber mit seinem Einkaufwagen die Rückleuchte kaputtgemacht hat und dann einfach abgehauen ist, können wir mirwegen ruhig hinrichten; der Blinker hat schließlich 60 Euro (plus 20€ Einbau) gekostet. Der hat sich aber nicht entschuldigt, der fand halt, dass das eben so passiert. Und das finde ich inakzeptabel.

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              • Margret sagt:

                „Der Grund, warum ich so viel schreibe, ist, damit Du mir folgende Frage beantworten kannst: Wie zum Teufel kommst Du auf die Idee, ich würde mich und mein Umfeld “als perfekt zu inszenieren” versuchen? “

                Gesamtschau. Wir hatten mal eine kleine Diskussion über weibliche Schönheit, innerhalb derer Du deine Frau mit Angelina Jolie verglichen hast. In irgendeinem anderen Thread nochmal ähnliches. Das fand ich aber noch harmlos und im Prinzip ganz süß. Du liebst halt deine Frau. Die Empfehlung an gnaddrig war ein erster richtiger Tiefschlag. Du bist immer so extrem. Jemand schreibt irgendwas zum Thema Auto fahren, was dir nicht passt. Du in selbstgefälligstem „Tonfall“ rätst gleich zur Abgabe des Führerscheins. Jemand schreibt einen (tatsächlich kleinen!) Fehler seiner Kinder. Du: „Jugendamt. Kinder abgeben.“ Das wirkt dann so: ICH mache keine Fehler. Nur die anderen. Und deren Fehler sind ganz besonders schlimm“.
                Auch den zaunfink hast Du ähnlich selbstgefällig abgeurteilt.

                Du machst aus Mücken Elefanten, wenn es andere Menschen betrifft. Den Führerschein muss man bei wirklich gravierenden Verstößen gegen die StVO abgeben. Und nicht, weil man Kreisverkehre nicht so gerne mag. Real würde dich jeder JA-Mitarbeiter im besten Fall auslachen, im schlechtesten den Sicherheitsdienst rufen, wenn Du damit ankämst, dass das Kind deiner Nachbarin so eben versehentlich mit dem Kinderwägelchen an dein Bein gekommen ist.

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                • Ich hab mir das von meiner Frau übersetzen lassen. Ich denke, eine adäquate Reaktion wäre: (a) ich kritisiere gerne, und Dir wird sicher aufgefallen sein, dass ich auch an meiner Frau rumkritisiere. (b) ich sehe daran nichts falsches.

                  Ich kritisiere, dass Leute, die nicht Autofahren können, Auto fahren.
                  Ich kritisiere, wenn Du schreibst, man sollte Kindern, die anderen mit dem Einkaufswagen reinfahren, sagen „nochmal, weiter so, mach nochmal, fester“, statt ihnen beizubringen, sich zu entschuldigen.
                  Ich kritisiere auch, wenn Leute rumjammern und irgendwas von Dritten fordern, ohne was dafür zu bieten.
                  Ich kann auch noch eine ganze Menge mehr kritisieren – zum Beispiel rege ich mich sehr über Verkehrsschilder mit der Aufschrift „Alle Richtungen“ auf. Nutzlose grüne Aufkleber auf meiner Frontscheibe (und dazu noch ein halbes Dutzend Vignetten). Dass Politiker über Warnbildchen auf Zigarettenschachten diskutieren, obwohl das in anderen Ländern absolut genau Null Effekt hatte (ich würde es auch kritisieren, wenn es einen Effekt hätte, da ich nicht finde, dass der Staat sich in freie Entscheidungen seiner Bürger einmischen sollte).

                  Die Welt ist schlimm genug, so, wie sie ist. Ich finde es falsch, sich nicht dagegen auszusprechen, wenn Menschen sie zu einem schlechteren Ort machen. Und ich fände eine Welt, in der Kinder und ihre Mütter sich entschuldigen, wenn sie Leute anfahren, in der Autofahrer in der richtigen Richtung durch Kreisverkehre fahren und Menschen im Allgemeinen versuchen, was zu verändern, eine bessere Welt wäre.

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                  • Margret sagt:

                    „Ich kritisiere, wenn Du schreibst, man sollte Kindern, die anderen mit dem Einkaufswagen reinfahren, sagen “nochmal, weiter so, mach nochmal, fester”, statt ihnen beizubringen, sich zu entschuldigen.“

                    Ähm, ja. Und gleich in meinem allerersten Post (!) zu dem Thema habe ich geschrieben, dass meine Kinder sich selbstverständlich entschuldigen. Der Rest war, ich wiederhole mich, eine bitterböse Antwort auf den sicher ebenfalls nicht ernstgemeinten Comic. Eigentlich hatte ich erwartet, spätestens mit der Gurke und den Wäscheklammern wäre das klar.

                    „Ich kritisiere, dass Leute, die nicht Autofahren können, Auto fahren.“

                    Und das genau meine ich. Du bist extrem in deinen Urteilen über andere. Wer z. B. sagt, er mag Kreisverkehre nicht so oder ähnliches, ist nicht automatisch ein schlechter Autofahrer. Wenn jemand sagt, er kocht nicht gerne Brokkoli, muss er deshalb kein schlechter Koch sein.

                    Führerschein abgeben ist die letzte Alternative und Du bringst die so locker flockig bei Lappalien.

                    „Ich kritisiere auch, wenn Leute rumjammern und irgendwas von Dritten fordern, ohne was dafür zu bieten.“

                    „Die Welt ist schlimm genug, so, wie sie ist. Ich finde es falsch, sich nicht dagegen auszusprechen, wenn Menschen sie zu einem schlechteren Ort machen.“

                    Ähm ja. Fallt dir etwas an diesen beiden Aussagen auf? So zusammen betrachtet?

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                    • Ich biete Lösungen. Das ist einer der wichtigsten Unterschiede zwischen „Kritisieren“ und „Jammern“.

                      Dass Dir meine Lösungen nicht gefallen – mei – hast Du eine bessere? Ich hab ja nix dagegen, wenn Leute ordentlich Autofahren und ihre Kinder anständig erziehen, und wir sind uns da glaube ich auch einig, dass das besser wäre, und es ist ja schön, dass Du Deine Kinder ordentlich erziehst, aber wie sieht denn Deine Lösung aus, wenn denn das Problem besteht?

                      Und ich würde nie behaupten, dass Leute, die ungern Brokkoli kochen, schlechte Köche wären. Brokkoli ist eklig.

                      An dieser Stelle bitte ich um Entschuldigung, ich muss jetzt ein paar Katzenforen volljammern, da mein 16jähriger Kater Wasser in der Lunge hat.

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  10. Ikna sagt:

    Heidi Klum ist doch in Modeldingen nicht kompetent. Im Prinzip wäre ja sogar die Show ohne sie besser – sie ist nämlich diejenige die nach Einschaltquoten und persönlichen Animositäten entscheidet.
    Die Show krankt überhaupt sehr daran vorzugeben nach Topmodels zu suchen – lässt aber ständig Bewerberinnen weiter, die die laut Sender geforderten Maße mit Abstand nicht erreichen.

    Was für einen Sinn hat das jemanden mitzunehmen bei dem dann irgendwann entschieden wird „upps, du bist mit 1,70 doch zu klein“?
    Die suchen nur Katalogmodels und Einkaufscentereröffnerinnen für Günni (Heidis Vater)..

    Und da ist dann das propagierte Schönheitsideal das Problem: es wird so getan als ob jeder der ein paar Mindeststandards erreicht locker wenn er sich zusammenreißt Topmodel sein könnte. Und jeder der sie nicht hat niemalsnicht irgendwo modeln können wird. Was aber halt nicht stimmt.

    Zudem ist dieses „Topmodel“ sein um welches es geht eben maximal ein Nebenjob, den man am besten so schnell wie möglich loswird.

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    • IULIUS sagt:

      „sie ist nämlich diejenige die nach Einschaltquoten und persönlichen Animositäten entscheidet.“

      „Die suchen nur Katalogmodels und Einkaufscentereröffnerinnen für Günni (Heidis Vater)..“

      Damit hast du die Hauptpunkte getroffen. Es geht um Ego und Geld. D. H., jegliche Kritik ist aussichtslos. Das einzige was hilft ist demonstrativ ausschalten.

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