„Kinder in Afrika“

Veröffentlicht: März 26, 2015 in Uncategorized

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Kommentare
  1. IULIUS sagt:

    Das liegt vermutlich daran, daß sich Elend gut verkaufen läßt.

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  2. Balrog sagt:

    Leider wird das auch noch von unserem heutigen Journalismus unterstützt und gefördert.

    http://www.bildblog.de/63665/absturz-des-journalismus/

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  3. Eshmael sagt:

    Der RIPstorm ist halt Teil der öffentlichen Anteilnahme. Irgendwie müssen wir schreckliche Ereignisse verarbeiten. Hier kanalisieren sich halt die Ohnmacht und Verzweiflung, die dadurch entstanden sind, das wir immer weiter weg von solchen Ereignissen sind, und diese immer schlimmer werden. Vor 200 Jahren starben in Afrika auch shcon Menschen durch verhungern (genauso wie fast überall auf der Welt) das hat uns damals nicht interessiert, nun wissen wir aber darum (genauso wie beim Flugzeug). Das hier ist halt eine Verarbeitung angedockt an solitäre Ereignisse. Wer sich dafür echauviert hat einfach keine 2 ct nachgedacht warum sowas angenommen wird.

    Esh

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    • kinchkun sagt:

      Hä?

      Hier kanalisieren sich halt die Ohnmacht und Verzweiflung, die dadurch entstanden sind, das wir immer weiter weg von solchen Ereignissen sind, und diese immer schlimmer werden.

      Warum enstehen Ohnmacht und Verzweiflung weil man immer weiter weg von solchen Ereignissen sind? Inwiefern sind wir überhaupt immer weiter weg? Inwiefern werden die Ereignisse immer schlimmer? Ist ein Flugzeugabsturz 2015 schlimmer als früher?

      Vor 200 Jahren starben in Afrika auch shcon Menschen durch verhungern […] das hat uns damals nicht interessiert, nun wissen wir aber darum […]

      Wir wissen warum es uns vor 200 Jahren nicht interessiert hat, dass Menschen in Afrika verhungern? What?

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      • Frank sagt:

        Warum und Darum sind zwar ähnlich, meinen aber Unterschiedliches😛
        „nun wissen wir aber darum“ klingt für mich wie: „Wir wissen davon“.

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        • kinchkun sagt:

          Stimmt, danke für den Hinweis; da habe ich mich verlesen.

          Aber ehrlich gesagt, macht das für mich den Satz noch unverständlicher. Wenn wir vor 200 Jahren nicht wussten, dass Menschen verhungen, konnte es uns auch nicht interessieren.

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          • IULIUS sagt:

            Vor 200 Jahren sind in Europa auch Menschen verhungert. Wen interessiert aus aus dem Blickpunkt, wenn der Nachbar verhungert. Das dem nicht mehr so ist ist erst seit 60 Jahren so.
            Im Grunde ein seit beginn der Menschheit ganz normaler Vorgang. Die Einstellung dazu und das Vermögen etwas dagegen tun zu können ist erst seit relativ kurzer Zeit gegeben.

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  4. turtle of doom sagt:

    Was sind „Kinder in Afrika“?

    Ich dachte, EMN spielt hier auf die Vielfältigkeit dieser Kinder an. An einigen Orten sterben gut 30-40% der Kinder, bevor sie 5 Jahre alt werden. An anderen wachsen sie problemlos auf, allerdings mit geringerem Zugang zu westlicher Medizin, westlicher Bildung…

    Dieses „Afrika“ ist so divers, dass wir in der Tropenmedizin das entsprechende Land nennen (und der Gesprächspartner weiss immer grad, wo dieses gerade liegt, in welcher Klimazone es sich befindet, und welche Verkehrssprache dort gesprochen wird).

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  5. kzenon sagt:

    Die „Kinder in Afrika“ sind ein Code für „Alles, was noch Schreckliches passiert, aber hier keine alte Sau juckt“. Und ja: wir sind da emotional weiter weg – ob wir das nun wollen oder nicht. Es ist gewissermaßen „einfacher“, die Toten eines Flugzeugabsturzes zu betrauern. (1) Sind da viele Deutsche dabei, mit denen wir uns super indentifizieren können. (2) Ist das ein singuläres Ereignis, die Kindersterblichkeit „in Afrika“ ist permanent. Wenn man jeden Tag darum trauert, wird man verrückt. Es geht gar nicht. So sind wir Menschen nicht gebaut. Das ist vermutlich ungerecht, mir fehlt es im Moment aber an einem guten Ansatz, das zu ändern.

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  6. netreaper sagt:

    Bloß gut, dass in Afrika so schön viele Kinder verhungern. Denn ansonsten könnten die moralgepuderten Bessermenschen uns gar nicht dafür anscheißen, dass wir um die Opfer der Flugkatastrophe trauern.

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    • Mika sagt:

      Klingt ja echt übel, ist aber leider wahr.

      Ich sag mal, wie es ist: mich kümmern weder Kinder in Afrika, noch Irgendwelche Flugzeugunglücke, denn ich kenne die Betroffenen nicht. Und sonst kümmert es auch keinen, denn sonst würden die Leute ja was tun. Sie tun aber nix, höchstens ihr Gewissen mit 5 Euro Spende an die armen Kinderchen erleichtern. Bringt nix. Ist auch nicht gewollt.
      EMN, für mich kannst du die Linie ohne Ausschlag zeichnen…..

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      • St. Elmo sagt:

        Ich bin da manchmal noch Zynischer,

        Wenn mich jemand auf die verhungernden Kinder in Afrika anspricht antworte ich meist,

        Er solle doch bitte deren Eltern die Vorwürfe machen und nicht mir.
        Schließlich haben die das Kind gezeugt, obwohl sie genau wissen, dass sie nicht genug zu essen haben.

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        • Frank sagt:

          Ich warte noch auf den Zynismus.

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        • Mika sagt:

          Sei ehrlich, wenn es dich kümmern würde, müsstest du 95% deines Wohlstands an Afrika abgeben. Willst du das? Ich will es nicht.
          Wie hat Afrika eigentlich vor den Europäern überlebt? Wie kamen die armen Leute nur durch die Steinzeit? Sollten wir uns einfach mal raushalten? Könnte ja sein…..

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          • F-Trueck sagt:

            Bevor der weiße Mann kam, ging es den Afrikanern gut. Der weiße Mann hat es geschafft die Afrikaner nicht nur für sich auszunutzen, sondern sie auch von ihm abhängig zu machen.

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            • turtle of doom sagt:

              Nicht unbedingt.

              Für Industrie brauchten die Kolonialisten gesunde Mitarbeiter, und gesunde Mitarbeiter gibt es nur, wenn man bestimmte Strukturen (öffentliche Gesundheit, Strassenbau, damit die Patienten zu den Kliniken kommen…) erschafft.

              Gehen die Franzosen, Belgier, Holländer, die Deutschen, die Portugiesen etc. aus dem Land, brechen die Strukturen wieder zusammen.

              Ich würde es nicht so rosa sehen, aber auch nicht so schwarz.

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            • Mika sagt:

              Vor den Europäern waren die Araber da – zur Sklavenjagd – fanden die Afrikaner bestimmt geil. Und davor gibt es praktisch keine Quellen – Nordafrika ausgenommen. Ich lerne aber gerne dazu….

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            • St. Elmo sagt:

              Richtig der Schwarze Mann ist ja nichts mehr als ein dummes Kind das nicht selbständig Denken kann und deswegen von Europäern abhängig ist.
              Kann man auch gut an den Ländern erkennen die nach der Unabhängigkeit die weißen enteignet oder vertrieben haben, da die dann wirtschaftlich abgestürzt sind.

              Könnte aber auch nix mit schwarz oder weiß zu tun haben, sondern einfach nur mit Korruption und Vetternwirtschaft.

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  7. Markus sagt:

    Es geht doch nicht nur um die Kinder in Afrika, sondern darum, ab wann es ein Ereignis in die Medien und in die Köpfe der Menschen schafft. Alleine in den letzten 4 Wochen sind über 250 Menschen im deutschen Straßenverkehr tödlich verunglückt. Wo bleibt die Schweigeminute für diese Menschen? 250 ist doch viel mehr als 150.

    An die verhungerten Kinder und die Verkehrstoten hat man sich gewöhnt, das ist natürlich nur noch selten ein Gesprächsthema wert. Würden jeden Tag ein paar Flugzeuge abstürzen, dann käme das auch kaum noch in den Nachrichten.

    Es scheint auch wichtig zu sein, ob einem so ein Unglück selber passieren kann. Ich bin schon mal mit dem Flugzeug geflogen (sogar von Barcelona aus). Ich war schon mal in einem Hochhaus (sogar im World Trade Center). Ich werde aber wahrscheinlich weder verhungern noch im Meer vor Lampedusa ertrinken. Wenn zB jemand in einem roten VW Golf verunglückt, dann wird das die Leute die ebenfalls einen roten Golf fahren mehr berühren als Leute, die einen blauen Opel Astra fahren.

    Es gibt natürlich noch tausend andere Faktoren. Wie viele Leute sterben gleichzeitig (Busunglück vs. 40 Einzelunfälle)? Wie weit ist das Unglück weg (der berühmte Sack Reis, der in China umfällt)?
    usw. usf.

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  8. kinchkun sagt:

    Der tollste Beitrag zum Thema, steht diesmal bei der Emma:

    „Frauenquote fürs Cockpit!

    Amoktrips sind Männersache. Und die Lufthansa hat 94 Prozent männliche Piloten. Das sollte sie ändern, meint Luise Pusch. 14 der 16 im Airbus zerschellten „Schüler“ sind Schülerinnen und die zwei „Lehrer“ sind Lehrerinnen. Die Opfer sind überwiegend Frauen, die Täter sind männlich.–

    http://www.emma.de/artikel/frauenquote-fuers-cockpit-318639

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    • IULIUS sagt:

      Sch… auf die Opfer. Hauptsache man kann das für seine politischen Ziele verwenden.

      Persönnlich halte ich die Behauptung, daß der Copilot den Kapitän augesperrt hat und absichtlich die Maschine hat abstürzen lassen (derzeit) nicht für valide.

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      • Margret sagt:

        @ Iulius Aber was für eine andere Erklärung gibt es denn? Ich finde es auch merkwürdig, weil wenn es sich um so etwas wie einen Amoklauf gehandelt hat, warum sagt er die ganze Zeit über nichts? Aber andererseits scheint es schlicht keine andere Erklärung zu geben.

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        • IULIUS sagt:

          Abwarten, was da noch kommt. Das was aus dem Cockpit zu hören war kann viele Ursachen haben. Ich halte es auch für möglich, daß an den Computern manipuliert wurde. Es ist schließlich nicht das erste Flugzeug, mit dem es in letzter Zeit Probleme gab.

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    • Margret sagt:

      Das ist ja wirklich bescheuert. Im Gesamten und weil „die Täter“, wenn es ein einzelner war. Wobei sie in einem recht haben. Wenn das Lehrerinnen und Schülerinnen sind, sollte man das auch so schreiben.

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      • Margret sagt:

        Übrigens , um den Comic mal zu unterstützen, hat die Washington Post bereits letztes Jahr einen Artikel zum Thema „Selbstmord bei Piloten“ gebracht, im Zusammenhang mit Spekulationen um das Verschwinden der malaysischen Maschine.

        http://www.washingtonpost.com/news/morning-mix/wp/2014/03/11/just-how-common-are-pilot-suicides/

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        • IULIUS sagt:

          Aber da sind nciht nur Lehrerinnen und Schülerinnen umgekommen, sondern noch eine ganze Reihe weiterer Menschen. Da finde ich diesen Streit, ob da jemand Lehrerinnen oder nur Lehrer gesagt hat extrem unpassend.

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      • kinchkun sagt:

        Ich bin offen gesagt ein Anhänger des generischen Maskulinum. Aber davon unabhängig: Ich finde generell, sollte man nur aus gutem Grund persönliche Informationen von Katastrophenopfern nennen. Mir erschließt sich gar nicht, warum Alter, Beruf und Geschlecht hier genannt werden sollten; ich weiß wirklich nicht, für wen das irgendwie von Interesse wäre (abgesehen von Emma natürlich, die aus dem Geschlecht der Opfer ein Politikum machen will.)

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        • Margret sagt:

          Naja, einfach umdrehen: Wenn es Lehrer und Schüler gewesen wären und in den Medien wäre von Lehrerinnen und Schülerinnen geschrieben worden, fänden das mit Sicherheit viele Menschen unpassend. Insofern sollte man aus Gründen der Korrektheit richtig benennen. Es ist in etwa so, als wären die Opfer als Österreicher bezeichnet worden, obwohl die Mehrzahl Schweizer waren (rein fiktiv). Es ist einfach inkorrekt.
          Wobei es, wie gesagt, ein ziemlicher Nebenschauplatz ist.

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          • IULIUS sagt:

            Genaugenommen sind unter dem Begriff Lehrer, Lehrer und Lehrerinnen zusammengefaßt, während unter Lehrerinnen wirklich nur Lehrerinnen zu verstehen sind.

            Aus politischen Gründen, bzw. Profilierungssucht, ist da einfach eine Mauer errichtet worden.

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            • Margret sagt:

              Es waren aber eben auch nur Lehrerinnen.

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              • IULIUS sagt:

                Ja und? Lehrer ist ein neutraler Begriff. Weder männlich, noch weiblich. Liest sich auch viel leichter.

                Echt? 150 Tote und es wird über die Bezeichnung von 18 dieser Toten gestritten?????

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                • Margret sagt:

                  Wird ja gar nicht. Außer Frau Pusch hat das bisher niemand erwähnt. Und ich habe gesagt „in diesem Punkt hat sie recht, das ist keine korrekte Darstellung“. Zu sagen, das wäre je eh wurscht, finde ich aber albern. Dann dürfte auch nicht über die Nationalität berichtet werden. Ist letzten Endes nämlich auch egal. Wird aber aus Gründen der Vollständigkeit gemacht.

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          • Frank sagt:

            Also das ist für mich ganz neu, dass sich jemand beschwert, das in Unglücksmeldungen Mädchen und Frauen zu kurz kommen.

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            • Margret sagt:

              Mich nervt das generell, wenn ungenau berichtet wird. Würd mich auch nerven, wenn alle Opfer als „Deutsche“ bezeichnet würden, weil es eine deutsche Maschine war

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        • Frank sagt:

          Auch schön zu sehen, wie die Bild-„Zeitung“ (ok, andere auch) das unverfälschte Bild des Co-Piloten und den vollen Namen auf der Titelseite abdrucken. Seitenfüllend. Herzlichen Glückwunsch an das gesamte Umfeld dieses Mannes. Endlich hat der gemeine Pöbel jemanden zum Hassen.

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          • Margret sagt:

            Das hat mich auch von Anfang an gestört. Auch, dass der Klarname gleich veröffentlicht wurde.

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          • Margret sagt:

            War übrigens nicht nur die Bild sondern z. B. auch in der tz war auf der Titelseite der volle Name zu lesen.

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          • Margret sagt:

            Aber als Hassobjekt eignet er sich ja nun nicht wirklich. Er ist tot. Wenn dann, um das mal sehr zynisch auszudrücken, eher so als „Kuriosität“, über die man sich erstaunt und entsetzt.

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            • Frank sagt:

              Warum soll man tote Menschen nicht hassen können?

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              • Margret sagt:

                Ist nicht so lohnenswert. Was soll man einem Toten denn noch an den Hals wünschen? Höchstens die Hölle.

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                • Frank sagt:

                  Jetzt verwechselst du Hass mit Rache.

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                  • Margret sagt:

                    Naja, nach Kirchner (zitiert nach wikipedia) ist Hass ja „die leidenschaftliche Abneigung gegen das, was uns Unlust bereitet hat. Der Hass, das Gegenteil der Liebe, verabscheut nicht nur einen Menschen, sondern möchte ihm auch schaden“. Schaden kann man ihm nun kaum mehr …

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  9. Margret sagt:

    Mal was ganz anderes: @ emn, zugegebenerweise war das dein erster Comic, wo ich erst so „Häh?“ davorsaß. Und mich gefragt habe, ob Du uns jetzt sagen willst, dass sich Menschen plötzlich für 150 Unglücksopfer interessieren, obwohl andernorts viel mehr Personen alltäglich sterben oder ob Du uns vielmehr sagen willst, dass es niemals mehr Interesse für Kinder in Afrika (und andere „alltägliche“ Tote) gibt als in Zeiten von einem größeren Unglücksfall, weil sich X Personen berufen fühlen, auf die „Kinder in Afrika“ hinzuweisen. Mittlerweile bin ich mir recht sicher, dass zweiteres, aber ich möchte doch noch einmal nachfragen😉.

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