Olivenforschung.

Veröffentlicht: März 31, 2015 in Uncategorized

oliven

Kommentare
  1. Mika sagt:

    Bad Guys stehen auf Oliven?

    Das Thema scheint sehr zu bewegen…..

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  2. david sagt:

    Versteh ich nicht😦

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  3. gehts um Homosexualität?😀

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    • david sagt:

      ach so? Vielleicht bin ich zu sehr Forschungsnerd, ich finde nämlich die Fragestellung mit den Geschmackspräferenzen gar nicht unwichtig. Sowas wird ja auch tatsächlich erforscht und man weiß ja inzwischen, dass auch die Ernährung der Mutter den Geschmack des Babys schon beeinflusst.
      Die Frage nach der Entstehung von Homosexualität finde ich noch viel interessanter.

      und die Analogie mit der Tablette?

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      • gibt ja noch immer Idioten die meinen, Homosexualität sei heilbar…
        Aber ehrlich gesagt bin ich mir auch nicht sicher ob die Homosexualität wirklich Thema des Comics ist😀😉 Daher als Frage formuliert

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        • Adrian sagt:

          „gibt ja noch immer Idioten die meinen, Homosexualität sei heilbar…“

          Was, wenn sie es wäre? Was wäre dann Deine Meinung zu Homosexualität? Diese Frage finde ich viel spannender, denn momentan resultiert die Toleranz/Akzeptanz der Gesellschaft gegenüber Homos ja lediglich aus dem Umstand, dass wir armen Hascherl ja nichts für unsere, äh, nennen wir es „Abweichung“, können.

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          • Ernsthaft?
            Wieso sollte man das „heilen“ wollen?
            Das ist genauso als wollte man es „heilen“, wenn man total auf rothaarige abfährt oder bei lackierten Zehen abgeht oder Lack und Leder liebt… Und die ganzen „Abweichler“, die auf BDSM stehen

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            • Adrian sagt:

              „Wieso sollte man das “heilen” wollen?“

              Entschuldigung, ich komme mir gerade ein wenig veralbert vor. Ist das eine ernstgemeinte Frage? Du wirst doch wohl nicht abstreiten, dass global unheimlich viel Mühe darin invetsiert wird, Homosexualität zu stigmatisieren und zu ächten, ein Umstand, den Liebhaber von Haarfarben, Lack, Leder und Zehennägeln nicht erdulden müssen.

              Die Frage, warum man es denn heilen sollte, solltest Du also nicht leichtfertig mit einer Handbewegung wegwischen.

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              • Global gesehen? Unsere Gesellschaft arbeite hart daran, diese aus meist religiösen Gründen „Stigmatisierung“ zu durchbrechen – und wir haben in der Hinsicht sehr große Fortschritte gemacht! Homosexualität ist in allen europäischen Ländern legal. In 30 von ihnen gibt es die gleichgeschlechtliche Ehe oder eingetragene Partnerschaft. Im Sexualkundeunterricht wird dieses Thema mittlerweile auch in einigen Bundesländern behandelt. Die Mehrheit der europäischen Länder hat ein Antidiskriminierungsgesetz. Selbst in den konservativen USA müssen homosexuelle Soldaten ihre sexuelle Ausrichtung nicht mehr verschweigen.
                Die Länder, in den Homosexualität nicht legal ist, sogar verfolgt wird, sind allesamt streng religiös, meist muslimisch oder streng christlich. Wieso also nicht die Menschen von religiösen Gefühlen „heilen“?

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                • Adrian sagt:

                  @ Jezabel
                  Du bist sehr optimistisch. ich möchte Euch Frauen mal sehen, wenn sich Männer (wie es rational wäre) allesamt für Homosexualität entscheiden würden.

                  Spaß beiseite. Ich bin relativ sicher, dass Homosexualität in etwa 50 Jahren wieder stigmatisiert sein wird. Und wenn es irgendwann doch möglich sein sollte, sie zu heilen, wird der soziale Druck auf Homos enorm zunehemn, sich heilen zu lassen. Implizit wären fast jeder froh, wenn wir hetero wären. Und das ist nicht irgendeine larmoyante Jammerei. Das ist Alltagserfahrung.

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                  • okay… dann mal anders. Wir Frauen werden global gesehen auch diskriminiert (und ich will jetzt hier keine Feminismusdebatte lostreten), sollen jetzt also alle schwangeren Frauen eine Pille nehmen, die das Geschlecht ihrer ungeborenen Tochter ändert oder abtreiben, weil die Gefahr besteht, dass das Kind später in der Gesellschaft diskriminiert wird, anstatt daran zu arbeiten, dass Frauen weltweit gleichberechtigt sind.
                    Oder wie sieht es mit der Hautfarbe aus? In westlichen Ländern werden Menschen mit dunkler Hautfarbe diskriminiert. Egal ob sie schon seit Generationen in dem Land aufgewachsen sind oder nicht. Sie haben es in der Schule schwerer, werden seltener zu Bewerbungsgesprächen eingeladen und manche Menschen haben allein aufgrund ihres Aussehens Angst und oder Vorurteile vor ihnen. Sollen da die Mütter auch Pillen nehmen, damit ihre Kinder hellhäutig sind um ihnen diese Diskriminierung zu ersparen?

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                    • Adrian sagt:

                      Dass es geschlechtsabhängige Abtreibung und Kindstötungen gibt, ist Dir aber schon klar.
                      Und es geht hier nicht um das sollen, sondern um die Möglichkeit. Den Vergleich mit der Hautfarbe halte ich für unsinnig, da es gesellschaftlich völlig andere Gegebenheiten sind. Aber ja, ich glaube dass Pillen zur Veränderung der Hautfarbe verwendet werden würden.

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                  • natürlich weiß ich das. Ich weiß auch das Homosexuelle in manchen Ländern mit dem Tod bestraft werden. Oder Albinos getötet und gegessen werden um Aids zu heilen. Aber weder heiße ich es gut oder schlage vor, daraus eine Rechtfertigung für eine Pille zu finden, die das Problem schon im Mutterleib löst. Und die Hautfarbe ist wie die Homosexualität ein gesellschaftliches Problem. Daher schon vergleichbar.
                    Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, was dein Standpunkt ist. Bist du jetzt gegen Homosexualität weil es gesellschaftlich nur akzeptiert ist, weil man es „noch nicht heilen“ kann? Oder willst du diese Pille um Diskrimierung entgegen zu wirken. Falls es das ist: Diskriminiert wird, wer zu dünn, zu dick, zu groß, zu klein, zu blond, zu gefärbt, zu feminin, zu maskulin, zu schlau, zu dumm usw. ist. Da könnte man ne Menge Pillen an den Mann bzw. an die Frau bringen. Und am Schluss haben wir eine gleichgeformte, nach DIN genormte Gesellschaft voller Einheitsgrößen und Einheitsgehirnen.

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                    • Adrian sagt:

                      Ich bin selber schwul. Also sicher nicht gegen Homosexualität. Ich sage nur, dass man Homosexuelle heilen würde, wenn es denn ginge. Man würde es dann wieder als zu kurierende Abweichung betrachten.

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                    • Nein, die Homolobby würde sich die Ergebnisse krallen, umkehren und die ganze Welt verschwulen. Und dann… Weltuntergang!!!!

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                    • Adrian sagt:

                      Das war eigentlich mein Plan.

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                    • dem widerspreche ich. Es wird wahrscheinlich noch einige Jahrzehnte dauern, bis man tatsächlich einen Gendefekt für Homosexualität finden sollte (was ich nicht glaube) und die Entwicklung eines „Heilmittels“ wird auch Zeit in Anspruch nehmen. I dieser Zeit wird allerdings die Akzeptanz von Homosexualität in der Gesellschaft weiter voranschreiten, bis sie genauso alltäglich ist, wie es alltäglich ist als Frau arbeiten zu gehen oder Alleinverdienerin zu sein. Und wenn wir an diesen Punkt gelangt sind, wird sich die Frage stellen, wieso man etwas normales abschaffen sollte?

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      • Es geht um den Raum, den das Thema einnimmt. Ich bezweifle, dass andere, ähnlich irrelevante Themen derartig ausführlich erforscht und behandelt werden. In anderen Bereichen wird akzeptiert, dass Geschmäcker unterschiedlich sind, und wenn geforscht wird, dann mit dem Blick auf größere Mechanismen dahinter zu Evolution oder Entwicklung. Bei Homosexualität wird dagegen intensiv um die Frage gestritten, ob es nun eine Wahl ist oder nicht, und was sich politisch-gesellschaftlich daraus ergibt wenn es eine ist.

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        • Adrian sagt:

          Es geht um die Kinder. Denn wenn die zu Homos werden, ist das schlimm, denn Homosexualität ist schlimm. Ähnlich wie Oliven übrigens. Widerlich!

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          • Kai V sagt:

            Lieber Adrian,

            ich fände es auch schade wenn mein Sohn homosexuell wird. Zum einen wegen den Kindern (in diesem Fall Enkelkindern), von denen man sich dann meist verabschieden kann, zum anderen aber auch, weil der Weg den er dann bestreitet schwerer ist. Aber letztendlich kann man das nicht beeinflussen, genau so könnte er keine Kinder haben wollen (auch schade) oder einen anderen schweren Lebensweg einschlagen… Irgendwann ist er jedoch verantwortlich für sein Leben und ich kann ihm nur noch zur Seite stehen bei seinen Entscheidungen, mehr nicht.

            Und ja, es ist widerlich dass Menschen Oliven mögen können… Ekelhaft, selbst auf der Pizza😦 Diese Abart des menschlichen Geschmacks sollte sofort untersucht werden! Leider gehört mein Sohn auch zu den Olivenmögern, und Muscheln ist er auch noch! Evtl. sollte ich darüber nachdenken ihn zur Adoption freizugeben… Oder man steckt Geld in die Erforschung darüber, warum Menschen immer Abweichungen gegenüber intolerant sind. Irgendwann waren es mal rote Haare, aber auch heute noch sind es Behinderungen, Hautfarbe, Glaube etc. etc. etc. Erhellend finde ich dann Forderungen der CSU, dass Ausländer gefälligst deutsch sprechen sollen, auch in der eigenen Wohnung mit der Familie. Natürlich nicht alle Ausländer, sondern nur „diese schmeiß“ Muslime sollen sich hier gefälligst anpassen und auch Schweinefleisch essen, machen wir ja auch und das macht man hier nun mal so. Die gleichen Affen die im Türkeiurlaub meckern weil das Wiener Schnitzel nicht aus Schweinefleisch ist… Ist es nur Egozentrik oder bereits der nackte Wahnsinn, dass sollte man wirklich mal erforschen… Die gleichen Menschen würden ihre Kinder aber genau so verstoßen wenn sie homosexuell werden oder einen Moslem heiraten und konvertieren…

            Gruß
            Kai

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        • david sagt:

          ähnlich irrelevante Themen derartig ausführlich erforscht und behandelt werden

          Irrelevant ist doch sehr subjektiv. Wo nimmt das denn so viel Raum ein, mal abgesehen von Christians Blog?
          Ich würde außerdem sagen, es gibt wesentlich mehr Forschung zu Attraktivitätspräferenzen, als zu Geschlechterpräferenzen.

          Zu Präferenzen allgemein gibt es doch wahnsinnig viel. Spannend ist doch, wenn es nicht nur Soziologie und Sozialpsychologie betrifft, sondern auch tiefgreifende biologische Prozesse am Werk sind, die sowohl hetero- als auch homosexualität verständlich machen.

          Auf gesellschaftlicher Ebene hat die Erforschung sogar zur Akzeptanz beigetragen (wobei dafür natürlich die Ursache keine Rolle spielen dürfte, klar).
          Ich sehe aber nun nicht, dass bei uns „Bio-Schwule“ stärker akzeptiert würden, als „Bio-Heteros“, die sich für homosexuelle Handlungen entscheiden.

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          • Adrian sagt:

            Was sind denn “Bio-Heteros”, die sich für homosexuelle Handlungen entscheiden?

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            • david sagt:

              Wenn ich als Hetero zum Beispiel Sex mit dir habe. Ist das dann mehr Sünde, weil ich ja gar nicht durch diese natürliche Neigung „gestraft“ bin?
              Ich glaube nicht, dass jemand das so sieht.

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              • Adrian sagt:

                @ david
                Für mich ist es keine Sünde. Aber natürlich hätten große Teile der Gesellschaft es lieber, wenn Mann mit Frau. Daher sind sie recht froh, dass es diesen kleinen identifizierbaren Teil von Homos gibt, die nichts dafür können, anders zu sein.

                Man sieht es doch an der Diskussion um den Bildungsplan: Die Furcht, andere Menschen könnten sich mit Homosexualität infizieren, ist noch weit verbreitet.

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          • Wann wurde zuletzt Genforschung betrieben um herauszufinden, warum manche Leute Blond attraktiver als Brünett finden?
            Klar gibt es Attrativitätsforschung, aber die geht auch viel von Leuten aus, die das dann gewinnbringend nutzen wollen für Werbung o.ä. – Sie hat also einen konkreten Zweck, nämlich damit Geld zu machen.
            Wo ist der Sinn daran, mit welcher Intensität Homosexualität erforscht wird? Es betrifft grademal ein paar Prozent der Menschen, es ist aso kaum unglaublich viel Geld damit zu verdienen, wie im Gegenzug mit Attraktivtätsforschung.

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            • david sagt:

              Oh ja, sowas gibt es:
              http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3579836/

              Blauäugige Männer stehen auch eher auf blauäugige Frauen. Theorie dahinter: Vaterschaftssicherheit.

              Bei der Erfoschung der Sexualität ist nunmal viel Genetik und Epigenetik beteiligt. Das ist eine der grundlegendsten Verhaltensweisen des Menschen, du wirst doch nicht ernsthaft behaupten wollen, hinter dem Forschungsinteresse stecke Homophobie??

              Für unzählige Millionen von Menschen ist es doch wohl hochinteressant zu wissen, warum sie ausschließlich auf Weiblein oder ausschließlich auf Männlein stehen.
              Ich will auch wissen, warum ich mich nicht in Männer verlieben kann.

              Grundlegendere Fragen des Lebens gibt es doch kaum.

              Nur weil es dich nicht interessiert, ist es noch lange nicht irrelevant😉

              Hast du bei all der Grundlagenforschung in der Psychologie auch den Verdacht, man wolle ne Pille gegen das Phänomen entwickeln? Ich brauch dir doch nicht sagen, wie viel unnützes Zeug da erforscht wird.

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              • Mir entsteht grade der Eindruck, dass du meinen Punkt einfach nicht verstehen willst. Es geht nicht darum DASS geforscht wird, sondern wie überproportional diese Forschung aufgebläht ist im Vergleich mit ihrer Relevanz. Sicher, es wird auch zur Augenfarbe geforscht, aber das ist dann Grundlagenforschung zu einem größeren Thema wie etwa Evolution, Vaterschaftssicherheit, ggf. sogar Probleme wie Rassismus. Kaum einer würde in diese Forschung Milliarden stecken, nur um dann Aussagen über Augenfarben zu machen und Stundenlang im Fernsehen darüber zu diskutieren, ob nun blaue oder braune Augen zu bevorzugen sind. Man würde es als interessante Info betrachten, aber mehr auch nicht.

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                • david sagt:

                  Kaum einer würde in diese Forschung Milliarden stecken

                  Wer steckt denn bitte Milliarden in die Sexualforschung?🙂

                  Nein, ich kann das wirklich absolut nicht nachvollziehen. Die Forschung zur sexuellen Orientierung ist sogar relativ mickrig, dafür dass das garantiert viel mehr Menschen interessiert als der allermeiste andere Quatsch, den wir so erforschen.

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                • Michael sagt:

                  Ich glaube, dass Problem ist einfach, dass du die Relevanz sehr niedrig und daher den Aufwand sehr hoch einschätzt, während es bei David anders herum ist🙂
                  Ich hab da zu wenig Einblick darin, wie viel Geld wofür ausgegeben wird, aber mein persönlicher Eindruck ist nicht, dass das irgendwie Überhand nimmt. Und ich kann mich auch nicht erinnern, in letzter Zeit unzählige Talkshows zu dem Thema gesehen zu haben …
                  Abgesehen davon gebe ich david recht: aus wissenschaftlicher Perspektive ist das ungeheuer spannend.

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                  • david sagt:

                    Vor allem hat sexuelle Orientierung sehr viel mit Evolution zu tun, sie ist schließlich die Grundlage der sexuellen Fortpflanzung!
                    Warum sich da eine nicht- bzw. schlecht reproduktionsfähige Normvariante (Homosexualität) evolviert hat, gehört für mich zu den größten ungelösten Rätseln der Evolutionstheorie.

                    Wir wollen wissen, wie Liebe entsteht, ob dies zum Beispiel ein rein hormoneller Vorgang ist.
                    Es will mir nicht in den Kopf, wieso jemand nicht wissen und verstehen will, wie es dazu kommt, dass wir uns meist nur in Angehörige eines bestimmte Geschlechts verlieben.

                    Daraus lassen sich womöglich noch sehr viele Rückschlüsse auf allerlei zwischenmenschliche (insbesondere intergeschlechtliche) Prozesse ziehen.

                    Aus der Erforschung der sexuellen Orientierung können sich auch Hinweise auf universelles Flirtverhalten ergeben. Z.B. reagieren homosexuelle Männer auf dieselben Cues wie Frauen? Was ist davon „hard-wired“?

                    Da steckt unheimlich viel drin..

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      • Adrian sagt:

        Ich finde die Frage nach Entstehung der Heterosexualität noch interessanter. Merkwürdigerweise stellt diese Frage aber keiner.

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        • kinchkun sagt:

          Doch natürlich ist die auch Forschungsgegenstand.

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          • Adrian sagt:

            Wo denn?

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            • kinchkun sagt:

              Soziologie, Biologie, Psychologie etc pp. Ob Heterosexualiät ein soziales Konstrukt ist oder angeboren, ist durchaus eine Frage. Ebenso wie sexuelle Signale kognitive verarbeitet werden, wie die Geschlechter darauf reagieren. Was die sexuelle Selektion beeinflusst. Da gibts viele spannende Fragen und Forschung dazu.

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              • Adrian sagt:

                „Ob Heterosexualiät ein soziales Konstrukt ist oder angeboren, ist durchaus eine Frage.“

                Nicht unter normalen Menschen.

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                • kinchkun sagt:

                  Ich weiß ja nicht, was hier jetzt als „normale Menschen“ gilt. Es ist aber definitiv Forschungsgegenstand.

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                  • david sagt:

                    Absolut. Die Erforschung von Homosexualität und Heterosexualität geht Hand in Hand, man erforscht ja schlicht die Entstehung sexueller Orientierung.

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                    • david sagt:

                      bzw. sexualität an sich.

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                    • Adrian sagt:

                      Bevor man etwas über Homosexualität wusste, hat es niemanden interessiert, wie Heterosexualität entsteht. Erst als die Homos auf die Straße gegangen sind, hat man angefangen sich ganz spontan dafür zu interessieren, wie sexuelle Orientierung entsteht. Die Forschung hatte zum Ziel, Homosexualität zu verhindern. Das ist m. E. auch heute noch das implizite Ziel.

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                    • david sagt:

                      Doch, zum Beispiel Mendel oder Darwin. Davor dachte man halt, Gott hätte es so bestimmt.

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                    • david sagt:

                      Ich kenne zumindest einen Bisexuellen, der es ganz anders sieht als du, und die Forschung genau verfolgt, aus ureigenem Interesse.

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                    • david sagt:

                      Bevor man etwas über Homosexualität wusste, hat es niemanden interessiert, wie Heterosexualität entsteht.

                      Du weißt glaub ich, dass diese Aussage keinen Sinn macht.

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                    • Adrian sagt:

                      „Ich kenne zumindest einen Bisexuellen, der es ganz anders sieht als du, und die Forschung genau verfolgt, aus ureigenem Interesse.“

                      Das ist mir zu vage. Was sieht er anders, und was erhofft er sich von der Forschung aus ureigenem Interesse?

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                    • Adrian sagt:

                      „Du weißt glaub ich, dass diese Aussage keinen Sinn macht.“

                      Warum? Bevor Homosexualität zu einem gesellschaftlichen Phänomen wurde, hat sich niemand die Bohne dafür interessiert, welche Ursache sexuelle Orientierung hat. Warum wohl?

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                    • Michael sagt:

                      „Bevor Homosexualität zu einem gesellschaftlichen Phänomen wurde, hat sich niemand die Bohne dafür interessiert, welche Ursache sexuelle Orientierung hat. Warum wohl?“

                      Weil man einfach davon ausgehen konnte, dass alle Menschen hetero sind, bzw. weil man die Homosexuellen wunderbar ignorieren konnte. Wenn man davon ausgeht, dass alle Männer auf Frauen stehen, stellt sich eben die Frage nicht, warum das so ist. Mann + Frau = Kind = evolutionärer Erfolg, Ganz simpel. Wenn man aber berücksichtigt, dass das eben nicht auf alle Menschen zutrifft, kommt die Frage auf, warum das so ist und wovon das abhängt.

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                    • Adrian sagt:

                      @Michael
                      Eben. Aber dann soll man nicht so tun, als gäbe es ein intrinsisches Interesse an der Ursachenforschung zur sexuellen Orientierung. Nein, es gibt ein Interesse an der Ursachenforschung zur Homosexualität.

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                    • david sagt:

                      Bevor Homosexualität zu einem gesellschaftlichen Phänomen wurde, hat sich niemand die Bohne dafür interessiert, welche Ursache sexuelle Orientierung hat. Warum wohl?

                      Ähm, Homosexualität war schon ein Phänomen, lange bevor es Genetik gab. Früher hat man sich für viele Dinge nicht interessiert, weil man dachte das wird halt der „Schöpfer“ schon wissen.

                      Es ist außerdem in der Wissenschaft nicht ungewöhnlich, dass man sich aus Normvarianten oder sonstigen Abweichungen Schlussfolgerungen aus auf den allgemeinen Prozess erhofft.

                      Du bist doch Biologe, oder? Du willst nicht wissen, wie sexuelle Präferenz entsteht?
                      Wir forschen übrigens auch an Paraphilien nicht einfach nur, um sie „auszumerzen“.

                      Das ist schon eine arg paranoide Verschwörungstheorie, Hirn-, Gen- und Sexualforschern so etwas zu unterstellen.

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                    • Adrian sagt:

                      „Du willst nicht wissen, wie sexuelle Präferenz entsteht?“

                      Ehrlich gesagt, interessiert mich das kaum.

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                    • Adrian sagt:

                      „Das ist schon eine arg paranoide Verschwörungstheorie, Hirn-, Gen- und Sexualforschern so etwas zu unterstellen.“

                      Nun ja, Du brauchst Dir ja auch keine Sorgen zu machen.

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                    • david sagt:

                      Niemand braucht sich Sorgen über wissenschaftliche Erkenntnis machen!

                      Doch, Religioten vielleicht. Und Feministen. Und Homophobe.
                      Gut, wenn ich es mir recht überlege eine Menge Leute…:-D

                      Jedenfalls ist die Erforschung sexueller Präferenzen und biologischer Dispositionen nun wirklich nichts, was man fürchten müsste oder was überhaupt zur Diffamierung geeignet ist.
                      Das Problem ist die Gesellschaft, nicht die Wissenschaft.

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                    • david sagt:

                      übersehen:

                      Das ist mir zu vage. Was sieht er anders, und was erhofft er sich von der Forschung aus ureigenem Interesse?

                      Das kann ich dir so genau auch nicht sagen, wahrscheinlich Antworten? Er scheint zumindest die Forschung dazu zu kennen und interessant zu finden. Gleichzeitig scheint er sich selbst nicht sicher zu sein, ob er wirklich bi oder doch eher schwul ist, was er allerdings auch vor ein paar Jahren so nicht dachte.
                      Er wünscht sich eine Beziehung mit einer Frau, fühlt sich aber sexuell eher zu Männern hingezogen.
                      Außerdem hat er selbst mal den Verdacht geäußert, dass es etwas mit seiner Mutterbindung zu tun haben könnte, er ist zum großen Teil ohne Vater aufgewachsen (man muss dazu sagen dass er Psychologe ist). Sein großer Bruder wiederum ist ganz anders und stockhetero.

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  4. kinchkun sagt:

    Ich geb’s zu: Ich finde die Olivenforschung auch einfach spannend. Weniger, ob man das Geschmacksempfinden beeinflussen kann, sondern sozusagen aus entwicklungsbiologischer Sicht.

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  5. Ein wundervolles Beispiel eristischer Dialektik. Ich bin noch am Sammeln, welche Kunstgriffe alle passen.
    Andererseits: „In EMNs Comics wird die Wirklichkeit bis zur Kenntlichkeit verfälscht“ Daumen hoch!🙂

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  6. uepsilonniks sagt:

    Ich dachte an Gender-Studies und die Frage, in wieweit geschlechtertypisches Verhalten angeboren oder anerzogen ist.

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    • Nein, die zentrale Frage bei Gender Studies ist „wie bekomme ich noch mehr Forschungsgelder“.

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    • Nachtschattengewächs sagt:

      Ich finde ja die Forschungen zur Entstehung von Homophobie und Transphobie interessanter, und es erscheint mir da auch sinnvoller nach Möglichkeiten zu suchen das zu therapieren. Immerhin entsteht ja eventueller Leidensdruck bei Homophoben primär durch irrationale Reaktionen auf einen objektiv harmlosen Reiz, die bis zu Gewaltausbrüchen führen können, und bei Schwulen primär durch diese irrationalen Reaktionen von Homophoben.

      Unter diesen Umständen Homosexualität heilen zu wollen, erscheint mir nicht sinnvoll. Es setzt am falschen Ende an. Wir versuchen ja auch nicht niedlichere Spinnen zu designen, damit die Arachnophoben keine Probleme mehr haben.🙂

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  7. Robin sagt:

    Ich liebe grüne Oliven, hasse aber schwarze Oliven. Was stimmt bloß mit mir nicht😦

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  8. Hast Du gestern auch den Bericht über die 2 Millionen-Forschung zur Geschlechtsfrüherkennung bei Hühnchen gesehen, damit man nicht mehr so viele Hühnchen schreddern muss?

    http://www.heute.de/rundfunkbeitrag-ist-wegelagerei-37826448.html

    (nicht vom Link irritieren lassen).

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  9. Nachtschattengewächs sagt:

    … wobei ich das mit den Spinnen unterstützen würde. Können wir das bitte tun?

    Kuschelspinnen.😀

    @nachtschattengewächs: auch wenn ich dir da wohl nichts neues sage: Homophobie ist keine Krankheit, sondern eine beschissene Einstellung!

    Bist du da sicher? Wenn ich bedenke dass so mancher Zoologe es über Jahrzehnte hinweg geschafft hat, nicht ungewöhnliches Verhalten unter männlichen Giraffen als ‚Revierkämpfe‘ zu deklarieren, selbst wenn die Giraffe dabei ejakulierte, möchte ich z.B. intuitiv starke kognitive Einschränkungen annehmen, die Homophobie für das DSM qualifizieren könnten.

    Und dass irrationale Abwehrreaktionen zu einer deutlichen Minderung der Lebensqualität führen können, scheint mir als Laie auch einleuchtend.

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    • david sagt:

      Bist du da sicher?

      Ja, absolut. Eine beschissene und diskriminierende politische Einstellung zu haben, halte ich auch nicht mal zwangsläufig für irrational, denn damit öffnest du „Sachargumenten“ und Nützlichkeitserwägungen Tür und Tor. Es ist einfach von einem humanistischen Standpunkt gesehen aus falsch. Ebenso wenig sind irrationale Gedanken oder Reaktionen kein Anzeichen von Krankheit, denn sonst wäre jeder von uns ziemlich „gestört“.

      Man tut sich wirklich keinen Gefallen, Rassismus, Homophobie oder sonstige Xenophobie zu pathologisieren und damit teilweise zu „entschuldigen“ (wobei ich zu psychischer Störung als „Entschuldigung“ schon lange mal was schreiben wollte). Es gibt auch keine empirische Grundlage dafür, sie ins DSM aufzunehmen.

      Wenngleich es tatsächlich Forschung gibt, die auch bei Homophobie eine genetische Komponente nahelegen. Ethymologisch macht aber das -phobie in dem Wort eigentlich keinen Sinn.

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  10. Alex sagt:

    Hatte me, aber ich finde die olivenfragestellungen spannender als die homosexuellenursachengrundlagenforschungsfragestellungen.

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  11. Leopold Stotch sagt:

    Komisch, ich verfolge das Thema mit einigem Interesse und habe von diesem unverhältnismäßigen Forschungsaufwand noch nichts gehört.
    Auch komisch: In diesem Thread wurde schon ca. 5 mal danach gefragt, wo das Thema denn eigentlich so viel Raum einnimmt, und niemand konnte auf eine ungeheure Flut von Studien oder sonst einen Beleg verweisen.
    Noch komischer: So gerührt ich ja immer bin, wenn mich jemand vor diesen bösen Homophoben schützen will, finde ich es in diesem Zusammenhang doch etwas übereifrig, eine Eigenschaft mit so schwerwiegenden Folgen (praktisch null Chance Vater zu werden, keine wesentlich höhere Chance auf eine langfristige monogame Beziehung, dafür prächtiges HIV-Risiko etc. pp.) zur irrelevanten Geschmackssache zu trivialisieren. Na egal, ich mach mir jetzt erstmal nen schönen Olivensalat, kochen können wir Schwulen ja. [250 g schwarze Oliven, entsteint; ein Bund Staudensellerie; eine Zwiebel, in feine Ringe geschnitten; das ganze mit Salz, Pfeffer, frischem Zitronensaft und nem anständigen Olivenöl anmachen und mit gehackten Sellerieblättern bestreuen.]

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    • Nachtschattengewächs sagt:

      Es ist eher die gefühlt hohe gesellschaftliche Relevanz, denke ich. Die möglichen biologischen oder psychologischen Ursachen für Linkshändigkeit bringen es zum Beispiel mit Glück zu einem Zehnzeiler in der Wissenschftsecke, und ausserhalb des Faches diskutiert sie kaum jemand.

      Studien zu möglichen Ursachen der Homosexualität springen seit Jahrzehnten öfter mal wild durch dutzende von Kolumnen und werden dort, und in der Folge in Blogs nach gesellschaftlichen Konsequenzen ausgequetscht.

      Und gerade aktuell ist ja die Klage über den sogenannte Schwulenhype, bei weniger aufgeregten Leuten auch bekannt als gesellschaftliche Sichtbarkeit von nicht-heterosexuellen oder nicht-cis-Menschen.

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      • david sagt:

        Der Vergleich zu Linkshändigkeit ist großartig, warum bin ich da noch nie drauf gekommen?
        Ich denke da gibt es viele Parallelen – der Mechanismus der Genese scheint mir tatsächlich ähnlich zu sein wie bei der sexuellen Orientierung. Ein (meist) lifetime-stabiler trait mit wohl sehr starker Disposition und dennoch recht geringer Heritabilität, wahrscheinlich ein komplexes epigenetisches Vererbungsmuster, was am Ende jedoch auf eine annähernde Dichotomie hinausläuft. In beiden Fällen biegt wohl irgendwo ein Signalweg „anders“ ab, wahrscheinlich intrauterin mitbedingt durch pränatale hormonelle Einflüsse. Die Adaptivität der Normvariante ist aber jeweils ungeklärt.

        Ich habe zu beidem schon Recherche betrieben und meinem Eindruck nach gibt es zur „Handedness“ sogar mehr Forschung als zur sexuellen Orientierung.

        Dass das im Mainstream besonders oft aufgegriffen würde oder besonders kontrovers diskutiert würde, kann ich in beiden Fällen beim besten Willen nicht erkennen.

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        • Nachtschattengewächs sagt:

          Dass das im Mainstream besonders oft aufgegriffen würde oder besonders kontrovers diskutiert würde, kann ich in beiden Fällen beim besten Willen nicht erkennen.

          Ok. Als Betroffener habe ich wahrscheinlich nen Bias. Hmm für eine Abschätzung müsste ich es irgendwie quantifizieren können. …… Nehmen wir Google News als Alternative:🙂

          Linkshändigkeit:

          q=“left handedness“+research+causes&tbm=nws ca 941 Treffer.

          Händigkeit (schwächer qualifiziert)

          #tbm=nws&q=handedness+research+causes“ ca 3.160 Treffer

          Homosexualität

          #tbm=nws&q=homosexuality+research+causes ca 12.800 Treffer

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          • david sagt:

            Also diese Googletreffer-Vergleiche taugen allgemein nicht viel.

            Bei Pubmed liegt zum Beispiel „handedness + causes“ 2000 Treffer vor „homosexuality + causes“ und hat sogar mehr als 10 mal so viele Treffer wie „sexual orientation“ + „causes“.
            Bei google scholar kommt es drauf an, welchen der Suchbegriffe man eingibt.

            Wenn man sich die ersten Treffer anschaut, merkt man gleich dass das meiste nicht viel damit zu tun hat. Fügt man noch den Suchbegriff „genetic“ ein, wird es wohl etwas genauer, ist ungefähr ausgeglichen.

            Ingesamt sieht man aber, dass „homosexuality“ bzw. „sexual orientation“ mit viel mehr anderen Fragestellungen verknüpft ist. Handedness ist ja nicht mit all zu vielen anderen Variablen oder gesellschaftlichen Phänomenen korreliert, insofern verwundert das erstmal nicht.

            Es ist also schwer zu quantifizieren. Mein Eindruck besteht nach wie vor, dass es mehr handfeste Forschung zur Entstehung von handedness gibt.

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    • Adrian sagt:

      Wenn Dir die Konsequenzen so sehr missfallen, dann leb doch als Hetero. Ansonsten sehe ich die gesellschaftliche Relevanz nicht, wenn Dir die Folgen Deiner Sexualität nicht schmecken.

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      • Leopold Stotch sagt:

        Ich habe hier Tatsachen angeführt, ohne emotionale Wertung oder Bezug zu meiner persönlichen Situation. Warum also dieser persönliche Angriff? Wenn du nochmal eine sachliche Antwort zustande bringst, antworte ich gern.

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        • Adrian sagt:

          Wertfrei, wenn Du Homosexualität „schwerwiegende Folgen“ attestierst? Ich finde all diese Folgen nicht schwerwiegend (abgesehen davon, dass ich die von Dir aufgeführten Folgen für falsch halte). Inwiefern behauptest Du also, Dein Urteil sei wertfrei?

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          • Leopold Stotch sagt:

            Behaupte ich gar nicht, ich sagte: „ohne _emotionale_ Wertung“. Eine Wertung habe ich natürlich geäußert, aber ich bin dabei sachlich geblieben und hätte mich über eine entsprechend sachliche Antwort gefreut. Nun hast du ja zumindest mal eine nicht-ausfallende Antwort hinbekommen, allerdings sehe ich wiederum an deinem finden und dafürhalten keine Relevanz.

            Wenn du es nicht schwerwiegend findest, dass in deutschen Großstädten ca. 10% der Schwulen HIV-positiv sind (Quelle: Aidshilfe-Blog, zum Vergleich: bei Heteros und Lesben sind es ca. 0%), kann ich dir echt nicht mehr helfen. Und wenn du mir jetzt erzählen willst, das HIV-Risiko sei ja keine Folge der sexuellen Orientierung, sondern individuellen Verhaltens: Yay. Die meisten dieser 10% werden sich aber nicht gewünscht haben, chronisch krank zu sein, sondern die Risiken, die sie eingegangen sind, einfach unterschätzt oder ausgeblendet haben. Man könnte sich fragen, warum das gerade unter Schwulen ständig passiert – ob die Gefahr in der Präventionsarbeit verharmlost dargestellt wird, ob unsere Einstellung zur Sexualität vielleicht generell zu überdenken ist, ob nicht viele Enttäuschungen nebst darauffolgender Dummheiten unterbleiben würden, wenn man sich von Anfang an über die tatsächliche Instabilität schwuler Beziehungen klar wäre, etc. off topic – hätte eine gewisse gesellschaftliche Relevanz, zumindest für die Schwulen selbst.

            Wenn du es nicht schwerwiegend findest, keine Familie gründen zu können, hast du wohl einfach keinen Kinderwunsch; dass es sehr viele Leute jedweder sexuellen Orientierung gibt, die ein unerfüllter Kinderwunsch bedrückt, könntest du trotzdem zur Kenntnis nehmen.

            Und bevor wir über Kaisers Bart streiten: Was die Chancen für Vaterschaft und monogame Beziehungen angeht, gehe ich nur von meiner Lebenserfahrung aus, von dem was ich in zwanzig Jahren schwulen Lebens eben beobachten und erfragen konnte. Wenn du fundiertere Quellen hast, um deine gegenteilige Meinung zu begründen, immer her damit – ich würde mich in dieser Angelegenheit gerne irren. ^^

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            • Adrian sagt:

              Ich verstehe Deine Argumentation, weiß aber nicht worauf Du hinauswillst. Gut, (männliche) Homosexualität ist also keine triviale Geschmackssache. Was folgt daraus in bezig auf das Thema, das hier ja Ursachenforschung von Homosexualität ist?

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            • Adrian sagt:

              Im Übrigen entshuldige ich mich. Ich habe mir schon öfter vorgenommen, in Diskussionen nicht übermäßig emotional zu reagieren. Das fällt mir aber, gerade bei dem Thema, immer noch schwer.

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              • Leopold Stotch sagt:

                Schwamm drüber, für mich ist das Thema ja auch schwierig. Ich freue mich, dass wir so schnell die Kurve zur vernünftgen Diskussion gekriegt haben.🙂

                Zum Thema Ursachenforschung folgt wohl unmittelbar gar nichts aus meiner Argumentation. Wenn es, wie im Comic suggeriert, wirklich noch um die Frage ginge, ob die sexuelle Orientierung veränderbar ist, wäre das anders. Aber soweit ist die Sache ja längst erledigt, wir wissen, dass die sexuelle Orientierung bei Geburt unwiderruflich festliegt. (David hat den Forschungsstand gerade noch einmal schön zusammengefasst.) Damit wird es natürlich auch umso bizarrer, hinter der Forschung eine finstere Verschwörung zur Umpolung aller Homos zu vermuten und sie verhindern oder wenigstens totschweigen zu wollen.

                Kommentiert habe ich hier vor allem, weil mir diese trivialisierenden Vergleiche à la „Manche mögen halt Oliven“ seit langem auf den Geist gehen. M. E. begibt man sich damit in gefährliche Nähe zu der Ansicht, die man sonst den „Homophoben“ unterstellt – dass wir es „halt so wollen“, dass wir uns ausgesucht haben, so zu leben. Da ist es dann auch egal, dass man unsere Lebenswirklichkeit ignoriert – Wir haben unsere Veranlagung einfach uneingeschränkt zu wollen und nicht als problematisch anzusehen. Ist ja „genau so normal wie Kaugummi kauen“ (Die Ärzte, hetero).

                In dem Zusammenhang ärgert es mich dann auch, wenn Heteros mir erklären, wie unwichtig Ursachenforschung ist – für mich war es persönlich wichtig, diese Forschungsergebnisse zu erfahren. Ich wollte mich nicht auf ideologische Aufklärungsbroschürchen verlassen, als ich mich damit abgefunden habe, mein Leben lang schwul zu sein, ich wollte fundiert wissen, dass ich nichts dagegen tun kann.

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                • Würdest du denn davon ausgehen, dass Problematiken die du als schwierig anführst nichts mi der Einstellung gegenüber Sexualität zu tun haben? Würde man Homosexualität tatsächlich als vollkommen unproblematisch empfinden, wäre es dann nicht denkbar, dass es eher Bestrebungen gäbe, auf mögliche kinderwünsche zu reagieren, durch Gesetzesanpassungen, anstatt etwa darüber zu forschen inwieweit kinder benachteiligt sein könnten (wohlgemerkt geht es in der forschung ja weniger darum, dass homosexuelle automatisch schlechtere eltern sind sondern eher daraum wie sich das stigma auf mobbing auswirkt o.ä.) Das Argument etwa, dass den kindern ein Elterngeschlecht vorenhalten wird habe ich noch nie gehört wenn es um die wesentlich zahlreicheren Scheidungen in Heterofamilien geht oder -ganz zynisch- um Todesfälle wo ein Elternteil fehlt.

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                  • Tom sagt:

                    Wenn ein Mann und eine Frau ein Kind bekommen und dann einer der Partner stirbt oder die Partner sich trennen, wird man auch wohl schwerlich davon sprechen können, dass dem Kind ein Elterngeschlecht „vorenthalten“ wird, denn vielmehr ist es ja planwidrig „abhanden gekommen“.

                    Wenn es um das Vorenthalten eines Elterngeschlechtes geht, müsste man es wohl eher mit einer Frau vergleichen, die mithilfe einer Samenspende ein Kind bekommen möchte, ohne einen Mann an ihrer Seite zu haben. Ich schätze, dass die gesellschaftliche Akzeptanz in diesem Fall ähnlich groß oder klein ist.

                    Die gesellschaftliche Akzeptanz von Alleinerziehenden rührt meiner Meinung, dass es gesellschaftlich anerkannte Gründe gibt, die das Projekt „gemeinsame Aufzucht der Kinder“ im Nachhinein scheitern lassen. Ich glaube aber auch, dass weite Teile der Gesellschaft das nur als Notlösung betrachten. Man kann ja allein beispielsweise auch kein Kind adoptieren. Das geht ja nur mit einem Partner zusammen.

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                    • Ich finde halt das Denken etwas schwierig, das dahinter steckt und „die Männer“ und „die Frauen“ doch sehr verallgemeinert. Ich denke absolut, dass es statistische Unterschiede zwischen den Gruppen „Männer“ und „Frauen“ gibt, aber die individuellen Unterschiede sind deutlich ausgeprägter. Wann ist also eine Frau weiblich genug und ein Mann männlich genug um sicherzustellen, dass das Kind zwei Elterngeschlechter hat? Was, wenn die Mutter eher „männlich“ veranlagt ist, und der Vater auch? Oder wenn der Vater sehr viele „weiblich assoziierte“ Eigenschaften hat, die Mutter aber auch eine „klassische Frau“ ist?
                      Ich finde die ganze Argumentation etwas merkwürdig und bei derartig vielen Alleinerziehenden finde ich es eben komisch, dass es grade bei Homosexuellen plötzlich ein Riesenproblem ist, wenn ein Elterngeschlecht nicht ausreichend vertreten ist.

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                    • Adrian sagt:

                      „dass es grade bei Homosexuellen plötzlich ein Riesenproblem ist, wenn ein Elterngeschlecht nicht ausreichend vertreten ist.“

                      Ist es nicht. Zumindest nicht, wenn ein Kind mindestens zwei Elternteile hat. Ob die männlich oder weiblich sind, spielt keine Rolle. Sagen zumindest die meisten Studien dazu.

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                    • Ich meinte das natürlich als „Warum es als Riesenproblem diskutiert wird“ – In so viele anderen Bereichen sind wir als Gesellschaft ja seeeehr entspannt was das Kindeswohl angeht (Beschneidung? Hm, ja, ist vielleicht traumatisierend und schränkt das sexuelle Empfinden ein, aber hey, sollen das doch mal die Eltern für sich entscheiden, ist ja nicht unsere Sache, Kinder da zu schützen.“ „Adipositas bei Kindern? Ja was soll man tun, wenn die Eltern ihrem Kind Diabetes anfüttern? Ist doch deren Erziehungsentscheidung…“ „Oh mein Gott, wir haben noch nicht 100%ig todsichere beweise, dass es nicht vielleicht schaden anrichten könnte, wenn ein kind keine zwei elterngeschlechter hat, und bis wir nicht absolut und mit völliger sicherheit nachweisen können, dass nie auch nur ein kind mal ansatzweise eine schlechte kindheit mit zwei gleichgeschlechtlichen eltern haben könnte, werden wir das nicht zulassen!!! Das Kindeswohl ist das wichtigste!!!!“

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                    • Adrian sagt:

                      Nun ja, Kinder und Kindeswohl sind ja oft eh nur ein Vorwand. Bricht man das Ganze runter besteht die Befürchtung bei dem Thema darin, dass die Kinder selbst zu Homos werden. Und das ist die große Angst dahinter.

                      Und das ist genau das, was ich weiter oben bereits geschrieben habe: Im Grunde genommen mag kaum jemand Homos. Die meisten haben sich nur damit abgefunden. Und selbst bei Leopold Stotch klingt das so, als würde er die Hetero-Pille gerne schlucken (wenn ich wieder falsch liege, möge er mich korrigieren).

                      Es wäre interessant zu erfahren, wieviele Homos spontan und freiwillig eine solche Pille schlucken würden, wenn sie komplikationslos zur Verfügung stünde.

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                    • Ich fände die Frage interessant(er) wie viele Leute eine solche Pille schlucken würden, wenn Homosexualität wirklich als „kein Ding“ gesehen würde. Ich wohne auf dem Land und kann mir schon vorstellen, dass es teilweise ätzend wäre, wenn ich statt mit meinem Mann mit meiner Frau leben würde. Da könnte ich durchaus verstehen wenn sich Leute für diese Pille entscheiden, um es gesellschaftlich einfacher zu haben. Aber ich finde, es ist ein falscher Weg wenn wir gesellschaftliche Akzeptanz damit begründen, dass „Leute nichts dafür können“ statt mit „Geht dich nichts an was andere tun, solange es keinem schadet.“

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                    • Adrian sagt:

                      „Aber ich finde, es ist ein falscher Weg wenn wir gesellschaftliche Akzeptanz damit begründen, dass “Leute nichts dafür können” statt mit “Geht dich nichts an was andere tun, solange es keinem schadet.” “

                      Ich finde auch, das ist auch der falsche Weg. Aber genau dieser falsche Weg wird auch von Homo-Verbänden beschritten.

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                    • Das Problem das daraus entsteht ist, dass der Rechtfertigungsdruck umgedreht wird. Wenn Homosexuelle(nverbände) begründen, warum Homosexualität nicht geändert werden kann, natürlich ist, etc., dann geben sie damit implizit der aussage recht, dass Homosexualität falsch ist, aber eben nicht änderbar.
                      Statt dessen müssten sich eigentlich Leute rechtfertigen, die Anti-Homosexualität sind und plausibel begründen, womit sie eine schlechterbehandlung rechtfertigen können. Das dürfte ziemlich schwierig sein, denn „Weil ichs halt voll eklig finde“ ist, als ich zuletzt nachgeschaut habe, nur unter Idioten ein gutes Argument gewesen.

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                    • Adrian sagt:

                      „Wenn Homosexuelle(nverbände) begründen, warum Homosexualität nicht geändert werden kann, natürlich ist, etc., dann geben sie damit implizit der aussage recht, dass Homosexualität falsch ist, aber eben nicht änderbar.“

                      Ganz genau.

                      „Statt dessen müssten sich eigentlich Leute rechtfertigen, die Anti-Homosexualität sind und plausibel begründen, womit sie eine schlechterbehandlung rechtfertigen können.“

                      Hmmm, da fiele mir folgendes ein (was männliche Homosexualität angeht): „praktisch null Chance Vater zu werden, keine wesentlich höhere Chance auf eine langfristige monogame Beziehung, dafür prächtiges HIV-Risiko etc. pp.“

                      Das sind die Gründe, die von konservativer Seite gerne bemüht werden, garniert mit der Behauptung, Homosexualität würde allgemein die heterosexuelle Ehe entwerten und die klassische Familie zerstören.

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                    • bis auf hiv (das mittlerweile nebenbei bemerkt besser behandelbar ist als diabetes) würde ich sagen, dass sie dann bitte weiter begrüden sollen, warum es sie was angeht ob menschen langfistige beziehungen zu führen. was das kinder-argument angeht, liegt da m.e. der rechtfertigungsdruck in einer überbevölkerten welt eher bei denen, die mehr als 2 kinder kriegen. klar, kann man machen, aber die Welt IST überbevölkert, und das ist ein problem.

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                    • kinchkun sagt:

                      was das kinder-argument angeht, liegt da m.e. der rechtfertigungsdruck in einer überbevölkerten welt eher bei denen, die mehr als 2 kinder kriegen. klar, kann man machen, aber die Welt IST überbevölkert, und das ist ein problem.

                      Na jaaaaaaa; ob es so etwas wie eine Überbevölkerung faktisch ist, darüber lässt sich trefflich streiten. Und der Aussage, dass auch Deutschland überbevölkert ist, würden eher wenige zustimmen.

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                    • Die westlichen Gesellschaften sind sogar nochschlimmer, weil eine Person hier das x-fache der Ressourcen verprasst, die Menschen in anderen Gebieten verbrauchen. Insofern ja, ein deutsches Kind ist sogar noch weit kostspieliger.

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                    • kinchkun sagt:

                      Die westlichen Gesellschaften sind sogar nochschlimmer, weil eine Person hier das x-fache der Ressourcen verprasst, die Menschen in anderen Gebieten verbrauchen. Insofern ja, ein deutsches Kind ist sogar noch weit kostspieliger.

                      Sorry, aber das ist viel zu einfach gedacht. Überbevölkerung ist in erster Linie ein Verteilungsproblem. Wir haben kein Problem damit, dass es zuviele Menschen, die nicht versorgt werden können, weil die Erde nicht genug Ressourcen hat, sondern wir haben das Problem, dass die Verteilung in einigen Gebieten unzureichend ist.

                      Dass ein Kind in der westlichen Gesellschaft einen größeren ökologischen Footprint hat, mag stimmen, heißt aber nicht, dass es auch das Verteilungsproblem verschärft.

                      Analogie: Es ist ebenso unsinnig in Deutschland Trinkwasser zu sparen, nur weil es global gesehen zu wenig Trinkwasser gibt.

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                    • nicht wirklich die analogie, weil wir in deutschland ja von den ressourcen der anderen aktiv abzweigen und pofitieren.

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                    • kinchkun sagt:

                      Das gilt aber nur, wenn die Ressourcen ohne westliche Konsumption vor Ort zur Verbesserung der Lebensqualität eingesetzt werden würde, was bezweifelt werden kann. Dass etwas Coltan, wenn es nicht in China zu Smartphones verbaut wird, dazu dienen würde, im Kongo Smartphones zu bauen, kann ich mir nicht vorstellen.

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                    • Das Ding ist, das manche Ressourcen halt begrenzt sind, und irgendwann fehlen sie^^

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                    • kinchkun sagt:

                      Stimmt. Aber noch ist es nicht so weit :p

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                    • Mal im ernst, ich finde es toll wenn leute kinder wollen und welche haben, von mir aus auch mehr als 3. wenn ich kinder wollte, würde ich auch nicht sagen „nö, verzichte wegen überbevölkerung“, so altruistisch bin ich nicht.
                      es geht mir darum, dass es der welt keineswegs chadet, wenn leute kinderfrei sind, im gegenteil. statt die leute anzukacken, die kein kind in die welt setzen wollen, sollte man sich freuen, dass dann mehr ressourcen für die eigenen nachkommen übrigbleiben^^

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                    • kinchkun sagt:

                      Bei der Ablehnung des Kinder-Kriegen-Gebots, bin ich ganz bei dir. Zumal das mit Homosexualität ja nur sehr wenig zu tun hat, da der Wunsch nach Kindern recht losgelöst von der sexuellen Orientierung ist. Ich halte das Argument eh für Vorgeschoben, da es andererseits Homosexuellen unnötig schwer gemacht wird mit der Reproduktion.

                      Aber ich glaube nicht, dass man jemanden etwas Gutes tut, wenn man keine Kinder bekommt. Ich überstrapaziere deinen Einwand vielleicht, aber ein Mensch ist ja nicht nur ein Konsument, sondern er bereichert ja die Gesellschaft und auch die Umwelt auf vielfältige Weise.

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                    • Nachtschattengewächs sagt:

                      es geht mir darum, dass es der welt keineswegs chadet, wenn leute kinderfrei sind, im gegenteil. statt die leute anzukacken, die kein kind in die welt setzen wollen, sollte man sich freuen, dass dann mehr ressourcen für die eigenen nachkommen übrigbleiben^^

                      Ich glaube das Argument ist eher: ‚Wenn die nicht genug Kinder kriegen, die später arbeiten, dann muß ich ja den Wohlstand, den meine Kinder erarbeiten mit Kinderlosen teilen, die keine Wohlstandsproduzenten produzieren, oder mich dafür sogar auf Zuwanderer verlassen.‘

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                  • Leopold Stotch sagt:

                    Bei den beiden anderen Problematiken, die ich genannt habe, sehe ich beim besten Willen keinen Zusammenhang mit der Einstellung Außenstehender zur Homosexualität. Es scheitert doch keine Beziehung daran, dass die Nachbarin Schwule doof findet.
                    Bei der Kinderwunschproblematik kann man und soll man natürlich politisch etwas tun, aber das wird die Nachteile, die das Schwulsein mit sich bringt, nicht aufheben. Mal ideale rechtliche Rahmenbedingungen vorausgesetzt, welche Möglichkeiten hat ein Schwuler, Vater zu werden?

                    1) Adoption als schwules Paar.
                    Setzt zunächst mal eine stabile Partnerschaft voraus, könnte schwierig werden, siehe oben. Davon abgesehen verstehe ich auch nicht, warum man bei Schwulen so selbverständlich davon ausgeht, dass die Adoption eine Lösung für sie wäre. Von ungewollt kinderlosen Ehepaaren wissen wir schließlich, dass für viele die Adoption als Alternative zum leiblichen Kind gar nicht in Frage kommt.

                    2) Co-Elternschaft:
                    Also ein leibliches Kind mit einer Frau, mit der man nicht zusammenlebt, die vielleicht ihrerseits in einer lesbischen Partnerschaft lebt. Dafür ließen sich natürlich auch bessere rechtliche Rahmenbedingungen schaffen aber eine Familie, in der die Eltern räumlich getrennt sind, keine besonders verbindliche Beziehung zueinander haben, oder in der es mehr als zwei von denen gibt, ist trotzdem weitaus schwieriger und für alle Seiten unbefriedigender als die klassische Familie.

                    3) Adrians guten Rat befolgen, „doch als Hetero zu leben“:
                    Sprich, man überzeuge eine Frau davon, dass man auch ohne gemeinsam gelebte Sexualität der richtige Partner zur Familiengründung ist, und begebe sich in die erfolgversprechendste Konstellation, die Familie mit zusammenlebenden leiblichen Eltern. Für mich persönlich wäre das die einzige Möglichkeit, die ich anstreben würde, und sie dürfte auch nicht mal so selten sein – ich habe allein zwei schwule Männer, die diesen Weg gegangen sind, persönlich kennengelernt. Setzt natürlich voraus, dass man die sexuelle Orientierung nicht als seine wichtigste Eigenschaft ansieht, vielleicht ist deshalb so wenig von diesem Modell zu hören.

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                • Adrian sagt:

                  „ich wollte fundiert wissen, dass ich nichts dagegen tun kann.“

                  Du würdest also heterosexuell werden wollen, wenn es ginge?

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                • Adrian sagt:

                  „M. E. begibt man sich damit in gefährliche Nähe zu der Ansicht, die man sonst den “Homophoben” unterstellt – dass wir es “halt so wollen”, dass wir uns ausgesucht haben, so zu leben.“

                  Ich finde diese Ansicht übrigens nicht gefährlich. Wenn jemand das akzeptiert, was ich bin, weil es mein Recht ist, so zu sein – dann bin ich akzeptiert.

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                  • Leopold Stotch sagt:

                    Darum gings doch gar nicht. Ein Recht zu etwas haben und etwas zu wollen, sind doch zwei völlig verschiedene Dinge.

                    Und ja, ich würde die Heteropille nehmen, wenn es sie gäbe. Mit gesellschaftlichem Druck hat das nichts zu tun, ernsthafte Diskriminierung habe ich nie erlebt. Hat auch nichts damit zu tun, dass ich mit mir hadere, ich kann gut ohne Heteropille leben. Aber wenn ich was an meinem Schwulsein ändern könnte, würd ichs tun, warum denn nicht?

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                    • Adrian sagt:

                      Ich würde freiwillig kein Hetero sein wollen. Was hätte ich davon?

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                    • Leopold Stotch sagt:

                      „Ich würde freiwillig kein Hetero sein wollen. Was hätte ich davon?“

                      Je nun, bessere Chancen auf Vaterschaft und stabile Beziehung, niedrigeres HIV-Risiko etc. pp… Gegenfrage, was hätte ich davon, freiwillig schwul zu bleiben?

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                    • Adrian sagt:

                      Das kann man ja eh nur subjektiv beurteilen. Ich finde es schön, mit Männern zusammen zu sein und bin froh, dass ich mich nicht bei dem Geschlecht bewerben muss, dessen Sexualität mit meinem oftmals nicht kompatibel ist. Darüber hinaus muss ich als Homo nicht in die Tretmühle steigen, welche die Gesellschaft für Hetero-Männer bereitstellt.

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      • Alex sagt:

        Na, da machst du dies aber zu einfach.

        Ich hatte das am Montag ja ernsthaft erwogen, weil ich mal wieder wegen meiner Genetik diskriminiert wurde ( Faschismus hat in Nürnberg eben Tradition, Gruß an die öffentlichen Bäder), in ne schwulensauna* zu gehen, hab mich dann aber trotzdem nicht überwinden können.

        * von denen ich unterstelle, dass ich zugangsberechtigt gewesen wäre.

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  12. soulless sagt:

    Bei der Forschung kann ich helfen. Ich mochte keine Oliven bis ich den einzigen Weg, Oliven zu essen, kennengelernt habe.

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