Experten.

Veröffentlicht: April 6, 2015 in Uncategorized

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Kommentare
  1. freielch sagt:

    Also, der letzte Experte ist glaubwürdiger….

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  2. War ein Experte früher mal ein Perte?

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  3. Andrea. sagt:

    heute = gut tausche heute mit dem zeitpunkt an dem das ex gültig wurde..😉

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  4. Aber L sagt:

    Nachdem ich mal in eine Masterarbeit über ein Genderthema geschaut habe, neige ich dazu in gewissen geisteswissenschaftlichen Fragestellungen die Meinung von erstem und zweitem Experten gleich zu bewerten.

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    • pluvia sagt:

      Du wirst in so ziemlich jedem Fach eine Masterarbeit finden können, deren Qualität den Schluss zulässt, dass der betreffende Bearbeiter ebensoviel Expertise hat wie jemand, der mal ein youtube-Video gesehen hat und seitdem in einem thematisch passenden Forum mitliest.

      Aus einer einzelnen Masterarbeit aber Rückschlüsse auf ein komplettes Forschungsgebiet zu ziehen, entspricht nicht ganz den *hüstel* anerkannten Grundsätzen wissenschaftlichen Arbeitens. Relevantes Stichwort in diesem Zusammenhang: Repräsentativität (der Stichprobe).

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  5. dasuxullebt sagt:

    Dieses Phänomen nennt man übrigens Dunning-Kruger-Effekt.

    okeh das war alles.

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  6. Ja so ist das. Alggemein kann man sagen, je mehr man über etwas weiß, desto mehr werden einem die Wissenslücken bewusst.

    Zudem wird man durch die Prüfungen bescheiden – man weiss nach einer Prüfung sehr gut, was man alles an Lücken hatte – absichtliche, weil man hoffte das Thema kommt nicht dran, und unabsichtliche, die der Prüfer gefunden hat.

    Autodidakten die ohne Prüfungen lernen, haben diese Erfahrung der Grenzen des angesammelten Wissens oft nicht gemacht.

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  7. Talianna sagt:

    Nichts verwässert die Klarheit so sehr wie viel Wissen über ein Thema …

    … deswegen beneide ich Ärzte und Psychologen überhaupt nicht, da sie den Patienten Klarheit vermitteln müssen, obwohl gerade bei denen, die am meisten wissen die Dinge oft (vor allem für den Patienten) erschreckend (lange nach der ersten Untersuchung) unklar sind.

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    • Ich glaube, zumindest im Bereich der Psychologie, ist es so, dass sich mehr-Wissen durchaus integrieren lässt. Während man zu Beginn gerne DIE eine Ursache gesucht hat, wird irgendwann im Laufe der Zeit klar, wie viele komplexe Mechanimen da ineinander spielen. Ich finde das allerdings weniger verwirrend, als vielmehr positiv. So hat man mit den Patienten die Möglichkeit, über verschiedene Zugänge an einem Problem zu arbeiten, und meist wird es immer leichter, je mehr „Baustellen“ man angegangen hat. Oder wenn es irgendwo nicht weiter geht, nimmt man halt erst mal ein anderes Puzzlestück und arbeitet daran. Am Ende muss man auch nicht alles gelöst haben, nur so viel, dass das Gesamtbild wieder sichtbar ist. Ich finde in diesem Bereich die Komplexität gerade toll. Es geht halt nicht darum, guruhaft herabzusteigen und zu sagen „Das liegt alles daran, dass Sie ein Mutterproblem haben!“ oder ähnliches^^

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      • Talianna sagt:

        Ich verstehe, was Du meinst. Ist bei mir mit der Physik nicht so viel anders. Es ist einfach, wenn man tief reinschaut, nirgendwo alles von Anfang an klar, und Komplexität ist spannend.

        Ich bin in dem Fall von mir ausgegangen. Bei Ärzten (betont: nicht -mehr- bei Psychologen) gehe ich gelegentlich mit der mentalen Ansage: „Reparier’s. Jetzt! Keine Zeit für den Scheiß!“ rein. Und da ist die – mir in meinem Bereich durchaus bekannte – Faszination des Behandlers für Komplexität dann eher etwas, das mir lästig ist. Weil ich in dem Moment nicht sehen will, dass ich genau so komplex oder noch komplexer funktioniere wie die Wissensgebiete, in denen ich Komplexität zu schätzen weiß (unter anderem, weil sie mich nicht betrifft).

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        • Das „Reparier’s. Jetzt!“ funktioniert in biologischen Systemen nicht. Ärtze könne fast gar nichts direkt reparieren, sodnern nur den Defekt beseitigen (wenn man Glück hat) und danach (manchmal) die natürlichen Heilkräfte des Körpers unterstützen. Heiling benötigt Zeit, egal ob ein Unfall oder ein Krankheisterreger den Schaden angerichtet hat.

          Ärzte die von der Komplexität fasziniert sind würde ich sogar höher einstufen als die „ich behandel mal diese Stelle ohne nach dem Rest zu schauen“ – bei den Faszinierten hat man eher die Chance dass sie über ihren Tellerand hinausschauen.

          Abschreckendes Beispiel: Meine Mutter leided unter Hautproblemen. Für Gesicht bis zu den Lippen ist der Hautarzt zuständig. Für das innere des Mundes (Schleimhäute) ist der HNO Arzt zuständig. Eine Krankheit -> zwei Ärzte, weil keiner der beiden die Krankheit an sich, sondern nur sein Gebiet (äussere Haut, innen-Bereich Hals) behandelt. Gegen die Ursache der Hautprobleme weiss keiner etwas zu tun, nur mit Cortison Entzündungen wegdrücken, damit die Haut sich regenerieren kann.

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          • Talianna sagt:

            Nur für’s Protokoll: Ich weiß, dass der Anspruch: „Reparier’s! Jetzt!“ nicht funktioniert. Wenn ich zum Arzt gehe und akut was ist, interessiert meinen Willen aber nicht, was ich weiß. Und ich bezweifle ganz stark, dass das bei anderen anders ist.

            Vielleicht sind alle anderen viel besser als ich und können im Falle einer Krankheit Geduld üben, sich mit dem Wissen trösten, dass ein von der Komplexität des Problems faszinierter Arzt ihnen besser, nachhaltiger, vielleicht sogar über das akute Problem hinaus helfen kann. Ich kann es nicht immer. Und irgendwie bezweifle ich, dass viele andere es immer können …

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            • Naja, das Word „Patient“ heisst auf Deutsch „der Geduldige“, auch im Englischen steht das Zustandswort „patient“ für geduldig, und die Patience ist ein Spiel das Geduld erfordert.

              D.h. im Wort spiegelt sich schon lange die Tatsache, das Kranke sich bei der Behandlung in Geduld üben müssen.

              Von „andere sind besser“ habe ich nichts gesagt. Ich habe nur versucht etwaige falsche Erwartungshaltungen der Realität gegenüber zu stellen.

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              • Talianna sagt:

                Meine Ärzte und ich wären glücklichere Leute, wenn ich immer von der vernünftigen Haltung, die Du hier beschreibst, beseelt wäre. Über deren Richtigkeit haben wir nebenbei von vorne herein Konsens gehabt, noch vor diesen Kommentaren hier.

                Leider sind eigene und auch fremde Ratio nicht das, was Menschen stets beseelt, insbesondere wenn sie (an meinem Beispiel, chronisch entzündliche Darmerkrankung) mit 30 Mal Stuhlgang am Tag, Blutverlust und Schmerzen geschlagen sind und der Arzt mit einem Medikament ankommt, das nach 6 Wochen zu wirken beginnen soll, massive Nebenwirkungen hat und dessen Nichtwirken (also was anderes probieren) erst nach 6 Monaten erwogen werden soll …

                Wie gesagt: Ich kenne die Charakteristika des Medikaments und ich weiß, dass es wirkt. Aber wenn es wirklich hart ist oder einem hart vorkommt, handelt man manchmal nicht aus vernünftiger Geduld heraus. Nur darauf wollte ich hinaus.

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