Zum internationalen Anti-Diät-Tag.

Veröffentlicht: Mai 6, 2015 in Uncategorized

diet

Kommentare
  1. Tante Jay sagt:

    chrhrhrhrhr. Okay, der war gut *g*

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  2. Mika sagt:

    Sollen sie doch fressen und sich ihre Gesundheit ruinieren, was geht das die Gesellschaft an?
    Ich stehe auch nicht auf die Nanny, die mir mein Leben ordnen will. Ich baue genug Mist, um jedem Gutmenschen die Haare zu Berge stehen zu lassen – mein Ding, fertig.

    Ich finde Dicke ekelhaft, aber das geht mich trotzdem nix an, ich bin ja nicht so……?

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    • Tantal sagt:

      Auf individueller Ebene geht es niemanden was an, wieviel sich jemand ins Gesicht schaufelt. Aber zum einen hat eine Gesellschaft schon ein Problem, wenn die Mehrheit der Leute krankhafte Mengen Fett mit sich rumschleppen, und zum anderen darf eben auch niemand von mir erwarten, Fettlogik ungefragt zu schlucken oder zu ignorieren wenn jemand an dem mir liegt sich ein ein frühes Grab frisst.

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      • Mika sagt:

        Das gesellschaftliche Problem kann gelöst werden. Irgendwann werden die Gesunden halt nicht mehr für die Adipösen bezahlen und die sterben dann einfach aus. Ist so ne Art Darwinismus….

        Im eigenen Umfeld kann man natürlich helfen und motivieren…..das ist okay.

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        • Michael sagt:

          Wenn das was die Dicken in die Gesellschaft investieren auch nur den Dicken zugute kommt, kann ich damit leben. Insgesamt kostet ein Dicker der mit 75 stirbt den Staat wohl weniger als ein 80jähriger Dünner.Alles Statistik!

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          • Michael sagt:

            Das gleiche gilt für mich übrigens auch für Raucher und Leute die meinen mit X0km/h nen Berg runterdonnern zu müssen.

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          • IULIUS sagt:

            „Insgesamt kostet ein Dicker der mit 75 stirbt den Staat wohl weniger als ein 80jähriger Dünner.“

            Definiere Staat. Tatsächlich sind das in erster Linie die Beitragszahler der entsprechenden Kassen.

            Man beachte auch, wenn ein Adipöser mit 30 nicht mehr arbeiten kann und 75 Jahre alt wird, hat er 15 Jahre gearbeitet und 45 Jahre Sozialleistungen bezogen.
            Wenn ein nicht adipöser mit 80 Stirbt hat er womöglich 50 Jahre gearbeitet und lediglch 15 Jahre Sozialleistungen bezogen.
            Dementsprechend hat der adipöse dem Staat kaum etwas eingebracht. Mußte aber fast sein ganzes Leben lang mit durchgefüttert werden.

            Wer den „Staat“ wirklich mehr kostet ist nicht so einfach festzustellen. Das kann man eigentlich erst zu seinem Todestag. Da bringt es dann auch nichts mehr.

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            • Michael sagt:

              Ich denke aber dennoch dass meine Gesellschaftsgruppe
              männlich, Inländer, ausgebildet, adipös, Antialkoholiker, Zigarrenraucher der Gesellschaft insgesamt weniger kostet als einbringt.
              So darf ich dann einfach die Bedarfsgemeinschaft aufkündigen oder mich nur um meinesgleichen kümmern?

              Wenn wir mit solchen Spielchen anfangen, kann das ganz schnell, ganz hässlich werden.

              Zu den gesellschaftlichen Kosten: In den Niederlanden, wurde das mal erfasst. Dick kostet insgesamt (Rente, KH) im Schnitt weniger als Dünn.

              P.S. Mika will ja nicht für die ekelhaften Dicken zahlen, ich möchte nicht für die Hausfrauen verheirateter Männer zahlen. Ich möchte auch nicht für das gebrochene Genick eines Extremsportlers zahlen, der noch 40 Jahre zig Ärzte und Krankenschwestern verschleißt. Entweder gehts gerecht zu und dann muss man alles Verhalten bestrafen was gesundheitsschädlich ist oder man muss Grenzen ziehen. Und das tun wir… Wenn sich Mikas Haltung durchsetzt bin ich aber dafür dass dann selbst moderater Alkoholgenuss genauso bestraft gehört wir Dicksein. Downhillrasen wie Rauchen usw. Will ich das? Nö! Ich pick mir aber die Sachen nicht raus wie sie mir in den Kram passen oder wie sie mich nicht betreffen.

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              • Mika sagt:

                Du kannst das so sehen, ich bin anderer Meinung. Dieses ganze Sozialgedöns kostet nur Geld und lässt den Leuten wenig Freiraum. Ein Sozialstaat soll Risiken absichern, die der Einzelne nicht tragen kann. Saufen, rauchen fressen und Extremsport ist privat und soll auch privat bezahlt werden.

                Wo siehst du denn die Grenze für Sozialabgaben? Nenn doch mal ne Zahl….

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                • Michael sagt:

                  Sozialversicherung in Summe max. 15% vom Einkommen, nicht Gehalt. AGs beteiligen sich VOLL ohne Sondertarife. Erträge aus Vermögen werden genauso veranlagt wie Gehalt. AG Anteil stemmt der Vermögende zusätzlich!

                  Grundrente auf HartzIV Niveau für alle. Das kriegen alle, aber es zahlen auch alle ein. Nachbesteuern von Renten gibts nicht, wer mehr braucht soll Rücklagen bilden, was auch möglich wäre wenn man nicht so viel abdrücken müsste. Altersrücklagen und Häuslebauer werden gefördert. Die inflationsbereinigten Erträge aus den Rücklagen werden voll versteuert wie Einkommen.

                  Keine Kirchensteuer, Religion ist auch Privatvergnügen, die Kirchen sollen gefälligst von Ihrne Mitgliedern direkt kassieren. Soli weg, 26 Jahre sollten für den Aufbau Ost reichen.

                  Und das zahlt jeder, auch Ärzte oder Anwälte und alle anderen die meinen eigene Renten und Krankenkassen zu haben ist super.

                  Radikal und links genug? Nebenbei braucht man so einen Haufen Beamte nicht mehr…

                  Das Sozialgedöns kostet vor allem deswegen soviel, weil sich diejenigen die was leisten können schön draus verabschiedet haben. Allein die Rentenkassen für die Besserverdienenden sind grenzwertiger Mist.

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                  • IULIUS sagt:

                    „Ein Sozialstaat soll Risiken absichern, die der Einzelne nicht tragen kann. Saufen, rauchen fressen und Extremsport ist privat und soll auch privat bezahlt werden.“

                    Sicher hast Du da recht. M. E. sollten Unfälle oder Pflegefälle aufgrund übermäßiger Risiken auch zuerst aus deren Einkommen und Vermögen bestritten werden. Und erst wenn das aufgebraucht ist, sollte die Gemeinschaft die Kosten übernehmen.

                    Wenn man mal darüber nachdenkt, es gibt Gesundheitsrisiken, die keine private Versicherung versichert, es sei denn die Prämie ist so hoch wie der mögliche Schadesfall. – Aber die Sozialversicherungen zahlen immer.

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                  • Mika sagt:

                    so grundsätzlich wäre das okay….kriegen wir aber nie durch, es ist ja logisch….und das mögen Politiker nicht.

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                    • IULIUS sagt:

                      Das hat nichts mit Logik zu tun, sondern mit der fehlenden Möglichkeit das eigene Klientel zu bevorzugen.
                      Anders ausgedrückt, die Bestechungsgelder, äh ich meine Tantiemen würden sinken, da keine hinreichende Gegenleistung möglich wäre.

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        • Tantal sagt:

          Aussterben funktioniert nicht. Fettleibigkeit ist kein Gendefekt, sondern eine Frage des Lebensstils. Solange es junk food in rauen Mengen an jeder Ecke gibt, kommen mehr Fette dazu als wegsterben.

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        • Mike Macke sagt:

          @Mika 06.05. um 11:41: Dir ist aber schon klar, dass in einer Demokratie die Mehrheit entscheidet? Das muss nicht kilomäßig sein, es sind ja schon über 50% eher in Richtung adipös unterwegs.

          Weine zusammen mit mir, weil wir als (noch) nicht zu dicke mit falschem Geschlecht gleich eine doppelt unterdrückte Minderheit werden (oder vielleicht schon sind)…

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          • Frank sagt:

            Falsches Geschlecht? Pimmel hinten dran, oder wie muss ich mir das vorstellen?

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          • Mika sagt:

            Mehrheiten sind mir egal, ich hab meine Meinung und fertig. Und wenn die Krankenkasse irgendwann zu teuer wird, dann steige ich aus dem System aus, Mehrheit hin oder her.
            Dann können die verbliebenen Dicken ohne mich dahinvegetieren….

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          • IULIUS sagt:

            Wer sagt, daß in einer Demokratie die Mehrheit entscheidet?

            Demokratie ist die Kunst das Volk glauben zu lassen, daß seine Meinung wichtig wäre.

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  3. Wobei man allerdings auch sagen muss, dass nicht unbedingt die gesamten 12% zu den Übergewichtigen gehören müssen, auch wenn es bei dem Großteil wahrscheinlich so ist.

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  4. Nicht zu fassen, das gibt’s ja wirklich …

    „die Würdigung der Vielfalt von natürlichen Größen- und Gewichtsunterschieden“🙂

    http://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Anti-Diät-Tag

    Ausserdem, haltet inne.

    “ Vermeiden Sie Gespräche über das zu Dick sein oder über das Planen und Durchführen von Diäten.“

    http://www.dicker-verein.de/2012/04/19/am-6-mai-ist-internationaler-anti-diät-tag/

    PS: Dein Buch wäre ein gutes Geschenk für diesen Tag (aber auch sonst natürlich!).

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  5. margretandfriends sagt:

    Es ist aber nun nicht gesagt, dass die 12 % mit Diäterfahrung alle in der Gruppe der Fettleibigen zu finden sind ^^. Es könnte genauso gut sein, dass der Anteil der Fettleibigen, die keine Diäterfahrung haben größer ist als oben vermutet, dafür aber ein Teil der 12 % Normalgewicht oder sogar Untergewicht haben. Die Zahlen so gegeneinander aufzurechnen ist schon leicht merkwürdig.

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    • Wenn 12% Diäten machen aber 20% (jeder fünfte) zu fett sind, dann haben ca. min. die Hälfte der zu fetten keine Diät gemacht. (Wahrscheinlich noch mehr …)

      Rechtsi hat nämlich nicht gesagt, daß alle Diätmacher fettleibig sind.

      Eine andere Sache ist’s, ob Diät die einzige Möglichkeit ist etwas gegen Dicksein zu tun.

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      • margretandfriends sagt:

        Rechtsi hat gesagt, dass fast die Hälfte davon (der Fettleibigen) nicht einmal versucht, etwas daran zu ändern, was bedeutet, dass angenommen wird, die 12 % an Jugendlichen mit Diaterfahrung wären deckungsleich mit fettleibigen Jugendlichen (20 % fettleibige Jugendliche, also jeder 5.) obwohl man darüber gar keine Infomationen hat. Die Zahlen sagen 0 aus, genauso könnte es sein, dass von den Fettleibigen gar niemand versucht, etwas zu unternehmen, während die 12 % alle in der Gruppe der Normal- und Untergewichtigen zu finden sind.

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        • „Die Zahlen sagen 0 aus,“
          Nein, denn

          „… genauso könnte es sein, dass von den Fettleibigen gar niemand versucht, etwas zu unternehmen,“

          Du hast es fast erfasst. Von „die Hälfte“ bis „alle“ ist alles möglich. Gemeint ist aber mindestens ca. die Hälfte.

          Wir können also festhalten, daß mindestens ungefähr die Hälfte der Übergewichtigen Jugendlichen eben keinen Versuch (Diät) unternehmen. Sofern denn die Zahlen stimmen …

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          • margretandfriends sagt:

            Die Folgen wären aber ganz unterschiedlich. Wenn z. B. gar kein fettleibiger Jugendlicher etwas unternehmen würde, dafür aber normal-und untergewichtige Diäten machen, hätte man zwei unterschiedliche Probleme. Einserseits die fettleibigen Jugendlichen, die nichts unternehmen, andererseits die normalgewichtigen, die Diäten machen. So wie es oben im Comic dargestellt wird, hat man nur eins, nämlich fetleibige Jugendliche, die nicht einmal einen versuch unternehmen, etwas zu änndern.

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            • Dago sagt:

              Wenn nur ein Problem adressiert wird, kann es natürlich auch nur ein Problem geben. Das erschließt sich natürlich sofort.

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  6. Weiterhin möchte ich zum Anti-Diät-Tag das hier anbieten:

    Nüsse in Honig, das Glas hat grob 6.000 kcal. Und sooooo lecker.

    Ich habe aber fast ein bisschen Mitleid mit der armen Sau, die die Nüsse am Rand einsortiert hat.

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    • Michael sagt:

      nur mal in Relation…. das ist ein normalgroßes Einmachglas?

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      • Das Glas hat 75mm Durchmesser und ist 135mm hoch, also grob 0,6 Liter, 820 Gramm Inhalt.

        Aber jetzt, wo Du fragst, hab ich mal draufgeschaut, und das Zeug ist eigentlich total kalorienarm… nur 387,97 kcal/100g (die 6000 waren geschätzt). Das sind 25% weniger als Schokolade, prinzipiell ist das also diätgeeignet… hat auch 16% Proteine – in EMN’s Buch steht, dass Proteine gut sind. Und ist das Zeug so pappsüß und klebrig, dass man ohne einen halben Liter Bier (nochmal zwei Gramm Proteine!) keine drei Teelöffel davon essen kann😉

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  7. turtle of doom sagt:

    Hier gibbets grad zwei leckere Cordons bleux, leider mit sowas wie „Gemüse“. Ich bin halt ein Sünder.

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  8. Klaus Maria Müllerscheidt sagt:

    Wegen des falschen Titels: –
    Für das Bildle: +

    @Kommentatoren: Und natürlich am Anti-Diat-Tag mal wieder richtig ordentlich zulangen, wa?

    Nebenbei: Wenn die Gesellschaft sich gegen Teile der Gesellschaft richtet, richtet sich die Gesellschaft dann gegen sich selbst?

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  9. „Diät“ heißt doch einfach nur, ein spezieller Ernährungsplan. Auch, wenn ich Krafttraining mache, mit dem Ziel, an Muskelmasse zuzunehmen, halte ich Diät – nur dass das in dem Fall dann bedeutet, grundsätzlich so viel zu fressen, wie irgendwie möglich. Heißt: Mal locker 6x20g Proteine pro Tag. Auch das ist eine Diät. Grundsätzlich sind Diäten etwas total normales und wir sollten alle viel öfter Diät machen, denn das heißt nur, uns bewusster und zielgerichteter zu ernähren. Daran gibt’s überhaupt nichts ehrenrühriges.

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    • Mona sagt:

      Hab mich aus gefragt, was ein Anti-Diät-Tag sein soll, wenn Diät einfach nur Ernährung heißt.
      Soll man sich an diesem Tag nicht ernähren und erst morgen weiter machen?

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      • turtle of doom sagt:

        Die meisten Diäten sind bloss gewissen Trends geschuldet. Der Anti-Diät-Tag will da Gegensteuer geben.

        Oh cool, glutenfrei! Muss ich mir sofort kaufen!

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  10. Dago sagt:

    Oder noch viel mehr als fast die Hälfte – es müssen ja nicht nur Übergewichtige Diäten machen.

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  11. Und dann gibt es noch so Leute die seit Jahren versuchen zuzunehmen…

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    • Frank sagt:

      …und die damit wohl am wenigsten Verständnis für ein Problem bekommen. Ist doch soooo leicht zuzunehemen: Musst halt nur essen. Sagen zumeist die, die „nur“ weniger essen müssten😉

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      • Naja, sofern ich das beurteilen kann, bringt Untergewicht ganz andere Probleme mit sich.
        Obwohl ich vielen Leuten wahrscheinlich als Hyperaktiv erscheine, bin ich wahrscheinlich schneller „ausgepowert“ als „normalgewichtige“. Ich bin schnell fit, aber genauso schnell wieder müde.

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  12. nenzija sagt:

    Es ist im Grunde so, wie EMN es zeigt, aber in manchen Fällen dennoch ein wenig komplexer. So von wegen „die fettleibigen Jugendlichen unternehmen garnix“. *durchatme* *aushol*

    Als Kind einer arbeitenden Fast-noch-Teenager-Mutter, die überdies verstorben ist, als ich noch beinahe im Kleinkindalter war, bin ich – wahrscheinlich, zu den ersten Lebenjahren kann ich nix sagen – zunächst und überwiegend von zwei Kriegsgeneration-Großmüttern „aufgepäppelt“ worden.

    Bis zu meinem fünften Lebensjahr dürfte meine Mutter (die sehr schlank war, Yoga machte und mich am liebsten in den Ballettkurs gesteckt hätte) der einen überfütternden Omas noch auf die Finger geklopft haben, anschließend war vermutlich „Mäste das arme Schuschu“ angesagt, denn auf einem Foto, das an meinem fünften Geburtstag geschossen wurde, wirke ich deutlich schwerer und ziemlich lethargisch.

    Die Lage verkomplizierte sich, als mein Vater, der erst mal mit dem Tod seiner Frau klarkommen mußte, mich nach einiger Zeit zu sich und seiner neuen Freundin (siebzehn, gertenschlank und mit einem Kind wie mir völlig überfordert) holte. Wir wohnten dann bei seinen Eltern im Souterrain, ich kam in einen neuen Kindergarten und die Omas wechselten sich mit dem Mästen des armen Schuschus ab: „Da hast Du Schokolade, aber sag Deinen Eltern nix davon.“ vs.“Wie schön, daß Du da bist, hier hast Du Schokolade!“

    Bald darauf, höchstens ein Jahr darauf, kamen meine Eltern, die Stiefgroßeltern sowie eine Tante auf den genialen Trichter, daß ich für ein Kind meines Alters eigentlich einige Kilo zuviel auf den Rippen habe. Und daß das ungesund ist. Und später zu Problemen führen könnte. Und außerdem schauts scheiße aus. Und überhaupt.

    „Ah, sie haben sich gleich drum richtig gekümmert, das Richtige gekocht und den beiden Überversorger-Omis kräftig auf die Finger geklopft, damit auch dort das Richtige auf den Tisch gestellt wird und das Problem erst gar nicht ausufert. Außerdem wurde das Gör in einen Sportkurs gegeben, damit es sich ausagiert und Spaß am Sport findet. Und wenn sie nicht gestorben ist …“

    Richtig? Nein, nicht so ganz. Eigentlich überhaupt nicht. Nicht mal so’n bißchen. Also, so gar nicht. So ganz und gar nicht: Ich riß im Alter von dreizehn Jahren bei ungefähr 1,65m zum ersten Mal die 90-Kilo-Marke.

    Ups. Haben sie sich DOCH NICHT drum gekümmert? Ja. Schon. Irgendwie. Arbeitsteilig. Unabgesprochen.

    Meine Eltern konzentrierten sich darauf, mir bei jeder gemeinsamen Mahlzeit das vor mir hingestellte Essen madig zu machen. Es gab beispielsweise öfter mal Reis mit ordentlich Butter, Currypulver und Salz, dazu fettige Hühnerschlegel, in Essig und viel Öl zehn Minuten vor dem Anrichten ertränkten Kopfsalat und Sprüche wie: „Friß nicht soviel“, „Jeder Nachschlag setzt sich direkt auf Deinem Hintern fest“, „Deine Schulfreundinnen sind alle Striche in der Landschaft, nur Du …“

    Bei meinen Eltern als auch meinen Stiefgroßeltern (Stiefoma diätete gern mit Matzen, Äpfeln und Knäckebrot, Stiefopa brachte Sprüche wie „Ach, wenn Du doch Sport machen würdest.“) wurden Süßigkeiten als besondere Belohnung für ein besonders liebes Kind gewertet, die man sich zu besonderen Gelegenheiten besonders verdienen mußte. Dies wurde bei jeder Gelegenheit betont und wiederholt. Nach einigen Ausrutschern mit herumstehenden Süßigkeiten wurden diese versteckt. Dilettantisch versteckt, wie ich betone, bis sie irgendwann auf den Trichter kamen, das Zeug sicher wegzuschließen, weil es sonst ratzfatz weg war. Alles. Ratzfatz. (Weil ich nicht wußte, ob der Nachschub sichergestellt war. Und weil es unendlich viel geiler schmeckte als der verkackte Kopfsalat, die furztrockenen Matzen oder die scheiß Golden Delicious. Und weil ich kein Sättigungsgefühl hatte. Und aus Rache, weil mir diese Arschlöcher an-dau-ernd auf den Zeiger gingen und mir rein garnichts gönnten. Und weil es schnell gehen mußte. Konnte ja jederzeit wieder wer auftauchen…)

    Sie schlossen also die Süßigkeiten weg. Das machte aber nichts. Wozu gab es Oma, die im Erdgeschoß nur darauf lauerte, das arme Schuschu zu füttern, weil sie wußte, daß es die Eltern tierisch aufregen würde? Wozu gab es die andere Oma, deren Herzensanliegen es war, dem armen, verwaisten Lieblingsschuschu an den Wochenenden das Leben mit allem, was das Herz begehrte, zu verschönern? Und all die Leute, die es für eine gute, eine hervorragende, eine herrliche, eine geradezu geniale Idee hielten, dem armen Schuschu Schokolade, Bonbons und andere Dinge, nach denen es lechzte, mitzubringen.

    „Aber teil sie dir gut ein…“ – „Ja, klar!“ … *schlupp*

    Es gab noch den Onkel, bei dem ich immer aufessen mußte. Schlupp. Und zwar all das leckere Zeug, was ich mir zuvor auf den Teller geschaufelt hatte. Schlupp. Sonst hätte ich nicht vom Tisch aufstehen dürfen. Schlupp. Oder es hätte keinen Nachtisch gegeben. Schlupp.

    Es gab da noch seine Schwester, die sich selbst von Magerquark mit Maggi und Haferflocken mit geriebenen Äpfeln ernährte. Und vor sich hin bulimierte. Man roch es immer auf dem Klo. Sie kochte aber verdammt gut. Schlupp. Ihre Schnitzel waren großartig. Schlupp. Sie kaufte mir immer Pudding. Schlupp. Und Bonbons. Schlupp. Und Schokolade. Schlupp. Und ich durfte vor dem Fernseher essen. Schluppschlupp.

    Manchmal waren wir irgendwo zu Besuch. Und dann stand da eine ganze Schüssel mit Süßigkeiten herum. Und man ließ mich damit vor dem Fernseher allein. Schlupp. Oder Oma besuchte eine ihrer Schwestern. Sie aßen den ganzen Tag, das Kaffeetrinken wechselte unmerklich zur Brotzeit und es mußte VIEL auf dem Tisch stehen, sonst wären die Gäste ja HUNGRIG wieder gegangen! DAS GING MAL GAR NICHT! Schluppschluppschluppschlupp. Schlupp. Schlupp. SCHLUPP!!!! Manchmal mußte ich mich hinterher erbrechen. Egal. Schlupp.

    Die Schwester meines Vaters kam hin und wieder zu Besuch. Ich mochte sie nicht besonders. Sie sagte zur Begrüßung immer Sachen zu mir wie: „Du schaust aber fett aus.“ Einmal schleppte sie mich – meine Eltern waren nicht da – zum Einkaufen und besorgte mir ganz besonders weite Klamotten, weil man nicht sehen sollte, wie „fett“ ich war.

    Man könnte denken, daß ich andere dicke Kinder als natürliche Verbündete betrachtet hätte. Das andere dicke Elend, das bis hoch zur sechsten Klasse gehänselt und gemieden wurde, ehe sich unsere Wege trennten, wurde selbstverständlich auch von mir gehänselt und gemieden. Sie war dicker als ich, roch manchmal streng und wenn ich sie nicht gehänselt hätte, wäre ihnen womöglich eingefallen, daß ich auch dick war. Und anders. Es half aber nichts: sie hänselten mich eh seit dem Kindergarten, also … … … also war es gut, jemanden zu haben, der in der Hackordnung noch weiter unten stand als ich.

    Ich haßte Sport. Sport, insbesondere Laufen, war etwas, bei dem die anderen unerreichbar gut waren. Ich rang nur nach Atem, wurde puterrot, schwitzte wie ein Schwein, gab auf und kassierte meine Vieren. Ich ging fast nie raus, um zu toben, lieber verkroch ich mich irgendwo und las oder sah fern. Und aß. Die Puddings meiner Tante. Und Bonbons. Und Schokolade. Und alle Mahlzeiten, die mir serviert wurden. Schlupp. Schlupp. Schlupp. Schlupp.

    Irgendwann war ich dreizehn, wog 90 Kilo und verschlang jede Ausgabe der Frauenzeitschrift, die meine damals immer noch gertenschlanke Stiefmutter versehentlich abonniert hatte. Die Fettabsaugung gegen Cellulite priesen. Und in denen gertenschlanke Frauen Kolumnen schrieben, in denen sie darüber referierten, wie unglaublich viel Nutella sie schon als Jugendliche in sich reinstopfen konnten ohne dick zu werden. Und ich las die Diätanleitungen, die allesamt nach Verzicht und Einschränkung klangen. Und nach 10 Pfund in vier Tagen! Und ich probierte die schicken Klamotten an, die auf dem Dachboden hingen, meiner Mutter gehört hatten und mir allesamt viel zu eng waren.

    „Und dann hat sie irgendwann von selber die Kurve gekriegt, unheimlich viel abgenommen, konnte irgendwann all die schicken Sachen ihrer Mutter tragen und wenn sie nicht gestorben ist …“

    Nein.

    Als ich mit siebzehn gerne im Studio trainiert hätte, um Muskeln aufzubauen (ich war in der Ausbildung und verdiente mein eigenes Geld), verweigerten mir meine Eltern die Unterschrift mit der Begründung, daß es viel zu teuer sei. Und überhaupt, so tönten sie alle, Mädchen sollten sich keine dicken Muskeln antrainieren. Meine Tante („Du schaust aber fett aus“) wurde aktiviert, um mir klarzumachen, daß so ein Training nichts für mich sei. Wenn ich trainieren würde, hätte ich binnen kürzester Zeit ein Kreuz wie Schwarzenegger. So wie sie mal. Häßlich. Nein, damit würde ich nie einen Kerl kriegen. Als Fette aber auch nicht. Auch häßlich. Oder so.

    Irgendwann kamen sie auf den Trichter, daß ich das genetische Abbild meiner Großmutter mütterlicherseits sei und deshalb nie eine Chance gehabt hätte, wirklich schlank zu sein. Seitdem reden sie mir das ein. Alle, die sich vorher darüber ereifert haben, wie fett ich doch sei. Meine Stiefmutter, die mittlerweile nicht mehr gertenschlank ist, ebenso, wie meine Tante, die mir die Schlabberklamotten gekauft hat.

    Was ich damit sagen will? Klar hängt es längst von mir ab, wieviel ich esse, wieviel Aktivität ich entfalte, um irgendwann doch noch mein ganz persönliches Happy End zu erleben, mein Übergewicht und meine Rückenbeschwerden loszuwerden, möglicherweise sogar das PCOS, die Harninkontinenz und die Hustenanfälle, wenn ich mal wieder zu viel Essen zu schnell hinuntergeschlungen habe, gar nicht zu reden von dem Bedürfnis, meinen Körper in schlabbrigen Klamotten verstecken zu müssen, weil ich mich dafür schämen sollte, so dick zu sein, aber angeblich nichts dagegen tun kann, weil mir das schließlich in die Wiege gelegt wurde und ich angeblich gar keine Chance habe, ohne wesentliche Einschränkungen schlank zu werden und dauerhaft zu bleiben.

    Ja, es liegt an einem selbst, sich zusammenzureißen und die beschriebenen Altlasten zu überwinden.

    Kinder und Jugendliche haben diese Möglichkeiten allerdings nur, wenn das Umfeld nicht komplett bescheuert ist.

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  13. dasuxullebt sagt:

    Diät machen nützt nichts. Entweder man verzichtet für den Rest seines Lebens darauf, gut zu essen, oder man lebt damit, dass man fett ist. Oder man trainiert sich Bulimie an, dann kann man beides, aber das ist dann wieder auf andere Weisen schädlich.

    Es gab mal irgendsone Therapie, den Leuten per Magenfistel den Mageninhalt durch warmes Wasser zu ersetzen. Wäre hübsch sowas zu haben. Geht aber halt nicht.

    Also bleibt die Entscheidung: Kurzes Leben mit gutem Essen, oder langes Leben mit schlechtem Essen.

    Wieso ist der Webcomic hier eigentlich nicht barrierefrei?

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    • IULIUS sagt:

      „Entweder man verzichtet für den Rest seines Lebens darauf, gut zu essen,“

      Frage:
      Was verstehst Du unter gut zu essen?

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    • So ein Unsinn. Ich bin nicht übergewichtig und verzichte bestimmt nicht auf gutes essen!😉

      Übrigens, alles was Du ab heute machst, machst Du max. für den Rest Deines Lebens. Kann man eben nicht ändern …

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    • Mika sagt:

      Dümmer geht es echt nicht.

      Essen besteht aus genau zwei Komponenten: Qualität und Quantität.

      Wenn ich die Qualität im oberen Drittel festschreibe, dann bleibt mir als Stellschraube die Quantität. Ich kaufe also nicht 400 Gramm billiges, fettes Schweinehack sondern 150 Gramm hochwertiges Rind und bereite mir daraus einen Burger zu, der Seinesgleichen sucht. Nur so als Beispiel.
      Zucker fliegt raus, Weizen auch, Dinkel kommt rein, oder Buchweizen. Frische Salate, Gemüse, hochwertige Öle etc. Aber immer auf die Menge achten und dem Bedarf des Körpers anpassen. Das macht Arbeit, aber die spart man an anderer Stelle wieder ein. Dicke sind langsam und verschwenden ungeheuer viel Zeit bei täglichen Pflichtaufgaben. Schlanke sind schneller mit der Körperpflege und Hausarbeit, diese gesparte Zeit kann man ins Essen investieren und schon klappt es mit der Traumfigur.

      Man muss es aber wirklich wollen und darf keine Ausreden erfinden…..EMNs Buch kann dabei helfen, wenn man es liest und umsetzt.

      Mika, Gutesser und schlank

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    • mufflgriffl sagt:

      Ja nee, ist klar: Diät wird automatisch und unanzweifelbar durch den Verzicht auf gutes (im Sinne von lecker) Essen definiert, und all die bemitleidenswerten, gehetzten Wesen, die sich an den Rand des Wahnsinns hungern, nur um im Spiegel dann einen kurzen Moment der narzisstischen Befriedigung erleben zu können, sind allesamt ignorante Spaßbremsen und Kostverächter, die von ihrem längeren Leben nichts haben, weil sie es nicht genießen können, getreu dem Motto: „Wenn du regelmäßig joggst, gewinnst du mehr Lebenszeit. Aber die verbringst du dann halt mit joggen.“

      Diese destruktive, demotivierende Denke ist menschlich gesehen nachvollziehbar, jedoch mit Leichtigkeit als faule Ausrede von nicht weniger faulen Menschen enttarnt. Faulheit ist auch das, was die Ernährung für eben diese Menschen oftmals so zum Problem macht: anstatt sich Gedanken über eine ausgewogene, gesunde Ernährung zu machen, die zudem auch noch schmackhaft ist, sucht man lieber den nächsten Hackfleischpellethochstapelbetrieb auf – ist ja auch viel bequemer, als Gemüse selbst würfeln und/oder Fleisch selbst anbraten zu müssen. Mit gutem (im Sinne von lecker) Essen hat das zwar nicht die Bohne zu tun, aber so bleibt mehr Zeit für den nächsten Netflix-Marathon.

      Im Gegensatz dazu treten Menschen, die irgendwann beginnen, ihre althergebrachten Ernährungsgewohnheiten infrage zu stellen, eine kulinarische Reise ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten an und dürfen erfahren, wie vielfältig gesunde Ernährung sein kann und welche Frohlockungen ihre Geschmacksnerven ihnen jenseits von „oar, Zucker“, „boah, Salz“ oder „mjam, Glutamat“ bereiten können – ganz davon abgesehen, dass sie wieder erlernen, wie sich die Zustände „Hungrig“ und „Satt“ überhaupt anfühlen.

      In den letzten 15 Jahren jedenfalls durfte ich als Initiator, Coach und Augenzeuge an unzähligen Body Transformations teilhaben (inklusive meiner eigenen), und bei jeder einzelnen hatte dieser Prozess neben einer Steigerung der Leistungsfähigket, der Lebensfreude und des Selbstbewusstseins auch immer eine innigere Beziehung zum Thema Essen zur Folge, weil anstatt des verzweifelten Unterfangens, sinnlos die innere Leere mit (oftmals lieblos zubereiteten) Essen zu füllen, man damit begann, die Bedürfnisse (nicht die Gier) seines Körpers wieder wahrzunehmen.

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    • Frank sagt:

      Ich glaube, das uxul hat nur ein Spässle gemacht, oder? So blöd ist keiner.

      @Mika Off Topic: Was verstehst du unter guten bzw. hochwertigen Ölen? Nenn mir doch bitte mal ein gutes Olivenöl und den Preis. Im Moment benutze ich das von Jamie Oliver. Zählt das schon zu den Guten? Ich würde auch mehr bezahlen, wenn ich wüsste, dass es sich vom Geschmacksunterschied her lohnt.

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      • Mika sagt:

        Kauf das Olivenöl von Lidl. Ohne Scheiß, du bekommst nix besseres….

        Ich bekomme meins von nem Kumpel aus Italien und das ist keinen Deut besser als das von Lidl…..ich muss halt auf mein Image achten, daher zahle ich 10 Euro pro Liter. Lidl liegt so bei 7 Euro und ist klasse.

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        • margretandfriends sagt:

          Das Lidl-Dingens ist meiner Ansicht nach ein Verschnitt verschiedenster Olivenöle, fröhlich zusammengemixt, um mühsam die „extra vergine“-Werte zu erreichen und ich denke auch, dass es zusätzlich aromatisiert ist. Schmeckt für mich so. Ich würde dem immer die Öle kleiner Olivenbauern vorziehen. Kaufe sie gerne im Urlaub, kosten aber oft auch 15 bis 20 € / Liter.

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          • Mika sagt:

            Hallo Hasilein,

            das teure Öl von Lidl ist ne Mischung aus guten Ölen und es ist okay. der Geschmack ist etwas zu stark, weil sie Tresteröl beimengen. Ist aber nicht schlimm, ich benutze es für mich selbst.

            Mein Kumpel besorgt mir gute Ware aus Italien und dem vertraue ich, sensorisch ist seine Lieferung sehr gut.

            Ich war öfter mal in Italien und weil ich alle Tricks kenne, schaue ich in die Mülltonnen der Bauern. Bingo: leere Flaschen aus dem Supermarkt. Die füllen um und verkaufen das Zeug teuer an Touris. Machen deutsche Nobelmarken übrigens auch. Als Nichtprofi hast du da keine Chance. Ich kann wenigstens mal ne Probe zur Analyse abgeben und da kommt Lidl einfach gut weg….keine Schadstoffe. Und nein, Lidl bezahlt mich nicht dafür.

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    • maSu sagt:

      Oh da drückt sich aber jemand leicht missverständlich aus. Diät bedeutet zwar schon für den Rest seines Lebens auf etwas zu verzichten, aber nicht auf „gutes Essen“. Es ist klar, dass jemand, der so richtig am schlemmen ist (und deswegen zu dick ist) langfristig verzichten muss. Diese ganzen Diäten, bei denen die Leute nichts mehr essen, abnehmen und dann wieder so essen wie vorher, die bringen nichts.

      D.h. man muss schon verzichten… und zwar auf alles, was zu viel (!!!) ist. Was daran nun negativ sein soll, das erschließt sich mir nicht. Ich kann mir trotzdem tolle Steaks braten und genießen, ich esse nur weniger bzw. ertränke das Fleisch nicht mehr in fettigen Saucen.

      Zur Barrierefreiheit der Comics: Was macht das für einen Sinn? Das ist für Sehbehinderte Menschen gedacht. Selbst wenn der Text so hinterlegt wäre, dass er für Programme „vorlesbar“ wäre, dann wären die Bilder dies weiterhin nicht und ein Teil der Nachricht geht damit verloren. So würde keinem Sehbehinderten geholfen, wenn die Nachricht nur zum Teil barrierefrei wäre.

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      • dasuxullebt sagt:

        Vielleicht gefällt es einem ja, zu viel zu essen. Mir ist zum Beispiel der Geschmack von Essen in ziemlich weiten Grenzen egal, solange ich danach Völlegefühl habe. Weil es ein tiefes Gefühl der Befriedigung verursacht, und durchaus natürlich ist, wenn man sich mal Tiere anschaut: Die essen auch so viel wie grad da ist bzw. wie sie können. Man kann sich einreden, dass das ja irgendwie schlecht sei und man viel mehr Zeit mit dem Zubereiten von Schnitzeln (ich bin übrigens Vegetarier) verbringen sollte, aber das ist eben nicht universell. Ich esse zum Beispiel lieber garnichts als wenig.

        Das Argument ist übrigens nicht dasselbe wie beim Joggen. Wenn man nur eine Stunde am Tag Joggt erlangt man erheblich mehr Lebenszeit als man investiert, statistisch, soweit ich weiß. Joggen ist halt zeitlich begrenzt. Hunger nicht.

        Und zur Barrierefreiheit, man nehme sich ein Beispiel an meinen Comics (mir wurde von Betroffenen bestätigt dass sie was Barrierefreiheit angeht gut sind). Und an Größen wie XKCD, die da auch sehr gut sind. Deren Bilder haben viel mehr Informationsgehalt, dennoch haben sie jeweils Alt-Text, der alles beschreibt.

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        • IULIUS sagt:

          @dasuxullebt,
          das was Du beschreibt hat nichts mit gut Essen zu tun, sondern mit reiner Völlerei.
          Völlerei ist eine Sucht. Daher ist es logisch, daß es Dir gefällt. Es ist aber alles andere, als natürlich und schon gar nicht gesund.

          Es ist ein Irrtum, daß Tiere über die „Sättigungsgrenze“ hinaus fressen. Wenn sie satt sind hören sie auf und die meisten Tier überlassen den Rest anderen oder packen es in ihre „Vorratskammer“.

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          • dasuxullebt sagt:

            Ja, es ist völlerei. Völlerei ist nur dann eine Sucht wenn man sie ständig und unkontrolliert betreibt. Ich kann auch tagelang nichts essen. Leider wird man auf die Weise nicht schlank („fasten macht dick“). Dieses „ess eine Stunde an einem kleinen Stück Schokolade rum um zu merken wie toll es ist“ zieht bei mir nicht. Ich weiß wovon ich spreche, ich hab sowas ausprobiert. Mag ja bei Manchen funktionieren. Bei mir nicht. Das Einzige was bei mir hilft ist es, viel zeug zu essen das satt mahct und keine Kalorien enthält. Leider gibts da wenig. Bambussprossen kommen recht nah ran. Und Gurken. Ich hätte ja gerne lebensmitteleche Sägespäne, aber dazu muss ich wohl ers Joghurthersteller werden.
            Ansonsten halt Sport.

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            • IULIUS sagt:

              Völlerei ist per Definition eine Sucht.😉
              Und da Du es dauernd machst und es Dir beim Essen nur noch darum geht ist auch ein Indiz für eine Sucht.
              Mag sein, daß Du registriert hast, daß wenig Essen nichts bringt und Du es deshalb unterläßt um später Deiner Sucht richtig nachgehen zu können. Das zeigt eher, daß Du Dich trotz Sucht möglicherweise noch einigermaßen in der Gewalt hast.
              Und mit den Sägespänen, das läßt darauf schließen, daß sich Dein Denken sehr stark um Deine Sucht dreht.

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