Ent_schuldigung.

Veröffentlicht: Mai 22, 2015 in Uncategorized

streit

Kommentare
  1. Mona sagt:

    Gib den Leuten doch keine Tipps, wie sie ihre Mitmenschen zur Weißglut bringen können.🙂

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  2. Frank sagt:

    Weißt mit „ss“? Brauchst dich aber nicht dafür zu entschuldigen. Kannst ja nichts dafür, dass ich so ein Grammanazi bin🙂

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    • turtle of doom sagt:

      Die Schweizer schreiben so…😛 auch wenn das ß logisch ist, weil es über die Betonung des Wortes Auskunft gibt.

      Hat mit der Tastatur zu tun, die in allen drei Sprachregionen gleichermassen gestaltet sein muss.

      Darum trinken wir Alkohol immer in Massen.🙂

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    • gnaddrig sagt:

      Wenn ich – kurz in die Rolle des passionierten Rechtschreibnazis geschlüpft – darauf hinweisen darf: Es heißt Grammarnazi, oder ganz eigentlich Grammar Nazi

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      • Wenn, dann doch bitte gleich Grammatiknazi. Grammanazi als Abkürzung würde ich aber noch durch gehen lassen.

        „Grammar Nazi“ ist aber im Deutschen gleich doppelt falsch, weil es erstens das Wort „Grammar“ in unserer Sprache überhaupt nicht gibt und zweitens zusammengesetzte Substantive entweder in einem Wort oder mit Bindestrich geschrieben werden, aber nie mit Leerzeichen in der Mitte.
        Im Englischen wärst du schon deutlich näher dran, aber leider immer noch falsch wegen der Gróßschreibung.
        (Dass es vielleicht in irgendeiner anderen Sprache, die mir nicht so geläufig ist, richtig wäre, kann ich natürlich nicht ausschließen.)

        tl;dr: Wenn man schon klugscheißen muss, dann aber doch bitte richtig! ^^

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        • gnaddrig sagt:

          Also, Substantive schreibt man im Deutschen groß. Auch, wenn es sich um aus dem Englischen oder sonstwoher übernommene solche handelt. Selfie beispielsweise wird auf Deutsch großgeschrieben, oder der American Way of Life, obwohl das alles gute, unveränderte englische Substantive sind, die eigentlich kleingeschrieben gehören oder im Falle der amerikanischen Lebensweise groß und mit Bindestrichen verbunden. Welches denn nun, beides geht ja nicht?

          Und Grammanazi als Abkürzung von Grammatiknazi zu verkaufen ist durchsichtiger Unsinn. Erstens ist der Ausdruck Grammatiknazi nicht gängig und wird daher noch lange nicht abgekürzt. Und er klingt zweitens ganz arg nach sprachnörglerischer Zwangseindeutscherei à la VDS („Klapprechner“). Will man sich wirklich in solche Gesellschaft begeben?

          Und wenn, dann würde ich Sprachblockwart vorschlagen, Blockwart ist nämlich auf Deutsch viel passender als Nazi.

          tl;dr: Ich habe so oder so recht😉

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          • Natürlich werden aus dem englischen eingedeutsche Substantive groß geschrieben, aber „Grammar“ existiert im Deutschen auch nicht als Lehnwort.
            Und daran, dass zusammengesetze Substantive nicht mit einem Leerzeichen in der Mitte geschrieben werden, ändert deren Herkunft sowieso nichts. Bindestriche sind (wie gesagt) ok, aber dann bleibt trotzdem das Kernproblem, dass das deiner Meinung nach richtige Wort überhaupt nicht existiert!

            Aufs Englische bezogen, habe ich nur gesagt, dass „Grammar Nazi“ dort zumindest weniger falsch ist als im Deutschen, auch wenn die Großschreibung es trotzdem falsch macht.

            „Grammanazi“ als Abkürzung ist natürlich auch nicht ganz korrekt, aber immerhin noch im umgangssprachlichen Kontext halbwegs vertretbar, zumal das Wort Grammatiknazi zumindest in den Kommentarsektionen von EMN ein gängiger Begriff ist. Ansonsten ist wohl „Rechtschreibnazi“ gebräuchlicher und nebenbei erwähnt auch passender, weil Grammatik sich eigentlich mit der Struktur von Sprache beschäftigt und nicht mit ihrer Orthographie (das richtige Fremdwort für Rechtschreibung).

            Inwiefern „Blockwart“ im Deutschen passender sein soll als Nazi, musst du mir auch nochmal genauer erklären.
            Nazi (gesprochen natsi) leitet sich ja schließlich von Nationalsozialsmus (gesprochen NATSIionalsotsialismus) ab, ist also auch deutschen Ursprungs. Es ist zwar natürlich im Ursprung genauso eine ugs. Abkürzung wie „Gramma“ für Grammatik, aber auch schon seit langer Zeit lexikalisiert.
            Blockwart hingegen wird sehr viel seltener gebraucht als Nazi und bedeutet laut Duden mit „Vertrauensmann eines Blocks“, während selbiger Nazi als synonym für unter Anderem „Faschist“ auflistet und Faschist erscheint mir doch in diesem Kontext auf jeden Fall sehr viel passender als „Vertrauensmann eines Blocks“!

            tl;dr: Du hast so oder so keine Ahnung, wovon du redest…😉

            PS: Dass es in der „Rolle des passionierten Rechtschreibnazis“ extrem wenig Sinn macht, den Begriff „sprachnörglerisch“ als etwas negatives zu verwenden, ist dir auch noch nicht in den Sinn gekommen, oder? ^^

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            • gnaddrig sagt:

              Gut, „Grammar“ existiert im Deutschen nicht als Lehnwort. Aber „American“ „Way“ und „Life“ auch nicht, trotzdem wird American Way of Life auf Deutsch groß und auseinander geschrieben. Analog wäre „Grammar Nazi“ die korrekte Schreibweise. Ich persönlich hätte das aber sowieso klein und kursiv geschrieben, um es als Fremdwort zu kennzeichnen, ähnlich wie man zu Zeiten der Fraktur lateinische Wörter in Antiqua gesetzt hat. Das ist aber meine persönliche Marotte.

              Blockwart ist deshalb der bessere Ausdruck, weil Blockwart genau das ausdrückt, was Nazi auf Englisch in Grammar Nazi zum Ausdruck bringt: Kleinliche und in der Regel böswillige Schnüffelei, aggressives Zurechtweisen und Auf-Linie-Bringen von Übeltätern (wobei die Schwelle von „übel“ meist extrem niedrig angesetzt wird), oft verbunden mit Denunziantentum. Genau das tun Grammar Nazis oder Rechtschreibnazis – schnüffeln, zicken, klugscheißen, mobben (im umgangssprachlichen, nicht fachlichen Sinn). Nazi ist dagegen einfach jemand mit einer nationalsozialistischen Gesinnung (oder, bezogen auf das Dritte Reich, ein Mitglied der NSDAP). Und das wollen wir den Sprachblockwarten ja eigentlich nicht pauschal unterstellen, oder?

              Dass es für einen echten passionierten Rechtschreibnazi keinen Sinn macht, den Ausdruck „sprachnörglerisch“ negativ zu verwenden, ist klar. Aber ich bin ja auch kein passionierter Rechtschreibnazi, den Mantel hatte ich mir nur kurz umgehängt, um Frank seinen Grammanazi ankreiden zu können. Und diese ganze Status-Quo-Bewahrerenwollerei mit dem ständigen Gegreine, dass die heilige Sprache von der Vogelweides, Luthers und Goethes im Sterben liege, ist ziemlich verpeilt. Muss ich also negativ beurteilen.

              tl;dr: Es ging von vornherein nur darum, dass ich recht habe. Habe ich nämlich. Außerdem habe ich sowas von Ahnung, das kannst Du Dir gar nicht vorstellen.😛

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              • Frank sagt:

                Ist euch sehr langweilig?😀

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              • „Gut, “Grammar” existiert im Deutschen nicht als Lehnwort. Aber “American” “Way” und “Life” auch nicht“
                –>
                http://www.duden.de/rechtschreibung/American_Way_of_Life
                Beweisführung abgeschlossen.

                Was den Blockwart betrifft…
                Um mal für einen Moment nicht auf den Details rumzureiten: Unabhängig davon was der Duden sagt, hast du natürlich Recht damit, dass Blockwart auch mit der von dir genannten Bedeutung benutzt wird, aber das trifft auf Nazi genauso zu.
                Wenn jemand nur Nazi sagt, ist meistens ein Rechtsextremist gemeint (oft auch in einer dem Nationalsozialismus entgegen stehenden Ausprägung). Ein rechtsextremer Orthographiependant würde entsprechend als „sprachnörglerischer Nazi“ bezeichnet.
                Wenn dagegen ein Konstrukt aus Nazi und einem speziellen Themengebiet gebildet wird, das nicht politischer Natur ist, soll der Anhang „-nazi“ dabei den blinden, nicht hinterfragenden Gehorsam gegenüber Regeln betonen, gemischt mit einem extremen Drang danach, diese Regeln unbedingt durchzusetzen.

                Kurz gesagt: Als Quasi-Suffix hat „-nazi“ eine sehr ähnliche Bedeutung wie „-blockwart“.

                Allerdings ist „[Thema]nazi“ (wahrscheinlich dank weltweiter Vernetzung beeinflusst vom Englischen) heutzutage viel gängiger als „[Thema]blockwart“. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht einmal, wann ich das letzte Mal gehört habe, dass dieser Begriff von jemandem verwendet wurde, bevor du ihn hier ins Spiel gebracht hast. (Aber immerhin habe ich ihn noch verstanden.)

                tl;dr: Du hast nicht Recht. Deine Argumentation ist ziemlich lückenhaft und wie viel Ahnung du hast, verbirgst du entweder sehr geschickt oder du überschätzt dein Wissen in der Hinsicht extrem!

                (Außerdem ist das Argument „ich habe Recht, weil ich [wen oder was auch immer] weiß/bin/kenne“ für sich genommen schon ein sehr schlechtes und wenn man [wen oder was auch immer] dann auch noch durch eine schwammige Andeutung ersetzt, ist man schon auf einem extrem niedrigen Diskussionsniveau angekommen, eigentlich nur noch zu übertreffen mit „Hör auf mir zu widersprechen oder ich hau dir aufs Maul!“ …)

                Was deine Rolle als passionierter Rechtschreibnazi betrifft:
                Auch wenn du diese Rolle nur für diese Diskussion übernimmst, solltest du ihr währenddessen doch bitte auch treu bleiben!
                Einfach mal die Position zu wechseln und zu sagen „Eigentlich bin ich ja sowieso anderer Meinung…“ ist einer angeregten Diskussion nicht gerade zuträglich.

                Was ich damit sagen will:
                Wenn du diese Diskussion ernsthaft gewinnen willst, streng dich mal ein bisschen an! (Oder, wenn du schon die Lust verloren hast, weil du dich nicht sofort durchsetzen konntest, gib auf…)

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                • gnaddrig sagt:

                  Also, ja, nein, äh, jein.

                  Kurz zu den Details:
                  Im Duden steht American Way of Life als Ausdruck, aber weder American noch Way noch Life stehen als eigene Stichwörter im Duden.

                  Was den Blockwart angeht, hat Nazi natürlich einigermaßen aufgeholt in Sachen Verwendungshäufigkeit. Nazi krankt aber immer noch daran, dass er auf eine bestimmte politische Weltsicht abstellt, während es den Typ Blockwart immer und überall gegeben hat, auch im Kommunismus, in der Kaiserzeit, sogar heutzutage gibt es diese Leute (ich sage nur „Knöllchen-Horst“ aus Osterode/Harz). Während ich zugeben muss, dass -nazi in dem Zusammenhang auch verständlich ist, gefällt mir -blockwart immer noch besser.

                  Und zum großen Ganzen:
                  Ich baue meine Argumentation ganz nach meinem Belieben auf. Wann ich in welche Rollen wechsele, mit wieviel Verve ich die spiele (oft reicht ja nur ein pro forma hochgehaltenes Requisit um den Kontext zu markieren, da muss man dann gar nicht so tief einsteigen), wie weit ich eine Diskussion führe, das lasse ich mir von niemandem sagen. Wenn ich das Interesse verliere, ist das selbstverständlich kein (argumentationstechnisches) Sich-Geschlagen-Geben. Die Karawane zieht einfach weiter.

                  „Ich habe recht weil ich es besser weiß“ ist als Argument natürlich nicht wirklich stichhaltig, das war Schlamperei meinerseits. Und ich will mit meiner Ahnung nicht so angeben, darum verberge ich sie ganz bescheiden (frei nach Reinhard Meys Ballade vom Pfeifer: Warum ich pfiff, das weiß ich nicht, weiß nichtmal wie ich heiß/ im Westen ist es niemals gut, wenn einer zu viel weiß).

                  tl;dr: Natürlich habe ich Recht, hat jeder. Und recht habe ich in diesem Fall auch. Und gewonnene Diskussionen sind langweilig. Das ist wie Treffer, versenkt und Ruhe ist. Und dann? Gähnende Stille, das ist doch nichts. Anwälte vererben gut gehende Fälle oder geben sie ihren Schwiegersöhnen als Hochzeitsgeschenke weiter, wer will denn gewinnen…

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                  • (Anmerkung: Ich verzichte im Folgenden auf die Anführungszeichen um die Beispiele, sonst müsste ich doppelte Anführungszeichen setzen, was ein bisschen unübersichtlich werden könnte.)

                    „Im Duden steht American Way of Life als Ausdruck, aber weder American noch Way noch Life stehen als eigene Stichwörter im Duden.“
                    Deshalb ist ja auch nur American Way of Life als feststehender Ausdruck korrektes Deutsch. American Frühstück hingegen wäre schon wieder falsch, während „American“-Frühstück dann schon wieder klar geht, weil das nicht lexikalisierte Fremdwort in Anführungszeichen steht und die Verbindung mit einem Bindestrich (und nicht mit einem Leerzeichen) erfolgt.
                    Grammar Nazi steht aber im Duden nunmal nicht mal als feststehender Begriff.
                    Wenn du zumindest Anführungszeichen verwendest, also von „grammar nazi“ (dann aber auch wieder klein geschrieben!) oder „grammar-Nazi („Grammar“-Nazi würde ich auch noch durchgehen lassen) schreibst, ist das natürlich auch korrekt, aber erstens hast du das nicht getan und zweitens ist es auch garantiert nicht DIE richtige Schreibweise, sondern nur eine ungebräuchliche und trotzdem akzeptable Variante.

                    „Ich baue meine Argumentation ganz nach meinem Belieben auf. […] wie weit ich eine Diskussion führe, das lasse ich mir von niemandem sagen.“
                    Es steht dir frei, eine Diskussion zu führen, wie auch immer es dir beliebt. Mir wiederrum steht es aber auch frei, deine Entscheidung in dieser Hinsicht zu kritisieren.😉

                    „Wenn ich das Interesse verliere, ist das selbstverständlich kein […] Sich-Geschlagen-Geben.“
                    Wie wäre es stattdessen mit „eine Niederlage aus Desinteresse akzeptieren“?

                    „ich will mit meiner Ahnung nicht so angeben, darum verberge ich sie ganz bescheiden“
                    Das gelingt dir sehr gut! Wenn ich deine Argumente so lese, kaufe ich dir sofort ab, dass du eigentlich gar keine Ahnung hast und nur so tust…

                    tl;dr: Du hast auf jeden Fall ein Recht auf deine Meinung.
                    Die deiner Meinung nach existierenden grammatischen Regeln entsprechen lediglich nicht den allgemein anerkannten Regeln der deutschen Sprache…😉

                    Und ja, gewonnene Diskussionen haben so ihre Nachteile. Im ersten Moment kann man sich zwar kurz über den Triumph freuen, aber dann kommt auch sehr schnell der Punkt, an dem man denkt „Hmm.. Und jetzt?“.
                    Falls das falsch rüberkam: Ich wollte dich nicht wirklich zum Aufgeben motivieren, sondern vielmehr dazu, dich ein bisschen mehr anzustrengen. Ich meine, du gibst mir tolle Vorlagen, aber ein wenig Herausforderung wäre auch schön!🙂

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  3. Tutti G-Land sagt:

    Ich war dabei😀

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  4. Frauen mit kurzen Haaren sind nicht so einfach zu erkennen…

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  5. IULIUS sagt:

    Die Frage ist eher, warum sollte man sich entschuldigen, wenn man etwas falsch gemacht hat????

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    • turtle of doom sagt:

      Das „Entschuldigung“ ist zwar oft eine Floskel, aber es drückt wenigstens aus, dass es einem zumindest bewusst ist, einen Fehler begangen zu haben. Ist bloss eine Sache der Kommunikation.

      Eine richtige Entschuldigung ist hingegen keine Floskel, sondern ein Beleg dafür, dass man über sein Verhalten und dessen Folgen nachgedacht hat. Nur… man wartet manchmal vergeblich auf eine ernsthafte, glaubwürdige Stellungsnahme. Oft wird dies durch die gegenseitige Erwartungshaltung blockiert. „Warum willst du noch darüber reden? Ich habe mich ja schon entschuldigt!“

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      • IULIUS sagt:

        Erlebnis auf Arbeit:
        Vorgesetzter quatsch mich von der Seite an. „Sie hier einen Fehler gemacht“ und hält mir das Schriftstück ca. 5 cm. vor die Nase.
        Ich: „Ja, änder ich, legen Sie das auf meinen Schreibtisch.“ Und habe aktuelle meine Arbeit weiter gemacht. Der Schreibtich war direkt neben der Person. Ich hatte beide Hände voll.
        Eigentlich sollte das damit erledigt sein….
        Aber nicht, wenn Du ein richtiges narzißtisches Arschloch als Vorgesetzten hast.
        Der erwartet von Dir, daß Du sofort Deine Arbeit unterbrichst und auf Knien vor ihm um Entschuldigung bittest.

        Bei Fehlern geht es in den seltensten Fällen um Entschuldigung, sondern um Erniedrigung.

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        • turtle of doom sagt:

          Solche Leute kenne ich auch. Wenn der Sturmbannführer äh… Boss auf der Stelle eine theatralische, schon fast Broadway-reife Entschuldigungsgeste fordert – kannst du sie ihm auch geben. Sie muss nix bedeuten. Hauptsache, er ist glücklich und du kommst ohne viel Aufregung wieder zur eigenen Arbeit.

          Aber eben – umso mehr sollte man Entschuldigungsgesten schätzen, wenn sie unaufgefordert und ehrlich gemeint sind. Es liegt an einem selbst, ob etwas zur Floskel verkommt oder nicht.

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          • IULIUS sagt:

            Ich seh das nicht so. Mit solchen Typen lege ich mich grundsätzlich an. Ich schulde meine Arbeitskraft und bin nicht dafür da deren krankes Ego zu streicheln.

            Da kommt ja meistens hinzu, daß die Dich komplett unter sich haben wollen. D. H. du müßtest Dich so tief bücken, daß Du unterhalb der Teppischkante bist.
            Kann man versuchen, wird man aber scheitern.

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            • turtle of doom sagt:

              Den Boss kannst du nicht therapieren. An deiner Stelle würde ich den Lebenslauf à jour bringen und mich nach einem anderen Job umsehen.

              Ist doch wie ein Theaterstück… er möchte sich in seiner Grossartigkeit bestätigt sehen, und benötigt dafür ein Publikum, das seine Aufführungen annimmt, bejubelt und beklatscht.

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              • IULIUS sagt:

                Wenn einer Mist baut erwarte ich nicht, daß er sich entschuldigt. Ich erwarte, daß er es aus der Welt schafft, wenn es sich nicht um eine Kleinigkeit handelt, die ich schneller erledigen kann, als dem anderen das wieder vorzulegen.

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                • > Wenn einer Mist baut erwarte ich nicht, daß er sich entschuldigt. Ich erwarte, daß er es aus der Welt schafft

                  Ich erwarte beides. Man bereitet anderen Unannehmlichkeiten, wenn man „Mist baut“, und das mindeste, was man tun kann, ist, sich zu entschuldigen. Dass man es dann auch noch aus der Welt schafft, ist natürlich erstrebenswert, aber nicht jeder, der Mist baut, ist in der Lage, den Mist zu beheben – sonst hätte man es ja gleich ordentlich machen können, was eine Entschuldigung noch angebrachter macht.

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                  • IULIUS sagt:

                    „Ich erwarte beides. Man bereitet anderen Unannehmlichkeiten, wenn man “Mist baut”, und das mindeste, was man tun kann, ist, sich zu entschuldigen.“
                    Warum? Wenn Du ehrlich bist wirst Du zugeben müssen, daß es dabei nur um Dein Ego geht.

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                    • IULIUS sagt:

                      „aber nicht jeder, der Mist baut, ist in der Lage, den Mist zu beheben – sonst hätte man es ja gleich ordentlich machen können,“
                      Hierzu muß man erst einmal überlegen, warum die andere Person nicht in der Lage ist es zu beheben, oder nicht ordentlich machen zu können.
                      Liegt es vielleicht an mir, daß ich ihr nicht genügen Informationen gegeben habe, habe ich sie falsch eingesetzt oder hat sie überhaupt nicht die notwendige Ausbildung etc….

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                    • turtle of doom sagt:

                      Mit Verlaub, Sie sind ein Mies-Anthrop.

                      Eine Entschuldigung dient verschiedenen Zwecken…

                      – der anderen Person mitteilen, dass einem ein Fehler aufgefallen ist – und es muss nicht einmal ein ernsthaftes Problem sein! „Entschuldige, ich habe dir zum Tee keinen Löffel gebracht.“ Zeigt bloss, wie aufmerksam jemand ist. Und Aufmerksamkeit schätzen sehr viele Leute.

                      – reinen Tisch zu machen, damit die andere Person spürt, dass sowas nicht wieder vorkommen wird. Zum Beispiel, wenn man innerhalb äh ausserhalb einer Beziehung was getan hat, was nicht vom gegenseitigen Vertrauen gedeckt war.

                      Ersteren Fehler kann ich ohne Weiteres hunderte Male wiederholen, weil ein fehlendes Löffelchen nicht dramatisch ist. Die allermeisten Menschen machen ja auch kein Drama daraus, und nehmen es mit Humor. Den Zweiteren wohl nicht…

                      Ob und welche Art von Entschuldigung (ironisch, sarkastisch, ernsthaft, schauspielerisch…) erwartet wird und ob und welche Art von Entschuldigung man liefert (again, ironisch, sarkastisch, whatever…) hängt immer von der jeweiligen Erwartungshaltung ab.

                      Ich kann dir sagen, wie wir uns in der Familie entschuldigt hatten:

                      Papa: Sagt einfach „Entschuldigung“, und denkt, damit sei die Sache gegessen. Wenn man später darauf zurückkommt, sagt er, er hätte sich ja dafür schon entschuldigt, und man solle nicht so nachtragend sein. Nachtragend my ass, wenn man man ihm doch die Chance gibt, seinen Standpunkt zu erklären.

                      Mutter: Sagt NIE „Entschuldigung“, weil man es bei ihr merkt, wenn sie einen Fehler bengangen hat. Sie hat gar nix dagegen, wenn man darauf zurückkommt. Sie mag es.

                      Ich: Kehrt den Spiess beim Vater um. Sagt nie „Entschuldigung“, und zwar gerade dann, wenn er es verlangt. „turtle, entschuldige dich dafür! DAS war GANZ unanständig!“ Ja, weil ich ja wusste, dass dieses Wort bei ihm sowieso zu einer Floskel verkommt.

                      Deutlicher kann ich nicht erklären, dass Entschuldigungen a) immer und genau das ist, was DU daraus machst – du kannst sie ernst meinen, oder verweigern, falls du sie nicht ernst meinen kannst. Wenn du sie nicht ernst meinst, geht es aber auf deine Mütze, falls sie dann eben… „falsch“ ankommen. Und b) hängen der Inhalt von Entschuldigungen stehts von Erwartungen ab.

                      Dieser Online-Fernkurs in Kommunikation wurde Ihnen präsentiert von turtle of doom. Anstelle einer Entschädigung oder einer Spende weise ich gerne auf http://www.grabbelkiste.org/2015/05/22/in-eigener-sache-ii/ hin, denn da kann jemand ein paar Eulen gut gebrauchen. Nicht-Leser können dort einfach einen leeren Karton bestellen.

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                    • Also ich finde, bei einer Entschuldigung geht es in erster Linie darum, dass die andere Person anerkennt, etwas falsch gemacht zu haben, was aus meiner Sicht die Voraussetzung dafür ist, dass ich darauf vertrauen kann, dass die Person zumindest versucht, den Fehler nicht zu wiederholen.

                      Das eigene Ego kann dabei natürlich auch noch eine Rolle spielen, aber das ist mmn. vor Allem dann der Fall, wenn man sich nicht komplett sicher ist, ob man im Recht ist. Aber auch das ist dann ja wieder eine Form von „klare Verhältnisse schaffen“.

                      Oberflächlich betrachtet ergibt deine Ansicht zwar Sinn, aber in der Praxis spielt auch der Subtext eine wichtige Rolle und der lautet bei einer Entschuldigung „Ich bin deiner Meinung und werde versuchen, den Fehler nicht zu wiederholen.“ während er bei der von dir verweigerten Entschuldigung von den meisten Menschen eher als „Ich respektiere weder dich noch deine Meinung und der einzige Grund, warum ich trotzdem den sogenannten „Fehler“ behebe, ist dass du mich dazu zwingen kannst. Du erbärmliches Arschloch!“.

                      Mag sein, dass du dir in Wirklichkeit nur denkst „Wozu soll ich Zeit verschwenden, die ich doch viel besser dafür nutzen könnte, den Fehler zu beheben?“, aber das ist wahrscheinlich nur selten das, was bei deinem Gegenüber ankommt…

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            • Andrea. sagt:

              Tut mir leid, dass du dich nicht mehr so tief bücken kannst….. 😇

              (ich wollte damit nur sagen – es gibt auch getarnte Entschuldigungen)

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    • Frank sagt:

      Genau genommen kann man sich gar nicht selbst entschuldigen. Man kann um Entschuldigung bitten, denn das kann nur der betroffene Gegenüber tun. Zu sagen „Ich entschuldige mich für…“, ist eigentlich eine Frechheit, die impliziert, man könne selbst eine Schuld von sich nehmen. Ist vielleicht auch etwas Wortklauberei, aber die wenigsten denken darüber nach, was so einige Floskeln wirklich aussagen.

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      • Tante Jay sagt:

        Und in den wenigsten Fällen ist es so gemeint. Meist isses ja doch nur so, dass jemand mit den Pfoten im Honigtopf erwischt wurde und der dann meint mit einem „Sowwy“ kommt er davon.

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        • turtle of doom sagt:

          Tja, das ist die Erwartungshaltung. Manche Erwartungen sind natürlich gerechtfertigt, manche andere nicht.

          Wer „Sowwy“ sagt, den kümmerts vielleicht einfach nicht, warum er sich jetzt so grossartig erklären sollte. Die andere Person hat ja sowieso keinen vertretbaren Standpunkt. Die mag mich nicht. Respektiert mich nicht. Blah. Oder. So. Ist doof.

          Oder der Honigbär meint es vielmehr ernst mit einer Entschuldigung, aber glaubt nicht, damit etwas erreichen zu können. Er versucht natürlich seine Position zu stärken, und nicht dafür zu arbeiten, dass sein Gegner triumphieren kann. Hurra! Er siehts ein! Wir waren schon lange im Recht!

          Es ist dann völlig normal, den Konflikt fortzuführen. Es erspart ihnen den Gesichtsverlust.

          Vielleicht gäbe es mehr echte Bitten um eine Entschuldigung, wenn es den Menschen weniger darum ginge, zu verurteilen und zu erniedrigen.

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      • „Ich habe einen Fehler gemacht und das kann ich auch nicht mehr ändern. Zumindest schulde ich aber der Person, die unter meinem Fehler gelitten hat, dass ich die Verantwortung für meinen Fehler übernehme.
        Diese Schuld trage ich ab, indem ich mich „entschuldige“.“

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  6. Klaus Maria Müllerscheidt sagt:

    Was hat Kerl wieder angestellt?

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