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Veröffentlicht: Juli 18, 2015 in Uncategorized

geschenk

Kommentare
  1. Wischiwaschi sagt:

    Harr… klasse🙂

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  2. Adrian sagt:

    „Das Leben ist ein Geschenk.“ – Jo, und mit Geschenken kann ich machen was ich will.

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    • Michaela Lusru sagt:

      Nein, Adrian, kannst du nur bedingt machen:
      Wenn der Schenkende persönlich in Bedrängnis kommt, mußt du das Geschenk auf Antrag zurückgeben – sofern es noch existiert.
      Bleiben die Fragen – um nun alles komplett zu verwirren – Wer hat geschenkt, Mutter oder Vater?
      Wer ist das Beschenkte, Mutter, Vater, Kind – oder gar das Leben selbst?
      Was noch bleibt:
      Sowohl mit Geschenken wie mit dem Schenken wie mit der Äußerung dazu sollte man stets sehr sorgsam und bedacht umgehen, denn man weiß zu diesem Zeitpunkt nie, ob man selber Geschenk, SchenkendeR oder BeschenkteR ist, oder eben sein wird, ja: wird, mit „d“ am Ende …

      Das haben die beiden Banausen da oben im Comicbereich wohl gerade noch rechtzeitig bemerkt, wie es aussieht: Vor Sicht ist besser als keine oder Nach Sicht

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      • Adrian sagt:

        „Wenn der Schenkende persönlich in Bedrängnis kommt, mußt du das Geschenk auf Antrag zurückgeben – sofern es noch existiert.“

        Das heißt der Schenkende kann auf Antrag mein Leben zurückfordern?

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        • Michaela Lusru sagt:

          Nein, Adrian, so nicht:
          „heißt“

          Aber so:
          Das „hieße es“, wenn ich die Vorstellung, daß mir das Leben „geschenkt“ worden ist, auch nur eine Minute lang ernst nehmen würde.

          Du hast richtig das Paradoxe an dieser falschen Sicht erkannt!

          Nichts wurde „geschenkt“, wenn es um mein Leben geht, es sei denn, ich persönlich möchte das so sehen, daß meine Mutter mir etwas schenkte, das wir als „mein Leben“ sehen – allerdings nur als Herkunfts- und Dankbarkeitsbezeugung der gebärenden Mutter gegenüber und unter Ausschluß aller bürgerlichen juristischen „Schenkungsvorstellungen und gesetzlichen -Regelungen“.

          „Das Leben wurde NUR geschenkt“ ist idealistischer Käse und unhaltbar.

          Aber „mein Leben hat mir meine Mutter geschenkt“ ist nicht nur überprüfbar sondern allein durch meine Existenz unstrittig und daher ok.

          Das „Schenken von Leben“ im Sinne von „hervorbringen“ ist halt wahrlich auf die Frau beschränkt, und auf nichts anderes beziehbar.

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          • Adrian sagt:

            Das ist so spannend, mein Blutdruck hält das nicht aus…

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            • Michaela Lusru sagt:

              Was hält denn dein Blutdruck da nicht aus, was soll da so spannend sein, daß dein Leben nicht „nur geschenkt“ ist?
              Bedenke: Dein Blutdruck gehört auch dazu, auch der ist nicht „nur geschenkt“, also sorgsam mit umgehen, gehört auch zu den Dingen, die man nur einmal hat …

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              • Adrian sagt:

                Ich bin von Deinen Ausführungen völlig hin und weg.

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                • IULIUS sagt:

                  Also bei den Römern war es normal, daß der Vater über das Leben seiner Kinder entscheiden konnte.
                  Jedenfalls solage bis sie selbständig waren…

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                  • Michaela Lusru sagt:

                    Iulius ist noch veückter:
                    „… bis sie selbständig waren“ –
                    ja wer denn nun, die Väter, die Kinder oder die Römer … ?

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                • Michaela Lusru sagt:

                  Toll Adrian, das ehrt dich ungemein. Solche Glückserlebnise wie „völlig hin und weg“ mit so wenig Buchstaben – das soll erst mal jemand nachmachen

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  3. Flowermaid sagt:

    Beste Freundin, letzten Geburtstag…

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  4. Nachtschattengewächs sagt:

    Und wenn du das Geschenk wegwirfst sind sie alle böse mit dir und denken du liebst sie nicht.

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    • Michaela Lusru sagt:

      Richtig, Nachtschattengewächs, damit mußt du vorher rechnen, bevor du das, was du da für ein „Geschenk“ hältst, wegwirfst.
      Da wir inzwischen gefunden haben, daß als einzig Schenkender halt nur deine Mutter infrage kommt, ist sie es, die sich mit deinem Wegwerfen beschäftigen muß, vorausgesetzt ihr beide seht das eben auch und weiterhin als Geschenk …

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  5. Wenn man sich fühlt als ob man irgendwo nicht hingehört, dann bleibt man da doch auch nicht ewig oder?
    Jedenfalls mach ich mir deshalb öfters Gedanken darüber mir mein Leben zu nehmen. Viel zu oft hab ich das Gefühl nicht hier her zu gehören.

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    • Michaela Lusru sagt:

      Lokusmitbrille spricht mir aber auch aus dem … – Es hat wohl etwas mit der Option „Gehen“ zu tun, gehen kann jeder, eigentlich, aber kommen …?
      Wie auch immer, mit oder ohne Hut und Stock.

      Nicht hingehören ist zweigeteilt:
      Aus der eigenen oder aus fremder Sicht – welche meinst du, wenn du zu solch einem Gefühl kommst?
      Nun, wenn mich das Gefühl beschleicht, nicht hier her zu gehören, versuche ich zunächst das Naheliegende: Hier weg und woandershin zu gehen, und nie gibt es im „woanders“ nur eines, nämlich ganz zu verschwinden.

      Es sei denn, ich habe bereits zuvor das „hier her“ zu sehr als „hier hin“ betrachtet, als letzte Station, dann kann ich aber auch da bleiben, denn was dann noch kommen kann, dürfte sich nicht viel anders zeigen

      Alles klar?

      Alternative:
      Tauschen, rechtzeitig, „ein jeder trage des Anderen Last“ – wer sagte das noch mal gleich und wo?
      Mit der „Last des Anderen“ läßt sich nicht mehr so leicht „verschwinden“, der bleibt ja dann, mit meiner …

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      • Dazu kann ich nicht viel sagen.
        Wo findet man jemanden der verrückt genug ist diese Last zu teilen. Selbst wenn ich diesen jemand finde, würde ich glaube ich mir selbst Vorwürfe machen den anderen damit zu belasten.

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        • Michaela Lusru sagt:

          Dazu, @lokusmitbrille, kann in der Tat „nicht viel dazu sagen“, es ist eher etwas, was zu machen ist, einfach so, wie das so viele machen –
          im einfachsten Falle die Eltern für die Kinder?
          Oder umgekehrt, wenn etwas Zeit vergangen sein sollte?

          Wer noch Zeit und Muße hat, darüber zu sinnieren, ob er „den anderen damit belastet“, der ist entweder noch im Sinnieren verblieben oder noch nicht bedürftig, oder auch nicht um- / weitsichtig genug, was nicht von Schaden sein muß.

          Nur genau genommen ist dieser Spruch grundsätzlich das Soziale im Dasein von Mensch, das verrückte Prinzip, das evolutionär Mensch zum heutigen brachte, zum „sozialen Wesen“, das in der Vereinzelung nicht existenzfähig ist, noch nie war.

          “ein jeder trage des Anderen Last” – und woher kommt dieser Spruch, diese Prämisse?
          Also:
          So „schwer“ wie du das etwas eingegrenzt siehst, ist es eher nicht, man muß es nur sehen wollen, wo es uns überall begegnet, völlig normal

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          • Frank sagt:

            „Wer noch Zeit und Muße hat, darüber zu sinnieren, ob er “den anderen damit belastet”, der ist entweder noch im Sinnieren verblieben oder noch nicht bedürftig, oder auch nicht um- / weitsichtig genug, was nicht von Schaden sein muß.“

            Sich helfen zu lassen muss man auch draufhaben. Oder anders gesagt: Ich habe volles Verständnis für Menschen, die Hilfe ablehnen, weil sie nicht damit zurechtkommen. Selbst von Eltern und erst Recht von den Kindern.

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            • Michaela Lusru sagt:

              Falls du das nicht bemerkt hast, Frank, deinen Hinweis schließt meine Bemerkung ein, deshalb gibt es auch keine abwertende Sicht auf Mensch, der (noch) nicht will oder nicht weiß, wie er sich helfen lassen kann oder sollte.
              Daher so allgemein gehalten, um die Normalität des Helfens und des Helfenlassens als menschliche Wesenseigenschaft und Grundbestandteil sozialer Bindungen zu unterstreichen und in den Vordergrund gegenüber Bedenken oder Gefühlen dazu zu stellen.

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    • Graublau sagt:

      Dein Kommentar geht mir persönlich sehr nahe. Ich habe sehr lange gebraucht, um meine eigene Nische zu finden.

      Gleichzeitig sehe ich auch, wie oft talentierte, intelligente, sympathische Menschen an sich (ver)zweifeln. Über das Leben nachzudenken ist kein Hinweis dafür, keinen Platz zu haben oder unfähig zu sein.

      Wenn Du Dich umbringst, wirst Du nie erfahren, was Du hättest werden können, wenn Du Dich nicht umgebracht hättest. Die meisten Menschen unterschätzen, wie stark sie sich selbst ändern können. Außerdem kennt niemand alles – das heißt, die Wahlmöglichkeiten sind nicht klar.

      Wenn ich an Schule und Studium zurückdenke, die mir damals sehr wichtig waren, dann sind das nur kleine Splitter im Tortendiagramm des Lebens. Es gibt noch so viel mehr…

      Und es gibt genügend Leute, die sich noch einmal komplett neu orientieren müssen. Das ist nie leicht.

      Selbst über 50 ist das Leben nicht vorbei und man kann noch einmal alles neu machen. Ich hab’s im Bekanntenkreis erlebt.

      Wenn Du oft das Gefühl hast, nicht in diese Welt zu gehören: Wann hast Du es nicht? Was machst Du dann, was sind die Umstände?

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      • Danke für den Die Ärzte Song, ist eh die bäste Bänd der Welt.
        Für mich ist es um einiges leichter online (anonym), über „solche Dinge“ zu sprechen.
        Ich bin mir bewusst, dass ich mir mit einem Suizid alle Zukunft nehme, leider kann ich aber auch selten eine Zukunft für mich sehen.
        Ich habe furchtbare Konzentrationsprobleme, manchmal langweile ich mich sosehr, dass ich oft anfange Andere zu nerven, ohne mir dessen Bewusst zu sein. Daraus resultierend habe ich sehr wenige, dafür aber auch sehr gute Freunde. Aber selbst mit denen rede ich nicht über solche „Zukunftsängste“.
        Ich habe nun schon ein Studium abgebrochen, nur um mit einem anderen Anzufangen. In meinem neu begonnenen Informatikstudium, fühle ich mich noch sehr wohl.
        Trotzdem fehlt mir auch hier der Antrieb.
        Ich fühle mich oft für kurze Zeit wohl, das Problem ist, dass das meist nicht langfristig ist.
        Selbst bei meinem Lieblingsthema, dem entwickeln von Computerspielen, verliere ich oft so sehr das Interesse, dass ich monatelang eine Auszeit davon nehme.

        Das traurigste ist, dass das einzige was mich momentan noch hier behält, die Ankündigungen von neuen Videopielen ist.

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        • Graublau sagt:

          „Für mich ist es um einiges leichter online (anonym), über “solche Dinge” zu sprechen.“

          Dann tue es! Kommentiere hier weiter, schreibe Dein Blog voll, mach was!

          „leider kann ich aber auch selten eine Zukunft für mich sehen.“

          Lass es Dir gesagt sein: Das wird überschätzt. Wenn ich daran denke, wo ich vor fünf Jahren war und wo ich heute bin… da ist nur ein sehr schwacher Zusammenhang. „Planen“ ließ sich fast nichts, das meiste kam eher kurzfristig.

          „Ich habe furchtbare Konzentrationsprobleme, manchmal langweile ich mich sosehr, dass ich oft anfange Andere zu nerven, ohne mir dessen Bewusst zu sein. Daraus resultierend habe ich sehr wenige, dafür aber auch sehr gute Freunde. Aber selbst mit denen rede ich nicht über solche “Zukunftsängste”.“

          Konzentrationsprobleme sind schlimm, ich kenne das. Langeweile ist noch schlimmer als Überarbeitung… aber dass Du einige gute Freunde hast, ist sehr wichtig. Es ist übrigens kein negatives Zeichen, wenn man nicht alles mit jedem teilt.

          „Ich habe nun schon ein Studium abgebrochen, nur um mit einem anderen Anzufangen. In meinem neu begonnenen Informatikstudium, fühle ich mich noch sehr wohl.
          Trotzdem fehlt mir auch hier der Antrieb. Ich fühle mich oft für kurze Zeit wohl, das Problem ist, dass das meist nicht langfristig ist.“

          Sich noch einmal neu zu orientieren ist nicht falsch. Wenn ich mir überlege, wie oft ich an dem gezweifelt habe, was ich tue… meistens brauchte ich eine Weile Abstand (ja, ich weiß, ein Luxus), um den Wert der Dinge wieder zu erkennen.

          Was macht Dir denn am Informatikstudium Spaß? An welchen Stellen fehlt Dir denn der Antrieb bzw. wann ist es mal so, dass Du voll bei einer Sache bist?

          „Selbst bei meinem Lieblingsthema, dem entwickeln von Computerspielen, verliere ich oft so sehr das Interesse, dass ich monatelang eine Auszeit davon nehme.“

          Was machst Du denn da? Worum geht es? Ich habe viele private Projekte gehabt, vieles ist im Sand verlaufen… aber einige Sachen haben mich sehr weitergebracht. Außerdem ist es wichtig, neben der drögen Alltagspflicht auch mal etwas auszuprobieren.

          „Das traurigste ist, dass das einzige was mich momentan noch hier behält, die Ankündigungen von neuen Videopielen ist. „

          Warum ist das traurig? Wo steht, dass es immer etwas Großes sein muss, dass einen am Leben hält?

          Ich bin immer noch bewegt. Schreib Dich nicht ab. Schreibe auf.

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      • Michaela Lusru sagt:

        Zweifel an sich selber ist eine Triebkraft, kein Makel, noch weniger Bremse.

        Der Zweifel ist das, was uns neugierig (und damit gierig …) macht, ist das Salz in der Suppe das Sahnehäubchen auf dem Kecks und der Böller, der das Spiel weiterführt …

        Zweifel, auch der an sich selber, ist also eine Normalität und bei jedem Menschen vorhanden, die einen mögen das zeigen, die anderen es verschämt verbergen, und noch andere bekommen das alles nicht so sehr mit, da sie keine Gelegenheit bekommen, darüber nach zu denken, und einige wenige, die das so noch nicht betrachtet haben, holen das „ver“ zum Zweifel hervor, meinen, es ginge nur ihnen so – nein: Alle werden vom Zweifel zerfressen, meinen am Zweifel zu verzweifeln, versuchen ihn daher zu umgehen oder ergeben sich dem auf verschiedene Weise.
        Die einfachste ist, das an den Garderobenhaken (bis zum nächsten „Bedarf“) abzulegen, unbearbeitet, indem darüber gesprochen wird.
        Merke:
        Alles, aber auch wirklich alles, was ausgesprochen ist, ist nur noch die Hälfte wert, da nicht mehr rückholbar …
        Hat sich – wie treffend – verflüchtigt.
        Genau betrachtet war es jedoch nicht der Zweifel, an sich selber, sondern nur der Druck, den der vermag zu entfalten – und der ist es, der dann weg ist.

        Also: weg damit, mit reden, mit wem auch immer – aber das Zweifeln dabei nie vergessen ….
        Zweifel ist nur Schutz vor Unbedachtem, Ungewolltem.
        Zugegeben: auch vor Unklarem.

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  6. Klaus Maria Müllerscheidt sagt:

    800 Seiten, um in einem privaten Gespräch auf ein Argument einzugehen, das Links aus seinem allgemein gebildeten ethisch moralischen Standpunkt bildete?

    Nur mal so als Beispiel: Ich bin gegen die Legalisierung von Marihuana. Sollte sich das aber nicht verhindern lassen, dann bin ich für die Legalisierung aller Drogen.

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    • Miria sagt:

      Konsequenterweise bist du dann natürlich auch für das Verbot von Alkohol, sonst würden mich mal deine Argumente interessieren?

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      • Michaela Lusru sagt:

        Nein, Miria, ich bin nicht für Pauschalisierungen, weder bei Verboten noch bei Legalisierungen, ich bin für eine persönliche Verantwortung, die mich und alle anderen einschließt, und zwar eine zu erlernende und zu praktizierende und – wenn du möchtest – für eine kontrollierte, besser: kontrollierbare.

        Was hältst du davon, auf diese Weise dem Obrigkeitsdenken mit der Sucht nach Festlegung deines Lebensverlaufes „von oben her“ (was das auch immer sein soll) ein kräftiges Schnippchen zu schlagen und der individuellen Kreativität eine Rutschbahn zu bauen, die alte Erkenntnis, das man erfahrenes Heißes nicht mehr berührt, wieder elementare Kraft zu zu ordnen?

        Das Alkoholverbot in den USA hat nichts anderes bewirkt, als die Verschiebung in die Illegalität und Kriminalität und damit die fast industrielle Züchtung vieLer Kriminal-familys, sprich der MAFIA, die das Land noch Jehzehnte später nicht losgeworden ist, ja die inzwischen ihr kriminell erworbenes Alkoholvermögen in „demokratisch-republikanischen“ öffentlichen Prozessen zu deren Steuerung verwenden …

        Ist es das, was dir da vorschwebt?

        Wer für Verbote ist, soll zuerst zeigen, daß sie am eigenen Leib wirken ohne Folgeschäden, bevor Verantwortung erneut „nach oben“ abgeschoben wird.

        Eventuell macht EMN mal zwei Kahlköpfe dazu, zu persönlichen Verantwortung, zur persönlichen Kontrolle, zu persönlichen VErboten und Erklaubnissen?

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      • Klaus Maria Müllerscheidt sagt:

        Ja.
        Und Süßigkeiten und Spiele und Fernsehen und vegane Ernährung und die Bibel …

        Deine Welt scheint einfach zu sein und trotzdem sagst Du bei vielen Gelegenheiten „Es ist kompliziert.“, oder?

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    • Michaela Lusru sagt:

      Frau Klaus Maria Müllerscheidt, wer 800 Seiten Schreibt, ist ein Onanist und gemeingefährliches Mitglied der Gesellschaft: Er enthält damit der Menschheit seine wesentlichen Erkenntnisse vor, angesichts der Tatsache, daß nicht mal er selber diese 800 Seiten auch nur ein einziges mal liest.
      So bin ich gegen alles, was über die Hutschnur reicht, z.B. über 250 Seiten oder Legalisierung von Allem, der Effekt ist reziprok der Gleiche, als ob alles verboten wird, oder wie?
      Es wechselt nur der Legalisierer, nicht das Problem.

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      • DMJ sagt:

        Ach ja – euch ist schon klar, dass die Aussage des Comics NICHT ist „Bevor man wo mitredet, muss man 800 Seiten lesen!“, oder?😉

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  7. DMJ sagt:

    Schöner Comic! Das „Geschenk“-Argument in der Suizid-Frage nervt mich auch immer etwas, denn so ein richtig gutes Licht wirft es ja nicht gerade auf den Schenkenden, wenn ihm egal ist, ob seine Gabe dem Empfänger Freude bereitet, oder ihn sogar belastet.
    Gerade bei religiösen Menschen frage ich mich dann immer, wie die sich ihren Gott als hochnäsige alte Tante vorstellen können, welche verschnupft ist, weil man den kratzigen, viel zu heißen, viel zu kleinen und schlimm gemusterten Pullover nicht tragen kann, den sie einem gestrickt hat.

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    • gerks sagt:

      Tja wie so oft. Über eine Religion reden und den Blickwinkel der Religion um die es geht ausblenden. Um es kurz zu machen. „Das Leben ist ein Geschenk“ bedeutet, dass man sich nicht selbst geborenen hat, deswegen gibt es auch kein Recht (aus religiöser Sicht) sich umzubringen. Auch die Eltern (aus religiöser Sicht) haben einen nicht selbst geboren, sondern es brauchte den Funken Gottes für neues Leben. Also haben auch die Eltern kein Recht dem Leben des Kindes (auch nicht des Ungeborenen) ein Ende zu setzen.
      Damit ist eigentlich alles gesagt. Fehlt nur noch eines. Das ist Glaube, so ungefähr wie wenn jemand von Mohammed keine Bilder macht, oder einen Schleier trägt, weil das seinem Glauben entspricht. Wenn das also ein Gläubiger zu einem anderen Menschen sagt, meint er nichts anderes als dass man mit dem Leben verantwortungsvoll umgehen sollte und nicht einfach wegwirft, weil es zu schwer geworden zu scheint. Denn man hat immer Gottes Hilfe im Leben und daher kann es nicht zu schwer sein, wenn man glaubt. „Nimm dein Kreuz auf dich und folge mir nach“ ist die Botschaft von Jesus.

      Das kann man glauben, muss man aber nicht.

      P.S: Nein ich möchte nicht über meinen Glauben diskutieren. Danke. Es war nur zur Erläuterung. Wer mehr wissen möchte, fragt Priester, Theologie oder studiert den Katechismus.🙂

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      • Michaela Lusru sagt:

        Ei schau, gerks, die Religion – ja welche denn nun, alle?
        Wir hatten das an anderer Stelle bereits:
        Jeder Mensch benötigt zur eigenen Sicherheit ein Geländer mit Handlauf beim Besteigen der Lebenstreppe.
        Dir wurde in deiner KIndheit angetragen, daß das für dich Religion sein soll, es hätte aber auch jede andere ethische Vorstellung von den erstrebenswerten Dingen im Leben sein können.

        Damit bist du allerdings lebenslang auf die dort für dich erreichbaren „Stützen“, die Gesprächspartner festgelegt und angewiesen, aber sei gewiß, das geht auch anders, wie du an mir oder Millionen anderen religionsfernen Menschen sehen kannst.

        Und richtig, auch bei den anderen Menschen ist es stets ein fester Glauben an das Wissen um das Leben und seine Erfordernisse, das nicht zu ignorieren, es nicht heraus zu fordern und dazu Vertrauen zu entfalten, Anvertrauen, wo es hinfällt, wo es gesucht und gefunden wird.
        Man muß nicht immer beten, es geht auch mit bitten.

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  8. SirFoomy sagt:

    Das selbstgerechte Arschloch in mir sagt: „Pffft. Wieso sollte man sich umbringen wollen? Sieh was wir geleistet haben, wo wir trotz aller Widrigkeiten hingekommen sind. Wir haben einen sehr gut bezahlten Job, trotz unserer schlechten Schulbildung. Das Leben ist schön! Jeder ist doch seines eigenen Glückes Schmied.“

    Dann gibt es da noch den mitfühlenden Moralisten in mir, der sagt: „Nicht jeder hat so viel Glück wie wir. Den meisten Menschen geht es wesentlich schlechter als uns, und die können nichts dafür, dass es ihnen so ergeht. Dann gibt es auch noch Krankheiten wie Depressionen usw. Wir haben keine Ahnung wie es ist in so einer Situation zu sein. Es steht uns nicht zu über diese Menschen zu Urteilen. Auch nicht wenn diese Personen die ultimative Wahl, nach Sartre getroffen haben. “

    Und ist da noch der Typ in mir, der sagt: „Ach kommt schon Leute, das geht uns eigentlich nicht wirklich etwas an, oder? Ich meine warum mischen wir uns da ein. Ich finde wir sollten zu dem Thema keinen Kommentar schreiben. Echt jetzt, lasst das doch… Hey! Was wollt ihr mit dem Klebeb… mmmpfpf.“

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    • Graublau sagt:

      „Dann gibt es auch noch Krankheiten wie Depressionen usw. Wir haben keine Ahnung wie es ist in so einer Situation zu sein.“

      Da kann ich Dir weiterhelfen! Du bist krank, was sich unter anderem darin äußert, dass Du denkst, Dein Leben beenden zu müssen. Wenn Du geheilt bist, denkst Du das nicht mehr. Die „freie“ Wahl wird also durch die Krankheit verursacht und ist keine.

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  9. An sich finde ich den Comic gut, aber was den Egoismus angeht finde ich es nicht unbedingt komplett falsch. Damit meine ich jetzt noch nicht mal die Extremfälle wo beim Selbstmord andere direkt mit in den Tod gezogen werden, sondern halt auch oft das Leid und die Selbstvorwürfe welche Freunde und Angehörige daraufhin oft durchmachen müssen.

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  10. whgreiner sagt:

    Danke für den Comic – er bringt’s genau auf den Punkt.

    Ich selber hatte Jahrzehnte lang Mittel zum Suizid zuhause bereit liegen, weil ich einige Male knapp davor war. Erst die Freiheit, die ich daraus bezog („Ich kann weiterleben – aber ich muß nicht, jedenfalls nicht unter beliebigen Bedingungen“) hat für mich das Leben seitdem lebenswert gemacht: weil das Leben so überhaupt erst zu meiner freien Entscheidung wurde: eben ein Geschenk, das man auch ablehnen kann, und nicht ein Zwang, dem man unweigerlich ausgesetzt ist. Nimmt man Menschen das Recht und die Möglichkeit zum Suizid (= die letzte und totale Verweigerung), dann kann man sie anschließend erst WIRKLICH versklaven und sie jeglicher Würde und jeglichen Lebenssinns berauben.

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  11. Graublau sagt:

    Ich habe oft genug erlebt, dass Menschen aus einem Geschenk, das sie eigentlich gar nicht wollten, das beste gemacht haben. Im Gegensatz zu den meisten materiellen Geschenken läßt sich das Leben ändern – vielleicht nur in kleinem Umfang, aber immerhin.

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    • Michaela Lusru sagt:

      @Graublau

      Das Leben als Geschenk – ?

      Wie wär es mal hiermit:
      Ich, als Geschenk an das Leben -?

      Eine völlig andere, aber sehr fruchttreibende Perspektive, herausfordernd, an mich, das Leben und alle, die mit mir und dem Leben zu tun haben.

      Ja, wie auch immer:
      Es ist so oder so immer etwas (selber) zu tun und etwas teil zu haben, und dort wohl auch die Lösung zu suchen, zu finden, welche auch immer.

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  12. Hat dies auf Wunderwaldverlag rebloggt und kommentierte:
    Soooooo … wahr!🙂

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