Blödsinn.

Veröffentlicht: August 19, 2015 in Uncategorized

suizid

Kommentare
  1. Christine sagt:

    Ja perfekt, dann herrscht ja Konformität.😉

    Gefällt 1 Person

  2. maSu sagt:

    Pff nicht einmal umbringen konnte er sich… Versager!

    Gefällt 1 Person

  3. DMJ sagt:

    Das Feigheitsargument nervt mich auch immer ganz besonders. – Sind wir hier bei den Samurai (wobei die sich ja immerhin umbringen durften… bzw. mussten)?
    Wenn es draußen regnet, verachtet man dann Leute, die einen Schirm benutzen, weil sie den „einfachen Ausweg“ nehmen, statt heroisch nass zu werden?

    Gefällt 5 Personen

    • Frank sagt:

      „Wenn es draußen regnet, verachtet man dann Leute, die einen Schirm benutzen, weil sie den “einfachen Ausweg” nehmen, statt heroisch nass zu werden?“

      Teilweise. Ein Soldat darf z.B. keinen Schirm zur Uniform tragen😀

      Gefällt 1 Person

      • Frank sagt:

        Nachtrag: Ich sehe gerade, dass das seit Anfang 2014 auch erlaubt ist. Wär ja auch schade um die schönen Fönfrisuren😉

        Gefällt mir

    • „Selbstmord ist wie ein Regenschirm, der einen vor den Fährnissen des Lebens schützt?“ Was ist denn das für ein Bild?

      Gefällt mir

      • DMJ sagt:

        Kein Schutz gegen die Fährnisse, sondern eine Lösung. – Nicht unbedingt die beste Lösung, aber (wie ein Schirm) ein Mittel, mit etwas unangenehmen klar zu kommen.

        Gefällt mir

  4. Nachtschattengewächs sagt:

    Wo kämen wir denn hin, wenn die Leute einfach selbst entscheiden dürften, ob ihnen das Leben gefällt? Nachher wollen die noch andere Sachen selbst entscheiden.

    Gefällt 1 Person

    • „Wenn Ihnen dieses Leben nicht gefällt, nehmen Sie doch ein anderes?“

      Gefällt mir

      • Nachtschattengewächs sagt:

        Ich dachte ja eher an: Wenn Sie das Gefühl haben Bilanz ziehen zu können, und zur Überzeugung kommen es wäre ein guter Punkt aufzuhören, dann sollte Ihnen das erlaubt sein.

        Die üblichen Gegenargumente sind dass jeder der zur Überzeugung kommt es gäbe einen guten Punkt aufzuhören per Defition nicht zurechnungsfähig ist, und von den eher religiös Angehauchten zusätzlich noch, dass man das Leben ja nur von irgendwelchen Gottheiten geliehen habe, und nicht einfach selbst bestimmen dürfe was man damit macht. Ich bezog mich hauptsächlich auf das zweite Argument.

        Aus weltanschaulichen Gründen erkenne ich keine Verpflichtung gegenüber irgendwelchen Göttern an. Ich fände es allerdings im Bedarfsfall unhöflich den Papierkram nicht vorher so weit wie möglich in Ordnung zu bringen, oder den Bahnverkehr streckenweise zum Erliegen zu bringen. Letztendlich ist auch Suizid eine verantwortliche Handlung mit der man seiner Umwelt nicht mehr als unvermeidbar auf den Keks gehen sollte.

        Gefällt 1 Person

  5. Bin ich heute besonders schräg drauf oder sind die Kommis unter diesem post wirklich so irritierend?

    Gefällt mir

    • Frank sagt:

      Was irritiert dich denn so? Dass es Leute gibt, die anderen ihren Suizid nicht übel nehmen, oder sich verächtlich darüber äußern müssen?

      Gefällt mir

      • DMJ sagt:

        Die Irritation verstehe ich schon. Wenn man gegen die Stigmatisierung des Suizids ist, kann das leicht mal so rüberkommen, als schlage man ihn begeistert als Universallösung vor. Aber so meine zumindest ich es nicht.😉

        Gefällt 2 Personen

      • wordBUZZz sagt:

        Ich finde die Leute verächtlich, die Suiziddrohungen aus Spaß verbreiten oder sich solche Tattoos stechen lassen…

        Dennoch bleibt die Frage im offenen Raum stehen: Wie soll man mit einem Menschen umgehen, der sich umbringen wollte?

        Ich bin mir sicher, derjenige wird plötzlich ganz viel Aufmerksamkeit bekommen, da die Menschen/ Angehörigen ein schlechtes Gewissen haben. Keiner möchte ‚Schuld‘ haben, keiner möchte ‚Teilschuld‘ bekennen. Falls es ‚Schuld/ Teilschuld‘ bei solch einem Thema überhaupt geben kann.

        Und ich bin mir sicher, dass andere Menschen dann auf diese Menschen verächtlich mit dem Finger zeigen und sagen: Sie doch mal dieser Heuchler…

        Gefällt mir

  6. Ein entfernter Verwandter meines Freundes hat einen Linkie sehr ähnlichen Kommentar abgegeben. Ich war so wütend, ich hätte ihm am liebsten eine gescheuert. Ich hatte zwar nie Suizidgedanken, aber mittelschwere Depressionen.

    Gefällt mir

    • maSu sagt:

      Selbstmord ist weder feige noch heroisch. Die ganzen Kategorien sind da falsch. Der Selbstmord(versuch) ist ein Zeichen der größtmöglichen Verzweiflung.

      Trotzdem denken Menschen leider in diesen simplen Kategorien. Der Vorwurf der Feigheit ist nämlich leicht: Er ermöglicht es, die wahren Motive gar nicht erst hinterfragen zu müssen, weil „Feigheit“ ja „plausibel“ wirkt.

      Auf die gesellschaftliche Ignoranz bei dem Thema kann ich nur noch mit geballten Zynismus reagieren….

      Gefällt 1 Person

      • Ich sehe das ganz genauso wie du. Es wäre ja zu anstrengend, mal zu schauen, was die Ursachen für Selbstmord sind und wie man ihn beheben kann…
        Ein Bekannter hat neulich irre über eine Person geschimpft, die sich irgendwo in Hamburg auf die Schienen geworfen hat. Das war nicht mehr feierlich.

        Gefällt mir

        • maSu sagt:

          Stop. Wer sich vor einen Zug wirft, der schadet mit seinem Suizid anderen Menschen, mindestens dem Lokführer. Im schlimmsten Fall können in Folge der Notbremsung auch weitere Menschen zu Schaden kommen. Ich glaube zwar nicht, dass der Zug wahrscheinlich entgleisen würde, aber ausschließen kann ich es nicht.

          Also: Wer sich umbringen will, der soll nicht noch andere Menschen mit den Abgrund reißen. Über so egoistische Menschen kann ich dann nämlich auch nur noch schimpfen, das hat dann nichts mit den Motiven, sondern mit den möglichen Folgen zu tun!

          Gefällt mir

          • Natürlich muss man bedenken, dass Schienensuizide schlimm für Lokführer sind und ich möchte auch keiner sein. Aber niemandem ist damit geholfen, wenn man solche Personen dämonisiert. (Im Übrigen fällt mir grad ein Zitat von Wolfgang Herrndorf ein, der sagte, dass es bei den Möglichkeiten für Sterbehilfe kein Wunder ist, wenn sich Leute vor einen Zug schmeißen.)

            Gefällt mir

            • maSu sagt:

              Schienensuizide sind nicht nur schlimm für den Lokführer. Da geht es um lebenslange Folgen für den Lokführer und um mögliche Gefahren für hunderte anderer Menschen im Zug.

              Man sollte suizidale Menschen nicht dämonisieren.

              Man sollte aber klar sagen, dass eine mögliche(!) Fremdgefährdung widerwärtig ist. Wer sein Leben beenden will und dabei eine Fremdgefährdung billigend in Kauf nimmt, der nimmt auch in Kauf, dass er anderen Menschen sein eigenes Schicksal zumutet. Denn Menschen, die suizide direkt und unfreiwillig miterleben mussten, entwickeln auch Depressionen und damit final auch durchaus Suizidgedanken.

              Und es gibt zig Möglichkeiten sich umzubringen, ohne andere Menschen dabei zu schädigen. Mich widern diese Suizide, die Dritten Schaden zufügen an. Ich habe da keinerlei Verständnis für. Und sollte mir jemand im Vertrauen sagen, er wolle sich vor einen Zug schmeißen, dann wird zunächst klargestellt, dass er mit sich alles mögliche machen kann, aber andere Menschen da herauszuhalten hat. Erst wenn dies wirklich klargestellt wurde, wäre ich überhaupt bereit, über die Suizidgedanken zu reden.

              Gefällt mir

          • Shark sagt:

            Ja, echt unverantwortlich, diese Selbstmörder. Trotz der schlimmsten Verzweiflung, die dieser Mensch erleben kann, sollte er sich doch bitte eine andere Todesart suchen. Wie kann man in so einer Situation nur so irrational und emotional sein, da nicht dran zu denken, tztztz…

            Was schlägst du statt dessen vor? Irgendeine sichere, schmerzlose Methode, zu der jeder Zugang hat, und bei der niemand unbeteiligtes zu leiden hat?

            Gefällt mir

            • maSu sagt:

              Ich schlage vor, dass du einfach keine Kommentare mehr schreibst. Das ist für mich deutlich schmerzloser.

              Gefällt mir

              • Shark sagt:

                Echt, tut dir dass Nachdenken über eine inhaltlich sinnvolle Antwort so weh? Sorry, das wollte ich natürlich nicht provozieren.

                Gefällt mir

            • kinchkun sagt:

              Ja, es IST unverantwortlich, böswillig und asozial. Man kann von jedem zurechnungsfähigen Menschen, der den Entschluss gefasst hat, sich zu töten, erwarten, dass er sich auch eine Alternative überlegt.

              Gefällt mir

              • Frank sagt:

                So ist es. Bleibt die Frage, wie zurechnungsfähig jemand ist, der vor hat sich zu subtrahieren. Ich kann es mir auch mit viel Mühe nicht vorstellen. Ich denke, darauf wolltest du hinaus, oder?

                Habe neulich ne Doku über eine Hamburger Feuerwehr gesehen, in der auch ein Einsatz nach Suizid auf den Schienen gezeigt wurde. Wie die mit Säcken kilometerweit an den Gleisen lang gegangen sind um das Gehackte einzusammeln. Heftig! Mein erster Gedanke ist dann auch:“Was für ein Scheißtyp, sich so umzubringen“. Andererseits weiß man eben nicht, was in der Birne vorging, als diese Methode „gewählt“ wurde. Doch wenn einem schon das eigene Leben nichts mehr bedeutet, was schert einem dann vielleicht das Leid anderer?

                Gefällt mir

                • IULIUS sagt:

                  „Heftig! Mein erster Gedanke ist dann auch:”Was für ein Scheißtyp, sich so umzubringen”.“

                  Wenn jemand sich umbringen will, will er auch eine schmerzlose, einfache, schnelle und sichere Methode. (Anm. schmerzlos, da der Tod sofort eintritt.)

                  Gefällt mir

                  • Frank sagt:

                    Ja Iulius, warum jemand die Tram wählt, ist aus technischer Sicht wohl klar. Darum geht es hier aber gar nicht.

                    Gefällt mir

                    • IULIUS sagt:

                      Es ging Dir darum, was in seiner Birne vorging. Adäquate todsichere Methoden sind nicht so leicht erreichbar. Hochbauten werden Suizidsicher gebaut, an Waffen kommst Du nicht etc…
                      Zu erwarten, daß sich jemand in der Situation Gedanken darüber macht, wer den Dreck wegmacht, kann man nicht erwarten, bzw. er muß Prioritäten setzen.
                      Vermuten würde ich, daß er lediglich die Bahn als Ding sieht, aber nicht mehr die Tatsache, daß ein empfindungsfähiger Mensch das Ding steuert. Ich würde auch vermuten, daß jemand, der den Suizid will, ein extrem eingegrenztes Sicht- und Empfindungsfeld hat. Alles was nichts mit dem Suizid zu tun hat ist trivial. Das dürfte die Frage beantworten, daß jemand der Suizid begehen will nicht zurechnungsfähig ist.
                      Ausnahmen Menschen, die Aufgrund von Krankheit die Vor- und Nachteile des Lebens mit dem Tod abwägen. Bei denen würde ich auch erwarten, daß die andere nicht unnötig belasten.

                      Gefällt 1 Person

                    • Frank sagt:

                      Iulius, ich glaube, dem ist nichts hinzuzufügen.

                      Gefällt mir

              • Shark sagt:

                „Zurechnungsfähig“ und „Entschluss sich zu töten“ geht aber leider eben in den allerseltensten Fällen Hand in Hand.

                Gefällt mir

  7. Maren sagt:

    Meine Erfahrung ist, dass jemand, der sich umbringen möchte es einfach tut und es nicht ankündigt. Die, die ich kenne und die drüber sprachen es tun zu wollen, haben es bis jetzt noch nicht umgesetzt. Teilweise ist es dort auch schon wieder völlig vom Tisch. Derjenige, der sich umgebracht hat, hat es nicht angekündigt. Ich kann es sicher nicht verallgemeinern, nur bei denen die drüber sprachen war es auch ein ziemlich verzeifelter Hilfeschrei…

    Gefällt mir

    • Deine Erfahrung entspricht allerdings nict der objektiven Realität und ist ein gefährliches Vorurteil. Tatsächlich sind Ankündigunen ein hoher Risikofakor für tatsächlichen Suizid. Wenn sowas dann mit „Na wer darüber redet tut es eh nicht“ abgetan wird… nun ja.

      Gefällt 1 Person

  8. whgreiner sagt:

    Der „Versager“ beweist sich im Comic ultimativ: nicht mal sein Ableben hat er hingekriegt… Statistisch gilt das allerdings nur für Frauen: die machen 20% mehr Suizidversuche als Männer, trotzdem sterben dreimal so viele Männer wie Frauen durch Suizid. Bei kaum einem Thema sind Voraussetzungen, Motivation und Ablauf so geschlechtsspezifisch wie gerade bei diesem, und bei kaum einem Thema werden trotzdem die Argumente derart unterschiedslos durcheinander genudelt.

    Gefällt mir