Alltag.

Veröffentlicht: August 30, 2015 in Uncategorized

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Kommentare
  1. netreaper sagt:

    Oh, das muss fürchterlich sein. Brad Pitt hat diese Krankheit ja auch, da beneide ich echt Niemanden drum. Was mich interessiert: gibt es für diese Leute eventuell die Möglichkeit sich auf die Stimme des Gegenübers zu konzentrieren?

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    • Ja, man hat oft Merkmale, die dann doch irgendwie helfen, eine Person zu erkennen. Und im Gespräch kommen dann auh irgendwann meist genug Infos zusammen um zu wissen, mit wem man gerade redet.^^

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    • wordBUZZz sagt:

      Als Schauspieler muss dass glaube ich verdammt hart sein wie er dass dan wohl mit seinen Kinder macht?

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    • Uchuu sagt:

      Ich finds nicht sooo schlimm.
      Gibt immer sowas wie Haare/Haarfarbe/Kleidungsstil an dem man Leute erkennen kann. Kann manchmal peinliche Verwechslungen geben. Mir ist es ein paar mal passiert das wir uns treffen wollten, ich dachte ich hätte jemanden „erkannt“, rede mit der Person und dann kommt dieser verwirrte Blick und man kann nur noch sagen „sorry, hab dich mit jemanden verwechselt“. Dann kommt meist der ungläubige Blick und man geht halt.

      Wenn man sich mit jemanden trifft muss man halt am drauf warten angesprochen zu werden. Ist zumindest einfacher als völlig rumzuraten.

      Und die Stimme ist dann schlussendlich zumindest für mich das Haupterkennungsverfahren. Ein Beispiel: Wir wollten uns am kino treffen. Ein Typ kommt auf mich zu, sieht mich erkennt mich offensichtlich und kommt zu mir. Reaktion: Einfach mal abwarten was passiert. Er kommt her und sagt „Hallo XXX“ und in dem Augenblick hab ich gewusst wers ist und entsprechend geantwortet.

      Wenn man nicht die erworbene Prosopagnosie hat sondern die angeborene, hat man sein Leben lang gelernt das Problem zu umgehen und das geht eigentlich ziemlich gut. Die meisten Wissen nichtmal dass sie eine Defizienz haben.

      Nur wenn ich Leute an einem öffentlichen Ort treffe die ich noch nicht so oft gesehen habe ist mir etwas mulmig. Weil ich werd die andere Person nicht erkennen, und wenn das auf Gegenseitigkeit beruht finden wir uns halt nicht, selbst wenn wir voreinander stehen. ^^

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  2. chrischm sagt:

    Story of my life. Ich kenne das auch nur zu gut, dass ich irgendwelche Leute treffe und keine Ahnung habe, wer zur Hölle das ist. Bei mir ist es zum Glück nicht so schlimm ausgeprägt, dass ich andere Menschen gar nicht erkenne, aber im Grunde sehen für mich alle Menschen erst einmal gleich aus.

    Ich erkenne schon andere Menschen an ihrem Gesicht, wenn ich sie gut genug kenne. Das dauert aber erstmal eine Weile ehe ich das Gesicht dann einordnen kann. Und in Kombination mit meinem genauso schlechten Namensgedächtnis ist das echt nicht so dolle. Meine Gesichtsblindheit ist also eher eine schwächere Form. Ich will mir gar nicht vorstellen wie das sein muss, wenn man andere überhaupt nicht erkennt.

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    • scfreytag sagt:

      Geht mir auch so, relativiert sich ebenfalls glücklicherweise mit ständigem Sehen. Ich merke mir vor allem Details und „Gesamtaspekte“ wie Gang und spezifische Kleidungsstücke oder Rucksäcke/Schuhe. Bei Freunden geht es aber dann meist – ich kann mir zwar deren Gesichter nicht vorstellen, bzw immer nur Details, die ich nicht zu einem „Gesamtgesicht“ zusammenfügen könnte, aber ich erkenne sie (vor allem, wenn ich mit ihnen rechne). Wenn jemand etwas anders macht (neuer Bart etc) brauch ich ne Weile, bis sich das mit der Person verbindet. Was für mich wirklich nervig ist, sind Filme und Serien – ich nerve Mitgucker meist schon damit, dass ich dauernd frage, wer wer ist. Macht mir auch meist keinen Spaß, weil ich dann einfach nicht folgen kann.

      Die peinlichste Aktion ist mir neulich erst passiert – eine Versuchsperson guckt bei mir ins Labor, so Kopf-hinter-der-Tür-vorschieb mässig, so dass nur ihr Kopf zu sehen ist. Ich merke, dass sich was bewegt, guck dorthin, erschrecke mich, frage mich, was das ist und starre viel zu lang auf dieses neue Objekt in meinem Raum. Bis mir aufgefallen ist, dass es der Kopf einer Person ist, die ich gerade kritisch angucke, ist einige Zeit vergangen. :X

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  3. DMJ sagt:

    Haaaa! Das kenne ich, da habe ich auch eine gewisse Neigung zu. Ich meine jetzt nicht, dass ich mir halt einfach schlecht Gesichter merken kann, wohl auch noch nicht im wirklich krankhaften Bereich, aber es ist teils doch schon sehr ausgeprägt.

    Ich versuche mich für gewöhnlich, wenn ich mir ein Gesicht merken will, mich auf irgendein einzelnes Detail zu konzentrieren und es gewissermaßen als Stichwort für den jeweiligen Menschen abzuspeichern. – Natürlich höchst peinlich, wenn man dann jemanden mit dem gleichen Merkmal und keinem anderen, das dessen Eindruck überdeckt, begegnet.

    Was mich selbst daran irritiert: Bei Schauspielern in Filmen habe ich das Problem irgendwie seltener, als in der Realität (wobei es mir da zudem schwerer fällt, Frauen als Männer zu erkennen). Gibt es das so auch häufiger? Ist das vielleicht irgendeine semiotische Sache, weil ja das Filmbild nicht echt, sondern nur ein Stück symbolisch ist?

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  4. Andreas sagt:

    Es gibt Dinge, die kann man sich gut merken, bei mir ist es meine Wegegedächtnis. Einmal einen Weg gefunden, Jahre später kann ich ihn wiederfinden.

    Aber Namen und Gesichter sind für mich immer wieder ein Drama …

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  5. DMJ sagt:

    Oh, und ich lese gerade, dass Oliver Sacks gestorben ist.
    Passt ja irgendwie traurig zum Thema.

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  6. wordBUZZz sagt:

    Ich habe mal von einer Frau gelesen, die selbst ihr eigenes Kind nicht erkannte und es deshalb immer eine neon Mütze tragen musste wie ihr Freund. Ich glaube, dass das wieklich kein schönes Gefühl ist. Ich brauche zwar ne Weile, bis mir mal auffällt das der oder die jenige eine neue Brille hat, aber ich finde das noch sehr moderat^^

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  7. IULIUS sagt:

    Richtig interessant wird es dann, wenn Du Deine eigenen Kinder nicht richtig erkennst. Abholen aus den Kitaräumen ist relativ einfach. Da brauchst Du nur die Kinder einpacken, die auf Dich zurennen. Werden dann schon die richtigen sein. Aber wenn sie im Garten am Spielen sind, irgendwo zwischen gefühlt tausenden von anderen Kindern…

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  9. Ich kannte mal einen, bei dem ich erst gemerkt habe, dass er gesichtsblind ist, weil er es mir erzählte. Ich fragte ihn dann, wie er es beim Treffen gemacht hat. Antwort: Ich hätte ja knallrote Haare, das würde es einfacher machen.

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  10. liz sagt:

    Deshalb mag ich meine Freunde mit auffälligen Tätowierungen, Piercings und Haarfarben ^^

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