Gemeinsam für die Heimat.

Veröffentlicht: September 4, 2015 in Uncategorized

demo

Kommentare
  1. maSu sagt:

    „Gemeinsam für die Heimat“ – ehm ja. Welche Heimat? Die der Flüchtlinge? Die der Großeltern, die auch oft Flüchtlinge waren? Oder die eigene Heimat, die zufällig da ist, wo es warm und kuschelig ist?
    Auch stelle ich mir die Frage, was es mit dieser „Heimat“ auf sich hat, dass keine Kriegsflüchtlinge dort erwünscht sind?! Schaden Flüchtlinge der Heimat? Wäre die Heimat nicht mehr die Heimat, wenn sie sich durch (andere) Menschen dort verändert?

    Ich bin immer schockiert, wenn dann solche Sprüche und Parolen kommen, die eigentlich keinen tieferen Sinn haben.

    Denn: Hier wird offensichtlich nicht „Heimat“ gemeint, sondern eher „Kultur“ oder „Gesellschaft“ und da wird dann klar der Wille geäußert, den aktuellen „Zustand“ einzufrieren oder gar einen Zustand aus der Vergangenheit zu konservieren.

    Da wird scheinbar völlig verkannt, dass „Kultur“ und „Gesellschaft“ einem stetigen Wandel unterliegen. Wie kann also jemand Demonstrieren und dabei dann Begriffe verwenden, deren Bedeutung man nicht einmal rudimentär begriffen hat?

    Außerdem:
    Was sollen Demos „gegen Menschen“ (Flüchtlinge sind meines Wissens ja auch Menschen….) bringen? Lösen die sich dann in Luft auf? Lösen sich die Probleme dann in Luft auf?

    Man kann gegen eine (offensichtlich) misslungene Asylpolitik demonstrieren und das sollte man dann nicht vor dem Flüchtlingsheim, sondern vor dem Rathaus machen.

    Irgendwie widern mich diese Personen, die gegen Flüchtlinge demonstrieren an: Sie sagen da im Prinzip nur „alles scheiße“, beteiligen sich nicht an Problemlösungen und haben auch gar kein Interesse irgendwas zu verbessern. Hauptsache keine Flüchtlinge, das ist das einzige worauf es denen ankommt. So funktioniert diese Welt aber nicht. Da kann man auch gleich gegen die Schwerkraft demonstrieren: Egal wie sehr man die Schwerkraft bekämpfen würde, es würde sie weiterhin geben.

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    • IULIUS sagt:

      Die Ziele, die im Flugblatt stehen sind ganz hehre Ziele. Die Forderungen kann jeder Demokrat mit ruhigem Gewissen unterschreiben. Von der Ausrichtung ist es eine Demonstration gegen die derzeit in den deutschen Parlamen vertretenen Abgeordneten und Parteien.
      Dagegen ist nicht im Geringsten etwas einzuwenden.

      Tatsächlich steht die Idee gegen 2 Fronten, einerseits diejenigen, die deren Popularität für ihre eigenen politischne Zwecke (ausländerfeindliche Ideologien) nutzen wollen und auf der anderen Seite die etablierten Politiker, die keinen weiteren „Esser“ an ihrem Tisch dulden.
      Wo kämen wir denn dahin, wenn die im Grundgesetz propagierte Macht wirklich vom Volk ausgehen würde?

      Wenn man deren Zielsetzung genau ansieht fordern die betreffend der Flüchtlinge eine intelligente und professionelle Herangehensweise. Nicht mehr und nicht weniger.

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      • Wismar für alle sagt:

        Schön aufgesagt. Das sind einfach Idioten mit reichlich gewaltbereiten Mitgliedern. Dabei auch einfach von der dummen Sorte, worüber ich mich nicht beschweren möchte.

        2 Wochen nach der pegida-Fälschung* und der Sache mit Indymedia (Kommentar mit Namen Lohmeyer, der echt sein sollte) kommen die mit einem Screenshot von einem Link mit einem manipulierten Text. Weil: „wer weiß schon, was ich vor 2 Woche gesacht habe?“
        * http://www.stefan-niggemeier.de/blog/21952/mit-luegen-gegen-die-luegenpresse-pegida-faelscht-spiegel-online-ueberschrift/
        „Manipulation bei der Tagesschau?

        Es wurde ein Link geteilt, in dem es laut Tagesschau heißt: Der Bundestag sagt ja zur Auflösung Deutschlands und zur Abschaffung des deutschen Volkes! Was das bedeutet wissen wir alle und es ist die Pflicht eines jeden Deutschen sich dagegen zu wehren.„

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      • maSu sagt:

        IULIUS: So wie ich den Flyer verstehe, ist das wie bei PEGIDA … demokratische Werte simulieren und bei der ganz realen Demo werden dann derartig hässliche Parolen geschwungen, dass jene, die wegen den auf dem Flyer behaupteten Dinge kommen sich eigentlich fragen, warum Flyer und Realität nicht zusammenpassen.

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      • Kuttel Daddeldu sagt:

        @Julius: jau, is klar…; dann unterschreib mal die hehren Ziele gegen „Asylmißbrauch“, in diesen Tagen, mit bestem Gewissen, so als lupenreiner Demokrat. Ist ähnlich gediegen wie Deine ach so sachliche Diskussion mit der Nomadin bis zum Erbrechen und ihren dann offen rassistischen Ausfällen – um dann anschließend EMN unter dem Mäntelchen des Wohlwollens vorzuwerfen, sie habe der mit ihrem Widerspruch gegen die verschissene Rezension zuviel „Raum gegeben“. Haha, das muss man erstmal bringen.

        Btw, bezüglich Deiner Rede über ja so sicher nicht vorhandene Motivation, Leute anzuzünden, wollen ja alle nur in der Zeitung stehen, ist klar – anbei mal die Aussage von dem lt. eigener Aussage wohl stocknüchternen toitschen Mädel nach dem Brandanschlag im Weserbergland:

        http://www.sueddeutsche.de/politik/brandanschlag-in-salzhemmendorf-verdaechtige-beschuldigen-sich-gegenseitig-1.2634679

        Das sind die Folgen solcher demokratischen Flugblätter. Der braune Sud setzt sich seit Jahren in die Köpfe der z.T. ganz jungen Leute und kommt mittlerweile überall ganz offen zum Vorschein. Auch aufgrund solcher ewigen Verharmlosungen. Face the facts. Oder möchtest Du genau das vielleicht gar nicht?…

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    • „Wäre die Heimat nicht mehr die Heimat, wenn sie sich durch (andere) Menschen dort verändert?“ -> Frag mal die Mallorquiner von El Arenal… Die sind überhaupt nicht erbaut über die Veränderungen ihrer Heimat…😉

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  2. Wenn sich die Themenplurlität hier nicht langsam wieder menschenwürdigen Umständen annähert, trete ich in einen Hungerstreik.

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  3. Steve sagt:

    Wäre die Heimat nicht mehr die Heimat, wenn sie sich durch (andere) Menschen dort verändert?

    Auf jeden Fall nicht mehr die selbe Heimat.

    …und da wird dann klar der Wille geäußert, den aktuellen “Zustand” einzufrieren oder gar einen Zustand aus der Vergangenheit zu konservieren.

    Entweder das, oder man ist Veränderungen gegenüber aufgeschlossen und will gleichzeitig verhindern, dass diese in eine bestimmte Richtung abläuft.

    Da wird scheinbar völlig verkannt, dass “Kultur” und “Gesellschaft” einem stetigen Wandel unterliegen.

    Richtig. Wird aber der Einfluss der amerikanischen Kultur ersichtlich (also jetzt nicht im Zuge derer Kriegsführung), dann ist es auf einmal chic, die eigene Kultur zu betonen und den Feind draußen zu lassen. Schöne Doppelstandards.

    Mir ists in Hinsicht auf Heimat und Kulur egal, wer alles nach Europa kommt. Ich habe Freunde auf der ganzen Welt, ebenso kenn ich Arschlöcher auf der ganzen Welt, fühle mich keiner Kultur besonders verbunden. Ich kann aus jeder (für mich) positive und negative Dinge herausziehen. Aber konsequent sollte man schon sein.

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  4. Alex sagt:

    Allerdings war eine Wendung in die gute Richtung zu erwarten.
    Sicher, welche Wendung war mir nicht vorhersehbar.

    Aber die nicht flüchtenden Comics FanD ich uberraschender.

    Wird man ja wohl noch sagen dürfen🙂

    PS nur weil man keine flüchtenden illegalen haben will muss man nicht notwendigerweise nazi sein,
    es gäbe auch misanthrop , jemand der den Drittländern gerne das Humankapital gönnt, oder oder oder

    OK, misanthrop sind außer mir die wenigsten😉

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  5. Steve sagt:

    Erzähl mal, was ein “flüchtender Illegaler” sein soll.

    Das machen wir jetzt wie mit den Kindergartenkindern, welche gerade sprechen lernen: Was glaubst du denn, was das bedeuten könnte?

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