Schwarzer Privat.

Veröffentlicht: September 13, 2015 in Uncategorized

schwarzer

Kommentare
  1. netreaper sagt:

    Feminismus halt.
    Diese Frauen sind alle so bigott. Überrascht das ernsthaft jemanden?

    Gefällt 1 Person

    • Balrog sagt:

      Double Standards😉

      Gefällt 4 Personen

    • Christine sagt:

      Nein netreaper, so ist es nicht.
      Das hat nix mit Feminismus zu tun, das hat was damit zu tun das die Tante einfach einen an der Waffel hat. „Diese Frauen“ sind nicht bigott (religiöses Wort übrigens), sondern „diese Frau“ ist es – und zwar in verdammt vielerlei Hinsicht.

      Mir geht es ziemlich auf den Keks das hier in Deutschland Feminismus ein Synonym für Alice Schwarzer ist und umgekehrt. Wann immer ich sage das ich Feministin bin, kommen irgendwelche Kerle daher und fangen an über die Schwarzer herzuziehen. Ich mag die Frau auch nicht, ich finde sie sogar manchmal ganz schön daneben.

      „Feminismus halt“ ist genau so geil wie „Männer sind Schweine“.

      Dies hier sucht der Feminismus zB zu bekämpfen:
      http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2015/09/11/als-frau-in-der-wissenschaft-von-gender-sex-und-rollenbildern/
      (von Frauen in der Wissenschaft)

      Alice Schwarzer inszeniert sich selbst, vermarktet sich selbst und verdient Geld mit sich selbst. Das eine ist Feminismus, das andere Marketing.

      Gefällt 8 Personen

      • maennerpartei sagt:

        Wer definiert eigentlich was Feminismus ist und was nicht? Gibt es eine „Glaubenskongregation des wahren Feminismus“?😉

        Gefällt 2 Personen

        • Christine sagt:

          Maennerpartei: Hihi, nein. Im Prinzip hast du recht, auch Alice Schwarzer vertritt viele feministische Positionen, aber sie ignoriert meiner Meinung nach viele Fakten und vermarktet sich dabei eben ganz toll selbst.
          Ich selbst hänge einfach einer völlig anderen Richtung an und empfinde die Tante als äußerst konservativ, gleichzeitig aber auch wie oben erwähnt.
          Ich will nicht wissen wie sie mich findet. Vermutlich wäre ich laut ihr keine echte Feministin weil ich weder Sexarbeit noch Pornographie per se schlimm finde.😉

          Gefällt 2 Personen

          • netreaper sagt:

            Ich finde es halt äußerst praktisch, bei jeder dummen, radikalen, sexistischen oder rassistischen Aussage einer Feministin zu sagen:
            „Oh, das ist aber nicht der Feminismus“
            Nur um dann nichts zu tun und zur Tagesordnung überzugehen.

            Gefällt 3 Personen

          • Leszek sagt:

            @ Christine

            „Ich selbst hänge einfach einer völlig anderen Richtung an“

            Welcher feministischen Richtung gehörst du denn an?
            Was sind die wesentlichen Unterschiede zwischen deinem Feminismus und Alice Schwarzers Feminismus?
            Ist dein Feminismus auch dazu in der Lage männliche Diskriminierungen zu integrieren oder zumindest anzuerkennen, dass es solche gibt?

            http://www.vaetersorgen.de/Maennerbewegung.html

            Gefällt 3 Personen

            • Christine sagt:

              Leszek: Ich bin pauschal gegen Diskriminierung aller möglicher Art.
              Ich weiß nicht ob ich die Meinungen von Vaetersorgen.de vertreten kann (kenne ich nicht), aber bei Manndat habe ich zeitweilig mitgelesen. Beispielsweise fand ich ihren Bericht über die Benachteiligung von männlichen Grundschülern interessant, denn die mehrheitlichen Lehrerinnen sprächen in Schulen eher weibliche Themen an. Ich habe zwar andere Erfahrungen gemacht, aber nungut. Im wesentlichen sprechen sie den gleichen Mechanismus an, warum es so viele Grundschullehrerinnen gibt und eben nicht so viele Grundschullehrer. Leider haben sie dies aber nicht öffentlich geschrieben, wobei sie auf Emailanfrage zugeben das auch Feministinnen für sie schreiben würden.

              In einem feministischen Forum in dem ich einmal war, fragte mal eine warum an den Zigarettenautomaten immer stehen würde „Kassiererin fragen“ und eben nicht „Kassierer“. Bei ihr wäre das Kassenpersonal nämlich ausschließlich männlich.
              Das stand übrigens in einem Thread der „witziges und kurioses“ hieß, glaube ich.

              Das 1. was ich von der Schwarzer las was mich aufregte war übrigens, das die Frau sich darüber echauffierte das Frauen in Winter viel zu dünne Kleidung tragen müssten. Der Spiegel-Redakteur fragte sie nur: Dafür schwitzen doch Männer im Sommer in ihren Anzügen.
              Darauf ging die Frau garnicht ein. Bei der Kleidungsfrage müssten wir aber alle im selben Boot sitzen:
              Die gesamte Gesellschaft ist mir bei weitem zu wenig Genderequivalent und viel zu hierarchisch. zB diese simple Kleidungsfrage illustriert ganz gut wie lächerlich es ist, das Problem nicht in seiner Gesamtheit zu nennen, sondern eben nur einen kleinen Teil des Ganzen zu benennen.

              Damit habe ich nicht direkt gesagt in welche Richtung ich tendiere, aber wenn du dich auskennst kannst du es nun zumindest grob einschätzen.

              Gefällt mir

            • Fabienne sagt:

              @Leszek: kleiner Exkurs in Sachen Hintergrundwissen: Feminismus setzt sich für eine Gleichstellung aller Geschlechter und sexueller Identitäten ein. Das lässt sich auch mit ein paar wenigen Mausklicks selbst ergoogeln. Wenn Du an einer feministischen Kritik von Schwarzers Positionen interessiert bist, findest Du dazu auch haufenweise Informationen im Netz, die Debatte wird sehr öffentlich geführt und Du bist nicht drauf angewiesen, von jemandem dazu gefüttert zu werden.

              Gefällt mir

              • Nick sagt:

                @Fabienne:
                kleiner Exkurs in Sachen Hintergrundwissen

                Dunning-Kruger?

                Wenn Du an einer feministischen Kritik von Schwarzers Positionen interessiert bist, findest Du dazu auch haufenweise Informationen im Netz

                Das wissen wir alle. Ich habe eher den Eindruck, dass Leszek eher ganz konkret an Christines Position interessiert war. Gibt es etwas, das dich daran stört?

                Gefällt mir

              • Leszek sagt:

                @ Fabienne

                „kleiner Exkurs in Sachen Hintergrundwissen: Feminismus setzt sich für eine Gleichstellung aller Geschlechter und sexueller Identitäten ein.“

                So einfach ist es allerdings nicht.
                So gab es im klassischen Radikalfeminismus von jeher einiges an transphoben und homophoben Tendenzen (gegen schwule Männer gerichtet). Speziell die transphoben Tendenzen stellen noch in der Gegenwart einen von mehreren themenspezifischen Konfliktlinien zwischen klassischem Radikalfeminismus und (vulgär-)poststrukturalistischem Gender-Feminismus dar (neben den Themen weibliche Sexarbeit, Intersektionalität, Multikulturalismus). Keinen großen Unterschied zwischen diesen beiden einflussreichen Strömungen des zeitgenössischen Feminismus in westlichen Gesellschaften gibt es hingegen hinsichtlich ihrer Männerfeindlichkeit und der Ausgrenzung berechtigter männerrechtlicher Anliegen.
                Die Männerfeindlichkeit ist auch im Spektrum des differenzfeministischen Matriarchats/Öko-/Esoterischen Feminismus meist vorhanden, manchmal kommt hier noch Antisemitismus dazu.

                Eine positive Ausnahme stellen zur Zeit einige dissidenten Feministinnen im liberalen Feminismus dar, die Diskriminierungen, soziale Problemlagen und Menschenrechtsverletzungen von denen Jungen und Männer betroffen sind, ausdrücklich anerkennen.

                Daneben gibt es noch viele untheoretische Alltagsfeministinnen, die oft nett und nicht männerfeindlich sind, aber bzgl. männlicher Diskriminierungen oft wenig informiert sind und im feministischen Diskurs in Medien, Akademia und Politik ohnehin keinen Einfluss haben.

                „Das lässt sich auch mit ein paar wenigen Mausklicks selbst ergoogeln.“

                Danke, aber ich habe über 60 feministische Bücher der verschiedensten Strömungen in einem meiner Bücherregale stehen, das meiste, was ich nachschlagen möchte, ist dort zu finden.
                Und ansonsten bin ich mit Netzrecherche vertraut.

                „Wenn Du an einer feministischen Kritik von Schwarzers Positionen interessiert bist, findest Du dazu auch haufenweise Informationen im Netz, die Debatte wird sehr öffentlich geführt und Du bist nicht drauf angewiesen, von jemandem dazu gefüttert zu werden.“

                Ich bin über die innerfeministischen Konflikte zwischen klassischem Radikalfeminismus (in dessen Tradition Schwarzer steht) und dem heute im Netz dominierenden (vulgär-)poststrukturalistischen Gender-Feminismus durchaus informiert und finde dies ein sehr interessantes Thema.

                Bei meiner obigen Frage ging es nicht darum „gefüttert zu werden“, sondern ganz spezifisch darum die persönlichen Ansichten der Mitkommentatorin Christine zum Thema zu erfahren, die ja auch freundlicherweise eine interessante Antwort geschrieben hat.

                Meine persönliche Zuordnung zu geschlechtsbezogenen Strömungen kann übrigens hier nachgelesen werden:

                https://onyxgedankensalat.wordpress.com/2015/03/14/du-akzeptierst-keine-manner-weil-weil-weil-halt-weil-du-uber-rape-culture-redestdrolf-logik-von-antifeministen/#comment-13221

                Gefällt 1 Person

      • netreaper sagt:

        Nein, Christine, so ist das nicht.
        Du kommst hier mit der typischen „No true Scotsman“-Rhetorik, aber sowas gehe ich nicht auf den Leim:
        https://en.wikipedia.org/wiki/No_true_Scotsman

        Es ist kein Zufall, dass Alice Schwarzer immer noch die Anführerin der feministischen Bewegung in Deutschland ist und bis zu ihrem Tode bleibt.

        Die Feministinnen hatten genug Zeit dafür sich von Alice Schwarzer zu distanzieren. Da wo es passiert es war es vereinzelt und halbherzig.

        Das habe ich vor einem Jahr schon thematisiert:
        http://www.netreaper.net/2014/06/01/der-tod-der-alice-schwarzer/

        Trotzdem sehe ich für den Feminismus jenseits von Schwarzers Hass auf Männer keine Zukunft. Denn für jede Alice Schwarzer steht eine Jasna Strick als Nachfolgerin Gewehr bei Fuß. Ich lasse mich gerne eines besseren belehren. Dann, wenn Alice Schwarzer tot ist.

        Gefällt mir

        • Christine sagt:

          Netreaper: Schön das du in großen Bildern antwortest und gleichzeitig sagst das du auch div. Dinge nicht eingehst. Ich vermute was du meinst hat Männerpartei ganz gut auf den Punkt gebracht.

          Auf einen Punkt von dir will ich aber noch eingehen:
          Nur weil ich Deutsche bin muss ich mich nicht permanent von blöden Nazis distanzieren. Oder machst du das bei jeder Gelegenheit?

          Nichts von dem was du sagst lässt es zu den Feminismus pauschal abzulehnen.

          Gefällt 3 Personen

          • Biene sagt:

            Wer sagt überhaupt, dass A.S. das Gesicht des Feminismus ist, außer ihr selber und Menschen, die Feminismus auf Teufel komm raus doof finden wollen?

            Gefällt 1 Person

            • netreaper sagt:

              Ich bin sehr gespannt: Wer soll denn sonst das Gesicht des Feminismus sein, wenn nicht Alice Schwarzer? Vielleicht Jasna Strick, von der ich da oben das Bild von „Männertränen sind mein Gummibärensaft“ (Originalzitat) gepostet habe?

              Gefällt mir

              • Biene sagt:

                Wie wärs mit einfach jede/r Einzelne, der/die sich schlicht gleichberechtigt im Alltag verhält?

                Gefällt 1 Person

                • netreaper sagt:

                  Ja, das würde bedeuten den Feminismus hinter uns zu lassen. Denn der Feminismus setzt sich nicht für Gleichberechtigung ein. Daher halte ich das für eine gute Idee. Die beste sogar.
                  100% Zustimmung.

                  Gefällt 1 Person

                  • Fabienne sagt:

                    @netreaper: „Denn der Feminismus setzt sich nicht für Gleichberechtigung ein.“ Oh, kein Wunder, dass Du die von Dir gezeigte Argumentationslinie verfolgst, Du hast offenbar noch erheblichen Forschungsbedarf zum Feminismus. Bitte bilde Dich dazu, damit Du auch eine allgemeinübliche Bedeutung des Wortes „Feminismus“ benutzt. Nur weil Du es falsch belegt benutzt, ist es noch keine Realität.

                    Gefällt mir

              • käse sagt:

                Das heißt, wenn man den Maskulismus auf einen seiner Vertreter als Aushängeschild reduziert ist das auch gerechtfertigt.?

                Dann ist es ja ziemlich einfach den Maskulismus mit einem trojanischen Pferd zu stürzen und für nichtig zu erklären, statt sich kritisch mit ihm auseinander zu setzen und zu differenzieren.

                Toller Plan

                Gefällt 3 Personen

                • Arne sagt:

                  Nein, denn der Unterschied ist, dass anders als im Feminismus von bekannten Maskulisten eine Auseinandersetzung mit ethisch fragwürdigen Positionen in der eigenen Szene stattfindet. Ich zum Beispiel mache das in meinem Blogs und meinen Büchern immer wieder und werde dafür z.B. von Schwulenhassern, Frauenhassern, Rechtsradikalen und Leuten, für die Männer mehr wert sind als Frauen, regelmäßig angefeindet. Leszek und Christian Schmidt tun dasselbe. Im Feminismus macht sich kaum jemand diese Mühe, was ethische Fehltritte bei den eigenen „Schwestern“ angeht.

                  Während im Maskulismus dämliche Positionen von Leuten vertreten wird, die in der Regel nur im Internet herummotzen, aber keine ernsthafte politische Arbeit leisten, sind es im Feminismus Wortführerinnen wie Alice Schwarzer, von denen die Unsäglichkeiten kommen. Mit deiner Rhetorik von einem „trojanischen Pferd“ tust du so, als gäbe es hunderte bekannte, hochanständige Feministinnen, aber irgendein Fiesling hätte dem Feminismus jetzt heimtückisch eine Alice Schwarzer untergeschoben, um diese Ideologie zu denunzieren. Das hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun.

                  Die völlig unkritische Art, wie Feministinnen Schwarzer wahrnehmen, besteht bis heute:

                  „Alice Schwarzer wurde angedichtet, sie sei herrschsüchtig und männerfeindlich. Das ist Quatsch! Aber so ein Etikett ist natürlich sehr praktisch. Man muss sich dann nicht mit den Inhalten auseinandersetzen und kann weitermachen wie zuvor.“

                  http://www.sueddeutsche.de/medien/auszeichnung-fuers-lebenswerk-klare-sache-1.2636540

                  Ja, dummerweise steht in diesen „Inhalten“ explizit, dass Alice Schwarzer den Hass auf Männer für gerechtfertigt hält. Aber nee, klar, ist natürlich nur ein antifeministisches Klischee, um der großen Führerin zu schaden, deren Genialität die Kerle nie begreifen werden.

                  Gefällt 2 Personen

                  • käse sagt:

                    Ich gehe von dem Standpunkt aus, dass man den Feminismus nicht auf einen seiner Wortführer reduzieren kann. Ebenso gilt das für den Maskulismus.

                    Mit trojanisches Pferd meinte ich nicht die Schwarzer, und auch nicht dass man sie untergeschoben hat.

                    Die „dämlichen“ Wortführer des Maskulismus im Internet prägen das Bild des Maskulismus mit. Das kann man nicht leugnen. Wenn ich jetzt behaupten würde, der Maskulismus ist überflüssig, genau wegen dieser Leute im Netz, würdest du das mit Sicherheit für albern halten.

                    Wenn die Realität so einfach wäre, wie Netreaper sie hier teilweise darstellt, könnte man diverse Gruppenbewegungen einfach so zerschlagen, indem man einen Feind einschleust. Das funktioniert aber nicht.
                    (Man kann aber sehr wohl den Ruf schädigen und Zweifel säen)

                    Gefällt 1 Person

                    • Leszek sagt:

                      @ Margret

                      Falls du wissen möchtest wie radikale Maskulisten und radikale Antifeministen so auf Arnes Positionen reagieren, dann lies mal den Wikimannia-Artikel „Arne Hoffmann“, (der ist fast so amüsant wie der über mich).

                      Gefällt mir

                    • margretandfriends sagt:

                      @ Leszek Ursprünglich fand Arne wikimannia aber durchaus eine gute Idee, das lässt sich sogar einem deiner Links entnehmen.

                      Das deckt sich wunderbar damit, dass er ernsthaft die deutlich tendenziöse „Studie“ von Bauer-Jelinek und Meiners (die beide, nunja, „feminismuskritisch“ sind) als „endlich eine seriöse Studie“ gefeiert hat. Ich kann niemanden ernst nehmen, der einerseits schreibt „Bisherige als „Expertisen“ oder „Studien“ herausgegebene Texte über die Männerrechtsbewegung (den Maskulismus) krankten daran, dass sie hochparteiisch aus der Sicht des feministischen Gender-Lagers gestaltet waren“ und andererseits gegen Parteilichkeit aus dem eigenen „Lager“ offensichtlich blind ist.

                      Gefällt mir

                    • david sagt:

                      Ursprünglich fand Arne wikimannia aber durchaus eine gute Idee, das lässt sich sogar einem deiner Links entnehmen.

                      Wo ist hier das Argument? Wikimannia ist auch eine gute Idee und bietet sogar bei vielen Themen eine gute Übersicht mit vielen Infos und Quellen (z.B. zum Gender Pay Gap)
                      Das ändert ja nichts daran, dass inzwischen viele Artikel einseitig und diffamierend sind, somit das Portal leider als ganzes nicht mehr unterstützbar ist.

                      Das deckt sich wunderbar damit, dass er ernsthaft die deutlich tendenziöse “Studie” von Bauer-Jelinek und Meiners (die beide, nunja, “feminismuskritisch” sind) als “endlich eine seriöse Studie” gefeiert hat. Ich kann niemanden ernst nehmen, der einerseits schreibt “Bisherige als “Expertisen” oder “Studien” herausgegebene Texte über die Männerrechtsbewegung (den Maskulismus) krankten daran, dass sie hochparteiisch aus der Sicht des feministischen Gender-Lagers gestaltet waren” und andererseits gegen Parteilichkeit aus dem eigenen “Lager” offensichtlich blind ist.

                      Es ist fast süß, wie du in jedem deiner Postings meist, Widersprüche und Doppelstandards zu entlarven, was dann in etwa 1 von 100 Fällen auch stimmt.
                      Um zu belegen, dass hier andere Maßstäbe angelegt werden, kannst du nicht einfach nur das Fazit der Texte nehmen und sagen „höhö, den einen Bericht finden sie gut und den anderen nicht. Parteiisch!“
                      Du musst im gleichen Maße substantielle Kritik liefern, wie es vielfach in Bezug auf die „Expertisen“ von Rosenbrock und Co. gemacht wurde. Wenn du Bauer-Jelinek & Meiners gelesen und analysiert hast, kann man ja darüber reden ob das denn ebenso ein lachhaftes Pamphlet ist wie die Verleumdungsschriften von feministischer Seite.

                      und natürlich sind Männerrechtlicher parteiisch, was Feminismus und Feminismuskritik angeht, was auch sonst? Nicht minder bist du es.

                      Gefällt mir

                    • Leszek sagt:

                      @ Margret

                      „Ursprünglich fand Arne wikimannia aber durchaus eine gute Idee, das lässt sich sogar einem deiner Links entnehmen.“

                      Ja, ganz am Anfang, als noch nicht absehbar war, wohin sich das Ganze entwickelt.
                      Daran ist nun wirklich nichts zu kritisieren.
                      Wikimannia wird in Arnes aktuellem Buch „Plädoyer für eine linke Männerpolitik“ kritisiert, wie dir bekannt sein dürfte.

                      „Das deckt sich wunderbar damit, dass er ernsthaft die deutlich tendenziöse “Studie” von Bauer-Jelinek und Meiners (die beide, nunja, “feminismuskritisch” sind) als “endlich eine seriöse Studie” gefeiert hat.“

                      Ich habe sie nur überflogen, aber seriöser als die vorherigen radikalfeministischen antimaskulistischen Hetzschriften ist sie bestimmt.

                      „Ich kann niemanden ernst nehmen, der einerseits schreibt “Bisherige als “Expertisen” oder “Studien” herausgegebene Texte über die Männerrechtsbewegung (den Maskulismus) krankten daran, dass sie hochparteiisch aus der Sicht des feministischen Gender-Lagers gestaltet waren” und andererseits gegen Parteilichkeit aus dem eigenen “Lager” offensichtlich blind ist.“

                      Eine Studie ist nicht deswegen schon unwissenschaftlich, weil sie aus einem bestimmten Lager kommt. Du müsstest dir also schon die Mühe machen sie inhaltlich und mit guten Begründungen zu kritisieren, wie wir es mit den Schriften von Gesterkamp, Kemper, Rosenbrock, Claus gemacht haben.

                      Gefällt mir

                  • margretandfriends sagt:

                    @ Arne Nenn uns doch bitte ein paar Beispiele für dein Engagement gegen frauenfeindliche Äußerungen. Ich habe früher jahrelang bei wgvdl mitgelesen und ich kann mich an keinen einzigen Widerspruch deinerseits erinnern, nicht einmal dem Typen gegenüber, der von Frauen grundsätzlich als „die Geschlitzten“ sprach.

                    Im Gegenteil, Du hast Dinge geschrieben wie „Als Folge dieser weiblichen Selbstverwirklichung geht regelmäßig das Geschrei um die angeblich so benachteiligten Frauen durch die Medien, und man wirft mit immer dickeren Geldbündeln nach ihnen, damit sie es in der Arbeitswelt so gemütlich wie möglich haben“ oder “

                    „Schon in den 90er Jahren fragten sich viele Frauen, ob sie der Feminismus nicht extrem verladen hätte, indem er vor allem dazu führte, dass sie jetzt genauso schwer arbeiten mussten wie die Kerle. (Nun, nicht genauso, die wirklich zerschindenden Knochenjobs blieben ihnen weiterhin erspart, aber schlimm genug!)“ (beides „der Fall Eva Herman“).

                    Frauen arbeiten also gar nicht hart, es wird ihnen „alles hinterhergeschmissen“. Selbstverständlich sind Jobs wie Kranken- oder altenpflegerin, Putzfrau, Näherin … keine „Knochenjobs“ , oder?

                    Du hast Esther Vilar gegen den Vorwurf der Frauenfeindlichkeit verteidigt, obwohl sie folgendes Frauenbild vertritt „daß an den Frauen, außer einer Vagina, zwei Brüsten und ein paar Lochkarten mit dummen, stereotypen Redensarten, nichts, aber auch wirklich nichts ist? Daß sie Konglomerate von Materie sind, Klumpen ausgestopfter Menschenhaut, die vorgeben, denkende Wesen zu sein?“

                    Du hast geschrieben „Dabei sollte Männern auch stärker vermittelt werden, dass sie nicht ihre Gesundheit oder ihr Leben in einem der von der WHO so bezeichneten „Todesberufe“ aufs Spiel setzen müssen, nur um mit dem erzielten Einkommen Frauen zu unterhalten. “

                    Du hast geschrieben „Wenn ihm sein Gefühl sagt, diese sei genau die Richtige, wird er seine gesamte emotionale Energie auf diese Frau konzentrieren. Sie hingegen wägt bei jeder einzelnen Begegnung noch lange Zeit skeptisch ab, wobei auch rein rationale Erwägungen eine große Rolle spielen – beispielsweise wie sehr der jeweilige Verehrer auch als Ernährer geeignet ist. Für Männer hingegen waren Kriterien wie die soziale Position oder das Einkommen ihrer möglichen Partnerin nachrangig. Als echte Romantiker vertraten sie überwiegend die Auffassung: Solange sich zwei Menschen wirklich liebten, seien sie in der Lage, sämtliche Herausforderungen ihres Lebens gemeinsam zu lösen. (…) Wenn die Liebe Frauen als letztes erwischt, dann schwindet sie bei ihnen dafür als erstes. Sie verlassen Männer öfter als umgekehrt, auch insgesamt geht der Anstoß zu einer Trennung weit überwiegend von ihnen aus. Männer hingegen sind deutlich eher bereit, bis zum Letzten für den Erhalt ihrer Partnerschaft zu kämpfen – und wenn sie dabei scheitern, leiden sie wie die Hunde. “

                    Mit anderen Worten: Frauen sind in Liebesdingen berechnend und kalt, Männer dagegen „echte Romantiker“.

                    Gleichzeitig hast Du erst kürzlich wieder einen Artikel von Carsten Mende zustimmend verlinkt, in dem dieser sich abwertend üner den Streik der Erzieherinnen und über deren gesamtes Berufsbild äußert, so tut, als wären diese für „das bisschen Spielen“ so und so bereits überbezahlt.

                    Das alles weist doch sehr darauf hin, dass Du Frauen mitnichten achtest oder überhaupt nur anerkennst, dass auch sie Probleme (jenseits der Frage nach „Was ziehe ich an“) haben. Es weist vielmehr darauf hin, dass Du die vilarsche Position von Frauen als hinterngepuderte quasi parasitäre Lebensformen, die Männer kühl berechnend ausnehmen, teilst.

                    Gefällt 2 Personen

                    • Leszek sagt:

                      @ Margret

                      Hier sind einige Texte, in denen Arne den lunatic fringe der Männerrrechtsbewegung kritisiert:

                      Der erste Link enthält zwei Kommentare von Arne (15. Okt 2009, 13:48 und 17. Okt 2009, 13:01), in denen wgvdl kritisiert wird:

                      http://forum.piratenpartei.de/viewtopic.php?p=180072#p180072

                      http://arnehoffmann.blogspot.de/2011/08/warum-ich-nicht-mehr-blogge.html

                      http://genderama.blogspot.de/2012/03/warum-ich-wieder-blogge.html

                      https://www.cuncti.net/geschlechterdebatte/270-vergesst-die-rechten

                      http://www.spiegelfechter.com/wordpress/8167/eckpfeiler-einer-linken-mannerpolitik

                      Siehe zum Thema außerdem in Arnes männerrechtlichen Büchern:

                      Arne Hoffmann – Männerbeben, Lichtschlag, 2007, S. 252 – 260

                      und

                      Arne Hoffmann – Plädoyer für eine linke Männerpolitik, 2014, S. 332 – 336

                      Gefällt mir

                    • Leszek sagt:

                      @ Margret

                      Ich habe gerade einen Kommentar gepostet, der Links und Belegquellen bezüglich mehrerer von Arnes Texten zur Kritik am radikalen Maskulismus enthält.
                      Wird im Laufe des Tages sicherlich freigeschaltet.

                      Ich kenne keine vergleichbaren Texte von irgendeiner bekannteren deutschssprachigen Feministin zur Kritik am radikalen Feminismus mit einer einzigen Ausnahme: Astrid von Friesen, die zwar nicht zu den bekanntesten Feministinnen gehört, aber auch nicht unbekannt ist.

                      Ich kenne auch von dir keine vergleichbar deutlichen Analysen, Kritiken und Distanzierungen bezüglich des radikalen Feminismus.

                      Gefällt mir

                    • Leszek sagt:

                      @ Margret

                      „Du hast Esther Vilar gegen den Vorwurf der Frauenfeindlichkeit verteidigt, obwohl sie folgendes Frauenbild vertritt “daß an den Frauen, außer einer Vagina, zwei Brüsten und ein paar Lochkarten mit dummen, stereotypen Redensarten, nichts, aber auch wirklich nichts ist? Daß sie Konglomerate von Materie sind, Klumpen ausgestopfter Menschenhaut, die vorgeben, denkende Wesen zu sein?”“

                      Das hatten wir ja schon diskutiert. Das ist nicht Esther Vilars Frauenbild, sondern SCHLECHTE Polemik.
                      Esther Vilars Frauenbild muss, wenn man in geisteswissenschaftlicher Hinsicht wissenschaftlich korrekt vorgeht, aus ihrem Gesamtwerk zu geschlechtsbezogenen Themen rekonstruiert werden.

                      Esther Vilars Frauenbild kommt eher in folgendem Zitat zum Ausdruck:

                      “Die industrielle Revolution hat unsere Welt verändert. Auch wenn wir zuweilen wie die von Gallup interviewten Amerikanerinnen mit dem Gedanken flirten – die meisten von uns wollen nicht wirklich an den Elektroherd zurück. Doch so wie die Mehrheit der Männer möchten wir natürlich auch nicht leben. Und auch stehenbleiben ist nicht möglich, dazu ist unsere jetzige Position zu unstabil. Der einzige Weg ist der nach vorn. (…) Wir Frauen sind heute zum Denken und Handeln ausgebildet und stellen die Mehrheit: Falls wir es tatsächlich wünschen, haben wir die Macht ein anderes Leben zu führen. Doch dazu müsste man zunächst einmal jenes Tabu durchbrechen, das uns daran hindert, dem vermeintlichen Feind unter die Arme zu greifen. Eine Frau, die sich für die Rechte der Männer einsetzt – eine Maskulistin -, bezeichnen wir noch immer als Opportunistin.”

                      (aus: Esther Vilar – Denkverbote. Tabus im 21. Jahrhundert, Bastei Lübbe, 1998, S. 117 f.)

                      Man denke außerdem an ihre scharfe Kritik an Katholikinnen, die sich kritikos dem frauenfeindlichen konservativen Katholizismus unterordnen, (du fällst natürlich nicht darunter):

                      “Katholikinnen aller Länder, Ihr seid eine Schande. Eine Schande für Euch selbst, die Ihr Euch nicht zu genieren scheint. Eine Schande für uns, die wir uns für Euch genieren müssen. (…) Und letztlich seid ihr eine Schande für Eure Kirche, die Ihr mit eurer Passivität (…) zur letzten Bastion weiblicher Unterdrückung macht. Wann immer Euch Euer Papst mit liebevoller Stimme wieder einmal endgültig den Zugang zum Priesteramt verweigert, geht ein Aufschrei der Entrüstung um die Erde. Ein Aufschrei, dem sich jeder anschließt, dem Euer Schicksal am Herzen liegt. Nur Ihr nicht, die Betroffenen. Wenn Ihr Euch leise zu beklagen traut, ist das schon viel. Einen öffentlichen Protest größeren Ausmaßes hat man noch nicht erlebt. Sollen wir, die Ungläubigen etwa für Euch auf die Straße gehen?
                      Haben wir Euch in der Vergangenheit nicht immer wieder vorgemacht, wie man sowas anstellt? Der moderne Feminismus kennt zwei Kampfmethoden: Man kann den Männern sagen, dass man sich ihre Ämterhäufung nicht länger gefallen lässt, oder man kann ihnen sagen, dass sie nicht so dumm sein sollen, jeden Morgen für uns zur Arbeit zu gehen. Die erste Strategie nennt man den Kampf um weibliche Gleichberechtigung, die zweite den um weibliche Gleichverpflichtung.”

                      (aus: Esther Vilar – Katholikinnen aller Länder vereinigt euch, Bastei Lübbe, 1995, S. 12)

                      „Jawohl, Ihr Katholikinnen aller Länder,
                      Ihr faules bequemes Pack,
                      Ihr duckmäuserisches Weibsgesindel,
                      Ihr Dinosaurier unseres Geschlechts,
                      Ihr Trittbrettfahrer unseres Kampfes,
                      Ihr Schandfleck des Feminismus,
                      Ihr Gebetsbanktäter des Sexismus,
                      Ihr sollt Euch jetzt aufraffen, habt ihr gehört?
                      Ihr sollt Euch jetzt endlich vereinen!
                      Seit der Geburt Eures Befreiers sind fast zweitausend Jahre verstrichen, und wenn ihr so weitermacht, befindet Ihr Euch nach weiteren zweitausend Jahren noch in der jetzigen Demutsstellung!
                      Denn da geht wahrhaftig eher ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Papst der katholischen Kirche eine Frau zum Priester weiht – freiwillig.“

                      (aus: Esther Vilar – Katholikinnen aller Länder vereinigt euch, Bastei Lübbe, 1995, S. 41 f.)

                      Gefällt mir

                    • Leszek sagt:

                      @ Margret

                      „Du hast geschrieben “Dabei sollte Männern auch stärker vermittelt werden, dass sie nicht ihre Gesundheit oder ihr Leben in einem der von der WHO so bezeichneten “Todesberufe” aufs Spiel setzen müssen, nur um mit dem erzielten Einkommen Frauen zu unterhalten. ”“

                      Das hatten wir auch schon diskutiert.
                      Die Aussage bezieht sich darauf, dass der Umstand, dass es für einen größeren Teil von Frauen zu ihren zentralen Partnerwahlkriterien gehört, dass der Mann mehr verdient als sie automatisch dazu führt, dass ein gewisser Prozentsatz von Männern auch gefährlichere Arbeiten annimmt, wenn sie dadurch mehr verdienen.

                      Dass viele Frauen auch heute noch tatsächlich Wert darauf legen, dass ihr Partner mehr verdient als sie, entspricht nunmal dem wissenschaftlichen Forschungsstand zu Partnerwahlpräferenzen. Man muss auch keinesfalls Anhänger der Evolutionären Psychologie sein um die diesbezüglichen Fakten anzuerkennen, auch in der Familiensoziologie ist dies allgemein bekannt, weil die Forschungsergebnisse zum Thema es nunmal belegen, vgl. hierzu aus familiensoziologischer Perspektive: Rüdiger Peuckert – Das Leben der Geschlechter. Mythen und Fakten zu Ehe, Partnerschaft und Familie, Campus Verlag, 2015, S. 34 – 36, Unterkapitel: Haben Frauen und Männer auch im Zeitalter der Emanzipation unterschiedliche Partnerwünsche?

                      Frauen, für die es zu ihren Partnerwahlkriterien gehört, dass ein Mann mehr verdient als sie, leisten dadurch einen Beitrag zur Aufrechterhaltung traditioneller Geschlechterrollen. D.h. aber nicht, dass diese Frauen wünschen, dass Männer in gefährlichen Jobs arbeiten, sie wünschen nur, dass ihre Partner mehr verdienen als sie.

                      Und das führt eben dazu, dass sich bei manchen Männern eine Motivation entwickeln kann lieber gefährliche Jobs anzuehmen, um mehr zu verdienen als das Risiko einzugehen allein zu bleiben. Das muss nicht unbedingt bewusst geschehen, sonden kann auch unbewusst oder halbbewusst ablaufen.
                      In Arnes Zitat wird einfach gefordert, mehr Wert darauf zu legen, bei Männern ein kritisches Bewusstsein für solche Mechanismen zu erzeugen.
                      Es ist keine Anschuldigung an Frauen, noch bedeutet es, dass es keine Frauen gibt, die von sozialen Problemlagen betroffen sind.

                      Gefällt mir

                    • margretandfriends sagt:

                      @ Leszek „Das hatten wir ja schon diskutiert. Das ist nicht Esther Vilars Frauenbild, sondern SCHLECHTE Polemik.“

                      Das war deine Interpretation. Die ich nicht teile. Sie hat mehrmals klar kommuniziert, dass sie alles ernst meint und da nehme ich sie beim Wort. Darum ist es extrem lächerlich den Vilar gemachten Vorwurf der Frauenfeindlichkeit abzustreiten, wie Arne es z. B. tut. Dass sie darüberhinaus auch interessante Ansätze hat, sei ihr unbenommen. Aber zu behaupten, Vilars Aussagen wären Satire ist in etwa so, als würde ich behaupten, Scum wäre Satire. Aber auch das hatten wir schon.

                      Die von dir verlinkten Texte sind so gut wie alle NACH dem Bruch mit dem „rechten“ Flügel der Männerrechtbewegung entstanden und kritisieren fast ausschließlich die „rechte Gesinnung“ aber nicht die Frauenfeindlichkeit.

                      Zudem habe ich ganz konkrete Vorwürfe gemacht, die Du nicht entkräften konntest. Es geht nicht (nur) um eine mangelnde Distanzierung, es geht um eigene Aussagen. Das waren übrigens nur die, die ich nun rasch zitieren konnte mangels Zeit. In den Büchern, gerade in den alten, die noch bei lichtschlag erschienen sind, finden sich deutlich mehr Hinweise darauf, dass Arnes Frauenbild das einer Art Parasiten ist, die berechnend Männer ausbeuten.

                      Gefällt 1 Person

                    • margretandfriends sagt:

                      @ leszek „Dass viele Frauen auch heute noch tatsächlich Wert darauf legen, dass ihr Partner mehr verdient als sie, entspricht nunmal dem wissenschaftlichen Forschungsstand zu Partnerwahlpräferenzen“.

                      Was aber nicht bedeutet, dass Männer angebliche „Todesberufe“ ergreifen, um „Frauen zu ernähren“. Das ist eine Scheinkorrelation. Übrigens seid ihr mir den Link zur WHO-Quelle bis heute schuldig, in der diese Aussage gemacht wird. Alles was ich bisher dazu finden konnte, waren maskulistische Seiten.

                      Ich habe diese Aussage aber auch genau deshalb in Zusammenhang mit anderen Aussagen zitiert, die allesamt Frauen berechnendes Verhalten vorwerfen, um ernährt zu werden bzw. ihnen vorwerfen, sich vor harter Arbeit quasi „zu drücken“.

                      (Übrigens ist das auch so mit der Aussage, Obdachlose wären zu 90 % Männer und nur zu 10 % Frauen. Die ist schlicht nicht korrekt. Es handelt sich vermutlich um Werte um die 75 / 25 http://www.bagw.de/de/themen/zahl_der_wohnungslosen/. Und ja, natürlich ist der Männeranteil bei Obdachlosen höher und das ist ein großes Problem, warum muss man dann unbedingt so derart dramatische, falsche Zahlen im Munde führen.)

                      Gefällt 1 Person

                    • margretandfriends sagt:

                      „Astrid von Friesen, die zwar nicht zu den bekanntesten Feministinnen gehört, aber auch nicht unbekannt ist“

                      Miriam Gebhardt. Wobei sie etwas polemisch und undifferenziert mit Kritik um sich wirft.

                      Gefällt mir

                    • Jemand sagt:

                      @margret „Selbstverständlich sind Jobs wie Kranken- oder altenpflegerin, Putzfrau, Näherin … keine “Knochenjobs” , oder?“

                      Ooooh ja, alles so harte Knochenjobs. Diese Beispiele zeigen vor allem, wie einseitig die weibliche Sicht auf Anstrengungen im Arbeitsalltag ist.

                      Ich kenne sowohl Krankenhäuser als auch Altenheime samt der Pflegeberufe aus meinem eigenen Berufsleben von innen, ebenso gewerbliche Raumpflege. Du auch? Dann wüßtest Du, daß es gerade in der Pflege zahlreiche Hilfsmittel gibt, mit denen die körperlich schweren Tätigkeiten wie Umlagerung leicht von der Hand gehen. In der Raumpflege ist es ähnlich, Ergonomie ist auch da ein Stichwort. Bleibt der Arbeitsdruck – der jedoch ist in anderen Berufen nicht minder.

                      Apropos andere Berufe. Gegen Deine „Knochenjobs“ halte ich gegen: Kanalreinigung (nicht die oben auf der Straße mit ihren Kamera-Robotern, sondern die, die da unten in der Kanalisation die angetrockneten Reste unserer Sch**** wegkratzen, damit auch weiterhin alles abfließen kann), Stahlwerk (nicht die an den Walzen, sondern die, die direkt vor dem über tausend Grad heißen flüssigen Stahl stehen), die Kerls, die auf den Autobahnen täglich ihr Leben riskieren, damit wir sorglos von A nach B fahren können, Bergmänner und ähnliche, wirkliche Knochenjobs. Wenn man all diese wirklich harten, dreckigen und gefährlichen Berufe nimmt und da nach Frauen sucht, muß man SEHR lange suchen. Wieso bloß?

                      Gefällt mir

                    • david sagt:

                      (Übrigens ist das auch so mit der Aussage, Obdachlose wären zu 90 % Männer und nur zu 10 % Frauen. Die ist schlicht nicht korrekt. Es handelt sich vermutlich um Werte um die 75 / 25 http://www.bagw.de/de/themen/zahl_der_wohnungslosen/. Und ja, natürlich ist der Männeranteil bei Obdachlosen höher und das ist ein großes Problem, warum muss man dann unbedingt so derart dramatische, falsche Zahlen im Munde führen.)

                      Damit hast du natürlich recht. Wobei es zu solchen Statistiken ja unterschiedliche Quellen gibt, du kannst nicht einfach deine als der Weisheit letzten Schluss nehmen, sondern solltest erstmal nachfragen, woher jemand die 90% hat. Wikipedia spricht beispielsweise von 80% alleinstehenden Obdachlosen in den Industriestaaten.

                      Da ich öfter mit Obdachlosen in meiner Umgebung spreche und eine obdachlose Frau regelmäßig zum Frühstück einlade (leider ist sie seit einigen Wochen weg, ich vermute tot😦 ) außerdem einen ärztlichen Kollegen habe der eine Obdachlosensprechstunde anbietet, weiß ich, dass obdachlose Frauen eher Anlaufstellen aufsuchen und Kontakte zu Behörden haben, daher nehme ich an sie sind vielleicht öfter registriert.
                      Im Stadtbild nimmt man ja auch durchaus eher 90% als nur 75% obdachlose Männer wahr.

                      Gefällt mir

                    • david sagt:

                      Ich würde die Pflege in manchen Bereichen (in der Psychiatrie beispielsweise nicht!) schon umgangssprachlich als „Knochenjob“ bezeichnen, gerade Altenpflege scheint mir schon sehr fordernd, auch emotional.
                      Aber auch zierliche 50 Kilo-Frauen kriegen das hin.
                      Wenn ich die Belastung vergleiche mit der körperlich extrem fordernden Schichtarbeit in vielen Industriebetrieben, welche den Männern (sehr oft Migranten) bei uns in der Schmerzklinik tatsächlich die Knochen zerstört hat, ist das nochmal was anderes.
                      Aber das ist natürlich was, das die Mittelschichtsfeministin generell gar nicht kennt und wahrnimmt.

                      Gefällt mir

                    • Leszek sagt:

                      @ Margret

                      „Das war deine Interpretation. Die ich nicht teile. Sie hat mehrmals klar kommuniziert, dass sie alles ernst meint und da nehme ich sie beim Wort.“

                      Das bezog sich auf wesentliche Kernaussagen, nicht auf die polemisch-satirischen Stilmittel. „Ernst meinen“ heißt bei einer im polemisch-satirischen Stil geschriebenen Schrift eben nicht „es wörtlich so meinen“.

                      „Darum ist es extrem lächerlich den Vilar gemachten Vorwurf der Frauenfeindlichkeit abzustreiten, wie Arne es z. B. tut.“

                      Bei einer Autorin, die polemisch-satirische Stilmittel verwendet, muss das wirklich Gemeinte aus ihren Aussagen zum Thema, die nicht im polemischen Stil geschrieben sind, abgeleitet werden.
                      Erst von diesen her kann Esther Vilars Frauenbild beurteilt werden, falls du das tun möchtest. Es ist m.E. völlig offensichtlich, dass die obige bescheuerte Formulierung nicht ernst gemeint ist und das zeigt sich eben auch in dem Kontrast zu vielen nicht-polemisch formulierten Passagen in ihrem Werk.

                      Arne ist außerdem auch kein Esther Vilar-Experte, der sich einer ausführlichen Analyse ihres Frauenbildes gewidmet hätte. Die polemischen Passagen in Esther Vilars Werken werden von linken und liberalen Männerrechtlern im Allgemeinen einfach nicht ernst – und schon gar nicht wörtlich – genommen, sondern als übertriebene Stilmittel gesehen.

                      „Dass sie darüberhinaus auch interessante Ansätze hat, sei ihr unbenommen.“

                      Die muss man für eine faire Beurteilung aber einbeziehen. Auch ihr rein feministisches Buch „Katholikinnen aller Länder vereinigt euch“ sagt eben etwas über ihr Frauenbild aus.

                      „Aber zu behaupten, Vilars Aussagen wären Satire ist in etwa so, als würde ich behaupten, Scum wäre Satire. Aber auch das hatten wir schon.“

                      Nein, wäre es nicht. Es gibt von Valerie Solanas (im Gegensatz zu Esther Vilar) keine andere Werke, die zu Relativierungen und Differenzierungen ihres Männerbildes in „Scum“ führen würden, zudem stimmen ihre Aussagen in „Scum“ mit ihrem Handeln überein.

                      „Die von dir verlinkten Texte sind so gut wie alle NACH dem Bruch mit dem “rechten” Flügel der Männerrechtbewegung entstanden“

                      Gerade die erste verlinkte Seite aus dem Jahre 2009 enthält ausführliche Kritiken von Arne an wgvdl – in denen auch die Frauenfeindlichkeit von wgvdl-Usern ausdrücklich kritisiert wird – und die außerdem dokumentieren, dass der Bruch mit dem rechten Flügel schon lange gegeben war, bevor sich der linke Flügel der Männerrechtsbewegung explizit als eigenständiger Flügel in der Öffentlichkeit konstituiert hat.

                      Auch mehrere der anderen verlinkten Seiten enthalten Passagen, in denen Frauenfeindlichkeit kritisiert wird, z.B.:

                      „Rechtsradikale, fremdenfeindliche, rassistische und faschistoide Positionen lehnt die linke Männerrechtsbewegung in aller Schärfe ab – vollkommen gleich, ob sie von Maskulisten geäußert werden oder von Feministinnen. Aus der Sicht linker Männerrechtler gibt es darüber hinaus keine Hierarchie der Geschlechter, und weder Frauen noch Männer sind in ihren Augen die “besseren Menschen”.“

                      Ich fische jetzt aber nicht jede einzelne Formulierung dazu raus, lesen müsstest du es schon selber.

                      „und kritisieren fast ausschließlich die “rechte Gesinnung” aber nicht die Frauenfeindlichkeit.“

                      Einige Texte kritisieren auch die Frauenfeindlichkeit, außerdem ist die Frauenfeindlichkeit bei diesen Leuten meist mit der rechten Gesinnung verbunden. Wenn die rechte Gesinnung kritisiert wird, dann meint das auch den Gesamtkomplex an bescheuerten Einstellungen bei diesen Leuten, der mit ihrer politischen Weltsicht zusammenhängt. Wie Arne es in „Eckpfeiler einer linken Männerpolitik“ (letzter Link) formuliert hat (Hervorhebungen von mir):

                      „In den letzten Jahren allerdings mehren sich (nicht in seriösen Organisationen wie AGENS und MANNdat, wohl aber in einer lautstarken Internet-Männerszene) Stimmen, die, ähnlich wie Kristeva es für den Feminismus postulierte, auf die Ausgrenzung von Sündenböcken setzen. Zu den solchermaßen Angefeindeten gehören vor allem FRAUEN, HOMOSEXUELLE, MIGRANTEN UND LINKE. HÄUFIG IST MIT DIESEN AUSGRENZUNGEN EIN ERZKONSERVATIVES BIS REAKTIONÄRES WELTBILD VERBUNDEN. Um sich von diesen Strömungen klar abzusetzen, haben sich in den letzten Wochen auf Plattformen wie Genderama und Cuncti Protagonisten eines dezidiert linken, integrativen Flügels der Männerrechtsbewegung zu Wort gemeldet.“

                      „Zudem habe ich ganz konkrete Vorwürfe gemacht, die Du nicht entkräften konntest.“

                      Das sehe ich anders.🙂

                      „Es geht nicht (nur) um eine mangelnde Distanzierung,“

                      Es gibt auch keine mangelnde Distanzierung. Die Kritik an radikalen Maskulisten und radikalen Antifeministen in Arnes Texten zieht sich über mehrere Jahre von 2007 bis heute, seit diese Leute im Netz sichtbar in Erscheinung getreten sind.

                      „es geht um eigene Aussagen. Das waren übrigens nur die, die ich nun rasch zitieren konnte mangels Zeit. In den Büchern, gerade in den alten, die noch bei lichtschlag erschienen sind, finden sich deutlich mehr Hinweise darauf, dass Arnes Frauenbild das einer Art Parasiten ist, die berechnend Männer ausbeuten.“

                      Aber nur, wenn man wie du Neigung und Bereitschaft besitzt, unermüdlich nach Formulierungen zu fahnden, die sich dafür eignen möglichst negativ interpretiert zu werden und dabei alle Aussagen, die dazu im Widerspruch stehen, die allgemeine linksliberale politische Weltsicht und alle Hauptargumentationslinien ignoriert.
                      Da kein Mensch so genial ist immer perfekt und unmißverständlich zu formulieren, findet man auf diese Weise natürlich immer etwas, was sich eignet negativ interpretiert zu werden.
                      (Es ist eine ähnliche Strategie, wie sie Typen wie Julius, maSu oder Lolli manchmal versuchen bei mir anzuwenden.)

                      Nur mit einer wissenschaftlichen Herangehensweise hat das nichts zu tun. Bei einer wissenschaftlichen Herangehensweise würde man versuchen, Aussagen vor dem Hintergrund ihres Kontextes, der Hauptargumentationslinien, der theoretischen Grundlagen und des Wertesystems der Weltsicht einer Person und der Gesamtheit der Äußerungen einer Person zu einem Thema zu beurteilen.

                      Wenn sich scheinbar widersprüchliche Aussagen finden, sollte man erstmal prüfen, ob sich diese durch den jeweiligen Kontext auflösen lassen.

                      Lassen sich die Widersprüche auf diese Weise nicht auflösen, sollte man prüfen, welche der widersprüchlichen Aussagen sich mit den Hauptargumentationslinien, dem Wertesystem und den theoretischen Grundlagen der Weltsicht einer Person und der Gesamtheit der Äußerungen einer Person zu einem Thema am besten decken.

                      Es kommt nunmal bei fast jedem Menschen, der viel schreibt, auch zu suboptimalen Formulierungen.
                      Zudem sind Menschen in psychischer Hinsicht komplex, die Multiplizität der Psyche, die Vielzahl von Persönlichkeitsanteilen bei Menschen beinhalten das Risiko, dass sich auch mal eine Teilpersönlichkeit zu Wort melden kann, die im Widerspruch zu den Ansichten der Restpersönlichkeit steht.

                      Du hingegen urteilst hier nach dem Motto: Im Zweifel gegen den Angeklagten.

                      Gefällt 1 Person

                    • Leszek sagt:

                      @ Margret

                      „Was aber nicht bedeutet, dass Männer angebliche “Todesberufe” ergreifen, um “Frauen zu ernähren”. Das ist eine Scheinkorrelation.“

                      Das von mir Erklärte ist allerdings das Gemeinte.

                      „Übrigens seid ihr mir den Link zur WHO-Quelle bis heute schuldig, in der diese Aussage gemacht wird. Alles was ich bisher dazu finden konnte, waren maskulistische Seiten.“

                      Ich hatte dir dazu geschrieben:
                      Die erste mir bekannte Erwähnung dieser Information bei Arne findet sich in: Arne Hoffmann, Sind Frauen bessere Menschen?, Schwarzkopf, 2001, S. 41. Dort ist auch eine Quelle angegeben.

                      „(Übrigens ist das auch so mit der Aussage, Obdachlose wären zu 90 % Männer und nur zu 10 % Frauen. Die ist schlicht nicht korrekt. Es handelt sich vermutlich um Werte um die 75 / 25 http://www.bagw.de/de/themen/zahl_der_wohnungslosen/. Und ja, natürlich ist der Männeranteil bei Obdachlosen höher und das ist ein großes Problem, warum muss man dann unbedingt so derart dramatische, falsche Zahlen im Munde führen.)“

                      In Arnes aktuellen Buch “Plädoyer für eine linke Männerpolitik” heißt es hierzu:

                      “Nicht zuletzt fällt ins Auge, dass auf der untersten Ebene der sozialen Verelendung, den Obdachlosen, der Männeranteil zwischen achtzig und neunzig Prozent beträgt.”

                      (aus: Arne Hoffmann – Plädoyer für eine linke Männerpolitik, S. 149)

                      Eine Quelle hierzu ist in Arnes Buch angegeben, es handelt sich um S. 17 in diesem Buch:

                      http://www.bol.de/shop/home/suche/;jsessionid=4F23FD029F9BA9E14764773AB3809590.tc5p?sq=st%F6rch+wohnungslose+menschen&sswg=ANY&submit.x=16&submit.y=9&timestamp=1428603560058

                      Gefällt 1 Person

                    • Leszek sagt:

                      Nachtrag:

                      Das verlinkte Buch zum Thema Wohnungslosigkeit scheint bei Bol.de nicht mehr im Bestand zu sein, ich verlinke es daher nochmal, diesmal bei Amazon:

                      http://www.amazon.de/Wohnungslose-Menschen-Stigmatisierung-J%C3%BCrgen-Malyssek/dp/3784118674/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1442240880&sr=1-1&keywords=Wohnungslose+Menschen%3A+Ausgrenzung+und+Stigmatisierung

                      Gefällt mir

                    • david sagt:

                      Margret reitet doch nun schon seit Ewigkeiten auf einem einzigen leicht unsauberen Zitat von Arne zum Thema Falschbeschuldigung rum (ganz nebenbei nennt diese Kriminaloberkommissarin sogar aktuell eine höhere Zahl: http://www.ostsee-zeitung.de/Region-Rostock/Rostock/Acht-von-zehn-Vergewaltigungen-sind-vorgetaeuscht).

                      Selbst recherchiert und zitiert sie aber gerne sehr selektiv, meint dann aber gleich andere Zahlen als „falsch“ widerlegt zu haben.

                      Wenn man ihrem Link folgt, sieht man aber gleich, dass es da eben nicht um Straßenobdachlosigkeit geht, also das was gemeinhin unter Obdachlosigkeit verstanden wird. Die macht nicht mal 10% der dort aufgeführten Wohnungslosen aus.
                      Das heißt das sind alle Menschen, die in keinem Mietverhältnis oder als Haushaltsmitglied gemeldet sind. Dazu zählen dann aber wohl auch Frauen, die in Frauenhäusern, der Psychiatrie oder sonstigen vorübergehenden Unterkünften (Bordell?) wohnen. Außerdem muss man bedenken, dass Frauen auch eher die Möglichkeit haben als Männer, irgendwo unterzukommen.

                      Man braucht auch eigentlich keine BAGW-Statistik, sondern muss nur die Augen aufzumachen um zu merken, dass ganz offensichtlich nicht jede vierte Person die auf der Straße lebt, weiblich ist. Sondern dass auf der Straße ein Verhältnis von 9:1 viel realistischer ist.

                      Und siehe da – diese realistische Zahl nennt auch die Bundeszentrale für politische Bildung:


                      Betroffen von Straßenobdachlosigkeit sind hauptsächlich alleinstehende Männer im Alter zwischen 20 und 50 Jahren. Etwa ein Fünftel von ihnen sind ehemalige Strafgefangene, die nach ihrer Haftentlassung nicht oder noch nicht wieder Fuß fassen konnten. Der Frauenanteil ist seit den 1990er-Jahren von 3 bis 5 Prozent auf etwa 10 Prozent gestiegen.

                      http://www.bpb.de/izpb/198010/armut-und-prekaritaet?p=all

                      Aber wie Margret weiß, ist das „schlicht falsch“.

                      Gefällt mir

                    • Leszek sagt:

                      @ Margret

                      „Im Gegenteil, Du hast Dinge geschrieben wie “Als Folge dieser weiblichen Selbstverwirklichung geht regelmäßig das Geschrei um die angeblich so benachteiligten Frauen durch die Medien, und man wirft mit immer dickeren Geldbündeln nach ihnen, damit sie es in der Arbeitswelt so gemütlich wie möglich haben”“

                      Das hört sich im Kontext aber doch etwas anders an:

                      „Frauen suchen nämlich noch immer vor allem den Ernährer, musste etwa der Bamberger Familienforscher Hans-Peter Blossfeld konstatieren, und die Soziologin Cornelia Koppetsch von der Berliner Humboldt-Universität sieht das als Grund dafür, dass Frauen vorwiegend Fächer wie Germanistik und Romanistik studieren: „Frauen erlauben sich eher eine Selbstverwirklichungsorientierung und den Luxus, in Bereiche zu gehen, die auf dem Arbeitsmarkt nicht so nachgefragt sind. Sie wissen, dass sie nicht eine Familie ernähren müssen – höchstens sich selbst.“ Als Folge dieser weiblichen Selbstverwirklichung geht regelmäßig das Geschrei um die angeblich so benachteiligten Frauen durch die Medien, und man wirft mit immer dickeren Geldbündeln nach ihnen, damit sie es in der Arbeitswelt so gemütlich wie möglich haben.“

                      Die Formulierung bezieht sich also darauf, dass Frauen im Schnitt häufiger als Männer Fächer studieren, die auf dem Arbeitsmarkt weniger gefragt sind, dass sie dadurch im Schnitt weniger verdienen als Männer, die Folgen dieser persönlichen Lebensentscheidungen dann aber von Seiten des Mainstream-Feminismus als angeblicher Beleg für die Benachteiligung von Frauen und als Begründung für Frauenförderung verwendet wird.

                      Gefällt mir

                    • Leszek sagt:

                      @ Margret

                      „“Schon in den 90er Jahren fragten sich viele Frauen, ob sie der Feminismus nicht extrem verladen hätte, indem er vor allem dazu führte, dass sie jetzt genauso schwer arbeiten mussten wie die Kerle. (Nun, nicht genauso, die wirklich zerschindenden Knochenjobs blieben ihnen weiterhin erspart, aber schlimm genug!)” (beides “der Fall Eva Herman”).

                      Setzen wir auch dieses Zitat von Arne mal in den richtigen Kontext, dann heißt es:

                      „Der zweite zentrale und häufig übergangene Aspekt bei dieser Debatte: Es ist einfach ein Irrwitz, wenn immer wieder der populäre Irrtum aufrechterhalten wird, Hermans Thesen bedienten vor allem geheime Wünsche der Männer nach einem Heimchen am Herd. Es gibt hierzu sogar ein satirisch gemeintes Buch mit dem bezeichnenden Titel „Super, Eva! Männer sagen Danke für eine neue Dämlichkeit.’’. Tatsächlich stößt Herman vor allem bei einer weiblichen Zielgruppe auf großen Zuspruch.
                      Schon in den 90er Jahren fragten sich viele Frauen, ob sie der Feminismus nicht extrem verladen hätte, indem er vor allem dazu führte, dass sie jetzt genauso schwer arbeiten mussten wie die Kerle. (Nun, nicht genauso, die wirklich zerschindenden Knochenjobs blieben ihnen weiterhin erspart, aber schlimm genug!) Das Wort „Emanzipationszweifel“ machte die Runde. Bücher wie Annette Hillebrands „Macht Arbeit Frauen wirklich glücklich?“ und Claudia Schreiners „Wenn Frauen zu viel arbeiten“ legten beredtes Zeugnis über diesen wachsenden Zweifel ab. Auch Eva Herman erhielt auf vielen Leserbriefseiten von weiblicher Stelle häufig Zustimmung für ihre Worte.“

                      O.k., das mit den Knochenjobs hätte etwas differenzierter formuliert werden können. Arbeit in der Altenpflege und der Krankenpflege kann ein Knochenjob sein.
                      Man achte aber darauf, dass Arne von „zerschindenden Knochenjobs“ spricht, die Männern vorbehalten blieben. Gemeint sind also solche Knochenjobs, die ganz besonders körperlich belastend sind. Die Formulierung schließt also nicht aus, dass auch Frauen in Knochenjobs arbeiten, verweist aber darauf, dass einige Knochenjobs von Männern noch anstrengender seien, wie es hier ja auch einige Kommentatoren tun.

                      Und dass es in den 90er Jahren einen kritischen Diskurs zur weiblichen Erwerbsarbeit von weiblicher Seite gegeben hat, behauptet Arne nicht einfach, sondern er verweist auf Bücher zu diesem Thema.

                      Gefällt mir

                    • Leszek sagt:

                      @ Margret

                      „Du hast geschrieben “Wenn ihm sein Gefühl sagt, diese sei genau die Richtige, wird er seine gesamte emotionale Energie auf diese Frau konzentrieren. Sie hingegen wägt bei jeder einzelnen Begegnung noch lange Zeit skeptisch ab, wobei auch rein rationale Erwägungen eine große Rolle spielen – beispielsweise wie sehr der jeweilige Verehrer auch als Ernährer geeignet ist. Für Männer hingegen waren Kriterien wie die soziale Position oder das Einkommen ihrer möglichen Partnerin nachrangig. Als echte Romantiker vertraten sie überwiegend die Auffassung: Solange sich zwei Menschen wirklich liebten, seien sie in der Lage, sämtliche Herausforderungen ihres Lebens gemeinsam zu lösen. (…) Wenn die Liebe Frauen als letztes erwischt, dann schwindet sie bei ihnen dafür als erstes. Sie verlassen Männer öfter als umgekehrt, auch insgesamt geht der Anstoß zu einer Trennung weit überwiegend von ihnen aus. Männer hingegen sind deutlich eher bereit, bis zum Letzten für den Erhalt ihrer Partnerschaft zu kämpfen – und wenn sie dabei scheitern, leiden sie wie die Hunde. ”

                      Ich setze auch dieses Zitat mal in den ursprünglichen Kontext, dann heißt es:

                      „Deutsche setzen im Bett auf Gefühl“, lautete am 8. September 2006 dementsprechend eine Schlagzeile des Berliner Tagesspiegel. Grundlage des dazugehörigen Artikels war eine repräsentative Umfrage eines bekannten Marktforschungsinstituts, in der eine deutliche Mehrheit beider Geschlechter bekundet hatte, beim Sex seien für sie Liebe und Gefühl am wichtigsten. Die Frauen lagen hier zwar mit 80 Prozent etwas vorne, aber die Männer blieben nicht weit zurück.
                      Letzteres mag den einen oder anderen überraschen. Schließlich wurde man auf dem Buchmarkt in den letzten Jahren überhäuft von Titeln wie „Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus“, „Männer lassen lieben“, „Warum der Mann nicht lieben kann“, „Wenn Frauen zu sehr lieben“ und so weiter. Tatsächlich aber gibt es zahlreiche Argumente, die dieses Vorurteil des weniger liebesfähigen Mannes in Zweifel ziehen. So zeigte sich in einer amerikanische Untersuchung, für die 700 Paare befragt worden waren, dass sich nach der zwanzigsten Verabredung 45 Prozent der Frauen noch immer nicht über ihre Gefühle im Klaren waren, während es 70 Prozent der Männer bereits voll erwischt hatte. Das Münchner Max-Planck- Institut gelangte zu ähnlichen Zahlen. Die Studie ergab zudem, dass ein Mann seine Entscheidung in der Regel sogar bereits in den ersten Sekunden fällt, in denen er den Kontakt mit einer bestimmten Frau aufgenommen hat. Wenn ihm sein Gefühl sagt, diese sei genau die Richtige, wird er seine gesamte emotionale Energie auf diese Frau konzentrieren. Sie hingegen wägt bei jeder einzelnen Begegnung noch lange Zeit skeptisch ab, wobei auch rein rationale Erwägungen eine große Rolle spielen – beispielsweise wie sehr der jeweilige Verehrer auch als Ernährer geeignet ist. Für Männer hingegen waren Kriterien wie die soziale Position oder das Einkommen ihrer möglichen Partnerin nachrangig. Als echte Romantiker vertraten sie überwiegend die Auffassung: Solange sich zwei Menschen wirklich liebten, seien sie in der Lage, sämtliche Herausforderungen ihres Lebens gemeinsam zu lösen.
                      Wenn die Liebe Frauen als letztes erwischt, dann schwindet sie bei ihnen dafür als erstes. Sie verlassen Männer öfter als umgekehrt, auch insgesamt geht der Anstoß zu einer Trennung weit überwiegend von ihnen aus. Männer hingegen sind deutlich eher bereit, bis zum Letzten für den Erhalt ihrer Partnerschaft zu kämpfen – und wenn sie dabei scheitern, leiden sie wie die Hunde. Während Frauen schon längst einen neuen Kurs in ihrem Leben eingeschlagen haben, klammern sich Männer teils über Jahre hinweg an die verzweifelte Hoffnung, dass sie nur das Richtige zu tun oder zu sagen brauchten, um die gemeinsame Liebe zu retten. Eine Trennung trifft sie bei weitem schwerer und führt bei ihnen häufiger zu Depressionen und Suizidgedanken. Auch Männer, deren Partnerin gestorben ist, begehen zehnmal häufiger Selbstmord als Frauen, die dasselbe Schicksal erleiden mussten.
                      Woran liegt es also, dass Männer als nur zweitklassig wahrgenommen werden, was ihre Liebesfähigkeit angeht?“

                      Also: Der Kontext der von dir kritisierten Zitate ist eine Zurückweisung eines gängigen Mythos einer angeblichen zweitklassigen Liebesfähigkeit von Männern.

                      Arne stützt sich dabei auf verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen, die du natürlich gerne daraufhin überprüfen kannst, ob sie die daraus gezogenen Interpretationen tatsächlich so rechtfertigen, die du auch gerne auf methodische Mängel überprüfen kannst oder mit den Ergebnissen anderer Untersuchungen konfrontieren kannst, die zu anderen Ergebnissen kommen.
                      Ob und inwieweit es zutreffend ist oder nicht, dass sich in diesem Bereich signifkante Unterschiede der Geschlechter in dieser Hinsicht zeigen, ist aber in erster Linie eine wissenschaftlich zu klärende Frage.

                      In einem Punkt gebe ich deiner Kritik Recht. Der Text tendiert dazu das Partnerwahlverhalten von Männern zu idealisieren. Zwar zeigen die wissenschaftlichen Untersuchungen zu Partnerwahlpräferenzen, dass Frauen bei der Partnerwahl im Schnitt mehr Wert auf Ressourcen legen als Männer, aber sie zeigen auch, dass für Männer Schönheit und Jugend die entscheidenden Kriterien der Partnerwahl sind. In diesem Sinne verlieben sich Männer also genauso wenig voraussetzungslos wie Frauen.
                      Diesbezüglich ging Arnes Bedürfnis den Mythos von der Zweitklassigkeit männlicher Liebesfähigkeit zu widerlegen offenbar etwas mit ihm durch.
                      Der Rest wäre wie gesagt wissenschaftlich zu klären.

                      Gefällt 1 Person

                    • IULIUS sagt:

                      @Leszek,
                      manchmal ist weniger mehr. Thema ist interessant, aber die Masse an Zeilen ist schlichtweg unzumutbar, um das zu wirklich lesen.

                      Gefällt mir

                    • Leszek sagt:

                      Korrektur:

                      Folgender Satz von mir war etwas mißverständlich formuliert:

                      „Ob und inwieweit es zutreffend ist oder nicht, dass sich in diesem Bereich signifkante Unterschiede der Geschlechter in dieser Hinsicht zeigen, ist aber in erster Linie eine wissenschaftlich zu klärende Frage.“

                      Gemeint war:

                      Ob und inwieweit es zutreffend ist oder nicht, dass sich im Bereich Partnerwahl und Beziehungen signifikante Unterschiede der Geschlechter in dem in Arnes Text dargestellten Sinne zeigen, ist aber in erster Linie eine wissenschaftlich zu klärende Frage.

                      Gefällt mir

                    • margretandfriends sagt:

                      „Es kommt nunmal bei fast jedem Menschen, der viel schreibt, auch zu suboptimalen Formulierungen.
                      Zudem sind Menschen in psychischer Hinsicht komplex, die Multiplizität der Psyche, die Vielzahl von Persönlichkeitsanteilen bei Menschen beinhalten das Risiko, dass sich auch mal eine Teilpersönlichkeit zu Wort melden kann, die im Widerspruch zu den Ansichten der Restpersönlichkeit steht. “

                      Absolut (ich würde mir dasselbe aber von dir auch für den Feminismus und für Feministinnen ausbitten). Das bedeutet aber nicht, dass man die kritischen Passagen dann hinnehmen muss. Und Arnes immer wieder deutlich merkwürdige Bemerkungen über Frauen lassen sehr deutlich das Bild entstehen, dass er für weibliche Problemlagen sehr wenig Verständnis hat und Frauen in erster Linie als auf Kosten von Männern bequem lebende Luxusgeschöpfe sieht.

                      „Das bezog sich auf wesentliche Kernaussagen“

                      Ja, und die wesentliche Kernaussage des Textes ist, dass sie Frauen für privilegierte, hinterngepuderte parasitär lebende Lebensformen hält, die unwahrscheinlich „blöde“ sind. Frauenfeindlicher geht nicht.

                      Was Esther Vilar betrifft kommen wir wohl nicht zusammen. Sie selbst hat nie gesagt, dass ihre frauenverachtenden Sätze nicht ernst gemeint waren, im Gegenteil, sie hat mehrfach bestätigt, dass sie bis heute dahinter steht.

                      „Die Formulierung bezieht sich also darauf, dass Frauen im Schnitt häufiger als Männer Fächer studieren“

                      Die Formulierung war eindeutig extrem negativ gemeint und herablassend Frauen gegenüber. Du verdrehst sie sozusagen ins Positive, aber dass man „Frauen dicke Geldbündel hinterherwirft“, damit sie es „im Berufsleben so bequem wie möglich haben“ steht da nun einmal. Ich wünschte mir, Du wärst bei feministischen Texten auch mal so bestrebt, aus unmöglichen Sätzen hübsche und gesellschaftlich akzeptierte zu bauen.

                      „Aber nur, wenn man wie du Neigung und Bereitschaft besitzt, unermüdlich nach Formulierungen zu fahnden, die sich dafür eignen möglichst negativ interpretiert zu werden und dabei alle Aussagen, die dazu im Widerspruch stehen, die allgemeine linksliberale politische Weltsicht und alle Hauptargumentationslinien ignoriert.“

                      Das Kompliment gebe ich nun gerne an dich zurück, was Feministinnen betrifft🙂. Übrigens habe ich Arne Hoffmanns Werke zunächst aus bloßem Interesse gelesen und in der Hoffnung, dass es sich hier um Texte handeln könnte, die sozusagen das Gegenstück zu einem Feminismus wie ich ihn verstehe (Abbau von sterotypen Rollenvorstellungen) bilden könnten. Die verachtenden Sätze über Frauen lassen mich aber leider sehr an so einer Intention zweifeln.

                      Unlängst zitierte er Carsten Mendes wirklich unterirdischen Text zum Berufsbild der Erzieherinnen / Kinderpflegerinnen zustimmend, das sind genau die Momente, wo ich mich ernsthaft frage, was er denn genau erreichen will außer Stimmung gegen Frauen..

                      @ jemand „Gegen Deine “Knochenjobs” halte ich gegen: Kanalreinigung (nicht die oben auf der Straße mit ihren Kamera-Robotern, sondern die, die da unten in der Kanalisation die angetrockneten Reste unserer Sch**** wegkratzen, damit auch weiterhin alles abfließen kann), Stahlwerk (nicht die an den Walzen, sondern die, die direkt vor dem über tausend Grad heißen flüssigen Stahl stehen), die Kerls, die auf den Autobahnen täglich ihr Leben riskieren, damit wir sorglos von A nach B fahren können, Bergmänner und ähnliche, wirkliche Knochenjobs.“

                      Auch in diesen „Knochenjobs“ gibt es mittlerweile zahlreiche Schutzmaßnahmen, Maschinen, die die Arbeit erleichtern oder gar übernehmen. Warum genau sollten die härter sein als der Job einer Altenpflegerin oder einer Klofrau? Ich finde diese extrem einseitige Sichtweise wirklich ermüdend. Und selbst wenn es so wäre, dass Männer körperlich anstrengendere oder gefährlichere Jobs ausführen, warum sollte der Grund dafür sein, dass sie „Frauen ernähren?

                      Gefällt mir

                    • margretandfriends sagt:

                      „Die Formulierung schließt also nicht aus, dass auch Frauen in Knochenjobs arbeiten, verweist aber darauf, dass einige Knochenjobs von Männern noch anstrengender seien, wie es hier ja auch einige Kommentatoren tun.“

                      Die „Formulierung“ sagt in erster Linie aus, dass Frauen auf Feministinnen böse wären, weil sie dank Feminismus nun plötzlich auch hart arbeiten müssen (aber natürlich noch nicht ganz so hart wie Männer). Das ist das vilarsche Frauenbild in Reinform.

                      Gefällt mir

                    • margretandfriends sagt:

                      @ David auch der von dir zitierte Text sagt „Wie sich die Wohnungslosen soziostrukturell zusammensetzen, ist nur schlecht erfasst. Der Anteil von Kindern und Jugendlichen ist zwischen 1996 und 2012 von 34 auf 11 Prozent zurückgegangen. Unter den Erwachsenen dominieren 2012 die Männer mit 75 Prozent.“

                      Obdachlosigkeit meint nicht nur Straßenobdachlosigkeit. Damit wäre die Aussage „Geschätzte 90 Prozent aller Obdachlosen sind männlich“ also falsch. Wobei ich das tatsächlich für ein Nebenthema halte, da die Zahl immerhin der Tendenz nach korrekt ist. Viel schlimmer finde ich seine Aussagen über Frauen.

                      Gefällt mir

                    • david sagt:

                      Der Anteil von Kindern und Jugendlichen ist zwischen 1996 und 2012 von 34 auf 11 Prozent zurückgegangen. Unter den Erwachsenen dominieren 2012 die Männer mit 75 Prozent.”

                      Das geht ja nun wiederum offensichtlich direkt auf deine Quelle zurück.


                      Obdachlosigkeit meint nicht nur Straßenobdachlosigkeit.

                      Darüber lässt sich trefflich streiten. Für den allgemeinen Sprachgebrauch würde ich sagen: meistens doch. Daher wird ja zur Unterscheidung auch hier jeweils der Begriff „Wohnungslose“ bezeichnet. Denn wer z.B. von der Stadt ein Obdach in einem Frauenhaus (ich nehme mal an da lebt es sich nicht so schlecht) zur Verfügung gestellt bekommt, ist ja wohl auch nicht im Wortsinne „obdachlos“. Zu den Wohnungslosen werden aber offenbar auch zehntausende Alleinerziehende mitgezählt, deren Kinder im Falle von echter Obdachlosigkeit sicher längst in staatliche Obhut genommen würden.
                      Es ist eigentlich sogar recht zynisch, den Anteil der Männer bei Obdachlosen herunterzureden, wenn die Frauen in dieser Statistik auftauchen, die im Frauenhaus eine Vollversorgung bekommen (realiter erfolgt die Aufnahme quasi bedingungsfrei, abgesehen von der Bedingung Geschlecht)

                      In Deutschland ist die Zahl der Obdachlosen in keiner Bundesstatistik erfasst. Bundesweit gibt es Schätzungen, die von Wohlfahrtsverbänden aufgestellt werden.

                      Die Zahl der Personen, die ohne jeglichen Wohnraum auf der Straße leben, wird von der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) für die Jahre 2002 bis 2008 mit etwa 20.000 angegeben.[13] Die Zahl der Wohnungslosen (ohne Aussiedler) lag 1999 bei 440.000 und ist bis 2008 kontinuierlich auf 223.000 gesunken.

                      Wir haben es also mit unterschiedlichen Definitionen und ohnehin nur mit Schätzungen zu tun.

                      Deine Aussage, die Relation von 9:1 sei „schlicht falsch“ ist also ziemlich vermessen.

                      Gefällt mir

          • netreaper sagt:

            Das ist die typische Rhetorik.
            Wenn eine Feministin sagt: „Alle Männer in Lagern einsperren“

            Dann kommt sofort eine „echte“ Feministin daher und sagt: „Oh, das ist aber nicht der Feminismus“ und geht zur Tagesordnung über, und zwar OHNE Konsequenzen zu ziehen.

            Ich erinnere mich, dass Alice Schwarzer im Sechseck gesprungen ist vor Freude, als eine Frau den Penis ihres schlafenden Mannes abgeschnitten und vernichtet hat.

            Die Karriere z.B. eines Politikers wäre nach einer solchen Aussage sofort beendet, und jeder Männerrechtler würde für so eine Aussage direkt in die Naziecke gestellt.

            Nicht so bei Feministinnen. Da geht einfach alles weiter seinen Gang. Und du willst mir ernsthaft erzählen, dass DAS kein Problem darstellt?

            Gefällt mir

          • Arne sagt:

            > Nur weil ich Deutsche bin muss ich mich nicht permanent von blöden Nazis distanzieren.

            Das ist ja eine falsche Analogie. Deutschsein ist eine Nationalität, die den meisten durch die Geburt zufällt. Nazi oder Feminist zu sein bedeutet, sich für eine Ideologie bewusst zu entscheiden. Eine passendere Analogie wäre also: „Nur weil ich Nazi bin, muss ich mich nicht permanent von diesem blöden Hitler distanzieren.“

            Was ich beobachte, ist, dass viele Feministinnen Alice Schwarzer fallen lassen, sobald sich diese Person wirklich kaum mehr verteidigen lässt, dass sie aber die aktuell angesagten Feministinnen wie Anne Wizorek & Co., die genauso viel Dreck erzählen, keineswegs hinterfragen. Das macht man vielleicht in vierzig Jahren, wenn die neuen Feministinnen so durchschaut sein werden wie heute Alice Schwarzer. Aber dann stehen natürlich längst DEREN Nachfolgerinnen im Rampenlicht.

            Das Grundproblem der Feministinnen bleibt, dass sie nicht bereit sind, sich mit den vielen Schattenseiten ihrer Ideologie kritisch auseinanderzusetzen. Stattdessen kommt von ihnen nur ein genervtes „Lasst mich damit gefälligst in Ruhe.“ Solange diese Aufarbeitung der vielen dunklen Punkte im Feminismus nicht stattfindet, wird sein Ruf so sein, wie er jetzt ist, und Leute wie netreaper werden dich nicht in Ruhe lassen. Man könnte ja auch mal fragen, ob nicht im Grundkonzept des Feminismus etwas schief läuft mit seiner Verschwörungstheorie vom Sündenbock Mann und mit den wütenden Reaktionen wenn immer auch auf die Anliegen der anderen Hälfte der Menschheit eingegangen werden soll.

            Gefällt 2 Personen

            • netreaper sagt:

              Danke, besser hätte ich es nicht zusammenfassen können.

              Gefällt mir

            • Christine sagt:

              Arne:
              Dir ist aber schon klar das man sich die Nationalität sehr wohl aussuchen kann, oder?

              Das Grundproblem bei einer Diskussion wie dieser hier ist, das du mich gerade persönlich ansprichst: „und Leute wie netreaper werden dich nicht in Ruhe lassen“, aber im Wesentlichen am Kern der Sache – nämlich meinem Feminismus – vorbei gehst, denn du kennst meinen Standpunkt praktisch garnicht.

              „Das Grundproblem der Feministinnen bleibt, dass sie nicht bereit sind, sich mit den vielen Schattenseiten ihrer Ideologie kritisch auseinanderzusetzen.“
              Feminisus ist nicht wie der „linke Flügel“ und der „rechte Flügel“ der SPD, sondern viel mehr wie der Diskurs zwischen demokratischen, oligarchischen, elitären Denkweisen innerhalb unseres kompletten politischen Systems.
              Du scherst jedweden Feminismus über einen Kamm, sagst aber Eingangs ich würde eine unpassende Analogie benutzen?
              Ich rede von Gleichberechtigung und Genderequivalenz. Du sagst ich soll mich mit kritischen Dingen davon befassen? Interessanter Ansatz.

              Lieber Herr Maskulinist, bitte distanziere dich doch mal von Buch „Das Eva Prinzip“. Es ist in Manndat verlinkt, eindeutig positiv bewertet worden und als antifeministische Literatur empfohlen worden.
              Im Gegensatz zu dir ist mir jedoch klar das Manndat e.V. alleine ein absolutes Sammelbecken von Strömungen ist. Ein Verein für alle unter dem Mantel des Maskulinismus. Ist das der Grund warum du so ein komisches Bild vom Feminismus hast?
              Ich war mal Mitglied in Manndat. Ich weiß wovon ich rede. Warst du schon in einer feministischen Organisation oder bei einer Veranstaltung?

              Du kennst mich & meine Meinung nicht, sprichst mich aber direkt an und drängst mich in eine Ecke.
              Nochmal der volle Satz dazu:
              „Solange diese Aufarbeitung der vielen dunklen Punkte im Feminismus nicht stattfindet, wird sein Ruf so sein, wie er jetzt ist, und Leute wie netreaper werden dich nicht in Ruhe lassen.“

              Im übrigen kannst du mich nicht dazu verpflichten mich mit Personen zu befassen, mit denen ich noch nie etwas zu tun haben wollte, nur weil sowohl sie als auch ich mich Feministinnen nennen.

              Gefällt mir

      • @ Christine

        Nehmen wir mal an ich wollte Feminist werden.

        Was will der Feminismus und was nicht? Wo kann ich mir das Wirken des Feminismus ansehen?

        Gefällt 1 Person

      • M sagt:

        Frau Schwarzer hat also mit Feminismus nichts zu tun. Aha.

        Gefällt mir

      • Michaela Lusru sagt:

        @Christine
        Fein, mehr gibt es nicht zu sagen zu Ali ze, alias Alice

        Gefällt mir

  2. netreaper sagt:

    Das dürfte auch der Grund sein, warum Alice Schwarzer so penetrant häusliche Gewalt ausblendet, die von Frauen ausgeht. Sie ist selbst eine Gewalttäterin.

    Sie ist eine steuerhinterziehende Gewalttäterin. Aber keine Sorge. Sie wird sicher nie dafür ins Gefängnis gehen müssen. Anders als ein Mann, der dasselbe tut.

    Gefällt mir

    • Michaela Lusru sagt:

      @netrapper

      Nun mal langsam, Seifenwerfer sind HomeSixsportler und nicht gewalttätig.

      Das mit der Steuer wiegt schon, holla, holla, ist aber auch nicht „gewalttätig“ sondern erst hinterp_…zig und dann kleinlautreumütig, und Knast gibt es nur für die, die das Letztere auch nicht schaffen, alles klar?

      Wenn du sie nit magst, sag das, aber Menschen anschmieren und bashen ist das blasse Wehrverhalten der Dummen und Einfältigen, die sich den Horizont verkürzen liessen.

      Gefällt 1 Person

  3. Was anderes hätte ich bei A. auch nicht vermutet.

    Gefällt mir

  4. Christine sagt:

    Du triffst meine Meinung über die Alice Schwarzer von Heute voll und ganz. Ich habe sogar gelacht, denn ich kenne ihre Aussagen dazu (und einiges Vergleichbares).

    Beim Lesen mancher Kommentare vergeht mir nur leider das lachen. Ich muss an den Comic „Gründe“ denken.

    Ich überlege mir dies hier bei Manndat einzureichen, nur um es dann später in der Emma nochmal lesen zu können. ^_^

    Ps. nein, ich habe sie nicht im Abo.😉

    Gefällt 2 Personen

    • netreaper sagt:

      Dir vergeht erst beim Lesen der Kommentare das Lachen und nicht angesichts der Tatsache, dass Alice Schwarzer offenbar Täterin häuslicher Gewalt ist?

      Gefällt mir

      • Manchmal überschreitest du echt die Grenze vom lustig-provokanten Troll zum verbissen-nervigen Troll:/

        Gefällt 4 Personen

        • netreaper sagt:

          Wer gegen häusliche Gewalt ist, wer das Thema häusliche Gewalt von Frauen ernst nimmt ist also ein „verbissen-nerviger Troll“?

          Nadja, wenn DAS deine ernsthafte Meinung ist, solltest du dringend eine Psychotherapie machen. Ich hoffe du erkennst die Ironie der Aussage.

          Gefällt mir

            • netreaper sagt:

              Du ziehst einfach nur die Taten von feministischen Gewalttätern ins lächerliche/komische. Und du wunderst dich, dass es Menschen (nicht nur Männer!) gibt, die das überhaupt nicht zum lachen finden, ja?

              Gefällt mir

              • Ich schlage vor, dass du dich jetzt ziemlich schnell wieder einkriegst.

                Gefällt 1 Person

                • netreaper sagt:

                  Und ich schlage vor, dass du jetzt mal ruckzuck sachlich wirst.

                  Siehst du – beides wird nicht passieren. Also.

                  Gefällt mir

                  • Ich sage dir jetzt vollkommen sachlich und ohne Spaß oder Satire, dass es mich stört, wenn du unter nahezu all meinen Comics anfängst, fanatisch nur ein einziges Thema zu beharken. Egal ob bei einem tematisch passenden Comic wie hier oder bei völlig themenfremden Dingen.
                    Du bist oft der erste Kommentator und schaffst es dann, die komlette Kommentarspalte für das Mann-Frau Thema einzunehmen. Die schiere Menge ist störend.

                    Außerdem ist es störend, wenn der Eindruck entsteht (so wie hier), dass du allen, die nicht männlich underklärtermaßen antifeministisch sind irgendwelche radikalfeministischen Positionen andichtest. Deine klassische Argumentation ist die, dass du irgend eine Schandtat böser Feministinnen anführst und wer sich dann nicht energisch genug empört findet dasganz toll und ist ein verachtenswertes Schwein, das kleinen Jungs den Penis abschneiden will. So will keiner diskutieren.

                    Wenn sich deine Art hier nicht ändert, gibt es zwei Optionen: Ich sperre dich oder ich mache die Kommentare hier ganz dicht, denn ich habe absolut keine Lust darauf, mich für die Kommentarspalte so abgrundtief zu schämen, wie das jetzt teilweise der Fall ist (und nein, du bist dafür nicht alleinverantwortlich, aber einer derer, die maßgeblich dazu beitragen).

                    Gefällt 7 Personen

                    • netreaper sagt:

                      Das Problem ist in meinen Augen ein anderes.
                      Häusliche Gewalt ist ein ernstes Thema. Und wenn sie nicht ernst genommen wird ist es noch schlimmer. Das ist Wesensbestandteil des Feminismus, häusliche Gewalt von Frauen gegen Frauen oder gegen Männer nicht ernst zu nehmen.

                      Dir passt es ganz offensichtlich nicht, wenn ein Thema in einer Diskussion sich nicht in die Richtung entwickelt, die du gerne hättest.
                      Na sowas. Da kommen immer diese bösen Männerrechtler, die aus irgend einem Grund das Feminismus-Thema nicht so auf die leichte Schulter nehmen wollen wie praktisch jede Frau es kann.

                      Wie reagierst du also?
                      Du bezeichnest Leute, die partout nicht deiner Meinung sein wollen als
                      „verbissen-nervigen Troll“
                      reagierst mit „vielsagenden“ Kommentaren wie
                      „seufz“
                      und statt sachlich zu bleiben kommen nur Dinge wie
                      „Ich schlage vor, dass du dich jetzt ziemlich schnell wieder einkriegst.“

                      Was dich einfach stört: Ich spreche Probleme an. Und auf Probleme hast du keinen Bock, kann ich sogar verstehen. Du kannst es niemandem verdenken, dass er die extremsten Probleme eines Feldes mit höherer Priorität anspricht, genau so wird es bei Nazis auch gemacht.

                      Nicht jeder dieser „besorgten Bürger“ ist jemand, der das Genick von Asylbewerbern an der Bordsteinkante zu Brei tritt. Aber er legt den ideologischen Nährboden dafür.

                      Wenn du Angst hast vor dem Kontrollverlust den eine Kommentarspalte unter einem Blog mit sich bringt, dann… ja dann solltest du Kommentare wirklich komplett abschalten.

                      Gefällt mir

                    • Aus meiner Sicht ist das Problem, dass dir deine Wirkung nicht bewusst ist. Du gehst davon aus, jeder müsse dermaßen tief in der Thematik stecken wie du und sich intensivst damit befassen. Du scheinst die Welt in Radikalfeministinnen und Maskulisten zu unterteilen, dabei vergisst du, dass der GRoßteil der Welt nicht nur irgendwo dazwischen liegt, sondern darüber hinaus meist auch kein großes Interesse am Thema hat.

                      Du bist wie ein Onkologe, der irgendwelche spezifischen Testverfahren anspricht und wenn einer“Äh… weiß nicht, was ist das?“ sagt, dann rufst du „Oh mein Gott, wollen Sie etwa behaupten, Krebs existiert nicht und ist nur eine Erfindung der Pharmalobby, Sie Verschwörtungsspinner?“

                      Nochmal: So erreichst du niemanden außer den Leuten, die genauso tief im Thema stecken wie du, also entweder Leute die dir eh schon zustimmen oder die dich eh schon ablehnen. Die breite Masse weiß gar nicht wovon du redest und du wirkst von aussen nur wie ein total fanatischer Typ der irgendein Frauenproblem hat, weil er ständig über irgendwelche Dinge redet, die irgendwelche Feministinnen tun, für die sich keine Sau interessiert, außerhalb der Blase.

                      Beispiel: Irgendeine Spinnerfeministin schwurbelt was auf youtube über Männer-Lager und du redest davon, dass du als Mann quasi ein Jude bist. Hallo?! Merkst du denn selbst gar nicht mehr, wie absurd sich das für Aussenstehende anhört? Wo liegt da der Unterschied zu einer Feministin, die irgend einen „Ich vergewaltige dich, du Schlampe!“-Kommentar hochbauscht zu „GENAU DAS IST DIE DEUTSCHE RAPE CULTURE, DAS IST TOXISCHE MÄNNLICHKEIT!!!“? Als ob „die Gesellschaft“ sowas auch nur entfernt gut fände oder unterstützt.

                      Mit deiner ganzen Art schadest du dem Maskulismus mehr, als jede Radikalfeministin das tut.

                      Gefällt 8 Personen

                    • @EMN:

                      Komm, EMN, gib doch einfach zu, dass Du den „verbissen-nervigen Troll“ magst. Und brauchst. Und so. Geht doch: https://fettlogik.wordpress.com/2015/09/13/kritiklogik-ueberwinden/

                      @netreaper: Komm, schreib was sinnvolles, wenn Du kannst, das hier war mal ein Blog, wo kontroverse Meinungen zwischen Kommentatoren ausgetauscht wurden und nicht nur Kommentatoren einer Comiczeichnerin auf den Geist gingen. Oder, natürlich, halt die Klappe. Wir wissen das alles schon.

                      Ich schreibe das nur, weil EMN hier Netreaper kritisiert, während Sachen wie „Feminisus ist … viel mehr wie der Diskurs zwischen demokratischen, oligarchischen, elitären Denkweisen innerhalb unseres kompletten politischen Systems“ von Christine hier auch stehen. Und wenn man nun (berechtigt) die „Fuck, redet ihr Quatsch“-Position kritisiert – als Blogbetreiber – ist es nur fair, die Quatsch redenden Leute den Pippi-Langstrumpf-Feminismus kritisieren zu lassen. Wer das von den Feministen nicht versteht: Ich hab leider kein Animated Gif oder so, aber ein Youtube-Video:

                      Für die Leute mit einer sehr traurigen Kindheit, die zudem keine Youtube-Videos mögen:

                      | Ich mach‘ mir die Welt – widdewidde wie sie mir gefällt …
                      | Hey – Pippi Langstrumpf hollahi-hollaho-holla-hopsasa

                      (lies: Feminismus… Diskurs… demokratisch, oligarchisch, elitäres Denken, politisches System, hollahi-hollaho-holla-hopsasa)

                      Gefällt 1 Person

                    • Oh, und nur falls gerade jemand den gleichen Gedanken hatte wie ich, spare ich Euch die Arbeit:

                      Gefällt mir

                  • tom174 sagt:

                    Ich bin ja nun nicht wirklich von der profeministischen Fraktion. Und ja auch ich habe hier mal über Gebühr kommentiert (sorry nochmal).
                    Aber sorry, du gehst auch mir tierisch auf den Keks. Ob das dein Anfang war (mimimi Frauen stehen ja nur auf Arschlöcher.. schon ne Weile her) oder nun das hier.
                    Und ja, es stört mich, dass meine Meinungen mit deinen in eine Ecke einsortiert werden. Aber so ist das nunmal mit der Meinungsfreiheit. Ausser dass wir beide glauben dass der Feminismus nicht das personifizierte Gute ist, haben wir beide wohl nichts gemein.
                    Du hast deinen eigenen Blog, da darfst du schreiben, was du magst. Das Blog hier als dein Forum zu missbrauchen hm.
                    Von dem Blogbetreiber aufgefordert zu werden, nun mal 10 Gänge zurückzuschalten und trotzdem weiterzumachen… solche Gäste wünscht man sich doch.
                    Besonders kacke finde ich das, da das hier mal das Blog war, in dem sich sowohl Feministen als auch Maskulisten fanden und es doch das ein oder andere gute Gespräch gab. EMN ist da neutral und teilt auf beiden Seiten aus.
                    Natürlich ist so ein Austausch nix für die Verbitterten. Aber es soll ja auch Leute geben, die mit dem anderen Geschlecht ganz gut klarkommen und sich dennoch Gedanken zur Geschlechterpolitik machen.
                    Wegen mir führen wir die „Feministenjaeigentlichallefrauensindanalldeinemleidenschuld“ Diskussion irgendwo. Wegen mir auf deinem Blog, auf meinem.. aber eben nicht unter jedem EMN Post..

                    Gefällt 4 Personen

              • Michaela Lusru sagt:

                @netraper
                Für dich persönlich zum besseren Verständnis:
                Wenn Du schon tätige Gewalt entdecken willst, dann bitte GewalttäterIN und nicht GewalttäteR, noch ist sie (auch laut eigener Aussage) Weib und nicht Kerl, und das wirst du doch trotz deiner künstlichen Erregung noch unterscheiden können, oder?

                Gefällt 1 Person

  5. kinchkun sagt:

    Schwarzer ist einfach unglaublich opportunistisch. Und an ihren Aktionen merkt man auch, dass ihr eigenes Ego ihr deutlich wichtiger ist als jedes Ideal.

    Ich kann niemanden verstehen, der sie noch irgendwie für integer hält und imho spielt sie inmerhalb des Feminismus auch nicht die geringste Rolle mehr. Die Emma hat auch fast keine Reichweite mehr und bringt sich nur noch durch Shitstorms ins Gespräch.

    Ehrlich gesagt, hab ich das Gefühl, das alles läuft nur noch auf Autopilot.

    Gefällt mir

  6. Christine sagt:

    Vielen Dank an die anderen Kommentatoren die mir gerade den richtigen Umgang mit sowas gezeigt haben. Hab ich nicht heute Morgen noch selbst irgendwas über „negative Kommentare“ gelesen? Zumindest muss ich jetzt über mich selbst lachen. ^_^

    Gefällt mir

    • netreaper sagt:

      Dass ihr Frauen das Thema eher locker seht ist mir klar.
      Ihr sollt ja auch nicht in Konzentrationslager gesperrt werden.

      Ich für meinen Teil habe nicht vor, SO zu enden nur weil ich ein Mann bin.

      Ich kann da jeden Juden verstehen der sagt er habe keinen Bock so zu enden nur weil er ein Jude ist.

      Gefällt mir

      • gerks sagt:

        Ich weis nicht ob ich es so rüberbringen kann, dass es bei dir richtig ankommt. Der Vergleich ist sehr, sehr jenseitig und vor allem den damaligen Opfern gegenüber eine ungeheuerliche Entgleisung. Denn es gibt mehrere entscheidende Unterschiede.
        1) Die Situation heute hat wenn man sie schon vergleicht, mit den späten 20ern eine Ähnlichkeit. Nicht mit der Nazi-Zeit.
        2) Geschlecht ist nicht gleich Abstammung. Während damals (in den späten 20ern) Menschen geächtet und als minderwertig betrachtet wurden, weil sie eine in den Augen der anderen schlechte Ahnenreihe hatten (etwas sehr diffuses), ist es jetzt der biologische Unterschied, der hier zur Wertigkeit gemacht wird.
        3) Wir sind aber nicht nur Männer und Frauen, sondern es gibt auch noch so etwas wie Sexualität und Liebe. Männer und Frauen leben nicht nur als Nachbarn zusammen, wie es jüdische und die sogenannten volksdeutschen Familien taten (die in Wahrheit alle Deutsche waren) sondern es sind oft Paar- und Liebesbeziehungen.

        Den Zusammenhalt in ähnlicher Weise zu zerstören, wie es bei der Gemeinschaft der Menschen im deutschen Reich war, ist sehr, sehr schwer. Es würde mehrere Faktoren benötigen.
        a) es müssten die Männer so stark durch Gesetze einschränkt werden, dass sie immer mehr und mehr zu Verzweiflungstaten neigen würden, was noch höhere Einschränkungen erlauben würde.
        b) es müsste die Bedrohung durch Männer von der Gesamtbevölkerung (und nicht nur von durchgedrehten, paranoiden Twittenden) als so hoch eingestuft werden, dass sich Frauen zu fürchten beginnen, mit Männern zusammen zu sein im Alltag oder als Paar..
        c) es müsste die Heterosexualität den Frauen ausgeredet und eine Homosexualität eingeredet werden.Somit müssten Frauen die Sexualität nur noch mit Frauen ausleben wollen, da dann die Männer außer als Samenspender und Arbeitssklaven überflüssig wären.

        Während ich mir als bekennender Paranoiker noch einreden lasse, dass a + b im Bereich des Möglichen liegt, sehe ich c als etwas an was nur in der Phantasie von SCUMisten existiert (du weist vermutlich worauf ich anspiele) aber nicht in der Wirklichkeit.
        Wenn etwas als sehr gesichert Tatsache bekannt ist, dann die Tatsache, dass sexuelle Orientierung angeboren ist. Und nicht beliebig veränderbar.

        Daher verstärkt sich die Solidarität von Hetero-Frauen gegenüber Hetero-Männern auch langsam wieder, weil keine normaldenkende(!) Frau sich derartigen Schwachsinn einreden lässt, dass ihr Liebster automatisch auch ihr größter Feind ist. Oder das DIE Männer nur vorhätten DIE Frauen zu unterdrücken. Daher wenden sich immer mehr Frauen von dieser Gedankenwelt ab. Und deswegen gerät dieser „Feminismus“ auch immer stärker ins Abseits. Auch die allermeisten Frauen Netreaper, haben nur den Wunsch, so wie es die allermeisten Männer auch haben, friedlich und in fairer, ausgewogener Weise miteinander zu leben, Sex zu haben, zu lachen, zu weinen und Kinder aufzuziehen.
        Derzeit gibt es da eine Schieflage, die noch austariert werden muss. Dennoch wird kein Feminazismus entstehen, kein weiblicher Hitler eine Endlösung befehlen. Weil Männer und Frauen nun mal nicht Juden und Volksdeutsche sind, die man so weit auseinandertreiben konnte, dass dies passieren kann.
        Männer und Frauen lieben sich. Die allermeisten zumindest. Dieses Band lässt sich nicht so durchschneiden, wie es mit einer unterschiedlichen Ahnenreihe vor 90 Jahren möglich war.

        P.S: Netreaper du darst nicht vergessen, hier sind die meisten normaldenkende Menschen und nicht die aus der Geschlecherkrieg-Blase. Dort klingt alles sehr plausibel und „Das Ende ist nah“ wird gehört. Aber Gesamtrealität sieht eben anders aus als aus der Blase heraus. Gilt für Feminisierende und Maskulinisierende.😉

        Gefällt mir

        • Alex sagt:

          @gerks, Punkt 2
          Das verstehe ich nicht: ist es nun besser oder schlechter, dass aktuell ein realer und kein ein gebildeter unterschied als Kriterium genutzt wird?

          Bzw 2a ist es besser oder schlechter, dass die ‚feinde‘ nun knapp 50% stellen?

          @reaper junge, du verrennst dich.
          Auch wenn man sich schon hin und wieder fragen könnte, ob die kommies sich Ende der 20iger Ähnlichkeit fühlten (zumindest die Realisten damals)

          Bei den Gräbern sind wir aber ganz sicher noch nicht, die volksgerichtshöfe sind me aber teils/ global schon am Horizont vorhanden..

          @comic
          Aus die Verlogenheit und Scheinheiligkeit mutmaßlich krimineller Subjekte hinzuweisen bedeutet noch lange nicht zwischenmenschliche Gewalt (da gehört auch die fliegende Seife dazu, völlig korrekt) zu negieren oder zu verharmlosen.
          Ein Comicautor darf (und muss!) auswählen.

          Gefällt mir

          • gerks sagt:

            @gerks, Punkt 2
            Das verstehe ich nicht: ist es nun besser oder schlechter, dass aktuell ein realer und kein ein gebildeter unterschied als Kriterium genutzt wird?
            Es aktuell und damals ein realer Unterschied. Wenn jemand eine andere Ahnenreihe hatte, war dies keine Einbildung, sondern tödliche Wirklichkeit. Lediglich die Interpretation was diese Abstammung zu bedeuten hätte, war Einbildung. Und nicht anders ist es heute beim Geschlecht.

            Bzw 2a ist es besser oder schlechter, dass die ‘feinde’ nun knapp 50% stellen?
            Nicht die Feinde stellen 50% sondern die Masse die gebildet wurde und aufgehetzt wird, setzt sich im Maximalfall aus der Hälfte der Bevölkerung zusammen, „WIR Frauen“ bildet dieses Gemeinschaftsgefühl. Während „DIE Männer“ zum Feindbild wird. Der Unterschied ist aber, dass die Angehörigen beider Massen engstens zusammenleben. Daher müsste eine Spaltung mitten durch die Familien, die Paarbeziehungen gehen. Die Gesetze die immer stärker in diese Beziehungen eingreifen und die Propaganda, dass fast nur Männer gegen Frauen gewalttätig sind, samt den „Statistiken“ dass jede 3 Frau in der EU von Männergewalt betroffen ist, lässt die Möglichkeit zu, dass genau dieses Auseinandertreiben gerade passiert. Den Mädchen wird unterschwellig die Botschaft mitgegeben, die sich im Hinterkopf festsetzt: „Der Feind liegt neben dir im Bett“.
            Was sich in jedem Konfliktfall dann ganz fatal die Glaubwürdigkeit einer Beschuldigung gegenüber dem Mann stark anhebt. Dadurch wird im Zweifel auch der Mann weggewiesen. Womit er dann wieder als Gewalttäter (ohne Anklage oder Urteil) gezählt wird und somit den Mythos vom Feind MANN wieder verstärkt. Wodurch dann die Behauptung von der „allgegenwärtigen häuslichen Gewalt durch Männer“ wieder verstärkt werden kann und Frauen sich unterschwellig noch mehr zu fürchten beginnen.

            Und das ist der gleiche Mechanismus wie vor 80 Jahren als man einem ganzen Land einredetet hat, dass der Feind der Nachbar nebenan sei, mit dem man die ganze Zeit friedlich zusammen gelebt hatte. Weil der in Wahrheit sich nur verstellen würde, heimtückisch sei, nur auf Bereicherung und Lustbefriedigung auf Kosten anderer aus sei. Ein durch und durch „toxischer Charakter“ wie man das heute bei Männern nennt.

            Gefällt mir

            • gerks sagt:

              Aber selbst wenn diese Spaltung gelingt, am Ende bleibt die Liebe von Hetero-Menschen zueinander. Und da diese bis auch eine Minderheit die Menschheit stellen, ist es nur möglich dass Lust und Liebe mit den Ruf des Gefährlichen verbunden wird. Ähnlich wie es im Mittelalter war, als die Frau das von Geburt an sündige Wesen war, vor dem sich der Mann in Acht nehmen muss, mit dem er aber dennoch zusammenlebte, es aber ständig im Zaum halten musste, damit die Frau nicht dem Teufel verfiel.
              So ähnlich ist es auch theoretisch vorstellbar, wenn das extrapoliert, wenn sich dieser krude Mythos von der „toxischen Männlichkeit“ weiter ausbreitet. Dann könnte es irgendwann zumindest sehr eng werden für Männer. Sogar Hexenjagden auf alle Männer die sexueller Übergriffe oder der Vergewaltigung nur verdächtigt würden, wäre dann möglich, da sich so das eingeredete schlechte Gewissen gegenüber ihrem Geschlecht von „guten Männern“, von Allies, in einer Gewalttat entladen könnte, sobald eine Frau ihnen einen Feind in den Reihen „DER Männer“ benennt.

              Allerdings wäre das nur eine temporäre Umkehrung und würde damit am Ende nach einem Aufstand der entrechteten Männer nur zur vollständigen Eingrenzung aller Frauen führen, da dann diese Männer auf Dauer verhindern würden wollen, noch mal in so eine Situation zu kommen wie vor dem Aufstand. Worauf sich irgendwann das Spiel dann wieder wiederholen würde und Frauen wieder irgendwann alle Fesseln abstreifen würden um Männer wieder in die Knie zu zwingen.

              Keine prickelnde Vorstellung wie ich finde. Ich halte die Gleichwertigkeit aller Menschen anzunehmen und Gleichberechtigung für alle gleich zu schaffen, für einen besseren Weg.

              Gefällt mir

      • dolonnen sagt:

        Der Vergleich ist auf allen Ebenen dumm und widerlich. Völlig unpassend. Schade, denn die Diskussionspunkte von dir waren bisher durch die Bank nachvollziehbar und richtig.

        Gefällt mir

  7. Fiete sagt:

    Okay, fassen wir zusammen: Als Comic über Alieze S. ist der Post ganz ordentlich.
    Zum Thema feministische double Standarts eignet er sich weniger, da Alieze selbst bei den meisten Femis verkackt hat und sie sich v.dh. easy distanzieren können. Wer will schon eine gewalttätige Steuerhinterzieherin zum Gruppenmufti haben, gell?
    Obschon die enthaltene feministische Position eine ganz typische ist.

    Wäre also interessanter, mal die double Standarts von Mitgliedern der Mädchenmannschaft, J.Strick u.s.w., bis hin zu einigen SPD-Mitgliedern unter die Lupe zu nehmen. Das dürfte als Comic in ein paar Bildchen allerdings eine ziemliche Herausforderung darstellen.😉

    Gefällt 2 Personen

    • kinchkun sagt:

      Es geht hier aber nicht um feministische Doppelstandards, sondern um Schwarzer.

      Gefällt mir

    • Michaela Lusru sagt:

      @Fiete
      Du sagst es : verkackt bei den meisten – nicht nur Frauen!
      Und @netreaper halt (noch) nicht von dieser Welt, der liest jeden morgen doch die Zeitung von vor 30 Jahren – und da war halt manches auch für naive Männchen noch etwas anders.
      Wenn der schneller lesen würde, z.B. jeden Tag 3, dann könnte er in 15 Jahren auf der Höhe der Zeit angekommen sein, wie gesagt: wenn
      Nur ob es die Schwarzer dann noch gibt, muß er schon sie selber fragen, privat natürlich …

      Gefällt 1 Person

  8. Hm, mein Mann beschwert sich nicht, eine gut verdienende Ehefrau zu haben. Auch wenn er im Haushalt helfen muss.
    Denn so kann er sich um einen neuen beruflichen Traum kümmern und ich verdiene genug für uns alle.
    Hätte er eine Hausfrau, ginge dies nicht😉

    Gefällt 2 Personen

  9. Matze sagt:

    Netreaper, du schaffst es echt einem das Grinsen vom Gesicht zu wischen. Klingelt bei dir eigentlich ein Wecker sobald EMN hier einen neuen Comic postet?

    Gefällt 5 Personen

  10. IULIUS sagt:

    Bringen wir es doch mal auf den Punkt:
    Alice Schwarzer == Lesbiche, gewalttätige, zum Sex nötigende Frau, erklärt allen anderen Frauen, wie sie zu leben haben.

    … War es nicht genau das, wozu sie auferstanden war, um dagegen zu kämpfen?

    Gefällt 1 Person

    • maSu sagt:

      Nein. Schwarzer ist aufgestanden, um Anführerin einer dummen Masse zu sein. Um Macht zu erhalten, denn genau das braucht sie: Macht über andere. Egal ob privat oder auf ihrem Feldzug gegen Männer. Dabei sind „double Standard“ also Doppelmoral zwingend erforderlich, denn nur wer seine eigenen Machtbesessenheit leugnet, kann eben selbige anderen Menschen unterstellen.

      Und ich muss Netreaper in gewisser Weise zustimmen:
      Das Verhalten der Schwarzer ist keineswegs untypisch. Es ist im (Netz-)Feminismus eine sehr typische Verhaltensweise: Anne Wizorek beschwert sich über Sexismus und Rassismus … und über diese „heterosexuellen weißen Männer“ – Rassismus und Sexismus in Reinform.

      Das Vorgehen ist immer das gleiche. Der Name – egal ob ‚Schwazer‘, ‚Wizorek‘, ‚Strick‘ oder oder oder. Frau Schwarzer ist damit kein unmoralischer Ausnahmefall. Sie ist der Standard.

      Gefällt mir

    • margretandfriends sagt:

      „Lesbiche“

      Soweit bekannt, ist sie bisexuell und nicht lesbisch. Aber letzten Endes: Genau das, also Fragen der Privat- und Intimsphäre sind doch eigentlich wirklich völlig uninteressant. Um beim Comic zu bleiben: Die Aussage in Panel 1 ist natürlich Bullshit (so lange es sich nicht um strafrechtlich relevantes Verhalten handelt, dann besteht ein legitimes Interesse der Öffentlichkeit).

      Gefällt mir

      • kinchkun sagt:

        Genau das, also Fragen der Privat- und Intimsphäre sind doch eigentlich wirklich völlig uninteressant.

        Nicht für moralische oder ideologische Autoritäten. Wenn die ihre eigenen Ansprüche nicht gerecht werden können, verlieren sie einfach ihren Autoritätsanspruch.

        (Wenn Schwarzer ihr Frauenarchiv aus Steuerngeldern bezahlt bekommt, während sie gleichzeitig die zigfache Summe an Steuern hinterzieht, kann man daraus zum Beispiel direkt die politische Forderung ableiten, dass sie ihren Scheiß selbst bezahlen soll.)

        Gefällt mir

    • Christine sagt:

      IULIUS:
      Schwarzer ist Bi, nicht lesbisch. Abgesehen davon hoffe ich das du die Sexualität hier nicht als ausschlaggebendes Kriterium verstehst, oder warum betonst du das?

      Den Klatsch und Tratsch über sie ignoriere ich übrigens. Ihre angeblich gewalttäigen Züge habe ich noch nie erlebt, wohl aber ihre einseitigen und verqueren Aussagen gelesen.
      Der hintere Teil des Satzes stimmt aber voll und ganz, der Nachsatz auch.😉

      Gefällt mir

      • IULIUS sagt:

        @Christine,
        es ging um Überspitzung.

        Es ist völlg trivial, ob sie nun bi, oder lesbich ist. Das primäre Problem ist, daß sie gegen Gewalt gegen Frauen wettert, sie aber für sich Gewalt gegen Frauen in Anspruch nimmt, sie gegen sexuelle Nötigung gegen Frauen prädigt, während sie sie anwendet.

        Wenn jemand so abgrundtief haßt wie diese Frau, für den ist Gewalt gegen andere ein legitimes Mittel. Mag sein, daß sie dabei bisher nur nicht erwischt wurde. Mag auch sein, daß sie es auslebt, indem sie andere dazu anstiftet.

        Ehrlich gesagt deren sexuellen Präferenzen interessieren mich nicht im geringsten.😉

        Gefällt mir

        • david sagt:

          Nicht dass es so interessant wäre, aber inwiefern ist Schwarzer denn wirklich bi?
          Weil sie vor ein paar Jahren ganz plötzlich einen Ex-Partner aus dem Hut gezaubert hat? Den davor niemand kannte und den sie auch nie aus Imagegründen mal erwähnt hätte?

          Aber als sie grade mal wieder positive Publicity brauchte, platzte sie damit heraus und gleichzeitig schier vor Stolz über den „schönen Mann“ (mal ehrlich, allein optisch ist es doch schon unrealisitsch, dass der sich auf diese Kratzbürste eingelassen haben soll), dessen 30 Jahre alte Fotos sie in allen Talkshows präsentierte. Auch da wurde das Private auf einmal hoch relevant und sie breitete es freudestrahlend überall aus. Ich halte es für wahrscheinlicher, dass sich da jemand (sofern er überhaupt noch lebt) mit seinem Gesicht für ihre Imagekampagne („seht her, ich kann ja gar keine Männerhasserin sein“) hergegeben hat.

          Abgesehen davon sind heterosexuelle Verhältnisse in der Biographie von Homosexuellen absolut nichts unübliches und oft als Transitionsphase zu sehen, vor allem wenn da nie wieder was kommt.

          Gefällt mir

          • margretandfriends sagt:

            Sie hatte in den 60ern doch einige Freunde. Und dazu „Abgesehen davon sind heterosexuelle Verhältnisse in der Biographie von Homosexuellen absolut nichts unübliches“. Es stellt sich dann allerdings die Frage, ob dann dabei nicht doch eine Bisexualität besteht mit Tendenz in die eine oder die andere Richtung. Aber das führt zu weit vom Thema weg.

            Gefällt mir

            • IULIUS sagt:

              In den 60er Jahren? Einige sagen, daß die Dame ihr „Coming Out“ verschlafen hat. Würde eher sagen, sie wollte aus politischen Gründen sich nur nicht festlegen.

              Was ich nicht verstehe, sie hat in ihrer Kindheit Männer eher als Schwach wahrgenommen. Die rücksichtslosen Personen waren Frauen.
              Kann es sein, daß sie über den Verlust ihrer Mutter nie hinweg gekommen ist und die Schuld einfach auf die Männer übertragen hat?

              In irgend einem Interview läßt sich heraushören, daß ihre Mutter ein selbstsüchtiges und rücksichtsloses Arschloch war.

              Gefällt mir

            • david sagt:

              Nein. Ob Menschen sich als bisexuell oder homosexuell empfinden und definieren, wirst du ihnen schon selbst überlassen müssen.
              Einer meiner besten Freunde vermutet sich selbst in einer Übergangsphase und geht mittlerweile davon aus, dass er wahrscheinlich schwul ist. Er lässt sich aber Zeit das rauszufinden und dann zu definieren.
              Es gibt auch Studien die zeigen, dass viele Homosexuelle Hetero-Beziehungen lediglich ausprobiert haben und auch ihre Selbstdefinition mit der Zeit ändern.

              Schwarzer hat natürlich auch das Recht sich selbst zu definieren, sich soweit ich weiß aber nie klar geäußert. Selbst wenn man ihr letztes Buch als Bekenntnis zu einer Bisexualität versteht, muss man in ihrem speziellen Fall aber bedenken, dass
              – ihrer Weltanschauung und eigenwilligen Verwendung des Begriffs nach jeder Mensch bisexuell sei (absurd)
              – ihrer Weltanschauung nach PIV-Sex Unterdrückung der Frau ist
              – sie sich ihrer Aussage nach gar nicht in ein Geschlecht („nur in Menschen“) verliebe
              – sie wohl seit mindestens 30 Jahren nur noch mit Frauen lebt
              – sie ein strategisches Motiv hat, nicht als lesbisch zu gelten

              Daher würde ich mal tendenziell – ohne natürlich ihr Privatleben zu kennen – behaupten: sie ist lesbisch

              Gefällt 1 Person

              • margretandfriends sagt:

                „Nein. Ob Menschen sich als bisexuell oder homosexuell empfinden und definieren, wirst du ihnen schon selbst überlassen müssen.“

                Ja, prinzipiell schon. Aber es gibt eben diverse Graustufen zwischen homo- und heterosexuell.

                Und was ist an dieser Aussage schlimm? “ sie sich ihrer Aussage nach gar nicht in ein Geschlecht (“nur in Menschen”) verliebe“ Das geht mir genauso. Das Geschlecht der betreffenden Person ist eher irrelevant, wenn ich mich verliebe.

                Gefällt mir

                • IULIUS sagt:

                  Es gibt genau eine Stufe zwischen homo- und heterosexuell, nämlich bisexuell.

                  Die Aussage ist nicht schlimm, sondern daß sie vorgibt für alle Frauen zu sprechen.

                  Gefällt mir

        • margretandfriends sagt:

          „Wenn jemand so abgrundtief haßt wie diese Frau“

          @ Iulius Woran genau machst du denn diesen „abgrundtiefen Hass“ fest? Ich lese das immer wieder völlig begründungsfrei sozusagen als selbstverständlichkeit und es würde mich interessieren, worauf Du deine Aussage stützt?

          Gefällt mir

          • IULIUS sagt:

            @Margret,
            zuerst müßte ich wissen, was Du unter Haß verstehst.

            Was denkst Du, was die Frau antreibt? Menschenliiebe wohl eher nicht.

            „Sie hat ihren Mann entwaffnet. (…) Eine hat es getan. Jetzt könnte es jede tun. Der Damm ist gebrochen, Gewalt ist für Frauen kein Tabu mehr. Es kann zurückgeschlagen werden. Oder gestochen. Amerikanische Hausfrauen denken beim Anblick eines Küchenmessers nicht mehr nur ans Petersilie-Hacken. (…) Es bleibt den Opfern gar nichts anderes übrig, als selbst zu handeln. Und da muss ja Frauenfreude aufkommen, wenn eine zurückschlägt. Endlich!“

            – Alice Schwarzer: Emma 1994[69]
            Was denkst Du was das ist?

            Gefällt mir

            • margretandfriends sagt:

              Ich finde es interessant, dass das eigentlich immer die einzige Textstelle ist, die auf Nachfrage genannt wird. Und da handelt es sich um einen Text, der die „Rachetat“ einer misshandelten Frau behandelt und darum eher keine Allgemeingültigkeit hat, sondern sich auf Misshandlungen beschränkt.

              Wie schrieb leszek oben „Da kein Mensch so genial ist immer perfekt und unmißverständlich zu formulieren, findet man auf diese Weise natürlich immer etwas, was sich eignet negativ interpretiert zu werden.“

              und

              „Es kommt nunmal bei fast jedem Menschen, der viel schreibt, auch zu suboptimalen Formulierungen.“

              Ich finde diese eine Textstelle zu dürftig, um ihren generellen „Hass“ zu belegen. Vielleicht existiert er, aber diese Textstelle ist als „Beweis“ dafür nicht geeignet.

              „zuerst müßte ich wissen, was Du unter Haß verstehst“

              Hass – http://www.duden.de/rechtschreibung/Hass .

              Gefällt 1 Person

              • IULIUS sagt:

                Na dann gehen wir zu Kachelman über, den sie ohne Verfahren verurteilt wissen wollte und wohl immer noch behauptet, daß er vergewaltigt hat.
                Hat auch nichts mit „Menschenfreundlichkeit“ zu tun.

                Gefällt mir

              • david sagt:

                Wiki:
                „Mein Großvater […] hat vorwiegend die Arbeit gemacht mit der Kindererziehung und hiermit gezeigt, dass auch Männer Menschen sein können

                Wikimannia🙂
                «Hass ist nur da mies, wo er grundlos oder fehlgeleitet ist. Da, wo es Anlass gibt zu hassen, kann Hass auch ein durchaus positives, weil antreibendes und veränderndes Moment sein. […] Und eine von Männern – einzeln oder/und gesamt­gesellschaftlich – unterdrückte Frau hat recht, etwas gegen Männer und/oder die Männer­gesellschaft zu haben. Das Gegenteil wäre beunruhigend. Wer den Hass abschaffen will, muss die Gründe zum Hass abschaffen! Wer etwas gegen Männerhass hat, muss gegen die Frauen­unter­drückung kämpfen!»

                „Jede zweite Frau ist ein Opfer von Sexualgewalt.“ [28]
                „Der Vergewaltiger Nr. 1 ist der eigene Mann.“ [28]

                Gewalt hat ein Geschlecht: das männliche.“[31]

                Wer da keinen Hass erkennen kann, der hat wohl selbst ein Problem.

                und nochmal in Bezug auf ihre Sexualität:

                „Mann und Frau sind a priori so ungleich […] Liebe ist eben nur unter Gleichen möglich, nicht unter Ungleichen.

                Wie soll es (ihr) also möglich sein, einen Mann zu lieben?

                Gefällt mir

                • margretandfriends sagt:

                  „«Hass ist nur da mies, wo er grundlos oder fehlgeleitet ist. Da, wo es Anlass gibt zu hassen, kann Hass auch ein durchaus positives, weil antreibendes und veränderndes Moment sein. […] Und eine von Männern – einzeln oder/und gesamt­gesellschaftlich – unterdrückte Frau hat recht, etwas gegen Männer und/oder die Männer­gesellschaft zu haben. Das Gegenteil wäre beunruhigend. Wer den Hass abschaffen will, muss die Gründe zum Hass abschaffen! Wer etwas gegen Männerhass hat, muss gegen die Frauen­unter­drückung kämpfen!» “

                  Leszek würde jetzt wohl schreiben „hat sie scheiße formuliert.“ – wenn es um Arne Hoffmann ginge. Übrigens sehe ich durchaus, dass Alice Schwarzer, den Denkstrukturen der 70er genau entsprechend in Klassenkampf-Kategorien gedacht hat, was ich tatsächlich ziemlich scheiße finde. Ihr aber pauschal und reflexartig Hass vorzuwerfen und ihr gesamtes Lebenswerk entsprechend zu verurteilen, finde ich undifferenziert. Sie hat eben auch einiges geleistet und z. B. wesentlich dazu beigetragen, dass stereotype Vorstellungen von Geschlecht in Frage gestellt wurden, weibliche Sexualität nicht mehr tabusiert wurde, die Rechte von Homosexuellen und Transsexuellen in den Fokus gerückt sind, über Abtreibungsrecht und Sexismus nachgedacht wurde, Berufstätigkeit von Frauen normal wurde und Männer auch Hausmänner oder Erzieher werden können. Sie immer auf diesen einen Artikel und auf Kachelmann zu reduzieren, ist eine schon reichlich verengte Sichtweise.

                  Gefällt mir

                  • margretandfriends sagt:

                    „“Mann und Frau sind a priori so ungleich […] Liebe ist eben nur unter Gleichen möglich, nicht unter Ungleichen.“

                    Quelle? Lass mich raten – „wikimannia“? Hast du „der kleine Unterschied“ im Original gelesen?

                    Gefällt mir

                    • david sagt:

                      Quelle? Lass mich raten – “wikimannia”

                      Ich habe es doch extra drüber geschrieben. Hast du “der kleine Unterschied” im Original gelesen? Ich hatte es tatsächlich mal eines mittags in der Bibliothek in der Hand. „Gelesen“ wäre aber zu viel gesagt. Stimmt das Zitat etwa nicht?
                      Man sieht an dieser Frage, Wikimannia ist als Quelle in dem Bereich gar nicht schlecht.

                      Man könnte fast sagen:
                      Dass Wikimannia neben seinen Verdiensten auch Unsinn geschrieben hat, unbestritten. Es ist auch feministischer Polemik geschuldet, für die es ein Gegengewicht darstellt. Nur ist es bescheuert, Wikimannia ausschließlich die Verfehlungen anzurechnen und nicht auch die unbestreitbaren Verdienste.
                      😉

                      Mal ernsthaft, wer in Schwarzers gesammelten Auftritten, Schriften und Interviews in den letzten Jahrzehnten den offensichtlichen Männerhass nicht erkennt, der erkennt wohl grundsätzlich nicht sehr viel. Ich habe das zustimmend auch schon aus unzähligen Frauenmündern gehört, dass Schwarzer eine Männerhasserin sei. Unreflektiert ist wohl eher deine „pauschale und reflexhafte“ Verteidigung Schwarzers, mit deren mindset du zweifellos große Überschneidungen hast.

                      Leszek würde jetzt wohl schreiben

                      Nachdem du Leszek in Bezug auf eine leicht fragwürdige Hofmann-Äußerung nun ein Mal ein „blöd formuliert“ abgerungen hast, wirst du das nun also jedes Mal recyceln, um feministische Misandrie zu verteidigen. Total differenziert. Warum bloß habe ich das erwartet?

                      Schwarzers „Verdienste“ sehe ich sehr viel nüchterner, du halt durch eine rosarote Brille. Da kommen wir nicht zusammen und da fehlt mir auch die Zeit. Ich finde das jedenfalls so gar nicht „unbestreitbar“.

                      Meine Großmutter, trotzdem sie das begabteste Kind einer 9-köpfigen Familie war und ihr ein Lehramtsstudium (damals so und so die einzige wirkliche Studienoption für eine Frau) von Lehrer und Pfarrer dringend nahegelegt wurde, durfte nicht studieren, nicht einmal die höhere Schule besuchen, weil “ein Mädchen das nicht braucht”

                      Das ist ein so super klassisches, feministisches Familiennarrativ.
                      Warum ist es denn so ein Stein gemeißelt und bewiesen, dass deine unstudierte Oma so viel begabter war als alle ihre Geschwister? Womöglich sehen die anderen 8 das nicht alle so.
                      Die Entscheidungen, die Eltern mit begrenzten Ressourcen damals treffen mussten, machten aus ihrer Perspektive sicher oftmals viel mehr Sinn, als es sich den betroffenen Kindern erschließen kann. Das muss nicht immer mit Geringschätzung von Frauen erklärt werden, sondern hat vor allem auch damit zu tun, dass damals einfach nicht jedes Kind auf die Uni geschickt werden konnte und auch gar nicht brauchte.
                      Ein Sohn der zwei linke Hände hat, hatte das Studium z.B. sicherlich nötiger, um später mal eine Familie zu haben, als eine hübsche Tochter, die vielleicht auch noch andere Talente hat und auch ohne Studium eine gute Partie abgibt.
                      Im Übrigen habe ich inzwischen schon mehrfach Männer getroffen, bei denen es genau umgekehrt war. Z.B. einen hochbegabten 50-jährigen letzte Woche, der als Kind schon Ingenieur werden wolte: beide Schwestern durften (erfolglos) studieren, während für ihn die Übernahme des elterlichen Betriebs / Hofs vorgesehen war. Was er gar nicht wollte und letztlich auch nicht gemacht hat.

                      Gefällt mir

                    • margretandfriends sagt:

                      @ David

                      „dass deine unstudierte Oma so viel begabter war als alle ihre Geschwister?“

                      Einfache Antwort: Schulnoten. Alle Jungen bis auf einen (der mit den schlechtesten Noten) durften studieren, kein Mädchen. Im Dorf, bis auf die Tochter des Lehrers, gar kein Mädchen auf eine höhere Schule. Wobei meine Großmutter die Begründung „Du brauchst das nicht“ durchaus hingenommen hat.

                      „Womöglich sehen die anderen 8 das nicht alle so.“

                      ihre Brüder sagten mir zumindest, dass sie es im Nachhinein als unfair empfinden.

                      Meine Urgroßeltern waren keine Unmenschen und haben den Mädchen übrigens im Gegenzug ihren Besitz überschrieben, weil die Ausbildung der Buben so viel gekostet hat. Trotzdem: Die Möglichkeiten für ein Mädchen waren deutlich eingeschränkt. Das zu leugnen ist albern.

                      „Unreflektiert ist wohl eher deine “pauschale und reflexhafte” Verteidigung Schwarzers“

                      Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

                      „mit deren mindset du zweifellos große Überschneidungen hast.“ Vermutlich als Beleidigung gedacht. Lass stecken.

                      Gefällt mir

                    • margretandfriends sagt:

                      „Ein Sohn der zwei linke Hände hat, hatte das Studium z.B. sicherlich nötiger, um später mal eine Familie zu haben, als eine hübsche Tochter, die vielleicht auch noch andere Talente hat und auch ohne Studium eine gute Partie abgibt.“

                      Damit bestätigst Du sogar, was ich sage. Dass es festgefahrene, stereotype Rollenbilder gab (und teilweise noch gibt), denen man kaum entkommen konnte. Es geht nicht um Geringschätzung, es geht um eine Denkweise der Art „weil du ein Mädchen/ein Junge bist, musst du so und so handeln, so und so aussehen und so und so denken“. Das beschränkt Menschen massiv in ihren Möglichkeiten.

                      Gefällt mir

                    • IULIUS sagt:

                      @margretandfriends,
                      was hat das mit stereotype Rollenbilder zu tun? Das war dem allgemeinen Überleben geschuldet. Das stereotype schafft der Feminismus.

                      Gefällt mir

                    • Leszek sagt:

                      @ Margret

                      „Absolut (ich würde mir dasselbe aber von dir auch für den Feminismus und für Feministinnen ausbitten).“

                      Bei meiner Analyse und Kritik des Feminismus stehen die theoretischen Strukturen der Weltanschauungen der verschiedenen feministischen Richtungen im Vordergrund und einzelne Sätze von Feministen/Feministinnen werden von mir vor diesem Hintergrund interpretiert.

                      „Das bedeutet aber nicht, dass man die kritischen Passagen dann hinnehmen muss.“

                      Wenn sich durch Einbeziehung des gesamten Kontextes ein anderes Bild ergibt, eventuell schon.

                      „Und Arnes immer wieder deutlich merkwürdige Bemerkungen über Frauen lassen sehr deutlich das Bild entstehen, dass er für weibliche Problemlagen sehr wenig Verständnis hat und Frauen in erster Linie als auf Kosten von Männern bequem lebende Luxusgeschöpfe sieht.“

                      Nein, er hat keine Verständnis dafür, dass Männer im Mainstream-Feminismus als privilegierte Klasse konstruiert werden, obwohl es faktische zahlreiche Diskriminierungen, Benachteiligungen und soziale Problemlagen gibt, von denen Jungen und Männer betroffen sind und er hat kein Verständnis dafür, dass Männern vorgeworfen wird, sie wollten um ihre Privilegien zu wahren traditionelle Geschlechterrollen aufrechterhalten, obwohl viele Frauen durch ihre Partnerwahlpräferenzen wesentlich zur Aufrechterhaltung traditioneller Geschlechterrollen beitragen.

                      Und was weiblicher Problemlagen angeht, lies dir z.B. mal durch, was er dazu bei folgendem Blogstöckchen auf Genderama geschrieben hat, aus dem auch wieder klar hervorgeht, dass sein Ziele eine geschlechtsübergreifende Perspektive auf geschlechtsbezogene Problemlagen und eine integrative Geschlechterpolitik ist:

                      http://genderama.blogspot.de/2014/03/blogstockchen-ich-bin-dann-mal-feminist.html

                      Da findet sich u.a. eine Forderung nach Rollenfreiheit für Frauen (und Männer).
                      Da findet sich die Bejahung der feministischen Forderung nach der rezeptfreien Pille danach, beim Thema Prostitution Übereinstimmung mit denjenigen Feministinnen die die Sexarbeiterbewegung unterstützen sowie natürlich Übereinstimmung mit solchen Positionen im Feminismus, die wie der linke Maskulismus auf die Gleichberechtigung von Homosexuellen abzielen.
                      Arne fordert außerdem eine faktenbasierte Bekämpfung von häuslicher und sexuelle Gewalt sowie von Stalking und Mobbing, die Täter und Opfer beiderlei Geschlechts berücksichtigt.
                      Und er äußert sich positiv zum Kampf von Terres de Femmes gegen weibliche und männliche Genitalverstümmelung.

                      Des Weiteren ist zu erwähnen, dass sich Arne in mehreren seiner Bücher auch damit beschäftigt hat, was getan werden kann, um sexuelle Gewalt gegen Frauen zu verhindern und weibliche Opfer sexueller Gewalt zu unterstützen (ausführlich in: Arne Hoffmann – Nummer Sicher. Der Erste-Hilfe-Kasten für alle sexuellen Probleme, Marterpfahl Verlag, 2007, Kapitel 8: Sexuelle Gewalt verhindern und überwinden: Fragen und Antworten, dazu demnächst an anderer Stelle etwas mehr). Viele kennen diesen Aspekt seines Werkes leider nicht, weil sie mit seinem Gesamtwerk zu wenig vertraut sind.

                      „Ja, und die wesentliche Kernaussage des Textes ist, dass sie Frauen für privilegierte, hinterngepuderte parasitär lebende Lebensformen hält, die unwahrscheinlich “blöde” sind. Frauenfeindlicher geht nicht.“

                      Die wesentliche Kernaussagen von Esther Vilars „Der dressierte Mann“ sind, dass Frauen durch starre traditionelle Geschlechterrollen privilegiert werden, weil dies bedeutet, dass Männer für sie arbeiten, dass Frauen nicht, weil sie unterdrückt werden, sondern aus Bequemlichkeit und Angst vor der Freiheit sich in traditionellen Geschlechterrollen fügen, dass starre traditionelle Geschlechterrollen nicht als Unterdrückungsverhältnis von Frauen, sondern als Ausbeutungsverhältnis von Männern zu interpretieren seien (ich lehne beide Auffassungen ab) und dass ein Feminismus, der die Geschlechterverhältnisse egalisieren will, daher mehr als Kampf für weibliche Gleichverpflichtung geführt werden müsse. Dass Esther Vilar betont, dass starre traditionelle Geschlechterrollen die intellektuelle Entwicklung von Frauen beeinträchtigen, ist nichts, was sie groß von anderen Feministinnen dieser Zeit unterscheidet, sondern ihre Auffassung, dass Frauen privilegiert seien.

                      „Was Esther Vilar betrifft kommen wir wohl nicht zusammen. Sie selbst hat nie gesagt, dass ihre frauenverachtenden Sätze nicht ernst gemeint waren, im Gegenteil, sie hat mehrfach bestätigt, dass sie bis heute dahinter steht.“

                      Hinter den Kernaussagen des Buches, aber das bedeutet eben nicht, dass polemisch-satirirsche Formulierungen, wortwörtlich zu nehmen sind.

                      “Die Formulierung bezieht sich also darauf, dass Frauen im Schnitt häufiger als Männer Fächer studieren”
                      „Die Formulierung war eindeutig extrem negativ gemeint und herablassend Frauen gegenüber. Du verdrehst sie sozusagen ins Positive, aber dass man “Frauen dicke Geldbündel hinterherwirft”, damit sie es “im Berufsleben so bequem wie möglich haben” steht da nun einmal.“

                      Nein, die Aussage muss in den Kontext, in dem sie steht, gesetzt werden, um sie angemessen zu interpretieren. Tut man dies, dann wird schnell klar, dass es sich um eine überspitzte Formulierung handelt, die sich auf ein reales kritikwürdiges Phänomen bezieht, nämlich dass eine Benachteiligung von Frauen behauptet wird und Frauenförderung praktiziert wird, obwohl hinter vielen geschlechtsbezogenen gesellschaftlichen Ungleichverteilungen in Wahrheit FREIWILLIGE Lebensentscheidungen von Frauen stehen.

                      Überspitze Formulierungen können (im Gegensatz zu Hassaufrufen wie bei Alice Schwarzer) legitime Stilmittel sein – wenn der Bezugspunkt solcher Formulierungen gut begründet ist.

                      „Ich wünschte mir, Du wärst bei feministischen Texten auch mal so bestrebt, aus unmöglichen Sätzen hübsche und gesellschaftlich akzeptierte zu bauen.“

                      Mir ist kürzlich aufgefallen, dass ein bekannter Männerrechtler in einer seiner Schriften ein paar Formulierungen der liberalen Feministin Elisabeth Badinter offenbar mißinterpretiert hat. In diesen Formulierungen beschreibt sie die radikalfeministische Weltsicht, die sie dann im weiteren Verlauf des Buches kritisiert. Das wurde offenbar irrtümlich so aufgefasst, als würde sie einige dieser radikalfeministischen Auffassungen bejahen. Darauf werde ich den Autor bei Gelegenheit hinweisen.

                      „Die “Formulierung” sagt in erster Linie aus, dass Frauen auf Feministinnen böse wären, weil sie dank Feminismus nun plötzlich auch hart arbeiten müssen (aber natürlich noch nicht ganz so hart wie Männer). Das ist das vilarsche Frauenbild in Reinform.“

                      Nein, die Formulierung sagt aus, dass vielen Frauen im Zuge der Zunahme weiblicher Erwerbsarbeit bewusst wurde, dass die zur Erwerbsarbeit verpflichtende traditionelle männliche Geschlechterrolle eben doch nicht nur Vorteile mit sich bringt, sondern auch große Nachteile und dass es mit den „männlichen Privilegien“, wenn man arbeiten muss, oft nicht so weit her ist.
                      Auch bei dieser Formulierung geht es darum den radikalfeministischen Mythos von Männern als privilegierter Klasse zu kritisieren.

                      „Ich hatte dir schon einmal geschrieben, dass ich vielen von Arnes Aussagen zustimmen kann.“

                      Das könntest du bei deinen Kritiken dann ja hin und wieder auch mal erwähnen.🙂

                      „Umso mehr irritieren mich dann immer wiederkehrende merkwürdige Aussagen zu Frauen „

                      Die aber erstmal korrekt kontextualisiert werden müssen und vor dem Hintergrund der theoretischen Grundlagen und des Wertesystems der jeweiligen Weltanschauung interpretiert werden müssen, um festzustellen, wie sie wirklich gemeint sind und ob sie tatsächlich kritikwürdig sind. Ein Satz ist nicht schon deshalb kritikwürdig, weil er etwas überspitzt und provozierend formuliert ist.

                      „und übertriebene Zahlen (ihr kritisiert ja auch übertriebene Zahlen z. B. im Falle von Missbrauch).“

                      Gegen BEGRÜNDETE Kritik an Zahlen habe ich nichts einzuwenden. Das sind wissenschaftlich zu klärende Fragen, bezüglich derer dann eben in wissenschaftlich fundierten Diskussionen herausgefunden werden muss, wie die Wahrheit aussieht.

                      „Und selbstverständlich werde ich das weiterhin ansprechen und kritisieren, wenn es mir auffällt. Vielleicht überdenkt arne solche Aussagen dann ja auch noch einmal“

                      Also in kommunikationspsychologischer Hinsicht sind Menschen im Allgemeinen bei differenzierteren und weniger feindselig formulierten Kritiken als deiner obigen eher dazu bereit Kritik anzunehmen.

                      „(By the way, warum antwortest eigentlich immer Du an seiner statt?).“

                      Weil ich gerade keine Vollzeitstelle habe und Zeit zum Antworten habe. Arne lebt davon, dass er Bücher schreibt und das kostet sehr viel Zeit. Wenn er sich ständig auf solche Diskussionen einlassen würde, würde das auf Kosten seiner Arbeit und anderer wichtiger Tätigkeiten gehen.

                      Das ist auch zu berücksichtigen, wenn es um auf Genderama verlinkte Artikel geht. Genderama verlinkt Artikel, die für den männerrechtlichen Diskurs im Netz interessant und relevant sein könnten – und dabei werden manchmal auch Artikel verlinkt, in denen andere Positionen vertreten werden als Arne sie vertritt, es werden auch manchmal Artikel verlinkt, die gegensätzliche Positionen zueinander vertreten, Arnes hat diesbezüglich sehr liberale Auffassungen.

                      Es sollte aber klar sein, dass Arne keine Zeit hat bei jedem auf Genderama verlinkten Artikel ausführlich zu erklären, mit welchen Passagen er übereinstimmt und mit welchen nicht, in vielen Artikeln finden sich natürlich auch Passagen, bei denen man selbst anderer Meinung ist. Diesbezüglich ist eben auch der mündige Leser gefragt, sich selbständig mit Artikeln auseinandersetzen zu können.

                      Gefällt mir

                    • margretandfriends sagt:

                      „Es sollte aber klar sein, dass Arne keine Zeit hat bei jedem auf Genderama verlinkten Artikel ausführlich zu erklären, mit welchen Passagen er übereinstimmt und mit welchen nicht, in vielen Artikeln finden sich natürlich auch Passagen, bei denen man selbst anderer Meinung ist. Diesbezüglich ist eben auch der mündige Leser gefragt, sich selbständig mit Artikeln auseinandersetzen zu können.“

                      Es wäre dann vielleicht hilfreich, wenn er sie nicht mit zustimmenden Überschriften wie „Streik der Kindergärtnerinnen lässt Gender-Pay-Gap-Lüge auffliegen“ versehen würde ^^.

                      „Wenn sich durch Einbeziehung des gesamten Kontextes ein anderes Bild ergibt, eventuell schon.“

                      Das ergibt sich aber nicht. Es ergibt sich ein widersprüchliches Bild.

                      „Bei meiner Analyse und Kritik des Feminismus stehen die theoretischen Strukturen der Weltanschauungen der verschiedenen feministischen Richtungen im Vordergrund und einzelne Sätze von Feministen/Feministinnen werden von mir vor diesem Hintergrund interpretiert. “

                      Siehst du, genau das tue ich auch, wenn ich sie z. B. in Kontext zu Vilars Texten stelle.

                      “ (im Gegensatz zu Hassaufrufen wie bei Alice Schwarzer)“

                      Dann auch an dich die Frage, die ich bereits Iulius gestellt habe: Stimmen nicht viele Aktivisten der antifeministischen und auch der männerrechtlichen Szene der darin enthaltenen Essenz ganz offen zu? („Hass ist nur da mies, wo er grundlos oder fehlgeleitet ist. Da, wo es Anlass gibt zu hassen, kann Hass auch ein durchaus positives, weil antreibendes und veränderndes Moment sein.“).

                      „Nein, die Formulierung sagt aus, dass vielen Frauen im Zuge der Zunahme weiblicher Erwerbsarbeit bewusst wurde, dass die zur Erwerbsarbeit verpflichtende traditionelle männliche Geschlechterrolle eben doch nicht nur Vorteile mit sich bringt, sondern auch große Nachteile und dass es mit den „männlichen Privilegien“, wenn man arbeiten muss, oft nicht so weit her ist.“

                      Das ist deine recht rosarote Interpretation. Real steht da, dass Frauen nun auch hart arbeiten müssen (haben sie vorher dann ja offenbar nicht getan, waren also privilegiert), sie das Feministinnen nachtragen, aber ganz so hart wie die Männer arbeiten sie dann doch nicht. Wenn das keine Privilegienthese ist, was dann?

                      „Gegen BEGRÜNDETE Kritik an Zahlen habe ich nichts einzuwenden.“

                      Gut. Dann war meine Kritik an den Obdachlosenzahlen also auch in deinen Augen völlig legitim.

                      „Das könntest du bei deinen Kritiken dann ja hin und wieder auch mal erwähnen.“

                      Könnte ich. Aber die vilarschen Stellen ärgern mich dann doch jedes Mal sehr. Ebenso Kampfbegriffe wie „lila Pudel“.

                      „Weil ich gerade keine Vollzeitstelle habe und Zeit zum Antworten habe.“

                      Es wirkt halt immer ein wenig eigenartig wie ein „Stellverteterkampf“.

                      Gefällt mir

                  • Leszek sagt:

                    @ Margret

                    „Leszek würde jetzt wohl schreiben “hat sie scheiße formuliert.” – wenn es um Arne Hoffmann ginge.“

                    Es wird nicht nötig sein, Arne wegen Hassaufrufen zu kritisieren, da er so etwas nicht praktiziert, sondern auf allen Seiten kritisiert.

                    „Übrigens sehe ich durchaus, dass Alice Schwarzer, den Denkstrukturen der 70er genau entsprechend in Klassenkampf-Kategorien gedacht hat, was ich tatsächlich ziemlich scheiße finde.“

                    Ja, das Paradigma des Radikalfeminismus.

                    https://allesevolution.wordpress.com/2014/03/30/das-paradigma-des-radikalfeminismus/

                    Bei Esther Vilar wird das Geschlechterverhältnis tendenziell umgekehrt konzeptualisiert, das ist natürlich ebenfalls scheiße.

                    Bei Arne Hoffmann hingegen ist von seinem ersten bis zu seinem letzten männerrechtlichen Hauptwerk nachweisbar, dass sein Ziel immer eine integrative Geschlechterpolitik war, die beide Geschlechter berücksichtigt. Damit stimme ich als libertärer Sozialist überein.

                    In „Sind Frauen bessere Menschen?“, erschienen 2001, sah Arne z.B. die Zusammenarbeit zwischen Männerrechtlern und einigen männerfreundlichen liberalen Feministinnen in den USA als Modell für die Herausbildung einer solchen geschlechtsübergreifenden Perspektive an, er schrieb:

                    „Anstelle auf Meinungsterror setzen die liberalen Feministinnen mit Nachdruck auf die freie Diskussion: Ihre Homepage bietet Links zu den Seiten sowohl der „klassischen“ Frauenbewegung als auch zu den Maskulisten und zu den konservativen Frauengruppen (…). Die Mitglieder des Network ignorieren nicht, dass noch eine Menge für die Befreiung beider Geschlechter getan werden muss. Aber sie sehen das als gemeinsame Aufgabe an: Sie wollen die Männer weder für sich arbeiten lassen, noch durch Schuldgefühle instrumentalisieren. (…) Stattdessen wollen sie wahrhaft erwachsen und verantwortungsbewusst den Männern auf gleicher Stufe gegenüberstehen. Und damit sind sie genau der Typ Frau, den die weit überwiegende Mehrzahl der Männer von heute an ihrer Seite haben möchte.
                    Wie schon gesagt: solche Gruppen gibt es in den USA und anderen Ländern. Sie haben dort zahlreiche Bücher und Artikel verfasst und sind auf andere Weise öffentlich in Erscheinung getreten. In den bundesdeutschen Schwarzer-Staat ist bislang kaum etwas davon durchgesickert. Aber das wird nur eine Frage der Zeit sein. Genau wie all die negativen Entwicklungen, die ich in diesem Buch dargestellt habe, ihren Weg in unser Land gefunden haben, so wird es auch mit den positiven sein. Früher oder später wird die Öffentlichkeit nicht mehr ignorieren können, dass Großmutters Frauenbewegung schon vor einiger Zeit gestorben ist. Man wird sie begraben müssen, bevor der Verwesungsgestank unerträglich wird. Und dann werden die freien, unabhängigen Feministinnen den Maskulisten die Hände reichen.
                    Diese Vereinigung der Kräfte brächte beileibe nicht „nur“ den Männern Vorteile, sondern würde auch den berechtigten Anliegen der Frauenbewegung neuen Auftrieb geben, etwa dem Kampf gegen sexuelle oder häusliche Gewalt. Es könnten viel mehr Männer für diesen Kampf erreicht werden, wenn sie nicht mehr alle miteinander zum „Tätergeschlecht“ abgestempelt werden, sondern ihnen klar gemacht wird, dass Gewalt gegen Frauen und Gewalt gegen Männer miteinander verkettet sind. (…)
                    Die einzige Gruppe, die durch diese Erneuerung der Frauenbewegung Schaden nehmen könnte, wäre die alte feministische Garde, die es sich gerade so gemütlich eingerichtet hat. Sie würde in der Tat ihre Pfründe verlieren, und müsste in etlichen Punkten zugeben, sich massiv geirrt zu haben. Deshalb wird sie vermutlich auch alles daran setzen, eine solche Zusammenführung von Männer- und Frauenbewegung zu verhindern. Aber das brauchen wir nicht durchgehen zu lassen.“

                    (aus: Arne Hoffmann, Sind Frauen bessere Menschen, Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2001, S. 556 f.)

                    In seinem Buch „Männerbeben“, erschienen 2007, findet sich bereits eine Kritik an den Radikalen bei wgvdl (S. 252 – 260), die damals begannen stärker in Erscheinung zu treten. Arne bemerkte dazu u.a.:

                    „Mir erscheint eine Männerbewegung kaum glaubwürdig, die von einem nicht-sexistischen Blick auf Opfer spricht, nur um dann ihrerseits die weiblichen Opfer auszublenden. Zweitens ähnelt dieser Flügel der Männerbewegung den Radikalfeministinnen insofern, als individuelle politische Entscheidungen durch eine Anspruchshaltung des kollektiven „Wir“ und eine hysterische Empörung als politisch unkorrekt angeprangert werden, komplett mit Rechtfertigungsdruck, Angriffen unter der Gürtellinie und Ausgrenzungsmechanismen. Drittens ist es abenteuerlich, wenn sich Männerrechtler einerseits über die mangelnde Reflexionsfähigkeit des Feminismus ereifern und darüber, dass das Weltbild der Alice Schwarzer-Riege in den siebziger Jahren stehen geblieben sei, sie aber selbst an fundamentalistischen Positionen festhalten und bei jeglicher Modifikation “Verrat“ und „Betrug“ zu schreien beginnen (…).
                    Einige weitere Aspekte, die nicht in diesem, sondern in anderen Vorkommnissen zu verzeichnen waren, weisen ebenfalls auf eine Spiegelung eigentlich typisch feministischer Sichtweisen in Teilen der Männerbewegung hin: Beispielsweise die Annahme einer Kollektivschuld aller Frauen oder die undifferenzierte Ausdeutung der unterschiedlichsten, selbst sinnvollen Gesetze als „Unterdrückungsinstrumente des Matriarchats“. Bei manchen Männerrechtlern hat man den Eindruck, sie sind Alice Schwarzer nach einer Geschlechtsumwandlung.
                    Kurz: Die selben Untugenden, die beim radikalen Feminismus bis aufs Blut bekämpft wurden (nämlich egozentrisch, rücksichtslos und rechthaberisch zu sein und gänzlich unterschiedliche Dinge über den selben Kamm zu scheren) finden sich inzwischen auch in den Reihen der Männerbewegung.“

                    (aus: Arne Hoffmann – Männerbeben, Lichtschlag, 2007, S. 256)

                    Und in seinem aktuellen Buch „Plädoyer für eine linke Männerpolitik“, erschienen 2014, heißt es ausdrücklich:

                    “Meine zentrale These, die ich auch in dem vorliegenden Buch vertrete, lautet: ein Mensch, der diskriminiert wird, zum Opfer wird oder aus anderen Gründen leidet, verdient Zuwendung und Unterstützung unabhängig vom Geschlecht. Wünschenswert und notwendig wäre es, Benachteiligungen, soziale Problemlagen und Menschenrechtsverletzungen in Bezug auf beide Geschlechter zu erforschen, herauszufinden, was die möglicherweise vielfältigen Ursachen dafür sind, und realistische Lösungsstrategien zu entwickeln, die dann in einer gerechten Politik zur Anwendung kommen. Sinnvoll wäre ein integraler Antisexismus, also die Bekämpfung von Sexismus gegen beide Geschlechter statt gegen Frauenfeindlichkeit allein.”

                    (aus: Arne Hoffmann – Plädoyer für eine linke Männerpolitik, 2014, S. 7)

                    Ergänzend zu dem letzten Satz merkt Arne außerdem in einer Fußnote an:

                    “Intersexuelle und Transgender gehören selbstverständlich auch dazu, (…)“

                    (aus: Arne Hoffmann – Plädoyer für eine linke Männerpolitik, 2014, S. 7)

                    Das ist eben einer der wesentlichen Unterschiede in den theoretischen Grundlagen zwischen linkem und liberalem Maskulismus einerseits und Radikal- und Gender-Feminismus andererseits. Der linke Maskulismus konzentriert sich zwar schwerpunktmäßig auf Männeranliegen, ist aber in seinen theoretischen Grundlagen integrativ und sein Ziel ist es nicht einen einseitigen Feminismus durch einen genauso einseitigen Maskulismus zu ersetzen, sondern eine gerechte, alle Geschlechter und ihre berechtigten Anliegen berücksichtigende Geschlechterpolitik zu erreichen.

                    Dergleichen gibt es im Mainstream-Feminismus nicht, im Gegenteil, dieser ist ein Hindernis für dieses Ziel. Somit stehen der linke und liberale Maskulismus an vorderster Front im Einsatz für eine progressive Geschlechterpolitik. Nur bei einigen dissidenten Feministinnen aus dem Spektrum des liberalen Feminismus gibt es im zeitgenössischen Feminismus zur Zeit vergleichbare Ideen.

                    Gefällt 1 Person

                    • margretandfriends sagt:

                      @ Leszek Ich hatte dir bereits geantwortet, die Antwort ist (vermutlich wegen einem Link zu genderama) im Nirvana verschwunden.

                      Darum nur kurz zusammengefasst: Ich hatte dir schon einmal geschrieben, dass ich vielen von Arnes Aussagen zustimmen kann. Umso mehr irritieren mich dann immer wiederkehrende merkwürdige Aussagen zu Frauen und übertriebene Zahlen (ihr kritisiert ja auch übertriebene Zahlen z. B. im Falle von Missbrauch). Und selbstverständlich werde ich das weiterhin ansprechen und kritisieren, wenn es mir auffällt. Vielleicht überdenkt arne solche Aussagen dann ja auch noch einmal (By the way, warum antwortest eigentlich immer Du an seiner statt?).

                      Du kannst mir dann gerne mangelnde Wissenschaftlichkeit vorwerfen (wie ich dir umgekehrt im Falle von Kritik an feministischen Autorinnen) ^^. Nur weißt Du, in (Online)-Diskussionen sind strenge wissenschaftliche Kriterien eine Illussion, die auch Du nicht zu erfüllen vermagst. Sich an journalistische Kriterien zu halten wie Recherche, Beleg, sauberes Zitieren und Quellenangabe, ist daher ausreichend.

                      Übrigens, @ David Viele Antifeministen können den Aussagen Schwarzers über das Wesen des Hasses wohl zustimmen. Immerhin hassen sie den Feminismus und Feministinnen mit derselben Inbrunst, wie sie es Alice Schwarzer bezüglich Männern vorwerfen. Und die Begründung dafür ist im Wesentlichen diese: „Hass ist nur da mies, wo er grundlos oder fehlgeleitet ist. Da, wo es Anlass gibt zu hassen, kann Hass auch ein durchaus positives, weil antreibendes und veränderndes Moment sein.“

                      Ist ihre Aussage dann also richtig oder falsch?

                      Gefällt mir

                    • IULIUS sagt:

                      Wer sich zu Haß hinreißen läßt verliert sein Urteilsvermögen. Was soll daran positiv sein?

                      Gefällt mir

                    • david sagt:

                      Übrigens, @ David Viele Antifeministen können den Aussagen Schwarzers über das Wesen des Hasses wohl zustimmen. Immerhin hassen sie den Feminismus und Feministinnen mit derselben Inbrunst, wie sie es Alice Schwarzer bezüglich Männern vorwerfen. Und die Begründung dafür ist im Wesentlichen diese: “Hass ist nur da mies, wo er grundlos oder fehlgeleitet ist. Da, wo es Anlass gibt zu hassen, kann Hass auch ein durchaus positives, weil antreibendes und veränderndes Moment sein.”

                      Ist ihre Aussage dann also richtig oder falsch?

                      Wow. Dass man dir das echt erklären muss, sagt auch schon viel über dich aus.
                      Du willst sagen Hass gegen Menschen aufgrund ihres Geschlechts (oder ihrer Hautfarbe/Nationalität) wäre das gleiche wie Hass auf eine Ideologie?

                      Antifeministen haben zweifellos eine sehr negative Meinung zu Feministen, aber Hass? Wo wird explizit von Hass gesprochen und solcher rechtfertigt? Und findest du auch Hass gegen Nazis fragwürdig, wo doch da vielleicht auch ein paar nette dabei sind?
                      Für seine Ideologie kann man sehr wohl in Haftung genommen werden, für sein Geschlecht nicht.

                      Muss man dir auch noch den Unterschied zwischen Frauen und Feministinnen erklären?

                      zu deiner Herstory:

                      dir entgeht in deiner eindimensionalen Sicht der Dinge völlig, dass das Wegfallen der „Stereotype“ alleine überhaupt nichts am Grundproblem geändert hätte. Es ändert nur das Kriterium, nicht aber die fehlende Automonie in und das finanzielle Dilemma. Kein Kind mehr hätte studieren können, da die Rentabilität sowohl was Kosten als auch Perspektiven angingen, für viele Eltern fraglich war. Es hätte sich nur das Kriterium geändert, aber nicht die Selbstbestimmung. Heutige Werte von individueller Freiheit und Selbstverwirklichung hatten damals nicht die Bedeutung. Da bekam auch so mancher Sohn zu hören, er werde Arzt oder Anwalt, weil der Vater das halt so wolle. Auch wenn der Sohn sich das weder zugetraut noch geüwnscht hat und dann daran zerbrochen ist.

                      Und ganz ehrlich, wenn ich nur ein Studium finanzieren könnte und eine strebsame Tochter mit einem Einser-Zeugnis hätte, die dann damit Soziologie studieren will und spätestens mit 30 nur noch Teilzeit arbeiten, sowie einen Sohn mit Zweier-Zeugnis, aber gutem technischen Verständnis…da wüsste ich auch, für wen ich mich entscheiden _müsste_.

                      Gefällt mir

                  • IULIUS sagt:

                    Was für ein Lebenswerk?
                    Glaubst Du wirklich, die Frauen haben eine Alice Schwarzer gebraucht?

                    Die Schwarzer ist eher ein Nachläufer und hat den Feminismus für ihre eigenen Zwecke mißbraucht.

                    Gefällt mir

                    • margretandfriends sagt:

                      „Glaubst Du wirklich, die Frauen haben eine Alice Schwarzer gebraucht?“

                      Meine Großmutter, trotzdem sie das begabteste Kind einer 9-köpfigen Familie war und ihr ein Lehramtsstudium (damals so und so die einzige wirkliche Studienoption für eine Frau) von Lehrer und Pfarrer dringend nahegelegt wurde, durfte nicht studieren, nicht einmal die höhere Schule besuchen, weil „ein Mädchen das nicht braucht“ (das war in den 30ern als ein Studium rein rechtlich natürlich möglich gewesen wäre). Dabei hatte ihr Vater sogar recht liberale Ansichten für die Zeit. Dass mir andere Möglichkeiten offenstanden und meiner Tochter andere Möglichkeiten offenstehen, ist auch ein wensentliches Verdienst von Alice Schwarzer. Dass ich mich in allen meinen Anteilen als „richtig“ empfinden kann und nicht nur in denen, die dem Stereotyp entsprechen, ist ebenfalls wesentlich ihr zu verdanken. Selbstverständlich braucht auch die Frauenbewegung starke Figuren wie es auch Hedwig Dohm eine war. Dass Alice schwarzer neben ihren Verdiensten auch Unsinn geschrieben hat, unbestritten. Es ist auch den starken Klassendenkstrukturen der 60er und 70er geschuldet. Nur ist es bescheuert, ihr ausschließlich die Verfehlungen anzurechnen und nicht auch die unbestreitbaren Verdienste.

                      Gefällt mir

                    • Leszek sagt:

                      @ Margret

                      Die zweite Welle des Feminismus in den USA begann als überwiegend gemäßigter liberaler Feminismus und es gab auch gemäßigte sozialistische Feministinnen. Sehe ich beides nicht im Widerspruch zu männerrechtlichen Anliegen.

                      Dann hat der Radikalfeminismus leider relativ schnell die Regie übernommen, klassischen liberalen und sozialistischen Feminismus an die Wand gedrängt und das etabliert, was ich als Paradigma des Radikalfeminismus bezeichne, also eine Konzeption des Geschlechterverhältnisses, bei dem Männer und Frauen sich als verfeindete Klassen gegenüberstehen und die eine Seite als „privilegiert“ und „Tätergeschlecht“, die andere als „diskriminiert“ und „Opfergeschlecht“ konstruiert wird.
                      Und daran haben Alice Schwarzer & Co angeknüpft.
                      Es finden sich im Radikalfeminismus doch keine echten Errungenschaften und Teilwahrheiten, die es nicht vorher schon im liberalen und sozialistischen Feminismus gab, vielmehr hat der Radikalfeminismus durch seine Einseitigkeiten, Übertreibungen, seine Männerfeindlichkeit, Sexualfeindlichkeit, Wissenschaftsfeindlichkeit etc. viele der ursprünglichen Errungenschaften der Frauenbewegung bzw. des klassischen liberalen und klassischen sozialistischen Feminismus kaputt gemacht.

                      Gefällt mir

                    • IULIUS sagt:

                      @margretandfriends,
                      ich sprach von Alice Schwarzer. Du kommst mit Beispielen aus einer Zeit weit bevor die Frau überhaupt geboren war. Wenn wir es mal genau nehmen ist Alice Schwarzer erst aufgrund der Entwicklung überhaupt möglich geworden. Diese Frau hat rein gar nichts mit dieser Entwicklung zu tun. Sie ist nur diejenige, die am lautesten schreit und Verdienste anderer für sich reklamiert.

                      Tatsächlich war es zum einen das Grundgesetz und zum anderen die wirtschaftliche Entwicklung, die die jetzige Gesellschaft erst möglich gemacht haben.
                      Schule ist nicht wie heute für jeden zugänglich, sondern mußte früher teuer bezahlt werden. Wenn man seine Kinder liebte konnte man nicht erst einmal diejenigen studieren lassen, die in Zukunft eh schon versorgt waren, sondern diejenigen, die das brauchten.

                      Vor allem bringt es gar nichts unsere Möglichkeiten die Vergangenheit zu übertragen, um daraus einen moralischen Anspruch abzuleiten.

                      Gefällt mir

                    • margretandfriends sagt:

                      „Ich sprach von Alice Schwarzer. Du kommst mit Beispielen aus einer Zeit weit bevor die Frau überhaupt geboren war“

                      Die Sache ist die: Erst ab den der Bildungsreform von 1968 und real tatsächlich erst ab den 70ern und damit im Zuge der zweiten Welle der Frauenbewegung wurde es üblich, Mädchen in breiterem Ausmaß eine hohe Bildung zuzugestehen. Vorher handelte es sich dabei weitgehend um Einzelfälle.

                      “ Wenn man seine Kinder liebte konnte man nicht erst einmal diejenigen studieren lassen, die in Zukunft eh schon versorgt waren, sondern diejenigen, die das brauchten.“

                      Siehst du und genau darum geht es: Darum, dass stereotype Rollen ihre Wirkmächtigkeit verlieren.

                      Wenn ich dich richtig verstehe, gehst du davon aus, dass es die Frauenbewegung überhaupt nicht benötigt hätte, der wirtschaftliche Wandel hätte schon das Seinige dazu getan und Chancengleichheit entstünde quasi „von selbst“? Prima, dann können wir ja alle sozialen Bewegungen inklusive der Männerrechtsbewegung einstampfen. Wird sich schon irgendwie regeln.

                      Übrigens lese ich gerade die Aussagen von Frau Schade. Die sind ja tartsächlich sehr ambivalent „Es kommt in einer Liebesbeziehung nicht auf die Länge oder Kürze an, sondern auf die Qualität. Und die kann ich dieser Beziehung nicht absprechen – mit all ihren Höhen und Tiefen“.

                      Gefällt mir

                    • IULIUS sagt:

                      Hat nicht die Bildungsreform von 1968 allen Deutschen ermöglicht zu studieren? War es vorher nicht nur einem kleinen elitären Kreis vorbehalten?

                      Was hat das mit Frauenrecht zu tun?
                      Alice Schwarzer konnte nur studieren, weil die Zeiten sich geändert hatten. Wenn man genau aufpaßt begannen die Änderungen im 19. Jahrhundert. Nicht als Verdienst von einzelnen, sondern als Notwendigkeit in der menschlichen Entwicklung.

                      Mal ein Beispiel:
                      Das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken führte 1592 die allgemeine Schulpflicht für Mädchen und Knaben ein.
                      Nicht nur für Jungen.Vor der Schulpflicht waren genauso den Jungen die Schulbesuch nicht möglich. Das war sehr, sehr lange Zeit vor der Schwarzer.
                      Seit 1835 gab es in ganz Deutschland Schulpflichten, aber erst 1919 wurde die Schulpflicht einheitlich für ganz Deutschland festgeschrieben.

                      Gefällt mir

                    • Nick sagt:

                      Die Sache ist die: Erst ab den der Bildungsreform von 1968 und real tatsächlich erst ab den 70ern und damit im Zuge der zweiten Welle der Frauenbewegung wurde es üblich, Mädchen in breiterem Ausmaß eine hohe Bildung zuzugestehen. Vorher handelte es sich dabei weitgehend um Einzelfälle.

                      Das hat aber sehr wenig mit Feminismus und schon gar nichts mit Alice Schwarzer zu tun. (Wie fast alle Legenden um die „Verdienste von Alice Schwarzer“)

                      Der Sputnik-Schock 1957 löste in der westlichen Welt Bildungsreformen aus und das „Katholische Mädchen vom Lande“ war bereits ab Mitte der 1960er ein Thema, welches gerade nicht von irgendeiner Frauenbewegung aufs Tapet gebracht wurde.

                      Gefällt mir

                    • margretandfriends sagt:

                      „Seit 1835 gab es in ganz Deutschland Schulpflichten, aber erst 1919 wurde die Schulpflicht einheitlich für ganz Deutschland festgeschrieben.“

                      Stimmt. Aber das geschah eben nicht im luftleeren Raum sondern im Zuge der großen sozialen Bewegungen des 18. und 19. Jahrhunderts. Die Idee einer von selbst stattfinden konstanten Entwicklung der Menschheit hin zum Besseren mag eine nette Idee sein, sie ist aber nicht wahr. Tatsächlich muss man für positive Veränderungen auch aktiv etwas tun. Das ist eigentich nichts so wirklich Neues.

                      Gefällt mir

                    • IULIUS sagt:

                      @margretandfriends,
                      wir waren bei dem Thema, daß sich Alice Schwarzer diese Entwicklung für sich reklamierte.

                      Die Entwicklung der Schulen war lediglich politischen und wirtschaftlichen Interessen geschuldet. Keinesfalls sozialen. Ursprünglich ging es darum, daß jeder selber in der Bibel lesen können sollte. Ein Großteil der Stadtbevölkerung mußte sowieso berufsbedingt zwingend lesen, schreiben und rechnen können. Kaufleute, Handwerker etc. Da die Schulen staatlich waren wußte der Staat was unterrichtet wird und konnte Einfluß nehmen. Vorher wurde kirchlich oder privat unterichtet.

                      Im Übrigen unsere sozialen „Errungenschaften“ werden derzeit nach und nach politischen und wirtschaftlichen Interessen geopfert. Trotz Alice Schwarzer. – Denke aber gerade wegen ihresgleichen.😉
                      Dank der Dame und ihrer Anhänger schlagen wir uns mit trivialen Randthemen herum, anstelle die eigentlichen Problema anzugehen. Z. B. wie kann es sein, daß 1980 ein Vorstandsmitglied das 80-fache eines Facharbeiters verdiente, während es derzeit stramm auf das 500-fache hinausläuft.

                      Im Laufe des nächsten Jahres soll das reichste Prozent der Menschen mehr als 50% des Weltvermögens besitzen.2009 waren es lediglich 44%. Diese 6 Prozent, die den Besitzer gewechselt haben betreffen nicht die oberern 10%. Deren Vermögen wächst auch. Größtenteils betrifft das die unteren 60%.
                      Aber solange es wichtiger ist „ProfessorX“ einzuführen wird diese Entwicklung weitergehen…

                      Gefällt mir

              • Nick sagt:

                Ich finde es interessant, dass das eigentlich immer die einzige Textstelle ist, die auf Nachfrage genannt wird.

                Wenn man versucht, ihren ideologischen Hintergrund darzulegen schaltest du ja leider regelmäßig auf Durchzug.

                Gefällt mir

  11. von wegen Bigotterie: hab kurz nachgrübeln müssen – da war doch noch was anderes…
    Zitat aus dem link unten:
    „gerade Alice Schwarzer mit ihren hochfahrenden moralischen Vorhaltungen gegen andere auch zum Thema Steuerkriminalität die Latte für sich selbst sehr hochgelegt“, sagte Stegner „Handelsblatt Online“. „Auch ihre „Notwehrvergleiche“ als Begründung dafür, das eigene Vermögen in die Schweiz zu transferieren und ganz besonders ihre mehr als fragwürdige Selbsteinordnung bei Sophie Scholl oder Mutter Theresa deuten darauf hin, dass rasche Aufklärung im ureigenen Interesse von Frau Schwarzer ist.“
    http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/steuerhinterziehung-alice-schwarzer-muesste-nicht-wie-uli-hoeness-ins-gefaengnis/10002206.html
    Nein, die Frau ist mir wirklich nicht sympathisch.

    Gefällt mir

  12. Michaela Lusru sagt:

    @errollbundelfeuerstein sagt: September 14, 2015 um 15:53
    fragwürdige Selbsteinschätzung hin oder her, und wieso „höchste Zeit“?
    Den Weihnachtsmann gab es nie, gibt es nicht und dennoch kommt er einmal im Jahr, und niemand kommt auf die Idee, dass man dagegen etwas tun sollte, z.B. „Weihnachtsfrau“, statt in rot halt in schwarz …
    Lass es doch wie es ist: Die Weihnachtstante hat sich selbst neu verortet und staunt, wa da seither so im Feminismus los ist: er (!) ist wieder ein ER, der Feminismus, auch Ali_ze Schwarzer hat es in ihrer Zeit nicht geschafft, aus IHM eine Sie zu machen, DER Feminismus ist also nun wieder, was er immer war, eine Projektion auf ER.
    Was es so alles gibt, man sollte meinen, der Feminismus müßte sich gendern lassen – und dann wehrt der sich vehement, weil anders nicht verständlich ………..
    Wie Schwarzer eben.

    Gefällt mir

  13. Uchuu sagt:

    Geb ich auch mal meinen Senf dazu…

    1.Sogar ich, als jemand den man wohl zutreffend als Anti-Feminist beschreiben könnte finde, das netreaper wirklich langsam etwas nervig wird.

    2.Alice Schwarzer hat auch bei Feministen seit längerer Zeit etwas verkackt (erinnere mich da an einen Artikel von einer Feministin, die Schwarzer dazu aufgefordert hat aus der Öffentlichkeit zu verschwinden weil sie, kurz gesagt, nur noch nervt). Muss man der Fairness halber mal sagen, wenn sich ein größere Anzahl der Leute schon im Vorfeld von der Dame distanziert ist das dann nicht nur ein „no true scotsman“

    Gefällt 1 Person

  14. Fiete sagt:

    „Michaela Lusru sagt:
    September 14, 2015 um 16:34

    @Fiete
    Du sagst es : verkackt bei den meisten – nicht nur Frauen!“
    Glatt gelogen, Michaela. Kannst Du kein Copy&Paste?
    Ich schrieb:
    „da Alieze selbst bei den meisten Femis verkackt hat“
    Ein Unterschied um lockere 180°!
    Die normalen Menschen fanden sie schon immer Scheiße, die Femis ( ja, Frauen wie Männer ) erst seitdem sie sich selbst entikonifiziert hat.
    Jetzt wird eben auf Schrupp, Strick, Helm u.ä. Neoterroristen u. Agit-Propper umgeschwenkt.
    Notfalls mal wieder auf Kemper, Rosenbrock, Gesterkamp & Co zurückgegriffen. Von Voss, Hornscheidt u.ä. lächerlichen Auswüchsen ganz zu schweigen.
    Sie versinken zappelnd und kreischend im selbstangemischten Treibsand.
    Isy Fritz und G. Habersetzer-Debus u.w. bleiben seit Jahren schön im Grinterhund und versuchen immer neue Fäden zu ziehen, aber seit sie die Piraten versenkt haben, ist da auch die Luft raus…….

    Solange Leute wie Christine Bergmann, Schwesig & Co noch Minister spielen dürfen, wird die Kohle weiterfließen, aber der Trend ist eingeläutet, der Ast der Femis schon reichlich angesägt.
    Auch V. Reding wird das Ruder nicht mehr herumreissen, im Gegenteil……

    Gefällt mir

    • MIchaela Lusru sagt:

      @Fiete sagt: September 14, 2015 um 21:19

      >Glatt gelogen, Michaela. Kannst Du kein Copy&Paste?
      Ich schrieb:
      “da Alieze selbst bei den meisten Femis verkackt hat”
      Ein Unterschied um lockere 180°!<

      Irgendwie hattest du wohl einen Kater von gestern abend, denn:
      – erstens:
      Erlaube ich mir noch immer eine eigene Sicht auf so manches, und dann (gezielt) mit MEINEN Worten,
      und zweitens:
      ist da nix gelogen, da meine Formulierung die sogenannte "weitergehende" ist und damit deine bescheidene Spezialsicht beinhaltet, und nicht etwa um 180° sondern sogar um 360°, wenn du eine Vorstellung hast, wo man da (wieder) ankommt …
      Deshalb:
      "Du sagst es : verkackt bei den Meisten – nicht nur Frauen!” – da sollen wohl auch die Feministinnen oder Femis dabei sein, nach Adam Ries …
      Übrigens: Copy&Paste – das ist nur eine Methode, sich auf Gedanken anderer zu beziehen, aber längst nicht die einzige, gelle?
      Alles andere ist schwarz, privat.

      Gefällt mir

  15. dolonnen sagt:

    Unvergessen ist auch, wie sie ganz ohne Schamgefühl und Unrechtsbewusstsein im Kachelmannprozess auf private Details scharf war.

    Eine ganz speziell unmoralische Frau. Und die Tatsache, dass sie im Feminismus immer noch das Wort führen kann (zumindest im größten Teil davon) und noch so eine wichtige Rolle spielt, sagt sehr viel über den Feminismus aus.

    Gefällt mir

  16. dasuxullebt sagt:

    Alice Schwarzer? Ist das nicht diese Kabarettistin aus dem Zirkel zu dem auch Doris Zutt und Beatrix von Storch gehören?

    Gefällt mir

  17. LeserX sagt:

    Nach lesen der Kommentare fehlt mir ein Aspekt. Es ist ja nicht Frau Schwarzer die sich Gehör verschafft sondern es sind die Medien die ihre kruden Thesen so hoch hängen und alles andere unterdrücken. Sie wird auch grundsätzlich nicht mit guten Leuten konfrontiert, sondern bestenfalls mal mit Frau geb. Feldbusch. Ursache dafür scheint mir u.a. das eine Freakshow im TV alle mal interessanter ist als ein Niveau dem die Masse der Zuschauer in diesem Medium nicht folgen will weil es dafür schlicht nicht geeignet ist.

    Das diese Figur im privaten eine Gewalttäterin ist war schon lange bekannt. Auch das ihr Glaubensgebäude (so wie fast der gesamte F…..ismus) aus glatten Lügen, Verdrehungen und Fälschungen besteht). Das wurde aber gezielt unterdrückt und wird erst propagiert wenn die Figur aus Altersgründen nicht mehr für die Ziele dieser Medien taugt.

    Propagandamechanismen pur. Das fällt einem wohl nur auf wenn man diese „Medien“ (die ja in real aus Verdummung und Verwirrung zum Zwecke anderer bestehen) nur in homöopathischen Dosen an sich heran lässt.

    Gefällt mir