Unterschied.

Veröffentlicht: September 18, 2015 in Uncategorized

exp

Kommentare
  1. kinchkun sagt:

    Ich bin etwas dazwischen:

    „Ich bin Experte auf dem Gebiet. Deshalb _könnte_ ich dir nachvollziehbar Begründen, warum du Unrecht hast. Aber mir ist meine Zeit dafür zu schade und du wärst eh zu blöd es zu verstehen.“

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  2. stefanolix sagt:

    Da fehlt der Dialog »mit radikalen Ideologen diskutieren«:

    »Ich bin Experte auf dem Gebiet und zeige dir nachvollziehbar argumentativ, was du nicht sehen willst. Aber du lebst davon, es nicht sehen zu wollen.«

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  3. gnaddrig sagt:

    Tja, Experten sind manchmal etwas, sagen wir, knorrig, und viele sind nicht willens oder in der Lage, ihr Wissen auch nur annähernd verständlich zu kommunizieren, wie dieser Blogger feststellen musste…

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  4. Ich liebe deine Strichmännchen einfach. (Das gilt übrigens auch für „Beweise.“.) Ich freue mich jedes Mal, wenn was Neues kommt.

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  5. Gerry sagt:

    Google mal danach, dann wirst dus sehen!

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  6. Christine sagt:

    Auch gerne: „Ich habe 3 Sachbücher zu dem Thema geschrieben, deshalb bin ich Experte! Ich habe recht! Glaub es mir!“
    Leider kann hier jeder Depp Sachbuchautor werden.😉

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  7. klaas sagt:

    Wer von den Beiden war jetzt der Idiot?

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  8. maSu sagt:

    Manchmal ist es echt müßig, darüber zu diskutieren woher man seine Infos hat oder was man genau weiß….

    …denn: oftmals prallt geballtes „Nichtwissen“ gepaart mit hoffnungsloser Selbstüberschätzung auf einen Menschen, der eigentlich Ahnung hat.
    Soll der „Experte“ dem Idioten dann Grundlagen vermutteln? Das wird dann absurd.

    Beispiel Fettligik: jemand sagt, er würde nur 500kcal am Tag essen und zunehmen … Seit Wochen ! Was soll der Experte darauf antworten? Schritt 1: man verweist auf die physikalischen Gesetze. Der andere leugnet diese. Schritt 2: man geht.

    Der Idiot glaubt nun, er hätte es mit einem Pseudoexperten zu tun gehabt und merkt gar nicht wie dumm er doch ist.

    Der Experte war sich bereits nach 10 Sekunden sicher, dass das Gespräch keinen Sinn machen würde …

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    • kinchkun sagt:

      jemand sagt, er würde nur 500kcal am Tag essen und zunehmen … Seit Wochen ! Was soll der Experte darauf antworten?

      Der Experte muss sich erstmal zwei Fragen stellen: 1) Will die Person die das sagt, überhaupt eine kritische Anmerkung dazu? 2) Ist mir die Person wichtig genug, um darauf kritisch einzugehen zu wollen?

      In fast allen Fällen ist die Antwort doch auf beides „Nein“. Seien wir mal ehrlich. Da bringt es auch nix zu antworten. Dann ist man eventuell höflich und nickt oder nicht und sagt: „Entschuldigung, aber das interessiert mich gar nicht“.

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      • @kinchkun Das ist richtig. Ich diskutiere Dinge, bei denen ich einigermaßen Experte bin, im NET so gut wie gar nicht – ich lese mich hier nur rundum durch, was aktuell so an Meinungen etc. unterwegs ist. Blödsinn (von mir als „Experten“ gesehen) lasse ich aus den von dir genannten Gründen einfach unwidersprochen stehen.
        Wenn man über etwas wirklich Bescheid weiß, genügt kein Blogeintrag, um der (meist komplexen) Sache gerecht zu werden. Kommilänge kann man gleich komplett vergessen. Im Endeffekt müsste man, um Qualifiziertes zu sagen, einen Fachartikel* schreiben, mit korrekten Quellen und allem, und dazu habe ich hier echt keinen Bock; schließlich ist das meine Freizeit😉. Wenn es der Gegenüber wert scheint, bekommt er erhellende links von mir.
        Eher sage ich im net meine Gedanken zu Dingen, in denen ich Laie bin, und lasse mich dann auch gerne widerlegen oder verbessern. ist doch viel spannender! In dem Fall bringt mir natürlich eine Aussage wie von linksi gar nichts – ein link dagegen schon.
        *Manche Leute brauchen sogar ein ganzes Buch dafür!😉

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  9. Michaela Lusru sagt:

    UNTERSCHIED
    ist Information, sobald er wahrgenommen wurde.

    Darin wäre ich schon gern Experte, gern aber auch Imperte, das hilft oft schneller weiter.
    Ohne UNTERSCHIED ist nicht mal alles nichts, sondern nicht mal Nichts nichts.

    Deshalb sind wir auf den Unterschied angewiesen, er macht uns – auch wieder weg, er macht alles.
    Nur Experten sind dem selten zugänglich, sie brauchen (siehe oiben) ihre eigenen (kreierten) Unterschiede, sonst finden sie sich nicht zurecht und verpulvern ihre Argumente – was andere wissen und gewähren lassen.
    Wozu muß auch jede Mücke gleich von einem Elefanten zertrampelt werden, es geht doch auch andersherum – meint der Experte, mit Argumenten,
    .Der Imperte dagegen hat schon einmal vor einem Elefantenschiss gestanden und überlegt da sehr genau, brauch keine ArguMENTE sondern eher wohl MoMENTE, Eingedrücktes.

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    • kinchkun sagt:

      Klingt ziemlich verrückt.

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      • Michaela Lusru sagt:

        Na was denn sonst?
        Oder kannst du irgendetwas anderes wahrnehmen, erfassen, als Unterschiede, rein biologisch? Oder Gedanklich? Im Klang (!!) – weil es klingt? – im Tasten, im Sehen, oder mit irgendeinem anderen Wahrnehmungsorgan, oder kannst etwas anderes messen als Unterschiede?
        Erfassen, Messen, Wahrnehmen heißt: Vergleichen oder eben NIchterkennen.

        Bekanntes kann nur im Vergleich erfasst oder wahrgenommen werden, wenn Bekanntes mit einem hinzutretenden unbekanntem „Bild“ (Effekt) verglichen und ein Unterschied wahrnehmbar ist, nur dann entsteht eine Information, die nicht mit Daten zu verwechseln ist.

        Daten sind grundsätzlich keine Informationen, es sei denn, sie spiegeln einen Unterschied wider – alle anderen Daten (das sind die meisten) sind Redundanz, mehr nicht.

        Information ist damit eine inhaltserfüllte und wertende weil bewertete Kategorie, Daten eine technische Form der Aneinanderreihung und Verknüpfung von Signalen, Impulsen, Zeichen.

        Da Mensch allein durch die Fähigkeit, qualifiziert und gerichtet Unterschiede wahr zu nehmen, zu werten, zu bewerten und zu verknüpfen, sich aus dem Tierreich derart weit abheben konnte, Unterschiede zu Informationen seines Systems machen und benutzen konnte zur Qualifizierung der Selbstregulierung, ist die gesamte Evolution des Menschen davon geprägt, von den Unterschieden, die zu Informationen werden .
        Somit begann für die Menschheit das Informationszeitalter mit der Sozialisierung der Information, der wahrgenommenen Unterschiede, der Entstehung der Menschheit als Informationsgesellschaft von anbeginn und nicht erst heute mit der Roboterisierung des Rechnens, wie manche noch immer meinen.

        So geht das, wenn man auch mal Imperte spielt, nicht immer nur auf Experten schielt, ein kleiner Unterschied, damit wahrnehmbar.

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        • kinchkun sagt:

          Klingt ultra verrückt.

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          • IULIUS sagt:

            @Michaela Lusru,😀 was hast Du eingeschmissen?

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            • käse sagt:

              Ich erkenne da zwar Ansätze aus der Erkenntnistheorie bzw. Philosophie

              Sie sind nur sehr „unklar“ formuliert, wenn man den Kontext nicht kennt und sich mit diesen Gedanken noch nicht beschäftigt hat.

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              • MIchaela Lusru sagt:

                @käse sagt: September 18, 2015 um 19:19
                und einige andere@

                Unterschied –
                ist hier Thema, dazu versuche ich etwas zu sagen, z.B. zum Zwillingsbruder Information und beider Hintergrund: Wahrnehmen, erfassen, messen, werten

                Information –
                konnte (und wollte) bisher niemand auch nur annähernd definieren und damit inhaltlich präzisieren, alles, was bekannt ist, basiert auf individuell erheblich begrenzten Versuchen ohne allgemeiner Verwendbarkeit, die Okupation des Begriffes durch die technischen Seite des Kommunikationsvorganges, die Informatik, hat das nicht behoben, sondern einseitig verstärkt

                Informationstheorie –
                Die angebliche Informationstheorie des Shannon ist laut Shannon selber keine solche, sondern eine rein technische, eine Kommunikationstheorie, die erst mit einer „noch aufzustellenden echten Informationstheorie“ voll verständlich und zweckorientiert nutzbar wird. Sie misst laut Shannon eben nicht Informationsmengen sondern nur Kommunikationsmengen, damit Daten, inclusive des gesamten redundanten Datenmülls, der für Information unwesentlich, störend und belastend weil verfälschend wirkt und Aussagen zu Umfang, Inhalt und Qualität der Information nicht ermöglicht, auch wenn das sogenannte „Kybernisten“ oder „radikale Konstruktivisten“, im besonderen sogenannte „Luhmann-Jünger“ mit religiösem Eifer gern völlig anders sehen möchten

                Wahrnehmung – Erkenntnistheorie(n)
                Wahrnehmungen (mittels biologischer Sinnesorganen), oder „Erfassung“ (die technische Bezeichnung dafür) oder Messen, die auf den untersten Nenner heruntergebrochene praktische Tätigkeitsbeschreibung dafür sind Aktivitäten von Ganzheiten, Systemen, die diese im Inneren sowie nach außen zur eigenen Erstellung, Erhaltung, Entwicklung und Sicherung (!) permanent intern und extern koordiniert zwischen ihren Teilen und Organen sowie zwischen diversen benachbarten Ganzheiten / Systemen zur eigenen Identitätsfindung und -Erhaltung vornehmen müssen, da sie anderenfalls diese eigene Identität samt Eigenschaften verlustig gehen und nicht mehr existieren, entweder explodieren, implodieren, in einem eigenen Teil oder in einer benachbarten Ganzheit verschwinden oder eine völlig neue Identität hervorbringen, die mit der Identität ursprünglichen System nichts mehr gemein hat.
                Identitätsverlust wird bewirkt durch Wahrnehmungsverlust, durch Unfähigkeit des eigenen permanenten Erfassens, Messens, Vergleichens und Wertens.
                Das gilt für alle Systeme, welcher Art auch immer, damit auch für soziale Systeme, wie z.B. Staaten (Beispiel: Implosion der DDR, die sofort Platz schuf für andere Wirkungen oder Ganzheiten).

                „exzentrisch“
                Nicht jede Drastik ist Exzentrik.
                Manches in „eingebetteten“ Windungen Schlummernde kann nur über eine gehörige Portion Drastik einer (erneuten) Wahrnehmung zugeführt werden, und wer das exzentrisch empfindet, hat dazu den ersten Schritt getan und evtl. Neugier entfaltet, Neugier auf Unterschiede.
                Drastik ist keine wissenschaftliche, aber eine legitime Methode der Erkenntnisbewegung, weshalb ich mich etwas distanziere vom Begriff Experte (der mehr etwas zu veräußern hat) und eher auf Impulse, also Pulse zur besseren Vergewisserung stehe, was ich mit dem frei gewählten Begriff des Imperten versuche zu benennen.

                Soviel zu dem, was ich „geraucht“, „genommen“, oder ich bzw. andere zu unterscheiden hätten.
                Man mag da nun Unterschiede (rsp. Information) erkennen oder nicht, ist nicht so wichtig, denn
                “ ich bin ja KEIN Experte dafür“
                Hallo, ihr Comics, noch dabei?

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                • kinchkun sagt:

                  Geschätze Michaela Lusru Entität,

                  ich sehe und erkenne an, dass du uns etwas vermitteln möchtest. Leider sind deine Texte ausufernd, unstrukturiert und thematisch wirr.

                  Zumindest für mich, steckt in fast keinem deiner Sätze eine nachvollziehbare Aussage. Sie sind mehr oder weniger wirre Verbünde von Wörtern. Die Aussagen die ich dennoch verstehen kann, sind falsch oder enthalten eine wertlose Information.

                  Überhaupt ist mir deine Absicht der Kommunikation völlig unklar.

                  Lass es mich illustrieren:

                  Unterschied –
                  ist hier Thema, dazu versuche ich etwas zu sagen, z.B. zum Zwillingsbruder Information und beider Hintergrund: Wahrnehmen, erfassen, messen, werten

                  Es stimmt, dass die Unterscheidung Träger von Information ist und daher beide Themen zusammen gehören. Es stimmt, dass zum übermitteln von Information es Wahrnehmung bedarf.

                  Nur: Das alles ist hier überhaupt nicht das Thema. Es geht nicht um den „Unterschied“ als Konzept, sondern es geht um *einen* ganz konkreten Unterschied. Nämlich dem zwischen Experten und Idioten in Diskussion.

                  Nun kannst du natürlich dennoch über Informationstheorie referieren. Nur: Wozu? Da das hier nicht das Thema ist, noch etwas ist, worüber man hier überlicherweise spricht, wirst du keine brauchbaren Antworten bekommen – falls du überhaupt welche willst.

                  Das als Beispiel von Aussagen, die entweder falsch sind oder deren Zweck mir unklar sind. Nun zum Beispiel ausufernder, wirrer Texte:

                  Wahrnehmung – Erkenntnistheorie(n)
                  Wahrnehmungen (mittels biologischer Sinnesorganen), oder “Erfassung” (die technische Bezeichnung dafür) oder Messen, die auf den untersten Nenner heruntergebrochene praktische Tätigkeitsbeschreibung dafür sind Aktivitäten von Ganzheiten, Systemen, die diese im Inneren sowie nach außen zur eigenen Erstellung, Erhaltung, Entwicklung und Sicherung (!) permanent intern und extern koordiniert zwischen ihren Teilen und Organen sowie zwischen diversen benachbarten Ganzheiten / Systemen zur eigenen Identitätsfindung und -Erhaltung vornehmen müssen, da sie anderenfalls diese eigene Identität samt Eigenschaften verlustig gehen und nicht mehr existieren, entweder explodieren, implodieren, in einem eigenen Teil oder in einer benachbarten Ganzheit verschwinden oder eine völlig neue Identität hervorbringen, die mit der Identität ursprünglichen System nichts mehr gemein hat.

                  Rein sprachlich: Das ist ein Satz. Nichtmal ein korrekter Satz. Das Kurzzeitgedächtnis eines Menschen ist beschränkt, auf 5 bis 7 Fakten. Wieviele Fakten muss man sich merken, um den Satz zu erfassen?

                  Die Aussage des Satzes ist folgendes: „Wahrnehmung ist das was ein System machen muss, um seine Identität zu behalten“. Dann sagst du, dass das für alle Systeme gilt und das Thema ist dann fertig und das nächste Thema fängt an.

                  Du kommst also von einem Wort „Unterschied“ auf ein Thema „Unterschied als Konzept“ über eine Assoziation auf ein weiteres Thema „Wahrnehmung“ gibts dazu eine willkürliche Definition in einer unzugänglichen, extrem verklausulierten Form und beendest das Thema wieder.

                  Damit kann keiner was anfangen. Das ist keine Kommunikation, auch wenn sie auf den ersten Blick wie Kommunikation aussieht.

                  Ich bin kein Experte, aber für mich klingt das alles verrückt. Nicht exzentrisch, sondern psychotisch. Wie eine ernsthafte, neurologische Kommunikationsstörung. Wie jemand der alle Wörter kennt, der Gedankenfragmente kennt, der weiß wie er alles zusammen bringen muss, um menschliche Texte zu produzieren, aber nicht über eine Mimikry hinaus kommt.

                  Das ist das Feedback, dass ich dir geben kann. Falls du enttäuscht bist, dass du keine ernsthaften, inhaltlichen Antworten bekommst: Es dürfte schlicht unmöglich sein.

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                  • MIchaela Lusru sagt:

                    @kinchkum
                    Gleichermassem geschätzte MitEntität kinchkum,
                    nein, ich bin nicht enttäuscht über dein feedback, eher habe ich zu danken für deinen kräftigen Schubs zur Prüfung meiner – wie du meinst – psychotischen Form der Information!
                    Wer lässt sich schon gern erwischen, noch dazu in einem Bereich, den man selbst für tragfähig und daher für wichtig erachtet: Worte, Sätze, die alle (nur) Unterschiede beschreiben – Da hast du mich aber erwischt!

                    Du steckst gleich die ganze Faust in die von mir hingehaltene Wunde, und zurecht:
                    Das ist da kein Satz, sondern ein längeres Ideengebilde als Ansammlung, um nicht zu sagen Anhäufung, besser noch „Haufen“, das im Tempo seines Entstehens die Struktur der Unterscheidungen mal eben an der Garderobe abgab und so auch in der Tat sich zum „Spiel ohne Grenzen“ gerierte.
                    Du weist selbst darauf hin, dass Mensch bis zu 7 Erfassungen leicht und nachhaltig „verarbeiten“ kann, bis zu etwa 10 wird es schwierig dabei und darüber hinaus nur noch unter evtl. sogar völligem Verlust der Erfassungsfähigkeit und -Ergebnisse und damit auch der Verwertbarkeit zur eigenen ganzheitlichen (systemischen) Steuerung.
                    Das gilt also für die Erfassbarkeit gleichermassen wie für die Leit- und Steuerungsfähigkeit von Ganzheiten im menschlichen Bereich:
                    Alles was über 10 Teile der Steuerung von gleichberechtigten Elementen und Komponenten hinaus geht , ist nur mit erhöhtem Aufwand UND unter großem Emergenz- und Substanzverlust identifizierbar und zusammen zu halten.

                    Wozu solche Erkenntnisse wichtig sein können, sehen wir hier:
                    Die USA haben über 50, die Russischländische Alianz über 85 Föderationssubjekte, die EU 28 – aber der „Weltgipfel“ G7 eben nur sieben …

                    Zum „Worte-Haufen“ selbst später.

                    Ob das allerdings für einen aufnahmefähigen Menschen, wie du dich anhand dieses Satzes durch Antwort zu erkennen gibst, ausreicht, zu deinen Schlußfolgerungen „wirr“ abzuweichen, stelle ich mal in frage, gleich mal zu deinen Worten hier:

                    “Nur: Das alles ist hier überhaupt nicht das Thema. Es geht nicht um den “Unterschied” als Konzept, sondern es geht um *einen* ganz konkreten Unterschied. Nämlich dem zwischen Experten und Idioten in Diskussion.“

                    Ein „Unterschied als Konzept“ spielt hier nirgendwo eine Rolle, wieso versuchst du das dann hier einzuführen?
                    Unterschied ist (auch) Differenz, ob als, oder mit, oder ohne Konzept, damit auch der da von dir behauptete zwischen „Experten-Idiot“ und „Idiot-Experte“ (und das nicht nur „in Diskussion“), also comic-vermittelt dann schon offensichtlich zwischen ZWEI Idioten!

                    Jo, wobei „Idiot“ wohl du hier nun auch nur selber mal fix eingeführt hast, weil du das so gern hättest für deine Antwort?
                    Ein Idioten-Comic sieht wohl anders aus, es sei denn, die Idioten sollen die Experten sein – nicht unsympatisch, aber wohl zu viel des „Guten“ und ebenfalls so nicht im Comic.
                    Egal, nehmen wir das mal so, wie du das gern sähest.

                    Dann mal – speziell für dich – „strukturierter“:

                    Erstens:
                    Es soll außer den „Experten“ und den „Idioten“ noch einen Sack voll völliger Normalos geben, wenn mich nicht alles täuscht, soll das mit über 85% mehr als die absolute Mehrheit sein (ja, hier nicht erwähnt, aber vorausgesetzt, da sonst kein Vergleich, um „Experte“ oder „Idiot“ zu identifizieren)

                    Zweitens:
                    Einen Unterschied zwischen „Experten“ und „Idioten“ isoliert von „erstens“ betrachten zu wollen, wirft die Frage auf, wozu diese letztlich (!) idiotische Betrachtung dann überhaupt sinnvoll oder nutzbar sei könnte, sie ist das Nichts im Nichts, so es so etwas gäbe.
                    Und wenn es dennoch, aus welchem Grund auch immer, so zu betrachten (zu UNTERscheiden) sein soll, ist das nur in einem Rahmen (Ganzheit) möglich, der beides überhaupt identifizierbar als unterscheidbare TEILE von Etwas macht:
                    Dieser Rahmen ist das gegebene Verteilungsspektrum inclusive der o.a. Mehrheit derer, die weder zur einen noch zur anderen Gruppe gehören: sagen wir zu ihnen mal „Normalos“

                    Drittens:
                    Unterschiede zwischen wem auch immer lassen sich nur postulieren (nicht konstruieren!), wenn es für diesen Begriff einen beiderseits vorhandenen „gemeinsamen Informationsvorrat“ zu dessen Kriterien (Identität) und den dazu erforderlichen Kontexten gibt, was so weder aus den Comics heraus lachte, noch in der bisherigen Diskussion sich sicher offenbarte.
                    So sah ich Handlungsbedarf zum Versuch der Herstellung eines solchen Vorrates (Vieles, aber nicht alles geht mit Comics!), was mich zur Erwähnung der einzig möglichen Form der Identifizierung eines Unterschiedes überhaupt führte:
                    Wahrnehmung (in bewußten Systemen).
                    Wahrnehmung, Messung (als z.B. physikalischen Vorgang), und Erfassung als die allgemeine Bezeichnung dafür, die auch für (angebliche) nichtdynamische und damit jegliche materielle und immaterielle Ganzheiten (die auch als Systeme bezeichnet werden) zutrifft, im Mikro- wie im Makrobereich, oder: es handelt sich nicht um identifizierbare Ganzheiten, Systeme, Entitäten ….

                    Damit beschäftigt sich nicht jeder täglich, dennoch ist dafür ebenfalls ein „gemeinsamer Informationsvorrat“ (das ist der Fachbegriff dafür) erforderlich, sonst redet man redundant mit vielen „Daten“ und wenig „Informnation“ aneinander vorbei.

                    Das führt gleich weiter dahin, wann diese Wahrnehmung von Unterschied überhaupt möglich ist:
                    Benötigt wird wahrnehmbares Objekt, wahrnehmendes Subjekt mit seinen Sensorwerkzeugen und die erforderliche Wahrnehmung erlaubende Kontexte.

                    Und WAS wird aus dem wahrgenommenen Unterschied?
                    U wahrgenommen, erfasst, wird zur Information, die sich selbst nicht anders definieren läßt, die es ohne Unterschied nirgendwo gibt.
                    Das betrifft jede Information, sach- und fachübergreifend:
                    Kein Unterschied – keine Information.
                    Auch nicht in Comics, oder für Idioten, oder Experten.

                    Dabei spielt es auch eine besondere Rolle, WER da „erfasst“ – allgemein gesprochen können das nur existierende systemische Ganzheiten, Systeme als Subjekte sein (du meinst: Entitäten), die über die dazu erforderliche eigene Existenz, Identität und damit Erfassungsfähigkeit (auch: Unterscheidbarkeit) verfügen.

                    Das wäre z.B. nur ein real existierender „Beobachter“, der nichts mit dem Konstrukt des virtuell vorzustellenden Gebildes des „Beobachters im Konstruktivismus“ gemein hat, da dieser ja nur „virtuell existiert“, indem / nachdem er sich selber beobachtete – eine logisch unzulässige Zirkulation, ein Zirkelschluss im Abseits jeder Praxis.
                    Alle Systeme aller Art, also alle Ganzheiten (auch „Beobachter“) und deren Sub-Ganzheiten (z.B. Organe), stehen mit ihren diesbezüglichen Sensoren-Subsystemen (Erfassungswerkzeugen) zwangsläufig in der Funktion solcher realen Beobachter, da das der wesentlichste Teil ihrer nur systemisch möglichen Existenz und Aktivität ist, ohne den jedes System sofort zerfällt:
                    Die Beobachtung, Erfassung aller internen und externen (benachbarten) Bewegungen, die allein Unterschiede produzieren können, sowie ihre Nutzung für innere und äußere Systemstabilität durch Auswertung der Informationen. Ziel ist dabei stets, ausgleichende (stabilisierende) neue Bewegungen und damit neue Unterschiede und im Weiteren neue Informationen zu produzieren.
                    Wer mehr dazu wissen möchte, schaue sich hilfsweise die Sätze der Thermodynamic an …

                    So ist nicht nur Leben entstanden (Autopoiesis der Zellen etc. inbegriffen), sondern zuvor bereits das Daseinsprinzip aller Entitäten als Ganzheiten dieses Universums.

                    Es gibt in unserer Welt nur Ganzheiten und deren Subsysteme, alle existieren, weil sie in der Lage sind, die für ihre Existenz erforderlichen Bedingungen durch Erkennung der inneren und äußeren Bewegungen (Veränderungen,Unterschiede) für ihren Zweck systemisch (mit Emergenzen), gewissermaßen innerhalb einer jeden Ganzheit, eines jeden Organes, grundsätzlich kooperativ (!) zu verwerten, als Information zur erneuten eigenen Steuerung.

                    Das ist damit das nicht austauschbare weil systemische Ziel jeder Ganzheit.

                    Abweichungsversuche von dieser naturbestimmten Kooperativität bei „Experten“ und Idioten“ bestätigen die Regel und – eben auch deren Identifizierbarkeit als solche.

                    Dieses Existenzprinzip beseitigen zu wollen, es gegen die betreffende (eigene) Ganzheit oder ihre NATürliche innere Kooperativität steuern zu wollen, oder nicht systemisch ablaufen zu lassen (mit der erforderlichen Emergenz, dem Systemeffekt), führt unweigerlich zur Störung dieser ganzheitlichen Existenz und deren Fähigkeiten, sich selbst als Ganzheit funktionstüchtig zu halten. Bis zum Untergang des Systems, als explosiven oder implosiven Zerfall oder als Desidenz in eigene Subsysteme oder Verbliebenes geht restlos auf in benachbarten Ganzheiten, vom alten System bleibt nichts, was noch identifizierbar ist.
                    Wer Systeme, Ganzheiten „steuern“ möchte, ist gut beraten, sich mit diesen systemischen Grundlagenund damit der Rolle von Unterschieden (und deren NATUR gegebener Vielfalt) zuvor zu beschäftigen, es sei denn, er hat es „im Bauch“.

                    Da diese Betrachtung von allgemeiner Natur der Dinge, vor allem aus Erforschung der komplexen biologischen Systeme erkenntnismäßig seit Bertalanffy ( dem ersten Definator der Ganzheit als „System“ und der Allgemeinen Systemtheorie) erfolgt, darf sie sich allgemeiner Wirksamkeit erfreuen, wo auch immer Ganzheiten / Systeme entstehen, ob im materiell-physikalischen oder chemischen Bereich, in der Biologie, in sozialen Bereichen oder in der Informatik und ihren Konstruktionen, wenn diese wie wie systemische Ganzheiten funktionieren sollen.

                    Das alles hat mit Informationstheorie so wenig zu tun, wie die Kommunikationstheorie des Shannon (offiziell noch immer als „Informationstheorie gehandelt) mit Information, außer einigen peripheren Berührungen.

                    Ich referiere also mitnichten über diese, sondern ordne lediglich den Begriff UNTERSCHIED dort ein, von wo aus der bei seiner Benutzung (Comics!) starten muss, wenn er erfolgreich verstanden und in seiner gemeinten Wertigkeit Beachtung finden soll, z.B. bei einem Unterschied zwischen „Experten“ und „Idioten“ – worauf du die tollen Comics reduzieren möchtest.
                    Statt über Informationstheorie „referiere“ ich wohl mehr – wenn es denn sein soll – über Systemtheorie, über Allgemeine Systemtheorie als Allgemeinverständnis für alle Bereiche, in der der UNTERSCHIED das massgebende weil treibende Element ist.

                    Dazu sagst du dann (wohl mehr aufgrund meines Bandwurmsatzes):

                    “Das ist keine Kommunikation, auch wenn sie auf den ersten Blick wie Kommunikation aussieht.“ –
                    Das ist vorn richtig und hinten falsch:
                    Es soll ja eben „keine Kommunikation“ sondern „Information“ sein (man bemerke doch mal den Unterschied, es geht nicht um „Kommunikationsvorrat“ sondern um „gemeinsamen Informationsvorrat“), und hinten: Wo sieht denn das wie „Kommunikation“ aus? Ich kann das nicht erkennen, daß ich da über eine technische „Sender-Empfängerkette“ und ihren Kanal rede.
                    Damit stolperst du genau über den Teil der Comics, den du eventuell an und von diesen nicht aufgenommen hast:
                    Sie vermitteln INFORMATION indem sie kommunizieren, und nicht umgekehrt, und deshalb widerspricht halt Shannon vehement, wenn jemand sein Verfahren zum Messen von Kommunikationsmenge als eines zum Messen von Informationsmenge ausgeben wollte, es ist der „kleine“ UNTERSCHIED zwischen Informieren und Kommunizieren, zwischen Fahrer und Fahrzeug zwischen Fahrgast und Schiene.

                    Damit hast du das Anliegen (nicht die Sache selbst) nicht nur erfolgreich „erfasst“, sondern auch bestens beschrieben, wenn du zu meinem „Satzhaufen“ sagst:
                    „Die Aussage des Satzes ist folgendes: “Wahrnehmung ist das was ein System machen muss, um seine Identität zu behalten”.
                    Bingo, unterscheiden!
                    Du weiter:
                    „Dann sagst du, dass das für alle Systeme gilt „ –
                    müsste ich nicht, da sich das so schon selbst zeigt, aber ich halte es mal fest – allerdings ohne zu einem „neuen Thema“ zu kommen, sondern damit direkt voll auf den von dir gesehenen „Unterschied zwischen Experten und Idioten“ zu zu steuern, nun zwar – Puhh – doch wieder recht voluminös im Text, aber hoffentlich etwas leichter „konsumierbar“:

                    Womit wir direkt bei unseren Comics angelangt sind, bei dem was sie könn(t)en, hier machen und uns an INFORMATION (nicht Kommunikation) zur Anregung unserer eigener systemischer Sensoren zur Bestandssicherung unserer eigenen ENTITÄT / Identität hinter- oder überlassen wollen, wenn es sein muss, auch und gerade durch das gezeichnete Spiel der UNTERSCHIEDE, und nicht nur solcher zwischen den EXTREMEN „Experten“ und „Idioten“ …

                    Gezeichnete Bilder verkürzen aufgrund der Verdichtungsmöglichkeit ihrer vielen gleichzeitig einwohnenden weil einquartierten Unterschiede, Informationen, eben den Erfassungsvorgang, was wir bei „Experten“ UND „Idioten“ oft gleichermassen vermissen – Warum?
                    Dann mußt du von vorn anfangen zu lesen …

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          • Leszek sagt:

            „Klingt ultra verrückt.“

            Nicht verrückt, nur exzentrisch.
            Was Michaela Lusru schreibt, ist trotzdem oft intelligent und kreativ.
            Manchmal bin ich allerdings anderer Meinung.

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  10. Resolute Nuss sagt:

    Wüsste sogar eine Fortsetzung der Reihe. Habe mal erlebt, dass nach der „Experten“-Keule noch die „Hohe IQ“-Keule kam. Man könnte sagen als Versuch die Idiotenbehauptung nebenbei auch noch zu widerlegen.

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    • MIchaela Lusru sagt:

      @Resolute Nuss sagt: September 18, 2015 um 17:16
      Mach dir einfach ein schönes unbeschwertes Wochenende und schau einfach mal hier nach:
      @MIchaela Lusru sagt: September 19, 2015 um 11:42

      Es gibt nichts Schöneres und Wichtigeres als Unterschiede, sie begründen Vielfalt und damit Bunheit, auf höchst natürliche Weise, was wohl nicht einfach als „Falten“ (im einen wie anderen Sinne) abgetan werden kann. IQs etc. sind nur Extrakte solcher Vorgänge, nie die Ursachen oder Quellen.
      Alles klar?

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  11. Alex sagt:

    Better to remain silent and be thought a fool than to speak out and remove all doubt. — Abraham Lincoln
    😀

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    • Michaela Lusru sagt:

      @ Alex sagt: September 19, 2015 um 12:19
      Nun Alex, ob dir das wirklich weiter hilft, musst du schon selber herausfinden.
      Für die, die mit dieser Redewendung (die Allgemeingut im Englischen ist und von Lincoln nur AUCH benutzt wurde …) aufgrund der englischen Sprache nicht so richtig was anfangen können, aber auch für dich, Alex, dürt ihr nun entscheiden, was Alex hier sagen wolltem, bzw. ob er überhaupt etwas dazu (Thema) sagen wollte, damit könnte, hier mal einige der deutschen Sinn-Varianten dazu:
      * besser wird es nicht
      * besser als alle anderen zusammen sein
      * sich besser fühlen
      * Alles ist besser als geopfert zu werden.
      * Es ist besser reich zu leben, als reich zu sterben
      Danke Alex, für diese Bereicherung.
      * Besser spät als nie

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      • IULIUS sagt:

        Heißt es nicht, wenn alle Glauben man sei ein Trottel ist es besser die Klappe zu halten, als diese aufzumachen und damit den Verdacht als Fakt zu beweisen.

        Ergo wäre ein deutsches Pendant:
        „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.“

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        • Lusru sagt:

          @IULIUS sagt: September 19, 2015 um 17:39
          Im Gegensatz zu dir reiocht mir Silber, wenn du verstehst, was das heißt.
          Oder anders: Dieses, genau dieses Sprichwort hat in der gesamten älteren und jüngeren Geschichte der Menschheit, besonders im Europäischen Raum und Nachbarn ungeheures Leid, Unheil und Tod bewirkt: Man hat geschwiegen -GOLD??
          Nee, Iulius, deine erzkonservative Empfehlung lass mal lieber weg, wo gerade jetzt wieder zu erleben ist, wo „goldenes Schweigen“ von Regierungen in der EU hinführt, und zwar bei den einen wie bei den anderen.
          Steck deine großelterliche Weisheit in die Tonne oder lass dich selber mal vom Schweigen anderer drangsalieren.
          Und
          Noch nie habe ich einen Trottel erlebt, der sich als Trottel erkennt (wahrnimmt!!), nur weil ein Trottel ansatzlos das mal behaupten möchte, der wäre erst dann der Trottel, den du meinst.
          Jedoch hätte ich nichts dagegen, von dir genauer zu erfahren, wo deine Wahrnehmung ungetrottelt Trottelei sieht, welcher Unterschied bzw. auch fehlende Identität einen Trottel auszeichnet …
          Alles wieder bingo?

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          • IULIUS sagt:

            @Michaela,
            das war nicht auf Dich persönlich bezogen.

            Den Spruch „Reden ist Silber, schweigen ist Gold“ kann man natürlich nicht immer wörtlich anwenden Es geht vom Sinn her eher darum noch einmal genau zu überdenken, ob wirklich etwas gesagt werden muß.
            Es gibt auch den Spruch:
            „Es ist schon alles gesagt worden, nur halt noch nicht von allen.
            v. Karl Valentin“😉

            Wieso behauptest Du, daß Leid, Unheil und Tod entsteht, wenn Menschen schweigen?

            Ich denke
            „Wenn Worte ihre Bedeutung verlieren, verlieren Menschen ihre Freiheit.
            v. Konfuzius“
            ist das Problem. Zu wenig gesagt wurde eher noch nie.

            Die Regierungen reden schon. Nur die Menschen sind zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt, z. B. mit Gendertheorien, als daß sie zuhören.

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            • Michaela Lusru sagt:

              @Iulius
              Keine Sorge, ich nehme auch nichts persönlich, es sei denn, ich „gebe“…

              Nur du erwartest nicht im Ernst, dass ich deine Frage hier beantworte und nun aufzähle, wer alles wann wie lange „goldig“ geschwiegen hat, bis die fast letzten Juden in den KZs verschwunden waren?
              In Übersee, Europa, in Deutschland, ja unter den Juden selbst?

              Oder wer alles „goldig“ („vergoldet“??) geschwiegen hat zum Irakkrieg nach dem offensichlichen Belügen nicht nur des eigenen Volkes sondern auch der Verbündeten, ja der ganzen Welt, um diesen Krieg überhaupt mit einigermassen wenigstens einer Gesichtshälfte sich zu trauen?

              Ja, schon, das ist klar: Es geht immer darum erst zu denken und dann zu reden, nur das wäre ein völlig anderes Sprichwort, dieses hier faßt das nicht, es meint explizit NUR „Klappe halten, damit mir nix passiert“.
              Und nur wenn das droht, droht „Leid, Unheil und Tod… wenn Menschen schweigen“.
              Ich sage einfach: Kein Wort, kein einziges gesprochenes , läßt sich zurückholen, auf dass es wieder in meinem Mund sich lümmelt …

              Konfuzius springt zu kurz mit “Wenn Worte ihre Bedeutung verlieren, verlieren Menschen ihre Freiheit“ – was ist mit denen, die sie schon verloren haben?
              Oder Was mit den Bedeutungen, für die keine Worte gefunden werden?
              Anders:
              Worte ohne Bedeutung, verehrter Konfuzius, sind keine Worte, nach Adam Ries – aber das konnte man damals nicht wissen, die Logik stand da nicht so im Kurs. (Lexikon: Worte)

              Hingegen den Valentin lob ich mir, wenn er erkennt (!): „Es ist schon alles gesagt worden, nur halt noch nicht von allen.“ – allerdings da liegt auch wieder so ein kleines Problemchen: Was sagen denn die anderen, die noch nicht …. – schweigen die etwa, goldbesetzt?

              Alles zusammen nur Versuche, anderen den Mund, die Worte und damit deren Freiheit einzuschränken, sie vom Reden abzuhalten.
              (:-))

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              • IULIUS sagt:

                @Michaela,
                glaubst allen ernstes, mit Worten hätte man den Völkermord unter Hittler verhindern können. Jeder der sich darüber aufgeregt hätte, hätte das gleiche Schicksal der Opfer erlitten.
                So funktionieren nämlich totalitäre Systeme. Wer den Mund aufmacht ist tod. Geändert an dem Problem hat sich dann aber auch nichts. Dann lieber heimlich ein paar Opfer verstecken und Fresse halten.

                Im Übrigen ist das Sprichwort schon ein wenig älter u. a. in der lateinichen Version
                „Narratio argentea, silentium vero aureum est.“
                ist es seit dem 16. Jh. bekannt. Also lange vor Hitter und Busch.

                Konfuzius hatte wohl ein allgemeines Problem angesprochen. Du ein spezielles.

                Insgesamt bist Du nicht bei der Sache.
                Sprichwörter kann man für sich und andere so oder so auslegen. Du legst sie derzeit(?) negativ aus. Was mich daran interessiert ist eigentlich, daß es vor Tausenden von Jahren die gleichen Probleme gab, daß sich seit Tausenden von Jahren nichts geändert hat.
                Sicher wir haben Handys. Nur das ist trivial.

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                • Michaela Lusru sagt:

                  @IULIUS sagt: September 22, 2015 um 20:06
                  „Insgesamt bist du nicht bei der Sache“ meint für den genauen Leser nichts anderes als „Aber ich bin bei der Sache“.
                  Ist so etwas hochgezogen, findest du nicht auch?

                  Und ja, Fragen, Erfahrungen und Probleme mit und zwischen Menschen sind sich seit ihrer Entstehung wohl im Prinzip ähnlich, wenn auch sie gelegentlich anderen Wertungen unterlagen. Dennoch sind Erkenntnisse und Beschreibungsversuche dazu zu allen Zeiten hinterfragbar gewesen und auch hinterfragt worden.

                  Mit Worten ist viel Spiel möglich, ich liebe und achte das, wenn das jemand versteht, nicht nur im Sinne von „begreifen“ sondern wenn er es selber auch kann und macht.
                  Damit habe ich nicht gesagt, dass ich mich etwa schlecht äußere über Leute, die an den Wörtern buchstäblich kleben, ihnen kein Spiel mehr zubilligen.

                  Nimm dir mal irgendein Zitat von einem der wortgewaltigsten Sprücheklopfer des vorigen Jahrhunderts: z.B. Nietzsche.
                  Lese das Zitat, wende es dann auf den Autoren oder den Inhalt des Zitates selber an und du wirst erstaunt sein:
                  In der Regel hebt die Anwendung des Zitates auf das Zitat dessen Aussage auf, anulliert sie ins Nichts oder Belanglose. Das klappt nicht bei allen so gut wie bei NIetzsche, über den die Wikipedia meint:
                  „Nietzsches Denken hat weit über die Philosophie hinaus gewirkt und ist bis heute unterschiedlichsten Deutungen und Bewertungen unterworfen. Nietzsche schuf keine systematische Philosophie. (!! /Lu) Oft wählte er den Aphorismus als Ausdrucksform seiner Gedanken. Seine Prosa, seine Gedichte und der pathetisch-lyrische Stil von Also sprach Zarathustra …“
                  eben, eben.
                  Nicht viel anders ist es mit fast allen „typisch bekannten und herumgereichten“ Zitaten, im Besonderen mit Konfuzius, der im äußerst Nichtssagen ein Meister war, was seine Faszination ausmachte.
                  Daher ist es auch entweder nutzlos oder von gegenteiligem Erfolg, solche Aphorismen zu hinterfragen, sie sind ein lustiges, manchmal ein listiges und noch andermal auch ein freches, zynisches oder belangloses Wortspielzeug, das meist zur Überbrückung, Anbahnung oder Abwehr rsp. Verschleierung tatsächlicher Meinung dient, unterhaltsames Event-Werkzeug bestens für deen small-talk geeignet, genau genommen.
                  Wer sich auf sie verläßt, ist meist verlassen.

                  Und deine 400 Jahre – nee, nee, solche Sprüche zum „Schweigen ist Gold“ gibt es schon sehr sehr lange, sie wurden hier auch nicht den Nazis zugeschrieben, sondern „DAS SCHWEIGEN“ selbst (!!) vor, in und währende der Nazizeit von so vielen Leuten hat Leid und Tod gekostet, doch nicht dieser Spruch, das hast du doch nicht ernsthaft so verstehen wollen.
                  Dessen ungeachtet ist davon auszugehen, dass diesen Spruch fast alle kannten, die „damals geschwiegen“ haben …

                  Damit habe ich lediglich auf den schon erwähnten fehlenden „praktischen Wert“ solcher Sprüche hinweisen wollen, und das ist doch ein ganz schöner UNTERSCHIED, gelle?

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                  • IULIUS sagt:

                    @Michaela,
                    das Problem sind doch nicht die Sprüche selber, das sind nur Worte, sondern in welchem Kontext sie eingesetzt werden. Das ergibt denn Sinn. Sicher hast Du recht, wenn Du der sagst, daß man mit dem Silber-Gold-Spruch auch Menschen mundtod machen kann. Das funktioniert, wenn einer autoritär und der andere hörig ist.

                    Du hast das Thema auf die Nazizeit gebracht, genau mit der Behauptung, daß da alle geschwiegen haben:
                    „Nur du erwartest nicht im Ernst, dass ich deine Frage hier beantworte und nun aufzähle, wer alles wann wie lange “goldig” geschwiegen hat, bis die fast letzten Juden in den KZs verschwunden waren?“

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                    • MIchaela Lusru sagt:

                      @IULIUS sagt: September 23, 2015 um 03:22
                      So nett es ist, mit dir zu disputieren, so korrekt sollte man sich an die Äußerungen des jeweils anderen halten und nichts aus eigenem Empfinden dazu tun oder verdrechseln:

                      Nein, ich bin nicht der Meinung, dass zur und während der Naziherrschaft ALLE geschwiegen haben, und deshalb habe ich das auch nicht gesagt und erst recht nicht so meinend durchblicken lassen.
                      Da bei derartigen historischen Brisanzen schnell für Dritte Geschichtklitterung entstehen kann, ist das in solchen Fragen exakt zu behandeln:
                      Die Rede (meine) war davon, dass „zu viele“ geschwiegen haben, schweigend erduldet und oft DADURCH fix mal schnell selber zum Akteur wurden, da sie sich nicht rechtzeitig abgegrenzt hatten, dem „mainstream“ nicht standhielten – das geht schnell zusammen.

                      So, bekanntlich gibt es zwischen „zu viele“ und „alle“ einen gewaltigen UNTERSCHIED (Thema hier), und den bitte ich wenigstens zu dieser Frage exakt einzuhalten, um denen, die das „Silber“ (aus deinem Spruch) und daran gebundenes Verhalten für richtig und wichtig hielten und dafür meist ihre Existenz opfern mussten, historisch und in Würde gerecht zu werden.
                      Einverstanden?

                      Die Deutschlandhalle, deren Bilder dazu gern mal gezeigt und erinnert werden mit der berüchtigten Frage des Goebbels und dem da bereits gleich geschaltetem Ja-Schrei wie aus einer (1) Kehle aus dem Saal, war bekanntlich mit Nazis und nicht mit „dem deutschen Volk“ (erst dann: alle) gefüllt. Wäre selbiges darunter gewesen in seinen prozentual durchschnittlichen Anteilen, wäre dieses Ja zum totalen Krieg wohl etwas piepsiger ausgefallen, etwas, nur – wozu erwähne ich das?
                      Weil nicht zuletzt auch Stellung, die Position, der Standort bzw. An- oder Abwesenheit die Bedingungen zum „Nichtschweigen“ derer die „reden und nicht schweigen“ mochten, oft ab 33 nicht mehr das zu liessen, ohne das eigene Leben zu gefährden.

                      Dennoch:
                      Nicht „alle“, aber viele, zu viele, haben zu früh „geschwiegen“, und zu lange, noch lange danach …
                      Der Unterschied eben, hier zwischen viele und alle.

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                    • IULIUS sagt:

                      @Michaela,
                      Du dramatisierst gerade einen kleinen trivialen Unterschied. Es ändert sich nichts daran, wer nicht geschwiegen hat mußte dies mit seiner Freiheit und Leben bezahlen.

                      Mag sein, daß in der Halle nur Nazis waren. Du scheinst aber keine Ahnung davon zu haben, wie simpel es ist Menschen hochzupeichen. Im Übrigen gab es in der Geschichte immer Massen, die Kriege als etwas positives angesehen haben und begeistert in den Krieg gezogen sind.

                      Du kopierst die heutigen Moralvorstellungen auf die damaligen und versuchst daraus zu erklären.

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                    • Michaela Lusru sagt:

                      @IULIUS sagt: September 24, 2015 um 07:22

                      Ach Iulius, es ist recht müßig, dich laufend auf deine Ungereimtheiten und ständig neuen zusammenhangslosen Brocken hinweisen zu müssen, es ist dies hier dann auch im Sinne der Bloghygiene nocheinmal das letzte Mal von meiner Seite:
                      Erst führst du anscheinend „kritisierend“ an, dass es „doch“ die (bekannten) Probleme „der Menschheit“ schon immer gab, dann bestätige ich das und korrigiere deine unbrauchbare Schlussfolgerung daraus, indem ich auf daraus immer wieder (neu) entstehende „zwischenmenschliche Probleme“ verweise, wozu auch und gerade Kriege gehören, und dann kommst du und greifst irgendwo in die Luft und meinst anlassbefreit auch noch vorwurfsvoll
                      „Du kopierst die heutigen Moralvorstellungen auf die damaligen und versuchst daraus zu erklären“- ja was denn sonst bitte?
                      Sollte ich damalige Moralvorstellungen verwenden?
                      Die der Nationalsozialisten? Oder die der über 55 % der deutschen Wähler, die keine Nazis, nie, gewählt haben?

                      Du scheinst irgendwie mit dir unzufrieden zu sein zu sein, wenn du dann auch noch hier und mir versuchst zu erklären, daß „man Menschen aufpeitschen Kann“ – ja schon, nur was sollen wir mit dieser weiteren zwar richtigen aber völlig allgemeinen und zusammenhangslosen „Feststellung“ nun machen?
                      Ja, das beste Beispiel für „Aufpeitschung“ hatte ich dir bereits schon zuvor benannt, als MEIN Beispiel dafür:
                      Goebbels vor Hunderten (straff organisierten!!!) Nazis in der Deutschlandhalle …
                      Das so zu akzeptieren und zu beachten – oder nicht, ist bitte kein „gerade dramatisierter kleiner“ und erst recht kein „trivialer Unterschied“, wenn ich dir das mal ernsthaft hinter deine Ohren schreiben darf.
                      und
                      „Du scheinst aber keine Ahnung davon zu haben“, wer die Halle einerParteiveranstaltung (übrigens damals noch schlimmer und dennoch wie heute) überhaupt betreten darf, durfte, und gerade diese, mit damals einschlägig bekannter schlagfertiger „SA-Schläger-Kontrolle“ (SAALDIENST!), wenn du da flötest:“Mag sein, daß in der Halle nur Nazis waren“ – keinen blanken Schimmer, aber schwadronieren: Das „mag eben nicht so gewesen sein“, sondern WAR so die einzige Realität.

                      Und was ist nun mit den über 55 % des „deutschen Volkes“, die noch immer nachweislich nicht diese Politik gewählt hatten??
                      Und nein, meinE liebeR, die wurden beileibe nicht alle zu Kriegsbefürworten, „die Kriege als etwas positives angesehen haben und begeistert in den Krieg gezogen sind“, ich bin erschrocken über deine Ahnungslosigkeit.

                      Punkt, Iulius.
                      Belese dich und komme wieder, gleich welchen Unterschied du nun wieder dir basteln möchtest, ohne dass mir dabei gleich der weiter oben zu den Comics angeratene eventuell dort gemeinte „Unterschied zwischen Experten und Idioten in Diskussionen“ in den Sinn kommt.
                      Irgendetwas haben die Comics aber wohl getroffen, mit ihrem UNTERSCHIED.

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                    • IULIUS sagt:

                      @Michaela,
                      hab verstanden, Du willst die Diskussion gewinnen. Dann soll´s halt so sein.😉

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