Typische Naziargumentation.

Veröffentlicht: Oktober 1, 2015 in Uncategorized

nazi

Kommentare
  1. gnaddrig sagt:

    Hitler war Vegetarier und Abstinenzler und hat auch Kaffee und Tee vermieden. Also, um jeden Verdacht nationalsozialistischer Sympathien zu von vornherein zu entkräften sollte man Fleisch essen, saufen und auf Kaffee nicht verzichten. Berge und Hunde sollte man dagegen meiden.

    Schon Hitler wusste: Man muss sich entscheiden. Wer nicht für uns ist, der ist wider uns!

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    • Matze sagt:

      „Berge und Hunde sollte man dagegen meiden.“
      😄 Die armen Bayern

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    • Alles richtig gemacht!!!😀

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    • Michaela Lusru sagt:

      @gnaddrig sagt: Oktober 1, 2015 um 12:52

      „Hitler war … “
      „Schon Hitler wusste:“
      „um jeden Verdacht nationalsozialistischer Sympathien zu von vornherein zu entkräften“

      Wie es aussieht, geht es nicht um Vegetarier oder Abstinenz.
      Es geht auch nicht um „Naziargumentation“.

      Es geht ausschließlich darum, die EIGENE Sicht und Artikulation samt und sonders an der Hitlerei zu messen und damit sich ausschließlich an dieser „Plattform“ (im wahrsten Sinne des Begriffes) und diesem Level orientierend zu distanzieren, „um jeden Verdacht nationalsozialistischer Sympathien von vornherein zu entkräften “

      Und siehe da (doch?):
      „Schon Hitler wusste: Man muss sich entscheiden. Wer nicht für uns ist, der ist wider uns!“

      So eine unterirdische Bemerkung, das haben schon tausende Jahre vor diesem Adolf ganz andere „gewußt“ und praktiziert, zu welchem ZWECK also diese Feststellung?

      Womit wir beim Thema sind:
      Wozu bitte das permanente „Messen“ mit und so auch das Erinnern an die Naziwelt?

      Jeder Zweite, der etwas Positives herausstellen möchte, meint darauf verweisen zu müssen, dass das „nicht so, wie bei den Nazis“ sei, und wenn jemand einem anderen nicht zusagt, wird er einfach so mal eben in die direkte Nachbarschaft von „Nazis“ (wie ein Nazi) beschimpft – was besonders unter jungen Menschen gelegentlich oft schon wie ein Volkssport betrieben wird, sie finden keinerlei andere Vergleichsebenen mehr außer dieser Naziwelt, die sie glauben perfekt zu kennen – nur woher?
      Ob das etwas mit den vielen Freizeitfilmaufnahmen der wirklichen (damaligen) Nazis (meist Offiziere, andere konnten nicht filmen) vom „netten Abenteuer Krieg“, von der „tollen singenden Kameradschaft“ und den „Ost-Untermenschen“ und schäbigen zerstörten Bauernhütten am Stgrassenrand zu tun haben könnte, die diese Leute vom fahrenden Panzer aus mit fröhlichen Gesichtern filmten?
      Mit dieser eigenartig Tages- und lebensausfüllenden Programmmasse des Prof. ObersterichweißundzeigeeuchallesvondenNazisbiseseuchausdenOhrenwiederherauskommt des ZDF (Phönix u.a. inbegriffen) und den oft fehlenden oder penetranten Kommentar-Einordnungen solcher Nazifreizeitfilmerei ?

      Es soll bereits ganze Generationen in D geben, die außer dem ständigen Nazivergleich kaum noch andere kulturelle Massstäbe aufnehmen und weiterreichen.
      Und das alles zur größten Freude der zweifelhaften Ideologen, die diese Nazizeit gern in die Gegenwart versetzt sehen möchten,weshalb sie immer schön mitschneiden und sich freuen, dass (auch von ihren Rundfunkgebühren) soviel tolle Propaganda für diese „tolle Burschen“ der Hitlerei stattfindet, mit praktischer Anschauung anhand dieser originalen Nazifreizeitfilmerei, und das im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, mit Aufnahmen, an die Ottonormalnazi nie herankommen würde …

      Es gab und gibt überall auf der Welt und übrigens auch in D genügend Kultur vor, während und nach der Hitlerei, die besonders unter viele jungen Leuten kaum noch jemand beachtet, sich kaum jemand darauf bezieht und statt der Nazikulterei mal völlig andere normalisierende Parameter und Erfahrungen hilft, zu verbreiten.

      Da will eine kanadische Familie arabischer Herkunft in Berlin bei Bekannten privat über eine entsprechende Gäste-Börse zum Berlin-Marathon übernachten und mailt besorgt zuvor den Gastgeber an mit der Frage, ob denn das in Berlin „noch immer so sei, dass die Nazis wie im ZDF gesehen marschieren, Nazifilme usus und deren Angriffe auf Ausländer üblich seien, wie da im TV bei diesem Geschichtsprofessor und auch aus der Berichterstattung über Kölln gesehen, kurz: ob sie nach 18:00 h noch auf die Strasse könnten oder verprügelt werden wegen ihrer Hautfarbe – man ffände, wenn man sich als Ausländer vor der Reise kundig machen will, so ein eigenartig rechtsextremes Eigenbild der Deutschen in deren TV – müssen wir uns fürchten? …“

      Es gab mal eine Epoche, da war es usus, eine Barbypuppe zu haben, jeder wusste , was gemeint ist und benutzte das in entsprechenden Vergleichen …
      Die Hitlerei, die Naziherrschaft, war mitnichten eine solche und hat es mit nichts verdient, auf jede erdenkliche Weise in den Köpfen der Menschen als MASSSTAB erhalten zu werden, nicht für „Gutes“ und nicht für „Verwerfliches“
      Aus welchem Grund sollten die Deutschen für nur 12 Jahre Terror und MÜlLL ihre kulturelle Zukunft diesem häßlichen und leidvollem Wimpernschlag in der Geschichte verschreiben? Der Nazideutung ganze Wortkomplexe und Symboliken zu überlassen, und das noch immer 70 Jahre nach dem der Spuk sich – leider mit großen Teilen der europäischen Völker und Nationen- selbst sang- und klanglos versenkte?

      Sorry EMN, auch dieses Thema hier ist nur eines solcher eigentlich spaßig gemeinten, die sich jedoch in die ungewollte Fortsetzung der Nazipräsenz in den Köpfen unserer Menschen einreiht, leider, Neunaziland dankt für solche Aufmerksamkeiten und jede dieser Art…
      Comics brauchen das nicht so, die können auch anders „warnen“ oder abweisen.

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      • Welle sagt:

        tldr;
        sorry, soll sicher ein lustiger Kommentar, ist aber zu lang geworden. Evtl. etwas verdichten (Comicstyle?) – no offense – nur so als Tipp.

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      • gerks sagt:

        Du Nazi! Oder Gutmensch?

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        • Lusru sagt:

          Hi gerks, diese „gegenwärtige) „Gutmensch“-Bedeutung ist eine abwertende NAZI-Erfindung gegen Nazigegner und noch heute DEREN Beschimpfung für alle, die gegen Nazis sind, möchtest du nun als potentieller Nazigegner deren (!) abfällige Beschreibung dir dafür mal gleich selber „anziehen“?
          (siehe auch mein Kommentar etwas weiter vorn)

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          • gerks sagt:

            Noch ein Nazi. Blocken. Alle Blocken. Helft mit diese Nazis und Gutmenschen aus dem Netz zu vertreiben und blockt euch gegenseitig. Wenn ich wüsste wie es geht, würde ich euch alle blocken. Und mich selbst auch. ich verdächtige mich schon seit längerem rechtsradikaler bzw., linksradikaler Gesinnung nahezustehen.

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  2. kinchkun sagt:

    Manche Comicautoren wollen einfach nur die Welt brennen sehen :“(

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  3. Da du ja Rechtsi und Linki bist ist damit eindeutig erwiesen, dass du Doppelrechts bist!!11

    Pfui, ich blocke dich nur nicht, weil dir das ja gefällt!

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  4. Tante Jay sagt:

    Sie hat „Dichotomie“ gesagt. Und Hitler.

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  5. Luc sagt:

    HAHAHA😀 qed: GANZ TWITTER IST NAAAZII ich wusste es schon immer.

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  6. Ist das Beispiel zufällig aus dem Buch „Grundwissen Philosophie“?

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  7. Krischan sagt:

    „Mit dem Erzählmirnix gibt es kein Paktieren, sondern nur das harte Entweder-Oder. Ich aber beschloss, Kommentator zu werden.“

    Jawollja!😉

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  8. onyx sagt:

    Das ist alles so Autobahn!!drölf

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  9. IULIUS sagt:

    Erst einmal müssen wir feststellen, ob Hittler den Begriff „Dichotomie“ überhaupt kannte.

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  10. Hitler? Der hätte heute schon längst Volksinternet.

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  11. […] allerdings Hitler. Hitler, den Nadja als Einstieg nutzt, um eine Dichotomie zwischen “richtigen” und “falschen” Dichotomien einzufüh…, um sich dann über falsche Dichotomien echauffieren zu können, war nicht aus moralischen Gründen […]

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  12. Alex sagt:

    Dass Hitler Vegetarier gewesen wäre und überhaupt ein Saubermann…. ist das am Ende nicht nur eine weitere Lüge seiner Propaganda??

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    • Leszek sagt:

      @ Alex

      „Dass Hitler Vegetarier gewesen wäre (…) ist das am Ende nicht nur eine weitere Lüge seiner Propaganda??“

      Hitlers angeblicher Vegetarismus ist zwar nicht das eigentliche Thema des Comics,
      aber da du danach fragst, hier ein Text dazu:

      http://www.eco-world.de/scripts/basics/econews/basics.prg?a_no=7780

      Hitler war wahrscheinlich kein Vegetarier, sondern hatte nur wegen Verdauungsbeschwerden ab den 30er Jahren seinen Fleischkonsum reduziert. Der Autor des Artikels zitiert mehrere historische Quellen, aus denen hervorgeht, dass Hitler trotzdem ab und zu Fleisch aß, die Definition von Vegetarismus also nicht erfüllte.

      (Der Artikel enthält neben interessanten Informationen zum Thema leider auch ein paar Formulierungen, die darauf hindeuten, dass der Autor des Artikels eine zu ideologische Einstellung zum Vegetarismus hat, aber darum geht es jetzt nicht.)

      Der Comic von Erzaehlmirnix ist natürlich trotzdem sehr gut.

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      • Alex sagt:

        @Leszek, danke! Da war noch was Konkretes:

        „Nach Payne ist der Vegetarismus von Hitler eine von Propaganda-Minister Goebbels produzierte Vision. Diese allein sollte Hitler die Aura eines revolutionären Asketen, eines faschistischen Gandhis geben.“

        Aha, war wohl nicht auf der falschen Fährte. Und….

        „…. zum Beispiel am 14. April 1996 in der Sonntagsausgabe zum 100 jährigen Bestehen der New York Times. Da wurde ein Artikel über Hitlers Ernährung abgedruckt, der erstmals am 30. Mai 1937 erschienen war: Zu Hause mit dem Führer. …. So gibt es für einen Redakteur der New York Times im Jahre 1937 keine Entschuldigung, wenn er Hitler einen Vegetarier nennt, und sagt: er sei schlecht informiert gewesen.“

        Also ist der Vegetarier-Mythos im Zuge der pro-Nazi Propaganda in den USA in die Welt gesetzt worden…. kann eigentlich nicht verwundern, hier weitergehende Infos:

        „… The New York Times, then, did not only „bury“ news of the Holocaust, as has been documented in recent years, but in this article was a willing, even if unknowing, participant in Hitler’s propaganda. ….

        …. The New York Times, in short, hasn’t stopped putting a friendly face on violent anti-Semites.“

        Uuups.

        ‚Hitler Sometimes Takes a Nap‘ and Other New York Times Insights
        http://www.camera.org/index.asp?x_context=2&x_outlet=35&x_article=3102

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      • Alex sagt:

        BTW
        „Der Comic von Erzaehlmirnix ist natürlich trotzdem sehr gut.“

        Die ist einfach sehr gut im Darstellen des Doppelbödigen, zum Erzielen einer Zwerchfellreakion.

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    • gnaddrig sagt:

      Ob er tatsächlich Vegetarier war ist letztlich wurscht. Was zählt ist, dass er sich selbst als Vegetarier hingestellt hat (oder von Goebbels hat hinstellen lassen). Damit war Vegetarismus Teil seiner Fassade und implizit auch seiner Ideologie, und damit funktioniert der Comic einwandfrei.

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      • Frank sagt:

        @ gnaddrig – Eben. Auch die Autobahnen sind nicht von ihm, oder den Nazis. Das haben die auch nur geschickt verkauft. Und die Mehrheit glaubt das heute noch.

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      • Leszek sagt:

        @ gnaddrig

        „und damit funktioniert der Comic einwandfrei.“

        Der Comic wurde weder von mir, noch von Alex kritisiert.

        „Ob er tatsächlich Vegetarier war ist letztlich wurscht.“

        Wenn man sich für die historische Wahrheit diesbezüglich interessiert nicht.

        Und da Hitlers angeblicher Vegetarismus häufiger erwähnt wird, gerne auch mal als Scheinargument gegen Vegetarier oder um diese zu ärgern, ist es auch nachvollziehbar, dass es für manche Vegetarier offenbar nicht unwichtig ist.

        „Was zählt ist, dass er sich selbst als Vegetarier hingestellt hat (oder von Goebbels hat hinstellen lassen).“

        Auch in diesem Zusammenhang ist die Sache aber nicht unwichtig. Für ein Verständnis der Propagandastrategien von Diktatoren kann es auch wichtig sein, ein Image als „asketischer Politiker“ kritisch zu hinterfragen und mit der Realität zu konfrontieren.

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        • gnaddrig sagt:

          @ Leszek: Natürlich habt Ihr den Comic nicht kritisiert. Hatte ich auch nicht so verstanden. Ich wollte nur darauf hinaus, dass es für die Aussage und das Funktionieren des Comics unerheblich ist, ob Hitler tatsächlich Vegetarier war oder sich nur so dargestellt hat. Wichtig ist das offizielle Bild von ihm. Dieses offizielle Bild wird nämlich benutzt, um jemand anderen zu diskreditieren. Hitler war Vegetarier, xy ist Vegetarier, also ist xy ein böser Mensch.

          Dass es für an der historischen Wahrheit Interessierte nicht egal ist, stimmt natürlich, hat aber mit diesem Comic nichts zu tun. Dass ein Abgleich von Wirklichkeit und offizieller Fassade, also Propagandalinie, für das Verständnis der Propagandastrategien von Diktatoren wichtig ist, stelle ich genausowenig in Frage. Aber auch das ist für das Funktionieren des Comics unerheblich. Da geht es ja nicht um Propagandastrategien von Diktatoren sondern darum, wie eine (möglicherweise nur konstruierte) Gemeinsamkeit mit jemand anerkanntermaßen Bösem benutzt wird um jemand anders zu diskreditieren.

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          • Alex sagt:

            @gnaddrig
            „Hitler war Vegetarier, xy ist Vegetarier, also ist xy ein böser Mensch.“

            Es wird ja sogar noch schlimmer mit dieser Argumentation, wenn die erste Aussage gar nicht stimmt! Und eine Propagandalüge ist.
            Damit wird die letzte Aussage im Comic umso schärfer.

            Also spielt es doch eine Rolle und ist nicht nur von rein akademischem Interesse😉

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      • Lusru sagt:

        Richtig, gnaddrig, ob er tatsächlich Nazi war, „ist letztlich wurscht, was zählt ist, dass er sich selbst als Nazi hingestellt hat (oder von Goebbels hat hinstellen lassen). Damit war Nationalsozialismus Teil seiner Fassade und implizit auch seiner Ideologie“ – ob dan der Comic auch „so einwandfrei funktuioniert“?
        Merkst du was?
        Hitler gar kein Nazi, nur Fassade?
        Hitlerismus nur Fassade?
        Alles nit so schlimm?
        nur mit diesen kleinen Denk-ausrutschern?
        Weiter so, mit den falschen und gefährlichen weil schleichenden Bezügen und Vergleichen?

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        • gnaddrig sagt:

          @ Lusru: Stimmt sogar, ob Hitler oder seine Mittäter tatsächlich Nazis waren ist letztlich wurscht. Unstrittig sind aber die im Namen des Nationalsozialismus (und Deutschlands) begangenen Verbrechen. Die sind ganz unabhängig von der ideologischen Begründung furchtbar. Weil diese Verbrechen aber ideologisch begründet waren, und weil Hitler und Konsorten diese Verbrechen begangen bzw. ein ganzes Volk zum Mitmachen angestiftet haben, ist es eine gute Idee, sich von NS-Gedankengut und seinen prominenten Vertretern zu distanzieren.

          Was Hitler in seinem tiefsten Innern wirklich geglaubt und gedacht hat, ist dafür nicht so wichtig. Was er öffentlich gesagt hat und was er tatsächlich getan/angeleiert/organisiert hat, ist dagegen von Belang.

          Und, um auf die Suada von oben kurz einzugehen: Solange hierzulande noch Leute herumlaufen, die Spielarten der nationalsozialistischen Ideologie anhängen und die deshalb hier ausländerfeindliche Hetze betreiben, national befreite Zonen ausrufen, in ihrer Freizeit Schwarze jagen, Linke klatschen, Türken die Gartenhäuser über dem Kopf anzünden usw., mindestens solange ist es ratsam, die unseligen 1000 Jahre zwischen 1933 und 1945 und die damals herrschende Ideologie nicht zu vergessen.

          Merkst du was?
          Hitler gar kein Nazi, nur Fassade?
          Hitlerismus nur Fassade?
          Alles nit so schlimm?
          nur mit diesen kleinen Denk-ausrutschern?
          Weiter so, mit den falschen und gefährlichen weil schleichenden Bezügen und Vergleichen?

          Verstehe ich das richtig, dass Sie mir unterstellen, Hitler und die Nazis zu verharmlosen, das „alles nit so schlimm“ zu finden? Wie kommen Sie darauf? Die Verbrechen sind unstrittig begangen worden und ich bin der letzte, der das leugnen oder schönreden würde.

          Und – da komme ich nicht ganz mit – denken wir jetzt alle kollektiv viel zu viel an den Nazikram (so habe ich die Textwand oben verstanden) oder verharmlosen wir zu viel? Anders gefragt: Worauf wollen Sie eigentlich hinaus? Oder passt Ihnen einfach nur meine Zipfelmütze nicht?

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          • IULIUS sagt:

            Niemand wird Menschen mit Nationalsozialistischer Ideologie ausrotten können. Tatsächlich ist die Idee älter als der Nationalsozialismus.
            Die Frage ist, wie man mit den Menschen umgeht, ob man sie weitestgehend ignoriert, oder sie auf ein „Podest“ stellt und damit für andere als Ideal darstellt.
            Mit Ignorieren meine ich die politische Gesinnung. Verbrecher sind Verbrecher. Es macht keinen Unterschied, welche politische Gesinnung sie haben.

            Hitler war im Grunde nur ein Kind seiner Zeit und hat – wie jeder machtgierige Mensch – vorhandene politische Strömungen für sich ausgenutzt. Nichts schweißt eine Gruppe mehr zusammen, als wenn es gegen einen Feind geht. Die Juden waren damals vielen ein Dorn im Auge. Es war ein leichtes diese Meinung zu verschärfen.
            Parallelen zu unserer jetzigen Zeit gibt es eher (noch) nicht. Wir müssen aber aufpassen, daß Politiker nicht wieder ein Feindbild erschaffen, bzw. ein vorhandenes forcieren. Teilweise passiert genau das mit Nordafrika und nahem Osten. Diesmal sind es nicht die Juden, sondern die Moslems.

            Man stelle sich jetzt mal vor, Juden und Moslems schlössen Frieden….

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          • Michaela Lusru sagt:

            @gnaddrig sagt: Oktober 3, 2015 um 14:43

            Gut, dass es so scheint, als sei man sich in Manchem einig …
            Aber
            „Verstehe ich das richtig, dass Sie mir unterstellen, Hitler und die Nazis zu verharmlosen, das “alles nit so schlimm” zu finden? Wie kommen Sie darauf?“

            Weder „kam ICH darauf“ noch „unterstelle ich Ihnen etwas“, was wohl mehr Ihre Sicht allein ist.

            Wenn ich Ihnen etwas unterstellen wollte, begänne diese Aussage mit
            “ Ich unterstelle Ihnen“ –
            Hatten Sie das gelesen?
            Nein?
            Nun das schrieb ich auch nicht, noch war DAS gemeint, offensichtlich verwechseln Sie hier die verruchte Nazi-Ideologie und deren leidvolle Folgen mit den schäbigen Versuchen der Nazis, deutsche Kultur und Sprache sich auf ewig anzueignen und damit auf ewig die Deutungshoheit über deutschsprachiges Denken und Leben zu erringen – Letzteres ist es, was ich vertreiben möchte aus vielen Köpfen der Nazigegner und der nachgewachsenen Nazis selber, ist das so schwer verständlich?
            Oder halten Sie dagegen und meinen weiterhin, dass die Nazidefinitionen dafür, was ein Jude ist, was ein Held ist, was deutsch ist, was Nation oder Sozialismus ist, was und wer Rasse sei und was Volk ist, auch Volkskunst, usw. usw. von diesem leidvollsten 12-jährigem „Wimpernschlag“ in der Geschichte der Menschheit für den Rest auch Ihres Lebens so zu „achten und zu benutzen“ sei?

            Was haben Sie denn dann gegen den Nationalsozialismus, wenn Sie – gewollt oder unbemerkt – gewissermaßen und nur scheinbar „in Erinnerung an die Greueltaten des Nationalsozialismus“ auch gleich in diese „Erinnerung“ deren Ideologiesubstanzen als prägende Sprach- und Denk-Bausteine mit verpflanzen, und das auf Ewigkeit?

            „Hitler gar kein Nazi, nur Fassade?“
            „Hitlerismus nur Fassade?“
            „Konsequenz (wäre dann): Alles nit so schlimm?“

            Sehen Sie, es macht schon einen Unterschied, ob man solcherlei „Nazireste“ zum ewigen Gedenken qualifiziert, in der Annahme, dass man nur so Nazigreuel (und damit gleich alles damit Berührte und Verdrehte) „für immer als Schandtaten unvergesslich“ klassifiziert.

            Ihrem Text nach zu urteilen, zeigen Sie sich hier als entschlossener Nazigegner – dann darf ich Sie aufforderen, genau in diesem Geiste auch die erbärmlichen und seinerzeit stets doktrinären Sprachvereinnahmungen der Naziargumentationen (um die es hier explizit gehern soll), die noch heute gern und oft von sich als Nazigegner verstehenden Leuten unbeabsichtigt weiter in dieser Bedeutung benutzt werden, wieder ihren eigentlichen vorherigem Bestimmungszweck zu zu führen.

            Wollen wir NaziTUM und derartige Verständnisse nicht in unserer Lebenswirklichkeit haben, ist das das erste, womit jeder sofort beginnen kann, ohne sich die Hände oder den Geist schmutzig zu machen.
            Und:
            Nein, „Ausrotten“ lassen sich Nationalsozialistische Erscheinungen nicht, nie – und ich sage Ihnen und Iulius auch warum:
            „Ausrotten“ ist einer dieser von den Nazis extrem schmerzlich verbrämten Begriffe, und siehe da: Sogar in einer Diskussion dazu benutzt Iulius selber diesen Begriff in genau dem Verständnis der Nazis – nun gut, GEGEN Nazis diesmal – allerdings
            IM GLEICHEN NATIONALSOZIALISTISCHEN DENKEN und BEGRIFFSVERSTÄNDNIS
            wie die NAZIS das seinerzeit prägten!

            „Ausrotten von Menschen“, gleich von ganzen Gruppen, meinten die Nazis – und nun, nach 70 Jahren noch immer / schon wieder : die Nazigegner … ?
            Gegen diese gesellschaftliche Perversität trete ich auf, und nicht etwa, dass ich Ihnen etwas nicht Gesagtes unterstellen will – aber das hätten Sie mit etwas gutem Willen bei Ihrer Einstellung auch selber merken Könne, müssen, wollen müssen, in Ihrem eigenen bekundeten Geiste
            … und nicht etwa, weil mir eventuell – wie Sie meinen – nur Ihre (antifaschistische Michel-)Mütze nicht gefällt

            Es sind diese monoton aufgelegten immerwährenden notorischen Nazivergleiche in deren Begriffsverständnis, die als Begriffsverewigungen in unserem Lande noch lange Zeit bei entsprechend anfälligen Typen diese zweifelhafte Art der indirekten Nazi-Traditionspflege im Leben unserer Gesellschaft „halten und mehren“ helfen…
            … von einem Professor beim ZDF (u.a.), der dazu mit „Original-Freizeitfilmaufnahmen der lustigen Krieger-Offiziere in Farbe“ fast täglich zur Freude und Erbauung durch „Traditions-Erneuerung“ der neuen Nazis beiträgt, ganz zu schweigen, zumal wenn nie die ralen Hintergründe des Nationalsozialismus faktisch konkret dazu gegeben werden.

            Nein, wir brauchen diese kruden noch immer voll gängigen Sprachdoktrinen der Altnazis und solcher Vergleiche dazu nicht, um deren unsäglichen Schreckensherrschaft zu erinnern, weil wir diese weder traditionieren noch akzeptieren wolllen, weil das der späte Sieg der Hitlerei ist, wäre

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  13. käse sagt:

    Godwins Law Inception – The Movie

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  14. Alex ii sagt:

    Das dritte reich hatte damals das weltweit fortschrittlichste Tierschutzgesetz.

    Merke:
    Wer Menschenversuche macht, kann Tiere schützen.

    Und ja der Vegetarismus, Tierschutz, Feminismus, etc passt hervorragend zu den Faschisten als Ausgleich der Abwertung von Menschen.

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  15. gruenkariert sagt:

    Bäm. Rechtsi hats halt drauf😀

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  16. Michaela Lusru sagt:

    @IULIUS sagt: Oktober 3, 2015 um 15:17

    „Hitler war im Grunde nur ein Kind seiner Zeit “ –
    Dazu wäre dies zum Nachdenken anzubieten:

    1. Auch „wir“ sind nur „Kinder unserer“ Zeit, sowohl die, die das feststellen, wie die, die das (noch heute) betreffen soll …

    2. Wenn du hier (!), in diesem Kontext (blogthema!) das so erwähnst „Hitler war im Grunde nur ein Kind seiner Zeit „, ist mir das „nur“ eine völlig unzulässige Relativierung, da eben genau an dieser Stelle im Thema „Naziargumentation“ mit „Hitler“ nicht diese Person sondern eben SEINE Argumentation, der Hitlerismus, der deutsche NationalSozialismus gemeint wird.
    Merke:
    Kein Nazitum, NationalSozialismus oder anderer (!!) Nationalismus war oder ist jemals NUR ein „… Kind seiner Zeit “ !!
    Kein Nazitum, NationalSozialismus oder anderer (!!) Nationalismus war oder ist jemals NUR „schon immer da gewesen“

    Es waren stets extreme Verschiebungen und bösartige Verwerfungen innerhalb (!!) der betroffenen Gesellschaften, in denen i.d.R die untersten drangsalierten Schichten aufbegehrten und denen deshalb (von den „Drangsalierern“) ein (anderer) Sündenbock vorgesetzt wurde, mit ungeheurem propagandistischen Aufwand schließlich sogar ganze Völkerschaften gegen etwas angeblich „Fremdes“ mobil gemacht wurden, und manchmal bis dahin, dass das zur Staatsdoktrin und damit nicht mehr ungestraft umgehbar wurde.

    Das. verehrteR Iulius, hat weder mit „der Zeit“ noch mit anderen kalendarischen Erscheinungen zu tun, sondern ist die zwingende Ausgeburt einer Gesellschaft, die es sich erlaubt, gegen das normale weil bereits auch biologisch-evolutionär existenzsichernde Kooperationsprinzip der Menschheit zu leben.
    Die es sich erlaubt, völlig falsch verstanden aus einem Wetteifern sich gegenseitig helfender weil kooperierender Individuen und dementsprechendem Handlungsprinzip (der dadurch möglichen erfolgreichen Menschheitsentstehung, dem großen Gewinner der Evolution unter den Säugetieren), ein angeblich auf gegenseitige Vernichtung und Überwindung beruhendes KOKURRENZPRINZIP heraus zu „qualifizieren“.
    In derartigen sozialen Handlungsprinzipien muss es immer Sündenböcke, rsp. Unterlegene und Beherrschte (somit auch Sklaven aller Arten) geben, da das sonst auffliegt und nicht mehr funktioniert.
    Das sind die wahren Wurzeln des NationalSozialismus, der weder ein Sozialismus, noch etwas kultürliches Nationales, sondern von vornherein nur Clan-egoistische Herkunftsorientierung meint, Herkunft dabei am eigenen Samen und Blut orientiert, an nichts anderem.

    Und Iulius, wenn du nun jedoch bei der Formulierung „Kind seiner Zeit“ mit „Zeit“ genau diese derartig sozial verquasten und zerfressenen Gesellschaftsstrukturen meinen solltest, dann müßte dies allerdings dann in diesem Kontext und komplett erwähnt werden.

    Damit hast du auch gleich die Antwort, wie „Nazitum“ entsteht, sich „entfaltet“ indem die Bodensätze aller Ressentiments zu homogenen Erscheinungen regelrecht „verdichtet“ werden vom Rest der Gesellschaft, und auch permanent erklärungsfrei gefüttert wird, bis hin zu der irrigen Vorstellungen, man könne erfolgreich „Druck auf der Strasse“ gegen ein gesamtgesellschaftliches Merkmal machen.

    Die meisten Akteure in diesem Sinne merken nicht einmal, dass nach dem Prinzip „Druck erzeugt stets adäquaten Gegendruck“ damit diese Denkrichtung hochstilisiert und so zwingend in die Mitte der Gesellschaft verbracht wird, was durchaus auch für sogenannte „interessierte“ und „versorgte“ Kreise zum eigenen Schutz auch befördert oder gern gesehen wird.

    „Parallelen zu unserer jetzigen Zeit gibt es eher (noch) nicht. “ – Wieso nicht? Es ist doch mit der „Grossen Merkelei“ bereits im Gange: UNTERSCHIEDE bei den Flüchtlingen, die einen kommen aus dem einzigen moslemisch- sekularem Staat des Nahen Ostens Syrien und sind daher (!) kultiviert, aufgeklärt, sekularisiert, vermögend und bestens ausgebildet (dank Bildungsregime Assads und dessen einst bekannter „Weltoffenheit“ in Bildungsfragen), die anderen kennen nur ein Geschlecht (das männliche), sind verbohrte Religionisten und Dshihadanfällig, ungebildete Hungerleider oder kaum sozial sprich kulturell integrierbar – Kein Vergleich mit der Gegenwart?

    Da meinst du:
    “ Teilweise passiert genau das mit Nordafrika und nahem Osten. Diesmal sind es nicht die Juden, sondern die Moslems.“ Es waren NIE „die Juden“, „die Moslems“, es waren IMMER nur die, die momentan nicht in das Konkurrenzkonzept der gerade Herrschenden passten, entweder störten, oder „überflüssig“ waren, oder die man ausrauben konnte, weil sie sich nicht wehren konnten.
    Damit gehst auch du diesem uraltem Prinzip „teile und herrsche“ auf den Leim, indem du die stets nur vorgeschobenen und vorgetäuschten Religoionsunterschiede selber weiterführst, als wären sie tatsächlich gegeben, als wären sie die Ursache für Fremdenhass und Gewalt gegen ANDERE.
    Sorry, aber wenn wir hier schon Butter bei die Fische packen wollen, dann volle Pulle und ohne etwas zurück zu halten!
    So gebe ich dir völlig recht, wenn du da meinst
    „Nichts schweißt eine Gruppe mehr zusammen, als wenn es gegen einen Feind geht. „!
    Ja, gilt leider auch für Nazis, verehrteR Ilius!

    Was wäre denn, wenn wir „Feinde“ schlicht abschaffen, wenn sie im Denken nicht nur verboten sondern gar nicht erst in diesem Kontex „Macht ergreifen“ können?
    Es gäbe dann nur „mehr oder eben weniger kooperative“ Menschen, die einander jedoch nicht am Zeuge flicken wollen, müssten, könnten,

    Dazu muss man weder Christ noch Buddhist, noch überhaupt religiös, noch „progressiv“ oder „Elite“ sein, dazu brauchen wir nur so zu sein, wie wir entstanden sind, kultürlich so leben, wie wir natürlich geworden sind – und das auf jeder Strasse verbreiten – soll doch erst mal ein anderes Argument sich auf solchen Strassen bemerkbar machen, dagegen.

    Nix mit „diesmal Nordafrika“, es sind die, die es immer sind: die von den typischen Naziargumenten nicht lassen können und diese von der einen wie von der anderen Seite oft unbeabsichtigt immer weiter am Leben erhalten und letztlich meinen, daraus ihren Nutzen ziehen zu können, welchen auch immer

    „Wir müssen aber aufpassen, daß Politiker nicht wieder ein Feindbild erschaffen, bzw. ein vorhandenes forcieren.“
    Hm, und nun?
    Hatten wir denn aufgepasst, auf „die Politiker“, oder auf uns??

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