Deutsche Werte.

Veröffentlicht: Oktober 5, 2015 in Uncategorized

anpassen

Kommentare
  1. stefanolix sagt:

    Das ist schon wieder ein guter Comic zum Nachdenken! Was beide Figuren allerdings vergessen: Religionsfreiheit muss ihre Grenzen dort haben, wo andere Freiheiten durch Religion eingeschränkt werden. Wir haben neben dem Recht auf Religionsfreiheit unter anderem: das Recht auf freie Partnerwahl, das Recht auf freie Meinungsäußerung, das Recht der Frauen auf gleiche Bildung und Berufstätigkeit – bis hin zum Recht auf Religionswechsel ohne Angst vor der Todesstrafe …

    Gefällt 5 Personen

    • „Recht auf Religionswechsel ohne Angst vor der Todesstrafe“ -ich glaube, genau das fällt unte Religionsfreiheit^^

      Gefällt 5 Personen

      • stefanolix sagt:

        Damit wird die Religionsfreiheit zugunsten der Religionsfreiheit beschnitten ;-)

        Wir müssen Religionsfreiheit auch zugunsten anderer elementarer Freiheiten beschneiden. Eine Religionsfreiheit »pur« kann es nicht geben.

        Gefällt mir

        • Liesel sagt:

          Das ganze nennt sich Grundrechtsabwägung. Da gibt es schon etliche Gerichtsentscheidungen dazu. Was ist wichtiger? Das Grundrecht auf das Briefgeheimnis oder das auf Gleichstellung von Mann & Frau? Und welches Grundrecht jetzt eingeschränkt werden muss, kann man eben nicht so pauschal entscheiden. Es gibt ja außer Art. 1 Abs. 1 (Die Würde des Menschen ist unantastbar), keine Grundrechte erster und zweiter Ordnung.

          Gefällt 2 Personen

          • stefanolix sagt:

            Mir ist klar, was Du meinst (und danke für den Fachbegriff, der mir gerade nicht einfiel!), aber zwischen dem Briefgeheimnis und der Gleichstellung von Mann und Frau sehe ich gerade keinen Grundrechtskonflikt ;-)

            Gefällt mir

          • turtle of doom sagt:

            Ein Beispiel für „Abwägungen“ ist ja die Beschneidung bei Neugeborenen. Die Religionsfreiheit der Eltern – das Baby hat ja noch keinen blassen Schimmer davon, was jüdisch, christlich, muslimisch oder pastafarisch ist – müsse man gegen das Recht auf körperliche Unversehrtheit des Kindes abwägen.

            Behaupten so einige.

            Aber ein Einwand ist hier, dass Grundrechte hier gar nicht in Konflikt geraten können und es somit gar nichts abzuwägen gibt: Vor dem einen Grundrecht des Kindes hat das Grundrecht der Eltern zurückzutreten. Der Konflikt findet gar nicht in der selben Person statt.

            Gefällt 1 Person

            • Liesel sagt:

              Aus der Sicht von Atheisten ist natürlich so eine Beschneidung aus religiösen Gründen eine abzulehnende Körperverletzung. Fast das gleiche Niveau, wie wenn man ein- oder zwei Jahre alten Mädchen Löcher für Ohrringe sticht.
              Das Problem kann sich dann Jahre später stellen, wenn das Kind erwachsen ist und seinen Eltern Vorwürfen macht: „Warum habt ihr damals nur…“ (weil es sich z.B. entsprechend ausgegrenzt vorkommt). Das geht natürlich auch in die andere Richtung.

              Gefällt 1 Person

              • „Fast das gleiche Niveau, wie wenn man ein- oder zwei Jahre alten Mädchen Löcher für Ohrringe sticht.“

                Können wir aufhören, das Abschneiden eines sensiblen Teils des Genitals mit dem Stechen von Ohrlöchern zu vergleichen?

                Gefällt 5 Personen

                • maennerpartei sagt:

                  Genitalteilamputation = Beschneidung der Grundrechte des Kindes.
                  (Die Sprache ist manchmal unglaublich sarkastisch)

                  Gefällt 2 Personen

                • Liesel sagt:

                  Können wir machen. Aber Körperverletzung ist Körperverletzung, ob nun religiös, modisch oder einfach nur gesellschaftlich motiviert. Und man muss auch angesichts der Schwere der Körperverletzung entscheiden, ob diese als Verletzung des Grundrechts & Straftat zu werten ist oder nicht. Aber solche Entscheidungen obliegen halt dem gesellschaftlich ausgehandelten Konsens.

                  Gefällt mir

                  • maennerpartei sagt:

                    Körperverletzung eines Kindes aus religiösen Motiven auf Wunsch der Eltern? Genitalteilamputation bei Unmündigen ist keine Verletzung des Grundrechts?

                    Gefällt 1 Person

                    • IULIUS sagt:

                      Die Sache wird ein wenig falsch angegangen. Art. 6 II 1 GG. „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht.“
                      Hierüber ist die Religionsfreiheit und verschiedene andere Rechte des Kindes, selbst das „Recht auf Leben und das Recht auf körperliche Unversehrtheit“ Art 2 II 1 GG grundsätzlich ausgehebelt. Im Jursitendeutsch heißt das „Güterabwägung“. Tatsächlich werden die Rechte der Eltern über die des Kindes gestellt.
                      Ausnahme, wenn es zu einem eklateten Ungleichgewicht kommt, gelten die Rechte des Kindes mehr.

                      Gefällt mir

                    • maennerpartei sagt:

                      Genitalteilamputation ist „Pflege des Kindes“?

                      Gefällt 1 Person

                    • IULIUS sagt:

                      „Genitalteilamputation ist “Pflege des Kindes”?“
                      In Deutschland nach derzeitiger Gesetzeslage.

                      Gefällt mir

                    • St. Elmo sagt:

                      In Deutschland Rechtslage, so
                      Ich darf mein Kind nicht schlagen aber aus Spaß darf ich ihm die Vorhaut amputieren lassen, aber nur wenn es ein Junge ist.
                      Die Genitalamputation bei Mädchen ist verboten.
                      Soviel zum Thema Gleichheit vor dem Gesetz.

                      Und bevor jemand Religionsfreiheit schreibt, die Genitalamputation bei Jungen ist unabhängig von der Religion, da kann man auch aus ästhätischen Gründen, langeweile oder als erzieherische Maßnahme, den Mezger aus dem Nachbardorf das Messer anlegen lassen, der dürfte ja theoretisch über die benötigte Fachkenntnis die laut Gesetz für diesen mediizinischen Eingriff benötigt werden verfügen.

                      Gefällt 1 Person

                  • turtle of doom sagt:

                    D.h. erst ab einer bestimmten Schwere der Körperverletzung kann man darüber reden, ob etwas eine Grundrechtsverletzung ist? Kurios.

                    Dass das Kind zu einem blossen Objekt elterlicher Religionsausübung degradiert wird, ist dann auch noch eine Sache. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Der Pimmel eines Neugeborenen ist aber in bestimmten Glaubensgruppen antastbar.

                    Gefällt mir

                    • Liesel sagt:

                      Anscheinend sind nur religiös motivierte Körperverletzungen schlimm. Mode bedingte Körperverletzungen werden anscheinend gesellschaftlich akzeptiert und nicht als Grundrechtsverletzung angesehen. Aber das ist eben eine Entscheidung die die Gesellschaft mit sich selber ausmachen muss.

                      Gefällt mir

                    • Robin sagt:

                      Würdest du sagen, dass eine Impfung Körperverletzung und eine Grundrechtsverletzung des Kindes ist?

                      Gefällt mir

                    • Liesel sagt:

                      Klar ist eine Impfung eine Körperverletzung. Aber sie ist zu recht eine auf einer sehr breiten Basis akzeptierte Körperverletzung. Im Rahmen der Diskussion der Grundrechtsverletzung wäre dann auch die Folgen der Impfverweigerung auf andere Menschen zu diskutieren. Auch das gehört eben zum gesellschaftlichen Konsens, dass Einzelne durch den Impfschutz der vielen gleichsam eine Art „Impfschutz“ genießen können und dadurch für diese körperliche Unversehrtheit gewährleistet ist.

                      Gefällt mir

                    • Robin sagt:

                      Fazit also: Körperverletzungen ggü. Kindern sind akzeptiert, wenn der Nutzen den Schaden überwiegt. Darum nützt es leider gar nichts, bei Beschneidungen einfach darauf abzustellen, dass es sich um eine Körperverletzung handelt und daher geahndet gehört, zumal immer wieder viele medizinische Gründe zitiert werden, die angeblich beweisen, warum eine Beschneidung sich positiv auswirkt.

                      Ich bin absolut gegen Beschneidung, aber mich ärgern Gegenargumente dieser Art, da sie so leicht ausgehebelt werden können und daher dem Anliegen allgemein schaden.

                      Gefällt 2 Personen

                    • IULIUS sagt:

                      Jede Operation ist ein Körperverletzung (Ohrlochstechen gehört M. E. auch dazu). Darum brauchen Ärzte auch immer eine Einverständniserklärung des Patienten. Dann ist es zwar immer noch eine Körperverletzung, jedoch keine rechtswidrige mehr und kann nur deshalb nicht bestraft werden.

                      Gefällt mir

                  • MiSa sagt:

                    Gerade wenn du auf die Schwere der Körperverletzung abstellst (was nicht ganz unproblematisch ist), hinkt der Vergleich zwischen Beschneidung und Ohrlöcher-Stechen gewaltig. Bei der Beschneidung wird ein funktionaler Teil des Körpers unwiderbringlich entfernt, was noch Jahrzehnte später u.U. schwere Folgen nach sich ziehen kann. Ein kleines Loch im Ohrläppchen beeinträchtigt die Funktion des Ohres nach allem, was wir wissen nicht, und kann auch wieder verschlossen werden oder zuwachsen.
                    Abgesehen davon hätte ich persönlich nichts dagegen, wenn auch Ohrlöcher-Stechen erst ab einem gewissen Alter erlaubt wäre.

                    Gefällt 2 Personen

                    • Liesel sagt:

                      Bei der Körperverletzung muss man auch zwischen dem Tatbestand des StGB („an der Gesundheit schädigt“) und dem Tatbestand des Grundgesetzes („Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“) unterscheiden. So ist eben nur die Körperverletzung strafbar die die Gesundheit schädigt. Trotzdem kann eine Handlung die eben nicht die Gesundheit beeinträchtigt als Verletzung der körperlichen Unversehrtheit wahrgenommen werden. So kann eben auch das Abschneiden der Haare bzw. Bärte als Verletzung der körperlichen Unversehrtheit angesehen werden.

                      Gefällt mir

                    • turtle of doom sagt:

                      Dann kommt hinzu, dass das Grundgesetz den Bürger vor einem übermächtigen, willkürlichen Staat schützt und nicht die Verhältnisse zwischen den einzelnen Bürgern regelt.

                      Relevant für die Grundrechte wird Körperverletzung oder Gesundheitsschädigung also erst, wenn der Staat dabei scheitert, die Grundrechte zu wahren, etwa durch Nichtverfolgung einer Straftat, oder einer Nichtbestrafung durch das Gericht.

                      Gefällt mir

                    • St. Elmo sagt:

                      Blödsinn

                      „StGB § 223 (1) Wer eine andere Person körperlich mißhandelt oder an der Gesundheit schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft..“

                      d.h. die Gesundheitsschädigung ist nicht notwendig, die bloße körperliche Mißhandlung ohne Gesundheitsschädigung reicht aus für eine Strafbarkeit nach StGB § 223.

                      Gefällt mir

            • PDQ sagt:

              Die Beschneidung von Neugeborenen ist keine Abwägung. Denn hier wird ganz klar die Religionsfreiheit eingeschränkt. Und zwar die des Kindes! Religionsfreiheit ist ein Recht einer Privatperson und bestimmt nur das Leben dieser Person selbst und nicht das von anderer. D.h. die Religionsfreiheit der Eltern betrifft nur die Eltern und darf nicht die Religionsfreiheit ihrer Kinder beeinflussen.
              (Im Grunde genommen braucht es nicht mal ein gesondertes Grundrecht Religionsfreiheit, denn eigentlich wird es schon durch das Recht auf eigene Meinung und Meinungsfreiheit abgedeckt.)

              Gefällt 2 Personen

            • Sualtam sagt:

              Genau, man kann das Recht auf Religionsfreiheit der Eltern nicht auf das neugeborene Kind anwenden.
              Es wird nicht nur das Recht auf körperliche Unversehrtheit verletzt, sondern auch die Religionsfreiheit des Kindes. Denn niemandem darf, ohne dessen Einverständnis, zur Teilnahme an religiösen Zeremonien genötigt werden.

              Der Staat hat die Rechte des Kindes besonders zu schützen, da es selbst keine Stimme hat, um das zu tun.

              Es ist doch fraglich, ob ein Recht auf Religionsfreiheit, wirklich notwendig ist. Letztlich garantiert, die Meinungs-, und Versammlungsfreiheit und die allgemeine Freizügigkeit auch genauso gut, dass man Sonntags in der Kirche beten kann.
              Man hätte nur nichts mehr in der Hand, um speziell religiöse Menschnerechtsverletzungen vor Kritik zu schützen.

              Gefällt 1 Person

          • Alex ii sagt:

            Liebe Liesel, Gleichstellung ist – zum Glück – genauso wenig ein Grundrecht wie die freie Entfaltung der Persönlichkeit beim Krematorium befüllen (auch zum Glück)

            Gefällt mir

        • Robin sagt:

          Wir müssen die Religionsfreiheit überhaupt nicht beschneiden. Die Religionsfreiheit IST schon beschnitten!

          Artikel 140, 1: „Die bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten werden durch die Ausübung der Religionsfreiheit weder bedingt noch beschränkt.“

          Erklärung dazu: https://robinsurbanlifestories.wordpress.com/2013/12/15/beschneidungsgesetz-ein-jahr-danach-unendliche-diskussionen-und-mein-nachtrag/

          Warum WEISS das eigentlich keiner?

          Gefällt 2 Personen

          • Alex sagt:

            @Robin

            Religionsfreiheit wird gewährt. Im Rahmen der „staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten“. Das kann man nicht „beschnitten“ nennen.

            Zurückgewiesen wird damit ein gesellschaftlicher, totaler Anspruch von Religion, der sich auf „Religionsfreiheit“ berufen würde.

            Gefällt mir

            • Robin sagt:

              Und du meinst „körperliche Unversehrtheit“ wäre kein staatsbürgerliches Recht?

              Gefällt mir

              • Sualtam sagt:

                Tja Robin, du hast ganz recht. Allerdings leben wir ja auch in einem pseudo-säkularen Staat, wo Grundrechte, wie z.Bsp. Schutz vor Diskriminierung, zu Gunsten der Kirchen aufgehoben werden.

                Gefällt 2 Personen

                • Alex sagt:

                  @Sualtam
                  „wo Grundrechte, wie z.Bsp. Schutz vor Diskriminierung, zu Gunsten der Kirchen aufgehoben“

                  Was meinst du damit?
                  Wieso und inwiefern hätte der Staat dafür zu sorgen, dass es keine „Diskriminierung“ in nicht-staatlichen Institutionen gäbe?

                  Was mich besonders ärgert ist, dass der Staat darauf verzichtet, dass das Arbeitsrecht in kirchlichen Institutionen nicht angewendet wird.
                  Was das bedeutet, kann sich ja jeder selbst ausmalen.

                  Gefällt mir

              • Alex sagt:

                @Robin
                „Und du meinst “körperliche Unversehrtheit” wäre kein staatsbürgerliches Recht?“

                Wie kommst du auf die Idee, dass ich sowas gemeint hätte?
                Selbstverständlich ist ein Recht auf körperliche Unversehrtheit anzunehmen. Und der Staat hätte dies unbedingt zu respektieren — er hätte die Pflicht, für diese Unversehrtheit in seinem Machtbereich, gesetzlich, zu sorgen.

                Gefällt mir

          • stefanolix sagt:

            Danke für den Hinweis, das war mir so gar nicht bewusst!

            Es liegt vermutlich daran, dass der Artikel 140 nicht direkt zu den Grundrechten am Beginn des Grundgesetzes gehört. Eigentlich müsste aber der Inhalt des Artikels 140 genau dort stehen!

            Gefällt mir

          • gerks sagt:

            Danke für den Link @Robin Hab ihn bei mir reblogged und damit auch auf Twitter verteilt. Das ist ein Link der maximalen Traffic bekommen sollte. Es wird immer wieder versucht, nicht medizinisch begründete Genitalteilamputation, zu rechtfertigen. Das einer der besten Texte dazu, der im Netz zu finden ist

            Gefällt mir

      • Heinz sagt:

        Zur Religionsfreiheit gehört auch, dass man kleine Mädchen nicht zum Tragen von Kopftüchern zwingen darf, was ja leider die Regel in entsprechenden Kreisen ist.

        Gefällt mir

        • Bombe 20 sagt:

          Heinz,

          gilt diese Logik nur für Muslime oder auch für Christen, die ihre Kinder an Weihnachten in den Gottesdienst schleifen?

          B20

          Gefällt mir

          • Michaela Lusru sagt:

            @Bombe und @heinz, lasst doch mal die vergammelten alte-Männer-Kalauer weg, die sind so alt, dass sie schon aus der Hand glitschen …
            Sucht euch lieber Argumente, lohnende, sonst wird man zu sehr daran erinnert, dass ja sehr alte Leute oft auch wie Kinder sind, aber ZURÜCKWACHSENDE

            Gefällt mir

    • quineloe sagt:

      Körperliche Unversehrtheit sollte man auch haben. Aber da haben die ganz oben natürlich Schiss bekommen.

      Gefällt mir

  2. Liesel sagt:

    1. Korinther 11,5+6: „Eine Frau, die im Gottesdienst öffentlich betet oder Weisungen Gottes verkündet, entehrt sich selbst, wenn sie dabei ihren Kopf nicht bedeckt. Es ist genauso, als ob sie kahl geschoren wäre. Wenn sie keine Kopfbedeckung trägt, kann sie sich gleich die Haare abschneiden lassen. Es ist doch eine Schande für eine Frau, sich die Haare abschneiden oder den Kopf kahl scheren zu lassen. Dann soll sie auch ihren Kopf verhüllen.“

    Über die Frauen mit ihren Kopfbedeckungen wird sich aufgeregt. Aber darüber, dass es jetzt häufiger vorkommt, dass Frauen (z. B. als Polizistinnen, Ärztinnen, Verkäuferinnen) nicht akzeptiert werden und auch schon mal in der Kaufhalle von dunkelhäutigen Männern zu hören bekommen „Frauen müssen warten.“, da findet sich auf einmal niemand. Der Alltagsrassismus ist hängt eben vor allem an der Oberfläche.

    Gefällt 2 Personen

    • Trollpogo sagt:

      Dazu braucht es nicht zwingend dunkelhäutige Männer. Da braucht es einfach dieselben Ewiggestrigen, die es mit der Emanzipation nicht so ernst nehmen und die waren schon immer in Deutschland.

      Gefällt mir

  3. tom174 sagt:

    Der Comic passt in keine der Kategorien…. hmpf.

    Gefällt mir

  4. KlausT sagt:

    Jenseits der juristischen Kategorie der Religionsfreiheit: Ich finde vollverschleierte Frauen, bei denen man nur noch einen schmalen Schlitz für die Augen sieht, beängstigend. Das ginge mir aber bei einem Mann genau so (vergleichbar: ein Mann in Ritterrüstung mit geschlossenem Gesichtsschutz). Vermutlich schaffen derartige Verhüllungen eine Distanz und eine Fremdheit, die Angst macht.

    Gefällt 2 Personen

    • turtle of doom sagt:

      Ja. Man ist ganz einfach darauf angewiesen, die Mimik des Gegenübers auszuwerten. Auch als weltoffener Mensch (mit mehr als 10% aus Afrika stammenden Mitarbeitern, mit mehr als 80% Ausländeranteil) finde ich vollverschleierte Menschen beängstigend.

      Auf der anderen Seite soll das Recht, sich derartig verschleiern zu können, gewahrt sein. Warum sollte man sein Bewegungsprofil gegenüber Überwachungskameras offenbaren, die mittlerweile zum Teil mit Gesichtserkennung arbeiten?

      Gefällt mir

      • Liesel sagt:

        Die Frage ist immer die Motivation die dahinter steckt und ob diese von der Gesellschaft akzeptiert ist. Es ist eben ein weiter Bogen von „Der Staat darf mich nicht erkennen und verfolgen“ zu „Nur mein Ehemann darf mein Gesicht, Beine etc. sehen.“

        Gefällt mir

    • Trollpogo sagt:

      Ist immer wieder lustig, in welch irrationale Ängste die Menschen verfallen…

      Gefällt mir

      • turtle of doom sagt:

        Ein Arzt mit Mundschutz ist mir auch nicht so geheuer. Bin ich nun irrational, weil ich doch wissen sollte, dass der Arzt kein Schurke ist?

        (Autisten scheinen übrigens davon zu profitieren, wenn die Mimik des Gegenübers reduziert ist, etwa gerade durch einen solchen Mundschutz.)

        Gefällt mir

      • Frank sagt:

        Vorsichtig oder ängstlich vor jemanden zu sein, der sich vor einem versteckt ist nicht irrational und schon gar nicht lustig. Weder zu wissen wer vor einem steht, bzw. seine Mimik nicht zu erkennen kann schon beängstigend sein, oder misstrauisch machen. Wer sich vermummt (ausgenommen Schutzmaßnahmen) hat für gewöhnlich nichts Gutes im Sinn. Das steckt wohl bei Einigen hinter der Angst. Ich persönlich finde es eher befremdlich, als beängstigend, aber wenn man es öfter sieht, setzt wohl der Gewöhnungseffekt ein.

        Gefällt 1 Person

  5. Muesli sagt:

    Grundsätzlich ist für mich die Frage: wo hört Religion auf als richtungsgebender Faktor? Wenn man das Recht auf Religionsfreiheit anguckt, dann ist das ein persönliches Recht: Jeder darf für sich bestimmen, welcher Religion er oder sie anhängt, oder ob man evtl. auch komplett ohne Religion auskommt.

    So weit, so nutzlos im Alltag. „Religion“ heißt nämlich oft mehr als „das, woran ich glaube“. Für viele ist es „das, wonach ich mein Leben ausrichte“. Und weil Leben auch immer soziales Miteinander ist, und die meisten Religionen Regeln fürs Miteinander aufstellen, fangen hier die Reibungen an. Denn jemand anderes, der Regeln fürs Miteinander aufstellt, das ist der Staat.

    Und beim Islam haben wir jetzt zudem das Problem, dass er von vielen zeitgleich als Religion und staatliches Konstrukt gesehen wird. Sprich: die im Westen vorherrschende Trennung von beidem scheint hier nicht selbstverständlich gegeben.

    Und daraus resultiert imo viel von der Reibung. übrigens nicht nur gegenüber dem Islam. Wie schon in den Kommentaren erwähnt gab es auch mit der Beschneidung so einen Konflikt, bei dem letzten Endes der Staat die Menschenrechte und das Grundgesetz der Religion untergeordnet hat. Auf der anderen Seite war es bei der Scheidung so, dass der Staat da die christliche Religion eher nebenher laufen lässt: Staatlich neu heiraten inzwischen kein Problem, kirchlicher Segen dagegen ist von dieser Entscheidung nicht abhängig. Wie die (vorwiegend katholische) Kirche dagegen in der Praxis die Gleichberechtigung bzw. Nicht-Diskriminierung von Mann und Frau hhandabt, auch das wäre ein solcher Reibungspunkt.

    Jedenfalls, ich denke dass hinter einigem Misstrauen gegenüber dem Islam eben tatsächlich diese für den Laien schwere Einschätzbarkeit steht, wie gut sich die Religion hier vom Willen zur politischen Aktion trennen lässt.

    Gefällt mir

    • Liesel sagt:

      Der Staat ist ja nichts irgendwie separates, von den Menschen und deren Einstellungen getrenntes. Es gibt das schöne Wort „Gesellschaftsvertrag“. Im Grunde ist der Staat nichts anderes. Es ist der gemeinsame Konsens in dem sich ein Großteil der in einem Gebiet lebenden Menschen zusammenfinden und ihr Miteinander vereinbaren. Und mit jeder Veränderung (Reformation, Aufklärung, wirtschaftliche Entwicklung etc.) muss dieser Konsens geändert und neu verhandelt werden.
      Und vielleicht kommt jetzt mit dem Islam wieder eine neue Komponente hinzu, die im Rahmen des Gesellschaftsvertrages „Deutschland“ berücksichtigt werden muss.

      Gefällt mir

      • Muesli sagt:

        Eben – „Staat“ setzt sich aus vielem zusammen. Gerade in Demokratien wählen Menschen ja ihrer Gesinnung entsprechend, und die ist gerne von der Religion mitgeprägt. Und so „soll“ das ja sein, so ist das vorgesehen: Demokratie ist die Summe seiner Wählenden (mit all seinen Vor- und Nachteilen).

        Aber da gibt es dann eben diese Befürchtung: „was, wenn sich die Leute nicht an den Gesellschaftsvertrag halten?“ Für mich persönlich war das schon der Fall, als die jüdische Gemeinde bei der Beschneidungsdebatte mit einem erneuten Auszug aus Deutschland gedroht hat. Und selbst kann es gut sein, dass sie es nicht als Druckmittel verstanden haben, sondern lediglich die Konsequenzen eines Verbots illustrieren wollten. Faktisch aber war es halt ein Baustein dahingehend, dass sich Religion am Vertrag (z.B, durch das Grundgesetz festgeschrieben) vorbeimogeln konnte.

        Dieser Vertrag also steht in den Augen einiger Menschen auf wackeligen Beinen bzw. hat keine besonders tüchtigen Verfechter. Was also, wenn eine Menge Menschen ankommen, deren Religion explizit als Ziel hat (oder zumindest so gesehen wird), Staat zu machen?

        Gefällt 1 Person

        • Liesel sagt:

          Der Fall mit der jüdischen Gemeinde ist ja für Deutschland auf Grund seiner Geschichte und auch der Geschichte der Juden etwas spezielles. Der Aufschrei wäre schon enorm gewesen, wenn die Deutschen gesagt hätten: „Dann geht doch.“

          Wenn irgendwelche anderen ggf. religiöse Gemeinschaften der Auffassung sind, dass Deutschland nicht mehr ihre Heimat sein kann, weil sie mit dem „Staat“ nicht mehr übereinstimmen und das Land verlassen, wird es wahrscheinlich kaum ein großes Echo auslösen.

          “Was, wenn sich die Leute nicht an den Gesellschaftsvertrag halten?” Dafür ist dann in der Regel die Justiz zuständig.

          Spannend wird es dann, wenn die Anzahl der Leute, die mit dem Gesellschaftsvertrag nicht (mehr) einverstanden sind, groß ist und allein durch diese Menge der Konsens kippt. Entweder es gelingt auf friedlichem Wege im Rahmen z.B. der vorhandenen Institutionen einen neuen Konsens zu schaffen oder es wird ein kriegerischer Weg. Beispiele für beides gibt es in der Geschichte genug.

          Ob jetzt der Islam eine große Herausforderung für unsere Gesellschaft und den Gesellschaftsvertrag ist oder sein wird, werden wir sehen. Genauso wie wir noch gar nicht abschätzen können, welche Auswirkungen auf unsere Gesellschaft dieser Zustrom von Flüchtlingen hat.

          Gefällt mir

        • Idahoe sagt:

          Ein Staat ist nichts anderes als Religion, der Gott heißt hier nur Geld…

          Das eine existiert so wenig wie das andere, beides beruht auf Glaube.

          Ein Gesellschaftsvertrag ist lediglich eine passende Erzählung, das war es auch schon.

          Gefällt mir

          • Lomi sagt:

            „Ein Staat ist nichts anderes als Religion, der Gott heißt hier nur Geld…

            Das eine existiert so wenig wie das andere, beides beruht auf Glaube.“

            Das sehe ich anders: Der Staat beruht nicht auf Glauben, sondern auf Gewalt. Der Staat ist eine Form der Herrschaft und diese ist abgesichert durch einen Gewaltapparat. Dabei ist „Gewalt“ bitte nicht wertend zu verstehen, sondern als schlichter Fakt. Mit Hilfe von Polizei oder Armee oder Geheimdiensten setzt der Staat seine Herrschaft durch. Das ist ein sehr irdischer und vollkommen unreligiöser Vorgang. Man muss nichts glauben, man muss nur davon ausgehen, dass die Gewaltandrohung des Staates irgendwie real ist.

            In den westeuropäischen Staaten gibt es zudem das Recht, eine vollkommen rationale Konstruktion, die auch keinen Glauben erfordert. Das Recht regelt erlaubtes und verbotenes. Rechtsverstöße rufen den Gewaltapparat des Staates auf den Plan. Daran ist nichts mystisches.

            Religion tickt in der Regel doch etwas anders, man hat die Unterscheidung zwischen heilig und weltlich. Zum Heiligen bekommt man nur Zugang durch religiöse Praxis und in der Regel durch Priester. Mit dem Heiligen ist die Vorstellung von Transzendenz verbunden, also einer außerweltlichen Macht. Daran geknüpft sind Moralen und Regeln, die vom Heiligen ausgehend das Leben regeln sollen.

            Gefällt 1 Person

            • Mike Macke sagt:

              So sehr Du (Lomi, 5.10., 14:55) hinsichtlich Staatsgewalt auch Recht hast: Auch Religion *versucht* zumindest dasselbe, nämlich Gewalt auszuüben.

              Das war in Deutschland („Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation“, siehe z.B. den „Canossagang“ und die kirchliche Justiz bzw. Inwquisition) und vielen anderen Ländern lange möglich und ist es noch heute in manchen mehr (Iran, IS – sofern man diesen „Staat“ nennen darf), in anderen etwas weniger (z.B. Irland, nach Bassam Tibi das „muslimischste“ Land der Welt, z.B. hinsichtlich Abtreibungsregeln bis vor kurzem, oder auch DE, wo die stärksten Parteien sich explizit religiös, nämlich „christlich“ nennen und etablierte Religionen viele Sonderrechte genießen).

              „Moral und (insbesondere) Regeln“ gibt es staatlicherseits ebenso wie auf religiöser Basis. Religionen müssen nur etwas erfinderischer sein, wenn sie unveränderte Vorschriften aus der Bronzezeit und/oder dem Mittelalter auf Kernkraftwerke, Computer, Kühlschränke und Automobile anwenden, während Staaten „passende“ Gesetze formulieren und durchsetzen können, die aber auch wieder auf bestimmten Grundlagen beruhen (in der EU hoffentlich vor alem auf dem Kant’schen Imperativ).

              Und „das Recht“ ist ebenfalls eine (mehr oder weniger rationale) Übereinkunft: Zur Zeit in Europa „herrschende Meinung“ ist z.B., dass Mord mit langen Haftstrafen abgegolten ist. Diese Meinung wird nicht weltweit geteilt und kann „rational“ so wenig wie die Gegenmeinung „Rübe ab!“ begründet werden, ohne sich auf irgendwelche Prinzipien („Auge um Auge“ vs. „Todesstrafe ist abgeschafft“, Art. 102 GG) zu berufen.

              Allerdings: „Der Gott heißt Geld“ ist nur die Kurzform des Calvinismus, nach dem Gott die von ihm Geliebten als besonders erfolgreich auszeichnet. Wäre das deutsche Staatsräson, könnte man jegliche Sozialleistung abschaffen, dadurch das Bruttosozialprodukt Deutschlands ‚mal eben um die Hälfte (genau habe ichs nicht nachgegooglet) runter- und den Staat ganz schnell an die Wand fahren. Auch Idahoe kann ich somit nicht zustimmen.

              Stattdessen halte ich fest: „Der Staat“ ist die Verkörperung der Werte, die wir leben. Nicht alle Entscheidungen gefallen allen „im Staat“, aber alle haben sich an sie zu halten, und alle gemeinsam (zumindest „die Mehrheit“) können diese Werte ändern, was ja laufend geschieht, von Gleichberechtigung über Abtreibung, Sterbehilfe, aktuell Asylrecht und auch Religionsfreiheit.

              Wenn „die Mehrheit“ aber Rechte ändert, kann (zumindest bisher) jeder für sich entscheiden, ob dies noch „sein Staat“ ist. Falls nicht, kann/muss gegen die Änderung gekämpft oder emigriert werden.

              Gefällt mir

              • Michaela Lusru sagt:

                @Mike Macke sagt: Oktober 9, 2015 um 09:41

                Staat – Moral, Reich, Gott, Geld, Recht – Verkörperung von…??

                Mitnichten ist „Staat“ irgendeine „Verkörperung“, sondern Staat ist eine VERABREDUNG und hat nichts mit „Körperlichkeit“ zu tun.

                Erst recht ist Staat in der Demokratie keine Verkörperung „Unserer Werte“, denn das sind ausschliesslich wir selber im Sinne des Wortes, wir Bürger als Souverän.

                Selbstverständlich kommen viele andere Aspekte hinzu, auch wurde Staat nicht immer so verstanden und gehändelt, wenn ich allein an die Preussen-Monarchie oder an Totalitäre Staatsgebilde denke.

                Allerdings in JEDER Demokratie sind WIR BÜRGER selber wesentlichstes Element und wichtigste Kraft „der Staat“ – oder wir sind nicht Bürger, oder der Staat ist keine Demokratie.

                Sicher ist mir bekannt, dass es eine Reihe von hyper-religiösen, pseudo-anarchistischen Gruppen und extremistisch bis naiv orientierten Randerscheinungen unter unseren Menschen in der Gesellschaft gibt, die die Konstruktion Staat als gemeinsam zu erhaltendes und verabredetes Regelungswerk, die Verabredung Staat, nicht als die ihrigen begreifen, wahrnehmen oder anerkennen können oder wollen – das ändert nichts an der Demokratie und damit nichts an deren / unserer Staatsverabredung und deren Legitimität.

                Mensch konnte schon immer und kann nur im sozialen Raum, also mit und unter anderen Menschen existieren, er ist so biologisch wie als Soziales Wesen und damit nur in gegenseitiger Kooperation evolutionär entstanden und hat sich erst dadurch individuell wie gesellschaftlich dorthin entwickelt, wo er heute ist.

                Das erfordert diese eröffnenden, verpflichtenden und berechtigenden, aber auch beschränkenden Konstruktionen des Staates als „Gemeinsamen Informationsvorrat“ zur Sicherung des Funktionierens dieser Verabredungen gleich welcher Art, um friedliches und erfolgreiches „Ganzes“, als Zusammenleben durch geeigneten inneren Ausgleich der Interessen, wahren zu können.
                Und dieses „Wahren“ macht nicht „Staat“, sondern die Bürger können das nur selbst – nach diesen Regeln und Verabredungen, die sich in Staat widerspiegeln, wenn du willst: ja, das wäre ein sogar wichtiger WERT.

                Tun sie dies nicht, diese Bürger, geraten wir in „Pegidische“ und ähnliche spaltende eigentlich völlig überflüssige weil nichts verändernde Situationen, die nicht etwa durch ausgrenzende Zuweisungen zu eskalalierendem Handeln „des Staates“ zu verstärken sind, sondern durch kluge politische Voraussicht in demokratische Teilhabe um zu formen sind – nur dafür, für die Schaffung und Sicherung dieses demokratischen und intelligenten Ausgleiches wird Demokratie benötigt, werden Vertreter des Volkes gewählt und Regierungen bezahlt.

                Findet das massenhaft nicht statt, ist etwas falsch gelaufen „im / an dem Staate Dänemark“ …

                Alles Gerede um diesen Fakt drumherum einschliesslich der Betonung imaginärer weil inzwischen leider verspielter „Werte“ (auf allen Seiten) ist dann nur noch lediglich das ausgeformte Armutsbekenntnis untauglicher Politik und verschlimmert die Eskalation zwingend.

                Wenn es „deutsche Werte“ oder eine „europäische Wertegemeinschaft“ gibt, so basieren diese auf einzig auf den nationalen KULTürlichen Gemeinsamkeiten und nicht auf NATürliche Erbschaften von was auch immer, sind also ausschliesslich erworbene, erarbeitete und nur gelebte Werte oder keine.

                Wer die nationalen KULTürlichen Identitäten wie Sprache, Traditionen, lokale Eigenarten und Bereitschaften zum friedlichen Ausgleich nach gemeinsamen Verabredungen (Staat) samt gegenseitiger Hilfe und Rücksichtnahme nicht als den erforderlichen unentbehrlichen KITT, als die tragfähige Konstruktion für erbauliches staatliches Funktionieren der Demokratie begreift, hat keine Chance, demokratisches Staatswesen dauerhaft, friedlich und erfolgreich zu bewirken.

                Es gibt so Staaten für eine Nation (wie evtl. Schweden)als Nationalstaaten, oder für mehrere Nationen, die Nationalitätenstaaten (wie etwa Russland oder die USA oder etwa Deutschland) – und keiner davon kann es sich leisten, beim Verbund solcher Staaten wie z.B. in der EU, auf diesen tragenden KITT der eigenen NationEN zu verzichten, bei Strafe ihres Unterganges.

                So der Staat die gemeinsame Verabredung ist, ist / sind die Nationen die Fundamente für deren Existenz und Berechtigung, wozu auch der grundsätzlich gleichberechtigte Umgang ALLER (!!!) Menschen zu zählen ist, wenn es sich dabei um Demokratien handeln soll.
                Also nein:
                Staat ist mitnichten „Verkörperung“ von etwas, und „Werte“ an den Nationalitäten vorbei sind keine, keine legitimierten.
                Kein Privatuum, wie z.B. ein privates Schiedsgericht, ist irgendwo befugt, über diese gemeinsamen gesellschaftlichen Werte und deren Handhabung zu verfügen – es sei denn, totalitäre Staatsgebilde handeln so – in ABWESENHEIT von DEMOKRATIE.

                Der Wert TTIP in seiner gedachten Werdung, ist ein solcher intransparenter antidemokratischer und damit Demokratie zerstörender „Wert“, er verrät die Interessen des Volkes, der Völker, und das an grundsätzlichen mühsam erarbeiteten VERABREDUNGEN der Gesellschaft.
                Wer diese TTIP&Co vertritt, ist nicht nur Demokratie- sondern auch Verräter am Souverän, Volksverräter.

                Soviel mal eben zu Staat, Werten, Demokratie usw. ob in Deutschland oder anderswo ….

                Gefällt mir

  6. Zaza sagt:

    Im Islam steht auf Religionswechsel die Todesstrafe. Nicht nur beim IS. Das ist islamischer Mainstream.

    Sobald der Islam an der Macht ist, ist es vorbei mit der Religionsfreiheit.

    Gefällt mir

  7. Idahoe sagt:

    Was bedeutet Deutsch?
    Was sind Werte?

    Gefällt 1 Person

  8. wordBUZZz sagt:

    Und dennoch dürfen Lehrer (offiziel) meines Wissens weder einer Religion anhängen, also besonders streng oder in einer Partei sein.

    Dazu: Eigentlich herrscht in Deutschland die Vorschrift, dass jeder Schüler am Schulsport teilnehmen sollte… Auch am Schwimmunterricht und dann gibt es (leider) wieder Beschwerden von Eltern warum das „Mädchen mit dem Kopftuch“ nicht mitmachen darf…

    Wie löst man das Problem?
    Btw: Bin für Religionsfreiheit, aber habe einfach nich keine Lösung für das „Problem“ gefunden…

    Gefällt mir

    • IULIUS sagt:

      „Und dennoch dürfen Lehrer (offiziel) meines Wissens weder einer Religion anhängen, also besonders streng oder in einer Partei sein.“
      Die dürfen beides sein, sie dürfen nur nicht im Unterricht damit Werbung machen, oder die Schüler andeerweitig damit beeinflussen. Umsonst sind nicht so viele Lehrer Abgeordnete..
      http://www.welt.de/politik/deutschland/article120658549/Diese-Berufsgruppen-vertreten-das-deutsche-Volk.html

      Gefällt mir

      • wordBUZZz sagt:

        Hmmm… Also könnte rein theoretisch ein Lehrer in der NPD sein, wie nett. Dennoch Danke

        Gefällt mir

        • IULIUS sagt:

          Solange die NPD eine durch die Verfassung gedeckte Partei ist, ja.
          Etwas anderes würde gegen Art 9 verstoßen. Wobei Art 21 GG zu beachten ist.

          Gefällt 1 Person

        • Michaela Lusru sagt:

          @wordBUZZz sagt: Oktober 5, 2015 um 19:31
          Schau mal nach unter Demokratie. Willst du sie, so ist sie mitnichten (nur) deine, sondern auch die der anderen, ob du da was magst oder nicht, oder dich jemand oder nicht, interessiert Demokratie, ein Prinzip des Zusammenlebens großer Gemeinschaften, nicht.
          Demokrati soll nicht der Durchsetzung der Interessen Einzelner sondern dem AUSGLEICH derer Aller dienen, da sonst überflüssig.
          Nur wer sich dazu bekennt, ist Demokrat.

          Gefällt 1 Person

          • wordBUZZz sagt:

            Ähnlich dem Utilitarismus… Was Demokratie ist, weiß ich sogar…

            Gefällt mir

            • Lusru sagt:

              @wordBUZZz sagt: Oktober 19, 2015 um 23:43

              „Ähnlich dem Utilitarismus… Was Demokratie ist, weiß ich sogar… “

              Nun, etwas schwierig, Eine Ethik mit einer Form der Gesellschaftskonstruktion zu vergleichen, aber wenn dir dann so ist …
              Du sagst ja, du weißt, was Demokratie – nicht Demo der Kratie – ist, manche meinen ja, DEMOkratie käme von DEMOnstration und das sei es dann gewesen

              Gefällt 1 Person

    • Zeddi sagt:

      Schwieriger, wenn auch für viele praktisch durchaus relevanter fall, das ist so eine Grenzgeschichte imho, ich finde es grundsätzlich nicht okay wenn Eltern Kinder irgendwelche teile der Schule aus welchen dubiosen gründen auch immer vorenthalten wollen. Egal ob Schwimmunterricht oder Sexualkunde oder aber auch ggf. die Evolutionsgeschichte e.t.c. was ja von einigen extremistischen Christenverbänden nicht nur in den USA so fordern.

      Gleichzeitig denke ich das keine Welt zusammenbricht wenn am Schwimmunterricht, der ja idr keinen Großen teil der Schulzeit ausmacht, einige Schülerinnen nicht teilnehmen.

      Da einen zwang zu schaffen würde imho auch nicht okay sein, dazu ist das was dem Kind da vorenthalten wird imho nicht „stark“ genug. Vergleichbar imho mit Kochunterricht oder textiles gestalten oder so. Fällt ja auch alles Regelmäßtig an schulen Budgetgründen aus. Anders würde es z.B. bei „normalen“ Unterricht aussehen, wir haben uns nicht umsonst für eine Schulpflicht in Deutschland entschieden, das hatte einen tieferen sinn, auch um allen Kindern im großen und ganzen vergleichbare Chancen sofern möglich zu bieten.

      Gefällt 1 Person

  9. … und Ehrlichkeit, Geradlinigkeit gehört mit dazu. Ein Deutscher bezahlt seine Steuern in Deutschland und bleibt in Deutschland wohnen!

    Gefällt mir

    • Michaela Lusru sagt:

      @Wolfgang Russ sagt: Oktober 5, 2015 um 19:17
      Und da ist es wieder, das teutscheste Teutsche:
      „Ein Deutscher bezahlt seine Steuern in Deutschland und bleibt in Deutschland wohnen!“
      Punkt!
      Basta (ohne rd)!

      Und keiner kann erklären, warum denn das nun teutsch sein soll …

      Ach liebe Werte kommt endlich in die Gemeinschafft
      wollen sehen, was ihr da alles reinschafft,
      Steuern gleich mit
      das macht das schön fit
      wollen sehen was teutsch –
      das wäre dann auch EU-keusch,
      beileibe nicht umgekehrt
      das sei mal lieber uns verwehrt.
      Deutsche Werte ist wie sächsisch Suppe:
      Leipziger allerlei, Kartoffeln und Nudeln als Puppe
      nein nein, nicht sächsisch -religiös,
      das sind das nur 25 %
      christlich regiert – völlig ungeziert
      der schäbige Rest ist areligiös
      was kaum einer kennt
      doch ob das nun teutsch oder deutsch
      bekommen wir erst übermorgen,
      dann brauchen wir uns keine Menschen mehr zu borgen,
      denn alle sind dann zwar deutsch
      und endlich keiner mehr teutsch
      ohweiha, oha, ei, ei,
      reim dich oder man frisst dich
      wegen teutscher Werterei
      nur Sorgen wegen Borgen
      und nicht nur morgen
      Europa soll genesen
      am – natürlich: teutschen Wesen
      So kommt herbei ihr Werte,
      wer immer euch da nährte,
      gebt euch endlich teutsch
      dann machen wir euch deutsch….

      Gefällt mir

  10. Thomas Gerbholz sagt:

    Zum Thema Werte, Grundrechte, und Gesetze muss man vielleicht zusammenfassend noch beitragen, dass sich diese Begriffe klar unterscheiden und zu gerne durch einander gewürfelt werden.
    # Grundrechte:
    Kannste nicht einklagen, sind eigentlich Sache der Gesetzgeber und deren offizielle Richtschnur – das ist sozusagen unsere Leitkultur, wenn man den Begriff (hier zu Lande) irgendwie zuordnen will.
    # Gesetze:
    Werden Dir von Menschen serviert, die meinen, Deine Werte zu vertreten. Meistens meinen sie damit, dass sie mit den Gesetzen die Werte vertreten, die Du haben solltest. Du kannst Dich über die Gesetze in der Regel nur dann beschweren, wenn sie – vermutlich – nicht grundrechtskonform sind.
    # Werte:
    Gehören zu genau der Kultur, die vom einzelnen vertreten und gelebt wird. Ich kenne keinen – nicht einmal einen Juristen – der behaupten könnte, dass alles was er denkt/liebt/schlägt, auch nur annähernd sicher dem Geist der Gesetze entspricht.

    So, jetzt tauscht mal die Stichworte in den Sätzen aus und versucht, die entstandenen Fehler zuzuordnen – das ist nicht einfach.
    Kann man Werte einklagen? Ja, das wird ständig zugelassen.
    Gehören die Grundrechte zu unserer Kultur? Ja, wenn man sie für Werte hält.
    Sind Gesetze allein Sache des Gesetzgebers? Ja, sofern die da oben immer die da oben sind.

    Ach ja, Kultur im Sinne von Tradition und die Religion haben eigentlich ebenso wenig mit einander zu tun, denn
    # Religion:
    ist meistens konservativ, weil sie eine festgeschriebene Wahrheit gegen alles durchsetzt
    # Tradition:
    ist meistens konservativ, weil sie Menschen über gute/schlechte Gewohnheiten verbindet

    So, gleiches Spiel noch einmal:
    Ist Beschneidung ein Gottesgebot? Nein, oft ist nur es eine Tradition, die nun auch Imame ablehnen.
    Ist die Todesstrafe ein Gesetz? Oft, es ist aber eine gute Frage, ob sie ein Gottesgebot sein kann/soll.

    In den Medien, wo Journalisten eigentlich mit Worten gewissenhaft umgehen sollten, drängt sich einem manchmal der Verdacht auf, dass man gerne die Dinge bewusst durcheinander würfelt, um eine ewig dauernde ziellose Diskussion anzufachen.

    Vielleicht reicht es aus eine Gesellschaft zu haben, die auf Andersdenkende (einschließlich des brauenen Drecks) nicht zu heftig und repressiv reagiert bzw. nicht darauf angewiesen ist zu heftig und repressiv zu reagieren (ja, auch was „Rede“-Freiheit angeht), indem wir einfach genügend Zeit und Puffer für gesellschaftlichen Wandel garantieren. dafür sollte man die Begriffe aber auch ordnen.

    Dann bleiben wohl viele extreme Ideen nach gewissenhafter Prüfung langfristig auf der Strecke.

    Gefällt mir

  11. Michaela Lusru sagt:

    @Thomas Gerbholz sagt: Oktober 6, 2015 um 10:23
    Ich weiß ja nicht, ob die Benennung von Anderssdenkenden mit „braunem Dreck“ nur dein beschränktes Argumentationsniveau oder tatsächlich deine „Werte“ wiedergeben, ist auch egal, denn das hebt deine gesamte Darlegung schlichtweg einfach auf und schiebt es in die Rubrik „konstruktiver Journalismus“ als Tarnbezeichnung für undemokratisch gebriefte Propaganda.

    Gern hätte ich mich auf einige deiner Überlegungen näher (und nicht nur negativ-kritisch sondern auch positiv kritisch) eingelassen, jedoch wer sich erlaubt von Werten zu sprechen, in Zusammenhang mit Gesetzen und Grundrechten, hat nicht begriffen, dass Grundrechte ALLEN Menschen zustehen, Gesetze von ALLEN Menschen zu befolgen sind oder man setzt sich der rechtlichen Verfolgung aus, und Werte die Basis für beides sein müssen, da diese sonst nicht das sind, was sie dann nur vor Gaukeln.
    Solltest du also ernthaft Interessen verfolgen, die Werte, Grundrechte und Gesetze zu festigen und durchzusetzen, rate ich dir zu aller erst, deine zwischenmenschliche Artikulationen gegen Andersdenkende von der Manie und Methode dieser da Gemeinten deutlich abzusetzen und sich nicht der mit diesen so eher zwangssychronisierten menschenunwürdigen Ausdrucksweise zu bedienen.

    Wer Anderen Werte-Ratschläge und -Forderungen erteilen möchte, sollte zuerst zeigen, dass er selber verstanden und verinnerlicht hat, worüber er da reden will.

    Im übrigen solltest du dich entscheiden, ob du dich im demokratischen Kontext oder außerhalb dessen mit deinen Erklärungen bewegen möchtest.
    Dieser verläuft von rechts (!) nach links (!) und so im Kreis und schliesst dabei ALLE Demokraten ein und ALLE Extremisten aus.

    Ein anderes Verständnis beendet die Demokratie oder schließt dieses aus der Demokratie aus.

    Wesentlichstes Disziplinierungsinstrument und Aktivierungspotential aller Demokraten für alle Demokraten ist die TEILHABE an der Demokratie mit Pflichten und Rechten ohne Stigmatisierung, Beschimpfung und Diskriminierung.
    Alles andere stört oder beendet Demokratie, wie gerade die deutsche Geschichte bereits mehrfach leidvoll bewies.
    Merke:
    Für einen wahren Demokraten sind Menschen NIE „Dreck“, kein einziger!
    Es sei denn, er will nur hohle Propaganda betreiben – was für eine peinliche Entgleisung am Ende deiner Überlegungen, gegen diese wirkend.

    Gefällt mir

    • Michaela Lusru sagt:

      Ach ja:
      mit „braunem Dreck“ werden in Amiland gern und öfter mal die dunkelhäutigen Mitbürger von den US-Nazis bezeichnet, sollte das nun hier eine Leihgabe aus dieser rassistischen Ecke sein, eventuell unbedacht benutzt? Oder schon in Routine über gegangen …

      Gefällt mir