Sozial

Veröffentlicht: Oktober 22, 2015 in Uncategorized

care

Kommentare
  1. Trollpogo sagt:

    Ich hab zwar nie einen Menschen getroffen, der so etwas wie Linksi wortwörtlich von sich gegeben hat, aber wenn, dann würde mir wahrscheinlich die Hand ausrutschen.

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  2. Das Durchschnittsgehalt einer Erzieherin liegt bei 2700 E. http://durchschnittseinkommen.net/gehalt-kindergaertnerin/
    Das finde ich jetzt nicht so wenig

    Altenpfleger bei 2000
    http://durchschnittseinkommen.net/altenpfleger-gehalt/

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    • rocko sagt:

      wo arbeiten denn noch ausgelernte? meist gibt es eine gelernte kraft zu 4 ungelernten billiglöhnern! 2700€ bekommen die wenigsten und im osten ist es sowieso weniger. altenpfleger pflegen hier hauptsächlich ex nazis. das sollte unter strafe stehen und nicht entlohnt werden. und kindergarten und altenheime sind eh symptome dieser krankhaften gesellschaftsform, die menschen von ihrer familie trennt, um ‚karierre‘ zu machen für nichts und wieder nichts, weil man am ende eh zu staub wird und NICHTS mitnehmen kann, AUSSER der gewissheit etwas mit seinem leben gemacht zu haben. die meisten halt was SCHLECHTES und SINNLOSES, aber diesen leuten ist das genug, weil sie das dahinter nicht kennen. ihr pech. dummheit und ignoranz sind willentliche entscheidungen. auch wenn das schulsystem und das fernsehen die ausbildung der ignoranz FÖRDERN, so ist ein JEDER selber schuld. pathologische psychopathen haben es möglich gemacht und die dummen machen es nach, obwohl es falsch und dumm ist. naja ich guck mir das hier weiter an

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      • Wow, ein erleuchteter und weiser Geist.

        Weißte, Rocko, nur weil Du von Nazikriegsverbrechen aufgezogen wurdest mußt Du Deinen Quark nicht unbedingt hier reinkübeln, immerhin treibt sich hier mindestens ein Mensch herum, der schon seit Jahrzehnten Nazis verhätschelt, nur um Dir diese krankhafte Gesellschaftsform um die Ohren zu hauen, und zwar aus schierer Berechnung.

        Und weißt Du, was ich als nächstes tue, oh Du einziger aller Gesunden? Aus reiner Dummheit, die mich daran hindert, Deine Genialität zu preisen?

        Ich nenne Dich einen geifernden Laberhannes!

        Da hastes!

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    • IULIUS sagt:

      Das bedeutet, das Einkommen einer Kindergärtnerin liegt kanpp über dem „Durchschnittseinkommen“ in Deutschland.
      http://de.statista.com/themen/293/durchschnittseinkommen/

      -> Wer jammert, dem fehlt nichts.

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    • Ich arbeite in der Pflege, 3-jährige Ausbildung (also examiniert) und in der Einrichtung seit mehr als 13 Jahren beschäftigt, gehe mit rund 1.400 Netto/Monat nach Hause. Wenn man da dann noch Unterhalt für Kind und Miete plus laufende (Neben-)Kosten abzieht, bleibt da tatsächlich nicht viel…

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      • Meine Schwester (HEP) hat damals von einer älteren Verwandten gesagt bekommen: „Das ist aber viel für ne Frau!“ -.-

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        • Michael sagt:

          Wann war damals? Und hat einer von euch der älteren Verwandten mal erklärt dass das Arbeitsgehalt ist und nicht Taschengeld vom Mann.

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      • IULIUS sagt:

        Wo arbeitest Du und vor allem wieviele Stunden in der Woche?
        Dann würde mich noch die Steuerklasse interessieren.

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      • Das sind ja dann tatsächlich 2.000 Brutto, wenn ich richtig rechne.

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        • (gerechnet mit Steuerklasse II und 0,5 Kinderfreibetrag)

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          • St. Elmo sagt:

            Ob Lohnsteuer 1 oder 2 ist ziemlich wuppe.
            Da der Jahres Steuertarif imer identisch ist, egal welche Steuerklasse man hat

            Der einzige Unterschied ist das du bei Lohnsteuer 2 Wohl eher Nachzahlen musst oder nix zurück bekommst und bei 1 ne eher eine Steuererstattung zu erwarten ist.

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            • IULIUS sagt:

              Bei Steuerklasse II bekommst Du gem §24b II 1 EStG einen Entlastungsbetrag für Alleinerziehende in Höhe von 1.908 Euro für das Erste berücksichtigungsfähige Kind. Für jedes weitere Kind 240 Euro zusätzlich. (§24b II 2 EStG)
              Ansonsten ist es das genau das gleiche wie Steuerklasse I oder IV.

              Nachzahlen muß man im allgemeinen bei Zusammenveranlagung (Veranlagung von Ehegatten) und Wahl der Steuerklassen III + V.

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              • St. Elmo sagt:

                Nachzahlen kannst du auch bei 1 oder 2 oder 4

                Wie gesagt der Steuertarif ist immer der Gleiche egal welche Steuerklasse
                alles andere würde gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz aus dem GG verstoßen

                2 ist halt mit extra freibetrag fürs kind ändert aber nichts am Steuertarif sondern reduziert dein zu versteuerndes Jahresgehalt.

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    • themalgot sagt:

      Ich kenne übrigens Software-Ingenieure, die im Osten für weniger gearbeitet haben.
      Also im Vergleich zu den Altenpflegern.

      Und wenn ich daran denke, wie groß der gesundheitliche Tribut ist, den dieser Beruf fordert, immerhin 8 Stunden täglich sitzen, mindestens, finde ich, ist das eine unverschämtheit, der man mal Aufmerksamkeit widmen sollte.

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  3. Na ja, bei VW wurden die Manager bestimmt auch unterbezahlt und waren total überarbeitet …🙂

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  4. EinFan sagt:

    Linksis Aussage vermischt zwei Punkte: Hängt die Bezahlung an der notwendigen Qualifikation oder am Wert, den ein Beruf schafft?

    Das blöde ist, dass Berufe in der Wirtschaft durch Multiplikation immense Werte schaffen können. Wenn ich ein Tool schreibe, was man 10.000 mal verkaufen kann, oder ein Designer ein iPhone designt, das mehrere Millionen mal verkauft werden kann, dann sind dadurch theoretisch immense Stundensätze berechtigt. Bei Berufen im Sozialen Umfeld gibt es da Höchstgrenzen, bzw. fällt die Qualität bei höheren Betreutenzahlen extrem ab. Mehr als 20 Schüler oder 10 Kindergartenkinder oder x? Pflegebedürftige kann eine Person nun mal nicht betreuen. Egal wie top qualifiziert sie ist.

    Obwohl … mein Vergleich hinkt. Den Softwareentwickler oder Designer müsste ich mit Schulleitern oder so gleichsetzen. Dann passt der Faktor auch. Die, die tatsächlich am einzelnen Kunden oder Produkt arbeiten, sind dann eher die Fließbandarbeiter, Handwerker und Dienstleister. Ich schätze dort ist der Unterschied der Bezahlung zu den sozialen Berufen dann verschwunden.

    … und wenn ich manchmal die Gehälter von befreundeten Lehrern oder Erziehern höre, dann fällt mir ehrlich gesagt die Kinnlade runter. Die verdienen besser als die meisten, die ich aus der Industrie kenne und NICHT Projektleiter o.ä. sind.

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    • Lomi sagt:

      „Das blöde ist, dass Berufe in der Wirtschaft durch Multiplikation immense Werte schaffen können.“

      Sozialberufe schaffen gar keine Werte im Sinne von Verkaufserlösen auf einem Markt. Sozialberufe können daher nicht verglichen werden mit Produktionsberufen. In Produktionsberufen amortisiert sich die Investition in den Lohn idealerweise. Die Löhne für Sozialberufe sind im Grunde „rausgeworfenes Geld“, zumindest im engverstandenen ökonomischen Sinne. Man kann hier kaum Gewinn machen. Gewinn ist da einfach ein schlechter Maßstab, die falsche Logik.

      Sozialberufe verwirklichen gesellschaftliche Werte und dies in einem eher moralischen Sinn. Jeder will im Alter möglichst gut versorgt sein und eine verlässliche Pflege erhalten. Alle wollen, dass ihre Kinder bestmöglich beschult und betreut werden. Keiner will im Krankenhaus vernachlässigt werden, nur weil es ökonomischer wäre. Alle wollen, dass die je eigene individuelle Gesundheit Priorität hat für das Agieren von Ärzten und Pflegepersonal.

      Das kostet natürlich Geld. Aber es ist ein zivilisatorischer Fortschritt, dass das Leben des Einzelnen so viel wert ist, dass sich die Gemeinschaft darum bemüht: sich kümmert um die Bildung, um die Pflege und um die Hilfe für Gestrauchelte. Der Grundgedanke ist hier, dass das Leben des Einzelnen zählt, ganz unabhängig davon, ob er reich oder arm oder nach ökonomischen Gesichtspunkten nützlich ist.

      Das macht den Fortschritt aus gegenüber Gesellschaften, wo es auf den Einzelnen nicht ankommt und wo er, wenn er verzichtbar geworden ist, links liegen gelassen wird.

      Anfang des 20. Jahrhunderts war es in Österreich üblich, Knechte, wenn sie krank wurden, in die Scheune zu verfrachten und dort sterben zu lassen. Man wurde also mehr oder minder entsorgt. Kein Mensch will das heute wieder so haben. Das hat aber seinen Preis.

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      • „Sozialberufe verwirklichen gesellschaftliche Werte und dies in einem eher moralischen Sinn. Jeder will im Alter möglichst gut versorgt sein und eine verlässliche Pflege erhalten. Alle wollen, dass ihre Kinder bestmöglich beschult und betreut werden. Keiner will im Krankenhaus vernachlässigt werden, nur weil es ökonomischer wäre. Alle wollen, dass die je eigene individuelle Gesundheit Priorität hat für das Agieren von Ärzten und Pflegepersonal.“

        Die eigentliche Frage ist im Altenbereich doch: Wer soll es bezahlen? Lohnerhöhungen müssen ja in irgendeiner Form weitergegeben werden und das ist im Gesundheitswesen eben schwierig.

        Wenn es die Alten selbst zahlen sollen, dann müsste man die Rente erhöhen. Die hat eh erhebliche Probleme in der Finanzierung

        Wenn es die Angehörigen zahlen sollen, dann stößt man auf eine sehr geringe Akzeptanz. Sie zahlen ja schon für ihre Kinder und das eigene Haus und dann kommen noch enorme Beträge für das Altersheim? Die Freibeträge aus dem Bereich sind relativ hoch angesetzt. Die Düsseldorfer Tabelle nimmt 1.6000 Euro (nach Bereinigung des Einkommens). Die Hammer Leitlinien zB halten es noch großzügiger:

        Der angemessene Selbstbehalt eines pflichtigen Kindes gegenüber den Eltern beträgt mindestens 1.800 €. Das darüber hinausgehende Einkommen kann in der Regel zur Hälfte und bei Vorteilen aus dem Zusammenleben mit einem Partner zu 45 % dem Mindestselbstbehalt hinzugerechnet werden. In dem Selbstbehalt sind Kosten für Unterkunft einschließlich umlagefähiger Nebenkosten und Heizung (Warmmiete) in Höhe von 480 € enthalten. Hinsichtlich des Ehegatten des Unterhaltspflichtigen vgl. Nr. 22.3 u. Nr. 23.3.

        Bliebe also die Sozialkassen. Auch notorisch leer.

        Und wenn man da mehr rausnimmt, dann muss man es ja letztendlich auch weiterreichen.

        Dann stellt sich wieder die Frage nach dem politischen Gewinn, sich dort einzusetzen.

        „Die Altenpflegerinnen bekommen mehr, dafür steigen ihre Sozialbeiträge“ verärgert wahrscheinlich mehr Leute als es Leute glücklich macht. Alle wollen zwar im Alter gut versorgt sein, sie wollen aber noch lieber im Jetzt weniger Abgaben zahlen (und meinen, dass sie zur Not anders vorsorgen)

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        • IULIUS sagt:

          Pflegeberufe ersetzen im Grunde die gegenseitige Fürsorge in der Familie. Während in der Familie das ohne Gegenleistung geschieht müssen Menschen im Pflegeberufen bezahlt werden. Hier ist die Frage, a) was ist das Wert und b) was kann die Gesellschaft aufbringen.
          Ich persönlich denke das Durchschnittseinkommen ist ein akzeptabler Wert.

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      • Alex sagt:

        @Lomi
        „Sozialberufe schaffen gar keine Werte im Sinne von Verkaufserlösen auf einem Markt. Sozialberufe können daher nicht verglichen werden mit Produktionsberufen.“

        Aber sicher schaffen die „Sozialberufe“ Wertschöpfung, wie jede andere nachgefragte Dienstleistung auch. Es besteht auch kein prinzipieller Unterschied zu „Produktionsberufen“.

        Das Problem liegt in der Organisation, in der Monopolisierung der „Sozialberufe“ durch den Staat. Das drückt die Preise für die konkreten Tätigkeiten (bei Ärzten ist es ganz ähnlich). Das Geld der Allgemeinheit, zwangsweise erhoben, wird viel zu sehr abgezweigt und kommt den Dienstleistern wenig zugute.

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    • Michael Mendelsohn sagt:

      „Das blöde ist, dass Berufe in der Wirtschaft durch Multiplikation immense Werte schaffen können.“ — AltenpfelgerIn, ErzieherIn, Putzhilfe, sie alle ermöglichen, dass die „produktive Bevölkerung“ Werte schaffen kann, anstatt ihre sozialen Verpflichtungen selbst zu erfüllen. Wenn Herr Aufsichtsratsvorstand für seine alte Mutter einkaufen müsste und ihren Hintern abwischen, kannst du dir ausrechnen, was da an Produktivität flöten geht. Weswegen er seine alte Mutter wahrscheinlich (hoffentlich!) in eine privates Luxusheim mit super personalschlüssel untergebracht hat.
      Durch diese Substitution erhöhen die sozialen Berufe insgesamt auch die produktivität der Volkswirtschaft. Die Frage ist nur, ob sie auch einen gerechten Anteil daran erhalten – es sieht jedenfalls nicht danach aus.

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      • Lomi sagt:

        „Durch diese Substitution erhöhen die sozialen Berufe insgesamt auch die produktivität der Volkswirtschaft.“

        Das Argument ist nicht von der Hand zu weisen!!

        Aber ich halte es letztlich für verkehrt, alles nur durch ökonomische Gewinne zu rechtfertigen. Auch die Ökonomie ist schließlich nur dazu da, dem Leben zu dienen und nicht umgekehrt. Zentral ist also nicht Wertschöpfung, sondern die Förderung des Lebens.

        Wer alles nach seinem Beitrag für die Volkswirtschaft bewertet, tappt in eine Falle, spätestens dann, wenn das Soziale dank der Kosten doch eher eine Wirtschaftsbremse ist.

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        • IULIUS sagt:

          Das Denken in Beiträgen für die Volkswirtschaft ist ein hohles Denken. Das ist ählich wie damals die Witze über die Planwirtschaft in der DDR.
          Hohe Beiträge in der Volkswirtschaft lassen weder auf Qualität, noch auf Werthaltigkeit , noch auf Wohlstand schließen. Unsere Müllberge lassen grüßen.

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      • St. Elmo sagt:

        Ist halt nur Blöd das 90% der Bevölkerung deutlich weniger verdienen als der Aufsichtsratsvorsitzende oder Vorstandsvorsitzende.
        Und sich ein Durchschnittsrentner keine Pflegekraft leisten könnte.

        Und wenn man mal auf das Thema Erzieher eingeht.

        Die Erzieherin bekommt als 2700 im Monat Brutto (Sk1 ohne KF). + 50% der Sozialabgaben sind wir dann bei ca. 3250€ Gesamtkosten.

        Wieviele Kinder von Durchschnittsverdienern (Gleiches gehalt Sk2 + 1/2Kf)
        müsste die Erzieherin betreuen damit die Geschichte „Kostenneutral“ ist (Steuereinnahmen durch die Eltern vs: kosten für die Erzieherin)

        19

        Und dann sind noch nicht die Betriebs- und Baukosten der Kita mit eingerechnet.

        Also was wäre für die Allgemeinheit wohl günstiger?

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  5. Gerhard sagt:

    Endlich mal ein misslungener Comic, EMN. Ich weiß wirklich nicht, wer sowas sagt. Das Mantra und allgemeiner Konsens ist doch viel eher, daß diese „Frauenberufe“ vieeel zu schlecht bezahlt sind. Soziale Berufe sind staatlich bezahlt, und die gutbezahlten halt von der freien Wirtschaft.

    Ist schon wieder eine Weile her, daß sich eine der Staatsfeministinnen bei SpOn darüber beschwert hat, daß Krankenschwestern weniger als Müllmänner verdienen. Dumm nur, daß das nicht stimmt. In den Kommentaren hat dann auch mal eine Krankenschwester geschrieben, daß sie mehr als ihr Mann verdient, der Müllmann ist.

    Ich finde aber auch diese Vergleiche eklig, weil das nur Sozialneid ist. Auch Müllmänner machen eine wichtige und schwere Arbeit und besonders respektiert wird das nicht. Gerader bei sozialen Berufen wird nach TVöD bezahlt. Und da ist es recht einfach. Berufsausbildung ist mittlerer Dienst, Bachelor gehobener und Master höherer Dienst. Man könnte jetzt einfach mal die ganzen verschiedenen Gehalttabellen radikal vereinfachen, so daß die Krankenschwester wirklich exakt genausoviel verdient wie die Menschen im Büro. Aber grundsätzlich ist das schon so. Und natürlich ist der Personalmangel und die daher stark verdichtete Arbeit ein Skandal, der in sozialen Berufen sicherlich nicht weniger verbreitet ist als anderswo.

    Aber mehr verdienen weil sozial? Ich bin da skeptisch.

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    • Du kennst niemanden, der sowas sagt? Ich habs schon öfter gehört.

      Ich erinnere mich auch an die Idee, man könne doch Sexarbeiterinnen oder Schlecker(?)-Angestellte „einfach“ zu Altenpflegern machen, was ja auch die Botschaft transportiert, dass man dafür nichts spezielles können muss, weil man quasi jeden aus jedem Berufsfeld mal ganz fix einsetzen kann. Dabei ist der Job extrem fordernd, und jemand der mit Sexarbeit oder an der Kasse Geld verdient, muss nicht notwendigerweise für Altenpflege geeignet sein, das sind ganz unterschiedliche Anforderungsprofile.

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      • Lomi sagt:

        Diese Ideen gibt es immer wieder, in der Hoffnung, zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen zu können: den Pflegenotstand beheben und arbeitslose Frauen versorgen. Halte ich auch für ziemlich schwierig.

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      • maSu sagt:

        Das Problem ist nicht, das Altenpflege so leicht wäre, sondern das viele Menschen die Ausbildung schnell schaffen können. Wie die Menschen dann im durchaus aufreibenden beruflichen Alltag verheizt werden, das ist wieder was anderes.

        Jede Schleckerfrau kann locker die Ausbildung zur Altenpflegerin schaffen. Aber nicht jede ist dafür langfristig geeignet.

        Die langfristige Eignung ist aber irrelevant bei der Bemessung des Preises. So lange es mehr als genug Arbeitnehmer gibt, die den Beruf ausüben könnten, ist der Preis am Boden !

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        • Frank sagt:

          „Jede Schleckerfrau kann locker die Ausbildung zur Altenpflegerin schaffen.“

          Woher hast du denn diese Erkenntnis?

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          • maSu sagt:

            Weil ich einige Menschen kenne, die die Ausbildung angeschlossen haben und mir glaubhaft versichert haben, das könne jeder schaffen, auch die, die hinterher den täglichen Anforderungen nicht gewachsen sind.

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            • Frank sagt:

              Und du meinst, diese Leute (die eine Ausbildung gemacht haben, die JEDER schafft) können beurteilen, was ALLE anderen schaffen können? Dann sind die aber deutlich überqualifiziert ;-P

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              • IULIUS sagt:

                Na wenn sie es selber geschafft haben. Mußt mal sehen, was für eine Meinung die Leute über sich selber haben.

                Grundsätzlich dürften die Intellektuellen Anforderungen in der Altenpflege nicht wirklich hoch sein. Das Problem dürfte eher das Körperliche sein und ein noch größeres das seelische Gleichgewicht.

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              • sharkathotep sagt:

                Dazu kommt noch, dass die Prüfungen zu schaffen noch lange nicht heißt, dass man dem Beruf seelisch und körperlich gewachsen ist. Das ist kein locker-flockiges Absitzen im Büro. Das ist aufreibend, frustrierend, traurig, widerlich, körperlich auch relativ anstrengend/ungesund (Nachtdienst, teilweise schweres Heben, Ansteckungsgefahr, etc.). Ich würde so einen Beruf nicht mal für eine Million im Jahr machen.

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      • Michael sagt:

        Die Patienten im Krankenhaus würden ein Fass aufmachen wenn die Sexarbeiterin im Krankenhaus noch nen kleinen Nebenerwerb im Nachtdienst startet😀 *hihihi*

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  6. maSu sagt:

    Der Comic ist so falsch. Soziale Berufe sind überlaufen, was auch daran liegt, dass die geforderte Qualifikation sehr gering ist. Je mehr andere Menschen den Arbeitnehmer ohne Probleme ersetzen könnten, desto besser kann der Arbeitgeber den Preis drücken.

    Hatten wir Millionen Informatiker, die alle ersetzbar wären, weil jeder sofort die Arbeit des Vorgängers fortführen könnte, dann wäre der Arbeitsmarkt für Informatiker ähnlich.

    Ich kann dagegen das Gejammer von u.A. Erziehern nicht mehr hören. Denn irgendwer muss das Geld, von dem dann Erzieher bezahlt werden (Steuern) erwirtschaften. Ohne den Arbeitnehmer, der Werte und Güter produziert, gäbe es gar keine Erzieher, weil sie niemand bezahlen könnte.

    Und dieses Anspruchsdenken einiger Erzieher klotzt mich an, denn das sind meist Damen (welch Wunder…), die wohl glauben, Strom käme aus der Steckdose und Geld wüchse auf Bäumen ….

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    • Lomi sagt:

      „Der Comic ist so falsch. Soziale Berufe sind überlaufen, was auch daran liegt, dass die geforderte Qualifikation sehr gering ist. Je mehr andere Menschen den Arbeitnehmer ohne Probleme ersetzen könnten, desto besser kann der Arbeitgeber den Preis drücken.“

      Nein, da erliegst Du einem Irrtum.
      Das zentrale Problem ist einfach, dass Dienstleistungen teuer sind. Sie lassen sich schlecht rationalisieren. Es ist sehr schwer, die Produktivität zu erhöhen. Dienstleistungen brauchen ihre Zeit. Man braucht Menschen dafür. Personalkosten sind in der Regel der dickste Ausgabeposten. Man kann also für Dienstleistungen nur bedingt gut zahlen.

      Die Kompetenzen einer Krankenschwester oder Altenpflegerin erwirbt man auch nicht im Vorbeigehen. Dafür braucht man eine Ausbildung. Zweitens kommt es auf soziale Kompetenzen an, die man nicht so einfach zertifizieren und messen kann.

      Die Logik des Arbeitsmarktes ist ein schlechter Gradmesser für den Wert von Arbeit. Auch Du möchtest gut gepflegt werden im Alter. In der Situation dürfte es Dir sicherlich sehr wichtig sein, dass sich die Pflegerin Zeit nimmt für Dich und ein bisschen was von der Sache versteht.

      Und warum sind Informatiker wichtig? Wie wichtig ist eigentlich der ganze Technikschnickschnack? So pauschal kann man das nicht abwerten, klar, die Computertechnologie ist ein Riesenfortschritt. Aber vieles, was Informatiker in die Welt setzen, ist letztlich in gewisser Hinsicht weniger notwendig für das menschliche Leben als Kranken- oder Altenpflege.

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      • maSu sagt:

        Komisch, deine Gefühlsduselei über den Wert von Arbeit ist toll, erkläre das bitte dem BWL-er der feststellt:

        passende Bewerber um Informatiker xy zu ersetzen: nahe null.
        Wichtigkeit des Informatikers für den Betrieb: enorm.

        Passende Bewerber die Pflegekräfte zu ersetzen: unzählige.
        Wichtigkeit der einzelnen Pflegekräfte für den Betrieb: nahe null

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        • Lomi sagt:

          Du wirst im Alter noch feststellen, dass das keine Gefühlsduselei ist ^^

          Der BWLer wird mir zumindest in der Frage „Kosten von Dienstleistungen“ recht geben. Dein Argument mit der Nachfrage ist ja nicht vollkommen falsch, aber es ist nur eine Ursache.

          Schlussendlich finde ich gerade die BWLer-Perspektive meist zu kurzsichtig. In unserer Wirtschaft wird sehr viel Geld verdient. Eigentlich genug, um auch das Soziale auskömmlich finanzieren zu können. Aber es ist eben schlecht verteilt. Die Schere zwischen Arm und Reich ist immer weiter auseinandergegangen. Es gibt eine kleine Schicht Superreicher, die auf Milliardenbergen hockt. Das braucht ein einzelner Mensch nicht alleine für sich.

          Diese Sichtweise ist in unserem neoliberalen Zeitalter unpopulär, weil die Leute verlernt haben, andere Maßstäbe als den Markt zu sehen.

          Davon abgesehen würde ich nie im Leben bestreiten, dass die Finanzierung von Sozialem eben immer erwirtschaftet werden muss. Es müssen also diejenigen, die im produktiven Bereich arbeiten, stets mitarbeiten für jene, die im Sozialbereich arbeiten. Gar keine Frage.

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          • Michael Mendelsohn sagt:

            „In unserer Wirtschaft wird sehr viel Geld verdient. Eigentlich genug, um auch das Soziale auskömmlich finanzieren zu können. Aber es ist eben schlecht verteilt.“ — Wie kommt das? Die Altenpflege und die Kindergärten sind weitgehend sozialisiert, für eine großen Teil der Alten trägt das Sozialamt die Kosten, und bei der Finanzierung der Kindergärten ist es ähnlich. Das liegt wieder an unserer gesellschaftsstruktur: Menschen, die keine Kinder oder Alte zu versorgen haben, stehen auf dem Arbeitsmarkt im Wettbewerb mit denen, die diese Verpflichtungen haben. Deshalb können diese Kosten in der Regel nicht aus den Löhnen bezahlt werden, und die Gemeinschaft muss das finanzieren, in der Regel über Steuern — und da wird’s zu einer politischen bzw. weltwirtschaftlichen Frage, wieviel Steuern unser Land denn nun erheben darf (und wieviel es erheben könnte, wenn nicht so viel hinterzogen würde). Mit der Pflegeversicherung ist da ein erster Schritt zu mehr Transparenz vollzogen.

            Also: mehr Ausgaben für Soziales = mehr Steuern; nicht genug Steuern = niedrige Pflegesätze von den Sozialämtern = Kosteneinsparnis auf Kosten der Qualität bei den HeimbetreiberInnen.

            Jetzt stell‘ dich mal hin und wirb für einen gesamtgesellschaftlichen Konsens dafür, die Steuersätze oder Pflgeversicherungsprämien zugunsten der sozialen Berufe zu erhöhen. Da wird’s schwierig.

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            • Lomi sagt:

              Klar, für Steuererhöhungen werben ist politischer Selbstmord.

              Andererseits sollte einen das nicht davon abhalten, mal über die Gestaltung unserer Gesellschaft nachzudenken und zwar etwas über den Tellerrand des Tagesgeschäfts hinaus.

              Ins Nachdenken kann man z.B. angesichts solcher Meldungen kommen:

              “ Die Superreichen vereinen einen immer größeren Teil des gesamten Vermögens in Deutschland auf sich. Das zeigt eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Die reichsten ein Prozent der Haushalte in Deutschland besitzen 33 Prozent der Vermögen. Noch deutlicher wird es an der Spitze der Spitze: das oberste Promille (das sind ungefähr 40.000 Haushalte) halten mehr als 17 Prozent des Reichtums. “

              http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/vermoegen-sind-in-deutschland-sehr-ungleich-verteilt-a-1051286.html

              Ein zweiter Punkt ist: Das, was wir derzeit nicht mehr über Steuern oder Beiträge bezahlen, bezahlen wir am Ende privat. Für den Arbeitnehmer und Steuerzahler rechnet sich das nicht wirklich. Der Krankenkassenbeitrag bleibt z.B. halbwegs stabil. Aber dafür ist die Parität zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in den letzten Jahrzehnten immer mehr aufgebrochen worden und der Patient trägt mittlerweile 60% der Leistungen, der Arbeitgeber nur noch 40%. Das Loch in der Tasche bleibt, so oder so. Der einzige, der spart, ist der Arbeitgeber, was auch das Ziel ist, um die Lohnnebenkosten zu senken.

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              • IULIUS sagt:

                Der BWL-ler interessiert sich ausschließlich für seinen Betrieb und nicht für die Menschen.
                Der VWL-ler, der interessiert sich für die wirtschaftlichen Gesamtzusammenhänge. Pflege dürfte da lediglich ein Kostenfaktor sein.

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              • Alex sagt:

                @Lomi
                „Aber dafür ist die Parität zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in den letzten Jahrzehnten immer mehr aufgebrochen worden und der Patient trägt mittlerweile 60% der Leistungen, der Arbeitgeber nur noch 40%.“

                Das ist ohnehin völlige Augenwischerei. Der Arbeitnehmer zahlt ohnehin alles. Ihm soll aber weisgemacht werden, er zahle nur die Hälfte.

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                • Lomi sagt:

                  Richtig, wenn man die sogenannten „Lohnnebenkosten“ gleich als Lohn auszahlen würde. Aus Sicht des Arbeitgebers gibt es eigentlich keine „Lohnnebenkosten“, sondern nur eine Summe x, die ein Arbeitnehmer halt kostet.

                  Gefällt mir

                  • Alex sagt:

                    @lomi
                    „Aus Sicht des Arbeitgebers gibt es eigentlich keine “Lohnnebenkosten”, sondern nur eine Summe x, die ein Arbeitnehmer halt kostet.“

                    Genau dies ist die realistische Sicht der Verhältnisse. Die „Lohnnebenkosten“ sind im Grunde nichts als Steuern, mögen sie sie auch anders genannt werden. Der Leidtragende ist der Arbeitnehmer.

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                    • Lomi sagt:

                      Na, das kann man sogar noch anders sehen.
                      Für die Arbeitgeber sind diese „Lohnnebenkosten“ ein Punkt, wo sie eingreifen können. Indem sie die Politik zur Beitragsstabilität auffordern, halten sie ihre Kosten stabil, die sie pro Arbeitgeber haben. Was daraus folgt, ist bekannt: Bleibt der Beitrag stabil, steigt der Anteil, den der Arbeitnehmer zusätzlich zahlen muss. Der Arbeitgeber kann auf diesem Wege also auf die Lohnhöhe politisch Einfluss nehmen. Was ja auch geschieht.

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            • Michael sagt:

              Vor allem nachdem die letzen Erhöhungen in den Sozialbeiträgen nur auf die AN Seite verlagert wurde. Damit ziehen die Arbeitgeber sich immer mehr aus den Sozialkosten heraus.

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          • maSu sagt:

            Alles ganz tolles Blabla. Im Tackatuckaland trifft jedes deiner Worte zu.

            Fakt ist aber:
            Für das Auto bezahlt man gerne mehr, als für die Betreuung von Kindern/Alten/Kranken.

            Um ein Auto zu entwickeln braucht man Spezialisten, die weniger zahlreich vorhanden sind, als Erzieher, Pfleger, …

            Nur von dem Überschuss den man mit der realen Wirtschaft erzielt kann man soziale Berufe bezahlen.

            .

            Da kannst nun ewig über den Wert von welcher Arbeit auch immer philosophieren. Da kannst du dir auch einreden, es gäbe keine Schwerkraft. Das wird die Schwerkraft nicht interessieren.

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            • Lomi sagt:

              Du scheinst keine Kinder zu haben. Oder keine alten Eltern. Der Wert sozialer Arbeit ist ziemlich real.

              Ich habe nie bestritten, was Du hier schreibst:
              „Nur von dem Überschuss den man mit der realen Wirtschaft erzielt kann man soziale Berufe bezahlen.“

              Das ist vollkommen korrekt. Und unabänderlich. Sozialberufe muss man sich leisten können als Ökonomie. Aber das setzt gewisse Maßstäbe nicht außer Kraft. Ökonomie ist gestaltbar. Gesellschaft auch. Sie wird auch gestaltet, über Gesetze.

              Die Frage des Werts oder der Vernachlässigbarkeit des individuellen Lebens ist keine Nebensache. Sie ist der zentrale Wert in einem demokratischen Rechtsstaat. Wo leben wir eigentlich, wenn das nur noch als „Gefühlsduselei“ gilt?

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              • Lomi sagt:

                „Alles ganz tolles Blabla. Im Tackatuckaland trifft jedes deiner Worte zu.“

                Ich wäre Dir übrigens sehr verbunden, wenn Du zu einem sachlichen Ton zurückkehrst, auch wenn wir Meinungsverschiedenheiten haben. Man muss jemanden mit anderer Meinung nicht immer gleich zum Vollidioten erklären.

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                • Frank sagt:

                  Lass mal LoMi, der maSu hat’s nicht so mit diesem sozialen Gedöns. Findet er generell überflüssig. Sein Motto: Jeder ist sich selbst der Nächste.
                  Meine persönliche Erfahrung: Wer solche „Eigenbrötler-Berufe“ wie Informatiker ausübt, ist wohl in seinem stillen Kämmerlein schon ganz gut aufgehoben. Dem fehlt es häufig an anderer wichtiger Stelle. Ist ja auch ok so, denn Nischenbegabung wird ja auch benötigt, man kann also über Soziales mit diesen Menschen diskutieren, muss es aber nicht🙂

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                  • IULIUS sagt:

                    Informatiker und Eigenbrötler war früher mal. Heutzutage ist das kaum mehr möglich.

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                  • Egal sagt:

                    Meiner Erfahrung nach sind die meisten Informatiker eher sozial eingestellt.

                    Das Klischee, dass Informatiker Eigenbrötler sind und mangelnde Sozialkompetenz haben, trifft nur sehr bedingt zu.
                    Aber selbst *wenn* es zutreffen würde: Nur weil jemand eher introvertiert ist und nicht gut mit Menschen umgehen kann, heißt das nicht, dass er antisozial und egoistisch ist. Das hat absolut nichts miteinander zu tun.
                    Es gibt ja auf der anderen Seite auch antisoziale Egoisten, die extrovertiert sind und gut mit Menschen umgehen können (und das ggf beruflich auch ausnutzen).

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          • Shitlord sagt:

            @Lomi > Schlussendlich finde ich gerade die BWLer-Perspektive meist zu kurzsichtig. In unserer Wirtschaft wird sehr viel Geld verdient. Eigentlich genug, um auch das Soziale auskömmlich finanzieren zu können.

            Da stimme ich Dir als BWLer total zu.

            > Aber es ist eben schlecht verteilt.

            Und da frage ich Dich, was mich das als BWLer interessieren sollte. Offenbar ist das soziale so „auskömmlich verteilt“, wie es der aktuelle Kompromiss zwischen Markt und Kommunismus zulässt.

            > Die Schere zwischen Arm und Reich ist immer weiter auseinandergegangen

            Ja, das passiert in einer Marktwirtschaft halt. Deswegen brechen Martwirtschaften auch nach ein paar Jahren (so um die 70, ist gerade Zeit) zusammen.

            > Es gibt eine kleine Schicht Superreicher, die auf Milliardenbergen hockt.

            Und das ist dabei nicht das Problem. Das ist aber kein wirtschaftliches, sondern ein soziales Problem. Aber die Motivation, die die „einzelnen Menschen“ haben, wenn Du ihnen die Möglichkeit wegnimmst, einen Unterschied („Schere zwischen Arm und Reich“) zu machen, ist rein logisch genau die Größe des Unterschieds: Erlaubst Du einen großen Unterschied, haben Leute eine große Motivation. Findest Du kategorisch Unterschiede Scheiße – ähmmm…. sollen doch andere sich den Arsch aufreißen, wenn ich eh nichts davon habe?

            Dennoch, bei

            > Das braucht ein einzelner Mensch nicht alleine für sich.

            …gebe ich Dir vollkommen Recht. Mein Vorschlag dazu wäre, bei Generationenübergängen eine Erbschaftssteuer nicht nominal, sondern prozentual an Firmenanteilen zu erheben. Ggf. durch Kapitalerhöhung nach üblichem Prinzip.

            Insofern: Was willst Du? Dass die Marktwirtschaft zerbricht? Dann schließt sich die Schere zwischen „arm und reich“ nämlich auf „ganz beschissen“. Wie – historisch – immer. Oder hast Du eine bessere, neue Idee? Meine wäre zumindest einen Versuch wert.

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            • Lomi sagt:

              @Shitlord

              „Aber die Motivation, die die “einzelnen Menschen” haben, wenn Du ihnen die Möglichkeit wegnimmst, einen Unterschied (“Schere zwischen Arm und Reich”) zu machen, ist rein logisch genau die Größe des Unterschieds: Erlaubst Du einen großen Unterschied, haben Leute eine große Motivation. Findest Du kategorisch Unterschiede Scheiße – ähmmm…. sollen doch andere sich den Arsch aufreißen, wenn ich eh nichts davon habe? “

              Meine Kritik richtet sich nicht gegen Ungleichheit an sich. Der Grad der Ungleichheit ist das Problem. Problematisch ist die Konzentration des Reichtums bei wenigen, während sehr viele Menschen sich den Arsch aufreißen und tatsächlich kaum etwas davon haben. Das muss nicht sein. In einer Marktwirtschaft können und sollen Menschen ruhig reich werden können. Es sei ihnen gegönnt. Aber müssen sie Milliarden besitzen? Es war schon einmal besser verteilt im Sinne einer breiten Wohlstandsentwicklung in Deutschland. Reich waren trotzdem viele Leute. Das ist also kein Widerspruch. Aber der Massenwohlstand war schon etwas Besonderes, was Deutschland – West sehr attraktiv gemacht hat.

              Ich plädiere nicht für Gleichmacherei, sondern nur für eine etwas bessere Austarierung. Die gegenwärtige Vermögensverteilung ist im Grunde schon absurd.

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        • „Passende Bewerber die Pflegekräfte zu ersetzen: unzählige.“

          Witzig nur, daß viele Pflegeeinrichtungen händeringend nach exmainierten Pflegekräften suchen und nur einen Teil der Stellen besetzen können – und das, obwohl den Mitarbeitern z.T. Prämien im 4-stelligen Bereich geboten werden, wenn sie welche vermitteln können.

          Pflegefachkräfte müssen eine 3-jährige Ausbildung durchlaufen, Voraussetzung ist der Realschulabschluß. Heißt also, daß Du die unzähligen Pflegefachkräfte, die Du heute einsetzt 2012 oder früher in die Ausbildung gebracht hast.

          Meinen Informationen zufolge (Stand: ca. 2003, als ich mich das letzte Mal bei jemandem oberhalb Pflegedienstleitung über die Personalsituation beschwert habe) schmeißen die meisten darüber hinaus nach ebenfalls 3 Jahren den Beruf wieder hin – also ersetzt Du mit denen, die 2012 die Ausbildung begonnen haben mehr oder weniger nur die von 2009. (So Pi mal Daumen) Was gerade dadurch interessant wird, daß die Zahl der Pflegebedürftigen in den nächsten Jahren kontinuierlich zunimmt, der Bedarf also steigt.

          Sagst Du: „Ja, aber dank der Pflegereformen bleiben die Leute jetzt viel länger zuhause, fallen also weniger ins Gewicht“

          Sage ich: „Selbst wenn es hier nicht nur um *relative* Zahlen ginge, sorgen dieselben Reformen aber auch dafür, daß die, die dann in die Einrichtungen kommen *so richtig* pflegebedüftig sind, und ich rede jetzt nicht von schweren körperlichen Erkrankungen, die sind vergleichsweise leicht zu handlen, sondern von Dementen, mit denen Du als Mensch überhaupt erstmal klarkommen mußt“

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          • Ach, noch ein Nachtrag:

            Zumindest hier in Köln sind locker 50% aller Pflegekräfte (Hilfs- wie Fachkräfte) außerhalb Deutschlands geboren. Andernorts mag die Quote niedriger sein, allerdings würde auch da die Pflege zusammenbrechen (auch im Krankenhaus und in der Häuslichen übrigens), wenn sich plötzlich alle von denen in Luft auflösen würden – wie paßt das denn wohl zu einer Arbeitslosenquote von 6,5% und dem Umstand, daß unzähliger Ersatz für die Pflege vorhanden ist?

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            • Argh, noch ein Nachtrag:

              So seit kurz nach der Jahrtausendwende ist es für Pflegekräfte übrigens fast unmöglich geworden eine Vollzeitstelle zu bekommen (so sind die angeblich flexibler *g*), Du brauchst also für eine Stelle 1,5 bis 3 Leute.

              Und dann habe ich noch einen schönen Link gefunden. Ich hoffe, Du mußt nicht gähnen:

              http://www.pflege-shv.de/index.php?page=pflegeschluessel-2

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            • maSu sagt:

              Ui, 50% aus dem Ausland … Wenn du jetzt noch sagen kannst, warum das so ist … Dann hättest du es verstanden….

              ….weil sie billiger sind.

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              • Billiger als quasi jeder Deutsche, der so grade eben die Baumschule abgeschlossen hat? Na, wenn du meinst.

                Meine Kolleginnen verdienen übrigens in der entsprechenden Position dasselbe wie ich, aber schon gut, pflege Deine Vorurteile nur schön weiter, Du großer Experte.

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                • maSu sagt:

                  Ja natürlich verdienen sie das gleiche wie du … Müssen sie auch wegen Tarifen, Mindestlohn usw.

                  Aber langfristig drücken sie den Preis.

                  Die Politik versucht auch den Preis von Informatikern zu drücken: mindedteinkommen für die BlueCard liegt bei irgendwas um 35k im Jahr. Nur mein Glück: dafür kommt kein Inder her ….

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          • maSu sagt:

            Falsch. Es gibt bei Pflegeberufen viele Abstufungen. Manche benötigen ein Studium, andere einen guten Schulabschluss, andere eine zwei Arme und Beine.

            Da ich schon die ein oder andere Freundin hatte und die sich alle um soziale Berufe prügeln … Zeitgleich aber über mein Gehalt jammern und neidisch sind … Kenne ich diverse Betriebe, die Hilfskräfte anstellen aber diese Hilfskräfte machen die Arbeit, die sonst mindestens eine lange Ausbildung voraussetzen würde. D.h. da wird gespart und ausgebeutet was das Zeug hält.

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            • „Da ich schon die ein oder andere Freundin hatte und die sich alle um soziale Berufe prügeln … Zeitgleich aber über mein Gehalt jammern und neidisch sind … Kenne ich diverse Betriebe, die Hilfskräfte anstellen aber diese Hilfskräfte machen die Arbeit, die sonst mindestens eine lange Ausbildung voraussetzen würde. D.h. da wird gespart und ausgebeutet was das Zeug hält.“

              1. Meistens sucht man sich als Partner Menschen, die zu einem passen

              2. Daß gespart und ausgebeutet wird ist einer der Hauptgründe dafür, daß eben *nicht* genug Leute da sind, kapier’s mal.

              3. Was Du beschreibst firmiert unter „gefährliche Pflege“, und solche Einrichtungen gehören eigentlich geschlossen. MDK und Heimaufsicht drücken freilich schonmal ein Auge zu. Warum?
              Weil in Deutschland und der Welt ein PFLEGENOTSTAND herrscht! Und außer Dir weiß das eigentlich so ziemlich jeder.

              PS: Sorry fürs Schreien, aber bei Schwerhörigen muß man auch manchmal eben die Stimme erheben

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              • maSu sagt:

                Es wird ausgebeutet, weil es einen Überschuss gibt, denn: wer die Missstände offen anspricht, der kann schnell ersetzt werden.

                Der Pflegenotstand existiert nur hinsichtlich der Kosten, denn die explodieren, während der dem System zugeführte Geldbetrag nicht dazu passend erhöht wird.

                Wenn die Pflegekräfte meinen, sie seien unterbezahlt: wechselt den Beruf. Machen dies genug Menschen, dann müssen die wenigen verbliebenen Arbeitnehmer entsprechend umworbenen werden und das Gehalt steigt.

                Dies wird in einer globalisierten Welt aber unmöglich sein, da zB aus östlichen Ländern der EU schnell billige Arbeitskräfte nachrücken. Wer mal real gesehen hat, was Altenpfleger in zB Polen verdienen, den dürfte dies nicht wundern.

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      • maren2763 sagt:

        Ich habe in der Kita meiner Kinder damals, die Gruppe ausgesucht, in der die einzige Erzieherin arbeitete, für die der Beruf nicht der Job, sondern die Berufung war. DAS war für mich die eigentlich wichtige Qualifikation. Die ist allerdings weder lernbar, noch bezahlbar.

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    • Richard sagt:

      Die geforderte Qualifikation ist sehr gering?! Ich weis, never feed a troll. Aber bei sowas könnte ich platzen. Wenn man keine Ahnung hat….

      Ich als Physiotherapeut würde mich dafür aussprechen über die IP des MaSu zu veröffentlichen so das jede Praxis in DEU vor jmd gewarnt werden kann, der die Bedeutung des Wortes Wertschätzung nicht kennt. In Krankenhäusern kann man ihm dann ja einen Informatiker neben das Bett auf der Intensivstation stellen. Dieser dürfte schließlich keine Probleme damit haben sich die geringen Qualifikationen „im vorbeigehen“ anzueignen um sie nach einem Unfall am Leben zu erhalten.

      Wenn sie Mum haben veröffentlichenn sie doch bitte unter Klarnamen. Das soziale System so herabsetzen und gleichzeitig davon profitieren ist echt unterste Schublade.

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      • maSu sagt:

        Oh ja, ich gebe ihnen sofort meine Adresse, damit sie mir brennende Tüten mit Hundekot vor die Tür stellen.

        Fakt ist: Altenpflege kann man mit fast jedem noch so schlechten Schulabschluss lernen. Und viele, auch solche, die locker was anderes machen könnten, lernen den Beruf. Damit haben wir einen Überschuss an Pflegern und der Preis fällt.

        Das der Beruf selbst langfristig körperlich als auch psychisch anspruchsvoll ist, das streitet wohl niemand ab.

        Fakt ist aber auch: so lange billige Arbeitskräfte verheizt werden können, weil einfach genug da sind und genug nachrücken, so lange ist der Preis gering. Und das müssen viele auch mal begreifen.

        Zudem: soziale Berufe werden meist über Steuern bezahlt. Nur die freie Wirtschaft pumpt Geld in den Kreislauf. Beginnt man nun mit der großen Umverteilung, dann gehen Arbeitnehmer ins Ausland, weil sie dort mehr Netto hätten.

        D.h. auch sie sollten ihr Traumland mal verlassen und sich mit der Realität vertraut machen . Schaden würde es ihnen nicht.

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        • Michael Mendelsohn sagt:

          „Zudem: soziale Berufe werden meist über Steuern bezahlt. Nur die freie Wirtschaft pumpt Geld in den Kreislauf. Beginnt man nun mit der großen Umverteilung, dann gehen Arbeitnehmer ins Ausland, weil sie dort mehr Netto hätten.“

          Verdammt, warum schreib‘ ich so einen langen Beitrag, wenn du’s so kurz und treffend sagen kannst? ;-P

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          • Kuttel Daddeldu sagt:

            Wieso Steuern? Die hier genannten Altenpflege-, Krankenpflege- und Kitastellen, werden im Wesentlichen durch das Aufkommen / die Kundschaft bezahlt, also über die Träger durch die Kostenverursacher über entsprechende Gebühren, bzw. durch deren Krankenkassen.

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            • Lomi sagt:

              Kita-Stellen zahlt der Staat, denke ich, zumindest teilweise. Nur ein Teil wird über Gebühren finanziert. Aber ich kann mich irren.

              Alten- und Krankenpflege sind aber wohl tatsächlich beitragsfinanziert und keine Steuergelder. Das geht halt ab vom brutto.

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              • Michael Mendelsohn sagt:

                Steuern in die Altenpflege (ist schon etwas älter, die Zahl, leider): „Die Ausgaben für die staatliche Sozialleistung „Hilfe zur Pflege“ sind demnach im Jahr 2010 auf mehr als 3,4 Milliarden Euro gestiegen.“ Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/hunderttausende-senioren-koennen-ihre-altenpflege-nicht-mehr-zahlen-a-863822.html
                Kann man sicher noch besser und aktueller recherchieren und vor allem mal feststellen, welchen Anteil das insgesamt ausmacht.

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                • Kuttel Daddeldu sagt:

                  Richtig, Michael und Lomi, aber ein anderes Thema. Das sind keine direkt aus Steuermitteln gezahlte Gehälter, sondern (in diesem Beispiel) Sozialleistungen an die bedürftigen Alten, damit diese ihre Kosten tragen können (und das ist ganz sicher ein hartes Thema, aber ein eigenes). Die Gehälter in der Pflege werden vom Träger bezahlt säkular wie Kommune, Kreis Krankenhauskonzern, kirchlich, der bekommt das Geld aus den entsprechenden Tagessätzen (usw.) der zu betreuenden Kunden.

                  Das mag ja ein wenig Korinthenkackerisch klingen, ist tatsächlich aber ein signifikanter Unterschied. Die Sozialabgaben an die Kranken-, Renten- und Pflegekassen sind keine Steuern sondern im Grunde die Zahlung in einen gemeinsamer Solidar-Pool, wie immer man das nennen mag. Die Ausstattung dieser Kassen mit dem benötigten Kapital durch ausreichende Einnahmen ist ein immerwährendes Thema. Vom Umdrehen der Bevölkerungspyramide wird seit Urzeiten geredet – dabei hat die Selbstbedienung mancher Gruppen durch für sie guten, doch für die Solidargemeinschaft grundfalschen Lobbyismus (und manchmal auch Betrug) vermutlich bereits mehr zur Erosion beigetragen.

                  Dass der Staat gelegentlich selbst auch noch sachfremd darin rumfummelt (vgl. Kohl, Rentenkassen, Vereinigungskosten…), hat die Lage nicht verbessert…

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        • Lomi sagt:

          „soziale Berufe werden meist über Steuern bezahlt. Nur die freie Wirtschaft pumpt Geld in den Kreislauf. Beginnt man nun mit der großen Umverteilung, dann gehen Arbeitnehmer ins Ausland, weil sie dort mehr Netto hätten.“

          Es ist doch die Frage, WEN man mit den Kosten belastet. Ich glaube, es ist unumstritten, dass hier Kosten entstehen und die Frage der Kosten so oder so ansteht, unabhängig davon, ob man den Krankenschwestern mehr Lohn zahlt. Gesundheit z.B. wird auf Dauer teurer, aus sehr vielen Gründen.

          Man kann, wie derzeit üblich, weiterhin die Arbeitseinkommen belasten. Das ist sicherlich eine Zumutung, zumal immer weniger Arbeitnehmer für immer mehr Leute, die nicht arbeiten, Geld erwirtschaften müssen. Man könnte aber auch Kapitaleinkomment mit-belasten oder auch die Reichen zur Kasse bitten, also die Leute, die es sich leisten könnten, ohne es großartig zu merken.

          Da besteht natürlich erst recht die Gefahr, dass diese Leute außer Landes gehen, ohne Frage.

          Bedenkenswert wäre es aber trotzdem. Denn Geld ist ja da, wirtschaftliche Produktivität an sich auch, denn unsere Wirtschaft ernährt uns und wächst, obwohl immer weniger im produzierenden Bereich tätig sind.

          Die neoliberale Alternative wäre: Steuern und Sozialbeiträge entfallen lassen und es den Leuten selbst überlassen, was sie für Soziales zahlen wollen. Sieht vielleicht zuerst attraktiv aus, aber mehr Netto haben sie am Ende auch nicht in der Tasche, denn es ist wohl klar, dass man langfristig für seine Pflege vorsorgen muss.

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        • @maSu

          „Fakt ist aber auch: so lange billige Arbeitskräfte verheizt werden können, weil einfach genug da sind und genug nachrücken, so lange ist der Preis gering. Und das müssen viele auch mal begreifen“

          Das ist kein Fakt, das ist völlig falsch. Es sind eben *nicht* genug da.

          Ich weiß nicht, ob Du den Begriff „Pflegenotstand“ schonmal gehört hast, jedenfalls sagt der *nicht* aus, daß genug Arbeitkräfte da sind.

          Nochmal ein Link:

          http://www.finanzen.de/magazin/pflegenotstand

          Das Pflegewicki redet sogar von einem weltweiten Pflegenotstand:

          http://www.pflegewiki.de/wiki/Pflegenotstand

          Oder vielleicht glaubst Du ja Leuten, die mal studiert haben:

          http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/Pflegenotstand

          Rein nach Marktprinzipien müsste die Pflege zu den am besten bezahlten Berufen überhaupt gehören (Angebot Nachfrage, Du verstehst?), tut sie aber nicht.

          Daß die Bezahlbarkeit da nochmal ein ganz anderes Thema ist, geschenkt. In der Sache redest Du aber wie jemand, der absolut null Ahnung hat, was mich zu dem Verdacht bringt, daß genau dies der Fall ist, andernfalls müßte ich Dich nämlich für einen dreisten Lügner halten.

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          • Rudolf sagt:

            Der „Pflegenotstand“ ist Quatsch – es gibt genug, die wollen aber arbeitslos sind. Ich kenne auch welche. Ursache dafür: zu niedriges Gehalt – sogar die ARGE hat da ein schlechtes Gewissen.

            Wäre es ein echter Notstand, würden die Gehälter hoch gehen. Solange sie das nicht tun, ist es Gejammer von Arbeitgebern, damit noch mehr kommen/lernen und damit das Angebot hoch halten, damit der Preis niedrig bleibt (und sie weiterhin nur so viele einstellen wie gerade nötig). Je niedriger jedoch das Gehalt, desto niedriger die Motivation und daher Qualität – und DARUNTER leiden wir wirklich.

            Was wir also brauchen, ist eine Steigerung der Gehälter für Pfleger. Das geht nur, indem man mehr Geld hinein steckt. Nimmt man das von den Armen, gewinnen wir nichts – dann haben wir noch mehr Aufstocker und der Staat gibt sich das Geld selbst. Nimmt man es von den Reichen, hauen sie ab, denn das Geld für den Umzug haben sie. Was also tun?

            Die Wertschätzung für diese Berufe steigern! Fernsehen, tu was (und nicht nur Krankenhausserien – gibt noch mehr Pflegeberufe – und es klappt besser, wenn man Pflegeberufe in anderen Genres platziert). BILD, auch du kannst etwas für bessere Anerkennung der Pflegeberufe tun. Ja, das ist erstmal die Unterschicht, aber das sind auch die Wähler. Und die 99% beeinflussem die 1%. Das Handelsblatt kann dann auch vorrechnen, wieviel eine bessere Pflegekassenlage den Reichen sparen kann, um ihren gewünschten Lebensstandard zu bekommen. Nur dann können wir die Reicheren mit einer Sozialversicherungsabgabe belasten, ohne dass sie abhauen – sie sollen das bezahlen WOLLEN.

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            • maSu sagt:

              Pflegenotstand …. Der gleiche Witz wie beim Fachkräftemangel im IT Bereich. Fachkräfte sind mehr als genug da, nur die sind der Industrie zu teuer.

              Der VDI redet vom Fachkräftemangel wenn weniger als 7 geeignete Bewerber auf eine offene Stelle kommen. Eigentlich reicht doch ein geeigneter Bewerber ….

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              • Ok, masu du hast offenbar das Problem verstanden, dass die Arbeitgeber nicht bereit sind, gut ausgebildete Fachkräfte entsprechend zu entlohnen. Wie kommt es, dass du daraus den Schluß ziehst, dass die doofen Arbeitnehmer an diesem Mißstand schuld sind, weil sie entweder nichts ordentliches gelernt haben (ist Großindustrieller eigentlich Ausbildungsberuf?) oder zulassen, dass Fremdländer in Deutschland die Löhne drücken.

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        • Richard sagt:

          Sie werden noch am eigenen Leib zu spüren bekommen, was es heißt Hilfsbedürftig zu sein.
          Dann können sie ja nach mehr Pflegern rufen. Werden aber merken das sie sich eher eingenässt haben, als das jemand kommt der sie zur Toilette bringt.
          Und das nicht aus Inkompetenz, sondern weil einfach niemand da ist der gerade Zeit für sie hätte.
          Aber da stehen sie ja drüber. Sie haben ja ihren Informatiker neben dem Bett stehen.

          Krankenhäuser werden privatisiert und müssen Plötzlich „Gewinn“ erwirtschaften. 1 Schwester (oder ein Pfleger auf der Geriatrie weil sie ja so viel gegen Altenpfleger haben) ist für 3mal mehr Patienten zuständig wie vor 10 Jahren hat aber 1 Stunde weniger Zeit dafür.

          Ich wünsche ihnen einen doppelten BSV nach ventral auf Höhe L3 und einen Triggerpunkt im levator ani.
          Viel Spaß beim rumtrollen.
          Mein Trost ist, das ihr Leben sie härter bestrafen wird, als es ein unqualifizierter Informatiker auf der Intensivstation es je könnte.
          Einen schönen Tag noch.

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          • maSu sagt:

            Mir ist absolut klar, das wir mehr und besser bezahlte Pflegekräfte brauchen. Aber ich sehe die in der Realität vorliegenden Fakten und stelle fest: das ist Einschwenken.

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            • maSu sagt:

              Wunschdenken …. Autokorrektur … Hmpf

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              • Okidoki, sag mal wie bist du eigentlich versichert? Bei deinem geschärften Blick für Realitäten macht es dir dann bestimmt auch nichts aus, deine frischen OP-Wunden selbst zu versorgen, wenn dir mal der Blindarm rausgenommen werden muß. 2 diensthabende Pflegekräfte reichen ja pro Schicht und Station, und der Krebspatient ist halt wichtiger.

                Vielleicht hast du ja auch Glück und liegst zufällig mit einem Krankenpfleger auf einem Zimmer, der hätte dann ja vielleicht ein bisschen Ahnung. Oder wie wäre es mit deinen Bekannten, offenbar haben die ja nichts zu tun.

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                • Lomi sagt:

                  Bleiben wir gerecht:

                  MaSu hat nie gesagt, dass ihm Pflegeberufe nicht wichtig sind. Sondern er hat nur gesagt, dass nach Angebot und Nachfrage eben die Löhne niedrig sind, weil es keine Knappheit gibt bei den Pflegekräften. Er hat es halt auf die Ökonomie heruntergebrochen. Daraus folgt nicht, dass er Pflege für wertlos und unnötig hält.

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                  • @lomi
                    Seh ich anders. Wer sagt, dass er wegziehe, wenn ihm die Infrastruktur zu teuer wird, hat wenig Wertschätzung für ebendiese.

                    Gefällt mir

                    • Lomi sagt:

                      So altruistisch ist selten ein Mensch, dass er bei allem, was er tut, nur an den Erhalt des Solidarsystems denkt. Er denkt an sein eigenes Portemonnaye. Das mag irgendwo auch kurzsichtig sein. Aber daraus folgt keineswegs, dass er Pflege für unnütz hält. Er denkt vielmehr zuerst an seine Interessen. Vermutlich macht das sogar Sinn, weil der Einzelne eh keinen Einfluss auf die Finanzierung der Sozialsysteme hat und da nur Zuschauer ist.

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                    • Es IST kurzsichtig, und darauf sollte hingewiesen werden.

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                    • Lomi sagt:

                      Maren

                      Du bist der Meinung, dass es kurzsichtig ist. Vielleicht auch mit guten Gründen. Wir haben diesbezüglich auch keinen Dissens. Aber es ist eben eine Meinung oder Überzeugung und wir beide wissen nicht, ob das die aleinselig machende Wahrheit ist.

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                    • maSu sagt:

                      Darum diskutiere ich selten mit Frauen … Man listet Fakten auf … Und was bringt die Dame dagegen? Ein „stell dir vor….“ Mit Gefühlsduselei.

                      Jeder Mensch wägt ab. Jeder. Auch du.

                      Ich kann dir nun sagen, dass du ein kindertötendes Monster bist, weil du statt der Bio Fair Trade Jeans ein Standardmodell genommen hast, welches von Kindern genäht und gefärbt wurde, wodurch diese früh und qualvoll sterben werden.

                      Aber wohin würde das führen? Du wärst angepisst, die Diskussion wäre am Ende, aber ich hätte dich als Monster dargestellt … Tolles Gefühl.

                      Wobei … DU MONSTER !

                      Hmm

                      Fühlt sich echt besser an, als mit Fakten zu argumentieren.

                      DU MONSTER!!

                      Hmmm ich könnte mich echt daran gewöhnen andere als Monster hinzustellen … Fühle mich dabei so überlegen und guuuuuuuuuuuuut. Super Sache. Du Monster!

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                    • *Darum diskutiere ich selten mit Frauen … Man listet Fakten auf … Und was bringt die Dame dagegen? Ein “stell dir vor….” Mit Gefühlsduselei.*

                      Ach masu, du bist schon ein sympathisches Kerlchen.

                      *Jeder Mensch wägt ab. Jeder. Auch du.*

                      Stimmt. Mein Wertesystem ist nur völlig anders als deins. Nämlich existent.😉

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                    • maSu sagt:

                      Maren: wenn du keine anderen Hobbies hast, als anderen mangelnde Werte zu unterstellen, dann sind deine Werte wertlos.

                      Gefällt mir

                    • Was haben meine Werte mit meinen Hobbies zu tun? o.O

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        • Mona sagt:

          Wieso sollten in dem Fall ausgerechnet die Arbeitnehmer ins Ausland gehen? Es ist doch viel netter dort, wo man zwar weniger Netto hat, aber (im Notfall) trotzdem gut versorgt wird, wenn man krank, Rentner oder sonstwie pflegebedürftig wird.

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          • maSu sagt:

            Mona … Als Ingenieur im Bereich der Softwareentwicklung kann ich überall arbeiten. In der Schweiz würde ich mehr als das doppelte verdienen.
            D.h. wenn Deutschland für mich als Standort uninteressant wird, dann gehe ich. Und das machen viele.

            Uninteressant wird Deutschland dann, wenn der Staat mich selbst meinem persönlichen Empfinden nach zu hoch belastet, also Geld umverteilt.

            Jetzt kann man das Gedankenspiel zu Ende spielen:

            Gehen genug Fachkräfte ins Ausland, dann bricht der Standort Deutschland zusammen. Wer zahlt denn dann für Erzieher und Pfleger? Hm?

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            • Lomi sagt:

              „Gehen genug Fachkräfte ins Ausland, dann bricht der Standort Deutschland zusammen. Wer zahlt denn dann für Erzieher und Pfleger? Hm?“

              Diese These ist abhängig davon, wie mobil die Leute wirklich sind. Nicht jeder ist ungebunden und nicht jeder sieht Deutschland da als „Standort“ an. Wer hier seine „Heimat“ hat, geht nicht unbedingt gerne aus Deutschland weg.

              Hinzu kommen ganz faktische Mobilitätshemmnisse.
              Viele haben z.B. Wohneigentum. Familie ist ein weiterer Grund, warum man hier vor Ort verankert ist: Sei es, dass der Partner hier beruflich eingebunden ist, sei es, dass die Kinder hier ihr soziales Umfeld haben.

              Ich kenne die Zahlen nicht, aber die Abwanderung aus Deutschland ist meiner Meinung nach bislang nicht bedrohlich hoch.

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            • *In der Schweiz würde ich mehr als das doppelte verdienen.*

              Und hättest wahrscheinlich auch das doppelte an Lebenshaltungskosten.

              *Uninteressant wird Deutschland dann, wenn der Staat mich selbst meinem persönlichen Empfinden nach zu hoch belastet, also Geld umverteilt.*

              D.h. wenn du z.B. höher besteuert wirst, um die Infrastruktur zu finanzieren, von der du profitierst, gehst du einfach? Das wirft jetzt nicht unbedingt ein gutes Licht auf dich. (Zumal du ja auch die Schweiz überfremdest o.O)

              *Gehen genug Fachkräfte ins Ausland, dann bricht der Standort Deutschland zusammen. Wer zahlt denn dann für Erzieher und Pfleger? Hm?*

              Du erinnerst mich an manche Kunden eines namhaften Telefonanbieters, die ich damals zu Callcenterzeiten betreute: „Und wenn sie nicht sofort eine 16000er Leitung zu mir nach Pusemuckel-West legen, muss ich mein Geld woanders hintragen, und ich bin ausgesprochen guter Kunde! Ich erwarte stündlich ihre Bagger!“ (Blick in die Tarife offenbart eine 20,- Flatrate)

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              • maSu sagt:

                Eigentum kann man vermieten.

                Doppelte Lebenshaltungskosten … Vermutlich, darum bin ich ja noch hier. Wird Deutschland wegen Steuern, Lebenshaltungskosten usw unattraktiver, dann lohnt sich die Schweiz immer mehr.

                Und natürlich profitieren ich von Infrastruktur, aber der Vorteil und die Kosten müssen zueinander passen. Steigen die Belastungen ohne Vorteile, dann ist das …Nicht gerade ein Grund das System zu fördern.

                Zu deinen Erfahrungen aus dem Callcenter: wenn keine Leitung da ist, dann kann keiner wechseln. Jetzt stell dir aber mal vor, die Konkurrenz würde die Bagger anrollen lassen … Welcher Kunde würde dann noch bei dem „Namenhaften“ bleiben?

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                • Ich glaube du hast Recht. Das deutsche Solidarsystem ist einfach nichts für dich. Du solltest hier nicht bleiben müssen.

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                • Lomi sagt:

                  Masu,

                  das klingt nicht so, als ob Du Kinder hättest z.B.
                  Ich habe da als Vater aus verschiedenen Gründen wenig bis keine Möglichkeiten, außer Landes zu gehen. Oder marktlich gesprochen: Die Kosten wären da sehr hoch, sozusagen die emotionalen Kosten.

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                  • maSu sagt:

                    Du könntest zB am Bodensee wohnen und in der Schweiz arbeiten. Natürlich binden Familie, Eigentum usw.

                    Aber wenn die Belastung zu groß oder unfair wird, dann würde man den Schritt auch mit Familie wagen. Die Hürde ist freilich größer, aber wenn der Druck steigt ….

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                    • Alex ii sagt:

                      Alle die sich hier über das soziale Netz freuen:
                      Ab einem gewissen level ist das de facto völlig wursxcht, das bekommt man, also der wenige mit nem bestimmten nivea, Überall.

                      Tatsächlich muss man durchaus in den Raum stellen, ob die 60-70% die man als gut gestellter single an die Gesellschaft an abgaben abgepresst bekommt wert sind.

                      Bsp Krankenversicherung: meine Krankenkasse verursacht abgaben in der Größenordnung von 750€ im Monat, damit finanzieren ich quasi nur das soziale system..
                      Okonomisch betrachtet lohnt sich das für mich nicht.

                      Für mich stellt sich das so dar, dass wir in unsere Gesellschaft viel zu nah oder auch schon über der Grenze sind, was man noch zu akzeptieren bereit ist, abgepresst zu bekommen. Das ist schlecht für ein gesellschaftliches Gefüge.

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                    • Lomi sagt:

                      @Alex 2

                      Natürlich ist auch das eine Gerechtigkeitsfrage: Wieviel sollen die Jungen und Gesunden zahlen für das System? Insgesamt muss man fragen, auf welchen Schultern die Lasten ruhen.

                      Deshalb sprach ich ja auch immer davon, dass man überlegen muss, ob man neben den Arbeitseinkommen nicht auch andere Einkommensarten heranziehen sollte.

                      Zweitens ist ein Solidarsystem nicht auf dem Prinzip aufgebaut, dass es sich für den Einzelnen lohnt wie eine Investition. Man bekommt nicht immer raus, was man einzahlt. In einem Solidarsystem zahlen die Starken für die Schwachen.

                      Hierbei ist zu beachten, dass man auf lange Sicht selber schnell mal zu den „Schwachen“ gehören könnte, nämlich dann, wenn man schwer erkrankt und/oder pflegebedürftig wird. Dann zahlen andere für Dich und tragen die Kosten Deiner Behandlung oder Deiner Pflege, in einer Lebensphase, wo Du es selber nicht mehr unbedingt finanzieren könntest. Das Solidarsystem sichert ab, dass man die notwendige medizinische Behandlung bekommt, auch wenn man nicht das Geld dafür hätte. Das kann jeden sehr schnell mal ereilen.

                      Dennoch, gerecht muss es bei der Finanzierung auch zugehen, das sehe ich schon auch so.

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                    • maSu sagt:

                      Lomi: Ja die starken finanzieren die schwachen. Ich könnte mich privat krankenversichern, lehne dies aber ab, weil ich ein System, dass den Starken erlaubt, das System zu verlassen, nur von den schwachen gestützt werden kann.

                      Aber irgendwo gibt es auch Grenzen. Würden die Beiträge zB stark spürbar ansteigen, dann würde ich auch die Versicherung wechseln und mich privat versichern, weil mein Glaube an die gerechte Lastenverteilung eben nicht unerschöpflich ist. Irgendwann ist die finanzielle Belastung so groß oder wirkt so unfair, dass ich dann das System verlasse und monatlich über 500€ einspare… uff… alleine bei der Summe fasse ich mir an den Kopf. Wo geht das Geld hin?

                      Die Beiträge für die Krankenkassen wären zB deutlich niedriger (für alle), wenn alle gesetzlich versichert sein müssten und private Versicherungen nur zusätzliche Leistungen abdecken würden. Ich muss so hohe Beiträge zahlen, weil bereits sehr viele Menschen aus dem System geflohen sind und privat versichert sind.

                      und im Rentenalter, wenn die privaten Versicherungen sehr teuer werden und die Menschen (Ausnahme: Beamte… ich könnte kotzen bei deren Pensionsansprüchen!) sich das nicht mehr leisten können? Ja dann soll das System sie wieder auffangen. Grandios😡

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                    • Mona sagt:

                      maSu, das mit der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung sehe ich auch so. Aber es wirkt so als ob man unendlich viel da reinzahlt. Das ist bei irgendeinem Betrag gedeckelt.

                      Was sagst du dazu, dass es so viele unterschiedliche gesetzliche Krankenversicherungen gibt?
                      Ich verstehe z.B. nicht, wieso man Homöopathie in der gesetzlichen Versicherung braucht. Das könnte man doch über eine Zusatzversicherung machen. In die gesetzliche Versicherung kann man doch einfach alles aufnehmen, was nachgewiesen wirkt und den Rest kann man sich ja privat zukaufen oder wenn man etwas Neues (mit guter Aussicht) gefunden hat, versuchen über einen Sonderantrag bei der Krankenversicherung es bezahlen zu lassen.

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                    • IULIUS sagt:

                      Die Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen sind so hoch, weil die Krankenkassen durch die Politik Menschen versichern muß, die überhaupt keine eigene Leistung einbringen. Durch Steuergelder wird das nur zum Teil ausgeglichen.

                      Im Endeffekt läuft das darauf hinaus, daß die arbeitende Bevölkerung, unterhalb einer bestimmten Einkommensgrenze die Kosten des gesamten Sozialstaates trägt.

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                    • Lomi sagt:

                      „Die Beiträge für die Krankenkassen wären zB deutlich niedriger (für alle), wenn alle gesetzlich versichert sein müssten und private Versicherungen nur zusätzliche Leistungen abdecken würden. Ich muss so hohe Beiträge zahlen, weil bereits sehr viele Menschen aus dem System geflohen sind und privat versichert sind.“

                      Da ist etwas dran. Ich habe das Prinzip der Privatversicherung auch nie so ganz verstanden.

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                    • Alex ii sagt:

                      Die private KV spiegelt ca wieder, wieviel

                      1) rosinenpickerei (jung, gesund)
                      2) gewisse Leistungen

                      Als KV tatsächlich kosten.
                      Problem ist, dass diejenigen, die da nicht darunter fallen, bzw sich das nicht leisten können eben dabei nicht versichert sind.

                      Bzgl deckelung: ja gesetzliche KV ist bei ca 750€ im Monat gedeckelt, das sind etwa die 500 mehr, die eine private kostet (nagelt mich bei den 500 nicht fest, ich weiß nicht wie im privatfall ein AG mitzahlt)

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                    • IULIUS sagt:

                      „ich weiß nicht wie im privatfall ein AG mitzahlt“
                      Bis zu 301,13 Euro im Monat.
                      https://www.1averbraucherportal.de/versicherung/private-krankenversicherung/arbeitgeberzuschuss

                      Bei der gesetzlichen KV ist noch zu bedenken, daß Familienangehörige beitragsfrei mitversichert sind. Bei der privaten muß jedes Familienmitglied (ohne eigenes Einkommen) extra versichert werden.
                      Somit kommt zu den Rosinen noch die Eigenschaft „alleinversichert“ mit hinzu.

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  7. A. sagt:

    Hey:)
    Also ich habe solche Aussagen (oder ähnliche) auch schon einige Male gehört.. Zu der Gehaltsdiskussion kann ich aber nicht wirklich etwas sagen, da ich mich mit der Sache im Allgemeinen noch zu wenig beschäftigt habe.
    Außer zum Lehramt, da ich in dem Bereich auch später mal arbeiten werde. Speziell im Bereich Grundschule (wo ich hin möchte) verdient man zwar nicht schlecht, aber im Vergleich zu anderen Lehrämtern deutlich weniger. Hier möchte ich mich aber trotzdem nicht beschweren.
    Was mich wirklich stört ist, dass der Lehrerberuf bei einigen noch so ein schlechtes Image hat von wegen die seien alle faul und unengagiert und die Ausbildung (speziell bei Grundschullehrern) sei einfach.
    Das ist wirklich mal etwas, was ich so gar nicht bestätigen kann. Auch die Grundschullehramtsausbildung ist einerseits schon sehr lang (6,5 Jahre minimum – 3 Jahre Bachelor, 2 Jahre Master, 1,5 Jahre Referendariat) und andererseits auch fachlich anspruchsvoll. Nur leider wissen das viele nicht oder glauben mir das nicht, was mich manchmal schon sehr wütend macht..
    Aber naja, ich versuche es trotzdem weiter😉

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  8. Michael sagt:

    Sind Sozialberufe wirklich unterbezahlt? Also reden wir bei einer ausgebildeten Krankenschwester oder einem Altenpfleger von einem Gehalt wie bei einem Wachmann auf Mindestlohnbasis?

    Oder bewegen sich diese Ausbildungsberufe (für die Quali bzw. Mittlere Reife vorgesehen sind) auf dem gleichen Niveau wie entsprechende Ausbildungsberufe in der Wirtschaft. Also z.B. Mechatroniker usw. Ich sags ungern aber wenn man anfängt Krankenschwestern mit dem Dipl-Ing gleichzusetzen setze ich in Zukunft Dipl-Ing mit Chefarzt gleich. Ausbildungsweise müsste man einen Akademiker in der Wirtschaft mit einem Akademiker in Pflegebereich vergleichen und wie weit liegen die auseinander?

    Wie soll man denn die Situation verbessern? Einfach allen Pflegekräften mal eben das Gehalt verdoppeln? Fänd ich lustig, immerhin würde dass die Budgets der öffentlichen Arbeitgeber die dass dann leisten müsten endgültig zerstören.

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    • Mona sagt:

      Soweit ich das mitbekommen habe, macht ein Mechatroniker sich nicht so kaputt, wie eine Altenpflegerin vom körperlichen her und vom psychischen sowieso. Es ist bestimmt psychisch einfacher mit Dingen zu arbeiten, die man beherrschen kann als mit Menschen, die teilweise nicht auf einen hören oder sich weigern gegen Medikamente, Essen, Kleidung oder Waschen. Ich glaub, Altenpfleger brauchen schon mehr Nerven. Dadurch kommt es halt dazu, dass spätestens ab 55 Jahren die Leute, auch wenn sie das wollen würden, einfach nicht Vollzeit arbeiten können, weil sie sowieso so kaputt sein würden bis zur Rente, dass sie direkt im Altenheim als Klient bleiben könnten.
      Ich kenn Menschen in den Berufen und der kurz angelernte Fließbandarbeiter der irgendwelche Industriegeräte zusammenschraubt, bekommt über 30 000 € und die examinierte Altenpflegerin mit paar Sonderaufgaben im Altenheim bekommt nur 20 000 €. Ich würde auf keinen Fall in die Altenpflege gehen, das würde mich kaputt machen, aber irgendwelche Sachen zusammenschrauben ist doch überhaupt kein Problem. Man bekommt dafür mehr Geld und muss nicht mal so eine aufwändige Ausbildung machen, wo man auch noch mit toten Menschen und den Besuchern der alten Menschen klarkommen muss.
      Wenn man studieren will und die Wahl hat zwischen Technik und Soziales, da nimmt man doch meistens Technik, weil das aussichtsreicher ist. Für Soziales muss man gemacht sein. Technik/Informatik kann fast jeder lernen, sage ich mal so.

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      • Michael sagt:

        Um mal richtig für Druck in der Pflege zu sorgen, sollten alle Buftis und Zivis und Rentner die die einfacheren Jobs in der Pflege für einen Hungerlohn (oder gar keinen) abnehmen (wie die Betreuung) und daher Stellen obsolet machen ein Tätigkeitsverbot kriegen. Das würde knallen.

        @Mona:
        – was das körperliche Aufarbeiten geht haben sich meine Mutter die Altenpflegerin bei der Diakonie und mein Vater der KFZ-Schlosser nicht viel gegeben. Und solange beide Vollzeit gearbeitet haben, gab es auch keine merklichen Gehaltsunterschiede (deren Aussage).
        – Handwerker kenne ich auch genug die sich körperlich in ihrem Beruf aufarbeiten. Wenn es darum geht sollten auch gerade die Soziologen und die Twitterfeministinnen und Politiker ganz kleine Brötchen backen. Mich erinnert das zu sehr an diese Salonsozialisten ala Wagenknecht.
        – und was das techn. Studium angeht sind sowohl die Anfängerzahlen der einzelnen Fächer sowie die Anzahl an fertigen Abschlüßen wesentlich niedriger. Das ist ja wahrscheinlich auch der Hauptgrund warum die Situation am Markt für einen ITler besser ist als für eine Soziologin. Allein durch diese Studienwahl schränke ich sich der Soziologe später bei den Arbeitgebern unheimlich ein. Wie hoch ist denn der Bedarf ausserhalb von Sozialreferaten (also im Staatsdienst) an ausgebildeten Soziologinnen?

        – Auch Pflege ist einigermaßen nur im staatlich/kommunalen Bereich zu verkaufen. So viele reiche Alte die daheim leben und sich eine Pflegekraft anstellen gibt es nicht.

        Kurz gesagt: Sollten Pflegekräfte gut verdienen? Ja. Sollten Sie besser verdienen als jemand in der freien Wirtschaft der erst das Geld erwirtschaftet dass später dann auf die Pflegekräfte im Staatsdienst umverteilt wird? Warum das? Mir ist jede Krankenschwester wichtiger wie jeder Abgeordnete. Also sollten die auch weniger verdienen als Krankenschwestern.

        Zum Thema Technik kann jeder: Deshalb sind auch jetzt so viele im Internet unterwegs, wo das Bloggen u. Twittern dank entsprechender Plattformen so schön einfach ist. Keiner muss mehr HTML oder PHP können um eine halbwegs gescheite Homepage hinzustellen. Aber das ist genausowenig Technik wie Werbegrafiken erstellen oder E-Mails schreiben. Die Technik sind die Infrastruktur und Werkzeuge die das möglich machen. Und da gibt es keine Schwemme. Auch weil Mädchen mit 1er Abitur lieber menscheln wollen in der Arbeit.

        Siehs mal so, die Twitterschickeria wäre uns erspart geblieben wenn die Einstiegshürde für Twitter ein klein wenig höher gewesen wäre. Selbst vielen der Techblogger heutzutage würde ich nicht zutrauen dass sie ohne WordPress oder Blogspot oder Twitter halbwegs was zustande bringen würden und da steht Technik im Namen. Ja elitär ich weiß.

        Warum ist menscheln so wichtig beim Arbeiten? Es gibt ein gutes Gefühl. Als jemand im technischen Beruf der sich hauptsächlich wegen des Verdienstes ausgesucht hat (männliche Denke ich weiß), mal will ja mal eine Familie ernähren können, kann man argumentieren dass ich mir meinen Menschelausgleich in der Freizeit holen muss, z.B. in der Freiwilligen Feuerwehr (auch so ne fast 100% Männerveranstaltung).
        Wenn in der Arbeit menschelnden das Geld nicht reicht, könnte man sich ja einen Nebenverdienst ohne Menscheln in der Freizeit überlegen um dann wieder auf das gleiche Level zu kommen. Die Kirche sprach immer gern von Gotteslohn bei der Arbeit in der Pflege. Der fehlte mir ja als jemand der sich nur mit toten Maschinen beschäftigt.

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        • Lomi sagt:

          „Warum ist menscheln so wichtig beim Arbeiten? Es gibt ein gutes Gefühl.“

          Ja, das gibt ein gutes Gefühl. Das Gefühl, etwas sinnvolles zu machen. Ich finde das auch wichtig, als Mann. Ich als Mann habe mir meinen Berufszweig nicht wegen des Verdienstes ausgesucht. Ich kann nicht in einem Bereich arbeiten, wo man im Grunde nur Nonsens macht, der keinem etwas nützt.

          „und was das techn. Studium angeht sind sowohl die Anfängerzahlen der einzelnen Fächer sowie die Anzahl an fertigen Abschlüßen wesentlich niedriger. Das ist ja wahrscheinlich auch der Hauptgrund warum die Situation am Markt für einen ITler besser ist als für eine Soziologin. Allein durch diese Studienwahl schränke ich sich der Soziologe später bei den Arbeitgebern unheimlich ein. Wie hoch ist denn der Bedarf ausserhalb von Sozialreferaten (also im Staatsdienst) an ausgebildeten Soziologinnen?“

          (Btw: Soziologen sind KEINE Sozialarbeiter!) Vollkommen korrekt. Wer Soziologie studiert oder meinethalben Philosophie, der muss wissen, dass er nicht wirklich für den Arbeitsmarkt studiert. Jeder muss diese Entscheidung im vollen Bewusstsein treffen, dass er damit auf dem Arbeitsmarkt wenig zu bieten hat.

          Freilich: Man trifft diese Entscheidung in sehr jungen Jahren, wo man noch fern aller Arbeitsmarktnöte ist und die Folgen gar nicht überblickt. Da folgt man dann der Idee der Selbstverwirklichung und des Interesses für die Sache selbst. Das ist das, was man kennt als Ideal, aus Schule und Elternhaus.

          Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass die pragmatischen Techies im Grunde auch nur machen, wozu sie in jungen Jahren befähigt sind. Sie folgen den üblichen Vorstellungen ihres sozialen Umfeldes und denken praktisch. Gerade Ingenieure entstammen oft als Bildungsaufsteiger Arbeiterhaushalten und sie bringen darum eine sehr pragmatische Orientierung mit. Sie waren mit knapp 20 auch nicht reflektierter in ihrer Entscheidung.

          20 Jahre später gibt die Praxis dann dem einen Recht, dem anderen nicht. Aber das gehört ein bisschen in die Abteilung: Hinterher ist man immer schlauer.

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          • Michael sagt:

            Mit 17 Ausbildung, 22 Fachabi, mit 24 dann Studium. Vorher kein Akademiker in der Familie. Ich würds nicht Aufsteiger nennen. Aber du beschreibst meinen Weg ganz gut🙂. Noch so ein Grund warum mir Tugendfurie auf die Naht geht. Dieser schreckliche Zeitartikel von ihr.

            ich wusste auch vorher was in der Pflege abgeht. Als Bund ein Thema war, war ich kurz davor der Sachbearbeiterin bei der Frage, ob lieber Zivi, den Vogel zu zeigen.
            In dem Sektor würde ich nicht mal arbeiten wenn ich das 10fache von meinem jetzigen verdienen würde. Ich könnte das seelisch gar nicht aushalten.
            Das heißt aber nicht dass ich mir permanent dieses schlechte Gewissen einreden lassen möchte ich als Mann in einem Männerberuf würde mir mein Geld nicht verdienen nur weil der gesamtgesellschaftlich nicht der Konsens da ist, Krankenschwestern oder Altenpflegern oder Arzthelfern das Gehalt eines Chefbankers, Arztes oder brückenbauenden Ingenieurs zu bezahlen.

            Nachdem ich auch weiß, was mein Vater bei meiner Großmutter in der Vollzeitpflege noch dazuzahlen durfte, wüsste ich auch wo sie das Geld dazu dann hernehmen würden,. Ganz sicher nicht bei der Entschlackung der Krankenkassen oder bei der Freisetzung der Kapitalreserven dieser Kassen.

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            • @Michael
              Wenn du es weißt, warum engagierst du dich nicht dafür, dass das nicht passiert?

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              • Michael sagt:

                Weil ich nicht der Ansicht bin dass ausgebildete Pflegekräfte insgesamt so schlecht verdienen. Da hab ich schon stärker gelacht was die Gehälter angeht. Ich bin auch der Meinung dass Jobsicherheit im öffentlichen Dienst. Es gibt Benefits im Beruf die sich nicht direkt im Gehalt äußern, die aber bei solchen Diskussionen auch erwähnt gehören.
                Die bei Verbeamtung besseren Altersbezüge könnte man noch dazu nehmen. Nicht unbedingt bei Pflegekräften, außer vielleicht Bundeswehrkrankenschwestern, aber z.B. bei Lehrern oder allgemein in der öffentlichen Verwaltung rechtfertigen meiner Meinung einen geringeren Verdienst vor der Rente im Vergleich zu ähnlichen Berufen in der Wirtschaft.

                Das Problem sehe ich nicht in der Höhe des Verdienstes für qualifizierte Arbeit, sondern dass zu viele nicht Ausgebildete das Durchschnittsniveau Niveau senken (siehe Buftis, Praktikanten, Rentner) zusätzlich zu den Billig-Pflegekräfte aus dem Osten (macht ja selbst die Diakonie).

                Also bin ich im Endeffekt dagegen dass
                – Alte in der Rente was sinnvolles machen um sich zu beschäftigen
                – Junge sich in einem Berufsfeld umsehen
                – und dass wir Menschen aus Osteuropa es ermöglichen sich hier eine Existenz aufzubauen

                Und nicht zu vergessen. Ich bin dafür dass unsere Pflegekosten steigen. Denn bevor der Verwaltungswasserkopf zusammengestrichen wird, werden lieber die Kosten wieder einseitig der Arbeitnehmer auferlegt.

                Bevor ich das öffentliche äußere, lasse ich ja noch lieber die Hosen runter.

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                • Michael sagt:

                  Das fehlte noch . „das Jobsicherheit im öffentlich Dienst sich bemerkbar machen sollte.“

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                  • Wenn du bei nem privaten Träger arbeitest, bist du aber nicht im öffentlichen Dienst. Wenn alle Pflege im öffentlichen Dienst stattfände, würden wir die Diskussion wahrscheinlich gar nicht führen.

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                    • Michael sagt:

                      Dann reden wir von der Angleichung öffentlicher Dienst zu privaten Trägern? Warum nur in der Pflege? Ich kenne ne Menge Sachbearbeiterinnen bei normalen Mittelständlern die genau das gleiche wie eine Verwaltungsangestellte machen (nur mit mehr Arbeitsstunden). Die würden sich den Arsch abfreuen wenn das mal angeglichen würde😀 .

                      Dann kommt nur wieder das Argument dass das Arbeitsplätze kostet bei den privaten Arbeitgebern…. zurück auf „Start“. Das lässt sich nur stemmen wenn man diese privaten Träger/Betriebe verstaatlicht.

                      Gefällt mir

                    • *Dann kommt nur wieder das Argument dass das Arbeitsplätze kostet bei den privaten Arbeitgebern…. zurück auf “Start”. Das lässt sich nur stemmen wenn man diese privaten Träger/Betriebe verstaatlicht.*

                      Na von wem kommt denn das Argument? Genau, Arbeitgebern😉

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                    • Michael sagt:

                      Dann ist das Thema aber Lohngleichheit innerhalb einer Profession. Bin ich dafür, wo muss ich unterschreiben. Ich würde gern soviel verdienen wie die Jungs bei SAP.oder die ITler in IGM Betrieben (mehr als bei mir). Dazu noch deren Arbeitszeiten (niedriger als bei mir) und dennoch bei meinem Mittelständlerbetrieb🙂.

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                    • Michael sagt:

                      Die Diskussion kenne ich auch bei Zeitarbeitern, eigentlich müssten die mehr verdienen als die Festangestellten um schon mal den Anreiz rauszunehmen die als Langzeitersatz für Festanstellungen herzunehmen.

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                    • Alex ii sagt:

                      @michael, Arbeitnehmerüberlassung

                      Die kosten bereits den entleihenden mehr als festangestellte.
                      Schließlich will der Verleiher auch was verdienen, bzw das Risiko bei Krankheit,.. Bezahlt bekommen.

                      Der Vorteil ist hier tatsächlich Flexibilität – und das entgehen der gesetzlichen Hürden wie Kündigungsschutz.
                      Achja, auch der verliehene ist (prinzipiell..) frei einen Vertrag anzunehmen, die Flexibilität für andere Bewerbungen zu nutzen, kurz: sich als vollwertiger Mensch und nicht als Sklave zu verhalten.

                      PS ich meine sogar, dass ein Vorstellungsgespräch ein Grund für Sonderurlaub ist, dann wissen auch gleich ver- und entleiher, dass sie sich bewegen müssen!

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                    • Michael sagt:

                      @Alex II Vielleicht so ein Leiharbeit muss Netto min. das gleiche bekommen wie ein Festangestellter, allein durch diese Mehrkosten muss das Konzept unattraktiv werden für mehr als zum kurzfristigen Lastausgleich.

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                    • Alex ii sagt:

                      @michael
                      Ich mein, dass das bereits – zeitabhängig nach drei Monaten – gesetzlich so vorgeschrieben ist.

                      Gibt natürlich immer Schwammigkeiten in der Einstufung.

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                    • IULIUS sagt:

                      „Ich mein, dass das bereits – zeitabhängig nach drei Monaten – gesetzlich so vorgeschrieben ist.“
                      Wo steht das? Nach meiner Kenntnis gelten für Zeitarbeiter erhebliche Ausnahmen um den Lohn etc. zu drücken. Im Endeffekt muß Zeitarbeit für die nachfragenden Firmen erhebliche Vorteile bringen. Weniger Lohn ist nur ein Teil dessen.
                      Im Minddestlohn z. B. ist Leiharbeit derzeit noch schlechter gestellt. Anfang des Jahres bekammen Leiharbeiter im Tarif Ost 7,5% weniger als der gesetzliche Mindestlohn vorschreibt.

                      Man darf auch nicht vergessen, bei jedem Wechsel eines Leiharbeiters kommen der Firma erhebliche Kosten zu. Die Person muß schließlich erst einmal in den Betriebsablauf integriert werden.

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                    • Alex ii sagt:

                      @ IULIUS

                      Gerade etwas Zeit zum Suchen gehabt:
                      Aus „Merkblatt für [Genderunlesbarkeit] Leiharbeitnehmer“

                      “ Für die Zeit, in der Sie beim Entleiher arbeiten,
                      haben Sie grundsätzlich Anspruch auf
                      .. das Arbeitsentgelt wie [Genderunlesbarkeit]. ein vergleichbarer Arbeitnehmer im Betrieb des Entleihers …. Von diesem Gleichstellungsgrundsatz darf
                      nur in folgendem Fall abgewichen werden:
                      Für Ihr Leiharbeitsverhältnis gilt ein Tarifvertrag,
                      der die wesentlichen Arbeitsbedingungen
                      regelt. .. “
                      .
                      Verweis auf: http://www.gesetze-im-internet.de/a_g/__3.html 1) 3. und

                      http://www.gesetze-im-internet.de/a_g/__9.html 2.

                      Lustig: Dank Genderwahn ist das Merkblatt unlesbarer als die eigentlichen Gesetze …

                      Demnach würde ich interpretieren, dass das Problem – der Leiharbeit spezifisch – nicht der Kapitalismus ist, denn dieser ist durch (mehr oder weniger) faire Gesetzte eingeschränkt, sondern der Feminismus, der dafür sorgt dass Menschen (mit und ohne Menstruationshintergrund) ihre Rechte verschleiert werden.

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                    • Michael Mendelsohn sagt:

                      Das „Merkblatt für Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer“ der Bundesagentur für Arbeit von 4/2014? Fünf (5) weiblichen Formen in einem vierseitigen Text machen das Ding unlesbar. Klar.

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            • Lomi sagt:

              @Michael

              „Mit 17 Ausbildung, 22 Fachabi, mit 24 dann Studium. Vorher kein Akademiker in der Familie. Ich würds nicht Aufsteiger nennen. Aber du beschreibst meinen Weg ganz gut🙂. Noch so ein Grund warum mir Tugendfurie auf die Naht geht. Dieser schreckliche Zeitartikel von ihr.“

              Nein, „Aufsteiger“ ist da nicht so ganz wörtlich gemeint, eher „Bildungsaufsteiger“ und das gemessen an der Höhe des Abschlusses. Naja, das ist halt so der Sprech dazu, nicht wirklich wichtig.

              Entscheidend ist halt das Umfeld, aus dem man kommt. Das prägt eben auch die eigene Lebenseinstellung. Und aus der Prägung wächst man möglicherweise gar nicht raus und wenn doch, dann spät und da ist es manchmal zu spät. Ich hätte aus heutiger Sicht auch lieber was anderes studieren sollen. Aber nun kann ich es auch nicht mehr ändern.

              Von welchen Artikel sprichst du denn? Was hat die Tante geschrieben?

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              • Michael sagt:

                http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/die-recherche-zu-arbeit-master-mit-leben-mit-hartz-iv-1.2365940
                War in der SZ und nicht der Zeit. Macht nen Master in Germanistik und wundert sich dann dass sie während gerade die Götterdämmerung für die Printbranche anbricht dort keinen Job bekommt. Von ihrem eigenen gewinnenden Wesen und Vorgeschichte mal ganz abgesehen. Auf die sie ja auch im Artikel so gerne verweist. Ich weiß nicht welcher Personaler diese Perle nur ignorieren kann. Holt er sich doch den Garant auf eine Diskriminierungklage so direkt ins Haus.

                Lustig fand ich dass durchweg vermieden wurde ihren Nachnamen zu nennen. Aber aus Vornahme Jasna, Verlinkung auf den Blog, in dem sie mit schreibt und auf Artikel aus besagten Blog und auf Aufschrei konnte man die Damen schon recht leicht zuordnen.

                Ich hab mir auch sagen lassen dass 1,6 im Master in einem derart überlaufenen Fach mit so hohem Frauenanteil nicht unbedingt eine Bestnote ist. Mir hätte das im Studium gereicht aber hey… Maßstäbe müssen nicht überall gleich sein.

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              • themalgot sagt:

                Nur so aus Neugier: Was hast du denn studiert?
                Denn ich persönlich habe mich durchaus in technische Richtungen spezifiziert, als typischer „Bildungsaufseiger“ aus einem Arbeiterhaushalt, finde meine Existenz als reine Wirtschaftsdrohne aber eigentlich sehr unbefriedigend. Besonders wenn ich beobachte, wie so mancher Jüngling in der Branche mit üblem Billiglohn abgespeist wird. Ich könnte mir heute durchaus vorstellen, was weniger technisches auszuüben, auch wenn das weniger einbringt.

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          • Michael sagt:

            Hauptsächlich ist vielleicht übertrieben. Wenns nicht ums Geld gegangen wäre, hätte ich mich im Lehrenden oder Forschenden umgesehen. IT war dann das naheliegenste. Ein bisschend lehrend und experimentieren ist dabei, der Kontakt mit Menschen die von mir abhängig sind ist überschaubar. Technisch ja aber ohne sich dreckig zu machen. Gleichzeitig helfe ich dabei dass Menschen Arbeit haben und sie diese gut und bequem erledigen können. Das reicht mir.
            Sinnvoll? In einer Feudalgesellschaft wo das technisch komplizierteste ein Trebuchet ist, vielleicht nicht. Aber unsere Welt und unsere Wirtschaft kommt ohne ihre IT nicht mehr aus. Nimm einem Mittelständler heute sein Betriebssoftware weg und der ist weg vom Fenster.

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            • Lomi sagt:

              “ Aber unsere Welt und unsere Wirtschaft kommt ohne ihre IT nicht mehr aus. Nimm einem Mittelständler heute sein Betriebssoftware weg und der ist weg vom Fenster.“

              Ich würde auch niemals sagen wollen, IT sei sinnfrei. Im Gegenteil. Sinnfrei finde ich da ganz andere Dinge. Ich würde z.B. nie in einer Werbebude arbeiten wollen.

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        • Mona sagt:

          Ich finde trotzdem: Technik kann jeder lernen, der eine braucht halt länger der andere nicht und manche interessieren sich halt einfach nicht dafür oder haben niemanden, der denen das jahrelang beibringt in aller Ruhe. Irgendjemand hat Technik erfunden und die muss dann nur jemand anderem gezeigt und erklärt werden. Es ist wie Schulmathematik, wenn man es lang und gut genug erklärt, bekommt das jeder irgendwann halbwegs hin. Wenn man sich damit nicht beschäftigt, dann lernt man das nicht.

          Das zu Studieren ist eine andere Sache. Das hab ich halt gemacht, weil ich das Interesse habe. Aber als Mechatroniker oder Elektriker arbeitet man ja immer an schon erdachten Systemen und müssen die Technik nur verbauen und zu benutzen wissen. Ich finde schon, dass man eigentlich einfacher Elektriker werden kann als Altenpfleger. Aber wahrscheinlich sehe ich das nur so, weil ich Arbeit mit Menschen so anstrengend finde. Ich hab auch genug Freunde (auch Männer), die sich das mit einem Technikberuf auf keinen Fall vorstellen können, die wollen auf jeden Fall in einem Krankenhaus, Kindergarten, Schule usw. arbeiten.

          @Michael, wenn das, was du schreibst Männerdenken ist, dann habe ich das als Frau auch. Deswegen bin ich im Ingenieurwesen. Wie gut, dass ich an keinen Gott glaube und mir somit auch kein Gotteslohn fehlt.
          Dass du dagegen bist, dass Rentner und junge Leute für lau arbeiten, verstehe ich, weil deren Arbeit auch etwas wert sein muss, wenigstens einen Mindestlohn oder so. Aber wieso bist du dagegen, dass Ausländer sich hier eine Existenz aufbauen?

          Was Lomi geschrieben hat, trifft auf mich zu. Ich hab meine Kindheit und Jugend zugeschaut, wie Putzfrauen, examinierte Altenpflegerinnen, ausgebildete Kindergärtnerinnen, Metallarbeiter und Fließbandarbeiter/innen sich abgeschuftet haben und am Ende nichts hatten. Da sah für mich die Arbeit der Männer immer einfacher aus, da gab es kein Geschrei auf der Arbeit und keine sterbenden Menschen, aber mehr Geld. Das und weil ich Mathe in der Schule konnte, mich für Technik interessiere und Ingenieur noch ein recht angesehener Beruf ist, hab ich mich dafür entschieden. Ich kann mich in einem Beruf mit Menschen, die versorgt werden müssen, einfach nicht vorstellen. Was da alles gemacht werden muss und was man alles erlebt ist mir zu schwierig zu erledigen, zu ertragen und zu verarbeiten.

          @emn (Ich häng das mal einfach an. Vielleicht wird das ja gelesen.)
          Was ist mit deinem rss-Feed los? Ich hab gerade vieles aus erzählmirnix und fettlogik doppelt bekommen.

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          • Mona sagt:

            Uff, tut mir sehr leid, dass so viele Rechtschreib- und Grammatikfehler drin sind.

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          • Michael sagt:

            Ich sehe dieses Denkweise häufiger bei Männern. Ja.

            Ich bin nicht dagegen dass alte und junge für Lau arbeiten, sondern dass deren freiwillige Arbeit reguläre Arbeitsplätze kostet. Die Betreuung in einem Alten oder Pflegeheim (nenn es Bespassung) waren mal Aufgaben um die sich die Angestellten gestritten haben, solange bis sich dann die erste verrentete Dame dann für Lau die Nachmittage hingesetzt hat. Das spart Stunden für die Gruppenleitungen und kostet so indirekt auch Arbeitsplätze. Die sollen sich Hobbys suchen und wenns eine großangelegte Zuccinizucht ist.
            Ein ähnliches Beispiel gibt es auf dem Bau, da waren LKW Fahrer und Baggerführer usw. Jobs für die älteren deren Gelenke aufgearbeitet waren, natürlich mit entsprechend entwickelten Gehältern. Jetzt haut man die älteren raus, setzt jüngere an diese Maschinen und hat so den teureren Veteranen los.

            Ich bin nicht dagegen, dass sich Ausländer hier was aufbauen. Nur wenn man sich gegen Billiglöhner aus dem Osten im Pflegebereich wendet, geht es gleich wieder damit los.

            Nur weil dir die Profession liegt, heißt dass nicht auch dass das andere auch so einfach können. Mir gefällt die Idee IQ nicht rein nach räumlichen Denken und Anweisungsverarbeitung zu bewerten, so wie das die alten IQ Tests gemacht haben. Da merkt man gleich wieder den militärischen Hintergrund. Für mich gibt es Schwerpunkte in der Intelligenz.

            Was den Mechatroniker angeht: Ich kann keinen Schaltschrank bauen. Den Handwerker und Techniker sehe ich als kreativ Beruf an. Die Arroganz dass mit stupider Anweiserfüllung, quasi wie Fließband, gleichzusetzten hab ich mir austreiben lassen.

            Was die Verantwortung angeht. An meiner Arbeit hängen Arbeitsplätze und das Geschäft meiner Kunden (das reicht mir schon als Verantwortung), der Bauingenieur dessen Brücke zusammenbricht tötet Menschen, der Automobilbauer der das Auto konstruiert dass mit dem Airbag den Fahrer erschlägt wird auch verantwortlich gemacht.

            Und findest du die Arbeit der Männer einfacher? Je häufiger die 12h Tage bei mir sind, desto mehr besser ich die Idee ein paar Kinder aufzuziehen und den Haushalt zu schmeißen.

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            • IULIUS sagt:

              Die Betreuung in einem Alten oder Pflegeheim (nenn es Bespassung) waren mal Aufgaben um die sich die Angestellten gestritten haben,“

              Ein Kernthema in der Altenpflege ist nicht „Bespaßen, sondern ganz schlicht „Scheiße“.

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            • Mona sagt:

              Das mit „Männerarbeit ist einfacher“ hab ich im Verhältnis zu der Frauenarbeit gesehen, die ich selbst als Kind und Jugendliche aus meinem Umfeld mitbekommen habe und wie ich nach der Schule zu meinem Berufswunsch kam. Ich hab nicht behauptet, das sei allgemein einfach oder dass nur Frauen Altenpfleger sein können oder sowas.

              Was ist am Schaltschrankbau kreativ? Es gibt doch für alles Normen. Wenn man sein Vorgehen selbst planen kann, ist es doch schön für den Menschen. Es ist auf jeden Fall besser als wirkliche Fließbandarbeit. Ich finde Fließbandarbeit an sich auch nicht einfach, ich finde nur, dass jeder normale Mensch das lernen kann. Ich meine immernoch, dass ein Elektroniker nicht so große Hürden in Ausbildung und Beruf hat, wie eine Altenpflegerin, weil das Menschliche einen mehr mitnimmt.
              Es ist doch wirklich so, wenn Hauptschüler und Sonderschüler sich für den Beruf eines Mechatronikers wirklich interessieren, dann bekommen die das auch hin. Man braucht dazu kein Abi. Wenn sie sich damit nicht beschäftigen und keine Lust auf Arbeit haben, dann bekommen sie das nicht hin. Da ist der Aspekt der Psyche, die irgendwas aushalten soll, nicht so groß, wie bei der Pflege von alten, kranken und sterbenden Menschen.

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              • IULIUS sagt:

                Fließbandarbeit kann definitiv nicht jeder tun. Ganz besonders nicht – kreativ Veranlagte.
                Bei der Altenpflege wäre noch zu bedenken, daß die menschliche Psychse stark abstumpfen kann. Darüber kann auch ein Großteil der Menschen diesen Beruf ausüben.
                Ob ich nun einen Schaltschrank einrichte oder alte Menschen Pflege, da gibt es auch einen weiteren Unterschied. Beim Schaltschrank kann ich mir keine Fehler erlauben, bei der Altenpflege ist das nicht wirklich problematisch, bzw. kann schnell und problemlos ausgeglichen werden.

                Insgesamt wäre festzuhalten, Menschen sollten das tun, was ihnen einigermaßen von Natur aus liegt. Alles andere läuft früher oder später auf Frustration hinaus.

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          • Shitlord sagt:

            @Mona:

            > Technik kann jeder lernen, der eine braucht halt länger der andere nicht und manche interessieren sich halt einfach nicht dafür oder haben niemanden, der denen das jahrelang beibringt in aller Ruhe.

            Kurz: Ich halte das für absoluten Unsinn. Technik hat viel damit zu tun, was man sich vorstellen _kann_ – und es gibt Leute, die Probleme haben, sich auch nur einen dreidimensionalen Raum vorzustellen, wenn sie in einem sitzen. Klar, vielleicht verstehen die das auch, nach „jahrelangem Beibringen“, aber wie viel weiter ist dann jemand, der das schon von der Veranlagung her kann?

            Auch bei einem Bauarbeiter ist das Übungssache – man kann auch Pi*Daumen „Technik“ machen. Ein Bekannter hatte für seine Auffahrt einen älteren, aber nicht sonderlich hochbegabten Arbeiter da, der meinte, dafür bräuchte man „einen so hohen Berg (gestikuliert Nabelhöhe)“ Kies. Mein Bekannter – ein Ingenieur – errechnete aus der Auffahrt 6.2m³, und siehe da, es war ein nabelhoher Berg. Insofern stimme ich Dir zu, man kann „Technik“ lernen, nach jahrelanger Übung, aber halt auf einem Niveau, was recht niedrig ist.

            „Technik lernen“ ist aber eben nicht, nach jahrelangem Schleppen von Kies zu wissen, wie viel Kies man von A nach B karren muss, um B zu füllen, sondern lernen ist immer, etwas (möglichst genau) zu wissen, bevor man es immer und immer wieder ausprobiert hat – also abstrahieren kann. Der Mann, der die Auffahrt hervorragend hinbekommen hat, könnte sicher keine Flughafenlandebahn bauen, weil er nicht abschätzen könnte, wie viel Kies man dafür bräuchte. Und das ist der Punkt mit „Technik“.

            Das mit „Technik“ muss man verstehen. Wirklich, wirklich verstehen. Das ist nicht – auch da gebe ich Dir Recht – unbedingt schwierig i.S.v. unschaffbar, aber einfach ist es sicher nicht.

            Wohingegen jeder (fitte) Mensch in der Lage ist, sich selbst und auch jemand anderem den Hintern abzuputzen. Auch zu machen, was andere einem sagen, ist grundsätzlich einfach, aber es ist – v.a. mit Übung – einfacher, einen IV-Zugang zu legen als eine neue Steckdose zu installieren, auch körperlich (glaub mir, ich habe beides gemacht- meine Wand sah nach zwei Tagen wieder gut aus, unsere Arme erst nach Wochen).

            Worum es mir geht, ist

            > Wenn man studieren will und die Wahl hat zwischen Technik und Soziales, da nimmt man doch meistens Technik, weil das aussichtsreicher ist. Für Soziales muss man gemacht sein.

            Das ist, wenn man studiert, Unsinn. Ich hätte auch Physik studieren können, und entscheid mich trotzdem für Wirtschaft (was wohl doof war). Und ich mache was „soziales“ (zumindest bekomme ich von niemandem Geld, der nicht lieber mich bezahlt als es selbst zu machen, und das auch nicht zu irgendwelchen Tarifen). Und ich bin keineswegs „sozial“. Ich mache das, was mir bei meinen Möglichkeiten das beste Lebens/Arbeits-Verhältnis bietet. Wie das jeder machen sollte.

            Und wer eine x-zig-jährige Ausbildung in einen schlecht bezahlten Pflegeberuf macht oder gar der (unsinnigen) Ansicht ist, die besser bezahlten Jobs könnte jeder lernen – die ja nun Du vertrittst: Niemand, wirklich niemand, hält die Leute, die sich beschweren, davon ab, die von Dir beschriebene „kurz angelernte Fließbandarbeit“ zu erlernen und dann „über 30 000 €“ zu verdienen. Wenn das denn stimmen würde, was es nicht tut. Deswegen nenne ich es Unsinn.

            Abschließend (und zurück zum Thema) finde ich es sehr seltsam, dass Du, wenn Du denn was technisches studiert hast, das so einfach findest. Ich habe nichts technisches studiert, bei meinem Studium musste man viel Quark auswendig lernen, und das fiel mir überhaupt nicht leicht – ganz im Gegensatz zum Verständnis der Dissertationen guter Freunde, _die_ was technisches studiert haben.

            Wenn Dir nun – wie mir – einfach das „soziale“ fehlt, ist das aber noch lange kein Grund dafür, zu behaupten, dass man „technisches“ lernen könnte, während man das „soziale“ eben hat, oder auch nicht hat. Hättest Du irgendwann mal Nachhilfe gegeben, wüsstest Du, dass Dein Punkt nicht stimmt, und wärst Du selbständig, wüsstest Du, dass zumindest der Eindruck irgendwelcher „Sozialität“ recht einfach ist, und das kommt dann von alleine. Ich mochte meine Kunden, mehr oder weniger, aber ich mag meine Kunden. Mittlerweile. Weil die ernsthaft dankbar dafür sind, dass ich das für sie mache, was ich mache. Und dann fühlt man sich gut. Nun erwarte ich das aber für eine gute Leistung, und nicht pauschal dafür, dass ich es halt überhaupt machen. Was, nun so als Selbständiger, recht reziprok ist. Und solange mit eine 50jährige Krankenschwester bei einer einfachen Blutabnahme noch einen blauen Fleck verursacht finde ich, dass die überbezahlt ist. Wenn sich meine Oma beschwert, dass die Pflegerinnen nie Zeit für sie haben, weil sie ihnen (ehrlich ununterbrochen) auf den Geist geht, und dann jedes Mal, wenn ich sie besuche, die Pflegerinnen Kaffee trinken, wenn ich da bin, finde ich nicht, dass die mehr Geld verdient haben. Nur, weil ich für mein Geld wirklich arbeite. Und die „Sozialleistungen“ finanziere, wovon die Beschwererinnen leben.

            Ich wäre aber natürlich offen dafür, nicht mehr jede noch so schlechte Pflegekraft genau so zu bezahlen wie die engagierteste.

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            • Mona sagt:

              Shitlord, ichhab doch geschrieben, dass es beim Studium schon etwas anderes ist. Und ich halte jedes Studium für schwer, schon allein von der Zeit, die man durchhalten muss und die Stoffmenge, die man durcharbeiten muss.

              Ich hab Arbeiter, die etwas mit Händen machen, mit Altenpflegern verglichen. Ein Ingenieur denkt immer anders als ein Arbeiter. Vielleicht kenne ich nur sehr schlaue Altenpflegerinnen (kann ja sein), denen traue ich auf jeden Fall zu, dass sie eine Ausbildung zur Elektronikerin schaffen, wenn sie Lust hätten das durchzuziehen. Und ich denk sie würden dann mehr Geld verdienen. Die Arbeiter bei VW bekommen bestimmt einen besseren Stundenlohn.

              Ich bin sozial, vielleicht sind andere besser darin, aber ich hab viele ehrenamtliche Dinge gemacht, die mit Menschen zu tun haben. Ich komme trotzdem nicht damit klar kranke oder sterbende Menschen zu pflegen. Vielleicht will ich einfach nicht abstumpfen. Ich kann die Tätigkeiten bestimmt lernen, aber die ganze Umgebung und den Stress zu ertragen, würde mich einfach kaputt machen. Meine Lehrer wollten unbedingt, dass ich Lehrerin werde, aber das kann ich nicht, da wär ich nach kürzester Zeit ausgebrannt, weil ich Menschengruppen unglaublich kräftezehrend finde und ich nicht glaube, dass ich mich daran einfach gewöhnen könnte.

              Ich sage auch nicht, dass etwas wirklich einfach ist. Nur dass ich finde, dass die Mechatroniker es schwerer hätten eine Altenpflegeausbildung zu bestehen mit den Praktika, die es da gibt. Ich finde, die examinierten Altenpflegerinnen könnten eher eine Mechatronikerausbildung bestehen. Müsste man austesten.🙂 100 Mechatroniker gegen 100 Altenpfleger und dann schauen, wie viele die andere Ausbildung bestehen.

              Du hast insgesamt schon ziemlich recht mit deiner Meinung. Mir gefällt es auch nicht, dass nicht richtig ausgebildete Leute an Menschen arbeiten. Sie müssten schon Ahnung haben, was sie da tun und wie es zu tun ist, wie in jedem Beruf. Ich finde z.B. Fehler beim Schaltschrankbau nicht so schlimm, wie wenn eine Altenpflegerin einen Fehler macht. Den Schaltschrank kann man ausbessern oder neu bauen, aber einen Tag eines Menschen kann man nicht im Nachhinein ausbessern. Ich wüsste zumindest nicht wie.

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              • IULIUS sagt:

                „Ich finde z.B. Fehler beim Schaltschrankbau nicht so schlimm, wie wenn eine Altenpflegerin einen Fehler macht.“
                Ich weiß nicht. Ein Fehler im Schaltschrank kann Menschenleben kosten und Millionenschäden verursachen. Ob der sich dann so einfach ausbessern läßt, daran melde ich Zweifel an.
                Laß doch nur mal durch einen Fehler im Schaltschrank ein Flugzeug abstürzen.

                Die Auswirkungen von Fehlern in der Altenpflege sind da eher begrenzt.

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                • maSu sagt:

                  Ach lass die Leute doch in ihrer „Arbeit mit Menschen ist das Beste wo gibt“-Welt leben und ihren Namen dort tanzen…

                  … das Gefühl der moralischen Überlegenheit ist so viel schöner als Fakten….

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                • Mona sagt:

                  Bevor ein Schaltschrank eingesetzt wird, wird er nochmal von anderen überprüft, besonders bei so Lebenswichtigen Dingen, wie Flugzeugen oder Medizintechnik, außerdem ist da meistens alles mindestens doppelt vorhanden, weil ein Defekt immer vorkommen kann.

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                  • IULIUS sagt:

                    @Mona,
                    schlichtweg nö.

                    Auch schließt das die Aussage nicht aus, daß Fehler im Schaltschrank verheerend sein können. Wie sie zusatande kommen ist trivial. Selbt wenn das Ding 50 mal überprüft wurde, heißt das nciht, daß der schaltschrank fehlerfrei ist. Und Flugzeuge sind deshalb schon abgestürzt, Schnellzüge zusammengestoßen etc…

                    Im kleinen Bereich wird nicht alles noch eimal überprüft. da reicht es aus, auf den Erdleiter Phase zu legen, um den Tod eines Menschen zu verursachen.

                    Um in der Altenpflege den Tod eines Menschen zu verursachen mußt Du extrem fahrlässig sein. Z. B. indem Du falsche Medikamente verabreichst.

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  9. kardamom sagt:

    Eins der Probleme ist auch, dass ganz viele Aufgaben, die traditionell innerhalb der (Gross)-Familie geleistet wurden, auf die „Öffentlichkeit“ übertragen wurden. Kinderbetreuung, Altenpflege, Krankenpflege.

    Anno 1965: Papa geht arbeiten, Mama ist daheim und pflegt bettlägrige Oma und Kinder spielen draussen und unbeaufsichtigt in der Nachbarschaft.

    Anno 2015: Papa geht arbeiten, bettlägrige Oma liegt im Pflegeheim, Kinder sind in der Kita und Mama geht ebenfalls arbeiten wie Papa.

    Die Frage ist, ob durch den jetzt zusätzlichen Lohn und dadurch zusätzliche Steuer- und Sozialabgaben das Geld zusammenkommt, um Pflege und Betreuung der Angehörigen zu finanzieren…

    Verschärfte Variante: Mama und Papa sind schon lange getrennt, Papa geht arbeiten und zahlt Unterhalt, bettlägrige Oma liegt im Pflegeheim, Kinder sind in der Kita und Mama geht ebenfalls arbeiten wie Papa, weil der Unterhalt von Papa nicht reicht. Die Frage ist, ob durch den jetzt zusätzlichen Lohn und dadurch zusätzliche Steuer- und Sozialabgaben das Geld zusammenkommt, um Pflege und Betreuung der Angehörigen zu finanzieren und eine zweite Wohnung zu finanzieren…

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  10. onyx sagt:

    „Sind Sozialberufe wirklich unterbezahlt?“

    Gemessen an deren Anforderungen, ja natürlich. Ist dir klar, dass es um Menschenleben geht und gute Pflege Leben retten kann? Das ganze abwertende Geschwafel von „Hintern putzen kann doch jeder“, „gefordete Qualifikation ist gering“, „jede Schleckerfrau kann das“ (was nicht nur Pflegekräfte, sondern auch die Schleckerfrauen beleidigt, nur nebenbei), ist meilenweit an der Realität vorbei und es täte vielen Leuten gut zu Gesicht, sich mal zu überlegen, wie sie selbst im Fall des Falles versorgt werden wollen. Denn der Tag wird kommen, verlasst euch drauf.

    Man kann keine gute Pflege leisten, wenn es zu wenig Fachkräfte gibt und diese auch noch restlos ausgebrannt sind.

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  11. gerks sagt:

    Hatte vor einiger Zeit mal im Rahmen meiner politischen Arbeit (Hobby) dazu schon gebloggt;
    https://mpartei.wordpress.com/2015/09/26/gender-pay-gap-ist-der-mythos-pflegestreik-ist-die-realitaet/

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  12. quineloe sagt:

    Wer ernsthaft glaubt, dass Gehalt davon abhängt, was man „herstellt“, der glaubt auch an den Weihnachtshasen und den Ostermann.

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    • EinFan sagt:

      Na dann erleuchte uns.

      Zumindest im kleineren Mittelstand ist es so. Der Chef kann seinen Angestellten nur soviel Geld zahlen, wie sie ranschaffen. Wenn ich meinen Bürokram nicht selbst erledigen will, dann kann ich jemanden anstellen. Für das Geld, dass ich in der damit gewonnenen Zeit erwirtschafte, kann ich ihn bezahlen. Etwas indirekt, aber trotzdem noch ein realer Zusammenhang.

      Weiter in der Industrie aufwärts geht der Zusammenhang immer mehr verloren. Aber wie gesagt: Bitte erleuchte uns.

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      • quineloe sagt:

        Das fängt schon mal damit an, dass die vollkommen gleiche Tätigkeit völlig unterschiedlich bezahlt wird, z.B. scheinselbstständige Hermesfahrer und fest angestellte Tarifgebundene DHL-Angestellte.

        Denke, das is genug Erleuchtung für den Anfang.

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    • Zar Reisprobe sagt:

      Eher, wer etwas anderes glaubt. Es gibt ja nur drei Möglichkeiten: Das Gehalt ist angemessen, zu hoch oder zu niedrig. Ist es zu hoch, wird offenbar Geld verschenkt – was sicher selten vorkommt. Ist es zu niedrig, würde niemand die entsprechende Arbeit erbringen – solange es Alternativen gibt. Und wenn es keine Alternativen gibt, dann ist die scheinbar zu niedrig bezahlte Arbeit die beste Alternative, also sicher nicht zu niedrig bezahlt. Schlussfolgerung: Lohn ist immer fair, wenn nicht Geld verschenkt wird.

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  13. Zar Reisprobe sagt:

    Natürlich wird bezahlt, was die Arbeit wert ist. Linksi drückt sich vielleicht ungünstig aus, hat in der Sache aber vollkommen recht. Daran ist auch überhaupt nichts unsozial, taktlos oder gemein; es ist eine bloße Tatsache.

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    • gerks sagt:

      Genauer. Was sie uns der Gesellschaft wert ist. Maschinen weinen und klagen nicht wenn man sie allein lässt bei einem Streik und das was sie produzieren kann verkauft werden.
      Solange uns die Wiederherstellung der Gesundheit und das Verringern von Leiden immer nur viel wert ist, wenn wir gerade betroffen sind und wir sonst nur über hohe Abgaben für das Gesundheitssystem klagen, wird sich nicht ändern. Wenn uns Arbeit deren Resultat als nicht „produktiv“ angesehen nichts wert ist, wird der „GenderPayGap“ bleiben.

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      • Zar Reisprobe sagt:

        Wenn man sich nicht selbst bezahlt, ist selbstverständlich, dass es darum geht, was die Arbeit ANDEREN wert ist.
        Warum sollte sich etwas ändern sollen? Du schreibst ja selbst, dass Gesundheit etc. derzeit nicht so viel wert ist – damit haben die Menschen doch entschieden.
        Der letzte Satz ist in mehrfacher Hinsicht völlig schwachsinnig.

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      • Michael sagt:

        gut 1/3 von jedem ausgezahlten Gehalt/Lohn fließen derzeit direkt in den Bereich KV und Pflege. Und das reicht hinten und vorne nicht. Und da soll man nicht jammern dürfen? Wann ist die Schmerzgrenze erreicht.

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        • Naja, die GKV´s erwirtschaften Überschüsse in Milliardenhöhe, von daher würde es wahrscheinlich schon reichen, wenn man ein bisschen mehr für Pflege ausgibt.

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          • Michael sagt:

            DAS ist was konstruktives.

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          • Zar Reisprobe sagt:

            Jede Milliarde an Überschuss aufgeteilt auf die 80 Mio. Einwohner dieses Landes sind 12,50€. Soll das dieses „bisschen mehr für Pflege“ sein?

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            • Naja, sind ja nicht alle gleichzeitig krank😉
              Wenn du dir mal ansiehst, welche Leistungen inzwischen vom Versicherten selbst erbracht werden müssen, und welche Leistungen gezahlt und welche abgelehnt werden, denke ich schon, dass das nicht gerechtfertigt ist.

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              • Zar Reisprobe sagt:

                Es geht mir nur darum, dass selbst ein „Milliardenüberschuss“ in Anbetracht der Menge an Versicherten nicht wirklich viel ist. Selbst wenn die Versicherungen ihre Reserven zeitnah „einsetzen“ würden, würde sich nichts merklich verbessern.

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        • Zar Reisprobe sagt:

          Dann leiste doch einfach privat Vorsorge. Liegt doch in deiner eigenen Verantwortung, dich abzusichern.

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          • Michael sagt:

            Du willst nicht verstehen oder? Jede 3. Arbeitsstunde in diesem Land wird nur erbracht um das Pflege und KV System am Leben zu erhalten und das reicht ja angeblich noch immer nicht. Da muss doch was nicht stimmen.

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            • Lomi sagt:

              Dem kann man aber entgegenhalten:
              Du gehst vom ausgezahlten Lohn aus. Der ist ja nicht identisch mit dem, was durch Arbeit erwirtschaftet worden ist. Erwirtschaftet wird weit mehr. Also an Geld fehlt es nicht wirklich, wenn man mal Deutschland ganz abstrakt als Ganzes betrachtet.

              Ansonsten:
              Ich kenne diesen Streit schon lange und er hat immer zwei Pole:
              Die einen sagen, es muss mehr Geld ins System. Die anderen sagen, es ist genug Geld im System, aber das System müsse effizenter werden.

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            • Zar Reisprobe sagt:

              Was genau reicht nicht? Und was genau soll nicht stimmen? Mir ist nicht klar, was du überhaupt zum Ausdruck bringen willst.

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              • Michael sagt:

                Ich bin der Meinung dass, wenn ich 3h arbeite und ich davon 1/3 der Leistung nur für das deutsche KV + PV System racker, mir und den anderen Arbeitnehmern in Deutschland dass System eine ganze Menge wert ist. Wenn das nicht reicht, weiß ich nicht was wir noch leisten sollen.

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                • Der Diskussion richtet sich auch nicht gegen dich, oder?

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                  • Michael sagt:

                    Die Diskussion richtet sich gegen diejenigen die nicht aus dem Sozialtopf rausziehen sondern einzahlen. Und das sind meines Erachtens nur die Arbeitnehmer und zwar alle. Auch die Pflegekräfte den auch deren Abgabenanteil wird steigen wenn deren Gehaltserhöhungen (die ja das erklärte Ziel sind) refinanziert werden.

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                    • Lomi sagt:

                      Das gilt nur dann, wenn man nur die Arbeitseinkommen heranzieht. Das ist sehr wahrscheinlich der Fall, aber angesichts der generellen Ungleichverteilung der Vermögen kann man zumindest langfristig auch mal über grundlegendere Alternativen nachdenken.

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                    • maSu sagt:

                      Lomi … Bleib doch mal kurz in dieser Dimension … Deine wohlklingenden Luftschlösser sind ja nett anzuschauen, aber nicht umsetzbar.

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                    • Lomi sagt:

                      @MaSu

                      „Lomi … Bleib doch mal kurz in dieser Dimension … Deine wohlklingenden Luftschlösser sind ja nett anzuschauen, aber nicht umsetzbar.“

                      Ja, wenn man immer so gedacht hätte, hätten wir noch einen Kaiser und Du hättest zumindest keinen IT-Job, weil man noch alles mit der Hand rechnen müsste. ^^

                      Man sollte sich schon die Freiheit nehmen, auch mal über „diese Dimension“ hinauszudenken. Wenn man sein Denken von vornherein auf das beschränkt, was im Moment gerade geht, dann kommt man irgendwann nicht mehr weiter. Denn dann behält man alle aktuell geltenden Prämissen bei und wiederholt im Grunde viele Denkfehler.

                      Ich bin nicht blöd und weiß sehr genau, dass man die „Weltrevolution“ nicht mal eben am Kneipentisch plant und schon erfolgt der große Ausgleich zwischen Arm und Reich. Das ist natürlich Wunschdenken, Zukunftsmusik und Wolkenschloss in einem. Andererseits ist Utopie ganz nützlich, um zumindest einige Forderungen sinnvoll formulieren zu können, die auch jetzt schon umsetzbar wären, z.B. das Heranziehen von Kapitaleinkommen.

                      Auch finde ich, gehört der Blick über den Tellerrand einfach zur Analyse der Gegenwart dazu, um nämlich mal zu den Ursachen vorzustoßen für einige Phänomene, unter anderem dieses, dass halt die Arbeitseinkommen zu großen Teilen die Sozialsysteme tragen.

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                    • St. Elmo sagt:

                      @ Masu

                      Es gibt folgende Möglichkeiten das System zu retten.

                      a) Kapitalerträge Sozialabgabenpflichtig machen.
                      b) Beitragsbemessungrenzen aufheben
                      c) Kombination aus a + b
                      d) Steuerfinanzierung

                      Erfolgversprechend dürfte nur b und c sein

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                    • IULIUS sagt:

                      „Ich bin nicht blöd und weiß sehr genau, dass man die “Weltrevolution” nicht mal eben am Kneipentisch plant „
                      Wenn nicht da, wo sonst? Da wo die vielen teuer bezahlten Wissenschaftler oder Politiker arbeiten? Eher nicht. Die wollen die Welt so behalten, mit allen Vorteilen für sie, wie sie ist.

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          • Private Vorsorge macht Sinn, wenn man z.B. Kronen aus Platin haben möchte. Für eine anständige Versorgung im Krankheitsfall gibt es die GKVs.

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  14. Shitlord sagt:

    @alle oben: Ihr habt den Comic nicht verstanden. Es geht darum, dass die unterqualifizierten und überarbeiteten Leute in den sozialen Berufen selbst daran schuld sind, wenn ihre schlechte Arbeit als schlecht angesehen wird.

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  15. Heinz sagt:

    Na toll und das bei den vollkommen überbezahlten Kindergärtnerinnen, die nicht einmal zur Verantwortung gezogen werden, auch wenn sie schwere Straftaten begehen.

    Aber jammern und noch mehr Gehalt fordern das können die tatsächlich.

    Und ja ich habe mich schon mit Mehreren, die neben einem Kindergarten wohnen, unterhalten.
    Von Qualität kann man bei den Kindergärtnerinnen, trotz Überbezahlung, nicht sprechen.

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  16. […] Pflege sehr weit verbreitet sind. Auslöser waren die zT doch sehr unwissenenden Kommentare unter Erzählmix’s Comic über Sozialarbeit. Mein erster Gedanke dazu war “gibts doch alles schon”. Es gibt einige sehr gute und […]

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  17. Bombe 20 sagt:

    1. Normalerweise haben die Figuren in den Comics nur dann ein erkennbares Geschlecht, wenn es für die Geschichte unbedingt nötig ist. Was habe ich hier verpaßt?

    2. Daß Linksi überhaupt einen Kindergarten besucht hat, ist erstmal nur eine Annahme.

    3. Michael hat es schon angesprochen: Das Problem ist doch zu einem guten Teil auch hausgemacht.
    Der Staat hat dem „sozialen“ Sektor jahrzehntelang praktisch kostenlose Zwangsarbeiter zur Verfügung gestellt, es ist doch klar, daß der sich darauf eingestellt hat. Warum soll man ausgebildete Fachkräfte einstellen und angemessen bezahlen, wenn es in MSHD, ISB, Krankenhaus usw. auch die Billigkraft tut, der man notfalls mit Disziplinarmaßnahmen drohen kann, inklusive Staatsmacht und drohenden Haftstrafen im Rücken?
    Und daß sich unter solchen Umständen nur die unrettbar Altruistischen für eine Ausbildung in dem Bereich interessieren, ist doch auch klar. Als medizinische Fachangestellte hat man garantiert ein leichteres Leben als als Krankenschwester.

    Klar, offiziell war der Zwangszivildienst arbeitsmarktneutral und sollte keine sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze ersetzen. Aber in der Praxis fing bei jeder Dienstzeitverkürzung das Geheule der „sozialen“ Träger an, wenn das so käme, könnten sie ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen. Hätte man die Arbeitsmarktneutralität ernst genommen, hätte das BAZ jede einzelne Äußerung in dieser Richtung als Antrag auf Aberkennung sämtlicher Zivildienststellen interpretieren müssen.
    Aber das war ja offensichtlich politisch nicht gewollt. Stattdessen hat man die Träger mit kostenlosen Zwangsarbeitern erst angefixt und abhängig gemacht und dann relativ kurzfristig auf kalten Entzug gesetzt. Klar, jetzt gibt es Bufdis als Ersatz, aber die können dummerweise ihre Stelle frei wählen und einfach gehen, wenn es ihnen zu belastend wird.

    Aber was passiert? Ich sehe überall diese „Wir. Dienen. Deutschland.“-Werbung der Bundeswehr, sie finanziert sogar mehrtägige Abenteuer-Klassenausflüge zu BW-Ausbildungszentren, einschließlich Abholung mit einem Bus von Y-Tours.
    Reklame für eine Ausbildung zur Krankenschwester ist mir dagegen noch nie begegnet, nur Anti-Reklame in Form von Berichten über die Realität in Krankenhäusern und Pflegeheimen.

    Sorry, das war jetzt ein Bißchen rantig…

    B20

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  18. Michaela Lusru sagt:

    Hier mal eine Kostprobe zur Qualität der Wikipediasprüche, dem Erguss der ProfiLaien und Eiferer im Streit mit zu dominierenden Sachkundigen zu

    „sozial“:
    „Die Soziologie – die „Wissenschaft vom Sozialen“ – befasst sich mit der sozialen Beschaffenheit einer Gesellschaft und ihrer Sozialstruktur. “

    und das, NACHDEM erklärt wurde, mit sozial sei „soetwas wie gesellschaftlich“ gemeint -Hallo?

    Nochmal den Satz in diesem Verständnis:
    „Die Gesellschaftswissenschaft – die „Wissenschaft vom Gesellschaftlichen“ – befasst sich mit der gesellschaftlichen Beschaffenheit einer Gesellschaft und ihrer Gesellschaftsstruktur“ ….
    Hä?
    Ja womit den sonst?

    In der Fortsetzung finden wir ebenda:
    „Die Sozialpädagogik befasst sich mit erzieherisch einschlägigem sozialen Handeln und Verhalten.“ –
    Über derartige Definitionen? Au weiha.

    Nun, wenn dann menschliches Handeln stets ein Handeln mit, unter oder für andere Menschen ist, also damit jedes Handeln von Mensch gesellschaftlich respektive sozial sein muss (gleich, ob positiv oder negativ konnotiert), dann ist dieses Handeln inclusive „Verhalten“ per se „sozial“ oder kein menschliches Handeln, also:
    erneute Tautologie, die nichts anderes beweist, als dass der Autor dieser Zeilen nicht annähernd verstanden hat, was sozial ist – aber sich dazu äußert.

    Das zur Exklusivität und Qualität von Wikipedia, speziell auch, wenn da über „sozial“ schwadroniert wird.
    Dabei ist das so einfach, wenn ich nur an den bekannten Sozius denke – Der MITfahrerer, der Beifahrer, der Platz des „Mitmachenden“, MIT jemandem sein / etwas machen, unter anderen – das ist „sozial“, und nichts anderes.

    Damit ist sozial, wer MIT anderen ist, auch für andere (damit natürlich auch für sich als AUCH-anderer), auch „unter“ anderen Menschen, ist sozial, was zwischen Menschen von Menschen stattfindet – auch die Prügel etc. sind damit „sozial“ (…schädlich).

    Sozial besagt nur, dass etwas unter Menschen stattfindet, ist bis dahin wertungsfrei.
    Allein der vor Zeiten eingebürgerte Begriff Sozial-Demokratie ist damit schon ein Nonsens, da es keine Demokratie gibt, die nicht sozial (von Menschen gemacht) ist.

    Das ist auch der Grund, warum eine Versicherung füreinander eine SOZIALVERSICHERUNG ist: Von Menschen, unter Menschen, für Menschen.

    Nun kommen die Tätigkeiten hinzu, die sich ursächlich mit Mensch, also von unter für Mensch befassen, und was stellen wir fest?
    Es gibt keine Tätigkeit, die nicht von Menschen, für … und unter stattfindet, die gesamte Daseinsweise der Menschheit ist bereits evolutionär als gemeinschaftliche, als sozial sich stützende angelegt – was damit eines der grossen Geheimnisse des Erfolgs der Evolution widerspiegelt.

    Mensch, sein Leben, Gesellschaft sind evolutionär bedingt nur gesellschaftlich, in und miteinander erhaltbar. Da kommt bis hier weder ein Samariter, noch eine (einseitige) Bedürftigkeit noch ein irgendwie aus der Ganzheit der Gesellschaft eliminierbarer Teilaspekt zum Tragen, sehr wohl aber das als gesetzlich erforderlich erkennbare Prinzip nicht nur der biologisch bedingten Kooperation biologischer sondern auch der Organe /telbereiche, soziale Kooperation als Grundlage der evolutionären Entstehung der Menschheit, hervor.

    Ein Ergebnis dieser KooperationsERFORDERNIS sind die gegenseitigen und einseitigen Hilfen der Menschen untereinander, von der Bildung / Ausbildung, über alle Versorgungen, über das Informieren und Lehren bis zur körperlichen Stütze anderer.
    „schlaue Separatisten“ meinten, das sei als „sozial im engeren Sinne anzusehen“, was fälschlicherweise eine rein positive Konotation suggeriert, aber nicht hergibt.

    Ein anderes Ergebnis dieser KooperationsERFORDERNIS ist die bekannte Arbeitsteilung bei der Sicherung und Realisierung der Lebensprozesse mit ihren ebenfalls bekannten Ausformungen – auch als Wirtschaftssektor beschrieben.
    Leider dabei inzwischen völlig ignioriert:
    Auch das sind ausgesprochen soziale weil unter / zwischen Menschen sich für Menschen realisierende Prozesse, ob denen das recht ist oder nicht.

    Nicht unwichtig für das SOZIALE, für das Gesellschaftliche, für die Gesellschaft ist:
    Ob in den Phasen aller diesbezüglichen menschlichen Handlungen und Verhaltensweisen deren natürlicherweise und inzwischen kultürlich weil tradiert innewohnendes s o z i a l e s Kooperationsprinzip Beachtung findet, oder verletzt wird, ja sogar abgeschaltete werden soll …

    Möge sich jeder selber erklären warum alles an ihm „sozial“ sein muss, manches sozial unerträglich oder förderlich, und manches an den Rahmenbbedingungen, den Strukturen bereits unter Missachtung dieses nun systemischen Koopereationgebotes als sozial nicht haltbar / gesellschaftlich nicht tragbar weil gesellschafts(system)schädigend.
    Diese“Systemschädigung berifft nicht etwa ein Regierungs oder Staatssystem, sondern das System Mensch, die systemisch nur kooperativ / sozial existierbare Menschheit, damit generell alle Menschen.

    So, nun macht weiter mit „sozial“, das erst gahhhnz am Ende mit der uneigennützigen (altruistischen) Hilfe für Bedürftige etwas „zu tun“ hat, nämlich wenn alles davor Liegende nicht „sozial“ im Fluss gestaltet ist, indem es nicht generell als ein permanentes Füreinander, als mutualistische Aktivität zum GEGENSEITIGEN NUTZEN realisiert wird.
    Asozial ist alles, das Gesellschaft behindert, wo auch immer.
    Ein Mensch selber ist immer sozial, kann nie asozial sein, höchstens handeln.

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  19. Isnogud sagt:

    Da ich als Altenpfleger, der diese Diskussion verfolgt hat, doch bei einigen Kommentaren hier das Kopfschütteln kaum abschalten kann, komme ich nicht umhin hier doch einmal meinen Senf abzugeben.
    Zuerst einmal zu Herrn Masu; zu der Auffassung, es gebe keinen Pflegenotstand, kann man wohl nur kommen wenn man sich die Realität aus der Anwendung ökonomischer Theorien ableitet. Das Resultat ist dann ungefähr so präzise wie die Wachstumsprognose der sogenannten Wirtschaftsweisen.
    Dann scheint es mir als ob hier jeder denkt das die schlechte Bezahlung das Hauptproblem der Pflegerinnen und Pfleger sei, und der Grund warum kaum noch Nachwuchs für diesen Beruf zu finden ist.
    Ich arbeite für eine Leiharbeitsfirma, komme also ganz gut rum und kenne viele Heime. Das worüber die Kolleginnen und Kollegen klagen ist selten das Geld. Es sind Dinge wie ständig 12 und mehr Tage am Stück arbeiten zu müssen, durch häufige Krankheitsausfalle oft zu zweit die Arbeit machen zu müssen, die für die vorgesehenen drei Pflegekräfte schon anstrengend genug ist. In unserer Branche kann man die Arbeit leider nicht aufschieben. Wenn man dann mal frei hat muss man immer damit rechnen, dass das Telefon klingelt und man mal wieder einspringen soll. Den meisten Kolleginnen und Kollegen die ich kenne liegen „ihre“ Bewohner sehr am Herzen. Man würde sich gerne besser um sie kümmern und die ganzen tollen Prophylaxen, Beschäftigungsmassnahmen und Bedarfsanalysen, die man gelernt hat, auch mal durchführen. Aber man hat halt keine Zeit dafür.
    Zusätzlich zur angespannten Personalsituation kommt, dass die Pflege heutzutage „professionaliert“ durchgeführt werden muss. Ich will das nicht abwerten, aber es bedeutet für die Pflegenden eine erhebliche Zusatzbelastung durch „Büroarbeit“, also auch Arbeitszeit die ich nicht mit dem Bewohner direkt verbringe.
    Ein weiteres großes Problem ist die hohe Fluktuation durch den ständigen Einsatz von Zeitarbeitskräften unter der die Qualität sehr leidet. Dies ist auch meist der häufigste Kritikpunkt der Bewohnerinnen und Bewohner. Natürlich ist das auch wirtschaftlich eine hohe Belastung für die Heime, immerhin kosten wir je nach Schichtzuschlag ca. 30-40 Euro pro Stunde. Aber es gibt keine Alternative für die Heimbetreiber wenn sie ihre Stellen nicht besetzt kriegen.
    Diskussionen wie diese hier werden meines Erachtens mit der gleichen Attitüde geführt wie Diskussionen über Polizeigewalt in Amerika oder Beschneidungsrituale in Uganda, etwas das mich interessiert, ja sogar emotional berührt aber persönlich eigentlich nicht betrifft.
    Diese Einschätzung ist grundlegend falsch. In ein paar Jahren oder Jahrzehnten werden sie die „Kundschaft“ von meinesgleichen sein, zumindest die meisten von ihnen, ob Ihnen das passt oder nicht. Es hat nichts mit Altruismus zu tun sich dafür zu entscheiden diesen gesellschaftlichen Missstand engagiert zu bekämpfen, es ist eine zutiefst egoistische und zugleich vernünftige Entscheidung sich für eine gute, menschenwürdige Altenpflege einzusetzen.

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    • Rudolf sagt:

      „Das worüber die Kolleginnen und Kollegen klagen ist selten das Geld. Es sind Dinge wie ständig 12 und mehr Tage am Stück arbeiten zu müssen, durch häufige Krankheitsausfalle oft zu zweit die Arbeit machen zu müssen, die für die vorgesehenen drei Pflegekräfte schon anstrengend genug ist. In unserer Branche kann man die Arbeit leider nicht aufschieben. Wenn man dann mal frei hat muss man immer damit rechnen, dass das Telefon klingelt und man mal wieder einspringen soll.“

      Da haben wir es doch: unflexible Arbeitsbedingungen (Z.B. schwer zu bekommender Urlaub), Überlastung, Überstunden, Rufbereitschaft. Dafür wird man normalerweise kräfrig kompensiert, weil das sich sonst keiner antun will. Und ja, vieles ist nur so schlimm, weil man nicht genug Leute hat.

      Gewissermaßen ein Teufelskreis. Die Bedingungen sind schlecht, weil es zuwenige machen, aber es machen zuwenige, weil die Bedingungen so schlecht sind. Womit wir wieder bei der Wirtschaft wären – würde man mehr zählen, fänden sich mehr Pfleger, und die Bedingungen würden sich bessern. Nur will man das Geld eben nicht investieren sondern faselt lieber vom Pflegenotstand, um doch noch ein paar billige Pfleger zu bekommen und die eigentliche Lösung – die durchaus kräftig ins Geld geht – hinauszuzögern.

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  20. Michaela Lusru sagt:

    @Isnogud sagt: Oktober 26, 2015 um 23:01
    Bin keinE AltenpflegerIn, aber weiss nach 5 Jahren Aktivität dort für einen mir vertrauten Kollegen, wovon du redest: Du bist noch sehr sehr artig und zurückhaltend, aber mich freut deine Unverzagtheit.
    Besonders stimme ich deinem Schlussatz zu:
    „Es hat nichts mit Altruismus zu tun sich dafür zu entscheiden diesen gesellschaftlichen Missstand engagiert zu bekämpfen, es ist eine zutiefst egoistische und zugleich vernünftige Entscheidung sich für eine gute, menschenwürdige Altenpflege einzusetzen.“
    Ja, das ist nicht Altruismus, die einseitige Hilfe an andere, weil der Normalfall, der Mutualismus, die grundsätzlich zum gegenseitigen (!) Nutzen erfolgende gesellschaftliche Realität, nicht mehr greift, aus welchem Grund auch immer.
    Warum es da nicht tut und dann am „Ende“ alle bei dir landen, hat sehr viel damit zu tun, dass das kleine Wort „sozial“ in unserer gesellschaftlichen Wirklichkeit nicht mehr der Dirigent des Ganzen (zum gegenseitigen Nutzen) sondern oft nur noch die vierte Geige spielt, sozial allein in deine Berufswelt wie „verschoben“ erscheint, und das nicht mal ausreichend und sinnvoll.
    Schau mal, was ich vor dir dazu sagte.

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    • Michaela Lusru sagt:

      @Isnogud sagt: Oktober 26, 2015 um 23:01

      Du beschreibst die Sozialität der Alten, in der du dich engagierst, aber auch dein Auskommen finden möchtest, und nicht nur du.
      Andere stehen mit beiden Beinen, Armen und vor allem mit dem Herzen in einer völlig anderen Sozialität:
      Der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe, die faustdick ebenfalls solche Texte schreiben könnte, wie du über die Altenpflege, nur weit aktuell dringlicher und sozial zugespitzter.

      Es gibt aber auch noch eine weitere riesige prekäre Sozialität:
      Unsere Zukunft der EU:
      UNSERE KINDER !!

      Da wird wohl Frau Merkel mit ihren Pseudo-Sozialromantikern noch viele Male rufen müssen:
      Das Schaffen wir!
      Wie kriegen wir später…

      Schaffen wir Integration, Frau Merkel, nicht nur in der Zukunft unserer Arbeitswelt, sondern auch in der seit Jahrzehnten EU-weit bekannten Misere der Sozialität unserer Kinder, oder ist das nun alles mal wieder auf Eis gelegt, in die Verlängerung der sozialen Kälte für allein EU-weit 26 Millionen Kinder?

      Aktualisiert am 27. Oktober 2015, 09:56 Uhr berichten die Nachrichten von web.de:

      „Die wirtschaftliche Lage in Europa erholt sich, die junge Generation aber profitiert davon noch nicht. Nach einer Studie wird die Kluft zwischen Alt und Jung immer größer. Und das auch in Deutschland, obwohl die Ausgangslage hier im EU-Vergleich deutlich besser ist:

      26 Millionen Kinder und Jugendliche sind nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung in der Europäischen Union von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Damit sind die Jüngeren die größten Verlierer der Wirtschafts- und Schuldenkrise der vergangenen Jahre in der EU. Betroffen sind fast 30 Prozent aller unter 18-Jährigen.“

      Und das noch ohne die hinzukommenden Hunderttausende Kinder der Kriegs-Asylanten, denen aus keinem Grund Besseres angeboten werden kann, was verschwiegen wird.

      DAS ist ALLEN Menschen, auch den Flüchtlingen und Helfern zu erklären.
      Dafür sind Wege zur Lösung zu suchen, Frau Merkel, Herr Junker, Herr Sozial-Schulz im EU-Parlament, anstelle Schönwetterreden zu führen oder uns die Raute zu zeigen.
      Dazu muss JETZT gesagt werden:
      Wir schaffen das – Wie schaffen wir das?

      Weil das alternativlos ist, weil eben so wie bisher nicht sozial erträglich ist.
      Eventuell so:
      Alle Menschen sind aufgerufen, DAFÜR, für die Flüchtlingsnot, die EU-Armutskinder, die frühkindliche Bildung, die Pflegewelt der Alten und Bedürftigen endlich sozial erträgliche Lösungen zu finden, zu prüfen, W A S N U N getan werden muss, in unserem schönen EU-Teil des grossen Europas und darüber hinaus, z.B. bei Freunden – anstelle von gegenseitigem Sozialraub mit Daten bei Bespitzelung …
      Ja, auch unsere Daten mit ihren Informationen sind elementarer Bestandteil unserer Sozialität!
      Was tun? Oder Deutschland, das Wintermärchen …?

      Achtung: „Raute“, ein auf der Spitze stehendes Viereck mit zwei gleich langen parallelen Seiten, zwei stumpfen und zwei spitzen Innenwinkeln, die Wikipedia meint „Gefahrenhinweise sind oft rautenförmig“ – ??
      Etwa wie
      „Vorsicht, aus den Augen – aus dem Sinn“
      (;-o)

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      • Isnogud sagt:

        Du machst da ja ziemlich viele Fässer auf. Versteh mich nicht falsch, ich stimme mit dir in vielen Punkten überein.
        Was ich aber meinte als ich schrieb, dass es sich nicht um eine altruistische Ansicht handelt wenn man sich für eine Stärkung der Pflege einsetzt ist, dass man damit nicht anderen einen Gefallen tun will sondern sich darum kümmert wie man in Zukunft behandelt werden will, wie man die letzten Jahre seines eigenen Lebens verbringen will.
        Klar kann man sagen, Flüchtling, bin ich nicht, Kinder, hab ich keine, ebenso wenig bin ich obdachlos, drogenäbhangig, arbeitslos oder sonstwie bedürftig. Das geht mir alles am Arsch vorbei, den ganzen Sozialstaat brauche ich nicht, ich will mehr netto vom brutto.
        Das ist keine Meinung die ich teile aber eine weit verbreitete in der Bevölkerung.
        Niemand will sich mit dem Altwerden auseinandersetzen, aus verständlichen Gründen. Würde ich durch meinen Job nicht ständig damit konfrontiert werden würde ich es auch nicht tun, aber Fakt ist, die Mehrheit aller Menschen in diesem Land wird früher oder später ein Pflegefall sein. Wir werden irgendwann nicht mehr in der Lage sein einen eigenständigen Haushalt zu führen, uns nicht mehr selbst anzuziehen, uns zu waschen. Viele werden nicht einmal in der Lage sein einen Löffel zu halten, zu wissen wo sie gerade sind oder Ihre eigenen Kinder zu erkennen.
        Es wird sie betreffen, sollten Sie nicht gerade das Glück haben einen Abgang wie Udo Jürgens abzuliefern.
        Von wem wollen sie dann betreut werden? Sicher nicht von den überarbeiteten Pflegehelfern, die für den Lohn eines Boulettemumdrehers bei McDonalds, gerade den zwölften Tag in Folge arbeiten, und dem ihr gerötetes Bein nicht auffällt, weil er dazu nicht ausgebildet würde. Dann sterben sie halt kurz darauf an einer Lungenembolie. Oder von der Pflegekraft die erst um 11 Uhr morgens Zeit hatte sie aus dem Bett zu holen und dann feststellt das sie einen Schlaganfall hatten. Hätte sie eher Zeit gehabt wären sie vielleicht wieder der Alte geworden, aber so Halbseitenlähmung und Sprach- und Schluckstörung. Viel Spass mit dem Rest ihres Lebens. Apropos, diese beiden Beispiele habe ich mir nicht ausgedacht sondern erlebt.
        Diejenigen von Ihnen die sich bereits dem Renteneintrittsalter nähern oder es überschritten haben, wünsche ich schon mal mein herzliches Beileid. Für alle anderen sei nur gesagt das es noch nicht zu spät ist die Weichen in die richtige Richtung zu stellen, es bedarf dafür aber einer gewaltigen gesellschaftlichen Anstrengung.
        Apropos, an alle die denken, ich hab ja Geld, ich zieh dann halt in eins dieser Nobelheime; ich habe fast drei Jahre in so einem Schuppen gearbeitet. Zugegeben das Essen ist besser, es sieht schicker aus aber Qualität der Pflege unterscheidet sich nur unwesentlich von anderen Läden mit der gleichen starken Tendenz nach unten.

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        • Michaela Lusru sagt:

          @Isnogud sagt: Oktober 28, 2015 um 00:14

          „Du machst da ja ziemlich viele Fässer auf.“
          So? Ich „gucke“ nur in die rein, die DU hingestellt hast …

          „Versteh mich nicht falsch, ich stimme mit dir in vielen Punkten überein.“
          Das darfst du auch meinerseits so sehen, ich stehe hinter allem, was du sagtest, im besonderen, wenn es um die Ursachen dafür geht, bzw. wo anzusetzen sein müsste.

          „Was ich aber meinte als ich schrieb, dass es sich nicht um eine altruistische Ansicht handelt wenn man sich für eine Stärkung der Pflege einsetzt“

          Korrekt, „altruistisch“ ist eine einseitig gerichtete Hilfeleistung an Bedürftige, quasi Almosen an Menschen, die sich nicht (mehr) selber „helfen“ können – jedoch das darf nicht der Normalzustand und damit das Grundverständnis einer Gesellschaft sein, da es der NATUR und KULTUR des sozialen Wesens Mensch widerspricht und damit Gesellschaft schädigt, wenn sie nur nach dem dem letzten Ausweg des Altruismus „funktioniert“,
          „ist, dass man damit nicht anderen einen Gefallen tun will sondern sich darum kümmert wie man in Zukunft behandelt werden will, wie man die letzten Jahre seines eigenen Lebens verbringen will.“, wie alle gemäss ihrer Natur eingebunden leben möchten und müssen!

          Und das funktioniert im grossen Rahmen einer Gesellschaft nur, wenn grundsätzlich FÜREINANDER, also zum GEGENSEITIGEN Nutzen gehandelt wird – das heisst: „mutualistisch“.
          In diesem Handlungsprinzip ist von Anbeginn bis zum Ende die Teilhabe aller, die Würde aller, die Leistungsfähigkeit und -Bereitschaft aller nach dem Prinzip der kooperativen gegenseitigen Hilfe (Kropotkin!), und damit zum einen die einseitig erforderliche altruistischen Hilfe begrenzbar und individuell wie gesellschaftlich nützlich und sinnvoll begrenzbar, und zum anderen auch deren Bedingungen beidseits wie sozial erforderlich besser herstellbar.

          Das Prinzip der Kooperation (nicht „das egoistische Gen“!) hat zu der Menschwerdung geführt, in der wir leben, sie ist das Geheimnis zur Lösung der sozialen sprich zwischenmenschlichen Probleme, ihr Wesen ist mutualistisch, und nur wer sich darin nicht besorgen und versorgt werden kann, dem ist DANN altruistisch, aber erfolgreicher, zufriedenstellender und würdevoller zu helfen.

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  21. […] gelesen. Geschrieben von Nadja Herman, im Netz wohl bekannter als „erzaehlmirnix„, die ich ja an anderen Stellen schon verlinkt habe. Darin steht fühl meinen […]

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