Wurst.

Veröffentlicht: Oktober 27, 2015 in Uncategorized

krebs

Kommentare
  1. casta66 sagt:

    Welcher VW-Abgasskandal?

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  2. Liesel sagt:

    Essen und Trinken führt nachweislich früher oder später zum Tod.

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  3. turtle of doom sagt:

    Ich liebe den Unterschied zwischen absolutem und relativem Risiko.

    Nehmen Frauen eine Pille, verdoppelt sich ihr Risiko für eine Lungenembolie. Jo. Verdoppelt sich. Es verdoppelt sich von etwa zwei Lungenembolie-Fällen pro 100’000 Benützerinnen auf vier. Ist also immer noch sehr selten.

    Gleichzeitig sorgt aber die Verschreibungspflicht dazu, dass Frauen zu einem Arzt gehen, und ein Gesundheitsproblem ansprechen können, was ihnen wiederum das Leben retten könnte.

    Und wenn wir schon bei Krebs und Ernährung sind: Übergewicht bedeutet ein erhöhtes, aber auch nicht allzuschweres Krebsrisiko (mal mit Rauchen verglichen). Da aber in den USA ein Drittel aller Menschen übergewichtig sind, würde eine Abspeck-Kampagne die Zahl der Krebsfälle drastisch reduzieren.

    Und noch ein letzter Gedanke: „Wir sterben ja sowieso an irgendwas. Ich rauche halt, und dann ist es für mich wohl Krebs oder COPD.“

    Ob man früher wohl „Wir sterben ja sowieso an irgendwas. Meine Familie hat keine sanitären Einrichtungen, so kratze ich halt an Cholera ab.“ sagte?

    Dass man zwar an irgendwas stirbt, können wir sowieso verhindern. Aber der so genannte epidemiologische Übergang macht, das wir nicht mehr an vermeidbaren Krankheiten sterben, und vorher auch eine lange Zeit mit unseren Kindern geniessen können.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Epidemiologischer_%C3%9Cbergang

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    • St. Elmo sagt:

      Nur weils Hinkt ist es kein Vergleich.

      Cholera = von Bakterien verursachte Krankheit

      Krebs = Durch Umwelteinflüsse verursachte Genommutation die zu einem ungebremsten Zellwachstum des betroffenen Körperteils/Organs führt.

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      • Mona sagt:

        Ist das immer so, dass die Umwelt die Genmutation macht? Ich hab irgendwo aufgeschnappt, dass es auch aus der Zelle von sich aus passieren kann, weil sie ja altert und dann irgendwelche Fehler einbaut?

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        • turtle of doom sagt:

          Mutationen geschehen völlig von alleine, schon deshalb, weil der DNA-Kopiermechanismus, der vor der Zellteilung abläuft, nicht ganz fehlerfrei ist. Pro eine Milliarde Basenpaare schleicht sich durchschnittlich ein Fehler ein. Und wieviele Basenpaare hat unser Erbgut? Jepp, 3.2 Milliarden. Es muss nur ein einziges Basenpaar falsch sein (sogenannter „Snip“, SNP, single nucleotide polymorphism), und du hast z.B. ein höheres Risiko für Schizophrenie (z.B. bei einem SNP in einem bestimmten Gen, welches für einen Serotonin-Rezeptor codiert).

          Das heisst, bei jeder einzelnen Zellteilung schleichen sich drei Fehler ein, die von Reparaturmechanismen nicht entdeckt und repariert wird.

          Durch Arsen, UV-Strahlung, Benzol, freie Radikale und was auch immer geschehen natürlich noch viel mehr DNA-Schäden pro Zelle. Da sind die Mutationen bei der Zellteilung ein Pappenstiel. Die nicht vermeidbare Mutationsrate ist immer noch viel höher als 1 pro Milliarde Basenpaare – denn in jeder Zelle laufen chemische Reaktionen ab, und wo gehobelt wird, fliegen Späne. Die Moleküle, die etwa Proteine spalten, können genausogut auch mal die DNA schädigen.

          Für Forschungen bezüglich DNA-Reparaturmechanismen hats gerade einen Nobelpreis gegeben… http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/chemistry/laureates/2015/announcement.html – das Video von der Preis-Bekanntgabe ist sehenswert!

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        • St. Elmo sagt:

          Krebs kann durch Kopierfehler in der Zelle entstehen…
          nur entsteht der Kopierfehler durch Zufall oder durch die Umwelteinflüsse?

          .

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      • turtle of doom sagt:

        Es ist ein valider Vergleich, finde ich. Mit demselben Grund („An irgendetwas sterben wir eh!“) kann man das Rauchen rechtfertigen, oder das Nicht-Einbauen von sanitären Einrichtungen.

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        • St. Elmo sagt:

          Aus der Perspektive ja….

          Mir ging es bei meiner Aussage darum,

          Durch Hygienemaßnahmen kann man wirklich die Infektion mit Bakterien verhindert bzw. drastisch reduziert und so Krankheiten verhindern kann.

          Während man trotz Verzicht und „Gesund“leben an Krebs erkranken kann.

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  4. Sachen gibts! GENAU das war heute in der Nachtschicht „unser“ Thema!^^ tztz Zufälle gibts? *kopfschüttel*ROOOTES FLEISCH! Des stand vei in der *piep*Zeitung! Ja nee, is klar! Aber wenns in der Tagesschau kam…? hmmm… Irgendwas tötet Dich auf jeden Fall…

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  5. Michael Mendelsohn sagt:

    Und Erzählmirnix tötet kleine Kätzchen! Habt ihr das auch schon wieder vergessen? Jahaaa, aber über andere sich lustig machen!

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  6. Atomino2000 sagt:

    Das behaupten die doch nur, weil die Weltwurstvorräte am knapp werden sind.

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  7. Balrog sagt:

    100% aller Menschen die gestorben sind haben Luft geatmet! Luft tötet! Hört alle auf zu atmen!!!111einself

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    • St. Elmo sagt:

      Neuste Forschung haben ergeben das es nicht die Luft an sich ist,
      sondern das sich in der Luft befindliche Dioxid.

      Dioxid ist ein äusserst aggresives Element das in Verbindung mit Hydrogen
      Metall zersetzen kann, Umgangssprachlich wird dieser Effekt als „rosten“ bezeichnet.
      Welcher weltweit jährlich Schäden in Milliardenhöhe an Eisenwerkstoffen verursacht

      .

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      • Holger sagt:

        Das stimmt übrigens sehr genau – das es Lebewesen in einer so übel oxidierenden Umgebung gibt, grenzt an ein Wunder – und ist nur erklärbar durch die extrem ausgefuchsten Reparaturmechanismen – siehe auch den Kommentar weiter oben von turtle of doom – Sauerstoff ist eines der übelsten Diradikale, wenn man ihn anregt (z.B. per Sonnenlicht – daher kann man Wäsche in der Sonne bleichen!).

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  8. Gerry sagt:

    Halt! Stop! Polizei! Genau so machen es die Medien. Allerdings ist nicht das Fleisch oder dessen Farbe schuld. Ich glaub nur daran, dass grünes Fleisch schädlich ist. Das gefährliche ist das Natriumnitrit, und nicht das Fleisch. Es geht um so verarbeitetes Fleisch. Ich ess es trotzdem. Wieso? Weils geil schmeckt. Und man stirbt meines Erachtens nicht gleich dran. Oder ich bin schon tot und habs noch net gerafft. Klar isses gut, wenn man Tests macht und klar isses gefährlich, aber dann sollen diese Nachrichten hoffentlich dazu dienen, dass man hier entweder nach alternativ-Pökel schaut oder was anderes erfindet. Net glei „Wir werden alle sterben“-Stimmung machen. Weil das müssen wir eh. Und jetzt hab ich hunger!

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    • Michael Mendelsohn sagt:

      Du hast eine 18% höhere Chance, Arschkrebs zu bekommen, wenn du regelmäßig 50g Wurst isst. Bei rotem Fleisch ist die Gefahr nicht ganz so groß, man weiß aber noch nicht so genau, woran es liegt.

      Rotes Fleisch: Rindfleisch, Kalbfleisch, Schweinefleisch, Schaffleisch, Lammfleisch
      Weißes Fleisch: Geflügelfleisch, Kaninchenfleisch

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      • turtle of doom sagt:

        Kontext von Tante Wikipedia: „Based on rates from 2007-2009, 4.96% of US men and women born today will be diagnosed with colorectal cancer during their lifetime.“

        Das heisst, von Tausend Menschen kriegen 50 irgendwann Arschkrebs. Wird das Risiko um 18% erhöht, bedeutet dies einfach 50 * 1.18 = 59 pro Tausend.

        50 Gramm verarbeitetes Fleisch pro Tag führt also zu höchstens (!) zusätzlichen Arschkrebsfällen pro 1000 Leute – „höchstens“ deshalb, weil die 50 Fälle pro Tausend schon bei durchschnittlichem Konsum von verarbeitetem Fleisch zustande kommen.

        Das zusätzliche Risiko ist also verschwindend klein. Da würde ich eher aufpassen, nicht übergewichtig zu werden…

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        • turtle of doom sagt:

          Ich kaufe die Zahl 9. Nach Belieben oben einfügen.

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          • Michael Mendelsohn sagt:

            Das ist der richtige Maßstab. 9 Krebsfälle weniger pro 1000 sind 720.000 weniger Krebsfälle, bezogen auf die deutsche Bevölkerung, deren Behandlung das Gesundheitssystem nicht mehr tragen müsste. Das sind die Maßstäbe, in denen die WHO denkt.

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            • turtle of doom sagt:

              Nein, nicht wirklich. Was hilft es, eine Krebsbehandlung zu vermeiden, wenn das Gesundheitswesen später eine viel teurere, jahrelange Behandlung einer anderen Krankheit bezahlen muss? Mit der Reduktion der einen Krankheitszahl wird bloss die andere Krankheitszahl aufgebläht. Wie gesagt – Rauchen verhindert Alzheimer.😉

              Das bessere Maß wäre QALY, nämlich Quality-Adjusted Life Year. Ein Jahr mit hundert Prozent (subjektiver) Lebensqualität entspricht einem normalen Lebensjahr, ein Jahr mit reduzierter Lebensqualität aufgrund Krankheit, Behinderung oder Unfallfolge ist dann auch entsprechend reduziert. Zum Beispiel entsprechen 10 Jahre mit 40% Lebenqualität 4 QALYs, während ein Gesunder in der selben Zeit 10 QALYs genießt.

              Die Frage ist dann: Mit welcher Kosten und welchen Interventionen (Verbot des Spaß-Schweinereitens, Feminismus-Ausstiegsberatung, kein Wurst mehr essen…) erhöht man die QALYs in der gesamten Bevölkerung maximal?

              Ein verwandtes, aber umgekehrtes Maß ist der DALY, Disability-Adjusted Life Year. Dort wird der objektive Behinderungsgrad pro Krankheit/Unfallfolge separat angeschaut, und nicht der subjektive Grad an Lebensqualität. Während man QALYs maximieren will, versucht man DALYs zu minimieren. Dann schaut man, ob man mit x Euro mehr DALYs bei Krebs oder mehr DALYs bei Alzheimer verhindern kann.

              Die Frage ist, ob man die Dickdarmkrebs-Fälle durch diesen Wurstkonsum in Kauf nehmen kann, zugunsten von effektiveren Maßnahmen. Schließlich fallen ja auch Kosten an, wenn der Bayer auf seine geliebte Weißwurst verzichten muss, und der Franke auf seine Nürnberger Würstchen, und der Lyoner auf seine Lyoner und der Schweizer auf seine Cervelat.

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  9. Dampfbloque sagt:

    Das trifft in vielen thematischen Zusammenhängen voll auf den Punkt. Einmal kurz berichtet, schon verschwindet ein Skandal etc. im Sumpf der Timeline oder der schieren Masse an Meldungen, die uns jeden Tag erreichen.
    Es ist ja kaum noch möglich einer Sache konsequent zu folgen, wenn es soviel Ablenkung gibt.

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    • Michael Mendelsohn sagt:

      Deswegen sind zum Glück auch Shitstorms irgendwann vorbei…😉

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      • Dampfbloque sagt:

        Leider auch, ohne bei wichtigen Themen etwas nachhaltig Zählbares zu hinterlassen. Manchmal könnten solche Stürme sinnvoll wirken, was aber nicht passiert. Sobald hinter etwas ein „-gate“ gehängt wird, ist es schon vorbei mit dem Nutzen.

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        • Michael Mendelsohn sagt:

          Das Schöne am Internet ist, dass ich praktisch ohne Zeitverzögerung zu jeder Meldung in die Tiefe gehen und mehr Informationen finden kann. Themen, die ich so vertieft habe, bleiben bei mir nachhaltiger hängen.

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  10. „Leben Sie lieber nicht – Sie könnten ja sterben“

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  11. Lomi sagt:

    Iss mir vollkommen wurst… ^^

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  12. AlterKnabe sagt:

    1966 hatten zwei Ärzte eine ziemlich überzeugende Studie vor gelegt das Rauchen Krebs verursachen sollte. Seit 1973 wurde Zigarettenreklame im Fernsehen verboten, in Zeitungsreklame musste die Warnung erscheinen, usw. Seitdem hat sich weltweit die Tabakproduktion halbiert, die Anzahl Fälle von Lungenkrebs haben sich verdoppelt. Würden wir unser Verständnis unserer Umgebung mehr auf Wissenschaft und weniger auf Medien getriebene Hysterie und Bange mache basieren, würden wir zu diesen Thema uns entschließen unsere These noch einmal zu überdenken.

    Fleischgrillen verursacht inzwischen Krebs. Fast alle Nahrung die nicht auf den Veganen Speiseplan stehen verursachen Krebs, alle elektromagnetischen Sender verursachen Krebs, auch wenn ihre Signalstärke ein Milliardstel Teil von den ist was bis in die 80er für Radio Telefonie benutzt wurde, macht nichts, ist alles schädlich.Auf Handy Telefonieren, verursacht Hirntumore, es sind 20 Jahre, die vorausgesagte Epidemie von Hirntumore blieb bisher aus.

    In der geschriebenen Weltgeschichte hat es nie ein wissenschaftliches Disziplin gegeben das so erfolglos war wie die Krebsforschung. Über die letzten 100 Jahre hat sich die Wahrscheinlichkeit Krebs zu bekommen verdreifacht, die Chancen für den Patient Krebs zu überleben haben sich halbiert.

    Nur weil ganze Armeen von Wissenschaftler mit beeindruckenden Titel angeben und absolut keine Ahnung davon haben was sie tun, ist absolut kein Grund nicht täglich neue Angst-mache in die Welt zu setzen.

    In diesen Licht sind diese ewigen neuen Krebs Erreger zu bewerten.

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    • Mona sagt:

      „…, die Chancen für den Patient Krebs zu überleben haben sich halbiert. “
      Wie funktioniert das? Also wie ist man drauf gekommen und ist das wirklich so?

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      • Frank sagt:

        Mal aus der Hüfte geschossen:
        In den letzten 100 Jahren ist die Lebenserwartung dank moderner Medizin gestiegen. Alte Menschen bekommen natürlich eher Krebs und sterben daran. Heißt: Viele Krebstote von heute hätten vor 100 Jahren das Alter, in dem sie Krebs bekommen, gar nicht erlebt. Es heißt auch, dass eine Bombenerfolgsquote bei Erkrankten die unter 70 Jahre alt sind, von den über 70-jährigen „versaut“ werden kann. Das es in der Forschung Rückschritte gibt, heißt es aber ganz sicher nicht!

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        • turtle of doom sagt:

          Andere Interpretation: Von den Krebspatienten mit einer schlechten Prognose überleben tatsächlich weniger.

          Es hat sich nur der Begriff „schlechte Prognose“ verschoben. Je nach Art der Krebserkrankung hat man mittlerweile sehr gute Überlebenschancen. Früher war Akute Lymphoblastische Leukämie (ALL) das Todesurteil, also eine „schlechte Prognose“. Heute hat man fast 90% Chance, fünf Jahre nach Diagnose zu leben – dank Chemo und Blutstammzell-Transfusion.

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        • AlterKnabe sagt:

          Die wahrscheinlichkeit von Krebs zu sterben liegt momental auf fast 20%. Die durchschnittlichen Lebenserwartungen haben sich seit 1915 merkbar verbessert, es sei denn Du hast Krebs.

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          • St. Elmo sagt:

            Statistisch gesehen steigt auch die Lebenserwartung mit jedem Jahr das man Älter wird.
            Trotzdem stirbt am Ende jeder irgendwann.

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            • turtle of doom sagt:

              Vielleicht missverstehen wir uns, aber ein 20-Jähriger hat eine Lebenserwartung von x Jahren, ein 21-Jähriger eine Lebenserwartung von x-1 Jahren. Die fortschreitende Verbesserung der Gesundheitsversorgung erlaubt es nicht, die verlebte Lebenszeit wettzumachen. Während der Gesamtlebensdauer eines Menschen verlängert sich die Lebenserwartung eines Neugeborenen (!) um vielleicht 3-4 Jahre. Aber um diese 3-4 Jahre geniessen zu können, müsste man eben nochmals geboren werden.

              Wenn du 80 bist, hast du schon eine grosse Teil der Lebensdauer in einem noch nicht so weit entwickelten Gesundheitssystem verlebt. Wenn du schon 80 bist, bringen dir die Fortschritte in der Medizin kaum noch irgendwas. Dann helfen dir neue Richtlinien in der Kindermedizin nicht mehr. Auch eine neue Impfung bringt kaum was, weil du schon längst geimpft wurdest, oder die Krankheit durchgemacht hast.

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              • Mona sagt:

                Kann es sein, dass St. Elmo das anders meint?
                Also wenn man einen 20-jährigen nimmt, denke ich mir jetzt aus, dass seine Lebenserwartung bei 77 Jahren liegt. Wenn du einen 80-jährigen hast, dann ist seine Lebenserwartung von 80 Jahren ja schon das mindeste und dadurch ja schon höher als die 77 Jahre vom 20-jährigen. Ich denke mir jetzt aus, dass der 80-jährige noch statistisch 85 Jahre alt wird.

                Es ist ja nicht so, dass nur weil man jünger ist, die Lebenserwartung automatisch höher ist, weil man ja noch die ganzen Unfälle und Suizide berücksichtigen muss. Bei einem 80-jährigen ist das nicht mehr so sehr wahrscheinlich, dass er Base-Jumping betreibt.

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                • turtle of doom sagt:

                  Die Lebenserwartung eines 20jährigen ist garantiert nicht 77 Jahre, sondern eher um die 60 herum!😉 Man spricht normalerweise bei der LE immer von der Lebensdauer, die jemand statistisch gesehen *noch* leben wird, falls er ein gewisses Alter schon erreicht hat. Steht irgendwo nur „Lebenserwartung“, dann ist es die Lebenserwartung eines heute geborenen Kindes, auf welche sich ein bereits x Jahre alter Mensch meist nicht beziehen kann. Er wird, zu seiner großen Überraschung, früher sterben als er gerechnet hatte. (Flachwitz zur Auflockerung: „Der Mathematiker ist gestorben. Damit hatte er nicht gerechnet.“)

                  Hier ist ein prägnantes Beispiel: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/06/blank/key/04/04.html

                  1981 hatte ein männlicher Neugeborener eine LE von 72.4 Jahren, ein im Jahre 2014 geborener männlicher Neugeborener eine von 81 Jahren.

                  Der 1981 Geborene ist im Jahr 2014 33 Jahre alt, also hat er noch 48.5 Jahre zu leben (Annahme: Abnahme der LE zwischen Altersjahr 30 und 50 ist linear). 33 bereits gelebte Jahre + 48.5 Jahre LE = 81.5 Jahre.

                  Hier hat jemand, aufgrund der medizinischen und anderen Fortschritten in den vergangenen 33 Jahren, 0.5 Lebensjahre dazugewonnen. Hätte aber jemand seine für 1981 geplante Geburt bis ins Jahr 2014 aufgeschoben, hätte er bei Geburt bereits 81 – 72.4 = 8.6 Jahre gewonnen.

                  In der selben Zeitspanne hat man die LE einer bereits 90 Jahre alten, männlichen Person nur um 2.4 Jahre verbessern können.

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                  • turtle of doom sagt:

                    Äh, ich bin mir nicht sicher, ob ich richtig gerechnet habe. Ein heute 33 Jahre alter Mensch hat noch 48.5 Jahre zu leben (beim heutigen Stand der Medizin etc.), wird also voraussichtlich 81.5 Jahre alt.

                    Dies ist ein Fortschritt von 9.1 Jahren – während er lebt – der Neugeborene hat durch Verschiebung seiner Geburt von 1981 auf 2014 nur 8.6 Jahre gewonnen.

                    Das zeigt sehr deutlich, wo in unserem Gesundheitswesen investiert wird: Die Leben von jungen Menschen können wir schon sehr, sehr gut retten. Jetzt holen wir nur fast nur noch Verbesserungen bei den älteren Leuten raus.

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                    • IULIUS sagt:

                      Die Erhöhung der Lebenserwartung stammt daher, daß die schon gestorbenen aus die Statistik herausfallen. Das ist der Grund warum ein gerade geborener ein Lebenserwartung von z. B. 80 Jahre hat, während ein 80 Jähriger noch 5 Jahre oder mehr hat.
                      D. H. beim Kind werden alle Menschen berücksichtigt, beim 80-jährigen nur die, die 80 und älter sind.

                      Mittlerweile werden die Verbesserungen bei den Alten durch Verringerung der medizinischen Versorgung der jüngeren finanziert.

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                    • St. Elmo sagt:

                      Ums mal aufzulösen.
                      Den Witz hat mein Statistik Professor immer gebracht.

                      Annahme:
                      Wer 19xx geboren wurde wird durchschnittlich 80 Jahre alt.

                      Beobachtung
                      Das heißt aber nicht, dass alle mit 80 den Löffel abgegeben,
                      sondern das einige mit über 80 Sterben und einge noch nichtmal ihren 10 Geburtstag erleben.

                      Schlußfolgerung:
                      Mit jedem Jahr das man Älter wird, steigt die Wahrscheinlichkeit das man das Durchschnittsalter wirklich erreicht (oder sogar übertrift) bevor man stirbt.
                      😀

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    • turtle of doom sagt:

      Ja nu, keine Ahnung von Krebsforschung aber viel plaudern?

      Mittlerweile versieht man Antikörper, die spezifisch an Krebszellen andocken, mit radioaktivem Technetium-99, um die Tumoren gezielt zu bestrahlen.

      Mittlerweile gab es in einigen Versuchen Komplettheilungen bei fortgeschrittenem Hautkrebs, dank Antikörpertherapien.

      Mittlerweile sind zahlreiche Gene, die Krebs verursachen oder begünstigen, gefunden geworden. Jedes Gen codiert für ein Protein, und wo man ein Protein hat, kann man überlegen, wie man es lahmlegen kann – auch wenn es von theoretischen Überlegungen über Zellkulturen bis hin zu „Wie bringen wir das verdammte Molekül in eine Zelle rein?“ eine lange Geschichte ist.

      „Seitdem hat sich weltweit die Tabakproduktion halbiert, die Anzahl Fälle von Lungenkrebs haben sich verdoppelt.“

      Wo sind die Lungenkrebsfälle gestiegen?😉

      Natürlich ist „Wissenschaft“ völlig nutzlos, wenn nur einzelne Fakten in den Medien landen. Jeder Wissenschafter weiss über sein Forschungsgebiet Bescheid, auch wenn er jeweils nur an einer Detailfrage arbeitet. Ansonsten verzettelt man sich. Man kann auch nicht „Krebs“ behandeln, sondern immer nur einen von vielen Dutzend Krebstypen. Glivec nützt nichts gegen ein Weichteilsarkom.

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      • Mona sagt:

        Es gibt doch noch Viren, die Krebs auslösen können. Zum Beispiel HPV bei Gebärmutterhalskrebs. Da kann man bestimmt auch noch viel machen in der Zukunft, wenn man noch mehr Viren findet (andere oder die gleichen), die an anderen Körperstellen zu Entartungen und Krebs führen.

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        • turtle of doom sagt:

          Viren als Krebsauslöser sind heutzutags ziemlich leicht aufzudecken. Man gleicht die Gene des Tumors mit dem Genom des Menschen ab, und findet dann Sequenzen, die nicht zu einem menschlichen Gen passen. Auf diesem Weg hat man das Merkel-Zell-Polyom-Virus entdeckt, Auslöser eines sehr seltenen Hauttumors, an welchem nur drei von einer Million Menschen erkranken.

          Wären Viren als Krebsauslöser bedeutend, hätten wir schon mehr als nur sieben Viren gefunden, die beim Menschen Krebs auslösen können…

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    • Ein weiterer Faktor: Die Diagnostik dürfte sich deutlich verbessert haben. Ergo sind die Leute früher an irgendwas gestorben, heute weiß man,dass sie Krebs haben.

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  13. only_me sagt:

    Die Bahn richtet jetzt wegen der Krebsgefahr Wurstesserbereiche auf den Bahnsteigen ein.

    http://www.der-postillon.com/2015/10/nach-krebswarnung-deutsche-bahn-richtet.html

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  14. Kenshin sagt:

    An was wurde getestet? An Menschen oder an Tieren?

    Ich habe die Studie noch nicht gesehen, nur die reisserischen Medienberichte. Oftmals wird, aus Kosten und Ethikgründen an Ratten getestet und auch wenn sich gewisse Ergebnisse Übertragen lassen, ist z.B. für Ratten nahezu alles Gegrillte, Geröstete oder Gebratene Krebserregend. Der Mensch (und seine Darmflora) haben sich allerdings schon seit Jahrtausenden daran gewöhnt und haben eventuell überhaupt keine Probleme mit den Röststoffen. Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das gezielt gart, haltbar macht und verarbeitet.

    Während ich mit Sicherheit keine dieser Meldungen direkt von der Hand weisen werde, bin ich bei solchen Meldungen, deren Ergebnisse in Tierversuchen erzeugt wurden, schwer skeptisch.

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    • IULIUS sagt:

      Vermutlich an Menschen.
      Die Frage ist eher, ob ein erhöhtes Risiko von 18% für ein gesichertes Ergebnis ausreicht. Die Zahl 18% kann auch zufallsbedingt zustande gekommen sein, oder auf Gemeinsamkeiten, die zwar vorhanden, aber nicht berücksichtigt wurden, zurückzuführen.

      Fazit, genauso schlau wie vorher. Eher ein weing verwirrter.

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    • Michael Mendelsohn sagt:

      Das IARC hat über 800 Studien ausgewertet, darunter etliche Langzeitstudien über 20 Jahre. Für Fleischwaren gibt es hinreichende Beweise am Menschen, bei roten Fleisch ist der Zusammenhang zwar wahrscheinlich, aber nicht so gut abgesichert — deswegen sind Fleischwaren (die Wurst) auch in Gruppe 1 und das rote Fleisch nur in Gruppe 2. (Weißes Fleisch wurde nicht betrachtet.) Siehe auch meine Links weiter oben.

      Meine persönliche Theorie ist inzwischen, dass es auf das Alter der Produkte ankommt: dass nach dem Tod des Tiers in den Fleischzellen Prozesse ablaufen, die nachher die Krebsgefahr erhöhen. Damit wären frische Produkte gesünder als ältere — und Wurst wird ja i.d.Regel nicht so frisch gegessen wie Fleisch, und in den Studien wurde vermutlich auch nicht abgefragt, wie frisch das Fleisch jeweils war, so dass sich die unterschiedlichen Ergebnisse in den Fleischstudien evtl. dadurch erklären. Ist aber alles nur geraten.

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      • turtle of doom sagt:

        Verarbeites Fleisch hat noch so einige Zusätze…

        Natriumnitrit im Pökelsalz zum Beispiel. In den 1920er Jahren hat man in den USA den Natriumnitritgehalt von Lebensmitteln um durchschnittlich 69% gesenkt, was mit einer deutlichen Reduktion bei den Magenkrebsfällen einher ging. Vielleicht haben wir immer noch ein Restrisiko mit dem Pökelsalzgehalt.

        Auch, dass beim Frischfleisch die Zellwände intakt bleiben, während für Wurstwaren die Zellen aufgerissen werden, könnte eine Rolle spielen.

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  15. Alex sagt:

    Wer verhungert stirbt wenigstens gesund!

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  16. wurst im eigenen darm?

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