Besser.

Veröffentlicht: Oktober 29, 2015 in Uncategorized

kapkom

Kommentare
  1. Kommunikation ist schwierig und die Botschaft entsteht halt auch zu einem großen Teil beim Empfänger – ungeachtet dessen, wie sehr ich versuche mich klar, deutlich und unmißverständlich auszudrücken.

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    • Lomi sagt:

      „und die Botschaft entsteht halt auch zu einem großen Teil beim Empfänger“

      Wie heißt es so schön: Der Empfänger packt aus…

      Das wäre aber nur die individualpsychologische Sicht. Alle aufgeführten Aussagen gehören in den Kontext politischer Diskurse. In diesen treffen unterschiedliche Interessengruppen aufeinander. Zumindest in der Öffentlichkeit wird nicht einfach nur argumentiert, sondern es herrscht die Rhetorik vor, mit der man dem Thema einen gewissen Dreh geben will, um auf diese Weise Deutungshoheit zu gewinnen.

      Dieser eher taktische Umgang mit Positionen erzeugt dann ganz gezielt Missverständnisse. Was gesagt wird, wird von den Diskussionsgegnern mit Absicht verzerrt. Da geht es dann gar nicht mehr um die Missgeschicke in der Kommunikation. Da geht es nur um das Gewinnen der Debatte.

      Einzelne, die selber nicht als politische Akteure auftreten, sind eben oft durch diese öffentlichen Auseinandersetzungen geprägt. Auch hier geht es eigentlich gar nicht um Missverständnisse. Stattdessen reagiert man aus einer Selbstverständlichkeit heraus so, wie es für die eigene Interessengruppe typisch ist. Man ist es gewohnt, Auseinandersetzungen als Kampf der einen Meinung gegen die andere zu betrachten.

      Erheblich seltener scheint mir dagegen der Versuch zu sein, das Argument des Anderen für sich selbst mal durchzuprüfen und anschließend zu reflektieren, wie haltbar die eigenen Argumente sind. Gewissermaßen kann man nur von Missverständnisse reden, wenn diese Haltung vorausgesetzt werden kann. Denn erst dann gibt es die Möglichkeit, das Missverstandene im Gespräch zu korrigieren. Diskussionsbereitschaft ist die Bedingung von „Missverständnis“.

      Wo Parteilichkeit das Motiv des Gesprächs ist, gibt es auch kein „Missverständnis“, sondern nur den Kampf um Sieg oder Niederlage.

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    • Frank sagt:

      Aha! Kommunikation ist also fast unmöglich, außer, man spricht mit seinem Gegenüber wie mit einem doofen Kind? Tolle Einstellung! Hast du etwa auch diesen Trick drauf, wie EMN, deinen Gesprächspartner bis zur Explosion zu verwirren?😀

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      • käse sagt:

        Naja… es gibt leute die meinen, einfache und knackige Sätze wären punktgenau und leicht verständlich.
        Und andere die finden, dass kurze knackige Sätze sehr viel Interpretationsspielraum haben.
        (Je reduzierter die Botschaft, desto mehr muss interpretiert werden und der fehlende Kontext selbst hinzugefügt werden)

        Und diese beiden Seiten bringen sich gegenseitig regelmäßig zur Explosion.

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        • Lomi sagt:

          Hier im Comic fehlt es ja nicht an Informationen. Hier werden Informationen hinzugedichtet: Wer für Wettbewerb ist, dem sind die Armen scheißegal. Das scheint mir das Problem. Zweitens wird von Linksi alles auf Extrempositionen runtergebrochen: Die Bekenntnis zum Wettbewerb ist für Linksi gleich das Bekenntnis zu einem unbegrenzten Wettbewerb ohne Schonung der Konkurrenz. Und Mäßigung im Wettbewerb erscheint ihm sofort als Gleichmacherei.

          Ist schon interessant, was EMN so für Gesprächspartner hat ;D

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    • Dampfbloque sagt:

      Wenn man vom rezeptionsästhetischen Standpunkt ausgeht, entsteht die Botschaft nur beim Empfänger. Deshalb entstehen ja erst Missverständnisse.

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  2. Lomi sagt:

    Als ob ich es geahnt hätte: Frau EMN ist nicht nur rassistisch, sexistisch, antifeministisch, fatphobisch, sie ist auch noch neoliberal und klassistisch.😉

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    • Mike Macke sagt:

      Kommunistisch hast Du noch vergessen, siehe oben. Außerdem wurde sie schon als Feministin bezeichnet, hat sich schon gegen Rassismus und pro eine („richtig verstandene“) Fat Acceptance ausgesprochen.
      Fazit: wir diagnostizieren aus der Ferne multipolare … äh, äh, … ja was am besten? Vielleicht Vernunft?

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  3. Jay Ann sagt:

    Stimme dir (also „was ich sage“) vollkommen zu. War das jetzt verstämdlich? 0-0

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  4. Naja…. ausser das das Argument „niemand könne hundert mal mehr Leistung bringen“ als jemand anders schon ganz offensichtlich kompletter Blödsinn ist, schöner Comic.

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    • Insbesondere können Menschen natürlich prinzipiell unbegrenzt viel mehr Wert schaffen, als andere, woran sich dann auch die Leistung mißt. Leistung ist halt etwas anderes als Arbeit.

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      • Lomi sagt:

        Der Maßstab der Leistung ist eh eine Nebelkerze!

        Eigentlich haben wir es hier mit einem Markt zu tun. Auf diesem Markt erzielen Topmanager eben diese Preise, Müllmänner dagegen nicht.

        Ginge es um Leistung, müsste man diese erst einmal messen. Das ist schon methodisch schwierig. Dann müsste man unterschiedliche Leistungen in ganz unterschiedlichen Arbeitsfeldern vergleichen, also auch bewerten. Auch das ist methodisch schwierig, wenn man nicht nur platt Geldwerte veranschlagt.

        Leistungsmessung ist aber offensichtlich kein Kriterium für die Zahlung von Boni. Es geht hier mehr um Gelegenheiten, solche Forderungen auch durchzusetzen. Das ist auf dem Markt für Topmanager möglich, wobei man dazu sagen muss, dass dies kein freier Markt ist. Er bietet den Managern viele Möglichkeiten, ihn zu ihren Gunsten zu beeinflussen.

        Letztlich geht es hier um ethische Fragen.

        Selbst die ganz stramm Neoliberalen haben eingesehen, dass man großen Reichtum legitimieren muss. Ihre Antwort lautete: Es ist für alle gut, wenn einige Leute stinkend reich werden. Es gebe dann den trickle-down-Effekt, nämlich derart, dass die Reichen ihr Geld investieren und ausgeben und dadurch insgesamt der Wohlstand wächst. Wie man weiß, hat das ganz und gar nicht funktioniert.

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        • Das ist zwar teils richtig. Aber wie wir wissen, führen ja auch staatliche Regulierungen eher dazu, daß sich nun die Funktionäre bedienen, unten erst recht nichts ankommt und die Masse insgesamt noch weniger hat.

          War aber nicht die Aussage des Panels. Die Aussage war, *Niemand* bringt 100mal mehr Leistung. Das war nicht auf die beiden Beispiele beschränkt. Und das halte ich komplett -auich für jedermann sofort einsichtig- für falsch. Man braucht sich nur klarzumachen, daß es auch Menschen gibt, die überhaupt keine Leistung erbringen oder -aus was für Gründen auch immer- sogar negative, d.h. Schaden anrichten.
          Weiter kann man ja als Beispiel mal jemand die Harald zur Hausen anführen – Entdeckung der Rolle von Papillomviren bei der Entstehung bestimmter Krebsarten oder ähnliches. m.E. hat jemand, der meint durch herausragende Einzelleistungen tausenden oder sogar noch weit mehr Leuten das Leben zu retten oder zumindest massive Krebserkrankungen zu ersparen, sei nicht „mehr als 100mal“ mehr wert, als ein Treppenhaus zu putzen, ein arg verzogenes Wertesystem.

          Aber Du hast schon recht…. es geht ja nicht darum, das „niemand soviel mehr Leistung bringen könne als jemand anders“. Das wird nur vorgeschoben.

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          • Lomi sagt:

            „Aber wie wir wissen, führen ja auch staatliche Regulierungen eher dazu, daß sich nun die Funktionäre bedienen, unten erst recht nichts ankommt und die Masse insgesamt noch weniger hat.“

            Einspruch. Das gilt vielleicht für die DDR. Aber die alte BRD erzeugte ihren Massenwohlstand auch durch staatliches Umverteilen. Gegenwärtig führt die Deregulierung dazu, dass der Massenwohlstand schmilzt.

            „Weiter kann man ja als Beispiel mal jemand die Harald zur Hausen anführen – Entdeckung der Rolle von Papillomviren bei der Entstehung bestimmter Krebsarten oder ähnliches. m.E. hat jemand, der meint durch herausragende Einzelleistungen tausenden oder sogar noch weit mehr Leuten das Leben zu retten oder zumindest massive Krebserkrankungen zu ersparen, sei nicht “mehr als 100mal” mehr wert, als ein Treppenhaus zu putzen, ein arg verzogenes Wertesystem.“

            Dem stimme ich zu. Da ist die Leistung dann auch definierbar. Und man kann sie gut vergleichen.

            Vielleicht kann man zugunsten von EMN sagen, dass es ja letztlich nicht um Wahrheit oder Falschheit der Leistungsbehauptung geht, sondern um ein „sowohl-als-auch“, das von ihrem Gegenüber nicht gesehen wird. Sie sagt: Wettbewerb ja, aber Deckelung der Maximaleinkommen. Linksi sieht jedes Mal nur die Extrempole, also das „Entweder-Oder“ und genau das ist das Problem. Linksi ist nicht in der Lage, sich vorzustellen, dass man ein differenziertes Modell verfolgen kann.

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            • IULIUS sagt:

              Ich denke emn geht es darum die Diskrepanzen zwischen Sender und Empfänger aufzuzeigen.

              Im übrigen schrieb sie nicht 100mal, sondern x-100mal.

              Ehrlich gesagt, ich bezweifle, daß die Leistung einer Putzfrau und die Leistung eines Krebsforschers sich mit einander vergleichen lassen. Tatsächlich handelt es sich bei der Arbeit des Krebsforschers um keine Einzelleistung, sondern um eine Leistung von vielen, bei der auch die Putzfrau ihren Anteil mit einbringt. Nicht, daß ich etwas dagegen habe, daß der Krebsforscher mehr verdient. Das hat er sich verdient. Mich stört nur, wenn im Prinzip wenige so viel verdienen, daß andere hungern müssen. Die Entwicklung in die Richtung haben wir in Deutschland. Mal sehen, ob sie unterbrochen wird.

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              • Lomi sagt:

                „Ich denke emn geht es darum die Diskrepanzen zwischen Sender und Empfänger aufzuzeigen.“

                Genau. Und die Diskrepanz besteht darin, dass die Linksis dieser Welt etwas in die Aussagen Rechtsies hineininterpretieren, was Rechtsi so nicht gesagt hat. Sie hätten ja fragen können: Was ist mit den Armen? Oder: Interessierst Du Dich nicht für die Armen? Sie unterstellen also gleich, dass Rechtsi die Armen egal sind.

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              • käse sagt:

                In einer funktionierenden Gesellschaft wäscht die eine Hand die andere.

                Hört aber eine der beiden auf damit, die andere zu waschen, wird diese dann immer dreckiger.

                Es gibt mehrere Gesellschaftsformen: Entweder die, wo jeder so ziemlich alles macht. Also auch selber Putzen. Oder die, bei denen sich die Menschen spezialisieren um mehr Leistung zu bringen in „schmaler abgegrenzten Disziplinen“. Da braucht man dann jemand der auch die unliebsame Arbeit wie Putzen macht. Wenn diejenigen wegfallen würden, die den Dreck wegräumen, könnten die anderen nicht mehr so intensiv ihrer Spezialisierung nachgehen. Der Tag hat nur 24 Stunden.

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        • Alex sagt:

          @Lomi
          „Es gebe dann den trickle-down-Effekt“

          Oh, den Wohlstand herabregnen lassen, das klappt nur per Hubschrauber. Wann kommt der denn endlich?😀

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        • Mike sagt:

          Natürlich funktioniert der „Trickle down“ Effekt. Das ist wie bei Misthäufen, wenn man auf den größten Haufen noch mehr draufpackt, kommt unten auch mehr raus…
          Allerdings handelt es sich dann um Gülle, was auf „die da unten“ runtertröpfelt!

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          • Alex sagt:

            @Mike
            „Natürlich funktioniert der “Trickle down” Effekt.“

            Klar, das ist, was die Reichen reicher macht. Der Sozialismus für die Reichen, der Kapitalismus für die Armen.

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            • IULIUS sagt:

              Man nennt es ja nicht umsonst auch „Pferd-und-Spatz-Ökonomie“. Den Hafer für die großen, den Abfall für die kleinen.

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              • Alex sagt:

                Fragt sich nur, ob das Kapitalismus genannt werden kann. „Günstlingswirtschaft“ wäre wohl passender.
                Auch echt lustig, dass die „Linken“ das immer mitmachen und sogar noch den Kapitalismus dafür verantwortlich machen wollen. Ihre Vorstellungen einer Kollektivwirtschaft kommen denen der real existierenden Günstlingswirtschaft aber wohl schon so nahe, dass sie damit natürlich kein Problem haben, solange für sie nur genug Kohle abfällt.

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              • IULIUS sagt:

                Die Logik, die dahinter steckt lautet, wenn man das gesamte Geld den Reichen gibt werden die Armen durch den Trickle-down-Effekt reich, weil die Reichen ja Güter von den Armen kaufen. Sicher eine interessante Wirtschaftstheorie zu Zeiten eines Absolutismus.

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                • Alex sagt:

                  @iulius
                  „werden die Armen durch den Trickle-down-Effekt reich, weil die Reichen ja Güter von den Armen kaufen“

                  Nur in der Theorie. In der Praxis kommt es zur Inflation, wenn die Oberen Geld für nichts bekommen und es dann ausgeben. Aller Vorteil ist bei ihnen, solange das Geld knapp ist. Ist es ausgegeben, haben die Empfänger viel weniger davon.

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                  • IULIUS sagt:

                    Es dürfte eher nicht zu einer Inflation kommen, sodern zu einer Deflation, da die Reichen in dem Fall alles kontrollieren. War übrigens damals ähnlich, als man Scheidemünzen und Papiergeld einführte. Das hat man ganz effektiv getan. Wer das Geld nicht annahm wurde umgebracht.

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          • Shitlord sagt:

            @Mike: > Natürlich funktioniert der “Trickle down” Effekt. Das ist wie bei Misthäufen, wenn man auf den größten Haufen noch mehr draufpackt, kommt unten auch mehr raus… Allerdings handelt es sich dann um Gülle, was auf “die da unten” runtertröpfelt!

            Ich glaube, das ist die schlechteste Metapher, die mir je begegnet ist. Ja, die Leute unten haben natürlich nur Gülle, aber die Leute oben dann doch auch nur Scheiße?!

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      • kinchkun sagt:

        Leistung ist halt etwas anderes als Arbeit.

        Endlich spricht das mal einer an! Leistung ist Energie mal Zeit. Arbeit Kraft mal Weg. Lernt den Unterschied!


        Insbesondere können Menschen natürlich prinzipiell unbegrenzt viel mehr Wert schaffen, als andere, woran sich dann auch die Leistung mißt.

        Quatsch! Leistung ist durch die Thermodynamik begrenzt und daher endlich!

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  5. noxneurotica sagt:

    Lassen wir den Managern halt ihre überzogenen Gehälter. Dann aber bitte höhere Reichensteuer und beim Aufdecken von Steuerhinterziehungs- oder Veruntreuungsskandalen Entlassung ohne Abfindung. Sollen sie ruhig verdienen, was ihre Arbeit auf dem Markt wert ist, aber dann würde ich die auch mehr in die Pflicht nehmen.

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  6. Kai V sagt:

    Zuerst einmal, damit wir uns für den neuen Monat aufwärmen:
    HIER WIRD EINDEUTIG FATSHAMING BETRIEBEN, sieht man daran das rechtsi am ende platz!!!🙂

    Problematisch ist Kommunikation wenn man mit Menschen redet die das gesagte in einen so begrenztes Weltbild packen wollen, das es nur Ja und Nein, Schwarz und Weiss, Oben oder Unten gibt. Da wird dann oft auch extra falsch verstanden… Ich möchte jetzt keine Namen nennen, wie z. B. Tu…t nix zur Sache…

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  7. Adrian sagt:

    Kapitalismus ist schlechter als die Utopie, in der ich nichts zu tun brauche, um alles zu bekommen was ich will.

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  8. gerks sagt:

    Top-Musizierender: 620 Millionen Dollar im Jahr
    Top-Verdienender im Sport : 300 Millionen Dollar im Jahr
    Top-Schauspielender : 300 Millionen Dollar im Jahr
    Top-Managender : 160 Millionen Dollar im Jahr

    Da stellt sich eine Frage EMN.
    Dürfen Filmstars, Top-Musizieriende, Top-Sportlernde dutzende Millionen verdienen im Jahr? Ist es gerechtfertigt für ein zwei Stundenkonzert, ein Neuzigminutenspiel mehrere Millionen einzustreifen, selbst wenn man die monatelange Vorbereitung mitrechnent?
    Dürfen also Topleute, die denen man zutraut besonders gut Netzwerken, besonders gut Menschen manipulieren, Machtverhältnissen einschätzen und Strategien in Unternehmen planen können, nicht mal annähernd soviel verdienen?

    Das verstehe ich sofort, wenn ich höre „nicht mehrere hunderte Male mehr“ und lese dass Top-Managende ja auch nicht SOOO viel mehr leisten als andere. Und es wäre schön dafür auch eine vernünftige Antwort zu erhalten.

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    • Michael Mendelsohn sagt:

      Bring‘ mal Quellen, meine Recherche nach ist nehmen sich die Spitzengehälter da nicht viel bzw. sind tw. anders sortiert. Die Topgehälter sind sowieso nur Einzelwerte, die die betreffenden menschen nicht jedes jahr schaffen, aussagefähiger wäre da ein Durchschnitt der Top 500 oder so.

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      • gerks sagt:

        Hier die Quellen: http://de.statista.com/statistik/kategorien/kategorie/13/themen/822/branche/prominente-celebrities/
        Das sind die Top-Managenden in den USA:
        http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/583845/Gehaltskonige_Die-bestverdienenden-USManager
        Spitzenverdienende: In 16 Jahren rund 1,8 Milliarden sind sogar „nur“ 112 Millionen Dollar im Jahr.

        Und das bekommen sie hier bei uns in Europa:
        http://www.manager-magazin.de/fotostrecke/vorstandsgehaelter-die-20-topverdiener-in-europa-fotostrecke-99688-20.html Ein Hungerlohn😉

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        • IULIUS sagt:

          Wie man hohe Gewinne erwirtschaftet wissen wissen wir jetzt dank Winterkorn.

          Betreffend USA, Leute wie Steve Jobs oder Bill Gates stehen eigentlich außen vor. Die haben ja wirklich etwas geschaffen und sind daher auch ihr Geld wert. Es geht ja um die Manager, die funktionierende Firmen übernehmen und dann passiert im Grunde nicht mehr viel, außer daß die Möglichkeiten suchen den Anschein von Gewinn zu steigern, meist auf Kosten der Firma selber.

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        • Michael Mendelsohn sagt:

          Danke.

          Bei den Musikern ist Dr Dre der Spitzenreiter mit den von dir zitierten 600 Mio, ab Beyonce geht’s mit 115 Millionen abwärts.
          Bei den TV-Schauspielern sehe ich 30 Mio als Spitzengehalt.
          Bei Schauspielrn insgesamt 80 Mio (Rober Downey Jr, Jackie Chan ud Vin Diesel spielen schon in der 50 Mio-Liga, wie übrigens auch die teuersten Schauspielerinnen), http://de.statista.com/statistik/daten/studie/36674/umfrage/bestverdienende-hollywood-schauspieler/
          Die Sportler-Statistik ist hinter dem Paywall, aber Ronaldo steht mit 80 Mio an dritter Stelle, also so aus dem Rahmen fällt das auch nicht.

          Die Statistiken von diepresse.com sind schon älter (Steve Jobs lebt noch), und ein zehn-Jahres-Einkommen ist mit einem Jahresverdienst nicht vergleichbar, weil die Leute eben doch nicht das jedes Jahr gleich viel verdienen. Tim Cook hat z.B. 2011 volle 378 Mio $ verdient, http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/gehalt-von-apple-chef-tim-cook-um-374-millionen-dollar-gekuerzt-a-874878.html , im Jahr danach nur 4 Mio, und 2014 wohl so um die 9 Mio? http://www.welt.de/wirtschaft/article136717662/Diese-Frau-verdient-bei-Apple-mehr-als-Tim-Cook.html
          Und die besten drei haben über 85 Millionen jährlich *im Durchschnitt*. Das ercheint mir viel, verglichen mit den Promis.

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          • gerks sagt:

            Aber du gibst mir recht. Wenn du das mit einem Gehalt eines Verkaufenden vergleichst von rund 1000 Euro dann sind das eben nicht 100 mal mehr, sondern 1000 mal mehr im Monat und trotzdem sagen wir nicht, es wäre zu viel.
            Allerdings gibt es einen kleinen Unterschied. Alle Sportausübende, Stars, Musizierende, Models usw. sind abhängig vom Publikum. Wenn sie weg vom Fenster sind, verdienen sie auch nichts mehr. Und sie bekommen so viel wie sie es schaffen Leute zu begeistert. Bei Managenden ist das anders. Die sitzen oft Top-Managende in der einen Firma und als Aufsichtsrat in einer anderen und stimmen dort zu dass einer anderen Firma ein Vertrag mit xMilionen Gehalt pro Jahr samt Pensionsanspruch genehmigt wird. Und das macht dann halt auch der als Aufsichtsrat in der Firma von dem anderen.

            Eines der ärgsten Beispiele von Korruption sind die sogenannten „Goldröcke“ in Norwegen. Dort haben rund 70 Frauen 300 Aufsichtsratsposten inne, da dort die Frauenquote geschaffen wurde, aber noch keine qualifizierten Bewerberinnen in dieser Menge zur Verfügung stehen. Diese werden besonders behandelt, da sie durch die Ämteransammlung auch großen Einfluss auf die Managergehälter haben. Millionengeschenke sind keine Seltenheit. Und einen Teil dieser einträglichen Postenkollektionen an andere Frauen abzugeben fällt den „Goldröcken“ nicht mal im Traum ein.

            Wie ich immer sage. Auf Top-Ebene gibt es kein Geschlecht, keine Herkunft, keine Hautfarbe, kein sexuelle Orientierung, kein Vorrecht der Geburt, sondern nur Kosten und Gewinn.

            Geld hat kein Merkmal.

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            • Alex sagt:

              @gerks
              „Geld hat kein Merkmal.“

              Aber doch! Nach deinem Beispiel den Gestank der Korruption. Von wegen „non olet“. Aber Toiletten scheinen dagegen ein ganz ehrbares Geschäft zu sein.
              Worin liegt wohl eingentlich die Aufgabe der „Aufsichtsratsposten“, die typischerweise gehäuft auftreten, so dass mehrere solcher Positionen auf eine Person fallen, die dann verschiedene Konzerne quasi quervernetzt? Der Naivling stellt sich doch vor, dass einer dieser Jobs schon zeitmässig eine Herkulesaufgabe sein sollte, wird er ernstgenommen. Und dann kann man dort irgendwelche Leute, die nicht mal besonders qualifiziert sind, draufsetzen und es reicht, dass sie Frauen sind… Diese Leistung, die dort zu erbringen ist, sollte eine ganz besondere sein! Schnell zuerledigen, aber ausserordentlich wichtig. Darf ich mal zynisch raten? Sind´s die Repos (Repurchase Agreement), mit dem zum Bilanzfälligkeitstag erhebliche Mittel rumgeschoben werden, um die Bilanz zu schönen? Das kam bei der letzten Finanzkrise bei der Bank of America raus, dass dies jedenfalls dort gängige Praxis war. Sah aber so aus, als sei das ganz normale Praxis und an der sollte sich eigentlich nichts geändert haben. „Goldröcke“😀

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              • gerks sagt:

                Ich denke es ist schon rübergekommen, was ich meinte @Alex oder?
                Es ist völlig egal, ob Mann, Frau, Schwarz, Weiss, Homo, Hetero oder Alien. Auf dieser Ebene ist nur noch wichtig, wie man mit Macht und Einfluss umgeht und wie man sich vernetzt.
                Mein Standardspruch dazu ist (angeblich ist der von einer frühen Alice Schwarzer. Ja der!) „Frauen sind nicht besser als Männer, sie haben nur bisher weniger Möglichkeiten gehabt, derart Schlechtes zu tun“.

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      • IULIUS sagt:

        Der Unterschied von Musikern, Sportlern, Schauspielern und Top-Managern ist der, daß bei ersten 3 der Wert wirklich vorhanden ist, während Top-Manager sich im Prinzip selbst bewerten.
        Ein Musiker bekommt, sobald er keine Leistung mehr bringt nur Erträge aus dem schon geschaffenen, der Top-Manager eine Abfindung und woanders wieder Arbeit.

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        • käse sagt:

          Ich frag mich grad ob die Musiker nur deshalb so viel Geld haben, weil man die Gehälter noch nicht abgezogen hat, die das ganze Drumherum braucht.

          Wenn man einfach das auf den Musiker überträgt, was bei einem Konzert als Geld eingeht, ist das ja keine gute Rechnung. Erstmal die Kosten für das Ganze abziehen und dann gucken, was davon übrig bleibt.

          Für einen vernünftigen Vergleichswert wäre das wichtig. Das Managergehalt entspricht ja sicher auch nicht den Gesamteinnahmen der Firma.

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          • IULIUS sagt:

            Absolut 100%ig sicher kann ich es Dir nicht sagen. Aber wenn ich vom Einkommensbegriff ausgehe sind das die Einnahmen abzüglich Ausgaben, jedoch vor Abzug Steuern.

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  9. Michael sagt:

    Ist mir grade nur so aufgefallen, aber wenn jemand wirklich so denkt, wird er wenn er deine Comic liest, aus beiden Seiten das gleiche verstehen.

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  10. EinFan sagt:

    Das Problem liegt im System. Der Ansatz der freien Marktwirtschaft, dass jeder so viel bekommen kann wie er aushandeln kann und Wohlstand durch Vererbung weitergegeben wird, etc. etc., ist halt ein Ansatz, der erst einmal gut funktioniert um ein Volk zum fleissig sein zu motivieren. … aber im Laufe der Jahre eben Effekte wie überzogene Einkommen von Werbeträgern (Stars und Sternchen, Sportler), Managern, Hauptaktionären etc. und Irrsinn wie Hochfrequenzhandel mit sich bringt.

    Aber kennt jemand schon was besseres?

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    • Frank sagt:

      „Aber kennt jemand schon was besseres?“

      Besser als freie Marktwirtschaft? Vielleicht _soziale_ Marktwirtschaft? Die haben wir hier in Deutschland zumindest auf dem Papier.

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    • IULIUS sagt:

      „Aber kennt jemand schon was besseres?“
      Haben wir jahrelang gehabt. Schätze Kriegsende bis 1990. Zeitgleich fing man an die Höchststeuersätze in Deutschland zu verringern. Beschleunigt hat das dann die Regierung Schröder.

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      • Mike sagt:

        1989 haben „wir“ = „der Kapitalismus“ gewonnen, das konkurrierende System verschwand von der Bildfläche (abgesehen von Restposten). Keine Konkurrenz = das konkurrenzlose System wird zum Monopol mit sämtlichen dazugehörigen Auswüchsen.

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        • Alex sagt:

          @Mike
          „das konkurrenzlose System wird zum Monopol mit sämtlichen dazugehörigen Auswüchsen.“

          Also war es das Problem, dass die „Konkurrenz“ verschwand? Die ohnehin gar keine Konkurrenz war? Nein, das war sicherlich nicht das Problem. Auch nicht, dass die Finanzmarktderegulation jeden Schwindel möglich machte. Das Problem war lediglich, diesen Schwindel dann staatlicherseits zu decken, nicht zu verfolgen und mit den Mitteln der Allgemeinheit zu bezahlen, (vorläufiger) Höhepunkt 2008/9.

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  11. Frank sagt:

    Erst einmal wird ein Topmanager nicht nach seiner Leistung bezahlt, sondern nach dem vermeintlichen Ergebnis seiner Handlungen. Die Leistung, oder Arbeit, die für dieses Ergebnis von Nöten ist, ist unbekannt, weil nicht messbar. Das kann ein einziger Anruf bei der richtigen Person, zur richtigen Zeit gewesen sein, oder auch monatelange Recherche und Auswertung. Insofern ist er eben nicht mit einer Putzfrau vergleichbar.
    Die Crux ist, dass der Einfluss eines Topmanagers auf das Betriebsergebnis häufig massiv überschätzt wird. Beispiel Fondmanager: Die gemanagten Fonds erzielen meist genau so viel, oder sogar weniger, als reine Indexfonds. Selbst Affen, die zufällig Aktien auswählen konnten, erzielten mehr Rendite als die Manager. Nun würde ich die Top-Banker oder Manager nicht durch Schimpansen ersetzen wollen, aber die meisten Gehälter sind eben doch maßlos übertrieben. Wenn Unternehmen von ihrem Gewinn solche Selbstdarsteller bezahlen wollen – ihre Sache. Die restliche Belegschaft würde es wohl eher akzeptieren, wenn diese Gagen strikt an den Erfolg gekoppelt wären und ein Entscheider auf höchster Ebene eben keinen goldenen Handschlag bekommt, wenn er die Karre in den Dreck gefahren hat. Schauen wir doch mal, ob die Verantwortlichen für die VW-Krise ermittelt werden und ob die danach dann auch mit einem gebrauchten Polo durch die Gegend fahren müssen. Ich fürchte, nicht.

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    • Lomi sagt:

      Kommunist!!!111!! ^^

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      • IULIUS sagt:

        „Erst einmal wird ein Topmanager nicht nach seiner Leistung bezahlt, sondern nach dem vermeintlichen Ergebnis seiner Handlungen.“
        Das würde ich erst einmal abstreiten. Topmanager werden nicht nach Leistung bezahlt, sondern nach ihrem Ego. Jeder will mehr verdienen als andere zur Konkurenz stehende Top-Manager. Da Top-Manager sich gegenseitig empfehlen, schaukelt sich das in die Höhe.

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  12. Idahoe sagt:

    Wettbewerb ist toll, warum auch etwas ändern, läuft doch einwandfrei, was beschwert ihr euch überhaupt, der Wettbewerb braucht halt Verlierer, sonst gibt es keinen Ansporn,…,…,…
    Wenn Wettbewerb die Lösung ist, weshalb dann etwas ändern, dann ist doch alles gut…wenn Geld die Lösung ist, weshalb habt ihr dann überhaupt Probleme…wenn fettsein die Lösung ist, weshalb habt ihr dann Probleme…
    Fairer Wettbewerb, was genau soll das sein? Gibt es dann keine Verlierer mehr? Kein Schwarz/weiß, kein Gut und Böse?

    Freier Wettbewerb? Wettbewerb bedingt Regeln, Regeln beinhalten Anweisungen, folglich sind Anweisungen befolgen befreiend?
    Der Mensch strengt sich nur an, wenn er konkurriert? Wenn der Mensch Verlustängste hat, wird er aufmerksamer? Wie hat es dieser ängstliche Vorfahre hinbekommen, vom Baum zu steigen?

    Wer Geld hat hat Möglichkeiten, wer mehr Geld hat hat mehr Möglichkeiten und wer kein Geld hat hat keine Möglichkeiten.
    Daher lassen Mensch Schulen zerfallen, das Gesundheitswesen ist für Verlierer eh unnötig, Mensch macht ja nur etwas, wenn er etwas hat, das nicht existiert. Das muß die Lösung sein, ganz sicher.

    Warum nur komme ich einfach nicht auf Einsteins Lösung
    Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.

    Oder ist das nicht ein Widerspruch zur Fettlogik?

    Das wird eher kein Watzlawick, das ist mehr nuhr als Loriot und das ganz ohne Couch.

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    • IULIUS sagt:

      Gab es nicht irgendwo mal einen Vorschalg Reiche von Steuern zu befreien, dafür Arme mit 90% steuern zu belegen, damit diese endlich einen Anreiz haben Vermögen anzuhäufen?

      M. E. hat Wettbewerb nichts mit Sieger und Verlierer zu tun, sondern einzig mit besser sein als andere. Im echten Wettbewerb läßt man Konkurenten Luft zum Atmen und vernichtet sie nicht.

      Ich kann mir vorstellen, daß die Masse an Wissenschaftlern nicht wegen des Geldes arbeitet, sondern um sich selber zu beweisen.

      Auch einem Menschen, der sehr viel Geld hat stehen nicht alle Möglichkeiten offen, nur diejenige, die er sich kaufen kann. Kein Geld zu haben heißt im Gegenzug nicht keine Möglichkeiten zu haben, es fallen nur die Möglichkeiten weg, die er sich nicht kaufen kann.

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  13. Mona sagt:

    Für mich hat Wettbewerb auch etwas damit zu tun, dass man irgendwas finden kann, worin man einigermaßen gut ist. Seine eigene Nische und wenn die einem nicht gefällt nimmt man halt irgendwas wo man vielleicht bisschen schlechter ist, aber trotzdem gut genug. Und wenn man etwas nimmt, worin man schlecht ist, aber es einem Spaß macht, kann man sich ja trotzdem über seine Fortschritte freuen, wenn man fleißig genug ist oder wieder etwas anderes suchen.

    Ich finde an der Arm-Reich-Schere so traurig, dass Kinder so extrem unterschiedliche Ausgangspunkte haben können, sodass denen der Wettbewerb dann doch nicht viel bringt. Ein sehr armes Kind, ist oft auch nicht das allergesündeste und hat (denke ich) im Durchschnitt schlimmere Sorgen, wodurch die Schule vielleicht nicht so toll läuft. Ein Kind, das genug Geld hat, kommt im Vergleich einfacher durchs Leben und kann viele Aktivitäten ausprobieren (Reiten, Segeln, Musikinstrument spielen, was was Geld kostet) und wenn es in der Schule nicht so toll läuft, bekommt es einfach Nachhilfe, die kann es sich ja leisten. Dadurch bleibt das Kind mit genug Geld bis zum Abi in der Schule und das sehr arme Kind, geht nach der 10. Klasse arbeiten, obwohl es schlau genug wäre für Abi und Studium. Und so verpasst das sehr arme Kind seine Aufstiegsmöglichkeiten, die es im Wettbewerb gibt. Sooo traurig.

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  14. wordBUZZz sagt:

    und deshalb liess mein Geschichtslehrer uns kommunistische Arbeitslieder singen… Halleluja!

    Ich find den Kommunismus in der Theorie gar nicht mal so schlecht. Zumindest nach Karl Marxs.

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  15. wenn es keine armut mehr gibt, lohnt es sich auch nicht reich zu sein:

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  16. Es ist ein Genderproblem! Einself!!!

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  17. Der explodierende Rechtsi ist genial.

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