Grundwerte.

Veröffentlicht: November 16, 2015 in Uncategorized

konsequenz

Kommentare
  1. Frank sagt:

    Super Idee! Linksi sollte in die CSU eintreten🙂

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  2. So siehts aus. Nach den Anschlägen von Charlie Hebdo wurde sofort wieder der Ausbau der Vorratsdatenspeicherung gefordert, obwohl Frankreich sie da schon eine Weile hatte und sie nichts verhindert hat.

    Gleiches Spiel wiederholte sich nach den jetzigen Anschlägen. Der erste GdP-Vertreter hat wohl nicht einmal einen Tag dafür gebraucht.

    Zur Info: In Frankreich existiert die Vorratsdatenspeicherung seit dem 23. Januar 2006
    und hat rein gar nichts verhindert. Ein Instrument zur Bürgerüberwachung eingeführt zur angeblichen Terrorbekämpfung.

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    • Kai V sagt:

      Nein!!! Die Vorratsdatenspeicherung kann ja erst danach genutzt werden um all die Hintermänner herauszubekommen… Doch leider, leider haben die bei der IS keine französischen Handyverträge…

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    • gnaddrig sagt:

      Sie können die vielen Daten, die aus der Überwachung stammen, gar nicht auswerten, weil sie bei weitem nicht genug Leute haben. Sie schaffen es nicht, auf alle als Gefährder identifizierten (also bekannten) Personen ein Auge zu werfen. Da ist es voll sinnvoll, die Datenberge aufstocken zu wollen.

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  3. BaWo sagt:

    Diese ganze Thematik hat etwas absurdes. Frankreich hat die demokratische Freiheitsgesellschaft schon ein großes Stück zugunsten der Sicherheit zurückgebaut und trotzdem geschehen dort schon wieder solche Anschläge. In diesem Fall war den Behörden(wie bei vielen anderen Anschlägen auch) einer der Täter bereits vorher bekannt und trotzdem konnten die Anschläge nicht verhindert werden. Man muss hier aufpassen und sollte nicht Korrelation mit Kausalität verwechseln, aber aus den Erkenntnissen nach den Anschlägen der letzten Jahre in den USA, UK, Frankreich, etc. drängt sich mir langsam der Eindruck auf, dass all die verschärften Sicherheitsmaßnahmen keinen größeren Effekt haben und die dafür inkaufgenommenen Freiheitsbeschneidungen nicht wert sind.

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  4. Michael Mendelsohn sagt:

    Mehr Überwachung als in Frankreich geht eh‘ schon schwer, da hinken wir noch kräftig hinterher. Nützen tut es, wie man sieht, aber nichts.

    ISIS-Terorist so zu einem anderen: „Die Bombenangriffe der Franzosen seit September sind ein Angriff auf unsere Art zu leben! Aber wir wissen, dass unsere Art zu leben stärker ist als jeder Terror!“ — „Ja, und was machen wir jetzt?“ — „Na, so spontan: zurückschlagen, wo wir sie treffen können.“

    Wer Krieg führt, braucht sich nicht zu wundern, wenn der Gegner kämpft.

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    • Frank sagt:

      Also lassen wir dem IS seinen Lifestyle, Anders- oder Nichtgläubigen die Köpfe abzuschneiden, weil sie ja böse werden könnten, wenn man sie zur Rechenschaft zieht? Klingt vernünftig.

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      • Lomi sagt:

        Der IS ist doch schon der Bumerang, der zu uns zurückkehrt. Der IS ist das Produkt des Irakkrieges. Wir haben ihn herbeigebomt. Nun muss man sich doch langsam mal fragen, was wir herbeibomben, wenn wir den IS wegbomben.

        Vielleicht sollte man mal langsam etwas gründlicher darüber nachdenken, was man neben Bomben noch tun könnte.

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      • mendel sagt:

        Das habe ich nicht gesagt.

        Ich hab‘ übrigens mal nachgeschaut, die UN geht gegen IS bisher nur bis zu Wirtschaftssanktionen. Trotz derer IS ihr Öl verkauft bekommen haben – irgendjemand muss die Öltanker einfach übersehen. Ist halt netter, mal eben Menschen zu bombardieren (inklusive „Kollateralschäden“) als politischen Druck auf die Türkei auszuüben.

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        • Shitlord sagt:

          Da indirekte Kritik bei Dir als „Strohmann“ gewertet wird, auf den Unsinn einfach direkte Kritik:

          (1) Die IS wird Öl und Ölprodukte großteils im lokalen Markt los (siehe http://ig.ft.com/sites/2015/isis-oil/, mit Bildchen).

          (2) Der Teil der Türkei, der an IS-Gebiete grenzt, ist Kurdengebiet. Erdogan würde wohl nichts lieber tun, als den in die Steinzeit zurückzubomben. Tut er übrigens auch.

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  5. Steffen sagt:

    Nicht nur hat Frankreich Vorratsdatenspeicherung, sondern auch Videoüberwachung öffentlicher Plätze, seinen eigenen Geheimdienst mit „verbessertem“ Massenüberwachungsprogramm: Telefon- und Internetüberwachung sowie Auswertung der Verbindungsdaten und das ganze *ohne* richterlichen Beschluss.
    Hat alles nichts gebracht: Können wir diesen ganzen Überwachungsstaat-Scheiß also jetzt bitte wieder zurückrollen?

    Ansonsten hat Fefe dazu noch einen interessanten Gedanken geäußert: Wann hat denn jemals ein Politiker nach einem Terroranschlag Ärger bekommen, weil er einen zu wenig krassen Polizeistaat ausgerollt hat? Das ist noch nie vorgekommen, eben weil Freiheit und Menschlichkeit die größeren Güter sind.

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  6. @waschbaer „In Frankreich existiert die Vorratsdatenspeicherung seit dem 23. Januar 2006
    und hat rein gar nichts verhindert.“
    Kann man so leider nicht sagen. Wir wissen nicht, welche potentiellen Anschläge verhindert wurden, wir wissen nur, dass dieser Anschlag nicht verhindert wurde.

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  7. Frank sagt:

    Das Argument:“Die Sicherheitsvorkehrungen haben nichts gebracht, denn es ist ja doch etwas passiert!“ ist im hohen Grade unsinnig.

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    • rano64 sagt:

      Das Argument: „Wir brauchen mehr Sicherheitsvorkehrungen, damit so etwas nicht wieder passiert“ ist in gleich hohem Grad unsinnig.

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    • IULIUS sagt:

      Sicher hast Du mit dem Argument recht. Es wird einem aber auch nciht erzählt, was alles schon verhindert wurde. Das sollte stutzig machen. Außerdem ist es ein offenens Geheimnis, daß die gesamten Sicherheitsüberwachungen rein gar nichts bringen können, wenn organisierte Gruppen beteiligt sind. Die Sicherheitsüberwachung hilft lediglich gegen Amateure und die verraten sich auch auf andere Art und Weise.
      Ergo, was will der Staat wirklich mit den Daten.

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    • mendel sagt:

      „X ist in hohem Grade unsinnig“ ist nicht mal ein Argument.

      Die Anschläge, wie tatsächlich stattgefunden haben, konnten durch das Massenüberwachungsprogramm nicht verhindert werden, weil es generell untauglich ist, Anschläge dieser Art zu verhindern. (Das LKA Bayern hat anscheinend eine Täter auf dem Weg nach Frankreich erwischt, aber inweit die Massenüberwachung da geholfen hat, stand in der Pressemeldung, die ich gelesen habe, nicht.)

      Was etwas gebracht hat, war die starke Präsenz von Sicherheitskräften am Fussballstadium, was allem Anschein nach dazu geführt hat, dass drei Attentäter ihre Pläne geändert haben und außerhalb statt innerhalb des Stadiums losgeschlagen haben.

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    • Lomi sagt:

      Frank, warum ist das Argument unsinnig?

      Begründet werden solche Sicherheitsmaßnahmen stets mit dem Argument des Vorbeugens und nicht unbedingt mit dem der schnellen Täterermittlung danach. Also darf man fragen, wie erfolgreich diese Sicherheitsmaßnahmen in Realität sind – oder wo sie eben doch scheitern. Das muss in einer Demokratie gefragt werden, da diese Sicherheitsmaßnahmen tief in die Rechte der Bürger eingreifen. Diese Bürgerrechte sind kein Beiwerk, sondern die viel beschworenen „westlichen Werte“. Der Staat hat also die Beweislast, er muss beweisen, dass mehr staatliche Befugnisse etwas nützen. Und die Öffentlichkeit, die demokratische Öffentlichkeit, muss den Staat in dieser Frage hart prüfen.

      Hier geht es um den Kern bürgerlicher Freiheiten, um das, was uns von anderen Regimes unterscheidet. Es geht um das Verhältnis Bürger – Staat. Das ist keine Nebensache.

      Wer schärfere Gesetze will, muss zeigen: a) dass es nicht ohne diese geht, also dass die bisher verfügbaren Gesetze und Befugnisse nicht ausreichen und b) dass die neuen Gesetze substanziell etwas verbessern. Nur auf Verdacht und Hoffnung hin kann man keine neuen Gesetze erlassen.

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      • Steve sagt:

        Der Staat hat also die Beweislast, er muss beweisen, dass mehr staatliche Befugnisse etwas nützen. Und die Öffentlichkeit, die demokratische Öffentlichkeit, muss den Staat in dieser Frage hart prüfen.

        Richtig. Damit auch wirklich jeder potentielle Attentäter mitbekommt, woran seine Kumpels nun genau gescheitert sind, breiten wir in aller Öffentlichkeit aus, mit welchen Maßnahmen wir welchen Anschlag verhindert haben und was das gekostet hat.

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        • IULIUS sagt:

          „mit welchen Maßnahmen wir welchen Anschlag verhindert haben und was das gekostet hat.“
          Die Maßnahmen sind öffentlich bekannt. Da kann Dein Argument nicht ziehen. Da muß man sich fragen, ob die Maßnahmen überhaupt Sinn machen. Wie ich schon mal schrieb, die Organisierten wissen, wie sie sämtliche staatlichen Überwachungsmaßnahmen umgehen können. D. H. die verzichten einfach auf elektronische Nachrichtenübermittlung, oder benutzen gestohlene Handys, Wegwerfhandys etc…. Die einzigen die die bekommen könnten wären Amateure und Kinder, aber mit Sicherheit keinen einzigen Terroristen.

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          • Steve sagt:

            Die Maßnahmen sind öffentlich bekannt.

            Wirklich alle Maßnahmen? Oder nur jene, mit denen man bestenfalls Amateure und Kinder aufspüren kann?
            Ist doch so ähnlich wie bei Banküberfällen, wo auch die erbeutete Summe in den Nachrichten deutlich niedriger angegeben wird, damit es weniger Nachahmungstäter gibt.

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    • Frank sagt:

      Ich nehme den Ruf nach mehr Kontrolle gar nicht in Schutz. Es ist aber in den meisten Fällen schlicht unmöglich, Erfolge zu belegen, die darauf beruhen, dass etwas _nicht_ passiert ist.
      Kein vernünftiger Mensch wird behaupten, oder glauben, dass Terroranschläge dieser Art zu 100% zu verhindern sind.

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      • Lomi sagt:

        „Es ist aber in den meisten Fällen schlicht unmöglich, Erfolge zu belegen, die darauf beruhen, dass etwas _nicht_ passiert ist.“

        Ich denke, ich weiß, worauf Du hinaus willst. Wenn eine Katastrophe nicht eintritt, hinterlässt sie keine Spuren. Man kann nicht sagen, ob man sie verhindert hat oder einfach so nicht eintrat.

        Aber im Fall der VDS und anderer Überwachungsmaßnahmen sollte es Erfolgskriterien geben, nämlich Beweismaterial für die Planung von Anschlägen, Festgenommene, Waffenfunde etc.

        Es wäre auch nötig, Erfolgskriterien zu definieren. Es muss schließlich rational zugehen beim Einsatz staatlicher Mittel. Es darf keine Frage des Glaubens werden. Erfolg oder Misserfolg von Grundrechtseingriffen muss evaluierbar sein. Wenn das nicht gelingt, dann sind diese Eingriffe nicht gerechtfertigt. Sie münden sonst in Magie, in Beschwörungsformeln, in oberflächlicher Angstbesänftigung.

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        • Frank sagt:

          Genau so ist es. Eine Prävention als wirkungslos zu bezeichnen, wenn sie nicht 100% Erfolgsquote vorweisen kann, ist eben unsinnig. Und _wenn_ diese Maßnahmen wie VDS o.ä. _nur_ bei der Ermittlung von überlebenden Tätern hilfreich ist, so kann man sie auch als präventiv ansehen, oder glaubt einer, dass diese Terroristen keine weiteren Anschläge ausführen würden? Über Art und Umfang von Maßnahmen und ihrer Fähigkeit, die Freiheit der Bürger zu beschneiden, zu diskutieren ist erforderlich, aber man darf gerne dabei realistisch bleiben.

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          • IULIUS sagt:

            @Frank,
            der Staat hat auch ohne flächendeckende Kontrolle genügend Möglichkeiten. Tatsächlich wird mit Vorbeugung geworben. Nur die gesamte Umsetzung zielt überhaupt nicht in die Richtung, lediglich auf lückenlose Überwachung der Bevölkerung.

            Selbst wenn man Deiner Argumentation folgt, glaubst Du allen ernstes, daß ein Selbsmord-Attentäter sich Gedanken darüber macht, ob er hinterher festgenommen werden könnte?

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            • Frank sagt:

              „der Staat hat auch ohne flächendeckende Kontrolle genügend Möglichkeiten.“

              Ich wüsste gern, woher du diese Weisheiten nimmst. Darin sind sich nämlich selbst Experten (ich nehme an, du bist auf diesem Gebiet keiner) nicht einig.

              „Selbst wenn man Deiner Argumentation folgt, glaubst Du allen ernstes, daß ein Selbsmord-Attentäter sich Gedanken darüber macht, ob er hinterher festgenommen werden könnte?“

              Das habe ich nicht einmal angedeutet. Es gibt Fragen, die sind einfach zu doof, um sie zu beantworten.

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              • IULIUS sagt:

                @Frank,
                ich erlaube mir Dich zu zitieren:
                „oder glaubt einer, dass diese Terroristen keine weiteren Anschläge ausführen würden? „

                Mit einer richterlichen Verfügung hat der Staat sehr weite Möglichkeiten um seine Bürger zu überwachen, allerdings nur, wenn ein Grund vorliegt, oder zumindest hinreichender Verdacht.
                Die Vorratsdatenspeicherung stellt jeden Bürger unter Generalverdacht und die Einschränkungen des Staates zur Überwachung sind nicht so stark.
                Wenn man den Fachleuten zuhört kann man sich ein eigenes Bild machen.

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          • Lomi sagt:

            “ Eine Prävention als wirkungslos zu bezeichnen, wenn sie nicht 100% Erfolgsquote vorweisen kann, ist eben unsinnig. Und _wenn_ diese Maßnahmen wie VDS o.ä. _nur_ bei der Ermittlung von überlebenden Tätern hilfreich ist, so kann man sie auch als präventiv ansehen, oder glaubt einer, dass diese Terroristen keine weiteren Anschläge ausführen würden?“

            OK, das Ermitteln von Tätern ist ein Argument. Aber auch hier gilt: Reichen vorhandene Instrumente nicht doch aus? Es geht auch nicht um 100-prozentige Erfolgsquoten, aber doch um Erfolgsquoten. Was ein Erfolg ist, sollte man genau bestimmen, damit man überprüfen kann, ob die Sicherheitsversprechen durch die Grundrechtseingriffe eingelöst werden. Das muss überprüft werden, denn ohne Prüfung ist das der Appell an die Bürger, dem Staat nahezu blind zu vertrauen. Aber Vertrauen ist hier nicht gerechtfertigt. Nicht, weil der Staat per se schlecht ist, sondern weil es zur Demokratie gehört, den Staat zu kontrollieren, aus den Erfahrungen des Machtmissbrauchs. Jeder, der die VDS fordert, ist deshalb „verpflichtet“, den Sicherheitsgewinn zu beweisen und es muss ein signifikanter Sicherheitsgewinn sein. Alles andere kann einen Grundrechtseingriff nicht rechtfertigen.

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            • Lomi sagt:

              Wie es aussehen kann, wenn Politiker Allmachtsfantasien entwickeln, zeigt das Beispiel Sarkozy:

              „Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy hat nach den Terroranschlägen ein schärferes Vorgehen gegen Extremisten gefordert. Konkret sollen Leute, die mit dem radikalen Islam in Verbindung gebracht werden, in Fussfesseln gelegt und unter Hausarrest gestellt werden. «Wir müssen unsere Politik der Inneren Sicherheit drastisch verschärfen», sagte der Parteichef der oppositionellen Republikaner am Sonntag im Sender TF1. Eine Überwachung mit elektronischen Fussfesseln verlangt er für Personen, die wegen ihrer Radikalisierung in die sogenannte Kartei S des Inlandgeheimdienstes aufgenommen wurden. In der Kartei S seien derzeit 11’500 Menschen aufgelistet, führte Sarkozy aus. «Ich schlage vor, darüber nachzudenken, sie bei sich unter Hausarrest zu stellen, mit einer elektronischen Fussfessel. Wenn wir die jüngsten Attentate anschauen, waren alle in dieser Datei», sagte er. Jihadisten sollten bei ihrer Rückkehr nach Frankreich inhaftiert werden.“
              http://www.nzz.ch/international/terroranschlaege-in-paris/fahndung-nach-fluechtigem-verdaechtigen-laeuft-weiter-1.18647178

              So einer macht mir Angst.

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      • Blacky sagt:

        Natürlich nicht zu 100% verhindern, aber erschweren.
        Indem man z.B. nicht die ausführenden Terroristen* ungehindert und unkontrolliert einreisen läßt.

        *die Planer/Hintermänner dürften vermutlich schon länger in F gewesen sein, aber die sind zu „wertvoll“ für die Netzwerke, als das sie sich selber in die Luft sprengen oder riskieren, von der Polizei erschossen/festgenommen zu werden.

        Sollte mich nicht wundern, wenn rauskommt, daß die Ausführer über die Balkanroute und Deutschlands offene Grenzen nach F durchgewandert sind.

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        • Michael Mendelsohn sagt:

          Soweit mir bekannt ist, sind ein Teil der Terroristen Franzosen, die in Belgien gelebt haben.
          Grenze zwischen Belgien und Frankreich dicht machen? Kannst du vergessen, die kriminellen gehen dann über die „grüne Grenze“ und der Rest der Bevölkerung hat den Ärger.

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      • St. Elmo sagt:

        In dem fall ist das aber was anderes, schließlich muss man ja um die Tat zu verhindern die Täter vorher verhaften, oder wie will man Anschläge sonst verhindern?

        Also wo sind die Verhaftungen von Terrorzellen dank VDS?

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        • Frank sagt:

          Wenn ich die Täter nach der Tat verhafte (es fliegen ja nicht alle in die Luft, das ist ja nur das Kanonenfutter) verhindere ich möglicherweise einen anderen Anschlag. Man muss die Planer und Techniker finden, Märtyrer gibt es ja offenbar zu viele. Belege für die Wirksamkeit der VDS würden mich auch mal interessieren, aber ich fürchte, dass Ottonormalverbraucher da nicht genug Infos bekommt.

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          • Lomi sagt:

            “ Belege für die Wirksamkeit der VDS würden mich auch mal interessieren, aber ich fürchte, dass Ottonormalverbraucher da nicht genug Infos bekommt.“

            Das befürchte ich auch. Aber ohne Information kann es keine demokratische Kontrolle geben. Diese ist keine Bedenkenträgerei, es ist ein Prinzip. Demokratie ohne Kontrolle des Staates ist keine mehr. Dann brauchen wir sie auch nicht mehr verteidigen. Was nicht existiert, muss nicht mehr verteidigt werden.

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            • Frank sagt:

              Da gebe ich dir Recht. Die Wirksamkeit einiger Ermittlungsbehörden ist aber unter anderem darin begründet, dass eben nicht jeder weiß, wie sie genau arbeiten. Vielleicht nennt sich der Geheimdienst genau deshalb so?😀 Für deren Überwachung ist das PKGr zuständig. Ganz ohne Vertrauen läuft es eben nicht. Ich sehe das, im Vergleich zum Terrorismus aber als das kleinere Übel an.

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              • Lomi sagt:

                „Für deren Überwachung ist das PKGr zuständig. Ganz ohne Vertrauen läuft es eben nicht. Ich sehe das, im Vergleich zum Terrorismus aber als das kleinere Übel an.“

                Bei fefe bekommt man häufiger Beispiele dafür, dass das Kontrollgremium nicht gut funktioniert. Es müsste schon gewährleistet sein, dass es funktioniert. Auf welcher Wissensbasis gewähre ich Vertrauen? Vertrauen gegenüber einem Staat, der sich erweiterte Befugnisse gestattet, ist riskant. Denn Du weißt nicht, wer zu einem späteren Zeitpunkt diese Befugnisse wie nutzt. Diesbezügliche Gesetze können geändert werden. Wie wir von Toll Collect wissen, nützen auch Versprechen nichts, dass die Überwachungsinstrumente nur für einen eng definierten Zweck benutzt werden würden. Man hat diese Zwecke immer wieder ausgeweitet.

                Im Übrigen ist die VDS keine Angelegenheit der Geheimdienste, sondern der Polizei. Das sollte also transparent sein.

                Angesichts des NSA-Skandals sollte man tatsächlich langsam lieber eine Misstrauenskultur entwickeln. Vertrauen wurde hier massiv missbraucht. Der BND hat da kräftig mitgespielt.

                Auch kann das Vertrauen nur dann das kleinere Übel gegenüber dem Terrorismus sein, wenn man diese Abwägung vornehmen kann: Mehr Überwachung bringt mehr Sicherheit. Nur DANN ist es rational, zu vertrauen. Wenn ich keinerlei Evidenz habe für die Wirksamkeit der Überwachung, dann ist es bloß Magie und Wunschdenken und der Versuch, über Zauberformeln Pseudosicherheit herbeizureden. Die Katze beißt sich hier in den Schwanz, aber Vertrauen ist eben einfach kein gutes Argument.

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                • Lomi sagt:

                  So sehen die Befugnisse in Frankreich schon heute aus:

                  „Das neue Gesetz regelt umfassend die Aufgaben der französischen Geheimdienste und hält fest, welche Spionage- und Überwachungstechniken sie einsetzen dürfen. Erlaubt wird unter anderem eine Überwachung der Online- und Telefonkommunikation von Terrorverdächtigen auch ohne richterlichen Beschluss. Besonders für Kritik sorgt, dass die Dienste umfassend bei Telekommunikationsanbietern die Verbindungsdaten von Privatpersonen abschöpfen und mit Hilfe von Algorithmen auswerten dürfen, um eine „terroristische Bedrohung“ aufzudecken.“

                  http://www.freenet.de/nachrichten/politik/neues-geheimdienstgesetz-in-frankreich-verabschiedet_4931242_4702788.html

                  Interessant ist der Umstand, dass es ohne richterlichen Beschluss geht. Damit geht ein Stück Abwehrrecht des Bürgers verloren. Man muss solche Gesetze immer so denken, als wäre man selber direkt betroffen. Was bedeutet das für den Bürger, der ins Visier der Fahnder gerät? Bekommt er den nötigen Rechtsbeistand, bekommt er ein faires Verfahren?

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    • Nick sagt:

      Das Argument:”Die Sicherheitsvorkehrungen haben nichts gebracht, denn es ist ja doch etwas passiert!” ist im hohen Grade unsinnig.

      Nicht, wenn man begründen kann warum die Sicherheitsvorkehrungen nichts gebracht haben. Und im Fall der VDS kann man das leicht begründen: Die Terroristen wissen sehr gut, dass sie sämtliche elektronischen Medien besser meiden sollten bzw. dort ein unauffälliges Profil erzeugen sollten.

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  8. Von mir aus klar die Parallelwelten in Frankreich ändern. Meine Tante, Französin findet in den Supermärkten seit Jahren nur noch Halal Fleisch. So erwas geht meiner Meinung nach zu weit!

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  9. maennerpartei sagt:

    Je mehr Sicherheit man will, umso mehr Freiheiten muss man aufgeben.

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    • SirFoomy sagt:

      Ich kann da immer wieder nur Benjamin Franklin zitieren: „Those who would give up essential Liberty to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety“

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  10. Shitlord sagt:

    Was wir jetzt machen? Na, wir setzen ein Zeichen für unsere Weltoffenheit und Solidarität mit allen und singen die Marseillaise – da ich kein Französisch spreche, hier der Refrain auf Deutsch:

    Zu den Waffen, Bürger,
    Formt eure Truppen,
    Marschieren wir, marschieren wir!
    Unreines Blut
    Tränke unsere Furchen!

    Ehm…. #refugeeswelcome? #noussommesunis?

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  11. Michael Mendelsohn sagt:

    Auf die Frage „Und was machen wir jetzt?“ könnte die Antwort auch lauten: „weniger Terror finanzieren“. Man beachte die Stelle von Frankreich in dieser Grafik: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/schlupfloecher-fuer-die-is-terrorfinanzierung-13917911/infografik-faelle-von-13918132.html (via fefe)

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