Risiko.

Veröffentlicht: November 19, 2015 in Uncategorized

diabetes

Edit: Es ist offenbar wichtig dazu zu schreiben, dass es hier nicht darum geht, dass es moralisch OK ist, einem Sexpartner HIV zu verschweigen. Ist es nicht. Aber hin und wieder müssen wohl auch Selbstverständlichkeiten ausgesprochen werden.

Kommentare
  1. Lomi sagt:

    Fatshaming!! Einself ^^

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  2. Mona sagt:

    Nennt man das auch Bigotterie, wie beim vorhergehenden Comic?

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    • Aus meiner Sicht nicht. Aber es ist interessant, wie das wahrgenommene Risiko sich unterscheidet.

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      • Mona sagt:

        Immerhin ist Diabetes kein Virus mit dem man sich anstecken kann. Viren werden doch immer als viel schrecklicher wahrgenommen. Man passt eine Sekunde nicht auf und zack hat das Virus einen erwischt.

        Ich hab zur Zeit Grippe, leide vor mich hin und finde alle Viren furchtbar. Das Positive daran ist, dass ich von HIV und Diabetes verschont geblieben bin und die Grippe bestimmt bald besiegt ist.

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      • Frank sagt:

        Der allgemeine Wissensstand über die beiden Krankheiten ist auch unterschiedlich. Bei Diabetes kann fast jeder mitreden. Bei HIV sehen viele nur den vor sich hinsiechenden wandelnden Toten. Und wenn man ein (wenn auch kleines) Risiko vermeiden kann, ohne selbst dadurch benachteiligt zu werden, geht es schnell von der Hand, dass der HIV-Positive eben geschnitten wird.

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        • Lomi sagt:

          Nicht zu vergessen sind dabei die Horrorstories, die die Älteren von uns bei HIV aufgesogen haben. In den 80ern kursierte eine Geschichte: Jemand verbringt eine tolle Nacht mit jemanden. Am nächsten Tag ist der Bettpartner weg und auf dem Spiegel stand geschrieben: „Herzlichen Glückwunsch, Du hast jetzt Aids“. Das ist natürlich eine urban legend, aber sie bezeichnet die Ängste ganz gut. Diese Geschichte hängt in den Hinterköpfen garantiert noch herum.

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          • Muesli sagt:

            > Nicht zu vergessen sind dabei die Horrorstories, die die Älteren von uns bei HIV aufgesogen haben.

            Japp. Erinnere mich da noch an die Nachrichten, als irgendein HIV-positiver Mensch angeblich mit Spritzen mit seinem Blut auf andere losgegangen ist.
            In meiner Schulzeit, da war AIDS *das* Gespenst schlechthin, und wurde mitunter häufig benutzt, um unserer Generation Kondome nahezulegen.

            Ich schätze, das hat durchaus das „gefühlte Risiko“ erhöht, vor allem weil es damals noch als unheilbar galt und quasi als sicher tödlich.

            Diabetes dagegen (ich habe selber sowohl Typ I als auch Typ II in der Familie) unterschätzen viele immens. Vielleicht auch deshalb, weil man eine Infektion mit dem HI-Virus mit Sex in Verbindung bringt (was leider immer noch bzw. immer wieder für große Teile der Bevölkerung etwas ‚beschämendes‘ zu sein scheint), während Diabetes eher so als halb unvermeidlich gilt, wenn man -der Voksmeinung entsprechend- „normal“ Essen konsumiert.

            Und zu guter Letzt: Bekommt man AIDS, dann ist ja quasi „der andere schuld“, der einem seinen eigenen Status verheimlicht hat. Bei Diabetes, zumindest Typ II, ist man dagegen „selber schuld“.
            Das macht es natürlich attraktiv, sich Diabetes zu verharmlosen (und damit das Schuldgefühl zu mindern), während man den AIDS-Träger wunderbar als Täter hinstellen kann.

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          • IULIUS sagt:

            „Nicht zu vergessen sind dabei die Horrorstories, die die Älteren von uns bei HIV aufgesogen haben.“
            Wollte ich auch gerade anmerken.

            Es ist aber auch noch heute so, daß bei jedem Virus gleich Horrorzenarien durch die Presse gereicht werden.
            Wenn es nach den Ebola-Experten gehen würde wäre jetzt schon die halbe Menschheit ausgerottet.
            Wenn ich nur daran denke, was die hier in Berlin bei einem latent möglichen Verdachtsfall aufgefahren haben. Dann hat sich rausgestellt, daß es gar nicht sein konnte…
            http://www.morgenpost.de/berlin/article131372374/Ebola-Verdacht-in-Berlin-Patientin-hat-Malaria.html

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            • Lomi sagt:

              Nun, in Afrika WAR Ebola Horror der reinsten Sorte. Ein bisschen verständlich ist die Besorgnis daher schon.

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            • Mona sagt:

              Durch diese Art der Herangehensweise hat man überhaupt geschafft das einzudämmen. Wenn man nicht nachverfolgt hätte, wo sich wer angesteckt hat (oder haben könnte) und wen man noch behandeln muss, dann wär es viel schlimmer gekommen. Schon allein wenn sie nur die Menschen behandelt hätten, die selbst ins Krankenhaus kamen, hätte es nicht gereicht. Man musste jedesmal nachforschen, welche Kontakte diese Person hatte, um das Eindämmen zu erreichen.

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        • Waldfloh sagt:

          Der Kommentar von Frank fasst hervorragend zusammen, warum Typ 1 Diabetiker sich oft nicht ernst genommen fühlen. Dort ist die Rate der Erkrankungen schon eine andere als oben im Comic zitiert, die Ursachen sind anders, Unterschiede in der Behandlung gibt es auch. Dennoch wird für Diabetes Typ 1 und Typ 2 unglücklicherweise der selbe Name verwendet. Und schon kann jeder mitreden.

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          • Mona sagt:

            Bei Typ 1 Diabetes kann doch trotzdem fast jeder mitreden, weil fast jeder Mensch mit einen Typ 1 Diabetiker zu tun hatte in seinem Leben. Man weiß wahrscheinlich trotzdem zu wenig, weil man sich wohl da nicht hinein versetzen kann, wenn man das nicht hat. Man *fühlt* sich zumindest ein mini-bisschen informiert.

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        • Rojas sagt:

          Naja , Diabetes ist als reine Stoffwechselerkrankung (bzw. Typ-I-Diabetes: Autoimmunerkrankung) nicht ansteckend, geschweige denn, dass Diabetes etwas mit Sex zu tun hätte. Das ist natürlich keine Entschuldigung für die Ausgrenzung von HIV-positiven Menschen, aber eine Erklärung ist es schon. Viele haben bei HIV/Aids halt immer noch die Bilder aus den 1980er Jahren im Kopf: ausgemergelte Skelette übersät mit Kaposi-Geschwüren. Man erinnere sich z.B. an die berühmt-berüchtigte Benetton-Werbung:

          https://nahtschatten.wordpress.com/2011/01/11/benetton-oder-wie-wahr-darf-werbung-sein/

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  3. Frank sagt:

    Einschränkungen für andere sind immer schneller ausgesprochen.

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    • Steffen sagt:

      Das erinnert mich an die „Pro-Life“ Bewegung in den USA, in der ein Verfechter ein Plakat hochhält mit der Aufschrift: „It’s easy to be pro-choice when you’re not the one being killed“ und daneben ein Gegenplakat: „It’s easy to be pro-life when you’re not the one being pregnant“

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  4. Michael Mendelsohn sagt:

    Die Furcht vor dem Unbekannten und vermeintlich Unkontrollierbaren– wo hatten wir das kürzlich doch gleich noch? ;-P

    Als drittes Beispiel wäre auch Autofahren mit den zahlreichen Verkehrstoten sehr gut geeignet. (2 Tage Straßenverkehr in Europa = 1 Terroranschlag in Paris.)

    Und Depression, Alkohol und Tabak sind noch tödlicher.

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    • Lomi sagt:

      „Als drittes Beispiel wäre auch Autofahren mit den zahlreichen Verkehrstoten sehr gut geeignet. (2 Tage Straßenverkehr in Europa = 1 Terroranschlag in Paris.)“

      Ich bin kein Terrorpaniker, aber… ^^

      Der Vergleich ist schwierig. Die Gefahr im Straßenverkehr kann man selber zum Teil beeinflussen. Die Terrorgefahr kann man nicht beeinflussen. Zweitens ist am Terroranschlag erschreckend, mit welcher Bösartigkeit dort getötet wird. Die gezielte Aggression macht mehr Angst als die Unvorsichtigkeit von Autofahrern. Drittens ist die Terrorangst diffus, weil man nicht weiß, wann und wo ein Anschlag stattfindet. Man kann sich davor kaum schützen. Man kann den Straßenverkehr meiden, dann gehört man auch nicht zu den Verkehrstoten. Aber kann man Anschläge meiden? Schwierig, denn die Terroristen können überall zuschlagen und jeder Zeit.

      Es ist richtig, dass das Risiko insgesamt recht gering ist. Aber die ausgelöste Angst hat auch ihre nachvollziehbaren Quellen. Das ist ja auch genau das, was der Terror erreichen will.

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      • Mona sagt:

        Meine Bilder im Kopf: Autoverkehr + Bösartigkeit ergibt ein Auto das mich verfolgt und umfahren will. Gruselig.

        Jetzt denke ich darüber nach, ob man als Verkehrstoter/-verletzter zählt, wenn man absichtlich vor ein Auto rennt oder einer mit einem Auto absichtlich ohne zu bremsen jemanden umfährt. Ist das irgendwie geregelt oder kommt das viel zu selten vor, dass man das berücksichtigen müsste?

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      • Michael Mendelsohn sagt:

        „Die Gefahr im Straßenverkehr kann man selber zum Teil beeinflussen.“ — nicht die anderen Verkehrsteilnehmer, und gerade bei Kindern ist das schwierig. Gefahrensituation entstehen oft unvorhergesehen und unerwartbar.

        „Die Terrorgefahr kann man nicht beeinflussen.“ — keine konservativen Politiker wählen?

        „Die gezielte Aggression“ — nein, beim terroranschlag ist sie ungezielt: den Terroristen ist es im Prinzip egal, wen sie töten.

        „macht mehr Angst als die Unvorsichtigkeit von Autofahrern“ — nein, mir macht die Unfähigkeit und die Rücksichtslosigkeit der Autofahrer Angst. Ichhab‘ eben gerade bei meiner recherche nach den Verkehrstoten eine Artikel gesehen, wo in Frankreich die Zahl der verkehrstoten durch die Verstärkung von Radarkontrollen um 25% zurückgegangen ist. Was den Schluss nahelegt, dass mindestens 25% der Verkehrsunfälle allein dadurch verursacht worden sind, dass Autofahrer zu schnell unterwegs waren!

        „Drittens ist die Terrorangst diffus, weil man nicht weiß, wann und wo ein Anschlag stattfindet.“ — Weiß ich beim Verkehrsunfall auch nicht. Ok,er wird wohl an einer Straße sein; das sagt mir ungefähr zu viel wie dass der Terroranschlag da stattfindet, wo viele Menschen sind.

        „Man kann sich davor kaum schützen.“ — Geht beim Verkehrsunfall auch nicht.

        „Man kann den Straßenverkehr meiden, dann gehört man auch nicht zu den Verkehrstoten.“ — Nein, das könenn die meisten Menschen nur unter Verzicht auf Teilhabe am öffentlichen Leben. Aber dann kannst du dich genausogut in einen Bunker verkriechen und bist so auch vor Terror geschützt.

        „Terroristen können überall zuschlagen und jeder Zeit“ — tun sie aber nicht. Bei uns in der Gemeinde ist vor ein paar Jahren ein Unfall passiert, wo ein Auto durch eine Hauswand gebrochen ist und halb in der Küche zum Stehen kam.Hättest du das erwartet?

        „Es ist richtig, dass das Risiko insgesamt recht gering ist. Aber die ausgelöste Angst hat auch ihre nachvollziehbaren Quellen. Das ist ja auch genau das, was der Terror erreichen will.“ — Und die rechten Politiker wollen es auch erreichen, weil es ihre Agenda befördert.

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        • Lomi sagt:

          „“Die Terrorgefahr kann man nicht beeinflussen.” — keine konservativen Politiker wählen?“

          Guter Rat. Aber für den Einzelnen genügt das nicht. Er hat ja nur eine Stimme. Ich habe noch nie einen Konservativen gewählt und trotzdem werden sie am Ende Wahlsieger.

          „“Die gezielte Aggression” — nein, beim terroranschlag ist sie ungezielt: den Terroristen ist es im Prinzip egal, wen sie töten.“

          Damit meinte ich eher, dass Terroristen es aufs Töten anlegen. Das ist ihr Ziel. Der Autofahrer handelt vielleicht fahrlässig oder dumm, aber will in der Regel nicht töten. Das macht in meinen Augen einen Unterschied.

          “ nein, mir macht die Unfähigkeit und die Rücksichtslosigkeit der Autofahrer Angst. Ichhab’ eben gerade bei meiner recherche nach den Verkehrstoten eine Artikel gesehen, wo in Frankreich die Zahl der verkehrstoten durch die Verstärkung von Radarkontrollen um 25% zurückgegangen ist. Was den Schluss nahelegt, dass mindestens 25% der Verkehrsunfälle allein dadurch verursacht worden sind, dass Autofahrer zu schnell unterwegs waren!“

          Ich kann Deine Sorge nachvollziehen, weil ich schon häufiger solche Situationen erlebt habe.

          Frankreichs Straßen kenne ich ein bisschen. Dort wurde (also bis mindestens zu dem Zeitpunkt, als ich das letzte Mal da war) häufig gerast. Entsprechende Verkehrstoten-Schilder waren an den großen Straßen aufgebaut, als gezielte Kampagne des Staates. Ich habe bei meinem letzten Frankreichurlaub in wenigen Tagen gleich mehrere Unfälle mit erlebt. Ich sehe das auch so: Hier hätte man Todesfälle sicherlich vermeiden können.

          „“Man kann den Straßenverkehr meiden, dann gehört man auch nicht zu den Verkehrstoten.” — Nein, das könenn die meisten Menschen nur unter Verzicht auf Teilhabe am öffentlichen Leben. Aber dann kannst du dich genausogut in einen Bunker verkriechen und bist so auch vor Terror geschützt“

          Verständlich. Aber mich überzeugt das noch nicht ganz. Gut, als Berliner bin ich in einer komfortablen Situation, kein Auto zu brauchen. Das ist nicht auf alle übertragbar. Aber wenn ich eben gerade nicht Auto fahre, riskiere ich den Verkehrstod nicht. Dagegen gibt es vielmehr Situationen, die als Terrorziele naheliegen, wie man in Paris gesehen hat. Es kann einen überall treffen, wo mehrere Menschen zusammenkommen.

          Insgesamt weiß ich aber, worauf Du hinauswillst, denn es ist ja ein altbekanntes Argument: die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Terroranschlages zu werden, ist immer noch ausnehmend klein gegenüber der Wahrscheinlichkeit, durch einen Verkehrsunfall zu sterben.

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          • Michael Mendelsohn sagt:

            „Aber wenn ich eben gerade nicht Auto fahre, riskiere ich den Verkehrstod nicht.“ — Grundfalsch. Mich hat schon zweimal als Fußgänger ein außer Kontrolle geratenes Motorrad um wenige Meter verfehlt; und als Radfahrer…
            Auch in Berlin bin ich zumindest an der Straße unterwegs.

            Ob mein fremdverschuldeter Tod nun von Täter gewollt war oder nicht, ist mir (im Gegensatz zu dir) egal.

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            • Lomi sagt:

              „Ob mein fremdverschuldeter Tod nun von Täter gewollt war oder nicht, ist mir (im Gegensatz zu dir) egal.“

              Klar, da gehe ich mit. Was ich meinte: Ich verbinde mit der Absicht halt eine größere Gefahr. Die Gefahr liegt dann darin, dass jemand das Töten plant, sich überlegt, wie er es möglichst effektiv bewerkstelligt und möglichst viele in den Tod reißt. Daraus kann eben folgen, dass die Opferzahl auch sehr hoch ist. Man braucht nur an 9/11 zu denken. Wenige Leute verursachen einen hundert- oder tausendfachen Tod.

              Natürlich ist in absoluten Zahlen gemessen die Wahrscheinlichkeit gering, Opfer eines Anschlags zu werden. Aber man müsste halt mal die kill rate vergleichen: Wieviel bringt der Autofahrer zur Strecke und wieviel der Terrorist? Im Straßenverkehr kommen die vielen Toten auch deshalb zustande, weil viele Millionen dort beteiligt sind.

              Das ist auf dem ersten Blick auch scheinbar irrelevant, weil ja trotzdem die Wahrscheinlichkeit größer ist, im Straßenverkehr zu sterben. Aber das ist eine Rechnung, die nur die bisherigen Terroranschläge berücksichtigt. Das schließt aber keineswegs eine denkbare Steigerung des Terrors aus. In Bagdad dürften sehr viel mehr Leute durch Bombenanschläge gestorben sein als durch den Straßenverkehr. Es ist nie ausgeschlossen, dass die Anschläge nicht doch häufiger vorkommen.

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              • Mona sagt:

                Ohh, schon wieder Bilder im Kopf, diesmal: Jedes Mal wenn jemand in ein Auto steigen will, begeht er stattdessen ein Attentat.
                Da wäre schon die meiste Weltbevölkerung tot, schätze ich mal.

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                • Lomi sagt:

                  Wahrscheinlich reicht einfach die Realität von Bagdad in den 2000ern nach dem Einmarsch der USA.
                  Israel kann sicher auch mitreden.

                  Wo ein planender Wille ist, ist eben auch Veränderung der Planung möglich. Das ist dabei mein Argument.

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              • Frank sagt:

                MM : “Ob mein fremdverschuldeter Tod nun von Täter gewollt war oder nicht, ist mir (im Gegensatz zu dir) egal.”

                Lomi : „Klar, da gehe ich mit.“

                Egoisten!

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              • Michael Mendelsohn sagt:

                „In Bagdad dürften sehr viel mehr Leute durch Bombenanschläge gestorben sein als durch den Straßenverkehr. Es ist nie ausgeschlossen, dass die Anschläge nicht doch häufiger vorkommen.“ — Verkehrstote weltweit: über 1 Million im Jahr (Quelle: Wikipedia:Verkehrstod). Dafür brauchst du schon einen richtig großen Krieg aus den „Top Ten“.

                Und ich schätze auch, das in Baghdad mehr Leute (Zivilisten) durch Bombenschläge als durch Bombenanschläge gestorben sind; hat da jemand Daten zu?

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                • HansG sagt:

                  Laut sciencefiles stellt sich Terrorismus so dar:

                  Die 10 am stärksten von Terrorismus betroffen Länder sind:
                  der Irak: 6.362 Tote bei 2.492 Anschlägen allein im Jahr 2013;
                  Afghanistan: 3.111 Tote bei 1.148 Anschlägen;
                  Pakistan: 2.345 Tote bei 1.933 Anschlägen;
                  Nigeria: 1.826 Tote bei 303 Anschlägen;
                  Syrien: 1.078 Tote bei 217 Anschlägen;
                  Indien: 404 Tote bei 624 Anschlägen;
                  Somalia: 405 Tote bei 197 Anschlägen;
                  Jemen: 291 Tote bei 295 Anschlägen;
                  die Philippinen: 292 Tote bei 499 Anschlägen;
                  Thailand: 131 Tote bei 332 Anschlägen;

                  Zukunft-Mobilität gibt die Verkehrstoten nach einem Bericht der WHO 2013 mit 31,5 pro 100k Einwohner an. Das ergibt auf 35,9 Mio Einwohner hochgerechnet 11.308 Verkehrstote.

                  In Deutschland müssen wir im Vergleich 4,7 Verkehrstote pro 100k Einwohner beklagen.

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        • HansG sagt:

          “Die Terrorgefahr kann man nicht beeinflussen.” — keine konservativen Politiker wählen?

          Wer sind den die Konservativen?

          1999 – Kampfeinsatz der Bundeswehr im Kosovo
          2001 – Kampfeinsatz der Bundeswehr in Afganistan

          Entsendet unter der rot-grünen Regierung Schröder.

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          • Lomi sagt:

            „Wer sind den die Konservativen?

            1999 – Kampfeinsatz der Bundeswehr im Kosovo
            2001 – Kampfeinsatz der Bundeswehr in Afganistan

            Entsendet unter der rot-grünen Regierung Schröder.“

            Hans, da hast Du Dir die Antwort womöglich schon selber gegeben ^^

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            • Alex ii sagt:

              Nicht alle Faschisten sind auch konservativ.

              Ähnlichkeiten mit der Farbenlehre rund um das Mischen von rot und grün zu eckelig dreckigem kackbraun sind nicht vom Autor bezweckt und rein zufälliger Konstruktion

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        • Michaela Lusru sagt:

          @Michael Mendelsohn sagt: November 19, 2015 um 12:40

          “Die Terrorgefahr kann man nicht beeinflussen.” — keine konservativen Politiker wählen?“
          was soll denn das? Bist du dir denn überhaupt im Klaren, was „konservativ“ meint?
          Konservativ heisst „bewahren“. Hast du nichts, was du „bewahren“ möchtest? Nein? Dann bist du arm dran.
          Jeder Mensch hat etwas zu bewahren und ist damit zwangsläufig in diesem Feld „konservativ“., in einem anderen weniger.
          Und was sollen nun „Konservative Politiker“ sein? Das müssten die sein, die NUR BEWAHRENSWERTES und KEINE Veränderungsvorastellungen haben – wo findet man die? Auf den das zutrifft, der geht nicht in die Politik, weil der nichts „bewegen“ will. Da jeder Politiker etwas bewegen will und allein deshalb in der Politik scharwenzelt, kann ein Politiker nicht (durchweg) „konservativ“ sein, und – s.o.! – konservativ ist jeder in irgendeinem Feld der Politik.
          Konservativ ist also eine nur punktuell aber bei jedem Politiker (anders) ansetzbare Begrifflichgkeit.
          Dann musst du also schon immer dazu sagen, auf welchem Feld du gerade mal das Konservative da unterstzellstm vermutest oder bemerkt hast u8nd in welchem Kontext.
          Aber „die Konservativen Politiker“?
          Was denkst du wohl, wie viele extrem konservativ auf ihrem Gebiet einbetonierte Politiker ich dir bei den Linken, Grünen, Sozis oder Progressiven hearausfische – so what?

          Allerdings das RISIKO, dabei falsche weil nur vermeintliche Wahrnehmungen ins Spiel zu bringen, ist reichlich und sollte daher beherrschbar in der Auswahl und Intensität gehalten werden.

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        • St. Elmo sagt:

          Ich behaupte mal um die Terrorgefahr zu reduzieren müsste man sogar zu allererst konservative Politiker wählen.

          Wo kann sich ein Ausländer besser integrieren in eine Gemeinschaft, die ihre Traditionen pflegt und eigene Werte und Tugenden hochhält oder in eine Gemeinschaft die sich selbst hasst, und Slogans wie „Deutschland verrecke“ oder „scheiß Deutschland“ herumkrakelet und Deutschland Fähnchen von Autos abreist?

          Warum sollte ein Ausländer unsere Werte annehmen wenn wir sie selbst für nicht schützenswert halten?

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          • Lomi sagt:

            @Elmo

            Das ist nicht sehr schlüssig.

            Erstens sind NIcht-Konservative automatisch Mitglieder der Antifa. „Deutschland verrecke“ gehört nicht zum Bestandteil der Parteiprogramme von SPD, Grünen oder Linkspartei.

            Zweitens gibt es Strömungen links von der Mitte, die ganz wesentlich die Traditionen pflegen, nämlich die des Humanismus, der Aufklärung, der Bildungstradition.

            Drittens sind Konservative nicht automatisch Pfleger der Tradition. Teilweise legen sie sogar selbst die Axt an die Wurzel der Tradition: durch verquere Hochschulreformen, die zur Verschulung des Studiums führen z.B.

            Viertens zeigen gewisse Konservative eine hohe Bereitschaft zum militärischen Eingreifen, was wiederum dazu führen wird, dass Deutschland als Kriegspartei auch stärker zur Zielscheibe des Terrors wird.

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      • Kuttel Daddeldu sagt:

        Ja klar, man „kann den Straßenverkehr meiden“, haut sich stattdessen ins Bett und ist sicher. „Dann gehört man auch nicht zu den Verkehrstoten.“

        Sicher?

        http://tinyurl.com/safer-in-bedroom

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  5. susepedia sagt:

    ich glaube auch, bei HIV ist das Problem die „unsichtbare Gefahr“, die von einem anderen Menschen „konkret“ ausgeht – egal, wie gering die reale Chance ist. Für Diabetes ist man selbst – mehr oder minder – verantwortlich.
    Das kann man übrigens auch auf Terroranschläge und Verkehrstote analogisieren. Das eine ist „unsichtbar“, fremdgesteuert, das andere kann ich selbst beeinflussen. Was meinem Einflussbereich unterliegt, kann ich glauben zu kontrollieren.

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    • Lomi sagt:

      „Was meinem Einflussbereich unterliegt, kann ich glauben zu kontrollieren.“

      Ja.

      Man könnte aber überlegen, ob nicht das Wissen über die Risiken auch zu den Dingen gehört, die ich kontrollieren kann. Ich kann mich einer diffusen Angst hingeben und HIV fürchten. Oder ich informiere mich und überprüfe meine Risikowahrnehmung.

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      • Frank sagt:

        Oder ich halte Informationen zurück, um meine Mitmenschen nicht zu verunsichern^^

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      • susepedia sagt:

        Das ist eine sehr sinnvolle Überlegung und sinnvolle Maßnahme. Ich habe mit meinem Statement auch nur versucht, das sichtbare Verhalten zu erklären. Das war keine Bewertung darüber, ob das ein kluges oder unaufgeklärtes Verhalten ist.😉

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        • Lomi sagt:

          @susepedia

          Das sollte meinerseits auch keine Klugscheisserei sein, zumal ich mich selber oft nicht informiere und in der diffusen Sorge verharre.

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    • Hana Mond sagt:

      Bei den Verkehrstoten überschätzen die meisten auch, wie sehr sie das selbst beeinflussen können – ein guter Teil der Verkehrstoten wird ja von jemand anderem totgefahren.

      Da ist mMn aber auch mehr die Berichterstattung schuld: Von einem Attentat wird auf der ganzen Welt berichtet. Von Verkehrstoten erfährt man maximal im eigenen Landkreis – im gesamten eigenen Bundesland schon nur bei besonders spektakulären Fällen.
      Würde jeden Tag in den Nachrichten kommen, wieviele Personen an dem Tag allein in Europa bzw. auf der ganzen Welt ums Leben gekommen sind, sähe die Risikoeinschätzung AttentatVerkehr sicher etwas anders aus …
      (das ist ja auch ein Punkt, warum Flugreisen als weniger sicher wahrgenommen werden: Es wird von jedem Flugzeugabsturz weltweit berichtet)

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  6. Walter Sparbier sagt:

    Dazu kommt aber auch noch bei vielen Menschen die Erinnerung an eine Zeit, in der die Patienten wie die Fliegen starben und es keine Aussicht auf Behandlung gab. Das hat sich wohl tief ins kollektive Gedächtnis eingebrannt.

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  7. dasuxullebt sagt:

    ¯\_o_O_/¯ Es ist leicht, HIV-Infizierte auszugrenzen. Es ist schwer, sein Gewicht zu halten. Soeinfachistdas.jpg

    (Auch: Wieso wird hier immer nur auf Fetten rumgehauen? Es gibt doch auch Raucher, Alkoholiker, Leute die Fleisch essen, Extremsportler, Nilpferde [die haben auch eine niedrigere Lebenserwartung])

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  8. Mycroft sagt:

    Ähm, ich will ja nicht sagen, dass die Extrempanik einerseits und Extremsorglosigkeit andrerseits richtig wären, aber… Äpfel und Weintrauben:
    Das Ansteckungsrisiko von <1% bei HIV bezieht sich doch nicht aufs ganze Leben, sondern auf den einzelnen Akt, oder?
    Das hieße, zehnmal mit jemanden mit Aids zu schlafen hätte ein ähnlich hohes Erkrankungsrisiko wie das Diabetesrisiko bei einem übergewichtigen Menschen.

    Der andere Unterschied ist, dass Diabetes überhaupt nicht ansteckend ist, so dass man damit "nur" sich selbst schaden kann. Insofern ist verantwortungsloser Umgang mit Diabetes weniger schlimm.
    Aber beides kriegt man nicht durch Händeschütteln, von daher…

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  9. Hana Mond sagt:

    Wie beim Verkehr-vs.-Terror-Beispiel in den Kommentaren ist das sicher auch ein Aspekt der Berichterstattung:
    Es gibt und gab mehr Anti-HIV-Kampagnen als Anti-Diabetes-Kampagnen. Wovor über einen längeren Zeitraum öffentlich gewarnt wird, das bleibt als „gefährlich“ im Kopf. Auch wenn ich als eifriger Apotheken-Umschau-Leser (Gratis-Zeitschriften kann ich einfach nicht widerstehen!) schon ein paar Dinge über Diabetes weiß, waren mir die konkreten Zahlen bisher nicht bekannt.

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  10. Toljok sagt:

    Etwas mehr Sachlichkeit findet sich hier😉

    http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/H/HIVAIDS/hiv_node.html

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  11. Shitlord sagt:

    Irgendwie erinnert mich das an gestern, wo Nadja zum Thema Homoehe schrieb „Also sollte man Frauen nur bis etwa 45 Jahren gestatten zu heiraten?“.

    Denn das zu verbieten wäre, als würde man das Verbrennen von 500-Euro-Scheinen verbieten: Es beträfe 99,99% der Menschen nicht. Aber wehe, es könnte sich auch nur eventuell betreffen.

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  12. pıʌɐp sagt:

    Hmmm, das Ansteckungsrisiko bei Sex liegt bei unter 1 Prozent. Pro mal.

    Wenn ich mit so jemandem 1 Jahr lang jede Woche 2 mal bumse, dann steigt das Ansteckungsrisiko auf 50% oder so.

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    • Michael Mendelsohn sagt:

      Nein.

      Erstens ist die Mathematik falsch. Um auf 50% bei 104 „Geschlechtskontakten“ zu kommen, darf das Ansteckungsrisiko höchstens bei 0,7% liegen; bei 1% hast du schon 65%. Jetzt erhöhe auf 3 Jahre, und bist bei über 95%, also fast sicher angesteckt.
      Für den Einzelfall: ein Lottogewinn ist auch unwahrscheinlich, aber trotzdem gibt’s jede Woche eineN GewinnerIn. Willst du bei AIDS zu denen gehören, die es trifft?

      Aaaaaber das sind statistische Werte, *dein* Risiko kann individuell stark davon abweichen. „Bei der Abschätzung von Infektionsrisiken muss mit hoher inter- und intraindividueller Heterogenität von Infektionswahrscheinlichkeiten/Kontakt gerechnet werden, da die Infektiosität HIV-positiver Personen durch Faktoren wie begleitende virale und bakterielle STDs, aber vermutlich auch durch antiretrovirale Therapien verändert werden und auch die Suszeptibilität des exponierten Partners eine erhebliche Bandbreite aufweisen kann“ (Quelle: Robert Koch Institut, „Antworten auf häufig gestellte Fragen zur HIV-Infektion und AIDS“, danke Toljok). Auf gut Deutsch: beide gesund, keine (auch keine kleinen) Verletzungen im Genitalbereich = besser; Geschlechtskrankheiten, AIDS-Partner wird nicht behandelt (oder Behandlung schlägt nicht an), wer-weiß-was-noch-für-Faktoren = schlechter.

      Und nochmal die Matehmatik herausgeholt: Wenn das Ansteckungsrisiko bei 1% liegt, und eine Aidstherapie 15000 Euro im Jahr kostet, und sich alle 100 gesunden Menschen an der Therapie für den einen Menschen beteiligen, der bei *einmal* poppen die Arschkarte gezogen hat, dann haben die alle ein Abo auf 150€ pro Jahr abgeschlossen. Leider trägt diese Kosten in der Regel die Allgemeinheit.

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      • IULIUS sagt:

        „Leider trägt diese Kosten in der Regel die Allgemeinheit.“
        Wer sollte sie sonst tragen? Ist glaube der Zweck einer Versicherung.

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        • Michael Mendelsohn sagt:

          Idealerweise würden die Kosten alle tragen, die das Risiko eingehen — so funktionieren Versicherungen in den meisten Fällen.

          Du kannst natürlich argumentieren, dass jemand, der freiwillig ungeschützten Sex mit AIDS-TrägerInnen hat, bereits vorher schon krank war – psychisch.

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          • IULIUS sagt:

            Sicher häte ich nichts dagegen, wenn Risiken, die bewußt eingegangen werden auch extra bezahlt werden müßten. Nur wie will man das berechnen und was passiert, wenn man dagegen verstößt. Das wird einfach zu kompliziert, weil es einen Individuell einschränkt und Spontanentscheidungen verhindert, bzw. diese nicht versichert sind.
            Ergo ist unser derzeitiges Gesundheitssystem ganz brauchbar, auch wenn es nicht immer gerecht ist.

            Ich möchte auch im Schadensfall nicht beweisen müssen, daß ich davon keine Ahnung hatte.

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      • pıʌɐp sagt:

        Natürlich stimmt die Mathematik. Wenigstens bei mir.

        „… darf das Ansteckungsrisiko höchstens bei 0,7% liegen …“

        0.7% ist „unter 1%“.

        „… bei 1% hast du schon 65%.“

        1% ist eben nicht „unter 1%“.

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        • Michael Mendelsohn sagt:

          0,9% ist auch unter 1%.
          Deswegen ist die einzige logisch herleitbare Aussage, dass das Gesamtrisiko bei „unter 65%“ liegt, und auch das nur unter der Annahme, dass die Risikoverteilung halbwegs homogen ist (z.B. 0,1% bis 9%).

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          • pıʌɐp sagt:

            Nein. Das Risiko ist natürlich nicht 0.1%, sonst wäre die Aussage „liegt bei 0.1%“. Das Risiko liegt auch nicht zwischen 0.1% und 0.5%, sonst wäre die Aussage „liegt bei weniger als 0.5%“. Das Risiko liegt bei 0.5% bis 1%; Mit einer Annahme von 0.7 % liege ich sicher nicht weit entfernt; zur Andeutung der Schwankungsbreite habe ich „50% oder so“ geschrieben.

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    • Experte sagt:

      Warum rumrätseln, wenn es dazu Studien gibt: http://journals.lww.com/aidsonline/Citation/2014/06190/HIV_sexual_transmission_risk_among_serodiscordant.15.aspx

      Das Infektionsrisiko ist bei konesequenter Kondombenutzung höher als bei einem Schutz allein durch eine wirksame antiretrovirale Therapie.
      Es ist in praxi wahrscheinlich noch geringer, da noch einige Studienergebnisse wie PARNTER oder Opposites Attract bislang nur auf Konferenzen präsentiert wurden.

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