Vertrauen.

Veröffentlicht: Dezember 6, 2015 in Uncategorized

Heute gibt es eine Ausnahme, ein Comic für das man 7 Minuten Vorwissen braucht. Aber da wir nun offiziell im Krieg sind und das Thema daher kein unwichtiges ist, lohnt es sich, die Zeit zu investieren (und auf Körpersprache zu achten):

bpk

Kommentare
  1. maren2763 sagt:

    Und Seibert kann sich das Grinsen kaum verkneifen

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  2. maren2763 sagt:

    Und in ein paar Jahren stellt sich raus, dass die Regierung einer Lüge aufgesessen ist, wie im Irak die Amerikaner ^^

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  3. Hmmm…. das versteht ihr nicht… die Regierung teilt uns das doch nur nicht mit, weil uns das „beunruhigen“ könnte. Hatten wir doch neulich erst schon mal.

    Wir sind halt nur dumme Kinder, die von unseren Erziehungsbeauftragten und „Muttis“ bevormundet, betreut und in die richtige Richtung „genudged“ werden müssen, egal worum es geht.

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  4. pıʌɐp sagt:

    Herr Schäfer hat seinen Doktor in Rhetorik gemacht. Das müsst ihr mir jetzt einfach glauben oder ihr glaubt es mir nicht, das überlasse ich total euch. Aber wir machen jetzt nicht sowas, dass ich hier jetzt Dokumente mitbringe, die hier von euch oder anderen eingesehen werden können, sondern ich muss euch einfach darauf verweisen, dass ihr mir entweder vertraut oder eben nicht vertraut.

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  5. turkishmaid sagt:

    Irgendwie bewundere ich den Seibert ja. Was der für einen Müll vertreten und erzählen muss und mit welcher Stoischkeit er diese Entwürdigung erträgt, während er mit einer gewissen Schlitzohrigkeit duchblicken lässt, was er von dem ganzen Käse hält. Werden Regierungssprecher/innen eigentlich gut bezahlt?

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  6. Tante Jay sagt:

    Bekommt Assad Öl vom Daesh? Sehr wahrscheinlich ja – er hat dem Daesh die Ölquellen ja nicht umsonst kampflos überlassen (hat er wirklich – er hat seine Truppen abgezogen, damit Daesh übernehmen kann)

    Schmuggelt Daesh Öl in die Türkei? Kann als gesichert gelten.

    Finanzieren Saudi-Barbarien und Qatar den Daesh? Kann ebenfalls als gesichert gelten.

    Liefern wir die Waffen an Daesh? Via Saudis und Qatar? Auch das kann als gesichert gelten.

    Ich neige derzeit dazu, diejenigen, die diesen Kriegseinsatz befürworten, als Kriegsverbrecher vor ein UN-Tribunal zu stellen.

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    • St. Elmo sagt:

      Was bitte ist der Däsh?

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    • Des Pudels größter Kern-Anteil !

      Aber kann irgendeine UN-Abteilung zu dem Thema Daesh überhaupt irgendwie handeln, bzw. warum tut sich da nichts ??

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    • david sagt:

      Schmuggelt Daesh Öl in die Türkei? Kann als gesichert gelten.

      Bei dem Punkt hast du Recht. Nur, was folgt daraus? Ich will ja nicht die Türkei und ihr Laissez-faire verteidigen, aber bei so einer langen Grenze jeglichen Schmuggel zu verhindern ist auch nicht ganz trivial.

      Liefern wir die Waffen an Daesh? Via Saudis und Qatar? Auch das kann als gesichert gelten.

      Finanzieren Saudi-Barbarien und Qatar den Daesh? Kann ebenfalls als gesichert gelten.

      Kannst du diesen Unsinn beweisen oder muss ich dir da einfach vertrauen?

      Ich neige derzeit dazu, diejenigen, die diesen Kriegseinsatz befürworten, als Kriegsverbrecher vor ein UN-Tribunal zu stellen.

      Ich befürworte den Einsatz. Bin ich jetzt ein Kriegsverbrecher? Kannst du mir schonmal ein paar der Paragraphen nennen, auf die ich mich vorzubereiten habe?

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      • IULIUS sagt:

        Kannst Du mir die Paragraphen nennen, die es erlauben in einem fremden Land Bomben abzuwerfen? Oder die erlauben ein fremdes Land zu besetzen?

        Tatsächlich ist beides ein Angriff gegen die Souveränität des betreffenden Landes.

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        • david sagt:

          Mir ist zwar nicht ganz klar, welches „souveräne Land“ du gerade meinst, aber klar gerne:

          Einsatz bewaffneter deutscher Stre
          itkräfte zur Verhütung und Unterbindung
          terroristischer Handlungen durch die Te
          rrororganisation IS auf Grundlage von
          Artikel 51 der Satzung der Vereinten Na
          tionen in Verbindung mit Artikel 42
          Absatz 7 des Vertrages über die Europä
          ische Union sowie den Resolutionen
          2170 (2014), 2199 (2015), 2249 (2015) des
          Sicherheitsrates der Vereinten
          Nationen

          Die Entsendung bewaffneter deutscher St
          reitkräfte erfolgt im Rahmen und
          nach den Regeln eines Systems gegensei
          tiger kollektiver Sicherheit nach
          Art. 24 Abs. 2 des Grundgesetzes.
          Der Einsatz erfolgt in Übereinsti
          mmung mit den verfassungsrechtlichen und
          völkerrechtlichen Vorgaben für Auslandseinsätze der Bundeswehr.
          Durch den vorgesehenen Einsatz deutscher
          Streitkräfte unterstützt die
          Bundesrepublik Deutschland Frankreich, Ir
          ak und die internationale Allianz in
          ihrem Kampf gegen IS auf der Grundl
          age des Rechts auf kollektive
          Selbstverteidigung gemäß Art. 51 der
          Charta der Vereinten Nationen.

          http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/068/1806866.pdf

          Die UN-Resolution 2249 bezeichnet den IS übrigens als „schwerste Bedrohung des Weltfriedens“ und fordert die UN-Mitgliedstaaten ihn „mit allen Mitteln zu bekämpfen“.

          Übrigens wird die Bundeswehr noch nicht mal selbst Bomben abwerfen, geschweige denn ein „Land besetzen“.

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          • ck sagt:

            > Übrigens wird die Bundeswehr noch nicht mal selbst Bomben abwerfen, geschweige denn ein “Land besetzen”.

            „Tote Juden? Damit habe ich nichts zu tun. Ich habe nur die Zyklon-B-Bestände verwaltet.“

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          • Michaela Lusru sagt:

            Verehrter naiver David,
            was du uns da verklickern willst, ist nicht einmal dem Sprecher des Auswärtigen Amtes gelungen, nicht gemerkt?

            Es handelt sich hier um eine extrem faule Konstruktion, in Syrien die Globalisierung durchzusetzen, der Vergleich mit dem Belügen der Welt durch den Herrn Bush zur Schein-Legitimierung eines Angriffskrieges auf ein fremdes souveränes Land, das ihm nicht (mehr) behagte. Und das schaut den Leuten vorn aus den Gesichtern und stinkt 10 Meilen gegen den Wind, ich sah ständig nur den rudernden US-Aussenminister Paul in der UNO vor mir, als ob eine Pappe beim Reden hochgehalten wird: „Sorry, ich will unfd kann das nicht sagen, aber ich muss, denn wenn ich das bicht mache, macht es ein anderer“ …

            Achtung:
            Laut Henry Kissinger heisst „Globalisierung“ nichts anderes, als die „US-Amerikanisierung der Welt“.
            Damit hat sich nun unsere Regierung entschlossen (übrigens dillettantischer gehts nimmer), einen neuen Krieg irgendwelcher „Willigen“ am Völkerbund der UNO vorbei mit den abstrusesten Nachrichten dazu mit zu tragen und sich auch noch – wie diese Pressekonferenz beweist – in hahnebüchener weise hergibt, den populistischen Überbau zur Rechtfertigung eines Eingreifens der USA in Syrien (!) zu produzieren.
            Beweis: Erst ist es das „syrische Regime“, dass angeblich Öl von Is bezieht, dann – nach intensiver bohrender Nachfrage nach dem Beweis – sind es nur syrische Persönlichkeiten, die in den Ölhandel mit IS verwickelt sind, dann sind Angaben darüber nicht der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, dann, nach weiterer harter Nachfrage – ist es doch wieder „das syrische Regime“, das mit dem IS Öl handelt – da ja mit den „syrischen Personen“ kein Kriegsgrund erstellbar ist.
            Eine Herumeierei ohnesgleichen, verbunden mit den Körpersprachen der vorn Sitzenden der typisch nachvollziehbare Akt der zwar ungekonnten aber gezielten beharrlichen Desinformation der Öffentlichkeit .

            Das ist endgültig das Ende der zuverlässigen Regierungsinformationen an das deutsche Volk, bis zur prüfbaren Widerlegung ein Betrugsversuch am Volk – oder sogar das Ende der souveränen deutschen Aussenpolitik als Hilfsbeatl der verblassenden „Globalisierungsmacht“
            USA, als Werkzeug der eigentlich von ihr zu steuernden NATO.
            Oder:
            Es ist sogar der Abgesang der Regierung Merkel/Gabriel an das eigene Regieren des deutschen Volkes, wenn Kanzlerin und Vizekanzler in diese populistische Schaffung von Kriegsbegründungen „Syrisches Regime (!) kauft Öl bei Isis“ informiert oder involviert sind.

            Und, David:
            „Die UN-Resolution 2249 bezeichnet den IS übrigens als „schwerste Bedrohung des Weltfriedens“ und fordert die UN-Mitgliedstaaten ihn „mit allen Mitteln zu bekämpfen“. –
            ja, und WO STEHT DORT jetzt bitte, dass DAS in Syrien (!!!!) und an der Souveränität der dortigen Regierung vorbei zu geschehen hat?
            Auch das ist UN-mässig dauerhaft und grundsätzlich geregelt, nur nicht so, wie diese Pressekonferenz und deren prekäre Auftragsgeber das samt deinem Kommentar uns gerade mal da oktruiert werden soll.
            Um genau diesen „Mangel“ in der UN-Resolution 2249 zugunsten der laufenden Kriegspropaganda zu „heilen“ im Schnellschuss, offensichtlich dieses seltsame Beschuldigen der syrischen Regierung (!), sie handele als Staat mit ihrem Feind Öl.

            Noch kann Deutschland und die Welt lesen, und es wäre gut für dich, du tätest das auch ohne uns hier ein X für ein U vormachen zu wollen!
            Und dann noch deine höchst dusslige Bemerkung, Deutschland würde selber keine Bomben werfen – aus welchem hinterwäldlerischem oder peinlichen Mustopf kommst du denn: Bereits die Schuljungen wissen, wie Drohnen funktionieren, wie Ziele erfasst und an die Schiesserei weiter gegeben werden, die Aufteilung dessen, was beim Schissen mit deem MG in einem Menschen stattfindet auf bun einen Sack voller militärischer technischer und manpower Kapazitäten ändert doch nix an der gemeinsamen Verantwortung für JEDEN einzelnen SCHUSS, für jede einzelne Bombe …

            Deutschland, ein Wintermärchen, was ist nur geschehen, es kommt – wie immer – alles an den Tag, und nichts wird gewonnen, nur verloren, und fragwürdige Trottel geben sich her, das mit zu machen und zu vertreten

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            • Lomi sagt:

              Michaela

              „wenn Kanzlerin und Vizekanzler in diese populistische Schaffung von Kriegsbegründungen “Syrisches Regime (!) kauft Öl bei Isis” informiert oder involviert sind.“

              David hat aber Recht, wenn er sagt, dass „Assad kauft ISIS-Öl“ nicht zur Begründung des Bundeswehreinsatzes gehört. Das ist also eine andere Baustelle.

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  7. IULIUS sagt:

    Man könnte herauslesen, daß man bei der nächsten Wahl besser andere Parteien wählen sollte.
    Ihr könnt mir jetzt vertrauen oder nicht.

    Die Perversion ist ja, gegen Assad gibt es ein Öl-Embargo. Dabei geht es darum, daß Europa kein Öl mehr von ihm kauft. Was soll Assad mit Öl vom ISIS. Er wird schon sein eigenes Öl nicht los.

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    • Michael sagt:

      Da läufts halt über Russen oder Chinesen. Der kriegt seinen Zaubersaft schon los.

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    • david sagt:

      Was soll Assad mit Öl vom ISIS. Er wird schon sein eigenes Öl nicht los.

      Sehr seltsames Argument, wo doch seit fast 1,5 Jahren sämtliche wichtigen Ölquellen Syriens vom IS kontrolliert werden.
      Umgekehrt liefert Assad übrigens Strom ins Kalifat.

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  8. muschelschubser sagt:

    Da hilft nur eins: selber denken und nicht in Kaas Augen schauen …
    Informiert euch!

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  9. Michael Mendelsohn sagt:

    http://www.occupeace.net/kriege-beginnen-mit-einer-luege/

    Der erste Krieg der Bundesrepublik, im Kosovo, hatte mit dem „Hufeisenplan“ ebenfalls eine Lüge als Grundlage. Vertrauen ist bei Kriegsgründen wahrlich nicht angebracht.

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  10. Mika sagt:

    Vertrauen in Regierungen? *Lachanfallkrieg*

    Mir ein Grund für die Wirtschaftsflüchlinge:

    http://www.siliconafrica.com/france-colonial-tax/?utm_content=buffer8680a&utm_medium=social&utm_source=twitter.com&utm_campaign=buffer

    Einfach mal lesen, wie Frankreich die dritte Welt auspresst

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  11. boah – ich habs geschafft bis 2:06 dann hatte ich die Fatzen dicke. Möchte nicht in der Haut dieses Mannes stecken, nicht für 1 Mio! Was für ein Job!

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  12. Sensei sagt:

    Von der Form her ist das natürlich ganz großer schmarrn.

    Aber INHALTLICH haben sie wahrscheinlich sogar recht.über Zwischenhändler geht auch eine Menge des Öls/Benzins an assad (und an die Türkei und den Irak).

    Weiß allerdings nicht was das für einen Unterschied macht. Sooo viel verdienen Sie jetzt durch das öl auch nicht.

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    • IULIUS sagt:

      Ob es einen Unterschied oder gar Sinn macht ist doch trivial. Hauptsache Rommel (oder wie heißt der derzeitige General) kann da wieder mit Panzer rumgurken.

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  13. Mycroft sagt:

    Hey, endlich mal Ehrlichkeit. Anstelle irgendwelche Beweise zu faken, sagen die einfach: „Kriegt ihr nicht!“
    (Die Quellen sind vermutlich irgendwelche Geheimdienstler, illegale Abhörmethoden und/oder gefolterte Guantanamo-Insassen.)

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  14. kafü sagt:

    Oh Leute.

    Also, in ganz einfachen Worten: Regierung und nachrichtendienstliche Behörden müssen nicht bei jeder Meldung ihre gesamten Erkenntnisse ins Netz stellen.

    Würden sie das tun – und würde sich daraus ein internationaler Zwischenfall ergeben, würdet ihr wieder schimpfen, was für inkompetente Idioten in unseren Behörden sitzen.

    Natürlich ist es vollkommen legitim, dass der Journalist nachhakt. Ebenso legitim ist es, zu antworten, dass die Informationen nicht geeignet sind, einer Öffentlichkeit zugänglich gemacht zu werden.

    That’s it.

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    • IULIUS sagt:

      Genaugenommen hat er zum Thema gar nichts gesagt, außer daß Informationen da sind. Das reicht beim besten Willen nicht aus. Das spielgelt eine gewisse Art und Weise im Umgang miteinander wieder, die immer stärker um sich greift. Es werden Behauptungen aufgestellt und dann hast Du das gefälligst zu glauben.
      -> Kannst auch eine Münze werfen.

      Und wenn Du es nicht glaubst, ist auch egal. Schließlich kannst Du die Falschheit nicht einmal ansatzweise zur Diskussion bringen, es sei denn Du bezeichnest den anderen als Lügner. Machst Du das hast Du ein Problem, denn beweisen kannst Du das nicht.

      Das macht man idealerweise um Willkürentscheidungen durchzusetzen.

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    • Michaela Lusru sagt:

      @kafü sagt: Dezember 7, 2015 um 03:57

      „Oh Leute.
      Also, in ganz einfachen Worten: Regierung und nachrichtendienstliche Behörden müssen nicht bei jeder Meldung ihre gesamten Erkenntnisse ins Netz stellen.“

      Oh oh @kafü, aus welchem totalitären Staatsgebilde kommst du denn, wer hat dich denn so gesäugt, dass dir die Demokratie abhanden kam?

      Und ja, keine „nachrichtendienstliche Behörde musss usw…“, aber anders ist das mit einer Staatsregierung, die ihr Volk in einen verbotenen Krieg führen will, die
      M U S S
      sehr wohl ALLES auf den Tisch packen, was das rechtfertigt, und das soll in diesem Moment genau diese Behauptung der Kumpanei des Syrischen Staates mit dem IS sein, was als Pseudo-Ersatz für die fehlenden Hinweise auf den Staat Syrien und sein Territorium in der UN-Resolution 2249 herhalten soll, sehr merkwürdig, besser: völlig unglaubwürdig!

      Wenn es um Krieg geht, geht es nicht mehr um Vertrauen, erst recht nicht mit solch einer miserablen Kasperei an einen Pressesprecher, der nicht seines Amtes walten kann oder darf.

      Wenn ich schon als Volk übers Ohr gehauen werden soll, dann bitte gekonnt und mit Niveau, mit dem bei einer funktionierenden Regierung zu erwartenden Regierungsniveau, und nicht mit der armseeligen Aufforderung, doch mal den Kriegsentscheidern schon wieder zu vertrauen, wie seinerzeit beim US-Aussenminister Paul, dem armen Kerl, dem steckt das heute noch im Hals …!

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  15. david sagt:

    Wenn man sagt, dass man es vom amerikanischen, britischen, israelischen und türkischen Geheimdienst weiß, macht es das für die „kritische“ deutsche Öffentlichkeit auch nicht besser.

    Stand schon vor nem Jahr in der NY Times und hunderten anderen Zeitungen:

    http://www.nytimes.com/2014/01/29/world/middleeast/rebels-in-syria-claim-control-of-resources.html?_r=1

    Rhetorisch ist der Pressesprecher natürlich reichlich ungeschickt, inhaltlich ist das aber ziemlich irrelevant.

    Dass IS und Assad auf vielfältige Weise miteinander kooperieren, auch im Energiesektor, ist lange bekannt. Assad ließ bekanntermaßen viele Terroristen/Dschihadisten schon 2011 frei, die sich dann dem IS anschlossen und teils führende Positionen übernahmen. Assad und der IS haben seit Jahren weitestgehend einen Nichtangriffspakt, der überwiegende Großteil der Gefechte findet jeweils gegen moderatere Gruppen statt, nur ein kleiner Bruchteil (langsam zunehmend) zwischen den beiden größten Mächten SAA und ISIS. Immer wieder berichten Insider und Deserteure auch von direkten Absprachen.

    Abgesehen davon ist dieses Öl-Thema ja auch kein „Vorwand“, um gegen Assad zu kämpfen (was richtig wäre!). Es geht beim deutschen Syrien-Einsatz ja nur um ISIS. Und selbst wer sich mit dem Bürgerkrieg bisher so gar nicht auseinandergesetzt hat dürfte wissen, dass der IS mehr Kriegsgründe geliefert hat als Öldhandel mit Assad.

    I

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    • Lomi sagt:

      @David

      Meiner Meinung nach ist das zentrale Thema „Vertrauen“. Das ist eine Kategorie zwischenmenschlicher Beziehungen, die im Verhältnis Bürger-Staat nicht passt. Vielmehr sollte sowohl die Öffentlichkeit als auch das Parlament den Staat kontrollieren. Dazu brauchen beide Informationen.

      Wenn man zudem öffentlich Anschuldigungen erhebt, sollte man sie auch mit Beweisen unterlegen. Ansonsten ist der Verdacht gerechtfertigt, dass der Staat sich einen Vorwand sucht für den Syrien-Einsatz.

      Zumindest in seinen Begründungen funktioniert dieser Einsatz überhaupt nicht. Er ist zumindest aus französischer Sicht keine Reaktion auf die Anschläge. Frankreich hat auch vorher schon in Syrien gebombt. Das Auslaufen des Flugzeugträgers Charles de Gaulle war vorher schon beschlossen. Nicht zuletzt waren die meisten Attentäter home grown.

      Es mag jenseits dessen eine rationale Begründung für Militärschläge gegen den IS geben. Offiziell wird es aber mit den Anschlägen begründet und so begibt man sich möglichweise ohne Not in Schwierigkeiten argumentativer Art.

      Die Bevölkerung, mag sie informiert sein oder nicht, ist nun einmal misstrauisch, da die nunmehr seit 2001 andauernden Kriege gegen den Terror teils auf Lügen beruhten (Irak) und auch nicht sonderlich erfolgreich zu sein scheinen: Mehr Terroristen als vorher laufen herum und der IS ist eben auch das Abfallprodukt des Irakkrieges und der falschen Innenpolitik der irakischen Regierung usw.

      Unter diesen Umständen gedeiht „Vertrauen“ sicherlich nicht. Und da wäre es deutlich besser, die Regierungssprecher würden hier mit Fakten aufwarten.

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      • david sagt:

        Wenn man zudem öffentlich Anschuldigungen erhebt, sollte man sie auch mit Beweisen unterlegen. Ansonsten ist der Verdacht gerechtfertigt, dass der Staat sich einen Vorwand sucht für den Syrien-Einsatz.

        Ich verstehe nicht, inwiefern dieser Zusammenhang ein Vorwand für den Einsatz sein soll. Wir greifen den IS an, weil er Öl verkauft?

        In dem Gespräch wird doch deutlich, dass für diese (m.E. längst bekannte) Tatsache über Twitter Belege verbreitet wurden. Ich hatte den Eindruck, der Pressesprecher will da nicht so genau drauf eingehen weil er es wahrscheinlich auch nicht so genau gelesen hat.

        Was du über Vertrauen schreibst, ist nachvollziehbar. Mir ging es auch so. Ich war noch bis vor zwei Jahren ein entschiedener Gegner des „völkerrechtswidrigen“ Afghanistan-Einsatzes (den ich aus heutiger Sicht als weitestgehenden Misserfolg, aber im Grundsatz für richtig halte).

        Seit ich mich selbst gründlicher informiere, habe ich eher das „Vertrauen“ in die Öffentlichkeit verloren, außenpolitische Dinge auch nur annähernd vernünftig einschätzen zu können.

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        • Lomi sagt:

          „Ich verstehe nicht, inwiefern dieser Zusammenhang ein Vorwand für den Einsatz sein soll. Wir greifen den IS an, weil er Öl verkauft?

          In dem Gespräch wird doch deutlich, dass für diese (m.E. längst bekannte) Tatsache über Twitter Belege verbreitet wurden. Ich hatte den Eindruck, der Pressesprecher will da nicht so genau drauf eingehen weil er es wahrscheinlich auch nicht so genau gelesen hat.“

          Die Anschuldigung – auch im Kontext Deiner Informationen über das, was schon bekannt ist – wurden jetzt geäußert. Solche Dinge werden nicht spontan rausgehauen, sondern sie erfüllen einen Zweck und dienen der Verfolgung von Interessen. Daher darf man fragen: Warum gerade jetzt gerade diese Geschichte? Es gibt zumindest einen zeitlichen Zusammenhang zum Syrien-Einsatz der Bundeswehr. Natürlich gibt es auch den Bezug zu der Behauptung der Russen, die Türkei kaufe Öl von ISIS. Es ist zumindest sinnvoll, hier aufzuklären, damit eben keine Missverständnisse entstehen.

          Die „Öffentlichkeit“ mag sich vielfältig irren. Das sollte der Bundesregierung auch bekannt sein. Daher sollte sie das auch einkalkulieren. Die Vorstellung des AA-Sprechers jedenfalls ist äußerst ungeschickt, denn sie leistet Verschwörungstheorien und Missverständnissen Vorschub. Angesichts der Irrtumsanfälligkeit der „Öffentlichkeit“ ist das schon mal ein schwerer Fehler.

          Es wirkt nun eben doch so, als habe man etwas zu verbergen. Gerade, wenn man so auftritt, wie der AA-Sprecher.

          Es mag ja sein, dass die Öl-Geschichte keine Rolle für den Syrien-Einsatz spielt. Es kann aber der Eindruck entstehen, dass die gerade jetzt getane Äußerung zu dem Komplex Assad-Isis eben doch einen Zweck erfüllt für die Legitimation einer Außenpolitik. Das sollte die Bundesregierung besser vermeiden. Ich kann mich nicht über jedes Thema umfassend informieren, um hier Spreu von Weizen zu trennen. Irgendein Thema bleibt dabei immer liegen. Daher bin ich auch ein bisschen von solchen Verlautbarungen abhängig und so entstehen eben Eindrücke. Meiner ist, dass man in Sachen ISIS wenig Plan hat. Damit kann ich mich irren, aber hier fehlt es eben einfach an der nötigen Eindeutigkeit der offiziellen Verlautbarung.

          „Seit ich mich selbst gründlicher informiere, habe ich eher das “Vertrauen” in die Öffentlichkeit verloren, außenpolitische Dinge auch nur annähernd vernünftig einschätzen zu können.“

          Die Öffentlichkeit ist ja weder Person noch Institution. Man kann deren Tun also nicht mit den gleichen Kriterien messen wie das Handeln von Personen oder Regierungseinrichtungen.

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          • david sagt:

            Die Anschuldigung – auch im Kontext Deiner Informationen über das, was schon bekannt ist – wurden jetzt geäußert. Solche Dinge werden nicht spontan rausgehauen, sondern sie erfüllen einen Zweck und dienen der Verfolgung von Interessen. Daher darf man fragen: Warum gerade jetzt gerade diese Geschichte? Es gibt zumindest einen zeitlichen Zusammenhang zum Syrien-Einsatz der Bundeswehr. Natürlich gibt es auch den Bezug zu der Behauptung der Russen, die Türkei kaufe Öl von ISIS. Es ist zumindest sinnvoll, hier aufzuklären, damit eben keine Missverständnisse entstehen.

            Ich würde eher sagen, du leistest durch solche Behauptungen Verschwörungstheorien vorschub.
            Nochmal: dass die lange bekannte Tatsache des Ölhandels zwischen Assad und IS von der Bundesregierung erwähnt wurde, kann man als Rechtfertigung sehen, NICHT mit Assad zu kooperieren. Aber das hat doch mit der generellen Begründung für einen Anti-IS Einsatz nichts zu tun.

            Ich sehe es auch nicht so, dass jedes unwichtige von Geheimdiensten erfahrene Detail der Öffentlichkeit bis ins selbige bewiesen werden muss.

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            • Lomi sagt:

              „Ich würde eher sagen, du leistest durch solche Behauptungen Verschwörungstheorien vorschub.
              Nochmal: dass die lange bekannte Tatsache des Ölhandels zwischen Assad und IS von der Bundesregierung erwähnt wurde, kann man als Rechtfertigung sehen, NICHT mit Assad zu kooperieren. Aber das hat doch mit der generellen Begründung für einen Anti-IS Einsatz nichts zu tun.“

              Es gibt eine zeitliche Koinzidenz: Der Beschluss des Bundeswehr-Einsatzes und das Öl-Thema. Gerade, weil der Zusammenhang Assad- Isis lange bekannt ist, stellt sich doch die Frage: Warum äußert die Regierung sich jetzt dazu? Und warum argumentiert sie nicht wie Du mit Fakten, sondern bittet um Vertrauen? Möglich, dass das reine Inkompetenz ist. Aber es sieht eben merkwürdig aus. Das hat erst einmal nichts mit Verschwörung zu tun. Was die Regierung jetzt und hier zu Syrien äußert, ist, unbeabsichtigt oder nicht, nun einmal die Begleitmusik des Einsatzes.

              „Ich sehe es auch nicht so, dass jedes unwichtige von Geheimdiensten erfahrene Detail der Öffentlichkeit bis ins selbige bewiesen werden muss.“

              Ich sehe es so, dass man Anschuldigungen belegen muss, wenn man möchte, dass sie geglaubt werden, ganz egal, aus welcher Quelle man sie hat. Wer mit Belegen geizt, muss mit Zweifeln eben leben. Politisch klug ist das allemal nicht.

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              • Lomi sagt:

                David,

                ich gebe Dir aber Recht darin, dass man das Öl-Thema vom Einsatz-Thema trennen sollte, sonst kommt man tatsächlich auf Abwege.

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              • david sagt:

                Es gibt eine zeitliche Koinzidenz: Der Beschluss des Bundeswehr-Einsatzes und das Öl-Thema.

                Ich kenne ehrlich gesagt den Kontext gar nicht. Könntest du bitte darlegen, wann und wie genau sich die Regierung über diese Ölgeschichte geäußert hat, so dass man es als Rechtfertigung für den Einsatz sehen könnte?
                Dass der IS ein paar Barrel Öl an Assad verkauft, ist doch überhaupt nicht der Grund für den Einsatz gegen den IS. Der Grund ist, dass der IS uns allen den Krieg erklärt hat und Menschen vertreibt und tötet, zunehmend auch in Europa.

                Selbst wenn es diese „Koinzidenz“ gäbe sehe ich das Problem aber nicht, weil es ja schlicht schon lange bekannt ist.

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                • Lomi sagt:

                  Das Video ist von der BPK vom 04. Dezember. Die Sache ist also aktuell. In selbiger BPK heißt es in einer Frage:
                  „Frage: Ich beziehe mich auf die Äußerungen des AA am Dienstag. Da hat Frau Chebli behauptet, dass die Bundesregierung Belege und Beweise habe, dass das Assad-Regime Öl von ISIS bekommt.“
                  http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Mitschrift/Pressekonferenzen/2015/12/2015-12-04-regpk.html

                  Die Sache ist also recht aktuell und fällt zeitlich zusammen mit dem Beschluss des Bundestages.

                  „Selbst wenn es diese “Koinzidenz” gäbe sehe ich das Problem aber nicht, weil es ja schlicht schon lange bekannt ist.“

                  Hier ist ja die Frage, WEM es lange bekannt ist. Mir war es nicht bekannt und ich höre JETZT davon. Ich bin natürlich auch verantwortlich für meine eigene Wahrnehmung und könnte selber googeln. Aber ich finde, es wäre schlauer, würde die Bundesregierung hier konsistenter und weniger nebulös auftreten und mir die Google-Bemühungen ersparen.

                  Wenn DIr das lange bekannt ist, ist es klar, dass Du das einfacher einordnen kannst. Aber für mich z.B. ist die Einordnung schwierig, sie gelingt eben erst mit nachgereichten Fakten.

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                  • david sagt:

                    Da stehen jetzt aber nicht die Äußerungen von Frau Chebli drin, um die es geht.

                    Ich würde mal davon ausgehen, dass dies sich vielleicht auf die im Raum stehende (und unsägliche) Frage bezieht, warum man militärisch nicht mit Assad kooperiert.

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                    • IULIUS sagt:

                      ;it Assad will man doch schon seit mehreren Jahren nicht koperieren, genau wie vorher mit Hussein und Gaddafi.

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                    • Lomi sagt:

                      „Ich würde mal davon ausgehen, dass dies sich vielleicht auf die im Raum stehende (und unsägliche) Frage bezieht, warum man militärisch nicht mit Assad kooperiert.“

                      Gut möglich. Müsste man noch mal recherchieren. Ich weiß das auch nicht genauer.

                      Ich finde die Frage nicht so unsäglich. In gewisser Hinsicht kooperieren wir auch mit anderen Diktatoren. Ist in Gänze nicht schön. Wenn man nüchtern militärisch denkt, kann man das aber durchaus in Erwägung ziehen. Mir wäre es natürlich lieber, ginge es ohne diese Verbrecher.

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        • IULIUS sagt:

          Hitler hat man auch vertraut.😉

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    • david sagt:

      Hab noch was gefunden:
      ein gewisser George Haswani wurde bereits vergangenen März von der EU auf eine Sanktionsliste gesetzt, weil er Firmen (HESCO) im Kalifat betreibt und gleichzeitig im Auftrag der syrischen Regierung Öl-Geschäfte macht.
      Das ist also nicht ein plötzlich ausgedachter Sachverhalt.
      Dieser Haswani wurde nun zusammen mit anderen Mittelsmännern von den USA auf eine Sanktionsliste gesetzt:
      https://www.treasury.gov/press-center/press-releases/Pages/jl0287.aspx

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    • Michaela Lusru sagt:

      @David
      jetz hör aber endlich auf:
      von wegen „stand schon vor einem Jahr in israelischen und amerikanischen Zeitungen“ – bist du eigentlich im Bilde, was in diesen Blättern täglich steht?
      Täglich reingeschmiert wird, wenns passt, passen soll?
      Falls nicht, dann melde dich, dann gebe ich dir ein paar Kostproben, die dich zusammenzucken lassen, so dass du derartiges nur noch mit äusserster Vorsicht als Quelle für Kriegsbegründungen oder für gar das Eingreifen der NATO in Syrien empfehlen wirst.
      Wieviel Naivität hast du dir denn im Laden gekauft?

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      • david sagt:

        Ich diskutiere nicht mit Aluhüten.

        Zumal, wenn sie kaum einen verständlichen Absatz formulieren können,

        Ich kann diesem aber immerhin entnehmen, dass das Argument noch nichtmal verstanden wurde.

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  16. david sagt:

    Man findet zahllose Quellen, das hier stammt sogar von Februar 2014 (!), also lange vor Ausrufung des Kalifats wusste dieser Öl-Experte und Berater aus Beirut von solchen Deals:

    Syriens Extremisten haben sich eine lukrative Einnahmequelle verschafft: Sie verkaufen Rohöl und Derivate aus Quellen, die sie im Osten des Landes unter ihre Kontrolle gebracht haben. „Gruppen wie der Islamische Staat in Syrien und Irak (ISIS) und die Qaida-nahe Nusra-Front sind durch den Verkauf des Öls zumindest teilweise politisch unabhängig geworden“, sagt Walid Khadduri, Beiruter Öl-Experte des Middle East Economic Survey.

    Abnehmer des Rohöls und simpler, vor Ort hergestellter Derivate seien die lokale Bevölkerung, Schmuggler, die die Ware in die Türkei brächten – und auch die syrische Regierung, sagt Khadduri. „Das Regime braucht Treibstoff, um seine Armee mobil zu halten“, erklärt der Öl-Experte den Handel zwischen den verfeindeten Gruppen.

    Für die Rohstofflieferungen erhalten die Rebellen von der Regierung in Damaskus aber offenbar nicht nur Geld, sondern auch Zugeständnisse auf dem Schlachtfeld: Moderate Rebellen beklagen seit Monaten, dass die Islamisten von Baschar al-Assads Regime verschont würden. Obwohl deren Stellungen bekannt seien, seien sie nicht Ziel von Luftschlägen. Beobachter vermuten, dass dies im Zusammenhang mit den Öl-Geschäften zwischen Radikalen und Damaskus stehen könnte.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/oel-in-syrien-extremisten-kontrollieren-die-meisten-felder-im-osten-a-954912.html

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    • david sagt:

      Leute die das jetzt ganz „investigativ“ in Frage stellen, haben wohl erst in den vergangenen Wochen damit begonnen, sich für Syrien zu interessieren.

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      • Michaela Lusru sagt:

        @david sagt: Dezember 7, 2015 um 12:16
        Nun ist es aber wirklich genug:
        „Leute die das jetzt ganz “investigativ” in Frage stellen, haben wohl erst in den vergangenen Wochen damit begonnen, sich für Syrien zu interessieren.“
        Es geht hier bei diesem Konflikt mitnichten um Syrien, sondern einzig um die Globalisierung des Erdballs, Globalisierung laut Henry Kissinger: Heisst nichts anders als US-Amerikanisierung.
        Und dafür und dagegen haben inzwischen etliche andere Mitspieler etwas, so dass nun irgendwie mal „durchgegriffen“ werden muss, da sonst alle Felle wehschimmen, für diese Glbalisierung.
        Und wie wir das seit Jahrzehnten kennen, lässt sich der Globalisierer, der „Überall in der Welt seine (!!) NATIONALEN Interessen durchsetzt“ (Obama wörtlich auf Westpoint vor dem versammelten Militär und der Weltöffentlichkeit) da gern mal etwas „Kreatives“ einfallen, um zum Zuge zu kommen, wobei ihm das völlig wurscht ist, ob sich Kriegsbegründungen hinterher als unwahr, gefakt oder in Unwissenheit versunken herausstellen, was nicht die Bohne VERTRAUEN rechtfertigt, wenn es um globale Azuseinandersetzungen handelt.

        Nur du hälst das offensichtlich noch für einen angeblichen syrischen Bürgerkrieg, oder wie jetzt?

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  17. Mycroft sagt:

    Erwartet hier wirklich jemand, dass das AA seine Leute, die Assads Regierung oder gar den IS unterwandert haben, preisgibt.
    Schauen Sie sich den Clip nochmal an, aber synchronisieren Sie ihn im Geiste so:
    „Wir haben streng vertrauliche Dokumente, die belegen, dass … blablubb.“ – „Könnten Sie sie uns zur Verfügung stellen?“ – „Nein. Anhand der Dokumente könnte man erkennen, woher die Information stammt. Unsere Kontaktperson könnte dafür eingesperrt werden.“ – „Bitte, sagen Sie sie uns.“ – „Oder gefoltert.“ – „Bitte, bitte!“ – „Oder gleich erschossen.“ – „In einer Demokratie ist Offenheit das oberste Gebot!“ – „Oder ans nächste Kreuz genagelt.“ – „Der Baum der Freiheit muss mit dem Blut von Freiheitskämpfern und Tyrannen gedüngt werden!“ – „Als ob Sie Ihre Informanten immer preisgeben würden.“ – „Das ist ganz was anderes, WIR sind Journalisten!“

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    • Michaela Lusru sagt:

      @Mycroft sagt: Dezember 7, 2015 um 20:28
      Aha, ein „besorgter Bürger“ (um die Informanten besorgter), meint tatsächlich:

      „Erwartet hier wirklich jemand, dass das AA seine Leute, die Assads Regierung oder gar den IS unterwandert haben, preisgibt.“

      Muss sich hier von einen um Millionen Deutsche, in jedem Fall aber um deutsche Soldaten und syrische Zivilisten BESORGTER Bürger mal kräftig das Fell waschen lassen:

      Nein, diese „Preisgabe der geheimen Informanten“ erwartet in der Tat niemand, jedoch auch nicht die Erwähnung des nicht Preisgebbaren oder das Wedeln damit vor der lüsternen Öffentlichkeit wie seinerzeit Aussenminister Paul, der hat auch „seinen“ Informanten „geschützt“, der weder „seiner“ war, noch überhaupt als solcher „geheimer Informant“ noch existierte und als Person später den ganzen Schwindel auffliegen liess – vor allem aber erwarten die Bürger Detschlands nicht, dass auf DIESER (fehlenden) Grundlage Deutschland in einen neuen Krieg geführt wird.
      Alles klar, besogter Informantenschützer?
      Das reicht nicht, um die NATOnach Syrien ins Spiel zu bringen.

      Um wieviele Leute „geheime Informanten“ bist du denn (mit dem AA) besorgt, 2, 3, 5 Leute??

      Wir sind besorgt um ein ganzes Volk und viele syrische Zivilisten!
      Auch um die Gesunderhaltung eines Militärbündnisses gegen deren Kolonialmissbrauch, auch um ein Europa, dass sich nicht benutzen lässt.
      Mach mal einen Punkt für diese antidemokratische Ansicht.
      Deutschland ist keine Armee, auch nicht so zu regieren, noch bestimmt hier „das Volk“ – noch nicht gewusst?
      In Frankreich wissen das seit der Sonntagswahl nun alle, was mit solchen Ansichten und Methoden gezüchtet wird …

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      • Mycroft sagt:

        1. Ja, ich mache mir Sorgen um Syrer. Sie nicht? Die mutmaßlichen Informanten könnten übrigens auch welche sein.
        2. Selbst wenn der IS Geschäfte mit Assad macht, wäre das kein Argument für einen NATO-Einsatz.
        3. Die vielen Menschen, die der IS umgebracht hat bzw, umzubringen plant, schon eher.
        4. Es gibt prinzipiell drei Möglichkeiten:
        – die Information ist von der Bundesregierung erlogen worden. Warum die dann nicht auch gleich die passenden Beweise gefakt hat, weiß der Gilb. Hallo VW!
        – die Information ist echt, es gäbe sogar eine Methode, dies relativ überzeugend zu beweisen, die niemanden gefährdet (Satelliten- oder Luftbildaufnahmen bspw.), aber aus irgendwelchen Gründen hält die Regierung es für witziger, ihren Sprecher herumstottern zu lassen
        – die Information ist echt, aber man könnte anhand der Quelle erkennen, wo die undichte Stelle ist (weil jemand ein Gespräch belauscht hat, bspw.). Denken Sie, die Syrer würden keine Nachrichten sehen?

        Das ist natürlich kein Beweis, sondern nur ein Indiz. Allerdings, wenn meine Vermutung zutrifft, und ein/e InformantIn auffliegt, weil die dt. Regierung gerne viel Öffentlichkeitsarbeit betreibt, wäre das ein Argument, niemals wieder für D. zu arbeiten.

        @Lomi: Natürlich kann die Regierung geheime Belege verwerten; indem sie sie den Geheimdiensten ihrer Verbündeten zur Verfügung stellt z.B..
        Aber sie haben natürlich Recht; besser der Bevölkerung gar nichts sagen.*g*g

        Die demokratische Kontrolle erfolgt mWn durch einen Bundestagsausschuss; der dürfte Zugang auf diese Belege haben mit der Maßgabe der Geheimhaltung.
        Im Unterschied zu Journalisten sind Bundestagsabgeordnete sogar demokratisch gewählt.

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        • Michaela Lusru sagt:

          @Mycroft sagt: Dezember 10, 2015 um 20:27
          Wieder der Reihe nach:
          1. Ich wüsste nicht, wo ich dir hierzu widersprechen sollte, auch nicht warum, jedoch auch nicht, was deine Aufzählung nun meinen Darlegungen entgegensteht …
          2. Deine 3 Möglichkeiten sind alle längst einkalkuliert, jedoch passt das Verhalten des sogenannten „Sprechers“ zu keiner davon, und das ist das verdächtige Problem
          3. Die Ähnlichkeit mit der Vorstellung, die der Herr US-Paul vor der UNO zur wissentlich (!!!) falschen Vorabligitimierung des agressiven Überfalls auf den Irak sich extrem laienhaft leistete springt jedem Zuschauer nicht nur ins Gesicht sondern ins letze Mark und erhält daher den Zuschlag.

          Und daher:
          Keine „demokratische Kontrolle“ kann derartiges Spiel „Kontrollieren“, zumal unsere demokratischen Kontrolletties zwar demokratisch gewählt (!) sein mögen, aber von Kontrolettie bekanntlich entweder nicht so viel verstehen oder nichts davon halten.
          Und: Ein Sprecher ist weder „Journalist“ (im Amt), noch muss er für seine korrekte Arbeitsleistung laut Dienstauftrag demokratisch legitimiert sein, er muss lediglich über das was er sagt im BILDE sein und dieses Bild – gleich wie er das macht – zuverlässig artikulieren KÖNNEN – und wollen, gut: auch sollen …

          Und nun?
          Faule Eier stinken eben, egal wo du sie anpiekst.

          Wenn ich allein das Gebaren des Siggi Gabriel vor und nach seiner Wahl als eines der höchsten beteiligten Regierungsmitglieder dazu lege, dann wird deutlich:
          „Man“ hat wieder mal beschlossen, die Partei SPD sich in die eigene Tasche zu stecken und ein Votum von 75% der Delegierten künftig wie 75 % der Deutschen zu betrachten („ICH (der Gabriel !!!) werde das der SPD zur Abstimmung vorlegen, wenn deutsche Soldaten dort Bodenkrieg machen sollen …“ – wie gesagt: den SPD-Mitgliedern, nicht den Bürgern, aber keine Rede vom Landkriegverbot für deutsche Soldaten …),
          was beim CDU-Parteitag sich so oder so wiederholen dürfte, ohne dass es sich auch dort z.B. zum Syrien-Problem um echte komfortable Schritte handelt.

          Und so malen sich die politischen Bilder nach und nach selber.

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          • IULIUS sagt:

            Selbst wenn die Verkäufe echt sind ist das keine Grund für Nato-Einsatz.

            Analysieren wir doch mal, was wirklich passiert:
            Indem die Regierung erklärt, die Dokumente sind geheim, interessiert sich die Mehrzahl für diese Dokumente. D. H. es wird von der Mehrzahl der Bevölkerung nicht mehr wahrgenommen, daß die Lieferungen gar kein Kriegsgrund sind.

            D. H. wir regen uns darüber auf, daß die Bundesregierung Dokumente zurückhält.
            Wir sollten uns jedoch über den Natoeinsatz aufregen.

            Tatsache ist, der IS ist erst durch die Millitäreinsätze der Amerikaner entstanden. Anstelle mal anzufangen mit dem IS in den Dialog zu treten werden Bomben geworfen. Der Ami und damit die Nato hat Null interesse an einer friedlichen Lösung.

            Insofern finde ich es mutig von Merkel die Bevölkerung, die der Ami bombardieren will hier aufzunehmen. Obwohl Deutschland hat er ja auch schon mal mit wachsender Begeisterung bombardiert. Wäre also nichts neues…

            Der Ami macht Eroberungskriege. Den Weltraum hat er ja wohl schon für sich beansprucht….

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            • Michaela Lusru sagt:

              @IULIUS sagt: Dezember 12, 2015 um 11:29
              Sorry, du bemühst dich, Kuchenteig zu nkneten und stellst nur Durchgerührtes Schweinefutter her:
              – Niemand sagt, dass ÖlKäufe beim IS ein Grund für NATO-Einsatz sind
              – Sehr wohl soll diese Behauptung die Misere eines NATO-Partners abschwächen, der zur Vertuschung seiner eigenen hinterhältigen Ölkäufe beim IS international bestätigt unberechtigt ein fremdes Kampfflugzeug auch noch auf fremdem Territorium abschoss, für die Beseitiguung der Zeugen sorgte und damit wie mit der Überführung des Ölkaufes auch in der NATO aneckte, aber geschützt werden soll, indem Gleiches mal eben so dillettantisch einfach dem betroffenen Flugzeugeigner-Partner angelastet wird:
              Ölkauf beim Gegner.
              Der so eingeleitete Massnahmeversuch zur Widerherstellung der Nato-politischen Hygiene ging in die Hose. Das ist alles.
              – Wir regen uns nicht über „zurückgehaltene Dokumente durch die Bundesregierung“ sondern über den dämlichen Versuch der Verarsche des Volkes auf, mit der das Verständnis für den deutschen Militäreinsatz in Syrien erhöht werden sollte sowie die Schmach eines NATO-Verbündeten relativiert werden sollte.
              – Mit DIESEM IS ist KEIN DIALOG möglich, da er aufgrund der unmenschlichen Wüterei der „Koalition der Irak-Kriegs-Willigen“ mit Folter und weltweiten Menschenrechtsverletzungen an irakischen (u.a.) moslimischen Menschen entstand und sich die diesbezüglichen Rache zum Daseinsinhalt verschrieben hat und sich dazu mit allen moslemischen USA-Gegnern der Welt verbunden hat.
              Wenn jemals mit diesen IS-Leuten Geaspräche möglich UND sinnvoll sein sollten, dann erst nach der überwiegenden Zersetzung der IS-Strukturen und Aufräufelung aller stammes – Finanz- und politischen Unterstützungen, was zur Zeit nicht in Sicht ist, was und frühestens nach Beendigung US-amerikanischer Invasionen, Folterungen und völkerrechtswidrigen und menschenrechtsfeindlichen weltweiten Drohnmorde möglich ist.
              – Richtig ist, dass dort die NATO nicht die Bohne zu suchen hat, da das keine Satzung der Nato hergibt, auch nicht mit irren Tricks eines „NATO-Bündnisfalls“- was auch wichtig für die weitere Lösung ist, und weshalb das Verhalten von NATO-Staaten in dieser Region extrem rückschlägig auf dieses Bündnis sein kann, selbst wenn es inszeniert sein sollte.
              – Nicht „Merkel“ nimmt hier Flüchtlinge auf, sondern noch ist das das deutsche Volk.
              – Die Flüchtlinge sind auch nicht solche, „die der Ami bombardieren will“, sondern solche, die durch die Kürzung der internationalen UN-Hilfen in türkischen Lagern nicht mehr satt werden. Nur ein extrem kleiner Teil kommt direkt und unmittelbar aus den umkämpften Gebieten.
              Das Ammenmärchen von den überwiegenden „syrischen Kriegsflüchtlingen“ ist also zu relativieren auf Flüchtlinge aus den türkischen Lagern und eventuell zu schauen, wer denn die allgemeine Enmpfehlung zum Besuch Deutschlands seinerzeit zuerst ausgab.
              – Und „DER“ Ami macht mitnichten Eroberungskriege, sondern das ist nur diese industriell-militärische Clique der USA, die nichts anders gelernt haben, deren persönliches Wohlergehen und Macht von den Unruhen und Waffenlieferungen in die Welt abhängen.

              Allerdings soll es solche Typen nicht nur in den USA geben, auch sollen sie wohl aufgrund ihrer extrem militärisch orientierten Bindungen gern auch in grossen Militärbündnissen und aus aller Herren Länder wirksam sein, wo sie meinen, nur oder vorrangig Waffen können Konflikte beenden oder eigene globale Vorteile schaffen.

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    • Lomi sagt:

      @Mycroft

      das KANN ein Grund sein, aber Deine Begründung ist zunächst einmal spekulativ. Sprich: Ich kann annehmen, dass die Regierung einen guten Grund dafür hat, sich nicht weiter zu äußern. Aber das weiß ich nicht. Nur weil es möglich ist, ist es nicht auch schon Tatsache. Die gegenteilige Hypothese, dass die Regierung lügt bzw. gar nicht wirklich belastbare Belege besitzt, bleibt genauso denkbar. Es gibt für den Bürger nun wenig Gründe, einfach so einer Regierung zu vertrauen. Regierungen können ein Eigenleben entfalten und Interessen entwickeln, die an denen der Bürger vorbeigehen. Daher braucht es demokratische Kontrolle.

      Wenn die Regierung ihre Belege nicht verwerten kann, weil sie ihre Informanten in Gefahr bringt, sollte sie nicht öffentlich Tatsachen behaupten, die sie dann aus welchen Gründen auch immer nicht beweisen kann.

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