Einfach mal machen.

Veröffentlicht: Dezember 7, 2015 in Uncategorized

depression

Kommentare
  1. Tja, Ursache und Wirkung…

    Gefällt 1 Person

  2. Talianna sagt:

    Tja, Laufen wäre ’ne schöne Sache, um den Kopf frei zu kriegen, wenn der Kopf nicht zu unfrei wäre, sich zum Laufen Gehen zu kriegen. Danke für den Vergleich.

    Gefällt 2 Personen

    • Norbert Manhart sagt:

      Grüß Dich Talianna, solltest Du aus München sein bzw. in der Nähe von München ein, kann ich Dir unsere Laufgruppe wärmstens empfehlen. Wir treffen uns JEDEN Montag an der LMU in München (Prof.-Huber-Platz) um 18:20 Uhr und laufen dann um 18:30 Uhr weg. Wir, dass ist die Laufgruppe des Münchner Bündnis gegen Depressionen – weitere Infos findest Du hier http://www.muenchen-depression.de/ – Vielleicht läufst Du bald mal mit bei uns !!!

      Gefällt 1 Person

  3. david sagt:

    Nur dass bei der Lungenentzündung das Symptom halt nicht gleichzeitig aufrechterhaltende Bedingung und somit tatsächlich dysfunktionales Verhalten ist.

    Gefällt mir

    • david sagt:

      bzw. wahrscheinlich schon und Nadja hat das durchaus bedacht😉

      Gefällt mir

      • Habe ich tatsächlich^^ Das Husten reizt ja tatsächlich die angegriffene Lunge und die Therapie besteht auch darin, den Hustenreiz so zu unterdrücken, dass nur noch „sinnvoll“ gehustet wird und nicht dieses trockene Husten. Finde ich sogar recht vergleichbar^^

        Gefällt 1 Person

        • david sagt:

          Ja dann ist es echt ein sehr cooler Vergleich!🙂

          Klang für mich als pulmologischen Laien dann allerdings erst mal so, als wäre im Bett liegen bleiben bei Depression so unvermeidlich und heilungsfördernd wie bei Fieber.

          Gefällt mir

        • Lomi sagt:

          “ die Therapie besteht auch darin, den Hustenreiz so zu unterdrücken, dass nur noch “sinnvoll” gehustet wird und nicht dieses trockene Husten. “

          Muss man das dann so übersetzen:
          Die Therapie besteht auch darin, das Herumliegen so zu unterdrücken, dass nur noch sinnvoll herumgelegen wird?

          Gefällt mir

          • Ja🙂

            Das ist tatsächlich ein zentraler Ansatz der Depressionstherapie, also die Aktivierung. Da oft im Vorfeld eine Überforderungssituation bestand, natürlich auch im Sinne einer Balance zwischen Ruhephasen finden und gleichzeitig Aktivitäten, die gut tun.

            Gefällt 1 Person

            • david sagt:

              Mist, zu spät!

              Gefällt mir

            • Lomi sagt:

              OK, danke! Dann hatte ich den Comic tatsächlich komplett missverstanden!
              Aus eigenem Erleben: Eine gewisse Aktivierung ist schon nicht schlecht, aber das Problem ist ja an der Depression, sich aufzuraffen. Vermutlich geht das tatsächlich eher im Rahmen einer Therapie und nicht alleine.

              Gefällt mir

              • david sagt:

                Der Antriebsmangel bzw die fehlende Aktivität ist halt Ursache und Wirkung zugleich.

                Daher ist so ein lapidares „einfach mal mehr Sport machen“ natürlich auch eher zynisch als hilfreich, und trotzdem nicht grundfalsch.

                Gefällt mir

          • david sagt:


            Die Therapie besteht auch darin, das Herumliegen so zu unterdrücken, dass nur noch sinnvoll herumgelegen wird?

            Korrekt!🙂

            Gefällt mir

  4. IULIUS sagt:

    Das Problem ist, daß Rausgehen und sich bewegen Depressionen entgegen wirkt, während „Husten vermeiden“ keine Relevanz zur Verhinderung oder Besserung einer Lungenentzündung hat.

    Allerdings entsteht eine Lungenentzündung oft bei Bettlägerigen. Wenn man jetzt nur noch einen Komapatienten zum Aufstehen bewegen könnte…

    Gefällt mir

  5. Arnd sagt:

    Hier eine Variation.

    A: Du brauchst keine Angst vorm Fliegen zu haben! Hier schau mal, statistisch gesehen ist Fliegen viel sicherer als Auto fahren.

    B: *zitter*

    A: Du brauchst hier nicht zu frieren! Hier schau mal, es sind 21°.

    B: *zitter*

    Gefällt mir

    • Mona sagt:

      Prüfer: Wieso weinst du? Du brauchst keine Angst zu haben!
      Prüfling: *zitterheul*

      „Du brauchst keine Angst haben“. Ist so ein bescheuerter Satz, da sollte man etwas wirklich beruhigendes dazu sagen. Es ist doch eine Frechheit, dass sich jemand herausnimmt mir zu sagen, ob ich gerade die Angst brauche oder nicht brauche. Wenn die da ist und ich sie fühle, dann ist sie da und verschwindet nicht einfach, weil jemand Fremdes mir sagt, ich brauche sie nicht zu haben.

      Gefällt 3 Personen

      • david sagt:

        Ich komme hier nicht mehr mit…jemandem zu sagen, dass er keine Angst zu haben braucht, heißt ja nicht dass er keine haben darf. Wir haben ganz häufig Angst, wo wir eigentlich keine brauchen. Da hilft das Erinnern daran, dass die Situation ungefährlich ist.
        Ich denke, gerade auch bei einer Prüfung ist das ein sehr einfühlsamer und wirkungsvoller Satz.

        Bei dir hilft er wohl zumindest, die Angst in Wut umzuwandeln und auf das Gegenüber zu projizieren😉

        Gefällt mir

        • Arnd sagt:

          *seufz* Ich hätte nicht gedacht, dass ich meine Variation erklären muss.

          Nein, der Hinweis, dass ich keine Angst haben brauche, ist auch nicht hilfreich. Weil nämlich Angst keine bewusste Willensentscheidung ist. So wenig wie das Frieren.

          Daher ist „Habe keine Angst“ genauso sinnlos wie „Friere nicht“.

          „Da hilft das Erinnern daran, dass die Situation ungefährlich ist.“

          Nein. Tut es nicht.

          Gefällt mir

          • Mona sagt:

            So sehe ich das auch.

            Die Menschen mit Flugangst oder Prüfungsangst wissen doch selbst, dass sie keine Angst haben brauchen. Sie wissen doch auch, dass die meisten Menschen unbeschadet aus Prüfungen und Flugzeugen kommen und das Leben weiter geht.
            In so einem Moment kommt es dann doch rüber wie: „Bist du bescheuert oder ein Baby, dass du nicht weißt, dass du jetzt keine Angst haben brauchst?“ oder wie „Ich find das doof, dass du Angst hast, hör mal auf damit.“ oder „Ich kann damit nicht umgehen, dass du Angst hast, hör auf damit. Das ist nicht normal.“ oder „Du willst ja nur Aufmerksamkeit. Hör auf damit.“

            „Du brauchst keine Angst haben.“ ist in dem Moment wie „Du hast einen grünen Pulli an“, wenn man einen grünen Pulli anhat. „Du brauchst nicht weinen.“ in einem Moment zu sagen, wo man halt gerade weint, hilft doch auch nichts, weil man normalerweise nicht absichtlich weint, sondern weil man das nicht zurückhalten kann und es einen überkommt. Man versuchst sich doch selbst schon zu beruhigen und mit dem Weinen oder dem Angsthaben aufzuhören. Ich kenne niemanden der freiwillig lange Angst hat oder lange weint und wenn es vorbei ist, sagt „Och, ich wollte eigentlich noch 3 Tage durchweinen vor Angst.“

            Bei Kindern, die eine Situation nicht einschätzen können, kann ich diese Sätze noch nachvollziehen. Sie sollten von einer Person kommen, der sie sehr vertrauen, damit sie ihr glauben, dass nichts Fürchterliches passiert. Wenn ein Wildfremder das zu denen sagt und es nicht mal vernünftig begründet, dann nützt das doch nichts. So kenn ich das zumindest.

            Gefällt mir

          • david sagt:

            Ich sag es mal etwas undiplomatisch: ihr habt Unrecht!😉

            Mal ganz abgesehen davon, dass selbst gegen das Frieren Selbstsuggestion manchmal eine kleine Hilfe sein kann, ist der Vergleich nicht besonders sinnig.
            Denn Frieren ist eine weitestgehend physiologische Angelegenheit, die Angst hingegen maßgeblich kognitiv hervorgerufen.
            Irrationale Kognitionen sind in Angstsituationen überhaupt keine Ausnahme, sondern die Regel!
            Ein Mensch, der in einer Prüfungssituation Angst hat, hat in dem Moment eben nur begrenzten Zugriff auf sein „Wissen“, dass die Situation unbedrohlich ist. Er fokussiert sich kognitiv meist auf negative Informationen und Imaginationen, gleichzeitig wird die Angst durch physiologische Reaktionen rückgekoppelt und verstärkt sich dadurch. Die Amygdala ist aktiviert und greift dabei auf Informationen aus dem Langzeitgedächtnis zurück.
            Selbst wenn er sich also teilweise über die Unangemessenheit der Angst bewusst ist, hilft es, dieses Wissen in dem Moment zu aktivieren und seine Aufmerksamkeit darauf zu lenken.
            Angstpatienten lernen daher in der Therapie (neben Expositionsübungen, die nochmal auf anderen Prinzipien beruhen, hier ist die Angst erstmal erwünscht für Habitution und Neulernen), ihre Gedanken in diesen Situationen bewusst „auszuwählen“ und Aufmerksamkeit zu verschieben, hilfreiche Gedanken und Überzeugungen zu aktivieren. Das kann durchaus auch eine Art „Mantra“ sein, dass stupide wiederholt wird.
            Das Wissen, ob etwas ungefährlich ist, ist nämlich nicht absolut, sondern graduell.
            Dementsprechend berichten Patienten, dass die kognitive Überzeugung, dass beispielsweise eine Spinne ungefährlich ist, in einer konkreten Situation nicht oder nur zu einem geringen Prozentsatz gegeben/verfügbar ist. Es hilft also, die graduelle Überzeugung quantifizieren zu können und sich die Diskrepanz immer wieder klar zu machen. Dadurch steigert er sukzessive das Vertrauen in die Ungefährlichkeit der Situation (gemessen in Prozent). Dabei hilft natürlich situatiiv auch externe Hilfestellung zur Bereitstellung der Information.

            Zum anderen weiß der Prüfer auch wesentlich besser, was der Prüfling zu erwarten hat. Er ist somit eine zuverlässigere und beruhigendere Informationsquelle als die eigene, oft unrealistische Erwartung.

            Vor allem aber aber hat die Aussage ja nicht nur eine Sachebene, sondern auch eine Beziehungsebene. Und wenn der Prüfling auf dieser empfänglich ist, hilft sie ihm alle mal!

            Gefällt 1 Person

            • david sagt:

              Nachtrag: das schließt natürlich nicht aus, dass mancher den Satz subjektiv vielleicht nicht als hilfreich empfinden wird.
              Ich wehre mich nur gegen die alltagspsychologischen Verallgemeinerungen hier.

              Gefällt mir

            • Michael Mendelsohn sagt:

              Deine Ausführungen stehen nicht im gegensatz zu unseren. Die heulende Kandidatin ist bereitstief in der Selbstrückkopplung; das gefühl „scheiße, ich bin jetzt in der Prüfung“ ist bereits überlagert durch „Scheiße, ich heul hier irrational rum“, und die Intervention „du brauchst keine Angst zu haben“ verstärkt dieses Gefühl, anstatt es zu lindern, weil es deutlich macht, dass der Prüfer das gleiche denkt.

              Du schreibst, Ziel sollte sein, „hilfreiche Gedanken und Überzeugungen zu aktivieren“. Dazu eine Formulierung zu verwenden, die im Erleben vieler Menschen mit der Lüge „das tut auch gar nicht weh“ verknüpft ist, erscheint mir kontraproduktiv.😉

              Gefällt mir

              • david sagt:

                Deine Ausführungen stehen nicht im gegensatz zu unseren.

                Doch tun sie. Und es wird auch nicht besser, wenn du Gedanken mit Gefühlen verwechselst.
                Passiert aber jedem mal😉

                Gefällt mir

            • Lomi sagt:

              „Selbst wenn er sich also teilweise über die Unangemessenheit der Angst bewusst ist, hilft es, dieses Wissen in dem Moment zu aktivieren und seine Aufmerksamkeit darauf zu lenken.
              Angstpatienten lernen daher in der Therapie (neben Expositionsübungen, die nochmal auf anderen Prinzipien beruhen, hier ist die Angst erstmal erwünscht für Habitution und Neulernen), ihre Gedanken in diesen Situationen bewusst “auszuwählen” und Aufmerksamkeit zu verschieben, hilfreiche Gedanken und Überzeugungen zu aktivieren. Das kann durchaus auch eine Art “Mantra” sein, dass stupide wiederholt wird.§

              Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das sinnvoll ist. Aber es ist leicht gesagt. Der Gedanke ist letztlich schwächer als das Gefühl. Das Gefühl der Angst untergräbt dann oft den Versuch, sich auf den Gedanken zu konzentrieren. Aber diese Konzentration wäre wohl notwendig, damit der Gedanke genug Macht bekommt. Vermutlich kann man das wirklich trainieren. Aber so ohne weiteres stelle ich mir das recht schwierig vor.

              Gefällt mir

              • david sagt:

                Ich sage ja nicht, dass man damit Angst wegzaubern kann. Das ist wohl jedem klar, dass es so leicht nicht geht.
                Ich wehre mich nur gegen die falsche und küchenpsychologische Behauptung, der Satz sei pauschal sinnfrei.
                In der Tendenz (!) hilft er, jemandem die Angst zu lindern. Das ist durchaus psychologisch begründbar.

                Gefällt mir

                • Lomi sagt:

                  „In der Tendenz (!) hilft er, jemandem die Angst zu lindern. Das ist durchaus psychologisch begründbar.“

                  Wie gesagt, vorstellen kann ich mir das. Erfordert aber eben Willensstärke, würde ich denken.

                  Mich erinnert das an einen anderen psychologischen Rat zum Thema Zwangsgedanken. Ich kriege es nicht mehr ganz zusammen. Es ging um unangenehme Gefühle und Gedanken, die immer wieder auftauchen, z.B. in Hinsicht auf einen Fehler, den man gemacht hat. Es gab zwei Ratschläge. Den ersten habe ich vergessen. Der zweite war, sich zu überlegen, wie man in der Situation des Auftauchens dieser Gefühle und Gedanken reagiert: Man konzentriert sich auf etwas anderes usw. Und damit erzeugt man letztlich die Idee, dass man für diese Situation eine Handlungsmöglichkeit hat. Daran kann man halt dann auch denken: Ich weiß, was ich machen kann, um diese Situation zu überstehen. Wenn die Gedanken und Gefühle hochkommen, dann werde ich X machen. Schon dieses Wissen um die eigene Handlungsmöglichkeit sei hilfreich, schrieb die Autorin.

                  Gefällt mir

                  • Michael Mendelsohn sagt:

                    Die Idee mit der Handlungsmöglichkeit kenne ich auch aus der Pädagogik. Ähnlich wie „denken Sie jetzt bitte nicht an ein Nilpferd“ das Gegenteil bewirkt, führt ein Verbot ja nicht dazu, dass das Kind die Fixierung auf das unerwünschte Verhalten verliert. Ein Vorschlag, etwas anderes, erwünschtes zu tun, wirkt da viel besser. Und das gilt auch hier in der Prüfungsangstsituation.

                    Gefällt mir

                • Mona sagt:

                  Wir haben ja nicht gesagt, dass es pauschal sinnlos ist. Ich hab doch auch das Beispiel mit Kindern gebracht, die durch den Satz die Situation vielleicht besser einschätzen können.

                  Wenn man gerade im Flugzeug sitzt und Angst hat, wird es in dem Moment nichts bringen, sage ich noch immer. Es bringt in dem Moment nur etwas, wenn man vorher/öfter im entspannten Zustand sich die ganzen Gründe, wieso man keine Angst haben braucht schon überlegt hat und dann einen Plan hat, was man zu sich in der Angst sagen will und wie man seinen Stress und Anspannung loswerden kann.

                  Gefällt mir

            • Mona sagt:

              Das hat doch wieder mit Vertrauen zu tun. Wenn man das in der Psychotherapie macht, dann sucht man sich ja einen Therapeuten, dem man vertraut.

              Wenn ich Angst vor Spinnen habe und die Spinne versucht mir zu sagen „Ich bin gar nicht schlimm. Beruhige dich.“, dann werde ich der Spinne doch nicht glauben, wenn mein Körper mir sagt, dass ich gerade Angst habe und mich durch die Spinne irgendwie bedroht fühle. Wenn die Spinne nun der Prüfer ist und der Schüler vor der ganzen Situation, dem Ort und dem Prüfer Angst hat, verstehe ich nicht, wieso er dem Prüfer glauben sollte, dass es gar nicht so schlimm wird. Der Prüfer kennt einen ja nicht wirklich und weiß gar nicht, was man selbst als schlimm ansieht und was nicht. Wenn man z.B. eine mündliche Nachprüfung in einem Fach hat, wo 800 Personen die Vorlesung gehört und die Klausur mitgeschrieben haben, dann wird der Professor nicht wissen können, was der Student schlimm findet.
              Beim Flugangst weiß ich auch nicht, wieso man einer fremden Person glauben sollte, die als Flugbegleiter/in arbeitet, da muss sie schon gute Argumente bringen und nicht nur sagen „Sie brauchen keine Angst haben.“

              Gefällt mir

              • david sagt:

                Eine Spinne sagt generell eher wenig.
                Wenn sie es könnte wäre das für Arachnophobiker mit Sicherheit auch hilfreich.
                Ich habe aber jetzt keine Lust das nochmal auszuführen und mich weiter im Kreis zu drehen.

                Gefällt mir

        • Michael Mendelsohn sagt:

          Das ist kein einfühlsamer und wirkungsvoller Satz, weil die Kandidatin schon selbst genau weiß, dass ihre Prüfungsangst rational nicht gerechtfertigt ist und das Rumgeheule total peinlich ist und sie es am liebsten unterlassen würde. Erkennst du übrigens daran, dass der Satz „hier wäre für sie jetzt Angst angebracht“ niemals zu Beginn einer Prüfung fällt, jedenfalls nicht bei gesunden Prüfern.

          Einfühlsam und wirkungsvoll wäre es, a) der Kandiatin zu bedeuten, dass so etwas auch schon anderen Kandidatinnen passiert ist, b) dass sie sich Zeit nehmen darf, um sich wieder zu fangen, und c) dass der Prüfer nach besagtem „wieder fangen“ einem positiven Prüfungsgespräch entgegensieht. d) Ein höfliches „Kann ich etwas für Sie/dich tun“, gepaart mit Nahrungsangebot (Tee/Kekse -> Essen beruhigt das Nervensystem) schließt die Fürsorge ab.

          Das entlastet die Kandidatin in dieser Situation, weil sie sich dann nicht auch noch um den Prüfer und seine Ansprüche Gedanken machen muss, sondern sich ganz darauf konzentrieren kann, ihren Prüfungsstress in den Griff zu bekommen.

          Geht natürlich auch anders, je nach Umständen, z.B. „setzen sie sich einfach noch ein bisschen nach draußen zu meiner Sekretärin, wir sind sowieso schon im Zeitplan hinterher, ich ziehe einfach die nächste Kandiatin vor, vielleicht geht es Ihnen danach schon besser“ würde der Kandiatin ebenfalls den dringend benötigten Freiraum verschaffen.

          Gefällt mir

  6. Michael Mendelsohn sagt:

    https://erzaehlmirnix.wordpress.com/2015/02/01/guter-rat/

    (Vielleicht bei beiden Comics die Verschlagwortung angleichen?)

    Gefällt mir

    • Lomi sagt:

      Schöne Sachen findet man da:
      „verzichte auf jegliche Hilfe in Form von fachlicher Unterstützung oder Medikamenten – die Errungenschaften der modernen Medizin zu ignorieren ist ein Zeichen von Stärke und Vernunft“
      https://erzaehlmirnix.wordpress.com/2012/05/04/regeln-des-depressivseins/

      Hm, die „moderne Medizin“, war das nicht der Euphemismus für „Gelddruckmaschine der Pharmaindustrie? !!!111

      Dieser Regel müsste man noch eine Ergänzung geben: entschuldige Dich dafür, dass Du auf die lumpigen Tricks der Psychos reingefallen bist und Pillen genommen hast.

      Gefällt mir

  7. […] Quelle: Einfach mal machen. […]

    Gefällt mir

  8. dreamsandme sagt:

    Hat dies auf dreamsandme rebloggt und kommentierte:
    Kennt man doch, oder?

    Gefällt mir

  9. IULIUS sagt:

    Im Grunde geht es bei den Ratschlägen nur darum dem anderen helfen zu wollen. Ob das vom Grundsatz her schlecht ist wage ich zu bezweifeln, geht es doch darum dem anderen zu zeigen, daß man Anteil an seinem Problem hat. Teilweise ist es auch Ausdruck von Verzweifelung.
    Natürlich gibt es auch diejenigen, die damit meinen: Nerv mich damit nicht. Ich denke aber, die sind weit in der Unterzahl.

    Gefällt mir

    • david sagt:

      *like*

      Gefällt mir

    • Lomi sagt:

      Ich nehme diese Ratschläge oft wahr als Ignoranz gegenüber den Schwierigkeiten. Wenn jemand sagt, „denk doch mal positiv“, ist das halt nicht nützlich. Und wenn man das dann auch äußert, wird es oft als negative Grundhaltung angesehen („Der will ja gar nicht“).

      Ich kann natürlich nicht wissen, wie der Andere es meint: will er mir helfen oder sagt er nur elegant „Halts Maul“? Ich habe oft den Eindruck, dass Letzteres überwiegt. Aber ich sehe natürlich, dass ich in Phasen des negativen Denkens über Gott und die Welt zwangsläufig auch nicht sonderlich positiv von meinen Mitmenschen denke.

      Gefällt mir

  10. david sagt:

    Wenn jemand sagt, “denk doch mal positiv”, ist das halt nicht nützlich.

    Sachlich ist es aber schon richtig, positives Denken hilft schließlich.
    Aber klar, solche trivialen Ratschläge kommen meist nicht an, weil sie das aktuelle Gefühl invalidieren. Aber selbst wenn das wiederum Wut hervorruft (wie oben beschrieben), kann diese Auslenkung manchmal einen positiven Effekt haben, den ich nicht unterschätzen würde.
    Da sind wir Männer halt oft etwas ungeschickt und zu sachorientiert.🙂 Dabei ist es trotzdem meist gut gemeint, das wollte Julius wohl damit sagen

    Gefällt mir

    • Lomi sagt:

      “ Aber selbst wenn das wiederum Wut hervorruft (wie oben beschrieben), kann diese Auslenkung manchmal einen positiven Effekt haben, den ich nicht unterschätzen würde.“

      Natürlich. Wut ist Energie und Wut kann aktivieren. Ein wütender Akt der Selbstbehauptung, und sei es nur verbal, ist ja schon mehr als nur Herumliegen und nichts zu tun.

      „Da sind wir Männer halt oft etwas ungeschickt und zu sachorientiert.“
      Ich höre das auch oft von Frauen, das „denk doch mal positiv“. Es ist meiner Beobachtung nach auch ein wenig schichtenabhängig bzw. könnte es einen Zusammenhang mit dem Bildungshintergrund geben. Zumindest erlebe ich Frauen mit geringerer Bildung wenigstens diesbezüglich auch als äußerst sachorientiert und pragmatisch.

      Gefällt mir