Dauerhafte Lebensentscheidungen.

Veröffentlicht: Dezember 14, 2015 in Uncategorized

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Kommentare
  1. stefanolix sagt:

    Vorausgesetzt, dass die Sterilisierung die eigenständige Entscheidung einer erwachsenen und emanzipierten Frau ist: Mich macht es trotzdem nachdenklich, warum diese Entscheidung getroffen wird. Ohne dass wir als Menschen Kinder in die Welt setzen (wie die beiden Frauen im Comic), wird es doch nicht weitergehen. Was steckt hinter der Entscheidung einer Frau, so rigoros für immer darauf zu verzichten? Ist diese Frage schon wissenschaftlich und frei von Vorurteilen untersucht worden? Ich wäre dankbar für Links zu guten, seriösen Studien.

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    • Warum brauchst du Studien, für Entscheidungen anderer Menschen?

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    • Andere Frage, ernsthaftes Interesse: Was wäre dramatisch daran, wenn tatsächlich der Mega-Worst-Case eintritt und keine Frau mehr Kinder kriegt? Dann existiert die Menschheit nicht mehr weiter… und? Inwiefern ist das schlimm für uns, die wir hier jetzt leben?

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      • Barbie aus Berlin sagt:

        Ich denke, genau das macht den meisten Angst. Erkennen, daß es auch ohne die Menschen weitergehen könnte. So wie die sieben Milliarden Jahre zuvor und die siebzig, die noch kommen. und schon in ein paar tausend Jahren wird nichts mehr an die Menschen erinnern, was immer nach uns kommt hat vielleicht auch gar kein Interesse unsere Artefakte aus der Erde zu wühlen.

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        • käse sagt:

          Was wäre eigentlich schlimmer?
          Sterilisiation oder den Rest des Lebens kein Sex mehr?

          Und womit eckt man mehr an?

          (Das Ergebnis wäre ja theoretisch das gleiche)

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          • Mycroft sagt:

            Mit dem Sexverzicht kann man aufhören, _und_ man erspart sich die OP (körperlich, psychisch, finanziell). Ist also beim selben Endergebnis die flexiblere Entscheidung.
            Und wenn man Kinder kriegt, verliert man i.d.R. nicht die Fähigkeit, später Kinder zu kriegen, wenn man sich sterilisieren lässt, nimmt man sich eine Option für die Zukunft.
            Ansonsten, Eltern ist man idealerweise zu zweit, unfruchtbar ist man allein. Angenommen, der Partner will irgendwann doch Kinder und lässt sich daher scheiden…

            Aber natürlich sollte man mit 29 so eine Entscheidung treffen können. Der Widerstand der Mediziner ist aber auch verständlich. Was wäre, wenn eine Frau, die auf herkömmliche Weise schwanger werden könnte, darauf bestünde, sich künstlich befruchten zu lassen?

            Zur Frage nach der „Pflicht“, Kinder zu kriegen: nun, beim derzeitigen System der Altersversorgung erwirtschaftet die Generation der Erwerbstätigen die Versorgung der Rentner.
            Warum sollten Eltern es toll finden, dass ihre Kinder einmal nicht nur ihre Versorgung, sondern auch die der kinderlosen Nachbarn gewährleisten müssen?

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        • Mike sagt:

          Nö, hier auf der Erde ist in spätestens 5 Mia Jahre Schluss (Sonne bläht sich auf) und bereits in ca. 1 Mia Jahre dürfte es hier dank der etwas stärkeren Sonneneinstrahlung zu einem runaway Greenhouse effect kommen… dann wirds hier ähnlich mollig warm wie auf der Venus.

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          • Rudi sagt:

            „Mia“ Jahre? Seit wann kürzt man Milliarde mit „Mia“ und nicht mit „Mrd“ ab? oO

            Für die Zukunft des Menschen ist die Entwicklung unserer Sonne vollkommen unerheblich.
            – Vergangenheit: Der moderne Mensch existiert seit 160.000 Jahren, das Resultat von ca. 15 Mio Jahren Entwicklung der Hominiden, erste Anzeichen für Leben auf der Erde sind zwischen 3,85 und 3,5 Mrd Jahre alt, definitive Beweise sind 1,9 Mrd Jahre alt. Das zur Größenordnung…
            – Gegenwart: Die Menschheit hat in den letzten Jahrzehnten einen Entwicklungsstand erreicht der es ihr ermöglicht sich selbst restlos auszulöschen, es ist fraglich ob wir das nächste Jahrtausend erreichen.
            – Zukunft: Man geht davon aus, dass eine intelligente Rasse wie die Menschheit die gesamte Galaxie mit konventionellen, uns bereits bekannten Technologien (Reisen mit Unterlichtgeschwindigkeit) innerhalb weniger Mio Jahre bevölkern kann. Sollte die Menschheit also tatsächlich so alt werden wird die Zukunft des Sol-Systems (= unser Sonnensystem) für die Menschheit keine Rolle spielen. Der vermutete Grund warum das bisher keine außerirdische Rasse geschafft hat ist übrigens weniger, dass man glaubt es gebe kein außerirdisches intelligentes Leben, eher, dass Rassen so lange schlicht nicht überleben und sich irgendwann selbst oder durch außere Einflüsse vernichtet werden.

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            • Steve sagt:

              Sollte die Menschheit also tatsächlich so alt werden wird die Zukunft des Sol-Systems (= unser Sonnensystem) für die Menschheit keine Rolle spielen.

              Aber die Zukunft des Universums spielt für die Menschheit eine Rolle, und dieses wird wahrscheinlich irgendwann den Wärmetod sterben. Von daher kommts, wenn auch etwas später, wieder auf das von Mike gesagte raus.

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              • Rudi sagt:

                Ich glaube du verwechselst „Universum“ mit „unser Sonnensystem“.

                Das Universum wird keinen Wärmetod sterben, ganz im Gegenteil. Das Stellare Zeitalter, so nennt man den Zeitraum in dem Licht im Universum existiert und damit Leben grundsätzlich möglich ist, wird noch so lange andauern, bis der gesamte Wasserstoff des Universums verbraucht ist – was in ca. 100 Billionen Jahren (100.000.000 Mio Jahre) der Fall sein wird, dann sind alle Sterne zerfallen und das Universum wird dunkel. In 10^37 Jahren (eine 10 mit 37 Nullen) hört Materie auf zu existieren. In 10^100 Jahren endet die Zeit – es gibt keine Vergangenheit und keine Zukunft mehr, nur noch die Gegenwart. Alle Teilchen sind voneinander durch Ereignishorizonte getrennt und es finden keine Wechselwirkungen mehr statt. Das Universum steht somit still. So endet unser Universum. Zum Vergleich: Das Universum ist aktuell etwa 13.700 Mio Jahre alt. Demnach: Nein, das spielt keine Rolle.

                Unser Sonnensystem endet mit der Entwicklung unserer Sonne zu einem roten Riesen, was in ca. 6.000 Mio Jahren der Fall sein wird. In „bereits“ 500 Mio Jahren wird die Temperatur an der Erdoberfläche 100°C überschreiten, was endgültig das Ende höheren Lebens auf der Erde bedeutet („Wärmetod“). Sollte die Menschheit so lange überleben (was ich aber nicht glaube) interessiert uns die Erde aber sowieso nicht mehr, wie erwähnt reichen einige wenige Mio Jahre aus um die gesamte Galaxie zu bevölkern, dann interessiert uns das Schicksal eines einzelnen Sonnensystems nicht mehr.

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                • IULIUS sagt:

                  Sagen wir mal so, genaues wissen wir nicht. Einige Wissenschaftler gehen davon aus, daß die Dehnung des Universums nicht dauerhaft sein wird. Vielleicht haben die Recht. Dann fällt alles wieder zusammen. Möglicherweise haben wir dann wieder einen Urknall. Energie ist nach unseren derzeitigen Erkenntnissen nicht vernichtbar, nur wandelbar. Um das wirklich zu beurteilen wissen wir viel zu wenig über die kosmischen Gesetze.

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      • themalgot sagt:

        Dass uns niemand die Rente bezahlt, natürlich.

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      • Gwandoli sagt:

        Stichwort: Pflegenotstand

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      • Liesel sagt:

        Spannende Frage. Müsste ich mich dann noch um Natur- , Denkmal- und Umweltschutz kümmern, wenn nach mir alles den Bach runtergeht? Es würde zu einem rabiaten Raubbau an allen Ressourcen der Erde kommen. Wahrscheinlich würden viele Menschen nicht mal mehr ein Alter von 70 oder 80 erreichen, weil die Erde vorher schon unbewohnbar wurde.

        Da es keine Hoffnung für das menschliche Leben auf der Erde mehr gibt, wird sich Hoffnungslosigkeit aber auch totaler Fatalismus breit machen. Im Grunde würde sich dann völlige Anarchie ausbreiten.

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      • Krischan sagt:

        Ich finde das in „Children of Men“, Buch oder Film, ganz gut ausgewalzt. Darf ich bitte eine Generation vorher gelebt haben?

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      • quineloe sagt:

        wer zahlt dann in 30 Jahren deine Rente?

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      • subjektinka sagt:

        Witzig, genau über dieses Szenario habe ich heute Mittag nachgedacht und heute Abend entdecke ich einen Blogbeitrag dazu.
        Wenn ab dem heutigen Tag kein Kind mehr geboren wird, dann wird es für die Jüngsten unter uns gegen Ende ihres Lebens ziemlich ungemütlich. Denn dann sind irgendwann alle alt und gebrechlich und es ist kein junger, nicht gebrechlicher Mensch da, der sich um die Gebrechlichen kümmern könnte. Keiner wäre da, der den Alten Essen auf Rädern ausliefert, es wäre noch nicht mal jemand da, der Kraft genug hat, um Lebensmittel für alle zu produzieren. Das heißt, die letzten Menschen würden alle verhungern oder an unbehandelten Krankheiten sterben. Ich fände das für mich persönlich schlimm.
        (Jetzt muss ich daran denken, dass heute schon Leute verhungern oder an unbehandelten Krankheiten sterben.)

        Aber es ist schon gut, wenn man im Alter jemanden hat, der sich um einen liebevoll kümmert. Das muss nicht unbedingt ein leibliches Kind sein, aber es sollte schon jemand sein, der fitter (und damit meist jünger) als man selbst ist und diese jüngeren Menschen müssen ja irgendwo herkommen. Ich habe mitbekommen, wie z.B. in manchen Seniorenheim mit Menschen ohne Angehörige umgegangen wird. Da bekommt jemand das schlechteste Zimmer oder er wird mit Medikamenten ruhig gestellt, damit er weniger Arbeit macht, weil kein Angehöriger da ist, der sich über diese Behandlung beschweren würde. Das habe ich leider alles genau so mitbekommen.

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      • Mingamanga sagt:

        „Was wäre dramatisch daran, wenn tatsächlich der Mega-Worst-Case eintritt und keine Frau mehr Kinder kriegt? Dann existiert die Menschheit nicht mehr weiter… und? Inwiefern ist das schlimm für uns, die wir hier jetzt leben?“

        Nun ja, irgendwann wird man ja auch alt und möglicherweise pflegebedürftig. Da wäre es ja wohl schon ganz okay, wenn es jüngere Leute gäbe, die sich um einen kümmern, oder? Man ist ja nicht ewig 29 Jahre alt und im Vollbesitz seiner geistigen und körperlichen Kräfte.

        Das ist übrigens auch eines der Argumente, weshalb unsere alternde Gesellschaft dringend eine Einwanderung junger Leute braucht.

        (Wobei ich viel eher mal die Frage stellen würde, was in unserer angeblich überlegenen bundesdeutschen Gesellschaftsform die Leute dazu treibt, keine Kinder mehr in die Welt setzen zu wollen. Ich weigere mich, zu glauben, daß das ausschließlich aus purem Egoismus geschieht, da spielen Pessimismus, Mutlosigkeit und Überforderung angesichts der Zustände sicher auch eine Rolle.)

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      • Oliver sagt:

        Wenn sich wirklich alle kollektiv zum Ende der Menschlichen Rasse entscheiden (das wäre ja dann die Folge). Wäre das ein Schlag ins Gesicht all jener die vor uns über diese Welt gegangen sind und uns ihr Leben gewidmet haben (Eltern, Großeltern, Ur-Großeltern…und und und).
        Abgesehen davon, dass man so eine Denkweise nur haben kann, solange man keine eigenen Kinder hatte…weiß jetzt nicht ob Du schon Kinder hast oder welche haben willst. Aber Dein Hirn wird einfach umgenudelt, sobald Du welche hast.
        Dann denkst Du einfach nicht mehr so.

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    • ashyda sagt:

      Ich bin dann so frei und kläre dich auf: weil man eben keine Kinder will. Ja, sicher.

      Ich wollte noch nie Kinder und ich will auch heute (mit 27) keine. Ich sehe darin keinen Reiz. Kinder sind laut, nervig, brauchen dauernd Aufmerksamkeit, schreien, sind dreckig, klebrig, geben Widerworte, sind stur und sie sind (altersbedingt) dumm. Sorry, das kann mir keiner schön reden. Lieber genieße ich meine freie Zeit mit meinem Partner, mit Freunden und meinen Tieren (die sind zwar auch dreckig, aber zumindest ruhig und flauschig) und muss nicht morgens um 6 raus um Pausenbrote zu schmieren.
      Und wenn man sich dessen also ganz sicher ist, kann man sich auch guten Gewissens sterilisieren lassen, damit hat sich das Thema Verhütung nämlich erledigt.

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      • Liesel sagt:

        Wenn ich das gleiche, aber statt „Kinder“ „Ausländer“ oder „Flüchtling“ schreiben würde, wäre ich ein rechtsextremer Rassist.

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        • tux. sagt:

          Auch Flüchtlingskinder stinken, sind laut und meist im Weg. Handle mit es.

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        • salrowney sagt:

          Wie münzt du diese Rede auf Ausländer und Flüchtlinge um? Dabei geht es um lebendige Menschen. Ein ungezeugtes Kind ist nichtexistent. Das ist eine ganz andere Schiene.

          Oder war das Humor und ich habe den Witz nicht verstanden? o.O

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          • Mingamanga sagt:

            „Wie münzt du diese Rede auf Ausländer und Flüchtlinge um? Dabei geht es um lebendige Menschen. Ein ungezeugtes Kind ist nichtexistent. Das ist eine ganz andere Schiene.“

            Nun ja, Ashyda begründete Ihre Entscheidung damit, daß Kinder folgende Eigenschaften aufweisen: „laut, nervig, brauchen dauernd Aufmerksamkeit, schreien, sind dreckig, klebrig, geben Widerworte, sind stur und sie sind (altersbedingt) dumm“. Das bezieht sich eindeutig auf Kinder, sobald sie geboren sind. Liesel hat also recht.

            Eine solche Einstellung kann man durchaus mit Ausländerfeindlichkeit vergleichen, schließlich geht es in beiden Fällen um real existierende Mitmenschen. Kinderfeinde wollen nicht, daß dreckige, laute, dumme Kinder in diese Welt kommen, Ausländerfeinde wollen nicht, daß dreckige, laute, dumme Ausländer in dieses Land kommen. Menschenfeinde sind sie beide.

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        • tentor sagt:

          Vor allem müsstest du erklären wie sich zu sterilisieren gegen Ausländer helfen soll.

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      • Alex sagt:

        Ich denke schon, dass sich die Bedürfnisse und Wünsche eines Menschen im Laufe seines Lebens verändern! Was heute als des Weisheits letzer Schluss angesehen wird, kann in einigen Jahren schon ganz anders aussehen.

        Der Vergleich im Comic „unveränderliche Lebensentscheidung Sterilisation vs. Kinder kriegen“ hinkt insofern, als dass die Kinder irgendwann einmal erwachsen und aus dem Haus sind. Nach einer Sterilisation kann man halt einfach keine Kinder mehr bekommen… bleibt noch Adoption.

        Letztendlich muss jeder seine Entscheidungen tragen.

        Bei manchen Menschen würde ich eine Sterilisation aber durchaus als guten Dienst an der Menschheit empfinden.

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        • Thomas Franz sagt:

          naja, es mag ja sein, dass Kinder mit sagen wir mal 21 aus dem Haus sind, aber mit 50 Jahren (29 + 21) wird auch keine mehr Kinder bekommen. Von daher ist die Entscheidung was den zeitlichen Aspekt und die Dauerhaftigkeit angeht, schon ähnlich.

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      • netsmurf sagt:

        (bis auf die übertragbaren Krankheiten)…

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      • Krischan sagt:

        > Ich wollte noch nie Kinder und …

        Ja. Gut. Prima. Mach mal. Wie auch immer. Erledigt.

        > Kinder sind …

        Klar. Dein Sack an Vorurteilen ist auch gleich so herzerfrischend anders als das Vorurteil, man brauche Kinder zum glücklichen Leben.

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        • St. Elmo sagt:

          Das Problem ist das sich die Vorurteile nicht abbauen lassen,
          denn dafür müsste man ja Kinder haben
          und nur mal eins vom Nachbarn ausleihen nutzt auch nicht, da man das zurückgeben kann wenn es schwierig wird.

          Kinder bekommen oder nicht bekommen ist immer eine egoistische Entscheidung,
          Man glaubt mit bzw. ohne Kinder wäre das Lebe schöner deswegen macht man eins bzw. keins

          Ob es mit oder ohne Schöner ist kann man ja nur sagen wenn man den Direkten Vergleich hat,
          aber was man mit Sicherheit sagen kann ohne Kind/er ist es unkomplizierter.

          P.S.: ich würde mir niemals Haustiere halten, halte ich für Tierquälerei und dann stinken die, machen alles dreckig, sind laut, hören nicht auf Befehle, werden ständig krank
          und die Kosten erst, außerdem kann man nie richtig verreisen bzw. benötigt dann eine Tierpension…
          schrecklich Haustiere schränken das Leben viel zu sehr ein. 🙂

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          • Krischan sagt:

            Nein, ich finde nicht, das man Kinder/Autos/XYZ haben muss, um herauszufinden, dass die zwar ab und an laut sind, nervig sind, Aufmerksamkeit brauchen, [Lärm machen], dreckig sind, klebrig sind, [widerspenstig sind], [stur funktioniere] und [dumm erscheinen], aber das kaum hauptsächlich so ist.

            Aber um Vorurteile abzubauen oder nicht aufzubauen muss man sich damit auseinandersetzen wann was wie und wo ist. Vielen so ungeliebten Sachen begegnet man ja doch irgendwann, da ist das ganz nützlich.

            Ich möchte zB immer noch kein Auto haben, weil ich einfach keine Lust auf häufigeres Autofahren (oder Geldverschwendung durch Herumstehen lassen/Nutzen anderer Verkehrsmittel) habe. Das ist eine persönliche Abneigung und Entscheidung (*), da muss ich anderen Autofahrern nicht irgendwelchen Bullshit über immer dreckige und dauernd zu tankende Autos erzählen. Macht sich total albern im Smalltalk.

            (*) Der Stern steht einfach nur so da. Aus Spaß.

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            • ashyda sagt:

              Ich habe einige Jahre mit einem Kind im Haushalt zusammengelebt. Ich kenne Menschen mit Kindern. Ich mag deren Kinder nicht, egal ob 6 Monate oder 10 Jahre alt.
              So ist das eben. Ich sage keinem, dass er um himmelswillen bloß keine Kinder kriegen soll – mach 12, wenn du das willst. Aber dass mir als Frau dauernd das Recht abgesprochen wird, selbst zu entscheiden, ob und wie viel Nachwuchs ich will, geht mir gegen den Strich.

              Wenn ich dann jedes Mal wieder die ganze Latte an Sprüchen wie „wart mal noch ein paar Jahre!“ und „es ist ganz anders, wenn es die eigenen sind!“ höre, krieg ich Aggressionen.
              Ich habe auch nicht frei heraus irgendwelchen „Bullshit“ rausgeblökt, sondern auf eine Frage reagiert, welchen Grund eine Frau (also z.B. ich) habe, keine Kinder zu wollen.
              Und das ist nun mal meine Antwort darauf.

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              • IULIUS sagt:

                Ist ja schön, daß Du gleich so viele vollkommen einleuchtende Argumente gegen Kinder hast. Da kann man Dich natürlich voll verstehen….

                Es gibt Menschen die kommen mit Kindern nicht klar. Das kann man zum einen zugeben, zum anderen lernen. Aber seinen Ekel über Kinder ausdrücken…

                Warum, Du Aggressionen bekommst, wenn jemand sagt, daß es in ein paar Jahren evtl anders aussieht oder ein Mensch seine Meinung auch mal ändern kann, kann ich nicht verstehen. Ist ein Punkt mit dem die Diskussion eigentlich beendet ist.

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                • sharkathotep sagt:

                  Ich frage mich, warum das keiner einfach so einsehen kann, ohne seinen Senf dazuzugeben. Wenn es anders kommt und der betreffende Mensch seine Meinung doch ändert, sieht er/sie es doch eh selbst. Dieses joviale, besserwisserische Getue ist jedenfalls fehl am Platz.

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                  • IULIUS sagt:

                    Es weicht von den eigenen Vorstellungen des Lebens ab. Das bereitet Streß. Und wenn beide ein wenig zu sehr auf ihrem Weltbild beharren knallt es halt.

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                    • sharkathotep sagt:

                      Also ich kann damit locker leben, wenn andere ihre Erfüllung im Eltern-Sein finden. Mich stört es nicht im Geringsten. Ich käme nie auf die Idee, es irgendjemandem ausreden zu wollen. Ich kann mir sogar vorstellen, dass für viele, wenn nicht sogar die meisten Menschen Kinder bekommen zum Lebenskonzept einfach dazugehört. Ist doch völlig in Ordnung.
                      Wo ist die Schwierigkeit, einfach mal die Luft anzuhalten und jeden so leben zu lassen, wie er möchte, statt zu versuchen, den anderen zu indoktrinieren und ihm seinen eigenen Lebensstil als den einzig wahren aufzudrängen?

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                    • IULIUS sagt:

                      Die Schwierigkeit beginnt erst wenn beide Seiten es machen. Wenn nur einer den anderen Leben läßt ist das Streßpotential sehr gering. Wenn jemand etwas äußert, was absolut gegen mein Konzept geht ist es meist hilfreich sich nicht zu verteidigen.

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                    • sharkathotep sagt:

                      Wie gesagt, wo ist die Schwierigkeit, einfach nur zu erzählen, welches Lebensziel man hat, ohne dabei das des anderen abzuwerten? Dass man den anderen damit wütend machen kann, wenn man ihn belehrt, sein Lebenskonzept also als unnatürlich, dumm, egoistisch, was auch immer hinstellt (wie etwa du es weiter unten tust), ist ja wohl klare Sache. Wenn du das so einfach mit einem Schulterzucken abtust, dann ist das schön und gut für dich (ich glaube es allerdings nicht, ehrlich gesagt). Aber die meisten Leute werden damit eher ein Problem haben.

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                    • IULIUS sagt:

                      @sharkathotep,
                      was hast Du für ein Problem damit, zuzugeben eine Entscheidung allein aus egoistischen Motiven zu treffen?

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      • Steffen sagt:

        OK, das sind valide Rechtfertigungen. Letztlich lebt eben JEDER Mensch in gewissen Bereichen seines Lebens egoistisch (Spende ich Blut? Kaufe ich Fairtrade? Pflege ich meine Eltern oder stecke ich sie ins Heim? etc.).
        Aber noch ein anderer Punkt: Auf Basis deiner Artikulation schätze ich dich als einigermaßen intelligent ein. Das Problem in Industrienationen (v.a. in D.) ist leider, dass sich die „Elite“ nur sehr spärlich fortpflanzt während sich „bildungsferne“ Menschen häufiger vermehren. Damit trägst du also auch zu einer „Verdummung“ der Gesellschaft bei (ja, der Gedanke stammt aus Idiocrazy, aber ist leider ein reales Problem)

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        • IULIUS sagt:

          Die Gesellschaft verdummt nicht, weil die Elite keine Kinder bekommt, sondern weil heutzutage jeder mit einem IQ ab 70 die Chance haben muß das Abitur zu machen und zu studieren.

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          • Steffen sagt:

            Das verstehe ich nicht: Dadurch, dass auch weniger intelligente Heranwachsende Abitur machen können, ist zwar der Durchschnitts-IQ der Gymnasiasten niedriger, aber das macht diese nicht per se dümmer – auch nicht über Generationen hinweg betrachtet. Eher ist es andersherum: Weil zukünftige Generationen „dümmer“ werden, werden die Standards herabgesetzt. Und auch unter der Prämisse, dass deine Theorie wahr ist: Inwiefern widerlegt das meine Theorie? Wieso kann meine Theorie nicht auch ko-existieren können?

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            • Steve sagt:

              Dadurch, dass auch weniger intelligente Heranwachsende Abitur machen können, ist zwar der Durchschnitts-IQ der Gymnasiasten niedriger, aber das macht diese nicht per se dümmer – auch nicht über Generationen hinweg betrachtet.

              Du hast das falsch verstanden. Nicht Abitur machen können, sondern MÜSSEN (weil die Anglikaner haben ja viel mehr Akademiker und so…). Und weil keine Lehrperson auf Dauer die Leistungserhebungen differenziert (weils irgendwann einfach zuviel Arbeit und Stress wird), wird einfach das allgemeine Leistungsniveau soweit abgesenkt, bis auch Hein Blöd E-Ing studieren kann. Und durch fehlende Herausforderung sinkt dann der IQ.

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      • ilona sagt:

        Bin 31 und sehe es auch so. Schön,d ass es Menschen gibt, die Kinder niedlich genug finden, um über all das wegzusehen. Ich kenne NIEMANDEN, der Kinder liebt und dir widersprechen würde, dass sie laut sind und Dreck machen und anstrengend sind. Aber ich kenne viele, für die es trotzdem wert ist, sich damit auseinander zu setzen, weil sie Kinder genug lieben. Ich tus nicht, deshalb will ich keine.

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        • IULIUS sagt:

          Ich kenne ein haufen Erwachsene, die laut und dreckig sind. Besonders nervig ist, wenn Du sie als Nachbar hast. Da kommt kein Kind mit.

          Was mich fassiniert ist, daß Menschen sich eine Entscheidung immer wieder von neuem selber bestätigen müssen. M. E. ist da dann etwas faul daran. Möglicherweise selbst aufgebauter sozialer Druck?😉

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          • ilona sagt:

            Müssen sie? Vielleicht reagieren sie auf Kommentare hier? Vielleicht nennt sich das Gespräch, Diskussion, Unterhaltung oder Meinungsaustausch? Hmm…

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            • IULIUS sagt:

              Wenn Deine Meinung feststeht, warum trittst Du dann in einen Meinungsaustausch?

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              • ilona sagt:

                darf man nur diskutieren, wenn man sich noch keine Meinung gebildet hat? Das wär aber ziemlich langweilig.

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                • ilona sagt:

                  Ich mein… sagt das Wort „Meinungsaustausch“ nicht schon, dass man Meinungen austauscht? Um die auszutauschen, muss man sie ja haben?!

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                  • IULIUS sagt:

                    Ich wollte Dir nicht auf die Füße treten. War nur neugierig auf Deine Reaktion.

                    Oft wird nur die eigene Meinung genannt, um andere von ihrer Meinung zu überzeugen. Ein echter Austausch ist eher selten. Die meisten sind sich dabei bewußt oder unbewußt ihrer eigenen Meinung unsicher. Sie zweifeln, ob ihre Entscheidung richtig ist und verfechten dann exzssiv ihre „Meinung“.
                    Gerade bei dem Thema kinderkrieben gibt es eine Konstante, die meist unterschätzt wird. Wir sind biologisch darauf gepolt Kinder zu zeugen und Kinder zu bekommen. Wer das nicht will handelt folglich gegen seine Natur. Da ist eine gewisse Restunsicherheit zu erwarten, was natürlich nicht heißt, daß nun jeder noch unsicher ist.

                    Ich als Vater habe nie meine Kinder laut, dreckmachend und anstrengend empfunden. Das ist meistens auch Erziehungssache bzw. wie man mit seinen Kindern umgeht. Sicher hilft auch eine gewisse Streßtoleranz. Die meisten „Erwachsenen“ halte ich für stressiger, besonders dann wenn es Meinungsverschiedenheiten gibt. Einem Kind erklärst Du irgend etwas. Das bemüht sich das zu verstehen und versucht es zumindest mal. Mach das mal bei einem Erwachsenen.

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                    • ilona sagt:

                      Ich gestehe, dass ich oft anecke, weil ich bei Dingen nachfrage, weil ich wissen will, wie Menschen ticken – oder weil ich einfach erkläre, wie ich ticke.
                      Ich habe eine sehr enge Freundin, die vor zwei Jahren Zwillinge bekommen hat. Mit niemandem konnte ich mich bisher so gut darüber austauschen, was Kinder und Kinderwunsch für verschiedene Menschen bedeutet. Gerade das fand ich spannend, da ich viele Punkte nicht selbst kannte aus meinem Leben. Sie wiederum kannte meine Ansichten aus „eigener Anschauung“ nicht. Deshalb tauschten wir ja aus. Und so lernt man dazu. Sie findet Kinder übrigens auch laut, anstrengend und dreckig😉 Ihr ists das aber wert. Das ist der Unterschied.

                      Wenn man aber jedesmal abwiegelt, sobald Menschen unterschiedlicher Meinung zusammenkommen und ihre Sichtweise erklären, lernt man gar nichts dazu. Dann redet man nur mit denen, die ähnlich oder gar (fast) gleich denken – und dann gibt es keinen richtigen Austausch, sondern nur ein gegenseitiges Bestätigen. Das macht auch mal Spaß, aber horizonterweiternd ist das nicht. Schade, dass es aber – gerade online – so selten möglich zu sein scheint, verschiedene Meinungen wirklich auszutauschen – OHNE dem anderen klar machen zu wollen: „EIGENTLICH siehst du es doch genauso wie ich! Gibs zu!“
                      Mir persönlich ist es völlig egal, ob jemand Kinder will oder nicht. Ich interessiere mich durchaus für die Gründe und warum jemand dies oder jenes tut. Aber im Endeffekt soll jeder nach seiner Facon selig werden.

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                    • IULIUS sagt:

                      Wenn ich Dich richtig verstehe, gehst Du gerne Dingen auf den Grund.

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    • ju chan sagt:

      Hättest Du Dir diese Gedanken auch gemacht, wenn es sich um zwei Männer gehandelt hätte, die sich entscheiden lieber keine Kinder haben zu wollen? Oder der genau umgekehrte Fall, dass sich Sandra für ein Kind entscheidet und die beiden Frauen aus dem Comic der Meinung wären, dass das ja viel zu früh ist?

      Weiterhin stelle ich mir die Frage, warum sollte die Sterilisation nicht die Entscheidung einer erwachsenen und emanzipierten Frau sein? Ist eine Schwangerschaft zwingendermaßen die Entscheidung einer erwachsenen und emanzipierten Frau?

      Und was genau erhoffst Du Dir für Antworten aus einer wissenschaftlichen, vorurteilsfreien Studie dazu?

      Über eine Antwort Deinerseits würde ich mich sehr freuen🙂

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      • onyx sagt:

        @ ju chan
        „Oder der genau umgekehrte Fall, dass sich Sandra für ein Kind entscheidet und die beiden Frauen aus dem Comic der Meinung wären, dass das ja viel zu früh ist?“

        Ich habe den Comic so verstanden, dass genau das die Pointe ist. Ein Kind zu bekommen, ist genau so eine Lebensentscheidung, wie keins zu bekommen. Sich mit 29 sterilisieren lassen zu wollen, ist aber falscher, als sich mit Anfang 20 diese Lebensaufgabe zu geben? Warum?

        Oder liege ich falsch mit meiner Interpretation?

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        • ju chan sagt:

          Ich habe den Comic ebenso interpretiert^^

          Mein Kommentar bezog sich auf den Kommentar von stefanolix ganz oben (das geht im Wust der Kommentare alles langsam etwas unter :P)

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    • Lexi sagt:

      Ein Kind zu bekommen ist eine lebensverändernde, meist dauerhafte, nur sehr schwer rückgängig zu machende Entscheidung. Warum wird so vielen Frauen so etwas quasi aufgezwungen? Und warum werden Studien verlangt, weil jemand einfach nicht noch ein Kind in eine Welt setzen will, in der schon über sieben Milliarden andere um begrenzte Ressourcen rangeln?

      Einige augenöffnende Erfahrungsberichte – auch von solchen die das Kinderkriegen bereut haben – findest du in einem Forum namens Bratfree Board.

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      • Jemand sagt:

        Das, was ich bisher an Meinungen von denen, die das Kinderkriegen bereut haben, gelesen habe, war unterm Strich alles narzisstisch-hedonistisches Herumgeheule, daß sie ihr altes, unbeschwertes Spaß/Partyleben nicht mehr leben können.
        Ach herrjeh, welch Überraschung. Kann aber wirklich auch niemand ahnen, daß man mit Kind sein Leben umstellen muß…

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        • IULIUS sagt:

          …und vor allem Verantwortung für sich und das Kind übernehmen muß.

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        • ilona sagt:

          das, was ich bisher als Gründe gehört habe, warum Leute kinder wollen, waren meistens sehr egoistische Gründe wie: Ich möchte gerne ein Kind.
          oder: Ich möchte, dass es meinem Leben Tiefe und Sinn gibt

          Und? Wenn jemand es bereut, kinder zu haben,w eil er sein altes Leben gerne zurück hätte? Darf er nicht?
          Die einzige Frage dabei ist: Warum wollen Menschen andere, die keine Kinder möchten, dennochimmer unbedingt überzeugen, dass sie welchen wollen sollen?!

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          • IULIUS sagt:

            „Die einzige Frage dabei ist: Warum wollen Menschen andere, die keine Kinder möchten, dennochimmer unbedingt überzeugen, dass sie welchen wollen sollen?!“
            Warum ist es besser auf der Autobahn nicht auf der Gegenfahrbahn zu fahren. Sind alles ungeklärte Fragen.

            Wenn ein Mensch außerhalb der empfundenen Norm lebt, führt das unweigerlich zu Fragen. Das nennt sich einerseits Neugierde und anderseits Gruppenzwang.

            Die eigentliche Frage aber lautet:
            Willst Du uns überzeugen, daß Du keine Kinder möchtest oder Dich selber?😉

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            • ilona sagt:

              niemanden, danke😉
              Ich stelle nur immer wieder fest, wie felsenfest (mir völlig fremde) Menschen davon überzeugt sind, dass ich eigentlich Kinder will und mir das ungefragt ständig mitteilen.
              Niemand käme auf die Idee, mir zu sagen, dass ich mir doch erst mal nen Hund zulegen sollte, weil ich kann doch vorher gar nicht wissen, ob mir das zuviel Arbeit oder Verantwortung ist.

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    • Adrian sagt:

      Gibt es eigentlich Studien darüber, warum sich Menschen dafür entscheiden Kinder zu bekommen? Die Frage halte ich persönlich für weitaus interessanter. Warum man keine kInder möchte, ist mir intuitiv sofort einsichtig.

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      • netreaper sagt:

        [hier stand ursprünglich ein satirischer Kommentar in Bezug auf Patriarchat, Schwangerschaft und Heterosexualität, den ich mir aber jetzt doch verkniffen habe. 😉]

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          • St. Elmo sagt:

            Neue Erfahrungen,
            einen Menschen nach dem eigenen Willen formen (Minime),
            Oxytocinsucht,
            Masochismus
            Um einen tieferen Sinn im leben zu haben, in dem man für einen anderen Verantwortung übernimmt,
            Die eigenen Gene weitergeben,
            Um die Beziehung zu retten,
            Um jemanden zu haben der einen Bedingungslos liebt,
            Als Altersvorsorge,
            Jemanden haben der das Vermächtnis/eigene Werk weiter führt,

            usw.

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            • IULIUS sagt:

              Oder einfach nur weil man Kinder mag…

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              • St. Elmo sagt:

                Ich Mag Menschen trotzdem würde ich nicht jeden x-beliebigen bei mir Wohnen lassen und ihn durchfüttern.
                Und jetzt stell dir mal vor du magst zwar Kinder aber dein Kind magst du überhaupt nicht…

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                • IULIUS sagt:

                  Genaugenommen halte ich Deinen Beitrag für bescheuert. Solange keine pathologischen Probleme vorhanden sind, ist es eher nicht möglich andere Kinder zu mögen und nur seines nicht.

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      • Krischan sagt:

        Heiraten und Kinder sind keine rationalen Entscheidungen.

        Aber mal ganz ehrlich: die wenigsten Sache, die echt Spaß machen, sind rational zu erklären.

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        • Mona sagt:

          Heiraten macht Spaß?

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          • Krischan sagt:

            Den meisten Leuten die ich kenne schon. Ist ja hierzulande auch meist eine irgendwie freiwillige Sache.

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            • Mona sagt:

              Ich weiß nicht, der ganze Papierkram und dann auch noch die Verwandtschaft zum Feiern einladen + alles organisieren.

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              • Krischan sagt:

                Wer sich zu irgend einer komplizierteren Hochzeit als er selbst möchte nötigen lässt, sollte vielleicht doch nicht heiraten (siehe Freiwilligkeit) oder es aus steuerlichen Gründen einfach im Minimalrahmen erledigen: 2 Menschen, ein Standesbeamtendingsbums.

                Wenn man andererseits mal ’ne richtig tolle Fete mit den Verwandten und Freunden steigen lassen will … wird natürlich auch Ärger haben. Das gehört zur Organisation. Immer im Auge behalten, dass am Ende der Spaß überwiegen sollte.

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      • sharkathotep sagt:

        Also mir ist ebenfalls sofort intuitiv einsichtig, warum man Kinder haben wollen könnte (ganz ohne die offensichtliche, biologische Begründung des Fortpflanzungstriebs), obwohl ich selber keine will:
        – Ein richtiges Erbe hinterlassen, in dem man weiterleben kann (nicht jeder ist zum Nobelpreisträger oder sonstigen Berühmt-Sein geboren).
        – Einen Menschen zu haben, der einen liebt, beinahe egal, was man tut.
        Und einige Dinge, die nicht so nett wären, die ich allerdings den wenigsten Leuten, die Kinder wollen, unterstelle.
        Natürlich ist beides nicht so selbstlos, wie manche Leute, die Kinder wollen und anderen in ihre Entscheidung, keine zu bekommen, dreinzureden versuchen, behaupten. Es ist beides ebenso egoistisch, wie die Entscheidung, keine Kinder zu bekommen. Mir kann jedenfalls keiner erzählen, dass er sich heroisch opfert, ein Kind großzuziehen, damit die Menschheit nicht ausstirbt.

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        • St. Elmo sagt:

          Spätestens wenn die Enkelkinder selbst Großeltern sind, ist die Sache mit „Erbe hinterlassen“ erledigt weil dann niemand mehr lebt der einen Gekannt hat bzw. der von deinen Leben berichten könnte.

          Das ist ja das Tragische, das Kind ist von ihren Eltern psychisch und physisch abhängig sind.
          Das kann man sich mit Liebe schön reden aber es ist und bleibt Abhängigkeit.

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          • sharkathotep sagt:

            Ich spreche vom genetischen Erbe😉 Man kann sich einbilden, unsterblich zu sein, weil es jemanden gibt, der die Gene, die man weitergegeben hat, noch in sich trägt. Das ist für manche Leute mindestens so gut, als würde man sich an weltbewegende Taten erinnern, die in fünfhundert Jahren noch bekannt sind.

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            • St. Elmo sagt:

              Das genetische Erbe ist zwar nicht so schnell weg wie die Erinnerung aber
              nach 7 Genrationen (Ur-Ur-Ur-Ur-Urenkel) hat man nur noch einen Anteil von weniger als 1 % an den Genen der Nachfahren und bei ca. 30 Jahren pro Generation würde das gerade mal 210 Jahre dauern.

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              • sharkathotep sagt:

                Hör auf mit der Wortklauberei. Glaubst du, die Leute, die Kinder kriegen, denken so weit? Für viele Leute ist in den Kindern weiterzuleben ein Grund, welche zu bekommen. Den Beweis findet man sogar hier in den Kommentaren.

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                • St. Elmo sagt:

                  Das ist keine Wortklauberei, sondern das sind Fakten.

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                  • sharkathotep sagt:

                    Mag sein, wird die Leute, die Kinder bekommen aber wenig interessieren. Es geht hier nicht um harte Fakten, sondern um Emotionen. Adrian fragte, welche Gründe es gibt, Kinder zu bekommen, und ich nannte ihm welche, von denen ich überzeugt bin (unter anderem, weil ich sie immer wieder höre), dass sie die Leute dazu bringen, Kinder zu bekommen.

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      • Name benötigt sagt:

        Pleasure Theory: Menschen krieg(t)en Kinder, weil Sex Spaß macht.

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    • netreaper sagt:

      Mich würde eher interessieren wie du überhaupt auf die Idee kommst, dass die Entscheidung der Frau nicht die Entscheidung einer erwachsenen (mit 29!) und emanzipierten Frau sein könnte.

      Ich sehe an der Stelle nur diesen „Erklärungsdruck“ der in solchen Fällen vor Allem Frauen entgegenschlägt, subjektiv sehr viel mehr als Männern. Sich sterilisieren zu lassen ist eine private, ja sogar intime Einzelentscheidung. Und da braucht es halt keine Dritten die sich das Maul darüber zerreißen.

      Und Kommentare der Marke: „Und wenn alle Frauen das machen?“ sind überflüssig, denn erstens gehen intime Einzelentscheidungen den Rest des Planeten nichts an, und zweitens erinnert mich das sehr an folgende Situationen.

      „Wir wollen keine Kinder.“ — „Und wenn alle Paare das so machen?“
      „Ich stehe nicht auf Frauen.“ — „Und wenn alle Männer schwul werden?“
      „Wir denken über ein weiteres Kind nach.“ „Das wäre ja das siebte! Und wenn alle Paare das machen?“

      Das, worum es hier geht ist ein übelstes Rollenklischee, das, wie der Comic so wunderbar zeigt, auch von Frauen selbst aufrechterhalten wird. „Eine Frau will Kinder haben, und wenn nicht jetzt dann doch sicherlich später.“

      Nein. Frauen treffen ihre eigenen Entscheidungen.

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    • Vielleicht denkt sie sich, dass sie immer noch adoptieren könnte, oder Pflegekinder nehmen, wenn sie doch mal Kinder möchte.
      Das geht nämlich auch🙂

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    • Margerete sagt:

      Mal abgesehen von der Tatsache, dass es mit der Menschheit auch nicht weitergehen kann, wenn jedes Paar durchschnittlich 3+ Kinder in die Welt setzt (Überbefölkerung). Gibt es sicherlich zahlreiche Gründe (Schmerzen/gesundheitliche Probleme/ übertragbare Krankheiten/ hohes Risiko für Fehlgeburten/ psychische Gründe wie z.B. vorhergehende Vergewaltigungen/ tiefgehende Überzeugungen bezüglich Kindelosigkeit… vielleicht auch bereits bestehende Unfruchtbarkeit, in Verbindung mit anderen, bereits genannten Punkten (wie z.B. Regelschmerzen) fände ich es Nachvollziehbar)

      Ich denke, dass es einigen schwer fällt das zu verstehen. Die wenigsten Frauen werden deshalb mit so einer Entscheidung an die Öffentlichkeit gehen. Das ist schade, denn ich denke auch bei diesem Thema besteht austauschbedarf.

      Grüße, die Mutter, deren Kind in dem Alter bereits 10 war ^^

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      • Margerete sagt:

        *überbevölkerung (natürlich ^^)

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        • St. Elmo sagt:

          Überbevölkerung ist ein Regionales Problem.
          In der EU wäre es von Vorteil wenn durchschnittlich 2 Kinder geboren werden würden, während es in anderen ärmeren Regionen von Vorteil wäre wenn man da nur 3 Kinder hätte.
          Das würde auch den Migrationsdruck senken.

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    • teqq sagt:

      Knapp 7,5 Mrd. Menschen sind ein guter Grund. Allerdings machte es mich nachdenklich, dass ich, als ich wegen einer Vasektomie beim Urologen war folgender Dialog entwickelte….

      Dr. „So, Sie sind alt genug, verheiratet, Freundin oder sonstige Beziehung?“
      Ich „Was hat das bitte mit einer Vasektomie zu tun? Wegen dem Stressfaktor?“
      Dr. „Nein, Sie wollen ja keine Kinder mehr, aber wenn die Ehefrau oder Freundin welche will, mache ich das nicht.“

      Man kommt sich dann doch vor wie ein Zuchtbulle.

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  2. Christian sagt:

    Das Problem dieses Planeten sind sicher nicht zuwenig Menschen.

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  3. Ich mag Kinder. Sehr sogar. Nach Abwägen aller Vor- und Nachteile habe ich mich dann allerdings doch entschieden, dass mir meine doppelte Übersetzer- und Autorenkarriere wichtiger ist als pupsender Nachwuchs, und dass ich meine Zuneigung lieber gleichmäßig auf sämtliche Nichten, Neffen und Haustiere aufteile, als meine Pläne für mindestens zehn Jahre auf Eis zu legen, ehe ich wieder durchstarten kann. Solange die Entscheidung nämlich noch „entweder/oder“ ist (und erzählt mir nichts anderes, ich beobachte jeden Tag meine fortgepflanzten Kolleginnen bei einem bewundernswerten Drahtseil-Jonglage-Akt mit brennenden Kettensägen), muss das Wohl der Rentenkasse hinter meinen eigenen Bedürfnissen einfach zurückstehen – und ich finde das kein Stück egoistisch.

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  4. Andererseits … wenn ich jetzt Kinder hätte und mit Mitte dreißig entschiede, dass ich doch keine wollte – wäre das nicht eine Entscheidung, die nicht nur ich, sondern ggf. auch die Kinder (die wirklich nichts dafür können) bereuen würden? Oder ist das nicht so schlimm, weil das unauslöschliche Muttergen garantiert verhindert, dass ich meine Verbitterung an den Zwergen ausließe? [/sarkasmus]

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    • RW sagt:

      > “ wäre das nicht eine Entscheidung, die nicht nur ich, sondern ggf. auch die Kinder (die wirklich nichts dafür können) bereuen würden? “

      Einfach mal nach „Parents regret getting children“ googeln. Erstaunlich viele Eltern bereuen es tatsächlich Kinder bekommen zu haben. Es gibt erschreckend viele Berichte von Eltern, die an den Ansprüchen zerbrechen. Das Baby ist jetzt auf der Welt, jetzt muss sich doch das Super-Glück einstellen? Warum tut es das nicht? Warum empfinde ich nichts, oder noch schlimmer: Warum fühle ich mich von diesem schreienden Ding da abgestoßen? Mir haben doch alle während der Schwangerschaft gratuliert und das Elterndasein in den leuchtendsten Farben geschildert, ist irgendwas faul mit mir??

      Gibt es wohl wirklich häufiger als man meint.

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      • St. Elmo sagt:

        Ich empfehle da das Mittermaier Buch „Achtung, Baby!“

        Die kleine stinken, sabbern, machen Dreck, heulen, sind undankbar, man muss sie ständig Sauber machen und Füttern, usw.
        Man bekommt wenig Schlaf, ist ständig erschöpft, läuft wie der letzte Mensch in Sachen voller Babysabber u.ä. herum.
        Also Glücklich machen Kinder nicht, also doch wenn sie Endlich friedlich im Bett liegen und die Nacht durchschlafen, dann stellt sich Glück ein🙂

        Es ist absolut normal wenn man am anfang wenig für dieses stinkende und schreiende Bündel empfindet, solange man sich darum kümmert und dem Gefühl das Kind auszusetzen oder aus dem Fenster zu werfen nicht nach gibt, ist alles ok und mit der sabbert und stinkt es sich dann ins Herz.

        P.S.:
        Glück wird sowieso überbewertet.

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        • RW sagt:

          Es sind ja nicht nur Babies die einem den letzten Nerv rauben. Das ist ja nur der Anfang. Später kommen da dann Schulprobleme, Faulheit, Aufsässigkeit, Tobsuchtsanfälle, und wenn sie im Teenageralter sind, dann fangen viele an wirklich gefährliche und richtig dumme Dinge zu tun.

          Klaro stellt sich bei den meisten Eltern Liebe ein, das braucht man aber auch unbedingt um das alles 18 Jahre oder länger durchzuhalten.

          Ganz übel ist es aber wenn sich diese Liebe nicht so richtig einstellen mag. Die Fälle gibt es, und eben gar nicht mal so selten. Ist immer noch ein gesellschaftliches Tabu.

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  5. Nick sagt:

    Hm. Einerseits ist die Logik klar: Die Entscheidung FÜR ein Kind ist genauso wenig rückgängig zu machen wie die Entscheidung, niemals Kinder zu bekommen. Daher sollte man beides gleich behandeln.

    Andererseits stelle ich mir die Frage nach der Verhältnismäßigkeit.

    a) Ich kann mich für ein Kind entscheiden. Dann werde ich immer Mutter oder Vater sein. Ich könnte das Kind natürlich zur Adoption freigeben, diese Alternative halte ich für die meisten Eltern nicht für realistisch. Ein Kind zu haben ist also (für die meisten Leute) irreversibel.

    b) Ich entscheide mich gegen ein Kind, also für Kinderlosigkeit. Diese Entscheidung ist, je nachdem was man tut, reversibel oder irreversibel. Sie ist reversibel, wenn man auf Enthaltsamkeit oder Verhütungsmittel oder Abtreibungen setzt. Sie ist irreversibel, wenn man sich sterilisieren lässt.

    Daher kann man jemandem, der sich sterilisieren lässt, durchaus die Frage stellen, warum er/sie nicht auf eine reversible Form der Verhütung setzt. Gewissermaßen eine Frage nach der Verhältnismäßigkeit der Mittel. Denn es könnte ja sein, dass er oder sie in der Zukunft ja doch gerne ein Kind hätte. Natürlich ist die Entscheidung an sich zu akzeptieren, aber die Frage ist m.E. nicht weit hergeholt und statthaft.

    Diese Frage kann man in Fall a) eben nicht stellen. Es gibt keine „reversible“ Form, ein Kind zu kriegen. Da heißt es ganz oder gar nicht. Und deswegen hängt der Spiegel, den der Comic den langhaarigen Strichmännchen (vermutlich: Mütter) vorhält, auch etwas schief.

    Gruß, Nick

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    • IULIUS sagt:

      Strerilisation ist auch reversibel. Halt nur nicht immer. Zudem existieren ja immer noch alle notwendigen Teile. Die Verbindung wird lediglich gekappt. Somit wäre dann noch die Möglichkei eine künstlichen Befruchtung mit den eigenen Eizellen. Ganz so schwarz muß man das nicht sehen. Ist halt nur sehr aufwendig.

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    • Leon sagt:

      Denn es könnte ja sein, dass er oder sie in der Zukunft ja doch gerne ein Kind hätte. Natürlich ist die Entscheidung an sich zu akzeptieren, aber die Frage ist m.E. nicht weit hergeholt und statthaft.“

      Klar könnte es sein, dass man in Zukunft noch gerne ein Kind hätte. Es könnte genauso gut sein, dass man eines Tages eigentlich lieber kein Kind an der Backe hätte.

      Es könnte sein, dass man eines Tages vielleicht doch lieber mit 40 als Jungfrau in die Ehe gehen möchte.

      Es könnte sein, dass man eines Tages viel lieber etwas völlig anderes studiert und dann eine 8 jährige Weltreise gemacht hätte.

      Es könnte sein, dass man mit 40 eigentlich viel lieber schon mit 20 auf eine Karibik-Insel gezogen und Windsurflehrer geworden wäre.

      Das „könnte sein“ und „hätte“ kann IMMER zu einem riesigen Problem werden. Wer Entscheidungen in seinem Leben trifft, wird damit IMMER auch eine Tür zu machen. Verhindern kannst Du das nur, wenn Du fortan gar keine Entscheidungen mehr triffst, Dich also überhaupt nicht mehr festlegst.

      Dann wirst Du aber auch immer auf einer unteren Entwicklungsstufe stehen bleiben.

      Willst Du das?

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  6. yannaba sagt:

    Na, ich denke auch, wenn jemand sich für einen solch drastischen Schritt entscheidet, dann wird sie wohl ihre Gründe dafür haben. Ich finde es auch doof, immer nur von sich auf andere zu schließen und zu behaupten, dass alle ihre Meinung noch ändern werden.

    Allerdings: ich wollte auch keine Kinder. Ich bin auch nie so richtig mit Kindern klargekommen. Und dann tatsächlich plötzlich mit 31 Zack! Kinderwunsch. Ich glaube trotzdem nicht, dass das jedem so geht (biologische Uhr Unsinn und so).

    Danach haben mich dann alle genervt, man müsse doch mindestens 2 kriegen, das sei doch sonst schlecht fürs Kind yaddablabla. Fast genauso nervig. Und NEIN ich will kein weiteres.

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  7. IULIUS sagt:

    Im Großen und Ganzen geht es dabei immer daraum:
    „Ich will keine Kinder weil ICH mich ansonsten einschränken müßte.“ Eine Entscheidung von Menschen, die nur sich im Mittelpunkt sehen. -> Pure Egoisten.

    Aber Rente wollen sie haben und daß ihnen im Alter ggf. den Hintern wischt. Das das möglich ist ist allerdings eine Entscheidung der Politik, die immer noch einem alten Weltbild nachhinkt. Zu hoffen ist, daß das mal geändert wird.
    Zu einer Entscheidung gehört auch, daß man auch mit den Nachteilen lebt.

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    • ju chan sagt:

      Völlig korrekt.
      Allerdings bleibt dadurch meine Arbeitskraft akut erhalten und ich zahle entsprechend in die Kassen ein. Daher kann ich theoretisch für mich selber vorsorgen und ggf. im Alter Leute bezahlen, die mir den Hintern wischen, ergo würde ich Arbeitsplätze erhalten. Womit wir wieder bei der Aufgabe der Politik wären, die dafür sorgen müsste, dass sowohl die Entscheidung für als auch gegen Kinder gleichberechtigt nebeneinander stehen.

      PS: Hat jemand mal probiert das rein rechnerisch gegenüber zu stellen? Würde mich wirklich mal interessieren, insbesondere langfristig gesehen…. im Endeffekt ist vieles ja ohnehin ein reines Rechenexempel

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      • IULIUS sagt:

        Geld macht keinen Sinn, wenn niemand es haben will.
        Daraus folgt:
        Wenn Du am verdursten bist wirst Du in der Wüste auch mit einer Tonne Gold oder 1000 Mrd Euro/Doller nichts anfangen können, wenn Du niemanden findest, der Dir Wasser verkaufen möchte.
        Warum sollen fremde Kinder Dir den Hintern wischen? Für Geld?
        Mit der Entscheidung gegen Kinder stellst Du Dich automatisch gegen das Sozialsystem. Derzeit zahlst Du nur für Deine Altvorderen.

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        • ju chan sagt:

          Das Faszinierende an Menschen ist, dass sie für Geld erstaunlich viel tun…. aber das am Rande.

          Ehrlich gesagt, erschließt sich mir Dein Vergleich mit der Wüste in diesem Zusammenhang nicht wirklich. Nichtsdestotrotz stellt man sich mit der Entscheidung gegen Kinder bis zu einem gewissen Grad durchaus gegen das momentane Sozialsystem. Hier könnte man einen Anreiz für die Politik vermuten, dies zu ändern. Ansonsten stimme ich Adrian in seinen Punkten zu.

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          • Steve sagt:

            Ehrlich gesagt, erschließt sich mir Dein Vergleich mit der Wüste in diesem Zusammenhang nicht wirklich.

            Ich vermute mal, er wollte darauf hinaus, dass wenn niemand mehr (oder zumindest zu wenige) Kinder bekommt, dann kannst du eingezahlt haben, wieviel du willst. Es wird dann einfach niemanden mehr geben, der die Arbeit erledigt (bzw. wird sie dann so teuer sein, dass sie mit deinen mickrigen Beiträgen trotzdem nicht zu bezahlen ist).
            Sollte es bis dahin aber Pflegeroboter geben, sähe das Ganze schon wieder ganz anders aus…

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        • sharkathotep sagt:

          „Warum sollen fremde Kinder Dir den Hintern wischen? Für Geld?“

          Warum sollte ich mich in ein Labor stellen und mit gefährlichen Mitteln herumhantieren? Für Geld? Warum sollten sich andere Leute mit 7 Stunden Am-Hintern-Sitzen vor dem Computer den Rücken ruinieren? Für Geld? Warum sollten sich wieder andere Leute in ein Bergwerk stellen und Schwerstarbeit erledigen? Für Geld?
          Natürlich für Geld. Ist doch jetzt auch schon so. Wie viele Leute kennst du, die wirklich die eigenen Eltern pflegen? Die meisten älteren Leute in der Stadt landen irgendwann im Seniorenheim oder eben mit slowakischen, rumänischen, etc. Pflegerinnen zu Hause. Dein merkwürdiger Wüstenvergleich hinkt nicht nur, er sitzt im Rollstuhl.

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          • IULIUS sagt:

            Es geht darum, wenn die Ressourcen knapp sind. Warum sollten dann diejenigen die eine Familie pflegen für die aufkommen/arbeiten, die das nicht getan haben? Sozial ist ein Geben und Nehmen. Bis zu einem gewissen Grad lassen sich ungleichgewichte ausgleichen. Aber wenn zu viele nur noch nehmen ist das nicht mehr auszugleichen.
            D. H. die Belastung der folgenden Generation steigt ins unermeßliche.

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            • ju chan sagt:

              @ IULIUS:
              Woran machst du fest, dass Kinderlose sich nur am sozialen Gefüge bereichern?

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            • sharkathotep sagt:

              Glaub mir, wenn die Ressourcen knapp sind, werden die Leute wieder viele Kinder kriegen. Kinder zu kriegen ist nämlich auch eine egoistische Entscheidung😉
              „Nur nehmen“ ist gut. Auch wenn es dir nicht gefällt: kinderlose Menschen erwirtschaften in der Regel mehr. Sie verdienen es also wenn nicht indirekt durch das Liefern von Nachwuchs, dann direkt durch die eigene Leistung.

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              • IULIUS sagt:

                „Auch wenn es dir nicht gefällt: kinderlose Menschen erwirtschaften in der Regel mehr.“
                Von nicht gefallen kann keine Rede sein. Kinderlose erwirtscahften in der Regel erheblich weniger. Jedenfalls dann wenn man die wirklichen Leistungen miteinander vergleicht. Eltern arbeiten in den ersten Lebensjahren 24/7 zumindest in Bereitschaft und das 365 Tage im Jahr. Der Kinderlose oft keine 40 Stunden die Woche und 6 Wochen Urlaub im Jahr.

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                • sharkathotep sagt:

                  Ach, weil Eltern Kinder erziehen (wobei meistens die Mutter entweder zu Hause bleibt oder einen Teilzeitjob hat, manchmal auf der Vater, und Eltern grundsätzlich wesentlich mehr Zeit in Anspruch nehmen müssen, sei es, wenn das Kind krank ist, sei es der Mutterschutz), erwirtschaften (weißt du eigentlich, was das Wort bedeutet?) sie mehr, als, sagen wir, zwei vollberufstätige Kinderlose. Erzähl das den vielen MRAs, die hier wieder fest und steif behaupten, Pflegeberufe seien irgendwie weniger wert, weil sie NICHTS ERWIRTSCHAFTEN, sondern nur instand halten. Erzähl ihnen auch, dass sein Kind zu erziehen mit, sagen wir mal, einem Berkwerkjob gleichzusetzen ist.
                  Wo lebst du eigentlich, dass es in deinem Land 6 Wochen Urlaub gibt? Bei mir in Österreich sind es 5, in Deutschland gar nur 4, soweit ich weiß.

                  Übrigens verstehe ich nicht, weshalb du dich so aggressiv verteidigst. Ich finde beide Versionen gleich wertvoll. Jeder trägt eben etwas bei. Ich im Gegensatz zu dir habe es nicht nötig, irgendjemanden als egoistisch zu betiteln (ich weiß einfach, dass beide es in gewisser Weise sind), oder irgendein Lebenskonzept schlechter zu reden, als das andere.

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                  • IULIUS sagt:

                    Falls es Dir nicht aufgefallen ist, um die 99% der Wirtschaftskraft werden darauf verwendet den Status quo zu erhalten. D. H. Dinge zu ersetzen, die so produziert werden, daß sie schnellstmöglich erhalten, bzw. ersetzt werden müssen.

                    Kinder groß ziehen, bringt mehr als jeder MRA? erwirtschaften kann. Diejenigen, die Pflegeberufe abschätzig behandeln, sind doch die selbigen, die gar nichts positives zur Wirtschaft beiragen.

                    In Deutschland gib es nicht wenige Berufe, bei denen Du bis zu 30 Tage Urlaub hast. Das machen ohne Brückentage 6 Wochen.
                    http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/wirtschaft/arbeitnehmer-die-meisten-haben-30-tage-urlaub-1464653.html

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                    • sharkathotep sagt:

                      Also erwirtschaftet eine Asi-Großfamilie, wo beide Eltern nicht arbeiten, mehr, als ein Firmenmanager. Alles klar.
                      Diese ganze Unterhaltung ist müßig. Es werden, um diese Gesellschaft zu erhalten, sowohl Leute gebraucht, die Kinder bekommen, als auch welche, die möglichst viel Steuern zahlen.
                      Und alles in allem hat dieser Planet die erträgliche, vernünftige Bevölkerungskapazität schon längst erreicht (und überschritten).
                      Statt in den hochentwickeltsten Ländern wieder mehr zu züchten (also mehr, als die Leute von selber wollen), würde ich empfehlen, das Rentenalter anzuheben (ich habe kein Problem damit, bis 70 und länger zu arbeiten, wenn ich halbwegs gesund bin) und weltweit das Bevölkerungswachstum auf ein normales Niveau zu drosseln. Aber das ist wohl ein anderes Thema.

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                    • IULIUS sagt:

                      Was erwirtschaftet ein Firmenmanager? Eigenlich gar nichts. Erwirtschaften tun seine Arbeiter. Der Firmenmanager vereilt lediglich. Für diese, nicht im geringsten wertschöpfende Tätigkeit, läßt er sich nur gut bezahlen.

                      Wir brauchen keine Leute, die Steuern zahlen, wir brauchen Leute, die die anfallenden Tätigkeiten erledigen. Und wenn die gut genug bezahlt werden zahlen die auch Steuern.

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                    • sharkathotep sagt:

                      Mit dir ist es müßig zu diskutieren. Wirklich.

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                    • IULIUS sagt:

                      Vermutlich, weil Du Dich nicht auf meine Argumente einlassen willst. Ich bringe halt eine andere Sichtweise in die Diskussion, die vielen nicht gefällt. Warum? Weil es die gegebene Ordnung in Frage stellen könnte.

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                    • sharkathotep sagt:

                      Du argumentierst nicht logisch. Das ist des Pudels Kern.

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              • Lomi sagt:

                “ Kinder zu kriegen ist nämlich auch eine egoistische Entscheidung“

                Ja, das stimmt. ABER: Kinder HABEN ist keine Entscheidung mehr, sondern eine Verpflichtung zur Fürsorge für Menschen. Das ist ein Unterschied. Es ist falsch, Kinder immer nur als „Dinge“ zu betrachten, die sich einige Leute anschaffen. Kinder sind Personen, Gesellschaftsmitglieder. Eltern sind Leute, die für diese Gesellschaftsmitglieder sorgen.

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                • sharkathotep sagt:

                  Das musst du Iulius sagen. Er ist nämlich der Meinung, Kinder seien Dinge, die erwirtschaftet werden, er setzt Kinder mit Bezahlarbeit gleich – siehe oben.

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    • Adrian sagt:

      1.) Der Großteil aller Entscheidungen wird aus egoistischen Motiven getroffen. Kaum ein Mensch entscheidet sich für eine Alternative, die ihn persönlcih schlechter dastehen lässt, oder von der er glaubt, dass sie ihn schlechter dastehen lassen wird.
      2.) Die Generation im jetzigen fortpflanzungsfähigen Alter bekommt eh keine Rente mehr.
      3.) Was ist Deine Alternative? Pflege nur für diejenigen, die Kinder haben?
      4.) Würde man den Menschen das, was sie jetzt für ein nichtfunktionierendes Rentensystem abdrücken müssen, zum Leben lassen, wäre Rentenfinanzierung ein weitaus geringeres Problem.
      5.) Das bedingungslose Grundeinkommen wäre ein möglicher Lösungsansatz für die Rentenproblematik.
      6.) Suizid im Alter betrachte ich persönlich als eine mögliche Alternative zu Pflege und karger oder keiner Rente.

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      • IULIUS sagt:

        Das bedingungslose Grundeinkommen unktioniert nur, wenn Menschen vorhanden sind, die arbeiten. Warum sollen Menschen für Menschen arbeiten, die sich bewußt gegen das Sozialsystem stellen?

        Wenn Du Menschen das Geld läßt, was sie derzeit in das Rentensystem einzahlen, ist das Geld weg. Und im Alter wird von Sozialhilfe gelebt.
        Im Übrigen zahlst Du nicht in das Rentensystem einfach nur ein, Du bezahlst damit Deinen Altvorderen ihre Rente. Egal wie Du es drehst zahlen müßtest Du trotzdem. Dann über höhere Steuern.

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        • Adrian sagt:

          „Warum sollen Menschen für Menschen arbeiten, die sich bewußt gegen das Sozialsystem stellen?“

          Hä? Tun sie das nicht schon jetzt.

          „Dann über höhere Steuern.“

          Steuerfinanzierung der Rente wäre eh besser. Und ich würde gerne zahlen, wenn ich was herausbekomme. Das ist beim jetzigen System nicht der Fall.

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        • Mona sagt:

          IULIUS „Warum sollen Menschen für Menschen arbeiten, die sich bewußt gegen das Sozialsystem stellen?“

          Wie kommst du drauf, dass alle, die sich gegen Kinder entscheiden automatisch egoistisch sind?
          Vielleicht wollen sie keine Kinder, weil sie sowieso unfruchtbar sind, vererbbare Krankheiten haben, andere Krankheiten haben, wo sie gerade Medikamente nehmen mit denen man nicht schwanger werden sollte, weil sie fruchtschädigend sind, mit ihrem eigenen Leben nicht zurecht kommen und das den potenziellen Kindern nicht zumuten wollen, beziehungsunfähig sind oder andere persönliche Probleme/Vorlieben haben, die mit den Ansprüchen eines Kindes nicht zusammenpassen. Es gibt bestimmt 1000 individuelle Gründe, wieso jemand keine Kinder haben will.

          Die Leute, die Kinder bekommen, sind doch auch egoistisch: Sie erfüllen sich ihren eigenen Wunsch.

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          • St. Elmo sagt:

            Das Jetzige Rentensystem ist sowieso ein Schneeball System das nur noch Künstlich am Leben gehalten wird.

            Zu Anfang haben 10 Kinder einen Rentner versorgt der nach 5 Jahren Rente gestorben ist, das hat funktioniert, heute sind es nur noch 4,5? pro Rentner der 10- 15 Jahre Rente erhält und es knarzt an allen Ecken und Enden im System(70Mrd. Steuerzuschuss zur Rentenkasse) und das obwohl das Rentenniveau ständig gesenkt wird.

            Das einzige Rentenmodell das Funktionieren könnte wäre ein Modell ähnlicher wie in der Schweiz.

            -Alle Bürger(Unternehmer, Beamte, Arbeiter, Angestellte, Freiberufler) zahlen einen festen Prozentsatz ihres Einkommens in die Rentenkasse.
            -Alle Bürger bekommen daraus die gleiche (grundsichernde)Rente bezahlt. (evtl. mit kleinen Zuschlägen bis 25% für lange oder hohe Einzahlung)
            – Fehlbeträge werden durch Steuerzuschüsse (z.b. Durch Einnahmen aus der Erbschaftssteuer) ausgeglichen.
            – Jeder Bürger kann sich zusätzlich Privat versichern um eine höhere Rente zu erhalten.

            Im Grunde ein bedingungsloses Grundeinkommen für Rentner.

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          • IULIUS sagt:

            Jemand der Unfruchtbar ist will nicht keine Kinder, er kann keine Kinder bekommen. Die se Personen stellen sich ja nicht absichtlich gegen das Sozialsystem. Das Sozialsystem ist so flexibel, daß es diese Fälle mittragen kann. Die Flexibilität ist aber nicht unbegrenzt.

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            • Mona sagt:

              Ich denke, dass jemand der unfruchtbar ist beim Thema Kinder nicht einfach sagt, dass er/sie unfruchtbar ist, sondern dass er/sie behauptet sowieso ja nie Kinder gewollt zu haben und vielleicht noch Gründe bringt, wieso es ohne Kinder ja viel besser ist. Mir ist schon bewusst, dass sie nichts dafür können und oft eigentlich doch Kinder haben wollten. Es funktionierte einfach nicht und es ist ein Weg damit umzugehen, wenn man mit anderen auf dieses Thema zu sprechen kommt.

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          • flyingtoaster sagt:

            Da hast du vollkommen recht. Letztlich hat es die Natur so eingerichtet fehlerhafte Modelle auszusortieren.

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    • Lexi sagt:

      Du vergisst, dass Kinderfreie mehr Steuern zahlen und das auch über einen längeren Zeitraum hinweg. Selbstvermehrer haben mehr Ausfalltage wegen kranker Kinder und fallen wegen eigenen Krankheiten, die aus dem Kindergarten nach Hause geschleppt werden, zusätzlich aus. Dazu kommt noch Schwangerschaftsurlaub, Mutterschutz, Elternzeit etc.

      Eine Pflege aus den entsprechenden Steuergeldern wäre nur gerecht.

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      • IULIUS sagt:

        Das ist eher falsch, das Kinderfreie weniger Steuern zahlen. Sie zahlen marginal weniger Lohnsteuer, dafür erheblich mehr Umsatzsteuer.

        Irgendwann arbeiten die Kinder, dann wird die Negativ-Bilanz der Eltern mehr als wett gemacht.
        Steuegelder sind grundsätzlich nicht dafür da die Pflege von Menschen zu bezahlen.

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    • Alien sagt:

      Ok, ich versuche freundlich zu bleiben: Der Kommentar ist eine Frechheit.

      „Ich will Kinder, weil das MEIN größter Wunsch ist!“
      „Ich will Kinder, damit MICH jemand im Alter versorgt!“
      „Ich will Kinder, weil MICH das glücklich macht!“
      -> Pure Egoisten!

      Wie kann man Kinder kriegen als altruistische Tat verkaufen? Die meisten machen es doch nur, weil man es halt so macht. Tolle Gesellschaft.

      Ich könnte es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren einem Kind diese Welt anzutun. Lieber kümmere ich mich um die, die schon da sind, weil sie von egoistischen Eltern in diese grausame Welt gesetzt wurden.

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  8. tux. sagt:

    Wie einfach es doch sein kann.

    http://vhemt.de

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  9. rela sagt:

    Es sollte sich auch nicht Jeder fortpflanzen😉 Und wer das nicht will, ist genau so Einer😀

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  10. Immanuel sagt:

    Ich verstehe nicht warum noch nicht einmal darüber nachgedacht wird warum kein Arzt eine solche Op durchführt? Verhüten kann man auch weit weniger drastisch… wir erlauben es ja auch nicht das sich jemand das Bein abnehmen lässt, nur weil er angst davor hat, es sich zu brechen…

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    • Mona sagt:

      Der Patient bestimmt über seinen eigenen Körper, natürlich muss der Arzt trotzdem nicht alles mitmachen, der hat ja ein eigenes Wissen und Gewissen, hoffe ich.
      Ist das wirklich so, dass in Deutschland eine 29-jährige nicht so leicht einen Arzt finden, der sie sterilisiert? Es muss doch genug Ärzte geben, die der gleichen Meinung sind, dass man sich sterilisieren lassen können sollte, wann man will als erwachsene Person.

      Ich find es witzig bei 29 „zu früh“ zu schreiben. Was wär denn nicht zu früh? Mit 60?🙂

      Ich selbst mag operative Eingriffe nicht. Jede OP die ich hatte, hab ich versucht so lange wie möglich hinauszuschieben bis es die einzige Option war. (Stimmt nicht ganz, ich hatte mal einen freiwilligen Kiefer-Eingriff, weil die Alternative für mich selbst das Problem nicht gut genug gelöst hat.) Ich kann deswegen nur so halb nachvollziehen, wieso jemand sich sterilisieren lässt, wenn man Kondome oder irgendwas von den vielen anderen Verhütungsmitteln benutzen könnte. Das soll trotzdem jede*r entscheiden, wie er/sie für sich will, weil ich selbst ja auch frei entscheiden möchte über meinen Körper und mir da keiner in die Entscheidung reinreden soll, außer er will mir Informationen oder eigene Erfahrungen erzählen.

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  11. david sagt:

    Ich dachte nach dem ersten Panel („total schwierig, weil es keiner machen WILL“), die Pointe bezieht sich am Ende auf die Entscheidung des Arztes, der medizinisch nicht-indizierte Sterilisationen für junge Frauen nicht in seinem Leistungskatalog hat.

    Hatte vor kurzem eine Diskussion mit einer Feministin, die unter „Pro-choice“ tatsächlich verstand, dass die geltende Gewissensfreiheit von Gynäkologinnen und Hebammen (also Menschen die sich dazu haben ausbilden lassen, Leben zu retten und zur Welt zu bringen), NICHT zum Töten von Ungeborenen gezwungen werden zu können, doch schnellstmöglich abgeschafft gehört.

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  12. zauberweib sagt:

    Der Comic bringts wunderbar auf den Punkt! Ich dank dir dafür.

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  13. Liesel sagt:

    Es gab auch schon früher Fälle, bei denen die Menschen versuchten auf Nachwuchs zu verzichten. Meist hatten sie dabei einen religiösen Hintergrund. Damit einher ging dann in der Regel der Verzicht auf Sex.
    Heute gibt es eben auch Menschen die auf Nachwuchs verzichten wollen. Dank moderner Medizin, muss man dann aber nicht auf Sex verzichten.

    Es bringt jetzt auch nichts irgendwelche finanziellen Aufstellungen zu machen, was nun wirtschaftlich günstiger ist (Kinder in die Welt setzen oder später eine Pflegekraft bezahlen). Wahrscheinlich ist am günstigsten sowieso in die Rentenkasse einzahlen und mit Eintritt der Rentenzahlung Suizid zu begehen.

    Viel interessanter ist da die Tatsache, dass sich die Haltung „ich/wir wollen keine Kinder“ niemals in großen Umfang durchsetzen lässt, da sie immer mit den Protagonisten zwangsläufig „ausstirbt“. Nicht-Kinder-Kriegen kann man nicht vererben.

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    • St. Elmo sagt:

      Der Verzicht auf Nachwuchs hatte früher wie heute sehr oft wirtschaftliche oder moralische Gründe.

      Und das heutige nicht verzichten auf Sex hat nichts mit „moderner Medizin“ zu tun.
      Denn so jung sind diverse Verhütungsmittel auch nicht mehr, das (Gummi)Kondom gibt es seit über 100 Jahren, die Pille auch schon seit 55 Jahren (im vergleich Penicillin gibt es seit ca. 76 Jahren).

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  14. RW sagt:

    > „Nicht-Kinder-Kriegen kann man nicht vererben.“

    In gewisser Weise halt eben doch.

    Ich sage gleich vorneweg, daß ich keiner aus der „Gender-Fraktion“ bin, und Behauptungen wie „Geschlecht ist nur sozial konstruiert“ halte ich für Blödsinn. Das heisst aber nicht, daß alles in unserem Leben genetisch vererbt ist.

    Wir sind nunmal soziale Tiere, und Kinderlosigkeit wirkt sich definitiv auf eine Gesellschaft aus. Natürlich nicht auf die eigenen Kinder, die ja dann nicht vorhanden sind. Aber auf andere Leute, die sehen daß Kinderlosigkeit halt eben doch massive Vorteile mit sich bringt, und von denen dann viele ebenfalls kinderlos bleiben, und andere anstatt 4-5 Kinder nur 1-2 Kinder in die Welt setzen. Das ist eine Art von Vererbung. Nicht über harte DNA, sondern über gesellschaftliche „Meme“.

    Eigentlich haben wir die letzten 50 Jahre wunderbar gesehen, wie sich in der westlichen Gesellschaft das „Mem“ Kinderlosigkeit bzw. ‚Kinder ja aber bitte nur wenige davon‘ einen massiven Siegeszug gegenüber dem konkurrierenden „Mem“ Großfamilie durchgesetzt hat.

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    • Liesel sagt:

      Andererseits gibt es aber auch noch Ecken, wo sich das „Mem“ Großfamilie immer noch am Leben hält und sich „vererbt“. Das spannende ist doch dass, wir inzwischen in der Generation 2 oder 3 nach der Generation mit den 4 oder 5 Kindern in der westlichen Gesellschaft sind. Inzwischen sind eben einige bei „0 Kind“ angekommen. Wer weiß wie es dann in 70 Jahren aussieht. Dann könnte es eben auch sein, dass die „Mem Kinderlosigkeit“ ausgestorben ist und die „Mem“ Großfamilie immer noch existiert.

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      • RW sagt:

        Nun, wir werden sehen. Evolution – egal ob jetzt über Gene oder über Meme – verläuft ungeplant und ziellos. Leben geht weiter, so oder so. Im Extremfall ohne uns Menschen, was solls (wird aber wohl so schnell nicht passieren)

        Ich halte es aber für interessant, wie schnell der Übergang von Großfamilie zu Kleinstfamilien passieren kann. Was vielen Leuten nicht bewusst ist: Im Iran ist die Geburtenrate innerhalb einer Generation von 7 Kindern pro Frau (noch Anfang der 80er) auf inzwischen unter 2 Kinder pro Frau zusammengebrochen.

        Also Gesellschaften aus traditionellen Großfamilien sind keine Garantie dafür, daß das auf ewig so bleibt. Wenn Kinderlosigkeit erhebliche Lebensvorteile mit sich bringt, dann werden die 5 Kinder aus der Großfamilie ganz schnell ihre Reproduktionsrate massiv reduzieren.

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        • Liesel sagt:

          Wobei man eben auch immer die Umstände betrachten muss. Früher waren auf Grund der höheren Sterblichkeit (Krankheiten, Kriege) schon mal mehr Kinder notwendig um eine entsprechende Population zu gewährleisten.
          Und im Falle Iran wäre es interessant mal zu erforschen, ob da nicht auch die politische Entwicklung einen entscheidenen Beitrag geleistet hat. Es gab ja auch in der DDR nach der Wende einen deutlichen Geburtenrückgang auf Grund ungewisser Zukunftsaussichten.

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        • St. Elmo sagt:

          Die Kinderzahl pro Frau in einer Gesellschaft hängt meist an vielen verschiedenen Faktoren.
          z.B.:
          Religiosität/Tradition, Anteil der berufstätigen Frauen, Wohlstand (incl. Sozialversicherungen), medizinische Versorgung, Verfügbarkeit von Verhütungsmitteln, Bildungsniveau usw.

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          • nessii sagt:

            Nur ein kurzer Einwurf dazu: In der DDR gab es wesentlich mehr berufstätige Frauen als im Westen, trotzdem war die Geburtenrate deutlich höher. Lag aber auch daran, dass es günstige Kita-Plätze gab und es allgemein Usus war, nach einem Jahr Mutterschaftsurlaub wieder in den Beruf einzusteigen.

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  15. Steffen sagt:

    An alle, die die Entscheidung, keine Kinder zu wollen, kritisieren, weil sie egoistisch ist: Ja, sie mag egoistisch sein. Aber seid Ihr wirklich der Meinung, jemand, der keine Kinder haben will, sollte trotzdem welche bekommen, aus Solidarität mit der Gemeinschaft, für die Rentenkasse, für das Fortbestehen der Menschheit oder was auch immer? Klar, früher war das so, man setzte Kinder in die Welt, um das Überleben der Familie zu sichern. Aber ist das noch zeitgemäß? Sollte nicht der einzige Grund, ein Kind zu zeugen, derjenige sein, daß ein Paar sich von ganzem Herzen eines wünscht?

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    • IULIUS sagt:

      Nein, ich bin der Meinung man sollte genau wissen was man tut und auch die Folgen seines Handelns oder Nichthandelns kennen. Vor allem sollte man aufhören Gründe zu erfinden.

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      • ju chan sagt:

        Ich bezweifle, dass sich heutzutage Leute dazu entschließen ein Kind zu bekommen um der Gesellschaft einen Dienst zu tun….

        Und um auf die Gründe zurück zu kommen: Was außerhalb der von vor mantrenartig beschwörten Apokalypse des Sozialsystems sind für Dich persönlich IULIUS Gründe Kinder zu bekommen? Und welche Folgen haben Deine Entscheidungen? Und weshalb kannst Du davon ausgehen, dass sich alle Menschen mit Kindern ihrer Auswirkungen bewusst sind und Menschen ohne Kinder nicht? Was ist eigentlich mit Alleinerziehenden?

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        • flyingtoaster sagt:

          Ich denke der Hauptgrund Kinder zu bekommen, ist selbst erwachsen zu werden.

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          • IULIUS sagt:

            Ich habe nie behauptet wegen des Sozialsystems meine Kinder gezeugt zu haben. Müßte mir ein Fuß und weiteres fehlen…. Flyingtoaster hat es im Grunde auf den Punkt gebracht. Kinder zu bekommen hat etwas mit notwendiger Reife und Erwachsen sein zu tun, auch wenn viele ins kalte Wasser befördert werden.

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            • ju chan sagt:

              Wo habe ich das behauptet? Davon abgesehen bist Du leider auch generell sehr wenig auf meine Fragen eingegangen. Schade.

              Ein letztes Gedankenexperiment: Was ist, wenn sich jemand zu gegebenem Zeitpunkt entscheidet keine Kinder in die Welt zu setzen. Aus finanziellen Gründen (z.B. noch in der Ausbildung oder gerade erst fertig, ergo noch keine gesicherte Existenz oder chronische Krankheit, deren Therapie kostenintensiv ist), aber auch weil sich die Person der Verantwortung bewusst ist und sich daher z.Z. gegen Kinder entscheidet, jedoch nicht sagen kann, ob sich jemals ein Kinderwunsch einstellt. Ist diese Person unreif, weil sie die Folgen einer solchen Entscheidung nicht nur für das Kind sondern auch für das eigene Leben abwägt? Was ist, wenn entsprechende Partner fehlen und fürchtet überfordert zu sein? Was ist, wenn sich diese Zustände fortsetzen und die Person feststellt, dass sie nun zu alt sei? Sind diese Leute unreif, weil sie sich ernsthafte und rationale Gedanken machen?

              Natürlich wächst man mit seinen Aufgaben. Aber ein Kind ist die letzte Person, die für ihr Leben verantwortlich ist. Ich freue mich für jeden, der glücklich als Elternteil ist. Ehrlich. Mir persönlich ist es egal ob sich jemand für oder gegen Kinder entscheidet und warum. Aber trotzdem kann ich doch probieren völlig neutral nachzuvollziehen was die Gründe für eine Entscheidung ist, ob ich damit übereinstimme oder nicht, ist doch ebenfalls völlig unerheblich.

              Ich werde mich an dieser Stelle aus der Diskussion verabschieden, gute Nacht.

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              • IULIUS sagt:

                @ju chan,
                es bringt nichts, wenn man sich über allgemenie Gesetzmäßigkeiten unterhält und dann sich in den Sonderfällen verzettelt.

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                • sharkathotep sagt:

                  Sonderfälle? Sehr viele Leute entscheiden sich nicht weil sie lieber Party machen wollen gegen Kinder, ob du’s glaubst oder nicht. Bei sehr vielen Leuten stehen solche Überlegungen im Vordergrund. Ich würde sogar behaupten, bei den meisten. Man kann natürlich trotz finanziellen Engpasses Wunschkinder kriegen und dem Staat auf der Tasche liegen, oder weil man eben WILLLLL mit 19, 20, aber manche Leute sind eben so verantwortungsbewusst, es nicht zu tun, weil sie einsehen, dass sie ihrem Kind nichts bieten können, bzw. weil sie wissen, dass ein Kind kein Hamster ist, der eine Lebenserwartung von höchstens 3 Jahren hat, dem man bloß ab und zu den Käfig ausmisten und Futter reinlegen muss.
                  Ich glaube langsam, du widersprichst um des Widersprechens willen.

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                  • IULIUS sagt:

                    Warum ist nur der Verantwortungsbewußt, der sich entscheidet keine Kinder zu bekommen?

                    Interessant finde ich immer die These Kindern etwas bieten zu müssen. Kinder sind erst einmal über ihre natürlichen Bedürfnisse hinaus ziemlich anspruchslos. Egal was Du ihnen gibst. Sie werden immer eine Möglichkeit finden damit zu spielen. Kinder spielen auch lieber mit Kartons, als mit hochteurem pseudo pädagogischem Spielzeug. Kinder wollen Zeit mit ihren Eltern verbringen. Das ist das höchste, was man einem Kind geben kann.

                    Meine Kinder haben liebend gerne mit Druckerpapier, Schere und Tesafilm gespielt. Sie haben daraus ganze Städte gebaut. Kostenfaktor: Schere, Papier und Tesafilm war vorhanden. Der Verbrauch lag im Centbereich.

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                    • sharkathotep sagt:

                      Projiziere nicht deine Einstellung auf mich, wenn du mit Argumenten nicht mehr weiterkommst. Ich habe nicht gesagt, dass nur Leute, die sich gegen Kinder entscheiden, verantwortungsbewusst sind. Wo liest du das heraus? Du bist derjenige, der schwarz-weiß denkt.
                      Und Kinder sind anspruchslos? Das glaubst du ja wohl selber nicht. Höchstens wenn sie von der Welt völlig abgeschottet werden. Kennst du viele Kinder, die so sind, wie angeblich deine?
                      Und manche Leute wollen ihrem Kind eben mehr bieten. Sie wollen, dass es sich zum Beispiel während des Studiums nicht bis zum Herzinfarkt abrackern muss, damit es die Studentenbude und das Essen bezahlen kann, und sie wollen nicht, dass es mit einem abzuzahlenden Kredit ins Berufsleben einsteigen muss.
                      Man kann darüber streiten, ob das besonders verantwortungsbewusst ist, aber ich sehe nicht, wo das eine Ausrede oder ein egoistischer Gedankengang ist.

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            • nessii sagt:

              Das klingt, als würden sich die Leute, die sich bewusst gegen Kinder entscheiden, weigern erwachsen zu werden. Und das sehe ich zumindest nicht so.

              Ich bin 26 und will selbst keine Kinder. Das ergibt sich bei mir daraus, dass ich niemals ein Kind allein großziehen wollen würde. Gleichzeitig will ich aber – aus persönlichen Gründen – keine Beziehung eingehen mit irgendwem oder gar mit jemandem zusammenwohnen. Da sich diese beiden Prämissen gegenseitig ausschließen, werde ich keine Kinder haben. Das ist meine Entscheidung und die begründe ich auch so, wenn ich gefragt werde.
              Mir deswegen Unreife zu unterstellen, empfinde ich allerdings als unzutreffend. Ich arbeite einen normalen Bürojob, meine Wochenenden verbringe ich nicht beim Feiern und allgemein bin ich durchaus der Meinung, das Leben eines erwachsenen Menschen zu führen, auch ohne Kinder.

              Was ich allerdings nicht tun würde, wäre mich sterilisieren zu lassen. Das liegt aber schlicht daran, dass die OP medizinisch nicht notwendig ist und ich solche OPs wenn möglich vermeide.

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              • flyingtoaster sagt:

                Ich will, ich will, ich will… klingt extrem erwachsen.

                Ich möchte niemanden überzeugen unbedingt Kinder in die Welt zu setzen. Wer dazu keine Lust oder andere gute Gründe dagegen hat, der soll es einfach lassen.
                Ich habe allerdings ein Problem damit, wenn diese Menschen ihre Entscheidung in einer ziemlich respektlosen Art verteidigen. Das fängt wie auch hier geschehen mit der abwertenden Bescheibung von kleinen Kindern an und hört damit auf seinen hedonistischen Lebensstil Eltern unter die Nase zu reiben. Diese Art macht unsere Gesellschaft kinderfeindlich. Sehr häufig fehlt gegenüber Familien die Toleranz und wenn irgendwo ein Kindergarten eröffnet werden soll, dann machen die Anwohner mehr Theater als würde denen ein Kernkraftwerk vor die Tür gesetzt.
                Es ist falsch, dass eine wirtschaftliche Kosten/Nutzen-Rechnung bisher kinderloser Menschen ausgeht, denn es bedeutet nichts anderes als dass externe Kosten nicht eingepreist sind. Außerdem es kann auch dazu führen, dass Menschen mit Kinderwunsch deshalb diesen nicht realisieren.

                Ich glaube das größte Problem ist, dass wir uns zu lange Zeit für Nachwuchs lassen und denken es gäbe einen richtigen Moment Kinder zu bekommen. Egal um was es geht, es gibt nie einen richtigen Zeitpunkt.
                Eigentlich ist während eines Studium der ideale Zeitpunkt für das erste Kind, denn Eltern werden nie mehr so einfach Ausbildund/Beruf mit der Erziehung eines vereinbaren können, wie zu dieser Zeit. Ist man dann voll im Beruf ist das Kind alt genug sich eine gewisse Zeit alleine zu beschäftigen und es kann sogar bei der Betreuung des nächsten Kinds helfen.

                Ich gehöre noch einer Generation an, wo vermutlich mindestens 50% inkl. mir selbst nicht auf der Welt wären, hätten die Frauen „gewollt“. Es ist einfach passiert und irgendwie haben die Mütter und Väter damals ziemlich gut den Eindruck vermitteln können, dass Kinder großziehen einfach so nebenbei läuft. Es gab weder großes Theater um irgendwelche Erziehungsfragen, noch wurden die Kinder völlig überbetreut. Früher wurden die Kinder von den Großeltern oder wechselseitig mit den Kindern befreundeter Mütter betreut, bis sie dann in den Kindergarten kamen. Heute höre ich so oft Klagen von Großeltern, dass sie ihre Enkel zu wenig bis gar nicht für sich alleine für sich haben, weil die Tochter die Kinder nicht aus den Augen lassen kann. Früher war es die absolute Ausnahme, dass Kinder zur Schule gebracht wurden, heutzutage ist morgen auf Schulparkplätzen das reine SUV-Verkehrschaos.

                Ich höre lieber auf.

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                • MiSa sagt:

                  „Ich will, ich will, ich will… klingt extrem erwachsen.“

                  Und „ich will ein Kind“ klingt erwachsener?

                  Zum Glück leben wir heute in einer Welt, in der wir (größtenteils) selbst bestimmen können, ob wir Kinder kriegen wollen oder nicht. Es ist in beiden Fällen eine freie Entscheidung, und es ist in beiden Fällen eine egoistische Entscheidung.

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                  • flyingtoaster sagt:

                    Früher war es eben häufig keine Entscheidung, sondern ist einfach passiert. Diese Wunschkind-Erwartungen sind eigentlich kontraproduktiv.

                    Das mit dem Wille und der Selbstbestimmung ist so eine Sache, denn Menschen sind erfahrungsgemäß nicht sehr gut darin die Konsequenzen ihrer Entscheidungen abzusehen.
                    Das führt dann oft dazu, dass Menschen die negativen Konsequenzen ihrer Entscheidungen bedauern oder sich schönreden und kompensieren, z.B. durch einen absurden Konsum.
                    Leider geht das auch sehr häufig mit einer negativen Haltung gegenüber den Menschen einher, die sich anders entschieden haben. Wer sich gegen Kinder entscheidet, braucht sich dafür zumindest nicht auf die Schulter zu klopfen und so zu als ob er den Stein der Weisen gefunden hat. Man ist schlicht nicht bereit Verantwortung zu übernehmen. Das billige ich jedem zu, aber man braucht nicht stolz drauf sein. Das ärgert mich ähnlich wie Leute, die stolz erzählen, wie sie sich vor der GEZ drücken, o.ä.

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                    • Mona sagt:

                      Tun das die Leute?
                      „Wer sich gegen Kinder entscheidet, braucht sich dafür zumindest nicht auf die Schulter zu klopfen und so zu als ob er den Stein der Weisen gefunden hat. Man ist schlicht nicht bereit Verantwortung zu übernehmen. Das billige ich jedem zu, aber man braucht nicht stolz drauf sein. Das ärgert mich ähnlich wie Leute, die stolz erzählen, wie sie sich vor der GEZ drücken, o.ä.“

                      Vielleicht kommt es dir nur so vor, weil die Leute glücklich sind ihre eigene Entscheidung zu treffen, die für sie persönlich gut passt? Ich kann mir nicht vorstellen, dass man irgendwie stolz sein kann, wenn man sich gegen ein Kind entscheidet oder den Rundfunkbeitrag boykottiert. Ich kann mir vorstellen, dass man glücklich sein kann, dass man für sich selbst eine gute Entscheidung getroffen hat. Nur weil man selbst mit der Entscheidung zufrieden ist, heißt es doch nicht, dass man erwartet, dass andere das toll finden oder auch die gleiche Entscheidung treffen sollen.

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                    • sharkathotep sagt:

                      „Das ärgert mich ähnlich wie Leute, die stolz erzählen, wie sie sich vor der GEZ drücken, o.ä.“

                      Dankeschön. Sehr freundlich. Du vergleichst also jemanden, der keine Kinder haben möchte mit einem Kriminellen. Es wird immer besser.
                      Geht es eigentlich bei diesem Thema auch irgendwie sachlich, oder muss man derartig widerwertig argumentieren?

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                    • IULIUS sagt:

                      Ich glaube den Vergleich mit dem Kriminellen hast Du gebracht. Das ist natürlich hoch sachlich.😉

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                • nessii sagt:

                  Da das direkt unter meiner Antwort steht, gehe ich davon aus, dass dein Text auf mich bezogen war. Ich habe jedoch in keinster Weise Kinder in abwertender Weise beschrieben oder mich über die Elterngeneration lustig gemacht. Ich habe nur meine Gründe dargelegt. Und ich empfinde das Ausdrücken meiner persönlichen Lebensvorstellungen mit „ich will“ nicht als unreif.

                  Und zum Thema Großeltern: Das Problem ist selten, dass die Mütter überfürsorglich sind sondern schlicht die Tatsache, dass man heutzutage oft jobbedingt weit weg zieht. Meine Mum ist bspw. von ihren Eltern über 200km weggezogen (mein Vater von seinen immerhin noch 50km) und ich lebe inzwischen 350km entfernt. Wie sollten mir meine Eltern beim Großziehen der Kinder helfen, wenn sie so weit weg sind??

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                  • flyingtoaster sagt:

                    Bei den vielen Kommentaren ist es schwierig eine Linie zu halten, weil mir einfach so viele Gedanken durch den Kopf gehen. Tatsächlich bezog ich mich bei der abwertenden Beschreibung von Kindern auf Kommentare davor.

                    Bei deinem Kommentar stand vor meinem geistigen Auge am Ende „ich will“ und „ich will“ ist für mich generell ein Zeichen von Unreife, wenn es einen Willen ausdrückt, der nur eine Einschränkung von Möglichkeiten ist. Es verlangt keiner von dir zu sagen, ich mach dies und das oder lass es sein, damit ich irgendwann mal Kinder haben kann.
                    Es geht gar nicht darum, dass du nicht gute Gründe haben kannst, keine Kinder zu bekommen und niemand zwingt dich dazu, aber ich verstehe nicht, warum man sich aktiv dagegen entscheiden muss.
                    Du bist 26 und dein Leben wird noch viele unerwartete Wendungen nehmen, da ist es gut mental frei zu sein und nicht erst eine Entscheidung revidieren musst.

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                    • Mona sagt:

                      Ich verstehe es noch nicht, wieso „Ich will“ unreif sein soll.

                      Ich sage auch extrem oft „ich will“ und mein Freund mag es nicht, er korrigiert mich dan immer zu „ich möchte“. Ich hab halt eine starke Willenskraft und erreiche damit Ziele. Ich finde es auch gut, wenn Menschen wissen, was sie wollen und was sie nicht wollen, egal wie alt sie sind. Mit Argumenten kann man mich immer vom Gegenteil überzeugen und ich entscheide mich dann doch etwas anderes zu wollen. Wenn eine frühere Entscheidung nicht zu revidieren ist, ist es halt so. Ich stehe zu meinen Entscheidungen, es gab ja Gründe wieso ich so entschieden habe.

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          • Leon sagt:

            Hm, das ist ein bisschen so, wie manche Leute Psychologie studieren in der Hoffnung, ihre eigenen Macken damit in den Griff zu bekommen.

            Das funktioniert nicht.

            Und Du wirst auch nicht schlagartig erwachsen, wenn Du ein Kind hast.

            Ganz im Gegenteil: Du solltest Dich erst für ein Kind entscheiden, wenn Du zu einer reifen, erwachsenen Person geworden bist.

            Unter unreifen Eltern leidet so ein Kind am meisten, es kann ja absolut nichts dagegen tun.

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            • IULIUS sagt:

              Ein Kind leidet nciht unter unreifen Eltern, zum einen Eltern die wachsen im allgemeinen mit den Aufgaben, zum anderen die Kinder haben viel Raum zum experimentieren. Voraussetzung natürlich, die Kinder werden nicht vernachlässigt. Das wiederum hat nichts mit Unreife zu tun.

              Kinder leiden unter Eltern, die den gesamten Lebensweg ihrer Kinder bestimmen wollen, die ihren Kindern keinen Raum zur eigenen Entwicklung lassen.

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            • flyingtoaster sagt:

              Du hast natürlich recht, ein Kind bekommen um erwachsen zu werden funktioniert natürlich eher nicht.

              Mein Kommentar entstand aus meiner Beobachtung im Bekanntenkreis, dass Menschen egal welchen Alters erst „erwachsen“ sind, wenn sie eigene Kinder haben.

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  16. Balrog sagt:

    Ich finde die Spitze am Ende nicht spitz genug. Denn mal angenommen, die Damen sind alle im gleichen Alter, so haben die zwei im Comic ihre Kinder mit 22-25 bekommen. Um das wirklich auf die Spitze zu treiben müssten die ihre Kinder auf Wunsch mit 14-18 bekommen haben.

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  17. EinFan sagt:

    Autobiografischer Comic?

    Die Kritik im Comic ist natürlich richtig, das Argument „zu Jung für eine solche Entscheidung“ ist Käse.

    Abgesehen davon ist das Thema extrem spannend, da es DIE Lebensentscheidung überhaupt ist. Wenn wir alle religiösen oder philosophischen Aussagen zum „Sinn des Lebens“ weglassen, bleibt nur eins übrig: Wir leben und sind da um das Leben weiterzugeben. Wenn sich jemand dagegen entscheidet, dann kommt sofort der Gedanke, dass das doch irgendwie nicht richtig sein kann.

    Im Kern ist es eine reine emotionale Entscheidung, die man rational nicht beeinflussen kann. Wenn man den Kontext nur groß genug fasst (Weltbevölkerung bzw. Erde in 5 Milliarden Jahren) ist es komplett egal, ob sich eine Person nun fortpflanzt oder nicht.

    Emotional ist es aber (aus eigener Erfahrung) so, dass man die Entscheidung für Kinder danach mehr und mehr für richtig hält. Das ist so wie Schwimmen lernen. Schwimmen lernen ist doof. Klar kann man sich entscheiden, dass sich nicht anzutun. Wenn man erst einmal Schwimmen kann, merkt man, dass das albern war.

    Das ist der Grund, warum ich dann gerne diskutiere, weil ich nicht möchte, dass ein anderer Mensch, wenn es biologisch zu spät ist, seine Entscheidung bereut, nur weil er noch nicht alle Informationen hatte.

    Aus der Sicht eines Papas die eigenen emotionalen Gründe, warum ich die Entscheidung für Kinder im Nachhinein gut finde:
    – Ungeahnte Glücksgefühle. Wenn Deine Tochter Dich so fest sie kann umarmt und sagt, dass sie Dich liebt, und Du sie im Innersten auch über alles liebst, dann kann da keine Erfahrung aus der Zeit vorher mithalten. Perfekter Clubabend? Toller One-Night-Stand? Super Abendessen? Pfff.
    – Spaß. Männer werden ja nicht erwachsen, nur älter. Mit den Kindern zu Zocken oder ins Kino zu gehen oder oder oder macht Laune.
    – Unsterblich sein. Ist rational betrachtet sicher falsch, aber durch meine Kinder leben meine Gene weiter und durch das, was ich ihnen beibringe, auch meine Erfahrungen und Weisheiten. Irgendwann bin ich mal ein Punkt in einem Stammbaum. Ohne Kinder ist nach dem Tod nichts mehr da.
    – Mit dem Leben abgeschlossen haben. Das ist natürlich geraten, aber ich denke auf dem Sterbebett werde ich nicht das Gefühl haben, mein Leben vergeudet zu haben.

    Good read: die Lunarbaboon Comics

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    • RW sagt:

      > „Emotional ist es aber (aus eigener Erfahrung) so, dass man die Entscheidung für Kinder danach mehr und mehr für richtig hält.“

      Völlig neutral und ohne Wertung berichtet: In meinem Bekanntenkreis beobachte ich halt eben auch anderes.

      Einerseits gibt es in meinem Bekanntenkreis wirklich Familien, wo sich das Kinderglück eingestellt hat und die Entscheidung Kinder zu bekommen die perfekte Lebensentscheidung war.

      Aber andererseits – und das darf nicht ignoriert werden – gibt es Eltern die es bereuen Kinder bekommen zu haben. Eine befreundete Mutter mit einem 8-jährigen z.B. hat mir mal im Vertrauen gesagt, daß sie kinderlos bleiben würde, könnte sie sich nochmal entscheiden (und das Kind war damals ein Wunschkind). Ich kenne Väter denen man regelrecht ansieht, wie unglücklich sie mit ihrer Situation sind. Ich kenne Eltern die mir gesagt haben daß sie auf mich und meine Partnerin neidisch sind. (wir haben keine Kinder)

      Ich fürchte daß es leider eben nicht automatisch so ist, daß man die Entscheidung für Kinder mehr und mehr für richtig hält. Das gibt es, ja, aber es ist kein Automatismus.

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    • St. Elmo sagt:

      – Umarmen –> Wenn die lieben kleinen dann in er Pubertät sind würde man alles dafür geben das sie einen nochmal so in den Armen nehmen, wie damals als sie klein waren.
      – Spaß –> Bis den Kindern dann „der Alte“ total peinlich ist.
      – Unsterblichkeit –> Das Problem, ob nach dem Tod nichts mehr da ist, kann dir dann egal sein, denn dann bist du tot.

      Kinder sind schon was tolles und kann mir mein leben ohne meins nicht mehr vorstellen, respektiere aber jeden der das nicht will, den Kindern sind keine Glücks oder Zufriedenheits Garantie.

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    • nessii sagt:

      Meine ersten Gedanken zu deinen Gründen gingen ungefähr so:
      1) Umarmen kann ich auch Leute in meinem Alter. Sogar ohne Sex drumrum und ich habe trotzdem (bzw. eher deswegen) Spaß dran und fühle mich dabei sehr wohl.
      2) Das kann ich auch mit Freunden machen. Mit denen kann ich auch die Filme schauen, die mich interessieren und nicht nur welche mit FSK 6.
      3) Okay, daran habe ich kein Interesse. Ich bin jedes Jahr überrascht, dass ich es tatsächlich geschafft habe, so lange zu leben (und ich bin gerade mal 26).
      4) Ich fühle mich aktuell absolut nicht, als würde ich mein Leben vergeuden. Ich gehe meinen Hobbys nach, ich arbeite (um meinen Hobbys nachgehen zu können ^^) und ich habe viel Freude am Leben. Ich wüsste nicht, warum ich dafür Kinder brauchen sollte.

      Versteh mich bitte nicht falsch, ich möchte dir dein Glück auf keinen Fall schlechtreden. Ich möchte nur aufzeigen, dass nicht jeder das anstrebt, was du erreicht hast (bzw. dass man es auf andere Weise ebenfalls erreichen kann, wenn man das möchte) und man auch sorum glücklich sein kann.

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      • St. Elmo sagt:

        Geht beides.

        Ist ja nicht so, dass wenn man Kinder hat, man plötzlich über Nacht erwachsen wird und nur noch ernst ist und keinen Spaß mehr hat und sein altes Leben aufgeben muss.

        Prioritäten verschieben sich weil man jetzt Verantwortung für das Kind tragen muss, aber man hat ja noch weiterhin die Möglichkeit Auszugehen, den Hobbys zu fröhnen usw.

        Es sagt ja auch niemand das ohne Kinder keine Freude am Leben haben kann,
        Es ist eher so dass wenn man Kinder hat verschiebt sich oft die Perspektive und die Wertmaßstäbe, von dem was wichtig ist und was unwichtig ist im Leben.

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  18. chio sagt:

    Ich (m,40) habe mich mit 27 vasektomieren lassen, bin mit der Entscheidung von damals weiterhin mehr als zufrieden.
    Der Arzt führe nur ein intensives Gespräch mit mir und verlangte das der eingriff frühestens 3 Wochen nach diesem stattfindet, damit ich Zeit habe mich der Konsequenzen bewußt zu werden.
    Einen starken Kinderwunsch hatte ich noch nie und als ich merkte was mit den Scheidungsvättern passiert und wie oft Kinder ungeplant entstehen, war die Entscheidung klar.
    Es ist sehr befreiend sich keine Gedanken um Verhüttung machen zu müssen.

    Ja, ich zahle den höhsten Steuersatz, erhöhte Pflegeversicherung, in der GKV die Kinder der anderen mit – egal. Ist in Ordnung.
    Mich wundert es nur, warum ich ohne Probleme akzeptieren kann, dass sich jemand für Kinder Entscheidet, die Kindervollen (?), Bekinderteten(?) (Gegenteil von Kinderlosen) damit aber ein Problem haben, das ich Kinderlos bleben möchte.
    Es hat was von „wenn ich Leide dann sollen die anderen gefällichst auch Leiden“

    Und für Rente, ja da lege ich Geld bei Seite und ich erwarte auch, dass Kinder anderer Leute mich Pflegen. Genauso wie ich von meinem Mechaniker erwarte, dass er gegen Geld mein Auto wartet und so wie meine Kunden von mir erwarten, dass ich gegen Geld Ihnen meine Dienstleistung erbringe,

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    • flyingtoaster sagt:

      Ich frage mich auch immer, warum mich Menschen so schief angucken, wenn ich sage, dass ich gerne arbeitslos bin und in den Tag hineinlebe. Ich bekomme mein Hartz-4, mach noch nach Lust und Laune ein paar „Nebenbeigeschäfte“ (hab ja genug Zeit) und habe an sich ein super Leben.
      Ich finde normales Arbeiten einfach scheiße, morgens früh aufstehen, sich in den Berufsverkehr begeben, 8 Std. im Büro sitzen und dann wieder im Berufsverkehr nach Hause und dort gerade noch die Sachen erledigen, damit man wieder arbeitsfähig für den nächsten Tag ist. Ne, nicht mein Ding.
      Ich bin sowieso der Meinung, dass bei uns viel zu viele Menschen viel zu viel arbeiten.
      Eigentlich müsste ich nur noch einen Arzt finden, der mich arbeitsunfähig operiert, damit ich nicht ständig zur Arge muss. Aber gut, dass erledigt wohl hoffentlich der Alkohol für mich.

      Ich finde es toll, dass wir in einer Welt leben, wo jeder so leben kann, wie er will.

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      • IULIUS sagt:

        Das kann ich auch nicht verstehen.

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      • Leon sagt:

        Also, wie jemand damit zufrieden sein kann, mit Hartz 4 in den Tag hinein zu leben, habe ich noch nie verstehen können.

        Wohlgemerkt: Dass es das für Notfälle gibt, finde ich richtig, und ich finde es sogar zu wenig.

        Dass es aber tatsächlich Menschen gibt, die sich damit auf Dauer einrichten können, geht mir einfach nicht in den Kopf.

        Dir muss doch zuhause die Decke auf den Kopf fallen?

        Woraus beziehst Du denn Dein Selbstwertgefühl? Mit wem kommunizierst Du, wenn Du den ganzen Tag zu Hause hockst?

        Arbeit ist doch sehr viel mehr als nur Geld verdienen, was fordert Dich denn noch, was regt Dich geistig an, wenn Du keine Arbeit suchst?

        Kein Wunder, dass Du Dich in den Alkohol flüchtest, aber dadurch bekommst Du doch auch kein Gefühl für einen Selbstwert.

        Willst Du das denn wirklich für den Rest Deines Lebens so weiter machen?

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        • IULIUS sagt:

          Ich denke, das war lediglich eine provokative Äußerung auf den vorhergehenden Beitrag hin.

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        • flyingtoaster sagt:

          Natürlich war das nur eine ironische Replik auf vorherige Kommentare. Ich gehe (leider) ganz normal arbeiten, wie die meisten anderen auch. Hätte ich allerdings die finanzielle Möglichkeit es lassen zu können, ich würde es tun. Dass Arbeit Selbstverwirklichung sei halte ich für eine Propaganda der Wirtschaft und trifft wohl nur auf die wenigsten Arbeitsverhältnisse zu.

          Wie heißt es so schön, die wenigsten werden rückblickend auf ihr Leben denken, hätte ich doch mehr gearbeitet.

          Wenn sich jemand mit Ende 20 entscheidet sich sterilisieren zu lassen, weil Kinder nichts für ihn sind, dann finde ich das durchaus vergleichbar mit der Haltung, nicht mehr Arbeiten gehen zu wollen, weil Arbeit nicht für einen ist.
          Das wird komischerweise nicht besonders freundlich aufgenommen, denn da entstehen offensichtliche Kosten, während die Erziehungsleistungen von Eltern eben nur indirekt eingepreist sind.
          Da nicht jeder eine Führungsposition haben kann, heißt es für den überwiegenden Teil der Arbeitnehmer ab Mitte 30 EDEKA (Ende der Karriere). Das kann man genauso gut bis Mitte 40 schieben und sich vorher auf Nachwuchs konzentrieren. Reisen ist eine tolle Beschäftigung während des Rentenalters, man muss nicht schon mit 30 durch Langstreckenflüge einen ökologischen Fußabdruck hinterlassen, von dem man 10 Kinder 10 Jahre lang ernähren könnte.

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          • Mona sagt:

            Zum Thema Reisen:
            Man weiß doch mit 30 nicht, ob man das Rentenalter erreicht. Wieso sollte man dann eine Reise, die man sich jetzt ermöglichen kann auf die Rente verschieben? (Ganz unabhängig von den Kindern, die Kinder kann man ja auf die Reise mitnehmen.)

            Das erinnert mich an einige Frauen, die sich teure Kosmetik kaufen, sie so wertvoll finden und sie immer nur zu besonderen Anlässen benutzen. Wenn der besondere Anlass endlich kommt, merken sie, dass das Zeug nicht mehr gut ist und müssen es wegwerfen. Es wär viel sinnvoller, sich einfach jeden Tag etwas zu gönnen, was einen zufrieden macht und nicht alles auf morgen zu verschieben. Es klingt nicht nach einem schönen Leben alles Spaßige aufzuschieben.

            Meine Tante ist auch so ein Mensch: Sie hatte einen großen Korb mit Pflaumen. Statt einfach die besten zu essen und sich dran zu erfreuen, hat sie die besten immer aufgehoben und jeden Tag nur die gegessen, die „weg mussten“, also die schlechtesten. Irgendwann war der Korb leer und sie hat keine einzige schöne Pflaume gegessen, immer nur die schon fast nicht mehr essbar waren. Wir Kinder haben uns natürlich die am leckersten aussehenden geschnappt und nur ihr zu Liebe auch mal paar von denen, die „weg mussten“ gegessen.

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            • IULIUS sagt:

              Deine Tante hat genau das getan, was ein Mensch tut, der mit seinem Essen sparsam umgeht. Auf Ihre Art hat sie die ganze Zeit durchgängig Pflaumen essen können. Hätte sie es anders gemacht, hätte sie nur wenige Tage etwas davon gehabt.

              Mit der Kosmetik: Die Frauen haben sich gefreut etwas besonderes zu besitzen, das sie zu einem besonderen Anlaß nehmen können. Was ist daran so falsch? Sie haben sich jeden Tag freuen können. Das das am Ende unbrauchbar war, ist Pech.

              Daraus kann man schließen,
              Du siehst die Welt aus der Sicht eines Kindes. Alles muß Du sofort haben. Es fehlt Dir das verzichten können, das Aufschieben können, die Weitsicht.
              Man könnte es auch mit dem Leben eines Junkies vergleichen. Der bracht seine Droge auch sofort und kann nicht warten. Was Morgen ist, ist ihm egal.

              Ehrlich gesagt, wer geht denn wirklich davon aus das Rentenalter nicht zu erreichen?

              Versuch mal aus Deiner Sicht rauszukommen. Die Menschen sind nicht unglücklicher, nur weil sie gelernt haben verzichten zu können. Im Gegenteil.

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              • Mona sagt:

                Man kann es daraus schließen, muss man aber nicht.

                Ich kenne genug Menschen, die glauben, das sie das Rentenalter nicht erreichen werden. Sind natürlich nicht die meisten Menschen. Kennst du niemanden, der jünger als du war und schon gestorben ist?

                Wer hat gesagt, dass ich das Verhalten der Frauen mit teurer Kosmetik und meiner Tante nicht auch so mache? Ich finde es nur nicht gut, weil ich nicht weiß, ob ich in 10 Jahren noch lebe oder nicht. Ich weiß nicht, ob ich die Rente erreiche. Ich war schon mehrfach krank. Mir sind schon viele Verwandte gestorben, die nicht mal 50 geworden sind, einige sogar mit unter 30. Man kann nie wissen.

                Aufschieben finde ich schon ok, aber doch nicht um fast sein ganzes Leben. Wenn jemand 25 ist und gern Island anschauen will, dann ist es ok zu sagen „wenn ich so und so viel gespart habe, dann fliege ich dahin, das wird ca. in 1,5 Jahren sein“. Aber ich finde es nicht ok alles aufzuschieben, was einem etwas bedeutet. Dadurch schiebt man sein eigentliches Leben auf. Wozu lebt man, wenn man das Leben verschiebt? Schlafen-Arbeiten-Essen-Schlafen-Arbeiten-Essen… für ein halbes Jahrhundert um als Rentner dann das Leben zu genießen, bekommt man doch nicht hin, weil man in dem halben Jahrhundert schon verlernt hat, wie das geht sein Leben zu genießen statt nur zu funktionieren. Pflaumen aufsparen funktioniert, aber hat nicht viel mit „eine besonders tolle Pflaume“ essen zu tun.
                Manche Menschen haben ein sehr schlechtes Gehalt und wünschen sich Kinder, die schieben die Kinder auf um ein bisschen Ersparnisse zu sammeln und dann stellen sie mit 37 Jahren fest, dass sie jetzt finanziell bereit sind aber es leider nicht mehr funktioniert.
                Bei den Rentnern und der Reise ist es auch so. Es kann sein, dass sie diese Reise, egal weswegen, nicht antreten können. Nicht jeder älterer Mensch ist so fit, dass er eine Reise mitmachen und genießen kann.

                Mir ist das Morgen nicht egal. Mir bringt ein Mal im Leben etwas Schönes machen und es auf später auf die Rente zu verschieben einfach nichts. Mir bringt es viel mehr, wenn ich mir alle paar Tage ein klitzekleine Freude mache. Wenn ich in meinem Berufsleben nur in einem Jahr einen riesigen Erfolg hatte und die anderen 40 Jahre mehr schlecht als recht gelaufen sind, dann geht es mir schlecht. Wenn ich jedes zweite Jahr einen kleinen Erfolg habe, dann geht es mir so viel besser.

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                • IULIUS sagt:

                  Kein Mensch kann wissen, ob er morgen noch lebt. Man geht halt davon aus und nicht daß man morgen Tod sein könnte und dann deswegen etwas wichtiges verpaßt hätte. Wenn ich irgendwann tod sein sollte gehe ich davon aus, daß es mich dann nicht mehr im geringsten interessiert. Wie auch?

                  D. H. ich muß jetzt und in Zukunft klar kommen und ein gesundes Verhältnis zwischen Frustration und Glücksgefühlen finden. Meine Erfahrung ist, daß diejenigen, die großen Glüksgefühlen nachjagen die gleichen sind, die am meisten frustriert sind.

                  Nicht nur einmal habe ich z. B. erlebt:
                  Am 30. gibt es Geld. Das wird abgehoben und innerhalb von 5 Tagen ausgegeben. D. H. die Person hat am 5. eines Monats kein Geld mehr. Nichts zu Essen und nichts zu trinken zu Hause.
                  Für die 5 Tage Geld auf den Kopf hauen schieben die 25 Tage Frust. Ab dem 25. gehen sie täglich manchmal mehrfach an den Geldautomaten, ob schon Geld drauf ist. Logischer Weise nicht. Jedesmal wieder Frust. Den Frust behalten sie ja dann auch nicht für sich…
                  Ist natürlcih ein Extrem. M. E. schon krankhaft. Das wollte ich Dir natürlich unterstellen.
                  Meine Vergleiche sind meist ein wenig drastisch. Sollen auch eher zum Nachdenken animieren, als die Wirklichkeit beschreiben.

                  Ich denke, wenn Du Dich mit Deinem Beruf arangieren kannst macht er auch Spaß. Wenn nicht könntest Du beruflich jeden Tag ein positives Erlebnis haben, ohne daß sich das auf Deine grundlegende Laune positiv auswirkt.

                  Sich alle paar Tage entspannt eine Flasche Bier oder ein Glas Wein zu gönnen bringt Wunder. Wenn es kein Alkohol sein soll, kann man sich auch was schönes kochen. Dazu braucht man nicht immer die besten Pflaumen. Ich denke Deine Tante war glücklich mit ihren Pflaumen, auch wenn ihr ihr die Besten weggegessen habt, vielleicht auch weil ihr die Besten essen konntet.

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                  • Mona sagt:

                    „Am 30. gibt es Geld. Das wird abgehoben und innerhalb von 5 Tagen ausgegeben. D. H. die Person hat am 5. eines Monats kein Geld mehr. Nichts zu Essen und nichts zu trinken zu Hause.“

                    Ich hab keine Erfahrung mit solchen Menschen. Ich kenne eher sparsame Menschen, die mit extrem wenig auch bis zum 28. des Monats kommen, weil sie es dosieren können.

                    Oh, es gibt ja auch die Menschen, die sich monatelang von Nudeln und Ketchup ernähren, nur um sich einen teures Luxus-Auto zu kaufen. Sollen sie das so machen, wenn es ihnen wert ist. Ich dosiere lieber und verzichte auf das große Trara und gehe lieber einmal die Woche oder einmal im Monat essen oder backe mir irgendwas Schönes.

                    Naja, die meisten Menschen machen einfach beides. Die reisen jetzt zwischen 20 und 60 Jahren und dann ab der Rente reisen sie einfach weiter. Oder sie reisen so gut wie nie und reisen später auch nicht.

                    Vielleicht liegt es an meinem Alter, ich kann mir einfach nicht vorstellen, etwas auf die Rente zu verschieben. Wär vielleicht anders, wenn ich jetzt schon 48 oder so wäre. Dann ist die Aufschiebung nicht mehr um fast das ganze Leben, sondern „nur“ um 20 Jahre.

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  19. Sandra Mückel sagt:

    Der alte Kampf zwischen Cortex cerebri und Diencephalon. Für viele ist das Leben mit Kindern einfacher, da sich dann die Frage nach dem Sinn des Lebens erst 25 Jahre später stellt.

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  20. Ein Name sagt:

    Was ein schräge Diskussion. Bei einer Sterilisation werden für gewöhnlich die Eileiter durchtrennt und nicht die Gebärmutter entfernt. Sollte also später der dringende Wunsch entstehen doch ein eigenes Kind zu bekommen, so ist künstliche Befruchtung durchaus möglich.
    Nur „ausversehen“ oder „einfach so“ schwanger werden ist nicht mehr und es ist kostet Geld. Man wird sich also vorher sehr genau Gedanken machen, ob man wirklich Kinder möchte. Das ist sicher nicht das Schlechteste bei einer so weitreichenden Entscheidung, und das sag ich aus der Perspektive eines Kindes, das seit nunmehr gut 35 Jahre an den Folgen überforderter Eltern arbeitet.(Was neben gesundheitlichen Gründen auch zur Entscheidung geführt hat selber keine Kinder haben zu wollen und sich sterilisieren zu lassen)
    Natürlich führt kein Arzt mal so eben eine Sterilisation durch (Ist auch ein OP unter Vollnarkose, das ist bei Männer echt einfacher), man muss ihm schon glaubhaft machen, dass das nicht nur eine leichte, spontane Idee ist und man sich der Folgen bewusst ist. Ich war Mitte 20, hatte da allerdings auch schon 8 Jahre immer wieder den Wunsch geäussert, bereut habe ich das die letzten 20 Jahre nicht, und mit Mitte 40 dürfte das auch durch sein.
    Aber was einem an Vorwürfen aus der Gesellschaft entgegen kommt, wenn man seine „Pflicht“ als Frau nicht nachkommt, ist unter aller Sau – nach wie vor.

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  21. Liesel sagt:

    Und jetzt noch mal der Einwurf von oben, auf das ich gesteinigt werde.😉

    Kinder sind Zukunft und Hoffnung.

    Erzählmirnix fragt oben, was wäre, wenn „keine Frau mehr Kinder kriegt“? Damit würden jegliche Zukunftsanstrengungen der Menschheit mit einem Schlag sinnlos. Warum sich noch um Denkmalschutz, Schutz der Ressourcen, der Natur etc. kümmern. Abfallverwertung, erneuerbare Energien, Verbot der Kernkraft würde einfach niemanden mehr interessieren. Der Kampf gegen die Klimaerwärmung könnte sofort aufgegeben werden, da in spätestens 100 Jahre die meisten Menschen sowieso gestorben wären und ob dann die Erde noch lebenswert ist, würde sowieso niemanden mehr interessieren. Die Menschheit würde anfangen den Planet gnadenlos auszubeuten. Und warum sollten noch irgendwelche Tiere oder Pflanzen überleben, völlig irrelevant. Dann doch lieber einen echten Pelz tragen, so lange man noch kann und natürlich ein Klavier mit echtem Elfenbein.

    Irgendwie drängt sich mir da schon ein Vergleich mit den Impfgegner auf. Die profitieren ja auch davon, dass ein großer Teil der Bevölkerung durchgeimpft ist und so einen guten Impfschutz bietet. So können eben Menschen ohne Interesse an der Zukunft auch gut leben, da es viele andere Menschen gibt, die an die Zukunft (Kinder) glauben und versuchen diesen eine lebenswerte Umwelt zu ermöglichen.

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    • Alien sagt:

      Dann werfe ich mal den ersten Stein.😉

      „Damit würden jegliche Zukunftsanstrengungen der Menschheit mit einem Schlag sinnlos.“

      Sie werden nicht, sie sind es. In spätestens 5 Milliarden Jahren wird diese Erde nicht mehr existieren – wahrscheinlich schon in ein paar Hundert Millionen Jahren unbewohnbar heiß aufgrund veränderter Sonnenaktivität. Selbst wenn Menschen diese Katastrophe überleben, wird das Universum immer kälter und toter. Selbst schwarze Löcher zerfallen mit der Zeit. Übrig bleibt am „Ende“ nur das kalte, tote Schwarz, das von keinem Lichtstrahl mehr durchbrochen wird. Das ist die Zukunft, auf die wir nach bisherigen astronomischen Erkenntnissen zusteuern.

      Ich wünschte, es gäbe irgendeinen „Sinn“. Den gibt es aber vermutlich nicht, wir geben unserem Leben selbst einen Sinn oder denken schlicht nicht darüber nach oder setzen unserem Leben ein Ende. Warum soll ein Kind irgend etwas an dieser Sinnlosigkeit ändern?

      Warum wir uns trotzdem für die Zukunft einsetzen (egal ob wir Kinder haben oder nicht)? Weil es uns ein gutes Gefühl gibt. Das macht es nicht sinnvoller, aber es fühlt sich so an.

      Sorry für den Depri-Kommentar.😉

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      • EinFan sagt:

        „Sorry für den Depri-Kommentar.“ … nein, warum auch. Dein Standpunkt ist ja richtig, und es ist gut, zu Deinem Punkt zu kommen und damit alle möglich „Sinn“-Fragen abzuhaken.

        Dann hat man nämlich Platz für die nächsten Gedanken: „Sinn“ macht Leben nicht. Gibt es also sonst einen Grund oder eine Motivation zu leben? Ja, absolut. Wenn mich jemand theoretisch Fragen würde: Willst Du geboren werden oder lieber nicht? Dann wäre die Antwort: Ja, auf jeden Fall. Da genügen schon einige Glücksmomente um sich für das Leben zu entscheiden. Der erste Kuss, die erste Liebe kommen noch dazu. Das Leben macht Spaß. Egal wie Scheiße alles stellenweise ist, dann gehe ich, esse eine Pizza, trinke Cola und zocke eine Runde Star Craft. Tot ginge das nicht.

        Und wenn mir das Spaß macht, dann will ich auch meinen Kindern die Chance geben das zu erleben. Die goldene Regel der Ethik kann ja auch über die Generationen hinweg gelten.

        Und schon baut sich das ganze Wertemodell auf: Ich brauche Nahrung, Wärme, Sicherheit … ich brauche Geld dafür … ich brauche einen Job dafür … ich brauche eine Ausbildung dafür … und eine stabile Gesellschaft drumrum.

        Und warum? Weil das Leben viel cooler ist als ein lebloser Steinbrocken.

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        • nessii sagt:

          Also ehrlich, wenn ich mir mein Leben so ansehe, hätte ich nix dagegen, wenn ich stattdessen als Spermium in einem Kondom gelandet wäre.

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    • Shark sagt:

      @ Liesel: „Die Menschheit würde anfangen den Planet gnadenlos auszubeuten.“ Anfangen? Was tut sie denn gerade? Alles Umweltschutzaktionen jetzt sind doch, als bemühten sich da ein paar Idealisten mit Schaufeln ein gefährliches Loch zuschaufeln zu wollen, während hinter ihnen zehn Bagger stehen, die in der selben Zeit die hundertfache Menge gefährlicher Löcher graben.

      Die Erde kommt sicher unbeschadeter davon, wenn alle Menschen jetzt entscheiden, sich nicht mehr fortzupflanzen und noch mal richtig die Sau rauszulassen (und sogar noch mal die eine oder andere Atombombe zu zünden.) als wenn die Menschheit noch mehrere Generationen lang so weitermacht wie jetzt mit gigantischer Ausbeutung und Verschmutzung und winzigen Umweltschutzprojekten.

      „Kinder sind Zukunft und Hoffnung“? Ich sehe gerade eine desillusionierte Generation aufwachsen, der die Wirtschaft erfolgreich suggeriert hat, dass Konsum und immer das neuste vom neusten zu besitzen glücklich macht.

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      • IULIUS sagt:

        Menschen kratzen derzeit lediglich an der Oberfläche der Erde. Durchmesser Erde: 12.742 km, tiefstes Loch: 12km. Gerade mal ein Tausendstel. Und die Oberfläche regeneriert sich wieder, bzw. wandelt sich von ganz alleine.

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  22. Uchuu sagt:

    Naja… es mag manche überraschen, aber genauso wie es Menschen gibt die ihre Kinder bereuhen gibt es durchaus nicht wenige die es eben auch bereuhen sich sterilisieren haben zu lassen. Kann man auch googlen. Die umgekehrte Alterspyramide macht uns faktisch Gesellschaftlich auch Probleme – alle Gedanken zu „ich zahl ja in die Rentenkasse ein“ basieren auf einem Mißverständnis der Wirtschaft. Geld ist nur ein Versprechen, Leistung zu erhalten. Wenn es niemanden (oder nicht genug) gibt, die diese Leistung erbringen können wird ist es letztendlich wertlos. (Marktwirtschaftlich steigt der Preis dann erstmal, und der Mangel zu groß wird bricht das Geldsystem in dem Bereich zusammen). Plakativ gesagt: Gibt’s niemanden mehr unter 60 müssen halt die Leute über 60 wieder das Feld beackern gehen oder verhungern.

    Und letztendlich fällt mir vorallem auch eins auf: Für eine behauptete intime Lebensentscheidung höre ich ziemlich öfter das sich Leute beschweren wie es sein kann dass es Ärzte wagen sich nicht gegen ihre eigene Überzeugung rumkommandieren zu lassen (Entscheidungsfreiheit bitte nur für mich und nicht für andere wenn es mir passt) und Aussagen wie im Comic kommen dann meist nur als Reaktion zustande. Ich mein, sieht man ja schon an der Prämisse: Sandra musste scheinbar bei allen darüber jammern (oder sie hat es halt „erzählt“). Man kann dann aber nicht erwarten, dass die anderen Menschen dann dazu keine Meinung haben dürfen. Insbesondere kann man Sterilisation auch als folgenschwerere Lebensentscheidung beurteilen als selbst Kinder zu haben.

    Seht es mal so: Die große Lebensumstellung dabei, Kinder zu haben ist das man zusätzliche Verpflichtungen hat. Zusätzliche Verpflichtungen an andere Menschen – die Kinder anderer Leute – weiterzugeben, nämlich Leistungen zu erbringen die für einen angenehmen Lebensabend sorgen, das ist dann kein Problem…?

    Um mal klarzustellen, wenn sich Arzt und Mann/Frau für die Sterilisation finden dann macht’s was ihr wollt. Man kann bzw sollte niemanden zu Kindern oder selbst der Möglichkeit Kinder zu haben zwingen (allerdings ist man auch nicht zur Mithilfe verpflichtet sowas zu vermeiden).

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    • „Zusätzliche Verpflichtungen an andere Menschen – die Kinder anderer Leute – weiterzugeben, nämlich Leistungen zu erbringen die für einen angenehmen Lebensabend sorgen“

      Jeder Mensch, der heute arbeitet, zahlt bereits für den Lebensabend anderer Menschen. Da nun zusätzlich die Bedingung reinzuschmeißen, dass man auch noch Kinder zu kriegen habe, ist damit unsinnig. Das Problem besteht, aber es liegt nunmal schlicht an einem Rentensystem welches für demographische Veränderungen wie wir sie erleben, ungeeignet war. Daraus nun zu folgern, dass nun alle bitteschön anders zu leben hätten, anstatt das System anzupassen, ist aber wiederum arg fragwürdig.

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      • Mycroft sagt:

        Nun, dazu müssten wir wissen, welches Rentensystem (oder sonstiges System der Altersfürsorge) Sandra befürwortet. Kann ja sein, dass sie mit 29 schon den Entschluss gefasst hat, im Alter in ein Entwicklungsland zu ziehen und sich dort von ihrem Ersparten bis an ihr Lebensende zu leben.

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      • Uchuu sagt:

        Dass du für den Lebensabend anderer Menschen zahlst ist gesamtgesellschaftlich kein Vermögensaufbau, sondern ein Schuldenabbau – eben für die Arbeitsleistung und Versorgung die dir gegenüber erbracht wurde als du noch aufgewachsen bist. Den „Vermögensaufbau“ leistest du erst wieder mit Nachwuchs. Genauso wie deine Vorfahren in dich „investiert“ haben damit du sie im Alter versorgst (heutzutage abstrahiert über Rentenzahlung). Und nochmal: Wenn es keine Menschen unter 60 mehr gibt müsssen wieder Menschen über 60 die Felder beackern oder verhungern. Das einzige Rentensystem dass das lösen könnte wäre eins bei dem sich jeder real und physisch eine Vorratskammer anlegt (und gegen Pflegebedürftigkeit kann man sich auf diese oder ähnliche Weise mit heute technisch möglichen Mitteln fundamental nicht absichern). Solange du das nicht machst nutzt du die Arbeit die andere Eltern in den Nachwuchs gesteckt haben mit. Die monetäre Abstraktion versteckt diesen Zusammenhang, er existiert aber weiterhin.

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        • Mycroft sagt:

          Ja, eben. Wenn Sandra quasi eine abstrahierte Vorratskammer anlegt, indem sie ihr Erspartes in einem Land ausgibt, wo ihr Geld viel mehr Kaufkraft hat, und sie sich relativ günstig örtliche Pflegekräfte leisten kann, klinkt sie sich ja aus dem hiesigen Rentensystem aus. D.h., sie ist moralisch auf der sauberen Seite, wenn die Steuern und anderen Beiträge in ihrem Leben ihren ungefähren Schuldenabbau darstellen, und sie das Sozialsystem nicht mehr weiter in Anspruch nimmt.

          Bitte das „ungefähr“ beachten, dass soll jetzt kein Nullsummenspiel werden.

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          • Uchuu sagt:

            Abstrahierte Vorratskammern kann man nicht essen. Du darfst es ja gerne mal versuchen. Du kannst es ja dann abstrahiert essen, real wirst du aber trotzdem verhungern. Du hast da zwar einerseits nicht ganz unrecht, wenn man argumentiert dass es die niedrige Geburtenrate nur lokal gibt – andererseits nutzt du dann einmal trotzdem eben die Erziehungsarbeit der Menschen im anderen Land mit, und andererseits hätte dein Geld dort auch keine Kaufkraft mehr, weil diese Kaufkraft erst durch die Wertschöpfung der arbeitenden Menschen (sprich, des Nachwuchses) im Heimatland entsteht.

            Das folgende ist wichtig: Geld hat keinen inhärenten Wert. Der Wert entsteht immer erst durch den Glauben, das man sich damit etwas von realem Wert kaufen kann. Wenn dieser Glaube erschüttert ist (etwa dadurch das niemand etwas mit Euro verkauft) dann ist der Wert des Geldes auch gleich Null.

            Ähnlich wie die Newtonsche Physik im alltäglichen Leben eine gute Approximation der Realität ist, ist „Geld“=“Wert“ eine gute Approximation der aktuellen Lebensrealität. Das heißt aber nicht, dass es in Sonder- und Extremfällen schlicht und einfach falsche Ergebnisse liefert. Die Überlegung, dass es keinen (oder deutlich weniger) Nachwuchs mehr gibt ist ein solcher Sonderfall, genauso wie Geschwindigkeiten >0,1c so ein Sonderfall in der Physik ist.

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  23. Tobi sagt:

    Ist schon interessant, in welche Richtungen die Kommentare so gehen..🙂
    Das Leben besteht aus Entscheidungen – trefft Sie und übernehmt dafür die Verantwortung…
    PS: Ich kenne Sandra persönlich, und sie hat schon 4 Kinder……..

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  24. Besonders wenn Leute wissen, dass sie keine Eltern sein wollen und auch evtl. nicht geeignet sind, finde ich es gut & reflektiert, das mit dem Kinderkriegen eben zu lassen. Ob diese Unterlassung durch diverse rückgänging-machbare Methoden oder irreversible Entfernung der Gebärmutter gesichert wird, ist mir egal, ich sehe da keine großen Unterschiede. Kahlschlag ist natülich bequemer als Pillchen schlucken, Kettchen & Spirälchen legen und was es sonst noch so gibt.
    Kinder sollen die Leute bekommen, die es wirklich wollen, ob es dann auch die sind, die der Aufgabe gewachsen sind, ist natürlich nicht gesichert. Meine Mom sagte mal, sie hätte schon immer gewusst, dass sie Kinder will, auch wenn sie vollkommen ungeeignet sei. Und ich wusste halt schon immer, das ich keine Kinder will. Immer fingers crossed, ob ich vll nicht meine Periode kriege mit 12,13, der Freifahrtsschein schlechthin. War aber nix.

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  25. Michael Mendelsohn sagt:

    Psychologisch ist es vermutlich so, dass Kinderkriegen „natürlich“ ist und daher keiner rechtfertigung bedarf, Sterilisation hingegen nicht.

    Auch sterilisierte Menschen können Kinder adoptieren — nur ist das (wegen des Kindeswohls!) nicht so einfach wie das Kinder zeugen oft ist. Also so endgültig ist die Entscheidung also auch wieder nicht.

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  26. Nova sagt:

    Wer keine Kinder kriegt, hat das Ziel der Evolution verfehlt. Okay, niemand sagt, dass man dieses Ziel unbedingt erreichen muss – aber diese Einstellung kann sich evolutionstechnisch nicht weiter verbreiten, und unsere bisherige Entwicklung war im Grunde immer evolutionstechnischer Natur.
    Ich will niemandem verbieten, sich sterilisieren zu lassen, aber ich habe immer ein mulmiges Gefühl, wenn ich das mitkriege.

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  27. Michael Mendelsohn sagt:

    „diese Einstellung kann sich evolutionstechnisch nicht weiter verbreiten“ — und dennoch tut sie’s. Du kannst jetzt also entweder Mutter Natur zur Ordnung rufen, oder zugeben, dass dein Wissen darüber, wie Evolution speziell bei sozialen Tieren funktioniert nicht ganz vollständig ist. (Beispiel Bienen: wieviel Bienen in so einem Stock haben wohl „das Ziel der Evolution verfehlt“?)

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  28. IULIUS sagt:

    Noch ein paar Gründe:

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  29. Trommlerin sagt:

    Hallo!

    Ich schreibe jetzt Mal aus meiner ganz persönlichen Sicht zum Thema „Sterilisieren“, daher kann es etwas länger werden und vielleicht schon Gepostetes wiederholen.

    Ich bin fast fünfzig jetzt. Ich habe mich mit 33 Jahren sterilisieren lassen, weil ich zu diesem Zeitpunkt eine Beziehung hatte, die dauerhaft wurde. Natürlich in Absprache mit meinem Partner. Also war Verhütung kein Thema mehr, weil sie sehr aufwendig war und die Sterilisation einfach praktischer.

    Ich habe mit 15 Jahren schon gesagt, daß ich keine Kinder will, was keiner ernst genommen hat. Mit 20, 25 Jahren dasgleiche, diese Erfahrung haben sicherlich viele gemacht: daß man in seiner Entscheidung nicht ernstgenommen wird.

    Ich habe mich sterilisieren lassen, weil ich auf gar keinen Fall riskieren wollte, daß mein Kind so unter mir zu leiden hat wie ich unter meiner Mutter. Nur kurz: Meine Mutter war egozentrisch in höchstem Maße, jähzornig und nicht in der Lage, Liebe oder überhaupt Emotionen zu zeigen. Ihr Jähzorn führte dazu, daß sie mich und meinen Bruder „aus dem Stand heraus“ verprügelt hat. Ich bin noch in meinem 25. Lebensjahr hinter ihrer Liebe hergelaufen.

    Ich wollte nie, daß mein Kind diese verzweifelte emotionale Abhängigkeit erfährt, wie ich sie durchmachen mußte.

    Leider habe ich einige der negativen Verhaltensweisen meiner Mutter geerbt / übernommen, unter anderem Jähzorn (den ich inzwischen abgelegt habe), und ich finde die Vorstellung grauenhaft, daß ein von mir abhängiges Wesen dem ausgesetzt ist. Ich weiß, wie sich das anfühlt, jahrelang hinter Anerkennung und Geliebtwerden ohne Erfolg hinterherzulaufen.

    Und ich finde Kinder großartig! Wie sie die Welt entdecken, alles ist Wunder für sie, sie sind noch geradlinig, einfach faszinierend!

    Ich habe Eltern, die mich fragten „ob ich denn nicht doch wollte“, geantwortet: „Ist gut so, bekommt Ihr die Kinder, deren Wohlergehen Ihr sichern und verantworten könnt. Ich kann es nicht.“

    Ich hoffe, ich habe meine Punkte verständlich darstellen können.

    Liebe Grüße: Trommlerin

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    • IULIUS sagt:

      Das ist der erste Beitrag, den man betreffend des Wunsches kein Kind zu bekommen nachvollziehbar ist, bei dem keine Gründe an den Haaren herbeigezogen wurden.
      Wobei ich persönlich denke, Du wärst eine liebevolle Mutter geworden, so wie Du mit Deinem Trauma umgehst. (Das heißt nicht, daß Deine Entscheidung falsch war.)

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      • Trommlerin sagt:

        Hallo Iulius,

        danke für Deinen Beitrag.

        Es ist sicherlich klar, daß zu dieser Entscheidung natürlich auch noch sog. äußere Faktoren eine Rolle spielten, wie z.B dauerhafter Sozialhilfe- bzw Grundsicherungsbezug.

        Liebe Grüße: Trommlerin

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  30. Wischiwaschi sagt:

    Ja, die Leute die kommen : „Aber vielleicht willst du in 5 Jahren doch ein Kind und dann bereust du es“ und denen man dann sagen könnte: Ja, wie oft hast du es eigentlich bereut, Kinder bekommen zu haben? Das kannst du auch nicht rückgängig machen😀 Dieses Gelaber hat mich auch immer aufgeregt, vor allem meine Frauenärztin… Letztendlich sind es die OP-Risiken, die mich dann abgeschreckt haben😦 und zwei Frauen, bei denen die Unterleibs OP langwierige schmerzhafte Folgen hatte, inkl. Infektionen bei der Op Wunde. Da ich nur zwei mit so einer OP kenne, ist das dann besonders abschreckend.

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