Kopftuch.

Veröffentlicht: Dezember 18, 2015 in Uncategorized

kopftuch

Kommentare
  1. Frank Heinze sagt:

    Nun setze statt „Kopftuch“ mal „Vollverschleierung“ ein. Auch eine Kleidung.
    Und „Fastganz-Nacktheit“? Auch eine Kleidung. „SS Uniform“? Auch eine Bekleidung.
    Trotzdem gibt es eine Zone des gesellschaftlich Akzeptierten. Jede Gesellschaft kann diese Zone festlegen. Die Vollverschleierung ist in einigen Ländern eben nicht mehr akzeptabel.
    Wenn man will, kann man die Vollverschleierung als SS-Uniform sehen, als theologische Variante des Faschismus.

    Übrigens: Das Kopftuchverbot galt stets nur für den öffentlichen Dienst. Weltanschauliche Neutralität, nennt man das. Wer will als Nichtgläubiger schon in einem Gerichtssaal mit Kreuz stehen, von einer Hijab-Richterin wegen Gotteslästerung (§ 166 StGB) verurteilt werden?

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    • Adrian sagt:

      Ich denke nichts von dem Aufgezählten sollte illegal sein.

      „Trotzdem gibt es eine Zone des gesellschaftlich Akzeptierten. Jede Gesellschaft kann diese Zone festlegen.“

      Aber nicht rechtlich.

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      • Frank Heinze sagt:

        Najanun. Wir leben nunmal in einer realen, nicht einer idealen Welt.
        In einer idealen Welt gibt es weder Religion, noch Faschismus oder sonstwas. Also auch keine derartigen Symbole.
        Aber das dauert noch. Und bis dahin muss man sich eben mit dem auseinandersetzen, was man hat. Und das bedeutet eben auch, dass man Grenzen des Erträglichen zieht.🙂

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    • Vollverschleierung –> Vermummungsverbot

      SS-Uniform –> Volksverhetzung/verbotene Symbolik

      Nacktheit –> Erregung öffentl. Ärgernis/Sex. Belästigung

      Kopftuch –> ?
      Jeanshosen –>?
      Westernhüte–>?

      Ich finde ja zum Beispiel Karottenhosen voll hässlich. Und es gibt Leute, die wolen keine Leggings sehen, vor allem nicht bei Dicken. Meine Oma trägt gelegentlich Kopftuch. Darf die das, weil sie weiße/Christin ist, so wie es bei dünnen Frauen dann noch OK ist, Leggings zu tragen? Fragen über Fragen…

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      • Adrian sagt:

        „Vollverschleierung –> Vermummungsverbot“

        Halte ich für überflüssig.

        „SS-Uniform –> Volksverhetzung/verbotene Symbolik“

        Ein Verbot mit einem Verbot rechtfertigen hilft nicht, wenn wir über die mögliche Implementierung eines Verbotes diskutieren.

        „Nacktheit –> Erregung öffentl. Ärgernis/Sex. Belästigung“

        Gewöhnungssache. Subjektiv. Ich empfinde das Kopftuch als weitaus beleideigender als Nacktheit.

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      • St. Elmo sagt:

        Vermummungsverbot gibt es nur bei Demonstrationen.

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        • BOB sagt:

          Ist das wirklich so?
          Meiner Meinung nach sollte es ein generelles Vermummungsverbot geben. Könnte es allerdings nur mit meiner erfahrenen Sozialisation begründen. Im Netz finde ich Anonymität legitim, aber im echten Leben erscheint es mir zu entmenschlicht.

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          • HansG sagt:

            Jain. Das Vermummungsverbot ergibt sich aus §17a VersG und betrifft alle öffentlichen Versammlungen. Davon nicht betroffen sind z.B. Gottesdienste unter freiem Himmel.

            Das bedeutet aber auch, dass du problemlos mit Sturmmaske durch die Stadt laufen kannst. Nur wirst du mit hohem Misstrauen und auffällig häufigen Polizeikontrollen rechnen müssen.😉

            Zur Identifizierung muss die Vermummung dann auch entfernt werden. Zur Not auf dem Polizeirevier. Aber selbst das könnte mit islamischem Religionsrecht, je nach Auslegung, kollidieren.

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            • Mona sagt:

              In den kalten Wintern hab ich immer wieder Leute mit Sturmmasken gesehen, das wirkte auf mich auch ein bisschen befremdlich. Normalerweise sieht man im Winter Leute mit Mützen, Kapuzen und Schals, sodass man die Augen und Nase immer noch halbwegs erkennt. Bei so einer Sturmmaske ist die Nase weg und die Augen kann man auch nur so ein bisschen durch die Augenlöcher erkennen. Das erinnert mich immer an die „bösen Leute“ in Filmen, die haben ja auch häufiger irgendwelche Masken, sodass man kaum was vom Gesicht erkennt.

              Kinohelden haben auch Masken, hmmm. Bei Batman sieht man den Mund, das geht noch, aber Spiderman ist ein bisschen gruselig so ohne Gesicht. Vielleicht ist das auch nur eine Gewöhnungssache.

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              • HansG sagt:

                Sturmmasken sind auch bei Motorradfahrern aus gutem Grund recht beliebt. Die Teile schützen neben dem Gesicht auch den Hals und halten recht zuverlässig kalten Fahrtwind ab. Allerdings tragen Motorradfahrer die Maske ja nicht um eine Identifikation zu verunmöglichen und nehmen sie bei einer Kontrolle auch sofort ab.

                „Vielleicht ist das auch nur eine Gewöhnungssache.</blockquote"
                Ist es nicht, da das ungute Gefühl von einem Urinstinkt ausgelöst wird. Dadurch, dass man die Mimik des Menschen nicht erkennen kann wird es schwer/unmöglich Rückschlüsse über seine Gesinnung zu treffen. Der Urinstinkt signalisiert im Zweifelsfall erstmal Gefahr. Der Effekt tritt z.B. auch bei Spinnen, Schlangen oder sogar Hunden auf.

                Bei SEK oder Militär wird dieser Effekt auch gezielt genutzt um unterschwellige Furcht zu erzeugen.

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          • quineloe sagt:

            Deine Meinung ist halt scheiße. Wenn ich bei -10° Fahrrad fahre, brauche ich eine Vollverschleierung.

            Und ja, natürlich zählt es nur bei Versammlungen. Es ist nämlich im VERSAMMLUNGSGESETZ. Meine Fresse.

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            • BOB sagt:

              HA HA HA HA HA! Na du bist ja mal ’ne lustige Trollnase. So gehe defäkieren, du meckerndes Menschenkind.

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              • quineloe sagt:

                wirft faschistische Ideen um sich und kommt dann anderen mit „Trollnase“.

                Kein anderes Land der Welt außer dem deutschsprachigen Raum hat überhaupt so was wie ein Vermummungsverbot.

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                • BOB sagt:

                  Oha, die Faschismuskeule.
                  Ich gehe davon aus, dass du meinen ersten Kommentar falsch verstanden hast. Vielleicht habe ich mich wirklich nicht klar genug ausgedrückt.

                  Sturmmasken als Witterungsschutz auf Zweirädern oder generell bei extremen Minusgraden sind mir ziemlich egal. Ich stelle es mir nur sehr befremdlich vor, wenn ich auf der Straße, im Supermarkt oder wo auch immer ständig auf Vermummte (unabhängig ihrer jeweiligen Intention oder Motivation) treffen würde. Das käme mir seltsam vor und wäre mir gewiss unangenehm, da ich es so nicht gewohnt bin. Es gibt meiner (Scheiß-) Meinung nach keinen Grund, sich im alltäglichen Miteinander komplett zu anonymisieren und Religion ist für mich nur ein schwaches Argument.
                  Normale Kopftücher sind mur egal, ich möchte Gesichter sehen.

                  Übersehe ich etwas?
                  Wo ist der Faschismus?

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        • Außer an Fasching…

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      • onyx sagt:

        „Meine Oma trägt gelegentlich Kopftuch. Darf die das, weil sie weiße/Christin ist“

        Es besteht ein Unterschied zwischen einem Kopftuch, das man aus reinem Schmuck oder praktischen Gründen trägt, und dem Signal des islamischen Kopftuches, das das verführerische (=sündige) Haar der Frauen komplett verdecken soll, weil es die Religion so verlangt. Ich bin nicht für ein Kopftuchverbot, schließlich verhüllen Nonnen ihr Haar auch, und da stört es keinen. Aber den Vergleich zum reinen Kleidungsstück Kopftuch ohne religiösen Hintergrund finde ich nicht passend.

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        • Meine Oma, so wie viele ältere Frauen, trägt Kopftuch zur Kirche. Das ist schon religiös.

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          • onyx sagt:

            Das kann sie ja machen wie sie will. Ich sehe keinen Grund, da irgendwas zu verbieten. Mir ging es nur um die unterschiedlichen Hintergründe zwischen dem religiösen Symbol und dem reinen Kleidungsstück

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          • Matze sagt:

            1.Korinther 11,2-16: «Ich erkenne es lobend an, dass ihr in allen Beziehungen meiner eingedenk seid und an den Weisungen festhaltet, wie ich sie euch gegeben habe. Ich möchte euch aber zu bedenken geben, dass das Haupt jedes Mannes Christus ist, das Haupt der Frau aber der Mann, und das Haupt Christi ist Gott. Jeder Mann, der beim Beten oder bei er baulichen Reden eine Kopfbedeckung trägt, entehrt sein Haupt; jede Frau dagegen, die mit unverhülltem Haupt betet oder erbauliche Reden hält, entehrt ihr Haupt; sie steht dann ja auf völlig gleicher Stufe mit einer geschorenen (Dirne). Denn wenn eine Frau sich nicht verschleiert, so mag sie sich auch scheren lassen; ist es aber für eine Frau schimpflich, sich das Haar abschneiden oder abscheren zu lassen, so soll sie sich verschleiern. Der Mann dagegen darf das Haupt nicht verhüllt haben, weil er Gottes Ebenbild und Abglanz ist; die Frau aber ist der Abglanz des Mannes. Der Mann stammt ja nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann; auch ist der Mann ja nicht um der Frau willen geschaffen, sondern die Frau um des Mannes willen. Deshalb muss die Frau ein Zeichen der Macht auf dem Haupte tragen um der Engel willen» (Menge-Übersetzung).

            https://www.spin.de/forum/203/-/29731

            Religiöse Gründe liegen da wohl nicht so fern.

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            • IULIUS sagt:

              Der Psalm ist mit fast 100%iger Sicherheit eine Fälschung. Dabei ging es der Kirche darum Diskriminierung der Frau mit dem Glauben zu rechtfertigen.

              Man darf nicht vergessen, daß diese Geschichten mehrer kjahre alt sind. Da haben eine Menge Menschen ihre Finger dran gehabt und natürlich nur das wiedergegeben, was sie verstehen wollten. Keine einzige der Geschichten in der Bibel sind von Gott geschriben oder ausgewählt. Ausgewählt haben mehrere Päpste. Wenn man genau die Geschichte der Päpste betrachtet ging es denen nur um Macht und Machtausweitung. Wenn man dann schon mal die Chance hat 50% der Menschen von jeglicher Macht zu befreien, wäre es bescheuert das nicht auch zu tun.
              Die anderen 50% beschäftigt man halt damit das durchzusetzen…

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              • Mycroft sagt:

                Es steht in der Bibel. Wer konkret diese Bibelstelle geschrieben hat, sei mal dahingestellt, spätestens im 4. Jahrhundert (VOR den Päpsten) wurden sie als verbindlich genommen und JETZT ist sie Kanon. Von daher kann sie als religiöse Begründung zum Tragen von Kopftüchern von christlichen Frauen herangezogen werden.

                Ist jetzt aber insofern irrelevant; niemand unterstellt christlichen Frauen, zu Kopftüchern gezwungen zu werden. Und wenn die Unterstellung, dass das so sein könnte, ein Verbot begründen soll, ist das wenig zielführend. Wenn Männer ihren Frauen verbieten, ohne Kopftuch auf die Straße zu gehen, und der Gesetzgeber verbietet, mit Kopftuch auf die Straße zu gehen, dann werden besagte Frauen eben gar nicht mehr auf die Straße gehen. Juhu.

                Bestrebungen, Kopftücher zu verbieten, kommen nebenbei nicht nur von Leuten, die Kopftücher nicht von Vollverschleierung unterscheiden können, sondern auch von Leuten, die sowohl muslimische als auch christliche Kopftücher verbieten wollen.
                Und natürlich von Leuten, die Frauen gerne Vorschriften machen.

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                • IULIUS sagt:

                  Meines Wissens gilt Petrus als erster Papst. Das ab ca. 33 unserer Zeitrechnung.

                  Betreffend Glaubwürdigkeit der Bibel:
                  http://www.spiegel.de/spiegelgeschichte/bibel-wie-die-heilige-schrift-entstand-a-1005418.html

                  Seit wann es im Christentum Kopfbedeckung für Frauen gibt ist schwer zu finden. Eine Quelle sagt erst ab dem 9. Jahrhundert fing es an, was mit der Entstehung der Bibel nicht wirklich zusammen fällt. D. H. da muss wohl jemand korrigiert haben….

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                  • Mycroft sagt:

                    „Gilt als erster Papst“, ja. War ein arbeitsloser Fischer aus der Provinz, der in Rom eine christliche Gemeinde gründete, die ihre Messen in Lagerhallen und dergleichen abhielt. Bestimmt voll der Machtmensch. Aber technisch das Oberhaupt der Christen in Rom.
                    Der Titel „Papst“ wurde im spätem 4. Jhd. eingeführt. Als Institution zwei Jahrhunderte später.
                    Ich verstehe ja Ihren Einwand, es ist aber relativ egal, was Sie jetzt darüber denken, die allermeisten Menschen lassen sich kaum in ihren Glauben Vorschriften machen. Höchstens von Leuten, die den möglichst gleichen Glauben haben. Und dann sind die Vorschriften das, was sie sowieso schon tun.😉

                    „Es gibt keinen Zwang im Glauben.“ sagt der Koran.

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                    • IULIUS sagt:

                      Finde ich interessant, erst wird die Bibel verteidigt. Und wenn das offensichtlich sinnlos ist, erklärt man ist eh egal.

                      Ich denke es ist nicht egal. Man sollte schon wissen, an was man glaubt. Wenn es das Leben Jesu ist sollte es das auch sein und nicht irgend eine politische Interpretation irgendwelcher Menschen, denen Jesus nur als Mittler zur Machtausübung und Unterdrückung von Menschen dient.

                      Als Chist kann man seinen Glauben primär auf die 10 Gebote festlegen. Da steht nirgends, daß die Frau dem Manne untertan sein soll, oder daß es einen Unterschied zwischen Mann und Frau gibt.

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            • quineloe sagt:

              Gott Sei Dank ist die Bibel fehlbar und wir können so einen Unsinn ignorieren.

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          • HansG sagt:

            Würden Muslima nur zum beten und für religiöse Aktivitäten ein Kopftuch tragen gäbe es die Diskussion nicht. Ich habe jedenfalls bisher noch nie gehört, dass jemand ein Verbot kleiner Teppiche gefordert hätte.

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            • Mona sagt:

              Meine Oma war katholisch und hat auch immer ein Kopftuch getragen (solang ich sie kannte), sogar bei sich Zuhause. So ähnlich, wie die Nonnen das tun. Im Winter, natürlich auch aus praktischen Gründen, hat sie noch ein warmes Kopftuch darüber gebunden, wenn sie nach draußen ging.
              Sie betete sehr viel, vielleicht hat es deswegen keinen Sinn gemacht das Kopftuch abzunehmen. Ich glaube eher, dass es an sich die religiösen Gründe waren, weil sie auch immer nur Rock/Kleid trug und die mussten immer die Knie bedecken.

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              • HansG sagt:

                Natürlich sind das auch religiöse Gründe. Der Hauptgrund dürfte aber sein, dass es bereits vor dem Christentum ein Privileg Prostituierter war das sündige Haupthaar zu zeigen.

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  2. Frank Heinze sagt:

    Vermummungsverbot -> gilt nur für Demos
    SS-Uniform-> Volksverhetzung/verbotene Symbolik -> gilt nichtmal in allen europäischen Staaten

    Kopftuch –> legal
    Jeanshosen –> legal
    Westernhüte–> legal

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  3. Frank Heinze sagt:

    @erzaehlmirnix

    Der Comic suggeriert, dass es Bestrebungen gibt das Tragen von Kopftüchern zu verbieten.
    Kannst du das bitte irgendwie belegen?
    Oder was ist sonst die Intention, was möchtest du damit sagen?

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  4. Alex sagt:

    Es mag ja durchaus genügend Frauen geben die ein Kopftuch bzw. Vollverschleierung als Zeichen ihrer religiösen Zugehörigkeit, als Selbstschutz vor den Blicken männlicher Lüstlinge oder sonstiger Gründe freiwillig tragen. Nichtsdestotrotz hat die Verschleierung nunmal den ekligen Beigeschmack einer patriarchalen Unterdrückung der Frau. Ist eine Abneigung dieses Brauchtums also der Versuch diesen Frauen Vorschriften zu machen und die eigene Kultur aufzuzwingen, oder eher Ausdruck einer emanzipierten Weltanschauung?

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    • Adrian sagt:

      „Ist eine Abneigung dieses Brauchtums also der Versuch diesen Frauen Vorschriften zu machen und die eigene Kultur aufzuzwingen, oder eher Ausdruck einer emanzipierten Weltanschauung?“

      Kommt drauf an, wen Du vor Dir hast. Obwohl ich mich schon frage was daran emanzipiert sein soll, Kleidungsvorschriften durchzusetzen. Ich hege übrigens nicht den geringstens Zweifel, dass die Mehrheit der Frauen das Kopftuch freiwillig tragen.

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      • Alex sagt:

        Es geht auch nicht darum Vorschriften durchzusetzen – davon halte ich auch nichts (Vollverschleierung aus anderen Gründen vllt mal ausgenommen) – sondern um die persönlichen Gründe Kopftüchern skeptisch gegenüberzustehen.

        Kleidungsvorschriften werden in vielen muslimischen Ländern übrigens durch die Sharia-Polizei, deren Auswüchse wir im Wuppertal ja auch schon bewundern durften, strengstens überwacht.

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      • Mona sagt:

        https://massengeschmack.tv/mag/10
        Ich hab die Folge 5 von der Sendung angeschaut. Da war es auch so, dass der Mann aus Libanon gern wollte, dass seine Frau das Kopftuch nicht mehr trägt, weil sie damit in Deutschland stark auffällt, aber die Frau will es unbedingt tragen, weil es zu ihr gehört. Der Mann hat es so begründet, dass das Kopftuch dazu da ist die Aufmerksamkeit NICHT auf sich zu ziehen. Da wo sie vorher waren stimmte das so, aber hier zieht man mit Kopftuch halt mehr Aufmerksamkeit auf sich und sollte des deswegen lieber weglassen. Seine Frau kann das natürlich anders sehen und handhaben.

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    • St. Elmo sagt:

      Wir leben in einer freien Gesellschaft, wer einen anderen dazu zwingt Dinge zu tun die dieser nicht tun will macht sich der Nötigung strafbar.

      Also wo ist das Problem?

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    • Hana Mond sagt:

      Niemand sagt, dass man keine Abneigung gegen Kopftücher haben darf. Jeder darf sie furchtbar finden, wenn er möchte, aus welchen Gründen auch immer. Eine Abneigung zu hegen ist weder ein „Versuch, Vorschriften zu machen“ noch ein „Versuch, Kultur aufzuzwingen“, sondern nur eine Abneigung.
      Ob diese Abneigung Ausdruck einer emanzipierten Weltanschauung ist … Ausdruck _meiner_ emanzipierten Weltanschauung ist sie nicht, ein Kopftuch zu tragen widerspricht dieser Weltanschauung auch nicht.

      Aber es geht im Comic nicht um die bloße Abneigung, sondern die Forderung eines Verbots. Und das kann man kaum anders bezeichnen als den „Versuch, den Frauen Vorschriften zu machen und die eigene Kultur aufzuzwingen“.

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    • maennerpartei sagt:

      „als Selbstschutz vor den Blicken männlicher Lüstlinge“ Ja dafür ist ein Kopftuch wirklich gut geeignet. Weil offene Haare provozieren ja geradezu jede Frau zu belästigen. Da kann Mann nichts dafür. Das ist so.

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  5. netreaper sagt:

    Hua, das haste aber von mir kopiert.😀

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  6. St. Elmo sagt:

    Warum den nicht.
    dank Herrn Maas wird ja auch die Meinungsfreiheit weiter eingeschränkt, wenn er von Privatunternehmen verlangt strafrechtlich nicht zu beanstandende Kommentare in sozialen Medien zu löschen, weil es sie angeblich „hate speech“ sind.
    Da ist es zum Kleidungsverbot zum Schutz der Frauen vor patriarchaler Unterdrückung auch kein großer schritt mehr.
    Die Regierung weiß schon warum sie das macht
    Denn die Regierung weiß es immer besser und die Regierung hat immer Recht!

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  7. Rojas sagt:

    Dazu ein bemerkenswerter Artikel aus der „taz“ aus dem Jahre 2009:

    Debatte Verschleierte Frauen

    Wut über Doppelbotschaft

    Das Tragen von Schleiern verschiedenster Machart ist kein religiöses, kein marginales Problem, sondern ein feministisches Problem.

    (…)

    Unversehens sprach mich in Berlin-Kreuzberg ein Mann von hinten an: „Zieh dir einen BH an, es stört mich, wie du rumläufst.“ Der Mann war um die 30 Jahre alt und nach Aussehen und Aussprache zu urteilen mit türkischen Migrationshintergrund ausgestattet. Ich wiederum, anderthalb Jahrzehnte älter als er und in einem Alter, in dem man auch im alternativen Kreuzberg gesiezt wird, fühlte mich mit langer Hose und kurzärmeligem T-Shirt – mehr konnte er von hinten ohnehin nicht sehen – mitnichten wie eine wandelnde Erregung öffentlichen Ärgernisses.

    Leider fallen einem in solchen Situationen die schlagfertigen Antworten immer erst hinterher ein. In dem Moment war ich nur wortlos, geplättet und fühlte mich erniedrigt. Welches Recht nehmen sich solche Typen eigentlich heraus, nicht nur über die Kleidung fremder Frauen zu urteilen, sondern ihnen dieses Urteil auch noch in einem Befehlston mitzuteilen? Und damit komme ich wieder auf das Problem, dass ich mit dem Tragen von Kopftüchern habe, von den in Berlin glücklicherweise relativ seltenen Ganzkörperschleiern ganz zu schweigen. Es ist nicht das oft unterstellte paternalistische Mitleid, das ich verspüre – schließlich erklärt man mir, dass viele, gerade auch junge Frauen das Kopftuch nicht aus familiärem oder religiösem Zwang, sondern als stolzen Ausdruck ihrer Identität tragen. Es ist Zorn. Warum? Es hat eine Weile und die eben beschriebene Begegnung gebraucht, bis ich meinen eigenen so gar nicht politically correcten Emotionen auf die Spur kam.

    Die Gründe für meine Wut

    Ich bin zornig, weil das Verhüllen von Körper und Kopf eine Aussage darstellt, die ich persönlich nehme. Die Aussage lautet nicht nur: „Seht her, das ist meine Religion, und darauf bin ich stolz!“ Sie lautet auch: „Seht her, ich bin züchtig und keusch, ich bin keine Schlampe, keine Nutte!“ Und solch eine Aussage beinhaltet stets auch ihr Gegenteil: Wer sich nicht so kleidet, ist im Umkehrschluss wohl nicht züchtig und nicht keusch. Also alles voller Schlampen und Nutten in diesem Sündenbabel Berlin, mich eingeschlossen. Dadurch fühlte sich der Mann in Kreuzberg so gestört.

    (…)

    Ganzer Artikel:

    http://www.taz.de/!5157715/

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  8. Alex ii sagt:

    Die Lösung ist doch ganz offensichtlich:
    Frauen dürfen einfach nicht auf die Straßen gelassen werden🙂

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    • Alex ii sagt:

      Oder noch präziser:
      Frauen dürfen nur noch Straßen nutzen, die von Frauen gepflastert/ asphaltiert wurden.

      Gleichstellung der Ressourcen und so!

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  9. Und noch was aus der „Zeit“ aus dem Jahre 2011:

    Der Reiz des Kopftuchs

    Eine Frau mit Kopftuch signalisiert, dass sie sexuell nicht verfügbar ist. Aber gerade das kann reizen. Schließlich gehört das Verhüllen zum Geschlechterspiel.

    Eine Kolumne von Deniz Baspinar

    (…)

    Eine mögliche Erklärung ist: Eine Frau, die ein Kopftuch trägt, folgt in der Öffentlichkeit meistens einem bestimmten Verhaltens-Codex. Sie zeigt sich nicht nur im textilen Sinne zugeknöpft; sie vermeidet Gespräche und Körperkontakt mit Männern und nimmt eine distanzierte Haltung ein. Sie signalisiert damit Ehrbarkeit, die nicht nur in islamisch konservativen Kreisen damit gleichgesetzt wird, dass die Frau sexuell nicht verfügbar ist.

    All die modernen, aufgeklärten Männer, die jetzt empört gucken, sollten sich einmal selbstkritisch fragen, mit wem sie lieber eine solide Lebenspartnerschaft begründen möchten: Mit einer Frau, die signalisiert, dass sie sexuell frei lebt oder mit einer, die das nicht macht? Eben. Die deutsche Sprache kennt viele Ausdrücke für erstere – Schlampe ist noch der harmloseste.

    (…)

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-03/muslime-frauen-kopftuch

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    • HansG sagt:

      Und jetzt fragen wir uns einmal selbstkritisch ob es modern und aufgeklärt ist, das aufgrund der Kleidung unterstellte Sexualverhalten einer Frau durch tradierte Moralvorstellungen zu bewerten und ihr die Fähigkeit zu einer soliden Lebenspartnerschaft abzusprechen.

      Die deutsche Sprache kennt viele Ausdrücke für solche Autoren – Arschloch ist wohl der bekannteste.

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    • Alex ii sagt:

      Ich ging immer davon aus, das Kopftuch dient dazu vor Läusen zu schützen..

      Naja, in der heutigen Hugging-Society ist es dazu eh zu spät. Wiedermal ein Punkt, weshalb ich menschliche Nähe nicht ausstehen kann🙂

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  10. maennerpartei sagt:

    Vollkommen richtig. Ein richtiger Mann sollte nur mit einer komplett bis oben zu den Ohren zugeknöpften Frau eine Lebenspartnerschaft eingehen. Am Besten mit Kapuze über dem Kopf, damit sie ja nicht signalisiert, dass sie sexuell frei lebt.

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    • St. Elmo sagt:

      Und getrennte Schlafzimmer,
      Sex nur angezogen (also nur das Notwendige minimal entkleidet),
      im Dunkeln und nur um Kinder zu zeugen.

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  11. Mycroft sagt:

    @Julius: „Erst wird die Bibel verteidigt, und dann erklärt man, ‚ist eh‘ egal‘.“ Ich habe nicht die Bibel verteidigt. Ich habe erklärt, dass christliche Kopftücher keinesfalls etwas grundsätzlich anderes sind als islamische.
    Und was Christinnen oder Muslimas im einzelnen egal ist oder nicht, hängt nicht davon ab, was Ihnen oder mir egal ist. Mir sind Kopftücher z.B. völlig wurst.
    Bzw., wenn man wie Sie argumentiert, dass die christlichen Kopftücher nachträglich eingeführt wurden, nun, dasselbe gilt für islamische, da das Kopftuchgebot so nicht im Koran, sondern in den Kommentaren steht. Ist also ziemlich symmetrisch.
    Jetzt könnte man natürlich einwenden, dass man sämtliche Kopftücher verbietet, aber den potentiellen Schaden durch Kopftücher einerseits steht in keinem gescheiten Verhältnis zum Schaden durch ein Kopftuchverbot andrerseits.

    Ist ein bisschen wie mit Pornos: die reine Möglichkeit, dass Frauen beim Dreh unterdrückt werden, rechtfertigt kein Verbot, da die Pornodreher, die Frauen unterdrücken, damit weitermachen, nur heimlich und mit mehr Umsatz.

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