Oh Pharmagott unser.

Veröffentlicht: Dezember 29, 2015 in Uncategorized

pharmagott

Kommentare
  1. Alex ii sagt:

    Na, in der dritten Welt herrschen andere Sitten und Bräuche, da ist es eben normal Kinder nicht zu impfen.
    Das lässt sich nicht von heute auf morgen ändern.

    Gefällt 1 Person

    • Gunter sagt:

      Ganz im Gegenteil – in den meisten Regionen der sogenannten „Dritten Welt“ werden Impfungen als das akzeptiert was sie sind: eine hervorragende Möglichkeit zur Krankheitsvermeidung. Während in Europa ein Kind wahrscheinlich eine Masernerkrankung unbeschadet übersteht (u.a. auch wegen der vorhandenen Gesundheitssysteme), so ist das in anderen Ländern nicht der Fall.

      Gefällt 1 Person

    • Tante Jay sagt:

      Die sind da deutlich schlauer als du meinst. DIe Ironie, Deutschland als „Dritte Welt Land“ zu bezeichnen, hab ich zwar verstanden, aber: Nope. Funzt nicht.

      Die Mütter in der 3. Welt und auch in der 2. würden zu den Impfterminen kriechen, wenn sie es müssten, weil sie genau wissen, dass das ihre Kinder rettet.

      Gefällt 1 Person

  2. St. Elmo sagt:

    Pharmagötter auf Erden,
    Geheiligt werden eure Wirkstoffe
    Eure Medikamente sein zugelassen
    Euer Lobbyismus gesche
    wie im Parlament so auch bei den Ärzten
    unsere Tägliche Pille gebt uns heute
    und führt uns nicht zur alternativ Medizin
    sondern erlöst uns von den Homöopahten.
    Den euer ist das Medikament, der Wirknachweis,
    und die Doppelblindstudie.
    Pharma

    Gefällt 8 Personen

  3. Leseempfehlung: Elizabeth Broadbent „Why Vaccination Refusal Is a White Privilege Problem“ http://www.xojane.com/issues/vaccination-refusal-white-privilege

    Gefällt mir

  4. Michael sagt:

    Bin bei allen Punkten bei dir. Nur bei den ADHS Pillen bin der Meinung dass davon zu viel ausgegeben werden.

    Gefällt mir

    • Mona sagt:

      Das liegt ja nicht an den Medikamenten, sondern an der schnellen Diagnose ohne genauer zu schauen, ob sie wirklich zutrifft oder doch was anderes los ist.

      Gefällt mir

    • gerks sagt:

      Wie gut dass ich meine Antwort schon früher fertiggestellt habe, so dass ich sie hier nur noch posten muss:
      https://gerhardks.wordpress.com/2015/12/27/adhs-eine-erfundene-krankheit-unfaehige-eltern-und-kristallkinder
      Weil wirklich mehr gibt es dazu nicht zu sagen von mir aus.

      Gefällt mir

    • Michael sagt:

      @Mona Sag ich ja auch nicht. Du schreibst das schon ganz richtig. Dadurch dass mit den Medikamenten ein so schön schnell einsetzbarer Holzhammer zur Verfügung steht, mit dem man Lehrerinnen (hier Binnen-I mit Absicht!) und Eltern zufriedenstellen kann geht das zu einfach. Nimm noch dazu, dass das Thema ADHS zum größten Teil Jungs trifft und du hast ne hübsche Mischung.

      Die Erklärungsversuche gehen da ja gern in die gleiche Richtung wie beim Autismus, Gausskurven, Normalverteilungen und „Evolution spielt auf Risiko beim Männchen“. Gern genutzte Ausreden bei Defiziten beim Mann.

      @Gerks, auch wenn bei ADS ein Drittel Mädchen diagnostziert werden (siehe deinen Blogpost) heißt das immer noch, dass ein Junge doppelt so hohe Chance auf die Diagnose hat wie ein Mädchen. Und bei ADHS schauts was das doch wesentlich schlimmer aus?
      Grundsätzlich gehört die Diagnose bei Mädchen und Jungs hinterfragt. Aber Autoritätspersonen zu hinterfragen, das liegt den wenigsten Eltern. Man muss wohl selbst mal was mitgemacht haben (eigene Kindheit oder mit dem eigenen Kind) bevor man nicht mehr alles schluckt, was einem aus der Richtung präsentiert wird.
      Mit Grundschul- und Kindergartentanten und Kinderärzten verbinden Eltern einfach nicht dass jemand Ihren Kindern evtl. schaden will oder es unabsichtlicht tut weil gutgemeint.
      Das Ende von Gutgemeint ist dann der Ritalinzombie.

      Wie korelliert eigentlich der Bildungshintergrund der Eltern mit der Gabe von Ritalin und Artverwandten? Ähnlich wie beim Thema Impfen?

      Gefällt mir

      • gerks sagt:

        Wie gesagt. Im Blogpost von mir steht alles relevante drin. Besonders gut und fachlich viel besser als ich hat es @maddes8cht erklärt:
        https://gerhardks.wordpress.com/2015/12/27/adhs-eine-erfundene-krankheit-unfaehige-eltern-und-kristallkinder/comment-page-1/#comment-121

        Mehr gibt es echt nicht zu sagen. Außer die Fehldiagnosen der echten Krankheit AD(H)S tatsächlich wie eine Epidemie sind und dringend eingedämmt gehören. Weil es den Kindern die diese Störung tatsächlich haben und nicht behandelt werden UND denen die es nicht haben und behandelt werden, schwer schadet.

        Gefällt mir

      • „Das Ende von Gutgemeint ist dann der Ritalinzombie.“

        Ruhig gestellte Ritalinzombies sind nicht möglich, weil Ritalin kein Beruhigungsmittel ist, sondern eher aufputschend und antriebsteigernd wirkt und daher Menschen mit AD(H)S hilft, ihre Konzentration zu halten und ihre Impulse im Griff zu haben. Ritalin hat Nebenwirkungen, aber Kinder ohne AD(H)S mit Ritalin oder Medikinet „ruhigzustellen“ ist keine davon.

        Gefällt mir

        • IULIUS sagt:

          Mal kurz nachdenken, einem Menschen, der sowieso schon überdreht und aufgeputscht ist gebe ich mit Ritalin noch ein Aufputschmittel…

          Entweder stimmt etwas nicht mit der Beschreibung von ADHS oder dem Mittel.

          Gefällt mir

          • Es stimmt dann was nicht mit der Ahnung, die manche meinen, von ADHS zu haben.
            Gib einem ADHS-Patienten Beruhigungsmittel und er wird noch auffälliger. ADHS ist eben nicht „Der ist aufgedreht“, es wirkt nur so, weil die Person Schwierigkeiten hat, zu fokussieren (Stichwort Reizüberflutung). Mit Stimulanzien, die genau die Hirnareale stimulieren, kann ein ADHSler sich auch konzentrieren und wird somit eher ruhiger.

            Gefällt mir

            • Michael sagt:

              also die Hirnarreale die fürs Konzentrieren zuständig sind werden aufgedreht, die sonst ihre Arbeit nicht tun? Und wie kommt es dann zu dem Sedierten die das Zeug nicht bräuchten? Sinnieren die dann die ganze Zeit über ein Thema und starren dann einfach ins Leere?

              Gefällt mir

              • Ich verstehe gerade die Frage nicht.
                Du meinst, warum Nicht-ADHSler durch Beruhigungsmittel ruhiger werden?
                Bei ADHS ist es halt verkürzt gesagt so, dass der „Filter“ nicht richtig funktioniert und alle möglichen Reize als gleich wichtig ankommen. Also wenn der Lehrer was erklärt ist das in dem Moment fürs Hirn ähnlich relevant wie wenn draußen ein LKW vorbeifährt oder der Nachbar mit dem Fuß wippt. Gesunde blenden sowas aus, bei ADHSlern klappt das nur, wenn sie extrem interessiert sind (also bei Spezialthemen oder im 1:1 Gespräch können sie sich ggf. schon fokussieren, aber je mehr Außenreize und je weniger Interesse, desto weniger funktioniert es – das ist aber keine Absicht und unterscheidet sich halt von „Ja, wenn mich was nicht interessiert fällt es mir auch schwer mich zu konzentrieren“ – ja, dem Gesunden fällt es evtl. etwas schwerer, aber für den ADHSler ist es nahezu unmöglich).

                Der Gesunde wird durch ein Beruhigungsmittel also etwas gedämpft, ist nicht mehr so extrem angespannt, wenn er z.B. über Ängste und Sorgen grübelt, sondern kann sich auch mal geistig wieder davon wegbewegen. Für den ADHSler dagegen verschlimert das noch das Problem, weil er ja eh Probleme hat, sich auf ein Thema zu konzentrieren. Ihn macht es also nicht ruhiger, sondern er wird noch unfokussierter.

                Gefällt mir

              • Nachtrag: Wenn du dagegen einem Ängstlichen Menschen noch Ritalin gibst, wird er noch fokussierter, kann sich also noch intensiver auf seine Sorgen konzentrieren und dreht richtig auf. Also wo der ADHSler vom Ritalin ruhiger, weil normal-konzentriert wird, werden Gesunde oder Angespannte Menschen eher Über-Aktiv, weil sie plötzlich Hyper-Fokussiert sind.

                Gefällt mir

                • IULIUS sagt:

                  @emn,
                  eher mit der Wirkungsweise von Ritalin.
                  Wenn ich es richtig verstehe beeinflußt Ritalin die Aufnahme von Botenstoffen im Gehirn. Daher kommt der Effekt, daß bei dem einen ein „Beruhigungseffekt“ auftritt, bei dem anderen Unruhe. Das ist abhängig davon, wieviel natürliche ritalinähnliche Substanz im Körper vorhanden ist.

                  Könnte aber auch sein, daß jemand mit ADHS auch „aufgedreht“ ist, nur dieser Zustand ihm bei der Konzentration entgegen kommt und damit scheinbar ruhiger wirkt.

                  Gefällt mir

  5. Sualtam sagt:

    Die eigentliche Sauerei ist, dass man jedesmal ne viel zu große Packung Medikamente kaufen muss, wenn man mal nur drei oder so braucht. Geht auch anders. In Dänemark kriegt man exaktdie benötigte Anzahl in eine Dose abgefüllt.

    Gefällt mir

  6. Tante Jay sagt:

    Zur „schnellen Diagnose“ – nicht, wenn man es richtig angeht.

    Unikliniken z.b. auf AD(H)S-Diagnosen spezialisiert.

    Momentan bin ich im Diagnosestadium „MRT Kopf“ um auszuschließen, dass ich irgendwann mal eins vor die Mütze bekommen habe, was die Probleme verursachen könnte plus Testreihe einmal ohne und einmal mit Methylphenidat. Mal sehen, was DABEI rumkommt.

    Next step: Besprechen der Ergebnisse und dann gucken, wie es weitergeht.

    „schnelle Diagnose“ my ass.

    Gefällt 1 Person

    • Mona sagt:

      Ja, ich hab mich oben zu kurz gefasst. Ich meinte nicht Ritalin oder so, sondern allgemein Medikamente, die von z.B. Hausärzten verschrieben werden können ohne, dass sie wirkliche Diagnosen haben. Es ist ja egal, ob derjenige, der sich besonders verhält, ein unruhiger Demenzkranker ist oder ein Kind, das paar Wochen schlecht geschlafen hat, man wirft da erstmal Beruhigungsmittel drauf. Ist ja schön, dass es funktioniert und der Mensch dann nicht mehr so nervös reagiert, aber wär doch schöner, wenn man genau rausfindet, woran das liegt und wenn es denn geht irgendwie die Ursache wegmacht. Ich finde Medikamente wichtig und ich freue mich für jeden, dem sie helfen. Es macht mich nur traurig, wenn ich sehe, dass jemand umsonst welche oder die falschen einnimmt, nur weil der Arzt beschlossen hat, das ist jetzt die einfachste Lösung.

      Gefällt mir

      • IULIUS sagt:

        Nunja, zu einem Arzt, der nichts feststellt geht keiner mehr hin. Im Übrigen bringt allein der Placeboeffekt eine ganze Menge….

        Gefällt mir

        • Mona sagt:

          Nichts feststellen ist doch noch ok. Finde das doof, wenn man eine falsche Diagnose bekommt, weil man nur sehr oberflächlich untersucht/befragt wurde. Patient sagt, ich kann nicht schlafen und der Arzt interessiert sich nicht wie es sich genau darstellt, sondern schreibt einfach irgendwas auf. Ich hab Verwandte, die direkt alles mitmachen, was der Arzt sagt ohne zu überlegen, ob der Arzt überhaupt gesagt hat, was man hat und ob er überhaupt untersucht hat. Naja, die haben auch nicht so viel Auswahl im ländlichen Gebiet, da muss man sich halt irgendwie arrangieren mit den Ärzten, die vorhanden sind.

          Gefällt mir

  7. Anneliese Müller sagt:

    Besorgte Mutter: „Herr Doktor, Her Doktor, mein Kind hat alle Globuli geschluckt!!“
    Der Arzt: „OK, heute nix Süsses mehr.“

    Gefällt 2 Personen

  8. Heinz sagt:

    Der war mal wieder wirklich gut.

    Gefällt mir

  9. Linn-Kristin sagt:

    Hab mich kringelig gelacht!😀

    Gefällt mir

  10. Mike sagt:

    Globuli, die man von wohlmeinenden Bekannten geschenkt bekommen hat, lassen sich übrigens wunderbar zur Verzierung von Weihnachtsgebäck oder Kuchen verwenden🙂

    Gefällt mir

  11. BOB sagt:

    Mein bisheriger Lieblingsstrip, da ich ihn zunächst vollkommen falsch verstanden hatte und bereits die Messer wetzte (Asche auf mein Haupt.), bis ich auch die Überschriften berücksichtigte.
    Selbst entlarvt zu werden ist schon cool.

    Gefällt mir

  12. Ratiogeraet sagt:

    Erzählmirnix hat es schon wieder getan: den Nagel haargenau auf den Kopf getroffen. Ich liebe die Erzählmirnix-Comics! (fast genauso wie meinen Pharmagott).

    Gefällt mir