Erzähl mir nix!

Veröffentlicht: Januar 10, 2016 in Uncategorized

Ab morgen gibt es „Erzaehl mir nix“ als richtig echtes Buch – bei einigen war amazon wohl auch besonders schnell und hat es schon gestern, zwei Tage vor der eigentlichen Veröffentlichung ausgeliefert, wie mir auf Twitter gesagt wurde.

Da ich nun schon öfter auf diversen Boykottlisten stand, greife ich dem einfach mal vor. Gestern habe ich es nämlich schon wieder getan, das Verbrechen, welches mir schon im Oktober zur Last gelegt wurde:

„Behauptung von Sexismus gegen Männer“

entl

Ich warne also besser vor: Kauft Erzaehl mir nix nicht, wenn eure Gefühle Schaden nehmen von der Tatsache, dass in dem Buch Benachteiligungen von Männern genauso Thema sind wie Benachteiligungen von Frauen. Also wenn ihr mit sowas nicht klarkommt …

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… oder mit sowas …

poker

… oder eben mit sowas …

sexism

oder wenn ihr ein Problem mit „Fickt doch alle einfach wen ihr wollt!“ habt …

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Jupp, das gilt nicht nur für Geschlechter sondern auch für große Altersunterschiede, Polygamie, offene Beziehungen, Sexarbeit, viele Sexpartner und wasweißich noch alles. Wenn ihr also zum Typ „Reinquatscher“ gehört, ärgert ihr euch sicher, für sowas Geld ausgegeben zu haben … und ich will echt keine Weinerlichkeiten deshalb^^

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Von den 160 Comics wird euch vermutlich eh mindestens eins auf die Füße treten, und wenn ihr dann nicht zu denen gehört, die sagen „Also diese erzaehlmirnix hat ja echt coole Ansichten zu Depressionen und Homosexualität, aber dass sie sich über Homöopathie lustigmacht muss man halt ignorieren!“ dann kauft es euch lieber nicht.

dank

Ach so ja, oder wenn ihr zur „Aber das meiste kann ich doch auch gratis im Blog lesen!“-Fraktion gehört. Das meiste könnt ihr gratis im Blog lesen. Ein paar Comics sind nur im Buch, aber eigentlich hat das mehr so Symbolcharakter, sich Erzaehl mir nix halt auch ins Regal stellen zu können und so richtig echte Seiten zu haben. Ist dann auch leichter, Comics zu kopieren und die zufällig bei Vollpfosten liegen zu lassen oder der „Wird man ja wohl noch sagen dürfen!“-Tante zum Geburtstag zu schenken.

nazi

Wenn ihr tatsächlich sowas tut wie ein Comic zu kopieren, wenn ihr meint, dass es irgendwo eine gute Werbung wäre oder den Leuten gefällt (z.B. eins über Depressionen in eurer Psychotherapie-Ambulanz), dann müsstet ihr halt noch draufschreiben, woher es kommt^^ Aber an sich wäre das tolles Guerilla Marketing.

Ich hoffe mal, diejenigen von euch, die wissen worauf sie sich einlassen, trotz Shitstorm und Boykott, haben Spaß, Linksi und Rechtsi auf richtig echten Seiten zu sehen.

yay

Kommentare
  1. Balrog sagt:

    Ich freu mich schon. Mein Exemplar dürfte auch morgen schon ankommen😉

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  2. Hm, zum zweiten Comic: „alle wichtigen Entscheidungen in der Menschheitsgeschichte wurden von Männern“ <– joah, nicht verwunderlich, wenn Frauen lange Zeit eben auch nichts entscheiden durften? Diese Dissonanz lässt sich halt leider nicht auflösen, bloß weil es *auch* Frauen gibt, die in ihrer spezifischen Gruppe/Aktivität den Mann ausschließen. Ein Ausschluss von Personen durch die eine Gruppe negiert keinen anderen. Es gibt tatsächlich Sexismus, auch hier in D. Wird in jeder Branche deutlich, in der mehr Männer als Frauen arbeiten (umgekehrt genauso). Ich mag die meisten Deiner Comics, aber hier argumentierst Du ziemlich blauäugig bis hin zu ignorant? Vielleicht hast Du persönlich bisher keine (für Dich wahrnehmbare) Benachteiligung erfahren, dies trifft nur leider keine Aussage über andere.:/

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    • Jazzpirate sagt:

      …du hast die Poker-Pointe nicht verstanden, nehme ich an…?

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      • Ich habe direkt auf dieses letzte Panel verwiesen, ich nehme direkt im Kommentar darauf Bezug. Sorgfältiger lesen, statt vorschnell Dinge anzunehmen, ist zielführender. ^^

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        • Jazzpirate sagt:

          …dann hast du die Pointe tatsächlich nicht verstanden…
          „Diese Dissonanz lässt sich halt leider nicht auflösen, bloß weil es *auch* Frauen gibt, die in ihrer spezifischen Gruppe/Aktivität den Mann ausschließen.“ <- Das ist übrigens NICHT die Pointe…

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    • Kolja sagt:

      Wusch…

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    • Anneliese Müller sagt:

      „alle wichtigen Entscheidungen in der Menschheitsgeschichte wurden von Männer“
      Steht da nicht eher was von „Erfindungen“?

      „…auch hier in D. Wird in jeder Branche deutlich, in der mehr Männer als Frauen arbeiten (umgekehrt genauso)“
      Also, ich möchte lieber von Menschen in Flugzeugen geflogen werden, die dafür qualifiziert sind, nicht von welchen, die eine Quote erfüllen. Die Forderung nach Geschlechterquoten ist für mich prokrustische Gleichmacherei und hat mit Kampf gegen Sexismus nicht das gerinste zu tun.

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      • stephibas sagt:

        „Die Forderung nach Geschlechterquoten ist für mich prokrustische Gleichmacherei und hat mit Kampf gegen Sexismus nicht das gerinste zu tun.“

        Word!

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        • Jazzpirate sagt:

          Objection: Unter der Annahme, dass der Großteil der (potentiellen) Diskriminierung von Frauen bei Bewerbungen in bestimmten Arbeitsfelder nicht EXPLIZIT ist („pah, die ist ne frau, die stell ich nicht ein!“) sondern an unterbewussten, kulturell geprägten Vorurteilen liegt („Hmm, ne Frau entspricht nicht meinem inneren Bild des perfekten Piloten“, nur nicht bewusst gedacht), KÖNNTE eine Geschlechterquote dafür sorgen, genau diese Vorurteile dadurch abzubauen, dass dadurch Frauen in den entsprechenden Berufsfeldern üblicher werden.

          Blabla, klassische Studie – legt man Professoren Lebensläufe von Bewerbern für ne Doktorandenstelle vor die Nase, bewerten sie das selbe Resumée besser (und schlagen ein höheres Einstiegsgehalt vor), wenn ein männlicher Name drauf steht als wenn’s ein weiblicher ist; selbst wenn der urteilende Professor selber weiblich ist.
          Schlussfolgerung: Die benachteiligung von Frauen in dem Kontext ist nicht bewusst und absichtlich, sondern unterbewusst. Dagegen KÖNNTEN Geschlechterquoten helfen.

          i.e. ich weiß nicht ob ich für ne Geschlechterquote sein will, aber „prokrustische Gleichmacherei und hat mit Kampf gegen Sexismus nicht das gerinste zu tun.” ist halt bullshit😉

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          • kinchkun sagt:

            Das stimmt schon. Ich frage mich allerdings, ob man da nicht sehr leicht Diskriminierung identifizieren könnte, wenn man sich das Verhältnis von angenommen und abgelehnten Bewerbungen anschaut.

            In meiner Branche z.B. arbeiten fast keine Frauen, aber es bewerben sich auch kaum welche. Tja, von nix kommt nix.

            Wenn man Punkte systematischer Diskriminierung identifiziert, finde ich durchaus, dass eine Quotenregelung Sinn macht. Das sind halt strukturelle Probleme, die der Markt nicht einfach so selbst regelt.

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            • Jazzpirate sagt:

              „In meiner Branche z.B. arbeiten fast keine Frauen, aber es bewerben sich auch kaum welche. Tja, von nix kommt nix.“
              (ACHTUNG, SPEKULATION:)
              und du glaubst nicht, dass das ähnliche Gründe haben könnte wie die vermeintliche Diskriminierung bei Bewerbungen von Frauen? Ich meine, WENN unterbewusste kulturell beeinflusste Vorstellungen von Idealbewerbern Arbeitgeber bei der Beurteilung beeinträchtigen, tun die selben Vorstellungen das dann nicht auch bei den potentiellen Bewerbern bereits bei der Wahl einer entsprechenden Berufsausbildung?
              I.e. vielleicht gäb es mehr Frauen, die sich zum Piloten ausbilden lassen würden, wenn das gesellschaftlich dominierende Idealbild eines Piloten nicht so stereotyp männlich wäre…

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              • kinchkun sagt:

                „und du glaubst nicht, dass das ähnliche Gründe haben könnte wie die vermeintliche Diskriminierung bei Bewerbungen von Frauen?“

                Ich sags mal so: Im Konjuktiv II ist alles möglich. Natürlich glaube ich, dass das sein KÖNNTE. Aber halte ich das für wahrscheinlich?

                Ich weiß nicht, warum es bei uns kaum Frauen gibt. Ich glaube aber, dass es dafür keine einzige Monokausaleerklärung gibt, sondern viele Faktoren mit reinspielen, die man nicht mehr sinnvoll auseinander dividiert bekommt. IMHO.

                Aber das Thema ist ja Quote. Und da meine ich: Ja, vielleicht spielt die Sozialisation mit rein, aber was nützt da eine Quote? Die Frauen die sich entschlossen haben, dennoch in Branche rein zu kommen, werden fair behandelt. Und die Frauen, die sich gegen die Branche entschlossen haben, profitieren von einer Quote auch nicht mehr.

                Wenn man hier was ändern will, dann nur vor der Berufswahl. Girls Day, spezielle Frauenförderung in der Ausbildung o.ä. Das Problem ist nur, dass es das schon alles gibt, aber es fruchtet halt nicht. Ich finds schade, aber denke, dass man das halt aktzeptieren muss. Ich glaube, wir werden Geschlechterparität in allen Branchen nie erleben.

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                • IULIUS sagt:

                  Emn hat doch so einen schönen Comic, auf den man jetzt verlinken könnte. Hab nur gerade keine Lust zu suchen.

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                  • IULIUS sagt:

                    Eigentlich gibt es nur ein Problem, nämlich daß der natürliche Wandel in einer Gesellschaft einigigen zu langsam vorangeht, bzw. Menschen gibt, die sich unbedingt profilieren wollen.

                    Wir leben zu einer Zeit, in der die meisten Berufe stark durch Maschinen vereinfacht wurden. Wenn man mal 100 Jahre zurück dreht, und sich die damaligen Arbeitsbedingungen ansieht kann man verstehen, warum es Berufe gibt, die eher von Männern und Berufe, die eher von Frauen gewählt werden gibt. Solche Berufswahlentscheidungen ändern sich nicht von heute auf Morgen, sondern brauchen ihre Zeit. Zwang verhindert das M. E. eher. Zwang fordert Gegenwehr geradezu heraus.
                    Diejenigen, die die Entscheidungen treffen betreffend Frauenquote haben Berufe, die eher überflüssig sind, daher auch nicht wirklich Qualifikation verlangen und zudem körperlich ohne Anforderungen sind. Diese Menschen wollen ihre Ansicht/Erfahrungen jetzt allen Berufen überstülpen.

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                    • Jazzpirate sagt:

                      “ sondern brauchen ihre Zeit. Zwang verhindert das M. E. eher. Zwang fordert Gegenwehr geradezu heraus.“ <- Ich widerspreche nicht notwendigerweise im Kontext dieser Diskussion; möchte aber anmerken, dass genau dieses Argument bei so ziemlicher jeder sozialen Bewegung gebracht wurde: Martin Luther King, Gandhi, die erste Frauenrechtsbewegung, die Homosexuellenbewegung – jede dieser Gruppierungen hat irgendwann an den Kopf geworfen bekommen "hey, ihr seid so agressiv in euren Forderungen, geduldet euch doch einfach".

                      Schwer zu sagen, ob eine gegebene soziale Bewegung während sie läuft jetzt tatsächlich "zu viel" verlangt oder nicht einfach auf ein Recht besteht, dass gerade DURCH diese Bewegung endlich früchte trägt😉

                      "Diejenigen, die die Entscheidungen treffen betreffend Frauenquote haben Berufe, die eher überflüssig sind, daher auch nicht wirklich Qualifikation verlangen und zudem körperlich ohne Anforderungen sind. Diese Menschen wollen ihre Ansicht/Erfahrungen jetzt allen Berufen überstülpen." <- ich bin Informatiker…

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                    • IULIUS sagt:

                      „ich bin Informatiker…“
                      Dann erzähl mal, welchen körperlichen Anforderungen Du ausgesetzt bist.

                      Die meisten Bewegungen machen sich gesellschaftliche Umbrüche zunutze. D. H. sie springen nur auf den fahrenden Zug auf und behaupten dann, daß es ihr Verdienst gewesen sei.

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                    • Jazzpirate sagt:

                      „Dann erzähl mal, welchen körperlichen Anforderungen Du ausgesetzt bist.“

                      Zitat: “ Berufe, die eher überflüssig sind, daher auch nicht wirklich Qualifikation verlangen“…

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                • Jazzpirate sagt:

                  „Die Frauen die sich entschlossen haben, dennoch in Branche rein zu kommen, werden fair behandelt“ <- Da bin ich mir nicht so sicher. Es gibt sicherlich Bereiche (Informatik, Ingenieurswesen etc) in denen man als Frau durchaus den Eindruck vermitteln bekommen kann (und wohl sicher auch häufig tatsächlich bekommt) fehl am Platz zu sein; nicht notwendigerweise durch explizite Diskriminierung, sondern aus den oben genannten unterbewussten Verhaltensweisen der Kollegen/Kommilitonen/Vorgesetzten.

                  "Und die Frauen, die sich gegen die Branche entschlossen haben, profitieren von einer Quote auch nicht mehr." <- unter Umständen eben doch, wenn das Gefühl in der Arbeitsgruppe akzeptiert und integriert zu sein verbessert würde durch mehr weibliche Kollegen/Kommilitonen/Vorgesetzte.

                  "Das Problem ist nur, dass es das schon alles gibt, aber es fruchtet halt nicht." <- bist du dir da sicher, dass die nicht fruchten? Ich meine, dass in nahezu allen Bereichen, die traditionell Männerdominiert sind in den letzten Jahren/Jahrzehnten Verbesserungen eingetreten sind; möglicherweise gerade durch solche Programme (und der allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklung bezüglich Geschlechterrollen natürlich)

                  "Ich finds schade, aber denke, dass man das halt aktzeptieren muss." <- Ich find's auch schade, bin aber nicht bereit einfach zu resignieren, nur, weil das Problem schwer anzugehen ist. WENN eine Geschlechterquote fürderlich sein könnte wäre ich durchaus bereit, diese zu akzeptieren; und sei es nur um zu sehen, OB sie hilft. Ich begehe da denke ich lieber einen Fehler beim Versuch für MEHR Gleichheit, als es gar nicht erst zu versuchen.

                  "Ich glaube, wir werden Geschlechterparität in allen Branchen nie erleben." <- Sehr gut möglich. Einen Versuch ist es wohl trotzdem wert.

                  Wie fast immer: Further research is needed.

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                  • IULIUS sagt:

                    „Es gibt sicherlich Bereiche (Informatik, Ingenieurswesen etc) in denen man als Frau durchaus den Eindruck vermitteln bekommen kann (und wohl sicher auch häufig tatsächlich bekommt) fehl am Platz zu sein;“
                    Wenn eine Frau zeigt, daß sie für den Beruf qualifiziert ist, wird sie voll anerkannt, genauso wie jeder Mann. Sicher kommt sie immer wieder mit Menschen in Kontakt, die das ungewöhnlich finden und Fragen stellen. Das hat jedoch mit fehl am Platz nichts zu tun.

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                    • IULIUS sagt:

                      Eine Quote sollte man lieber in den PArlamenten einführen und zwar in der Form, daß in den Parlamenten der Durchschnitt der Bevölkerung abgebildet wird. Und nicht Sozialberufe und Juristen die Mehrheit bilden und alle anderen dominieren. Die Frauenquot lenkt von dieser Problematik ab.

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                    • Jazzpirate sagt:

                      „Wenn eine Frau zeigt, daß sie für den Beruf qualifiziert ist, wird sie voll anerkannt, genauso wie jeder Mann.“ <- meine Erfahrung ist eher: Wenn eine Frau zeigt, dass sie über JEDEN Zweifel erhaben ist, wird sie akzeptiert, muss es aber ständig immer wieder beweisen. Männer werden meist einfach akzeptiert ohne sich noch ZUSÄTZLICH beweisen zu müssen.
                      i.e. als Frau musst du nicht nur passabel sein um akzeptiert zu werden, sondern RICHTIG gut. Schwächen, die bei Männern akzeptiert werden ("ist halt nicht seine Stärke) werden bei Frauen schnell zu ausschlusskriterien ("Ah, die ist in x nicht so gut, also hat sie's generell nicht drauf").

                      "Das hat jedoch mit fehl am Platz nichts zu tun." <- Nein, mit "Fehl am Platz" hat eher zu tun, das Gefühl vermittelt zu bekommen in einem Team das größtenteils aus Männern besteht nicht immer ernst genommen zu werden, ignoriert zu werden wenn man Vorschläge bringt, die eigenen Ideen stärker kritisiert werden als die Anderer oder als letzter gefragt zu werden wenn jemand Hilfe braucht; derartige Dinge. Subtilitäten halt, die in der Häufung einem aber durchaus das Gefühl vermitteln können, kein gleichberechtigtes Teammitglied zu sein, was durchaus belastend sein kann.

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                    • Jazzpirate sagt:

                      „Die Frauenquot lenkt von dieser Problematik ab.“ <- 1. "Geschlechterquote" bitte (Ich will auch mehr Männer in sozialen Berufen!) 2. Ich würde behaupten es ist genau die selbe Problematik nur in nem spezifischen Berufsfeld. Warum das ablenken soll seh ich nicht. Deine Forderung bzgl Parlamenten unterstütze ich vollkommen.

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                    • IULIUS sagt:

                      Politik ist auch, Menschen zu beschäftigen, damit sie die richtigen Schweinereien nicht mitbekommen.😉

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                    • Jazzpirate sagt:

                      …zu jedem Problem gibt es ein schlimmeres. Zu sagen „Warum regt ihr euch über x auf wenn doch gleichzeitig y passiert“ ist also immer möglich für jedes x. Und zu sagen „x will doch nur von y ablenken“ ist entsprechend auch immer möglich.

                      Sagt aber nunmal überhaupt nichts über x aus und ist entsprechend unsinnig

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                    • IULIUS sagt:

                      Es gibt aber Dinge im Leben, die sind wirklich wichtig und es gibt Dinge, die sind trivial. Die Politik hat aber die Angewohnheit die Trivialen Dinge aufzubauschen und die wirklich wichtigen zu verbergen. Sicher die Presse spielt mit.

                      Gerade im Fernsehen gehört, daß die Polizei seit Mitte 2015 Straftaten von Ausländern vertuscht. M. E. ist das der größere Skandal. Schließlich wird hiermit die Bevölkerung bewußt in die Irre geführt. Wenn die Straftaten vertuscht werden, kann es sich ja nicht um vereinzelte Taten handel. Wenn man das beachtet kommt man zum Schluß, daß die Übergriffe Sylvester verhindert werden können. Selbst die wurden ja versucht zu vertuschen. In Köln mithin 500 Anzeigen. Sicher mindestens naoch mal so viele, die nicht angezeigt haben.

                      Womit beschäftigen sich die Politiker mit Gesetzesänderungen, als wenn diese auch nur im Ansatz etwas verhindern können. Die Gesetze reichen aus. Sie müssen angewandt werden. Daran haperts. Der Skandal ist, daß die Polizei in Deutschland offensichtlich unfähig ist. Damit meine ich nicht die Polizisten, die in vorderster Front stehen, sondern die, die die Einsätze planen und durchführen. Hinterher erzählen, das hatten wir noch nie gehabt zählt nicht. Kein Handwerker kann sich erlauben so mit einem Kunden umzugehen. Wohnung verwüstet, weil das konnte er nicht vorhersehen. Führungskräfte müssen auch mit unvorhergesehenem fertig werden und der Situation angepaßte Entscheidungen treffen.

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                    • Jazzpirate sagt:

                      „Es gibt aber Dinge im Leben, die sind wirklich wichtig und es gibt Dinge, die sind trivial.“
                      Und was davon was ist entscheidest natürlich du, verstehe. Wenn ein nicht-genannter Fernsehsender basierend auf nicht weiter erläuterter Evidenz behauptet, dass 2015 angeblich manche Verbrechen von Ausländern systematisch vertuscht werden, dann ist das SKANDAAL und zweifelsfrei wahr und rechtfertigt schon mal ein paar Absätze in nem Kommentar zu nem völlig anderen Thema.

                      Wenn dagegen potentiell der Hälfte der Bevölkerung aus systemischen Gründen in den am besten Bezahlten Berufszweigen konstant Steine in den Weg gelegt, benachteiligt, übergangen oder von vorneherein von dem Berufsfeld weggelenkt werden, dann ist das „trivial“…

                      „Die Politik hat aber die Angewohnheit die Trivialen Dinge aufzubauschen und die wirklich wichtigen zu verbergen. Sicher die Presse spielt mit.“ <- außer bei der Vertuschung von Ausländerverbrechen natürlich; da kann der Presse sofort trauen ^_^

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          • AmunRa sagt:

            „Die benachteiligung von Frauen in dem Kontext ist nicht bewusst und absichtlich, sondern unterbewusst. Dagegen KÖNNTEN Geschlechterquoten helfen.“
            Dagegen KÖNNTEN Blindbewerbungen helfen. Geschlechterquoten führen nur dazu das die Position einer Frau (egal ob hart erarbeitet oder glücklich geschossen) immer den Markel des Quotenmäuschens haben. Denn wie du selbst beschrieben hast sind selbst Frauen nicht sicher von dem Unbewussten Bild eines bestimmten Berufes.

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            • Jazzpirate sagt:

              „Dagegen KÖNNTEN Blindbewerbungen helfen.“ Ich halte auch Bildbewerbungen für sehr sinnvoll; die scheitern aber spätestens beim Einstellungsgespräch, und ich denke jeder Arbeitgeber wird sagen, dass letzteres ein wichtiger Aspekt jeder Bewerbung ist.

              Aber davon abgesehen ändern Blindbewerbungen nichts daran, für mehr Balance im Bewerberpool zu sorgen; siehe Diskussion oben. Es geht ja eben nicht nur darum, dass Frauen in einem Berufsfeld benachteiligt werden, wenn sie sich für eine Stelle bewerben, sondern dass sie aus den selben unterbewussten gesellschaftlichen Aspekten, die für die Einstellungsproblematik (potentiell) verantwortlich sind, möglicherweise auch davon abgebracht werden überhaupt ein bestimmtes Berufsfeld zu betreten;

              heißt: wenn Frauen bereits im (oder vorm) Informatikstudium ausgegrenzt oder benachteiligt oder nicht-für-voll-genommen werden gibt’s hinterher halt auch weniger Frauen, die sich für nen Informatikerjob bewerben. Mehr weibliche Informatiker/Professoren/Assistenten etc. KÖNNTEN da helfen. (Again:Spekulation)

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              • flyingtoaster sagt:

                Meine Beobachtung ist, dass der Versuch Dinge sich auf natürliche Weise gebildet haben durch Regeln von außen zu ändern, die Situation nur noch verschlimmern und unüberschaubare Nebenwirkungen haben.

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                • Jazzpirate sagt:

                  „durch Regeln von außen zu ändern, die Situation nur noch verschlimmern und unüberschaubare Nebenwirkungen haben.“ <- Again: Martin Luther King, Gandhi, die erste Frauenbewegung…
                  hast du denn Beispiele für deine Behauptung?

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                  • bkiffter sagt:

                    Ich seh da nen unterschied zwischen „Dies ist meine Meinung, dafür habe ich diese Argumente, lass mich dich überzeugen“ vs. „Ich sag das also ist es so und du musst dich dran halten.“.

                    Ersters dauert länger, hat dafür wenns bei hinreichend vielen klappt nachhaltigere Wirkung.
                    Zweiteres zeigt sofort Wirkung, baut aber meistens auch starken Widerstand auf.

                    (Und als fieses tongue in cheek p.s.: Die von dir angeführten Männer haben sich explizit für die Vermeidung von Gewalt eingesetzt, während die Suffragettes schon mal Brand- und Bombenanschläge durchgeführt haben ;))

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                    • Jazzpirate sagt:

                      „Ich seh da nen unterschied zwischen “Dies ist meine Meinung, dafür habe ich diese Argumente, lass mich dich überzeugen” vs. “Ich sag das also ist es so und du musst dich dran halten.”.“ <- sammeln wir nicht gerade Argumente für/gegen Geschlechterquoten um den anderen zu überzeugen? Inwiefern sagt eine Geschlechterquote "Ich sag das, also ist es so"?

                      " während die Suffragettes schon mal Brand- und Bombenanschläge durchgeführt habe" <- hat Malcolm X bzw. die black panther generell auch, und auch der wird von vielen Leuten heutzutage eher als Held als als Bösewicht gefeiert. Was natürlich kein Endorsement seiner gewalttätigen Aktionen ist. Und auch Gandhis supporter waren nicht immer ganz so pazifistisch wie er selbst – Die Suffragetttes haben also bestimmt nicht gewalttätige Methoden für sich gepachtet im Gegensatz zu den anderen sozialen Bewegungen😉

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                    • IULIUS sagt:

                      Ohne Gandhi wären die Engländer vermutlich schon viel früher aus Indien rausgeflogen.

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        • Einen Kommentar mit einem Zitat kommentieren, das darin gar nicht enthalten ist, kann man machen, ist dann halt weniger sinnvoll.

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      • kinchkun sagt:

        mondhasenkind hat allerdings nirgends was von Quoten gesagt. Wieso für sie ein Geschlechterungleichgewicht in einer Branche Sexismus zwingend zur Folge hat, ist mir allerdings auch nicht klar.

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        • Frag mal die Frauen, die z.B. in der IT-Branche oder im Ingenieurswesen arbeiten, nach ihren Erfahrungen.

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          • gerks sagt:

            @mondkind (das Hasen sprare ich mir, das wäre sexistisch😉 ) Oder die Männer die in Kindergärten, Grundschulen, Pflegeeinrichtungen oder Horten arbeiten. Die haben auch lustige Sachen zu erzählen wie „gliechwertig“ sie in ihrer Job-Kompetenz wahrgenommen werden.

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            • Sag mal, liest Du ganze Kommentare oder nur so einen Teil davon? Ich schrieb:
              „Wird in jeder Branche deutlich, in der mehr Männer als Frauen arbeiten (umgekehrt genauso).“ Was gibt es daran nicht zu verstehen? Ja, es gibt ebenso Sexismus gegenüber Männern. Wie Diskriminierung meist dort entsteht, wo ein starkes Ungleichgewicht herrscht. Wie kommst Du bitte auf anderweitige Unterstellungen bezüglich Aussagen meinerseits? Zudem bin ich angehende Erzieherin – ich könnte Dir also selbst Beispiele von Sexismus nennen.
              Und „Hase“ als Bestandteil eines Nicknamens an sich hat rein gar nichts mit Sexismus zu tun.

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              • gerks sagt:

                „Ja, es gibt ebenso Sexismus gegenüber Männern. Wie Diskriminierung meist dort entsteht, wo ein starkes Ungleichgewicht herrscht.“
                @Mondhasenkind: Dann ist ja gut. Du kommst damit in meine Schublade „Equalistin“. Denn aufgrund dieser Aussage nehme ich an, dass du dich sstark für bevorzugte Einstellungen von Männern in deinem Berufszweig einsetzt, damit das starke Ungleichgewicht auch dort reduziert werden kann.

                /das mit dem „Hasen“ war ein Scherz, erkennbar am Zwinkersmilie am Ende)

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          • kinchkun sagt:

            Ich arbeite in der IT Branche. Ich arbeite da auch mit Frauen zusammen. Ich habe sie auch zu entsprechenden Erfahrungen gefragt und bisher noch keine Aussage bekommen, dass sie besonders mit Sexismus zu kämpfen hätten.

            Sind vielleicht stochastische Ausreißer. Bei einer einstelligen Anzahl an Frauen kann das passieren. Oder sie wollen nicht darüber reden, wer weiß. Ich kann nur aus meiner Erfahrung, keinen Sexismus, zumindest in den Firmen und Institutionen in denen ich gearbeitet habe, bestätigen.

            Aber: Hast du Frauen aus den entsprechenden Beruf aktiv gefragt? Oder woher beziehst du dein Wissen?

            Last but not least: Die Frage warum ein Geschlechtsungleichgewicht immer Sexismus zur Folge oder als Ursache haben musst, hast du leider mit keiner Silbe beantwortet.

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      • Wo hab ich was von Quoten geschrieben? Ich halte die Quote für keine gute Sache.

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      • flyingtoaster sagt:

        Immerhin ist gerade die erste Frau dabei das Land zu ruinieren. Ist doch auch mal was.

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        • Wtf? Als wenn einzelne Menschen sowas überhaupt könnten) und nur deshalb, weil sie eine Frau ist. Klar… m)

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          • flyingtoaster sagt:

            Das kann eine einzelne Person. Energiewende und Flüchtlingspolitik ist Merkels Werk.
            Beides wird Deutschland schwer zu schaffen machen. Die Probleme fangen jetzt erst an.
            Ich bin mir ziemlich sicher, bei einem Mann wäre diese Politik so nicht durchgegangen.
            Sobald Frauen im Spiel sind, wird nicht mehr offen diskutiert.
            Das hat viele Charakterköpfe aus der Politik gedrängt und zurück bleiben die farblosen Gestalten, die uns z.Zt. regieren.
            Heiner Bremer hat mal in einem Interview bei Fernsehkritik.tv gesagt, dass er sich wundert wie ansonsten sehr scharfzüngige Männer plötzlich Hemmungen bekommen, wenn ihr Gegenüber eine Frau ist.

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            • Also hat eine einzige Frau dafür gesorgt, dass die männlichen Anführer alle farblose Gestalten wurden. Das ist… beeindruckend, würde ich sagen.

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              • IULIUS sagt:

                Beim besten Willen wird sie trotzdem nicht mit Schröder mithalten können…

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              • gerks sagt:

                Ich würde aber auch sagen, dass es genau damit zu tun hat. Als einzige Frau hatte sie natürlich auch besonderen Schutz. Man muss sich nur anschauen, wie die Medien auf den Angriff von Seehofer reagiert haben. Die Grüne Roth meinte sogar, ob er denn keine Kinderstube hätte, weil eine Frau(!) dürfe man nicht so vorführen:
                Und er musste sogar „den Schwanz einziehen“ weil alle diesen Angriff (der einem Mann gegenüber nicht mal ansatzweise so kommentiert worden wäre) so scharf kritisierten.
                http://www.welt.de/politik/deutschland/article149118640/Seehofer-rechtfertigt-seinen-Angriff-auf-Merkel.html

                Also SOO verwunderlich ist diese Kaltstellung aller Männer durch Merkel nicht @Erzaehlmirnix. Mit Geschlecht hat das nichts zu tun., Nur mit Geschlechterbonus. Genauso wird es bei Clinton sein, sollte sie Präsidentin werden Sie spielt ganz bewusst bereits die Gender-Karte.
                Leider denken viele Frauen „Wau die zeigt es den Männern“ und übersehen völlig wieviel Vorteile bereits Menschen die zufällig weilblich geboren worden sind, durch reinen FrauSein in der Politik genießen. Wäre es anders, bräuchte es keine Quote. Dann würde dieses tolle angeboren Durchsetzungsvermögen reichen, oder?

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            • Lomi sagt:

              „Sobald Frauen im Spiel sind, wird nicht mehr offen diskutiert.“

              Das halte ich für ein starkes Vorurteil!
              Unter Helmut Kohl ist auch nicht offen diskutiert worden. Helmut Kohl hat ganz ähnlich wie Merkel alle Konkurrenten aus dem Weg geräumt. Die Kohl-CDU war nicht für heftige Debatten bekannt. Das assoziierte man eher mit der SPD (in der es dank Schröder und Müntefering dann auch sehr viel ruhiger wurde). Das Diskussionsklima in einer Partei wird durch Machtverhältnisse und nicht durch Geschlecht bestimmt. Beißhemmungen in der aktuellen CDU haben wenig damit zu tun, dass Merkel eine Frau ist, sondern dass viele Parteiobere eher an die Karriere denken und dass offene Konflikte wenig karriereförderlich sind.

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      • gerks sagt:

        Ja Annelise Müller, das steht „Erfindungen“ und daher ist es umso lustiger das @Mondenkind „Sorgfältiger lesen, statt vorschnell Dinge anzunehmen, ist zielführender“ geschrieben hat.

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    • kinchkun sagt:

      Pro-Tipp: Aussagen, die den Anfang eines Comics machen sind fast immer die Aussagen, die im Comic demontiert werden.

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    • AmunRa sagt:

      Da fragt man sich ob du den Comic absichtlich falsch verstanden hast, um dich ein wenig aufregen zu können? Mach dir nichts draus, den Impuls haben viele Leute (ich auch). Da hilft durchatmen und noch mal lesen.

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    • Ganduin sagt:

      Man sollte schon verstanden haben was man kritisiert, ehe man damit loslegt.

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    • @ Mondhasenkind Naja, das Pokerding beschreibt ja eben das.

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  3. laminatrix sagt:

    Was wäre es schon, wenn es nicht kontrovers wäre. Ich selbst bin so eine Ambivalenzsexistin und stehe auch gern dazu, trotzdem piense ich nicht rum. Mich freut es vielmehr für Dich, dass der ganze Spaß jetzt verlegt wird und dass mein erstes Blogabo auf KWICK! jetzt in die Buchläden einzieht🙂

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  4. Lisa sagt:

    Mir gefallen die Comics, auch die unbequemen. Sie zeigen wunderbar die üblichen Logiklöcher in den meisten „FB Diskussionen auf. Ich freue mich sehr über die Erklärung, weil ich manchmal intuitiv merke“da stimmt in der Argumentation was nicht“, es aber nicht gleich erkenne.

    Werde mir das Buch kaufen und wünsche Dir, Nadja, gute Nerven und weiterhin Witz und Kreativität!

    Danke

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  5. flyingtoaster sagt:

    Ich werde das Buch natürlich nur kaufen, damit ich als „verifizierter Kauf“ eine negative Bewertung schreiben kann.

    Allerdings muss ich vorher bei meiner Peer-Group nachfragen, was an den Comics nochmal so schlimm und verwerflich ist. Selber lesen werde ich die sicher nicht, das könnte mir ja dauerhaften Schaden zufügen.

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  6. yannaba sagt:

    Hurra, habe gerade gesehen, dass meins auch auf dem Weg ist. Ich freu mich drauf.

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  7. tom174 sagt:

    „Ich warne also besser vor: Kauft Erzaehl mir nix nicht, wenn eure Gefühle Schaden nehmen von der Tatsache, dass in dem Buch Benachteiligungen von Männern genauso Thema sind wie Benachteiligungen von Frauen. Also wenn ihr mit sowas nicht klarkommt …“
    Super.. das sagst jetzt:/
    Wann sind die Lesungen wo?

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  8. Bennsen sagt:

    Mit mir scheint etwas nicht in Ordnung zu sein: Kein einziger der oben gezeigten Comics löst bei mir Empörung oder Wut aus. Stattdessen empfinde ich dieses seltsame Gefühl, das dafür sorgt, dass sich die Mundwinkel nach oben bewegen. Ich werde umgehend einen Arzt aufsuchen und mir vielleicht auch im Anschluss gleich das Buch kaufen…🙂

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  9. david sagt:

    Herzlichen Glückwunsch auch nochmal!

    Es stimmt zwar, dass wie kinch sagt, die ersten Aussagen meist demontiert werden, aber für mich entsteht der Eindruck, dass die werte Zeichnerin durchaus hinter diesen beiden Aussagen steht:

    „Männer müssen Schwäche und Unsicherheit zeigen, um ihre Situation zu verbessern“

    „Frauen konnten keine Erfindungen machen, weil Männer sie nicht haben mitspielen lassen“

    Ich glaube, die feministischen Leserinnen werden mit diesen für sie wenig kontroversen Aussagen überhaupt keine Probleme haben. Ich schon eher.

    Man(n) braucht übrigens nicht zwingend Frauen (und deren Gnade) zum Pokerspielen, genauso wie Frau keinen Mann brauchen sollte, um was zu erfinden😉

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  10. einsiedler sagt:

    hallo männer! sex kann man auch einvernehmlich mit mädels haben:

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    • Mona sagt:

      Wieso sollten Männer mit Mädels Sex haben?
      Wäre es nicht passender, wenn Männer mit Frauen und Jungs mit Mädels Sex haben?
      Ich versteh das immer nicht, wieso man Frauen Mädels nennt, aber gleichzeitig das andere Geschlecht Männer genannt wird, statt Jungs, wie es zu Mädels passen würde.

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      • IULIUS sagt:

        Mir ist es auch ein Rätsel warum Hütte Hütte heißt und nicht Haus.

        Dann kam ich aber auf die Idee, daß es am Sprachgebrauch liegen könnte.

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        • Mona sagt:

          Hütte heißen Hütte und Mützen heißen Mützen. Oder sagst du zu einem Hut Mütze und umgekehrt?

          Mir ist schon klar, dass es viele so sagen und deswegen andere das auch so sagen und der Sprachgebrauch so wird, obwohl es nicht zusammenpasst. Trotzdem darf ich das doof finden und drauf hinweisen, dass man ja auch einfach antizyklisch immer von Jungs und Frauen reden könnte, statt Männern und Mädels.

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          • IULIUS sagt:

            Kann man und macht man auch. Es bringt nur nichts sich an Wortgebräuchen sich hochzuziehen. Einfacher ist die Worte so zu gebrauchen, wie einem das selber gefällt. Wenn anderen das auch gefällt übernehmen die das evtl..

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          • Lomi sagt:

            Kannst Du doof finden. Es ist wahrscheinlich auch doof. „Mädels“ wird vermutlich als „unerwachsen“ verstanden und dann ist der Gegensatz Männer/Mädels doof.

            Aber vielleicht muss es auch nicht so sein.
            Mal gegen den Strich gelesen: „Mädels“ könnte auch positive Assoziationen wecken, z.B. „jung“, „jugendlicher Esprit“, Beweglichkeit, Flexibilität, Charme, Feierfreudigkeit. Das sind zumindest meine Assoziationen. Ich denke nicht in erster Linie an Kinder, weil ich das in diesem Zusammenhang auch vollkommen abwegig finde. Ich denke aber eben auch nicht an gesetztere Frauen.

            Was soll s, unterm Strich verstehe ich Dein Monitum schon, Mona.

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            • Mona sagt:

              Mit KIndern bring ich das gar nicht so sehr in Verbindung. Mädels erinnert mich immer an Partymenschen, die Prosseco trinken bei jeder Gelegenheit, immer nur auf Kleidung, Haare und Make-Up achten und sich als Dummchen darstellen. Ich stelle mir vor, dass Daniela Katzenberger die Wörter „Mädels“ in Kombination mit „Männern“ benutzt. Ich hab überhaupt nichts dagegen dagegen, wenn man Frauen Mädels nennt, das tun ja viele selbst. Ich finde nur, wenn man schon Mädels sagt, kann man ja auch Jungs sagen. Es gibt doch Männer sich sich und ihre Kumpels „Jungs“ nennen.

              Ach ich glaub, ihr habt alle verstanden, wie ich das meine.🙂
              Mir ist dieser Kontrast zwischen den Wörtern „Mädels“ und „Männer“ zu extrem.

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          • nessii sagt:

            Es ging übrigens um Hütten, nicht um Hüte. (Ja, das musste ich jetzt ergänzen, der Plural von Hut hat nämlich nur ein T.)

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      • einsiedler sagt:

        dann halt:“für alle notgeilen und fickbereiten männer mit samenstau hab ich was gefunden:“

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  11. Klugscheisser sagt:

    Lustig, wie das intellektuelle Gefälle in den Kommentaren sichtbar wird! Von „Haha! Das ist ja geil pointiert, hab ich auch schon erlebt!“ über „Das darfst du so nicht schreiben, das stimmt nicht exakt“ bis „Boa, die beleidigt mich damit, die schlampe! steinigt sie!“
    Zu dem Thema hat auch schon ein anderer was gesagt….in dem Sinne: „Darf er das?“

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  12. oO Woher weißt du dass ich deine Comics gerne ausdrucke um sie bei passenden Vollpfosten zufällig liegen zu lassen? Gruselig!

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  13. St. Elmo sagt:

    Mein Exemplar ist gestern angekommen🙂

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  14. Nick sagt:

    Ersetze „ihr habt mich noch nie mitspielen lassen“ durch „ihr habt noch mit mir gespielt“, dann finde ich den Comic ziemlich gut.

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    • david sagt:

      “ihr habt noch NIE mit mir gespielt”

      ..fehlte da😉

      Finde die Analogie aber auch so nicht so gut. Zum Poker-Spielen braucht man andere, zum Erfinden nicht unbedingt.

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      • Lomi sagt:

        Erfinden kann man alleine, aber das geht wohl auch nicht immer. Ich schätze mal, insbesondere technische Erfindungen verbrauchen recht viel Ressourcen. Der Erfinder braucht also:
        – eine Stelle
        – Geld
        – ein Labor, eine Werkstatt
        – Angestellte
        – Zugang zur scientific community oder zur Wirtschaft

        Hier würde ich schon annehmen, dass man in früheren Zeiten gegenüber Frauen geizig war und sie nicht „mitspielen“ ließ.

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        • david sagt:

          Gerade früher waren Erfinder meist einsame Tüftler, die brauchten keine „scientific community“.
          Die Werkstatt und das Material bekam der männliche Erfinder auch nicht geschenkt.

          Ich frage mich auch immernoch, wie man sich erklärt, dass Frauen zwar die Fächer Medizin, Chemie oder Biologie erobern konnten, aber nie Physik, IT und die Ingenieursberufe.

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          • Lomi sagt:

            „Gerade früher waren Erfinder meist einsame Tüftler, die brauchten keine “scientific community”.
            Die Werkstatt und das Material bekam der männliche Erfinder auch nicht geschenkt.“

            Wahrscheinlich muss man den historischen Zeitraum bestimmen, über den man redet. Ich dachte eher an die frühe industrielle Revolution. Größere Maschinen sind vermutlich eher ressourcenintensiv erfunden worden. Dagegen hat der Huygens sein Fernrohr oder Mikroskop wohl als kleiner Selbstständiger erfunden.

            „Ich frage mich auch immernoch, wie man sich erklärt, dass Frauen zwar die Fächer Medizin, Chemie oder Biologie erobern konnten, aber nie Physik, IT und die Ingenieursberufe.“

            Letztere sind sehr mathematik-intensiv. Das könnte eine große Hürde sein. Andererseits ist der Ingenieur ein Abschluss, den sehr oft Bildungsaufsteiger wählen, also Kinder aus Nicht-Akademiker-Haushalten. Womöglich suchen Frauen den Bildungsaufstieg über das Lehramtsstudium. Und da spielt natürlich die Neigung eine Rolle: Wer Ingenieur werden will, muss sich für Technik interessieren.

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            • david sagt:

              Natürlich ist es Neigung (und Begabung).
              Die Frage ist nur, wie Feministinnen sich das erklären, warum es ausgerechnet diese Fächer sind.

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              • Lomi sagt:

                Eine feministische Erklärung würde/könnte in etwa so aussehen:
                – unsere Kultur unterscheidet Männer und Frauen in Form von Geschlechternormen
                – diese Geschlechternormen sind auch bezogen auf Verhaltensweisen, Geschmacksvorlieben, Interessen usw.
                – Die Normen werden durch Sozialisation weitergegeben: Durch das Elternhaus, durch Schule, unterstützt durch Medien und wichtige gesellschaftliche Akteure (Kirche, Wirtschaft, Politik usw.)
                – die Normen werden verinnerlicht als Forderung, einem bestimmten Ideal zu entsprechen, damit man als weiblich/männlich von der Gesellschaft akzeptiert wird. Widersprechende Wünsche werden unterdrückt aus Furcht vor Ächtung und Beschämung
                – Berufe, Studiengänge werden durch Selbstselektion geschlechtsspezifisch: Männer und Frauen wählen die zu den Geschlechternormen passenden Berufe und Studienfächer
                – verstärkt wird das durch soziale Schließung: z.B. technische Studiengänge oder Arbeitsplätze sind tradiert männerdominiert und die dort bereits anwesenden Männer schaffen ein Klima, in dem sich die Frauen nicht wohlfühlen.

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                • david sagt:

                  Auch das ist mir alles klar🙂

                  Nochmal präziser: –
                  warum sind gerade diese Fächer männlich bzw. weiblich, wie kam es überhaupt (kulturübergreifend nahezu identisch) zu genau dieser Aufteilung?
                  und vor allem: warum hat sie sich in den genannten Fächern die „Tradierung“ gehalten, während sie in anderen Fächern überwunden wurde?

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                  • Lomi sagt:

                    Ist das kulturübergreifend? Wäre mal spannend, z.B. die Zahlen aus der Sowjetunion und der DDR zu betrachten. Gut möglich, dass es da Unterschiede gab zu dem, was wir hier als normal ansehen.

                    Aber was die feministische Erklärung angeht: weiß ich nicht so recht. Bei Bourdieu las ich mal was vom „mediterranen Sockel“ unserer Gesellschaft. Das war so etwas wie die Behauptung, dass die Geschlechterstereotype halt ihren Ursprung im Mittelmeeraum hätten, vermutlich via Griechenland und Rom usw.

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                    • david sagt:

                      Ist das kulturübergreifend?

                      Ist die Frage ernst gemeint?

                      Selbst in der Sowjetunion und der DDR gibt es die „traditionelle“berufliche Segregation, allerdings sind diese politischen Systeme mit zentraler, ideologischer Steuerung sicher nicht der beste Maßstab für kulturelle Invarianz. Es wäre ja durchaus auch ein feministischer Gottesstaat denkbar, welches alle Berufe streng quotiert zuteilt😉

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                    • Mona sagt:

                      Ich denke auch eher nicht, dass es kulturübergreifend ist. Ich wurde nicht in Deutschland geboren und als ich hierhin kam, hab ich das allerste Mal überhaupt gehört, dass Mathe schwer sei oder dass es besonders schwer für Mädchen sei, die verstehen das meiste ja nicht oder brauchen lange und viele Erklärungen.
                      Ich versteh nicht, woher das kommt. Wie kommt man überhaupt auf die Idee, dass Mathe für Mädchen scher sei? In Asien ist dieser Gedanke nicht verbreitet. Jeder, der zur schule geht, lernt Mathe und mal kann einer das besonders gut und schnell, mal einer besonders langsam und nicht so gut, aber es kommt doch niejemand auf die Idee zu sagen, ach das liegt daran, dass du ein Mädchen bist, Jungs können das halt von Natur aus schneller/besser.

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                    • Nick sagt:

                      Wie kommt man überhaupt auf die Idee, dass Mathe für Mädchen scher sei?

                      Derdie Deutsche Bildungsbürger_in hat halt die „Einzigartigkeit DerFrau (an sich)“ erfunden und sakralisiert aka auf ein Podest gestellt. Mathematik wiederum gilt auch als wenig „feinsinnig“ und das ist eher „einer Frau nicht würdig“. Das legte sich etwas, insbesondere in den 1960ern, bis der Radikalfeminismus zum „cultural feminism“ geriet und gleichzeitig in der westlichen Welt zum Mainstream wurde.

                      Es gibt durchaus mehr männliche Mathecracks* als weibliche, aber das heißt nicht, dass es nicht auch weibliche Mathecracks gibt. Vor allem aber lässt sich daraus nicht der Schluß ziehen, dass „Jungs besser in Mathe seien als Mädchen“. Im Schnitt dürfte es da keine großen Unterschiede geben. Bei Jungs ist es nur breiter gestreut als bei Mädchen.

                      (Motivation spielt auch eine Rolle)

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                    • Mona sagt:

                      🙂 Ich hab mir noch nie Gedanken gemacht, ob Mathe feinsinnig ist. Ich denke, wenn mich jemand fragen würde, ist Mathe feinsinnig, würde ich ja sagen. Weiß auch nicht warum.

                      Als KInd ist mir diese Meinung in der Schule so sehr entgegen geschlagen, dass ich überlegen musste, was mit mir denn falsch ist, dass ich kein Problem mit Mathe habe und es mein liebstes Fach war. Alle treten mir so entgegen als wäre etwas falsch mit mir, jetzt auch noch, weil meine Studienwahl auch darauf basierte, was meine liebsten Fächer waren.
                      Deswegen denke ich, dass es jetzt wahrscheinlich auch diese Meinung in der Schule durchkommt, also durch die Eltern der Kinder usw. Dann bekommen die Jungs gesagt „Mathe macht Spaß. Mit Mathe kannst du dies und das berechnen und das herausfinden. Damit kannst du Ingenieur, wie dein Vater, und Erfinder werden“ und Mädchen wird gesagt „Ja, Mathe ist schwer. Da musst du duch, es ist ein wichtiges Hauptfach. Ist auch nicht schlimm, wenn du da ein bisschen schlechter drin bist, deine Mutter konnte das ja auch nicht besonders.“

                      Das ist für mich so typisch deutsch wie zu sagen:
                      Mädchen haben eine schöne Schrift und sind in Sprachen so gut und sind sozial eingestellt. Ich hab keine schöne Schrift, dadurch werde ich angeschaut als dürfte ich nicht weiblich sein. Ich will einfach so sein und auch so einfach akzeptiert werden, wie ich halt bin.
                      Wenn ich von der 1. Klasse in Deutschland zur Schule gegangen wäre, dann wär ich dort bestimmt ein viel angepassteres Mädchen also von den Lieblingsfächern und was ich kann und nicht kann und was ich schwer finde und was ich toll finde. Also ich wär das geworden dadurch, dass alle anderen Mädchen um mich herum so waren und ich nicht abgelehnt werden wollte. Da ich aber schon paar Jahre Schule in einem anderen Land hinter mir hatte, war ich halt auf Mathe eingeschossen und wollte das auch nicht ändern, weil ich ja für mich herausgefunden habe, dass ich es mag.

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                    • Nick sagt:

                      *) Der begriff „Nerd“ verdeutlicht, dass Mathe nicht gerade als „feinsinnig“ gilt. Und es gehört sicher nicht zum Stolz der meisten Frauen, als „nicht feinsinnig“ zu gelten. Das ist doch die profan-männliche Gefühlswelt.

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                    • Lomi sagt:

                      “ Der begriff “Nerd” verdeutlicht, dass Mathe nicht gerade als “feinsinnig” gilt. Und es gehört sicher nicht zum Stolz der meisten Frauen, als “nicht feinsinnig” zu gelten. Das ist doch die profan-männliche Gefühlswelt.“

                      Nach meinem Dafürhalten ist die Feinsinnigkeit eher eine bildungsbürgerliche Angelegenheit. Insgesamt vermute ich, dass das Frauenideal der sensiblen, kommunikativen, fürsorglichen, kultivierten Frau aus dem Bürgertum stammt. Wenn man Frauen aus anderen Schichten kennenlernt, erkennt man schnell, dass dieses Ideal von vielen gar nicht mal ansatzweise gelebt wird und vermutlich auch keinen großen Stellenwert hat.

                      Man könnte noch weiter differenzieren:
                      Mathe ist profan und nicht bildungsbürgerlich feinsinnig.
                      Für Frauen aus Arbeitermilieus könnte man das modifizieren. Mathe ist profan und nicht ästhetisch. Denn hier spielt weniger die Feinsinnigkeit eine Rolle denn eine gewisse ästhetische Neigung, die sich ausdrückt in Mode, Interesse für Klatsch und Tratsch der Reichen und Schönen und für Wohnungseinrichtung.

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                    • Lomi sagt:

                      Der Nerd ist ja nicht nur profan, sondern galt lange auch als beispielhaft unästhetisch: Dicke Brillengläser, starker Rahmen, verpickelt, komplett umoderne Klamotten, ungepflegt.

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                    • Nick sagt:

                      Nach meinem Dafürhalten ist die Feinsinnigkeit eher eine bildungsbürgerliche Angelegenheit.

                      Meinst du Bildungsbürgertum als Sonderfall des Bürgertums?

                      Insgesamt vermute ich, dass das Frauenideal der sensiblen, kommunikativen, fürsorglichen, kultivierten Frau aus dem Bürgertum stammt.

                      Ja, das denke ich auch. Zumindest hat das Bürgertum das auf die Spitze getrieben. Insbesondere mit der Entdeckung der Erziehung hat man so eine neue und wichtige Rolle für die Frau gefunden (und diese wurde begeistert angenommen) Durch die zunehmende räumliche Trennung von häuslicher und ökonomischer Sphäre war die Frau von der Produktion abgeschottet (Schwangerschaft war praktisch ein Dauerzustand) und es musste eine neue Daseinsberechtigung her. In der Argargesellschaft hatte sie noch einen festen Platz in der Produktion.

                      Wenn man Frauen aus anderen Schichten kennenlernt, erkennt man schnell, dass dieses Ideal von vielen gar nicht mal ansatzweise gelebt wird und vermutlich auch keinen großen Stellenwert hat.

                      Es lässt sich ja vor allem nicht leben, weil die Ressourcen fehlen. „Was mit Kunst/Kultur/Medien machen“ ist ein Luxus, den man sich leisten können muss.

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                    • Lomi sagt:

                      „Meinst du Bildungsbürgertum als Sonderfall des Bürgertums?“

                      Nicht unbedingt. Eher der Leute, die Geld und Zeit genug hatten, sich der Kultur hinzugeben, durch eine Frau ein „Haus führen“ zu lassen usw. Aber ehrlich gesagt, so genau kann ich es nicht zuordnen. Da fehlen mir die Kenntnisse.

                      „Es lässt sich ja vor allem nicht leben, weil die Ressourcen fehlen. “Was mit Kunst/Kultur/Medien machen” ist ein Luxus, den man sich leisten können muss.“

                      Eben. Es muss dieser Luxus gegeben sein. Gleichzeitig würde ich sagen, dass es aber auch unterschiedliche schichtspezifische Mentalitäten gibt. In eher arbeiterlichen Schichten dürfte es stärker eine pragmatische Orientierung geben. Dinge wie Kunst oder Philosophie gelten nicht viel, werden als unnütz und weltfremd angesehen. Der Umgangston ist eher direkt, etwas rauh, die Frauen wirken sehr viel zupackender und robuster als die feinsinnige Bürgerdame. Das ist mit Sicherheit auch eine Folge der allgegenwärtigen Arbeitsnotwendigkeit, die nicht viel Zeit zum Grübeln und Sinnieren lässt, sondern aktive Mitarbeit erzwingt.

                      Heute ist diese Notwendigkeit vielleicht nicht mehr ganz so stark und flächendeckend, aber die Mentalität ist noch da.

                      Insofern ist das Frauenideal der sozialkompetenten empathischen Person im Grunde ein Relikt der Klassengesellschaft. Gleiches gilt für die Neigung zu musisch-kultureller Bildung, was sich auch in der Studiengangswahl niederschlägt. Arbeitertöchter dürften in Kunstgeschichte gewiss unterrepräsentiert sein…

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                    • Nick sagt:

                      Insofern ist das Frauenideal der sozialkompetenten empathischen Person im Grunde ein Relikt der Klassengesellschaft.

                      Ja, das denke ich auch. Vor allem ist es ein Mittel der sozialen Distinktion und dazu gehört ebenso der „kultivierte“ Mann, der es sich leisten kann Frauen aufs Podest zu stellen.

                      In meinen Augen ist Michael Gwosdz in der Hinsicht ziemlich repräsentativ: „Alle Männer sind Schweine, auch ich. Aber ICH kann es mir leisten, mich ob dieser Tatsache zu schämen und vor DerFrau niederzuknien und um Verzeihung zu bitten! ICH habe Buße getan und bin deshalb VIEL weiter als ihr rohen und ungehobelten Proleten!“

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                    • Nick sagt:

                      Arbeitertöchter dürften in Kunstgeschichte gewiss unterrepräsentiert sein…

                      Dafür dürfte man sie öfter als Bürgerstöchter bei den Ings finden. Aber die meisten Arbeitertöchter studieren eher BWL oder Jura.

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                    • Mona sagt:

                      Ich kenne Arbeitertöchter in Mathe, Ing.-Fächern, Informatik, Wirtschafts-Ing, Wirtschafts-Mathe, Design (Mode und Produkte), Chemie, Umwelt-Ing. und Medizin.
                      Zu Jura hätte ich sie eher nicht sortiert. Das ist für mich etwas, was Lehrerkinder oder so studieren.

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                    • Lomi sagt:

                      „In meinen Augen ist Michael Gwosdz in der Hinsicht ziemlich repräsentativ: “Alle Männer sind Schweine, auch ich. Aber ICH kann es mir leisten, mich ob dieser Tatsache zu schämen und vor DerFrau niederzuknien und um Verzeihung zu bitten! ICH habe Buße getan und bin deshalb VIEL weiter als ihr rohen und ungehobelten Proleten!”“

                      Da ist was dran.

                      Meine erste Assoziation war: Das ist religiös, insbesondere christlich. Zum Christentum gehört ja das Bekenntnis, ein Sünder zu sein. Jeder Mensch ist sündig und bedarf daher der Gnade Gottes. Gott hätte eigentlich immer einen Grund zu strafen. Und nur der, der seine Sündigkeit anerkennt, kann zum Heil finden. Die Preisfrage ist im Falle von Herrn Gwsodz: Wer ist hier Gott? Die Frauen?

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                    • Nick sagt:

                      Das ist religiös, insbesondere christlich.

                      Es ist definitv eine Anlehnung an die Erbsünde.

                      Das erscheint mir aber vor allem: Protestantisch. Aber ich kenne mich da auch nicht so recht aus. Man müsste sich näher mit der protestanischen Vorstellung von Buße beschäftigen.

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                    • Lomi sagt:

                      @Nick

                      Zum Protestantismus siehe hier

                      „„Allmächtiger Gott, barmherziger Vater,
                      ich armer, elender, sündiger Mensch
                      bekenne dir alle meine Sünde und Missetat,
                      die ich begangen mit Gedanken, Worten und Werken,
                      womit ich dich jemals erzürnet
                      und deine Strafe zeitlich und ewiglich verdienet habe.
                      Sie sind mir aber alle herzlich leid und reuen mich sehr,
                      und ich bitte dich durch deine grundlose Barmherzigkeit
                      und um des unschuldigen, bitteren Leidens und Sterbens
                      deines lieben Sohnes Jesu Christi willen,
                      du wollest mir armen sündhaften Menschen
                      gnädig und barmherzig sein,
                      mir alle meine Sünden vergeben
                      und zu meiner Besserung deines Geistes Kraft verleihen.
                      Amen.”

                      http://irenenickelreligionskritik.beepworld.de/ichevlut.htm

                      Aus Spaß müsste man da einfach mal „Vergewaltiger“ einfügen usw.

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                    • IULIUS sagt:

                      “„Allmächtiger Vergewaltiger, barmherziger Vater,…“ ?

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                    • Nick sagt:

                      Zu Jura hätte ich sie eher nicht sortiert. Das ist für mich etwas, was Lehrerkinder oder so studieren.

                      Kann schon sein, ich kann mich da auch nur auf meinen Eindruck verlassen. Die Lehrertöchter die ich kenne neigen eher zu Kunst, Kultur, Sprachen oder eben .. Lehramt.

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                    • Lomi sagt:

                      @Julius

                      na gut, na gut. Dann eben so

                      „„Allmächtige Frau, barmherzige Mutter,
                      ich armer, elender, sündiger Mann
                      bekenne dir alle meine Sünde und Missetat,
                      die ich begangen mit Gedanken, Worten und Werken,
                      womit ich dich jemals erzürnet
                      und deine Strafe zeitlich und ewiglich verdienet habe.“

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                    • Nick sagt:

                      „“„Allmächtige Gebieterin, barmherzige Mutter,
                      ich armer, elender, sündiger Mann
                      bekenne dir meine alltägliche Vergewaltigung deiner heiligen Unschuld,
                      die ich begangen mit Gedanken, Worten und Werken,
                      womit ich dich jemals erzürnet
                      und deine Strafe zeitlich und ewiglich verdienet habe.
                      Sie sind mir aber alle herzlich leid und reuen mich sehr,
                      und ich bitte dich durch deine grundlose Barmherzigkeit
                      und um des unschuldigen, bitteren Leidens und Sterbens
                      deiner schmerzensreichen lieben Töchter,
                      du wollest mir armen sündhaften Menschen
                      gnädig und barmherzig sein,
                      mir alle meine Sünden vergeben
                      und zu meiner Besserung deines reinsten Herzens Kraft verleihen.
                      Amen.”

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                    • Nick sagt:

                      Da hatten wir wohl ähnliche Ideen, warum nur?

                      „Deiner reinsten Vagina Kraft verleihen“ wäre aber sex-positver.

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                    • Lomi sagt:

                      „“Deiner reinsten Vagina Kraft verleihen” wäre aber sex-positver.“

                      Boah!1!1!1 Gedanken-Vergewaltiger, Du! 11!

                      ^^

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                    • Mona sagt:

                      Hab einen Lachanfall. Wer hätte am Anfang des Kommentarstranges gedacht, dass noch soetwas kommt?😀

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                    • Nick sagt:

                      Gedanken-Vergewaltiger, Du!

                      Gar nicht! Ich bin unschuldig! Ich habe nur den Michael persifliert, der sich anmaßt für FRAUEN zu sprechen! DER geilt sich an der Vostellung einer jungfräulichen Vagina auf, niemals nicht ich!

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          • Nick sagt:

            Gerade früher waren Erfinder meist einsame Tüftler, die brauchten keine “scientific community”.

            Eine „scientific community“ sicher nicht, aber einen (geistigen) Zugang zum Stand der Technik plus die Möglichkeit, andere davon zu überzeugen dass die Erfindung viel Geld einspielen wird.

            Den Maßstab für den geistigen Zugang sollte man nicht versehentlich in den heutigen Verhältnissen setzen.

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  15. gruenkariert sagt:

    Habe einige Comics an der Bürotür hängen… Ich fürchte das werden dann bald mehr😀

    Zu der einseitigen Feminismuskiste: EMN, was hältst du von der These, dass heute nicht mehr „die Frau“, sondern Weiblichkeit unterdrückt wird? Sowohl bei Männern als auch Frauen. Sexismus führe (heute, hier) also nicht mehr dazu, dass Frauen benachteiligt werden, sondern konventionell weibliche Verhaltensweisen etc. Deshalb wird das Mädchen, das Fußball spielen will, heute gefeiert, wohingegen der Junge im Prinzessinnenkostüm die meisten Leute schlicht verstört. Usw.

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    • Lomi sagt:

      “ Deshalb wird das Mädchen, das Fußball spielen will, heute gefeiert, wohingegen der Junge im Prinzessinnenkostüm die meisten Leute schlicht verstört. Usw.“

      Ein Mädchen in Prinzessinnenkostüm erfährt diese Ablehnung aber nicht. Insofern wird Weiblichkeit nicht generell unterdrückt. Es gibt im Gegenteil doch noch den einen oder anderen Anhänger konventioneller Weiblichkeit.

      Benachteiligung von Männern bezieht sich auch nicht ausschließlich auf Fälle, wo kulturelle Männlichkeitsnormen verletzt werden, etwa wenn ein Mann Röcke trägt. Dagegen gibt es z.B. rechtliche Schieflagen beim Kindesunterhalt. Außerdem gibt es eine Ungleichverteilung von Risiken: Männer sind viel häufiger Gewaltopfer, sterben um Jahre früher als Frauen, arbeiten sehr viel häufiger in gefährlichen Berufen, werden härter strafverfolgt usw. Wenn also von Benachteiligung von Männern gesprochen wird, geht es nicht um „Weiblichkeit“. Althergebrachte Rollenbilder sind nur ein Teil des Problems.

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    • david sagt:

      Zu der einseitigen Feminismuskiste: EMN, was hältst du von der These, dass heute nicht mehr “die Frau”, sondern Weiblichkeit unterdrückt wird? Sowohl bei Männern als auch Frauen.

      Diese These habe ich wirklich noch nie gehört, interessant!
      Aber wo konkret wird Weiblichkeit bei Frauen denn unterdrückt, gibt es da Beispiele?
      Und wie definiert diese Theorie Weiblichkeit denn?

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      • gruenkariert sagt:

        Puh, das war gerade nur spontan aus der Erinnerung formuliert, weil es mir zu Anfang des Blogposts einfiel… Als erstes gelesen habe ich die These vermutlich bei Julia Serano im Kontext Transexualität. Sie hatte ein paar Beispiele zur unterschiedlichen gesellschaftlichen Akzeptanz von trans Frauen vs. trans Männern und begründete das mit einer tendenziellen gesellschaftlichen Geringschätzung von Weiblichkeit in beiden Geschlechtern.
        (Die Ecken, die Lomi ansprach, berührt das Ganze allerdings tatsächlich nur am Rande, soweit ich das gerade einschätzen kann. Freue mich aber auf Menschen, die dazu evtl. mehr Ahnung haben.)

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        • Lomi sagt:

          “ Sie hatte ein paar Beispiele zur unterschiedlichen gesellschaftlichen Akzeptanz von trans Frauen vs. trans Männern und begründete das mit einer tendenziellen gesellschaftlichen Geringschätzung von Weiblichkeit in beiden Geschlechtern.“

          Das ist ein schwieriges Beispiel. Die Akzeptanz von Trans-Personen ist – auf Zahlen bezogen – eher ein extremerer Fall. Ich weiß nicht, ob man diesbezüglich die Wertschätzung der Weiblichkeit wirklich ablesen kann. Ich halte das für ziemlich konstruiert.

          Meine Meinung:
          – Es gibt in unserer Kultur eine starke Wertschätzung von Weiblichkeit, zumindest einer bestimmten Weiblichkeit (die Frau als das intelligentere, friedlichere Wesen usw., die Mutter und vieles mehr in dieser Richtung)
          – Gleichzeitig gibt es auch eine Ablehnung von Weiblichkeit: manche typisch als „weiblich“ beschriebenen Verhaltensweisen werden zugleich als schlechte Eigenschaften benannt, wie z.B. hohe Emotionalität.
          – Es gibt eine hohe Wertschätzung für Männlichkeit in Gestalt tausender Helden in Film und Fernsehen
          – Gleichzeitig gibt es eine breite Abwertung von Männlichkeit als triebhaft, gewalttätig, faul, machohaft, unkommunikativ, emotional verarmt usw.

          Unterm Strich – so meine ich- gibt es hier keine monolithischen Bilder im Sinne von schwarz vs. weiß.

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        • Michaela Lusru sagt:

          @gruekariert
          @EMN

          „fürchte, bald werden es noch mehr (Comics an meiner Tür)“ –
          Dann schaut mal hier (Comic gesucht)

          „Wer Sex für Sexismus hält ist SEXIST*in !“

          Oder:
          Wer eine natürliche Entität bereits für deren pervertierte Ausgabe hält, bezeugt seine eigene Pervertion, den eigenen – Ismus.

          Man könnte hinzufügen:
          In allem was du tust, lass einen Rest ….

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  16. maSu sagt:

    EMN hasst Frauen! Jetzt ist es raus! Du böse Männerrechtlerin ;D

    *bestellt*

    Wann kommt Fettlogik?😀

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  17. Sicher, dass nicht das „Hilfreich“ zum Dislike geführt hat und der Verfasser (m/w) eher ein Grammatikalischer Nationalsozialist (m/w) war?

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  18. Mona sagt:

    Herzlichen Glückwunsch!
    Ich schau morgen mal, ob man das auch in der Stadt bekommt.

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  19. Ah, danke für den Tipp. Ich hatte Deine Seite noch gar nicht ge-like-d!😉

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  20. MiSa sagt:

    Glückwunsch auch von meiner Seite. Ich habe heute 3 Exemplare bestellt, eins für mich, zwei zum Verschenken🙂

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  21. nessii sagt:

    Hatte es gestern auch endlich in der Hand und habe es natürlich in einem Rutsch durchgelesen. Immer wieder lustig, ich mochte auch die neuen Einleitungscomics zu jedem Kapitel. (Wobei dem Rechtschreibnazi in mir aufgefallen ist, dass genau bei dem Comic, den du hier auch abgedruckt hast, ein kleiner Fehler drin ist. Im Buch steht nämlich „Fickt doch einfach alle, wenn ihr wollt“, was natürlich den Sinn des Satzes etwas verfremdet. ^^)
    Aber ansonsten wirklich super, empfehle ich gern weiter.🙂

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