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Veröffentlicht: Januar 15, 2016 in Uncategorized

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Kommentare
  1. Krischan sagt:

    Shell shockl gab es früher auch nicht. Gab es erst, nachdem „shells“ erfunden wurden😐

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    • Dummerjan sagt:

      Man muss nicht gar nicht soweit zurück gehen… Die aktuelle Bundeswehrkampagne hat auc hier gute Arbeit geleistet. Aber auch Feuerwehrleute und Polizisten haben mit ähnlichen Problemen zu kämpfen.

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  2. Patrick sagt:

    Es wurde auch früher schon bei Kriegs Heimkehrern von „wunderlichkeiten“ wenn auch unter anderen Namen, wie Krigeskrankheit und ohne diese genau Psychische beschreibung berichtet.
    Wenn man sich die Zeit nimmt kann man auch für viele andere Psychischeerkrankungen belge im Altertum finden. Die Menschen waren dann eben „tief melanchonisch“ oder einfach nur „wirr“ aber anders als bei der schädlichen Wirkung von Strahlen war das damals sehr wohl schon bekannt.
    Also der vergleich hinkt etwas…

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    • Ja, ich bin sicher, die schädliche Wirkung von Srahlen, war damals absolut unbekannt🙂 Sowas wie Sonnenbrand gibts ja auch erst seit ein paar Jahren^^
      Es ist fast so, als habe man früher zwar Symptome bemerkt, aber keinen Begriff und keine konkrete Ursache dafür benennen können …

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    • Tante Jay sagt:

      Mein Großvater war im Krieg für mehrere Tage verschüttet. Er war nachweislich zudem vor dem Krieg Pazifist und hätte sich eher die Hand abgehackt, als jemandem wehzutun.

      Als er aus dem Krieg zurückkam, war er ein anderer Mensch. Er hat jegliche „Fürsorge“ seitens des Militärs strikt verweigert, sprach oft tagelang nicht – für meinen Vater wars am schlimmsten, weil sein Vater ihn anfing, zu misshandeln. Als dreijähriger musste er z.b. stundenlang militärisch strammstehen. Wenn er sich bewegte, wurde er mit dem Ledergürtel verdroschen. Und so weiter.

      Eine meiner Omas ist bei jedem Probealarm, den es in den 80ern noch gab, ins hyperventilieren gekommen.

      Soviel zu „Traumatisierung gabs nicht“.

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  3. Wolfhilta sagt:

    Hat dies auf wolfhilta rebloggt.

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  4. david sagt:

    „ADHS“, „Autismus“ und „gewaltfreie Erziehung“ sind auch so neumodischer Kram, den früher keiner gebraucht und vermisst hat.

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    • Sandra Mückel sagt:

      Genau! Mein Vater hat noch mit dem Ochsentreiber dafür gesorgt, dass aus mir ein guter Mensch wurde. Ich schäme mich noch heute, dass ich mich nie für die Züchtigung bedankt habe. Verfluchte 68er!

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  5. Früher gab es auch sehr viel bessere Behandlungsmethoden für solche „Traumatisierungen“. Meinem Ur-Großvater der beide Weltkriege miterlebt hat, hat man an Silvester einfach ein paar Kopfhörer mit Lauter Musik aufgesetzt…

    Mein Opa erzählt immer wieder davon wie seine Nachbarn früher den „depressiven“ Sohn auf dem Dachboden eingesperrt hatten, bis der dann vom Dach sprang…

    Die gute alte Zeit.

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  6. cm27874 sagt:

    Aber wenn historische Beispiele für psychische Probleme oft durch Kriegserlebnisse erklärt werden können, was ist dann heute die Erklärung? Anders gesagt: wenn man es irgendwie schaffen könnte, nur die „echten“ psychischen Erkrankungen zu zählen, wäre dann die Quote früher genau so hoch wie heute gewesen? Und wie hätte sich diese Größe im Zeitverlauf entwickelt, beispielsweise in Abhängigkeit von Krieg und Frieden?

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  7. IULIUS sagt:

    Früher war es nicht solch ein Massenphänomen und ist daher weniger aufgefallen, bzw. konnte verschwiegen werden. Da konnte sich auch niemand solche Krankheiten leisten. Da hat man den Leuten in den Hintern gereten, dann ging es wieder irgendwie.

    Heutzutage ist es schon fast in, an einer psychischen Störung zu leiden.

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    • gnaddrig sagt:

      Ich würde mal einen ziemlich direkten Zusammenhang zwischen Wohlstand/Sicherheit und der Sichtbarkeit von psychischen Erkrankungen, Traumafolgen usw. vermuten. Solange man sich direkt um das körperliche Überleben sorgen muss (eine Woche krank -> eine Woche keinen Lohn -> eine Woche Hunger; bei einem Arbeitsunfall eine Hand verloren -> dauerhafte Arbeitsunfähigkeit -> Hunger/Bettlerkarriere) ist man in einer Art Notfallmodus, wo nachrangige Probleme einfach ausgeblendet werden. Bei unmittelbarer Lebensgefahr rennt man ja auch, u.U. mit verstauchtem Fuß, schneller als man sich das sonst vorstellen könnte.

      Mit zunehmender Sicherheit (Krankenversicherung, Lohnfortzahlung usw.) ist das pure Überleben nicht mehr ständig unmmittelbar in Gefahr und man hat überhaupt erst die Chance, sich mit psychischen Dingen zu beschäftigen. Dann kommen die Dinge hoch, die sonst zwecks Überleben irgendwo beiseitegedrängt waren. Das ist wahrscheinlich der Grund, weshalb heutzutage im Westen so viel Psychologie passiert. Ich bezweifle aber, dass Leute früher weniger psychische Krankheiten hatten oder dass weniger Leute an Traumafolgen litten.

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  8. Nick sagt:

    Heroinsucht ist auch so eine neumodische Erfindung. Früher gab es Heroin in der Apotheke, Junkies kannte man zu der Zeit nicht.

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    • netsmurf sagt:

      Vielleicht gibt es neumodische Züge.

      Bei Ratten scheint die Umgebung und die Anzahl von Gefährten eine große Auswirkung auf das Konsumverhalten zu haben.

      Ich habe mich letzt mit einem Freund unterhalten und er erzählte von einer Langzeitstudie mit 500(?) Teilnehmern. Ein Ergebnis scheint zu sein, dass ein große Anzahl menschliche Verbindungen ein wesentlicher Beitrag zu einem langen Leben sind (und nicht z.B. Vermögen).

      Mein Eindruck für psychische Erkrankungen ist, dass es auch sehr von der Umgebung abhängt, ob sich eine Besserung einstellt. Leute im „Glashaus“ der Therapiestation aufblühten und in kürzester Zeit in ihrem alten System zum ursprünglichen Zustand zurückfielen. Paar- oder Familientherapie nicht übernommen wurde.

      Früher gab es nicht die Methoden und „Menge“ an Versuchspersonen, um einen Krankheitsbegriff zu etablieren. Bei einer Rate 1 in 1.000 bei einem Dorf von 50 oder Stadt von 1.000, da wird es schon kompliziert zwei gleiche zu finden.

      Ich hätte die Idee, dass Verbindungen früher enger waren – einfach aus der Not. Z.B. 3 Generationen in einem Haus leben mussten. Dadurch mancher mit seinem Gedanken weniger allein war.

      Mit Sicherheit gab es früher auch psychische Erkrankungen. Wäre schön zurückzureisen und festzustellen, wie häufig sie waren und wie sie verteilt waren.

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      • Nick sagt:

        Vielleicht gibt es neumodische Züge.

        Stimmt schon, insbesondere ist es extrem „modeabhängig“, welche Droge gerade zu einer Bedrohung der abendländischen Kultur hochstilisiert wird. („War on Drugs“)

        Aber das Video hat auch so seine Schwächen. Das fängt damit an, dass Diamorphin das Gleiche ist wie Heroin, und natürlich nicht legal zur Schmerztherapie eingesetzt wird. Und natürlich machen auch therapeuthisch eingesetzte Morphine süchtig, deshalb werden sie nur mit großer Vorsicht eingesetzt. Das sind eben doch körperliche Phänomene.

        Wie mit dieser Sucht umgegangen wird ist eine ganz andere Frage, und da spielen die Lebenssituation und die Psyche selbstverständlich eine sehr große Rolle.

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        • IULIUS sagt:

          Das beantwortet auch nicht die Frage, warum Drogenabhängige auch Gruppen bilden. Nach der Theorie müßten sie dann ja mit dem Zeug aufhören.
          -> Das Viedeo scheint mir doch eher Propaganda statt informell zu sein.

          Die Leute in der Therapiestation werden oft medikamentös eingestellt, bzw. begleitet. Wenn sie die notwendigen Medikamente nach der Therapiestation absetzen, kann es dauerhaft keine Besserung geben. Da kann auch keine Verhaltenstherapie etwas bewirken.

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          • Nick sagt:

            Das beantwortet auch nicht die Frage, warum Drogenabhängige auch Gruppen bilden. Nach der Theorie müßten sie dann ja mit dem Zeug aufhören.

            Das sagt ja nichts über die Qualität der Bindungen.

            -> Das Viedeo scheint mir doch eher Propaganda statt informell zu sein.

            Das Video übertreibt maßlos, weil es nahelegt dass Heroin überhaupt kein Problem für Menschen sei, die über hinreichend soziale Bindungen verfügen. Aber deshalb ist nicht alles falsch. Das Video hat auch sehr gute Argumente gegen eine weitverbreitete Sicht auf Drogensucht.

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            • IULIUS sagt:

              Propaganda ist umso glaubwürdiger, wenn sie auf Wahrheiten aufbaut.

              Tatsächlich über- und untertreiben alle, wenn es um Drogen geht, je nachdem welche Meinung die Person hat. Wirklich neutrale Meinungen gibt es kaum.

              Es ist eine Binsenweisheit, daß Menschen mit funktionierenden sozialen Bindungen seltener abhängig werden. Ergo bringt das Video keine wirklich neuen Informationen.

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              • Nick sagt:

                Propaganda ist umso glaubwürdiger, wenn sie auf Wahrheiten aufbaut.

                Kafkatrapping.

                Es ist eine Binsenweisheit, daß Menschen mit funktionierenden sozialen Bindungen seltener abhängig werden. Ergo bringt das Video keine wirklich neuen Informationen.

                Es ist aber keine Binsenweisheit, dass z.B. Oxytocin einen unmittelbaren Einfluß auf die körperliche Abhängigkeit hat.

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                • Nick sagt:

                  (die Dichotomie „körperliche vs. psychische Abhängigkeit sollte man vielleicht überdenken)

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                • Nick sagt:

                  ..mich hat des Video jedenfalls zu einer Überprüfung meines Bildes von Heroinsucht gebracht. Und wenn man ein wenig dazu recherchiert, findet man mehr.

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                  • IULIUS sagt:

                    Mag sein. Das will ich auch nicht abstreiten. Für mich waren es jedenfalls keine neuen Argumente. Teilweise sind die Argumente falsch, wie bei jedem Drogensüchtigen, der seine Sucht nicht anerkennt und deshalb Drogenproblematiken bagatellisiert.

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                    • Nick sagt:

                      Für mich waren es jedenfalls keine neuen Argumente.

                      Wenn es für dich nicht neu ist, dass es einen unmittelbaren Zusammenhang zu körperlichen Abhängigkeitssymptomen gibt, dann verstehe ich nicht was dich an dem Video stört. Dann müsstest du auch wissen, dass diese Erkenntnis nicht gerade weit verbreitet ist.

                      Teilweise sind die Argumente falsch

                      Welches Argument ist in deinen Augen falsch?

                      ..wie bei jedem Drogensüchtigen, der seine Sucht nicht anerkennt und deshalb Drogenproblematiken bagatellisiert.

                      Das ist ein Scheinargument, das sehr regelmäßig auftaucht wenn gesellschaftliche Ursachen auch nur gedacht werden. Ein Scheinargument deshalb, weil es sich vollkommen beliebig auf jeden Erklärungsversuch gesellschaftlicher Faktoren anwenden lässt.

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      • Nick sagt:

        In light of this information, it appears that OXT (Oxytocin, das „Bindungshormon“) inhibits the development of opiate tolerance, dependence, and self-administration as well as the acute behavioral actions of and chronic tolerance to cocaine. This suggests the possible role of this neuropeptide in the regulation of drug abuse.

        http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9210215

        So einfach Substanz->Wirkung ist es halt selten.

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      • Nick sagt:

        Mit Sicherheit gab es früher auch psychische Erkrankungen.

        Vermutlich gab es vor allem andere.

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  9. maren2763 sagt:

    Bei meinem Mann wurde in erster Linie alles totgeschwiegen. Dadurch war es nicht präsent. Ein Onkel von ihm wurde jahrelang auf Schizophrenie behandelt, vererbt an die Kinder wurde aber die „Veranlagung“ für bipolare Störung. Als betroffen diagnostiziert sind mittlerweile 2 seiner eigenen Kinder als auch zwei seiner Nichten und Neffen (einer davon ist mein Mann). Es hat Jahre gedauert bis wir alle Mosaiksteinchen zusammenfügen konnten. Der Psychiater meines Mannes vermutet, dass der besagte Onkel evt. auch falsch therapiert wurde.
    Ich glaube, aufgrund der Kriege ist vieles darauf abgeschoben worden, aber es war existenzieller „zu funktionieren“. Die Familie hat mehr aufgefangen und mehr verschwiegen, um die Fassade den Nachbarn gegenüber aufrecht zu erhalten und innerhalb der Familie meines Mannes wurde jedenfalls Vieles verharmlost.
    In meiner Familie gab es in jeder Generation mindestens ein „schwarzes Schaf“ über das sich unsere Eltern ausschwiegen. Es hieß sie ist nur schwererziehbar und als sie erwachsen war „verschwand“ sie und keiner weiß wo sie heute lebt, bzw. ob sie überhaupt noch lebt.
    Letztendlich denke ich, dass es die Krankheiten alle schon immer gab und auch genauso häufig, früher nannte man das „Kind“ nur bei einem anderen Namen oder verschwieg es gleich ganz.
    Wäre ich heute zur Schule gegangen, hätte ich mit Sicherheit Ritalin bekommen. Früher sagten die Lehrer nur zu meinen Eltern, sie ist ein Wildfang und Klassenkasper.

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  10. Alex ii sagt:

    Früher, wenn einer von irgendwelchen Stimmen, brennenden Büschen und ähnlichem Unfug daher fabulierte, dann …

    Btw: Etwas konkreter
    „Amokäufe“ – „Erweiterte Suizide“ – „Bombenanschläge“
    wie schaut es mit solcherlei Störungen aus, kann man das geschichtlich/ kulturell abgrenzen?

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