Archiv für die Kategorie ‘Ratgeber’

Du hasst eine bestimmte Menschengruppe? Wunderbar, nutze diesen kleinen Leitfaden um deinen Hass voll auszuleben:

1. Sammle jeden Fall von unrechtem Verhalten, den deine Zielgruppe X begeht. Idealerweise gegen Mitglieder der „guten Gruppe“ Y. Also etwa X erschlägt Y oder X raubt Y aus oder ähnliches. Auch Gewalt gegen Kinder ist ein ideales Mittel, wann immer du etwas dazu findest, dass X ein Kind geschädigt hat, nutze das! Betone die Schrecklichkeit und Ungerechtigkeit der Tat.

2. Bastle um diese Sammlung der Untaten von Gruppe X eine Theorie, die erklärt warum Gruppe X ganz klar dazu neigt, Unrecht zu begehen im Gegensatz zu „guten Gruppen“. Ideal ist hierbei die Mischung zwischen Genen und Sozialisation. „Das liegt einfach in deren Kultur/Sozialisation“ etc. ist eine gute Begründung.

3. Betone, dass Gruppe X deine Gruppe Y hasst und bereits seit langem schädigt mit dem Ziel, sie zu unterdrücken oder zu zerstören.

4. Wenn ein Mitglied der guten Gruppe Y ein Unrecht an Gruppe X begeht, lable das als „Reaktion auf die Gewalt durch Gruppe X“ oder schlicht als „wehren“. Denn wie man aus Punkt 1 und 2 deutlich erkennen kann neigt Gruppe X zu bösem Verhalten und hat mit Sicherheit das arme Mitglied der Gruppe Y irgendwie provoziert oder angegriffen.

5. Besorge dir einige Alibi-Verbündete aus Gruppe X als Freunde/Bekannte und sprich dich so von dem Verdacht los, Gruppe X zu hassen. Nutze dafür folgenden Satz: „Unsinn, ich bin kein X-Hasser/X-Feind, ich habe Xe in meinem Bekanntenkreis und verstehe mich gut mit denen. Natürlich sind nicht ALLE aus Gruppe X böse. Aber man kann nicht die Augen davor verschließen, dass Gruppe X problematisch ist.“

6. Behaupte, dass Gruppe X eine besondere Macht hat, also z.B. von der Regierung besonders geschützt wird, mehr Geld oder sonstige Macht hat und behaupte weiterhin, dass zwar alle wissen, dass Gruppe X böse ist aber keiner sich traut etwas dagegen zu tun oder zu sagen. Behaupte weiterhin, dass ein Großteil der bösen Taten von Gruppe X gar nicht in die Öffentlichkeit kommt und eine riesige Dunkelziffer an Untaten existiert über die sich niemand zu reden traut. Verweise nochmal auf Punkt 1 und deine Sammlung.

7. Wenn ein Mitglied deiner eigenen Gruppe Y der Ansicht ist, Gruppe X sei nicht böse, dann erkläre, dass dieses Mitglied ganz klar manipuliert ist und durch die Indoktrination von Gruppe X so geschädigt, dass es seine Unterdrückung nicht mehr bemerkt.

8. Bleib positiv! Lass dich nicht darauf festnageln, was mit Gruppe X zu tun sei, denn Menschen reagieren empfindlich wenn man darüber redet ganze Gruppen zu schädigen. Sprich also eher darüber, dass Gruppe Y im Gegenzug mehr Unterstützung, mehr Förderung, mehr Schutz benötigt um die Schäden durch Gruppe X auszugleichen. Und natürlich muss jegliche Förderung von Gruppe X gestoppt werden, denn denen geht es ja jetzt schon zu gut!

9. Idealerweise bist du durch die vorherigen 8 Punkte an einen Punkt gekommen, an dem Gruppe X auf dich aufmerksam wurde. Wann also immer sich eines der Mitglieder im Ton vergreift mach eine riesen-riesen Sache daraus und erkläre, dass du von dem Hass durch Gruppe X förmlich überschüttet wirst. Dies ist der beste Beweis dass du recht hast und Gruppe X böse ist und jeden attackiert, der die Wahrheit über sie sagt!

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Konstruktiv kritisieren leicht gemacht!

Veröffentlicht: September 16, 2013 in Ratgeber
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Viele Menschen tun sich schwer konstruktiv Kritik zu üben, daher hier ein kleiner Guide, wie in Zukunft garantiert jede Kritik positiv ankommt:

1. Vergiss die Sandwichregel! Immernoch kursiert das Gerücht, Kritik ließe sich am besten in Sandwichform verpacken (Brot-Belag-Brot bzw. Lob-Kritik-Lob) aber mal ehrlich… weiß nicht jeder dass Kohlehydrate dick machen? Also vergiss das Brot, bzw. das Lob, das macht nur dick und selbstzufrieden. Kritisier los was das Zeug hält und verwirr den Kritisierten nicht mit positiven Aspekten

2. Bleib pauschal! Schlecht ist zunächst mal alles. Lass dich nicht darauf festnageln konkret zu sagen was dir nicht gefällt. Der kritisierte soll gefälligst selbst überlegen was er da für einen Quatsch gemacht hat, ist schließlich nicht dein Job ihm zu sagen was dir nicht gefällt.

3. Motiviere mit gutem Beispiel! Erkläre, dass du in 5 Minuten eine bessere Arbeit hingelegt hättest. Schweige dich darüber aus wie du das geschafft hättest und wahre so deine mysteriöse Aura des Expertentums.

4. Erkläre, dass die Arbeit falsch ist und dass es klare Fakten gibt weswegen des so ist. Motiviere zur Eigeninitiative und verweise nicht einfach auf die Quellen von denen du deine Fakten beziehst. Der Kritisierte soll selbst tätig werden und die von dir erwähnten Fakten finden. So stellst du sicher, dass er einen Lerneffekt erzielt.

5. Weise ihn darauf hin, dass das Thema seiner Arbeit komplett daneben ist. Es gibt nämlich weit wichtigere und relevantere Dinge die er statt dessen hätte bearbeiten können.

6. Ermutige ihn dazu, eine bessere Arbeit zu erstellen. Erkläre ihm genau wie diese zu sein hat und wie deine Wünsche aussehen, damit er nicht erneut einen Fehler begeht und etwas tut, das dir nicht gefällt.

7. Stelle klar, dass deine Meinung allgemeingültig ist. Verzichte dabei unbedingt auf Zeichen die auf Subjektivität hindeuten wie ein zögerliches „Meiner Meinung nach“ oder ein kriecherisches „Ich finde…“. Sei dominant und bringe rüber, dass du weißt was Sache ist indem du mit „Das ist so und so“ und „Fakt ist, dass…“ einleitest.

8. Sollte der Kritisierte deine Kritik nicht begeistert und dankbar annehmen und umsetzen, weise ihn darauf hin, dass seine Arbeit vermutlich genau deshalb so grundlegend schlecht ist weil er nicht kritikfähig ist. Hah!

Diskussionsretter.

Veröffentlicht: September 6, 2013 in Ratgeber
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Du steckst in einer Diskussion und merkst, wie dir die Argumente ausgehen? Kein Problem, füge einfach folgende Sätze ein:

1. „Ich bin nicht der Einzige der das so sieht“

2. „In deinem Alter habe ich das auch noch nicht begriffen“ (für Jüngere) – „In deinem Alter hättest du das schon begreifen müssen“ (für Ältere)

3. „Du bist ein [Rass-, Sex-, Narz-, ….]ist!“

4. „Lies dir doch einfach nochmal unsere gesamte Diskussion durch, dann wird dir klar dass ich recht habe“

5. „Ich hätte mehr [Intelligenz/Verständnis/Sinn für Humor/…] von dir erwartet“

6. „Schade, du hättest wirklich was aus dieser Diskussion lernen können“

7. „Diese ganze Diskussion hier ist der Beweis dafür wie recht ich habe“

8. „Lies doch erstmal Buch X bevor du hier mitschreiben willst.“

9. „Wenn du erstmal Erfahrung X gemacht hast wirst du das anders sehen!“

10. „Ich frage mich welches Motiv du hast, so zu argumentieren.“

11. „Du verstehst offenbar meine Argumente nicht.“

12. „Du bist wahrscheinlich [hässlich/verbittert/dumm/jungfrau/….] und siehst das deshalb so.“

13. „Ich kenne einen Betroffenen/Experten und der sieht das genau wie ich!“

14. „Schätzchen“ „Süßer“ „Mausepups“ „Herzchen“ „Putzilein“

15. „Nun werd doch nicht gleich so aggressiv, kein Grund sich so aufzuregen“

16. „Ich schlage vor dass du dich erstmal richtig informierst.“

17. „Deine Rechtschreibfehler beweisen…..“

18. „Deine Argumentation erinnert total an [Hier Name eines Massenmörders o.ä. einsetzen]“

19. „Auf diesem Niveau diskutiere ich nicht. Lies erstmal die Grundlagen.“

20. „Zum Glück denken nicht alle Leute wie du“

21. „Mit Leuten wie dir habe ich sonst zum Glück nichts zu tun. Ich kenne nur normale Menschen.“

22. „Ich werde dir ab jetzt nicht mehr antworten.“ …. „Das war jetzt wirklich meine letzte Antwort an dich.“ …. „Das wars jetzt wirklich.“

23. „Ich habe deine Aussagen jetzt gescreenshottet“

24. „Troll!“

25. „Allein dein [Name/Profilbild/Beschreibung] sagt schon Alles!“

26. „Lies nochmal was du da geschrieben hast. Willst du das wirklich so stehenlassen?“

27. „Ich weiß schon warum ich mit Leuten wie dir nicht diskutiere“

28. „Ich muss jetzt arbeiten, im Gegensatz zu dir habe ich noch anderes zu tun.“

29. „Du kannst nicht einfach behaupten dass [hier völlig absurde Behauptung einfügen]“

30. „Genau deine Argumentation ist der Grund für [Welthunger/Tod/Zerstörung/…]“

31. „Dir geht es nur darum [hier ganz böse Motive einfügen]“

32. „Denk in Zukunft mal besser nach bevor du (sowas) schreibst!“

33. „Ich hoffe durch unsere Diskussion hast du ein bisschen was gelernt.“

(Ein Repost vom 4. Mai 2012 aus den Bloganfängen. Mit ein paar Erweiterungen^^)

– Wenn er ohne dich mehr Spaß hat als mit dir ist das schlecht. Wenn er also ohne dich irgendwo hingeht terrorisiere ihn minütlich mit vorwurfsvollen SMS um sicherzustellen, dass er sich nicht amüsiert

– Sag niemals direkt, was du willst sondern lass ihn raten. Weine, wenn er falsch liegt, das spornt ihn an, in Zukunft mehr auf dich zu achten.

– Frage bei jeder Frau in Sichtweite danach ob er sie attraktiver findet als dich. So ist er gezwungen, sich intensiv mit der Optik der anderen Frau zu befassen. Weine, wenn er zu lange hinsieht, weine wenn er sie attraktiv findet und unterstelle ihm zu lügen, wenn nicht.

– Flirte mit jedem Mann in Sichtweite um ihm zu zeigen, wie begehrenswert du bist. Sei gekränkt wenn er eifersüchtig wird; wirf ihm vor dich nicht zu lieben, wenn er nicht eifersüchtig ist.

– berufe dich bei allen anstrengenden Arbeiten darauf, dass du eine Frau bist und zu schwach für solche Tätigkeiten. Sei empört wenn du “Frauenarbeit” machen sollst, denn du bist schließlich emanzipiert.

– Nörgle so oft es geht über deine körperlichen Mängel wie Cellulitis oder Fettrollen. Zwing ihn, ganz genau hinzusehen. Achte beim Sex aber peinlich genau darauf, dass diese Stellen keinesfalls sichtbar sind und liege notfalls absolut verkrampft und unentspannt da.

– Weise ihn so oft es geht humorvoll auf seine Problemzonen hin. Gib ihm lustige Spitznamen wie “Fetti” oder “Columbo”. Raste völlig aus wenn er das bei dir tut und rede drei Tage kein Wort mehr mit ihm.

– Erzähl deinen Freundinnen jedes Detail über ihn und tausche vielsagende Blicke mit ihnen, wenn er dabei ist. Raste völlig aus wenn du mitkriegst, dass er mit seinen Freunden über dich geredet hat und rede drei Tage kein Wort mehr mit ihm.

– Verbringe enorm viel Zeit mit Körperpflege und begründe dies damit, dass du nur für ihn schön sein willst. Pflege aber keinesfalls Stellen, die nur er zu Gesicht bekommt.

– Wenn es um die Filmauswahl geht setze dich durch indem du wenn sein Film brutaler ist anfängst zu weinen und sagst, dass dir die Gewalt darin Angst macht. Wenn sein Film weniger brutal ist mach dich über ihn lustig und frage ihn, seit wann er so ein Mädchen ist.

– sei immer auf Diät, wenn es darum geht, essen zu bestellen. Verwirf die Diät wenn das essen da ist und iss die Hälfte von seinem Essen. Werde wütend wenn er es dir nicht geben will und wirf ihm vor er gebe dir das Gefühl, fett zu sein

– nenne alle seine weiblichen Freunde nur abschätzig “die nuttige” oder “die mit den Titten”

– frag ihn, wie attraktiv er deine weiblichen Freundinnen findet. Sei eingeschnappt und nimms persönlich wenn er sie nicht attraktiv findet und mache eine Eifersuchtsszene, wenn er sie attraktiv findet.

– denk häufiger laut übers Schlussmachen nach damit er dich mehr zu schätzen weiß

– zieh ihn vor seinen Freunden mit seinen Schwächen auf damit sie sehen, was für ein Glück er hat eine so tolle Frau wie dich abgekriegt zu haben

– Und noch ein Bonustipp: leg nach einer Woche zusammensein „scherzhaft“ das Hochzeitsdatum auf das nächste Jahr fest. Plane von da an die Hochzeit und frage ihn welches Blumenarrangement er möchte, welche Kuchensorte und welche Schriftart auf den Einladungen ihm gefällt – natürlich immer mit ganz konkreten Angeboten. Wenn er Unwohlsein äußert wirf ihm vor, dass er keinen Humor habe und Ironie nicht erkenne. Teile ihm eine Woche vor dem festgelegten Hochzeitstermin mit, dass jetzt alles gebucht ist.

1. Such dir ein Lebensmittel, das allgemein für relativ gesund gehalten wird (Ananas, Äpfel, Zitrone, Wasser, Tee….)

2. Behaupte, dass in diesem Lebensmittelhoch wirksame Stoffe sind, die entweder extrem schädlich oder extrem gesund sind

3. Such dir eine Erkrankung aus (Krebs, AIDS, Autismus,….)

4. Erfinde geheime Studien, die eindeutig belegen dass das von dir gewählte Lebensmittel die von dir gewählte Erkrankung entweder vollständig heilt wenn man

  1. am dritten Vollmond des Monats nackt damit um einen Baum tanzt
  2. es tausendfach verdünnt und mit Eigenurin zusammen darin ein Vollbad nimmt
  3. es trocknet und sich bei jeder Mahlzeit 1 Kilo davon übers Essen streut

… oder die Krankheit auslöst wenn

  1. es in die empfohlenen Impfungen gemischt wird
  2. es zusammen mit Fluoridiertem Leitungswasser konsumiert wird
  3. ….so halt

5. Behaupte dass die Pharmalobby das schon seit Jahrzehnten weiß aber dieses geheime Wissen für sich behält um ihre Medikamente gegen die Erkrankungen teuer zu verkaufen (oder einfach nur so weil sie Arschlöcher sind)

1. Jede gute Ideologie benötigt ein Feindbild. Feindbilder kann so gut wie alles oder jeder sein (z.b. Leute mit blauen Hüten), da gibt es keine direkten Vorgaben. Ein Minderheitenfeindbild mag zunächst einfacher klingen, ein Mehrheitenfeindbild bringt aber die Rolle des Underdogs mit sich und ist auch nicht zu verachten.

2. Behaupte, dass dein Feindbild eine große (gesellschaftliche) Macht und Einfluss besitzt und so gut wie alles und jeden unterwandert hat um seine egoistischen Ziele durchzusetzen und/oder dass dein Feindbild eine unterschätzte Gefahr für gute, brave Menschen ist.

3. Behaupte weiterhin, dass die meisten Leute dein Feindbild nicht mögen aber Angst haben davor, dies laut auszusprechen.

4. Gib deiner Ideologie ein gutes Ziel, ein Gesicht, mit dem die meisten Menschen sympathisieren. Also z.B. „gegen das brutale Umbringen kleiner Kätzchen“ oder ähnliches. Wirb hauptsächlich damit, dass deine Ideologie das Umbringen kleiner Kätzchen verhindert.

5. Bringe wenn möglich dein Feindbild mit deinem Ziel in Verbindung, zeige z.b. dass statistisch gesehen die meisten Kätzchenmörder blaue Hüte tragen.

6. Wenn jemand deine Ideologie kritisiert, unterstelle ihm dass er gegen das Ziel ist mit dem du wirbst. „Du bist gegen uns? Das liegt daran dass du gerne kleine Kätzchen ermordest oder Kätzchenmord unterstützt.“

7. Etabliere eine „Wenn du nicht für uns bist, bist du gegen uns“-Haltung und wenn jemand sich nicht zu deiner Ideologie bekennt ist er ein Gegner. Ein dazwischen gibt es nicht und es gibt nur zwei mögliche Motive gegen deine Ideologie zu sein: Dummheit/Unwissenheit und Bösartigkeit (z.b. weil man gerne Kätzchen tötet)

8. Finde einen griffigen Namen für Gegner deiner Ideologie und bezeichne direkt jeden Krititiker damit – und lasse einfließen dass er deshalb gerne Kätzchen tötet.

9. Nun wo du die Grundlagen gelegt hast kannst du weitermachen mit einer eigenen Symbolik, Sprache und der Systematisierung deiner Ideologie.

 

… viel Spaß mit deiner Ideologie.

Wer kennt nicht die Situation im Supermarkt, im Restaurant oder im Schwimmbad: ein Kind verhält sich irgendwie auffällig, ist laut, hält sich nicht an (gesellschaftliche) Regeln. Im Hinblick auf die Überschrift werden nun einige fragen „Ja, aber wie erkenne ich denn ob das ein (psychisch) krankes Kind ist oder ob es bloß schlecht erzogen ist?“ Womit wir schon zu den Regeln kommen:

1. „Krank“ gibt es nicht und ist nur eine Ausrede, die schlechte Eltern für ihr Versagen erfunden haben. Unterstützt werden sie dabei von Ärzten, Psychiatern, Pädagogen und überhaupt jedem der einen sozialen Beruf gewählt hat um insgeheim die anständigen Menschen der Welt abzuzocken. – Das solltest du den Eltern umgehend mitteilen wenn sie es wagen mit Diagnosen anzukommen!

2. Frag (dich) gar nicht erst warum ein Kind sich so verhalten könnte, denn das ist irrelevant. Du bist auf einem öffentlicchen Platz und hast das Recht darauf dass es dort still ist. – Bringe also in jedem Fall dein Missfallen zum Ausdruck, seis durch Blicke oder im besten Fall verbal. – So gibst du den Eltern ein angemessenes Feedback.

3. Finde rasch ein möglichst abwertendes Klischee und murmle „typisch [Klischee]“ vor dich hin (natürlich laut genug dass die Umstehenden und die Eltern es hören). – So sehen die Eltern und die Umstehenden, dass du Ahnung hast und weißt wovon du redest.

4. Gib Lebenshilfe und einige praktische Erziehungsratschläge. Idealerweise kommen die Worte „früher“, „Klaps“ oder „richtig durchgreifen“ darin vor. – So hilfst du den Eltern und sie werden dir dankbar sein.

5. Gehe währenddessen auf Ursachenforschung und spekuliere möglichst laut darüber warum das Kind so unerzogen sein könnte (ja, das kollidiert mit Punkt 2, aber das ist egal, du musst dich nicht an Regeln halten). Mögliche Ideen hierfür könnten zu viel Zucker, zu lasche Erziehung, alleinerziehendes Elternteil, Asozialität oder Computerspiele sein – du kannst aber auch gern kreativer werden.

6. Weise darauf hin, dass DU nie so warst als Kind. – So bist du ein gutes Vorbild und Rollenmodell.

7. Prognostiziere dem Kind eine Karriere als Kriminell, Drogensüchtig oder etwas anderes was du als negative Entwicklung ansiehst. – Das dient als hilfreiche Intervention.

8. Nimm jede Reaktion der Eltern zum Anlass eine Bestätigung für deine Theorien zu finden. Egal ob wütend, traurig, entschuldigend oder ruhig, kommentiere es mit „ist ja kein Wunder dass das Balg so ist, bei den Eltern!“ . so regst du die Eltern zur Selbstreflexion an.

In jüngster Zeit und nach Aktionen wie #Aufschrei sind viele Männer verunsichert wie sie sich Frauen idealerweise annähern sollten. Um diese Unsicherheiten zu beseitigen und für ein gutes Verhältnis zwischen Mann und Frau zu sorgen habe ich diesen kleinen Guide geschrieben:

1. Das Wichtigste an einem guten Flirt ist Quantität. Wenn von ihr keine ausreichende Flirtaktivität kommt solltest du deine Frequenz steigern um auf eine ideale Flirtquote zu kommen.

2. Der Einstieg muss sitzen. Flirten ist wie jagen, am besten ist es, wenn die Beute überrascht wird. Pirsch dich also am besten so an, dass ihr keine Zeit bleibt sich darauf einzustellen, dass du sie ansprichst. Achte darauf dass du zuvor keine verräterischen Zeichen wie Blickkontakt oder Lächeln sendest.

3 a. Überschütte sie direkt mit Komplimenten und achte darauf, dass diese sich ausschließlich auf ihr Äußeres beziehen. Der größte Fehler den viele Männer begehen ist, erst nach einer Einstiegsphase ein Kompliment zu machen – es könnte nämlich sein, dass sie so zu Anfang glaubt es sei eine zwanglose Unterhaltung. Beim Flirten ist es jedoch wichtig dass frau sofort klar ist dass es auf Bumsi Bumsi herauslaufen soll.

3 b. Das größte Kompliment für Frauen ist es, sie mit anderen Frauen zu vergleichen. Lobe z.b. ihre Art zu tanzen weil sonst nur Nilpferde auf der Tanzfläche sind. Je mehr du andere Frauen abwertest (unbedingt gerne Bezeichnungen wie „Schlampen“ „Gesichtselfmeter“ oder „Weiber“ verwenden) desto geschmeichelter wird sie sein, dass du grade sie auserwählt hast. Weil du nett zu ihr bist wird sie nicht auf die Idee kommen dass du ein oberflächliches, respektloses Arschloch sein könntest.

4. a) Anfassen! Studien haben gezeigt, dass gewollte Berührungen Oxytocin freisetzen und Zuneigung stärken. Diese Forschungsergebnisse solltest du beim Flirten unbedingt verwenden, denn auch du hast sicher schon die Erfahrung gemacht  dass du nach 30 Minuten aneinanderreiben im engen Bus den schwitzenden Typen neben dir plötzlich sehr sympathisch fandest. Biologie, du weißt schon.

4. b) Anfassen sollte nicht graduell erfolgen, denn dann kann die Beute sich darauf einstellen und ggf stoppen bevor du am Ziel bist. Du solltest also sofort bei den Zielbereichen (Brust und Hintern) ansetzen um es gar nicht auf ein „nein“ ankommen zu lassen. Sehr elegant ist dabei, so zu tun als sei die Berührung zufällig – das ist ein absoluter Geheimtrick und keine Frau wird darauf kommen, dass du absichtlich ihren Hintern knetest wie einen Brotteig.

4. c) Sollte sie deiner Berührung ausweichen wollen solltest du entweder nachrücken oder idealerweise bereits vorher dafür gesorgt haben, dass sie keinen Bewegungsspielraum hat. Wände und Ecken sind dabei deine Freunde.

5. Sexuelle Anspielungen lockern die Stimmung und sind daher ideale Gesprächseröffner zu Anfang der Unterhaltung. Sollte sie darauf nicht positiv reagieren  solltest du eindeutiger werden – Frauen sind oft etwas langsam und verstehen subtile Anspielungen nicht. Wenn sie also über ein subtiles „Ich steh nicht nur bei Autos auf tolle Hupen“ nicht lacht erklär ihr den Witz eindeutig z.b. mit „Ich meine damit dass du geile Brüste hast“ – sie wird dankbar für die Hilfe sein.

6. a) Widerstand muss gebrochen werden. Wenn du subtile Anzeichen für Widerstand spürst, z.b. ein dezentes „Jetzt verpiss dich endlich du Arschloch!“ oder „Nimm deine Hand weg oder ich brech sie dir“ hast du drei Möglichkeiten zu reagieren: betteln, ignorieren und weitermachen oder beleidigen. Keinesfalls (und das ist die wichtigste Regel des Flirtens) solltest du dich an dieser Stelle zurückziehen. Frauen wollen Männer, die sich durchsetzen, also wenn du sie bisher nicht überzeugt hast wirst du garantiert durch deine Hartnäckigkeit punkten.

6 b) Entgegen mancher Extremfeministischer Positionen ist ein „nein“ selbstverständlich kein Widerstand sondern lediglich eine freundliche Geste der Frau mit der sie dir die Gelegenheit gibt, dich als starker Mann zu präsentieren. An der Stelle kannst du Einfühlungsvermögen beweisen und ihr erklären, was sie EIGENTLICH will.

Wenn du alle diese Tipps befolgst dürfte der Weg zu ihrem Schlüppi frei sein. Viel Erfolg!

Viele Menschen sind unsicher, wenn sie mit psychischen Erkrankungen konfrontiert sind und wissen nicht, was sie sagen sollen. Aus diesem Grund habe ich einen kleinen Guide mit den hilfreichsten Sätzen zu den gängigsten Erkrankungen zusammengestellt. Den meisten psychisch Erkrankten fehlt nämlich das Wissen, das in diesen vermittelt wird und sie werden in jedem Fall dankbar sein, wenn jemand sie aufklärt.

OK, here we go:

 

… PHOBIEN:

1. „Aber da muss man doch keine Angst vor haben.“

2. „Du musst dich einfach überwinden.“

3. „Du übertreibst, das ist gar nicht schlimm.“

 

… DEPRESSIONEN:

1. „Du darfst dich nicht so hängen lassen.“

2. „Jeder hat doch mal schlechte Laune.“

3. „In Afrika verhungern sie und du….“

 

…. POSTTRAUMATISCHE BELASTUNGSSTÖRUNG:

1. „Erzähl doch mal, wie war das denn genau? Du musst drüber reden!“

2. „Aber jetzt ist es doch vorbei.“

3. „Du darfst halt auch nicht ständig daran denken, lenk dich doch mal ab und vergiss was da war.“

4. „Mir/meiner Nachbarin/meinem Onkel ist dasselbe passiert [hier bitte unaufgefordert detaillierte Schilderung einfügen]“

5. „Mir/meiner Nachbarin/meinem Onkel ist was ähnliches passiert [hier bitte Geringfügigkeit einfügen]“

6. „Mir/meiner Nachbarin/meinem Onkel ist dasselbe passiert, aber ich/sie/er habe kein PTBS.“

 

… ZWANGSERKRANKUNG

1. „Aber das ist doch unsinnig.“

2. „Warum lässt du es nicht einfach?“

 

… ESSSTÖRUNGEN

1. „Oh, hast du zugenommen/abgenommen? Sieht….  [Hier bitte Meinung über das Aussehen einfügen] aus.“

2. „Woanders verhungern sie und du….“

3. „Hast du schonmal versucht, dich [hier Ernährungsform der Wahl einfügen] zu ernähren?“

4. „Ich habe ja in den letzten Jahren auch 2 Kilo zugenommen, ich weiß genau wie es dir geht.“

5. „Weisst du eigentlich, wie ungesund das für deinen Körper ist?“

…. ADHS

1. „Das ist doch nur so eine Modediagnose“

2. „Das liegt nur an dem vielen Zucker und dem Fernsehen“

3. „Ich kann mich auch nicht immer konzentrieren, aber wenn man sich zusammenreißt geht das.“

 

…. was sind eure hilfreichsten Sätze?

1. Täterwahl: Die Auswahl des richtigen Täters ist immens wichtig. Du solltest wert darauf legen, dass der Täter kein anerkanntes Mitglied der Gemeinschaft ist. Der Täter sollte idealerweise ein Einzelgänger ohne Freunde sein, von dem jeder weiß „dass mit dem was nicht stimmt“ und keinesfalls jemand, der in die Gemeinschaft integriert ist, denn „der macht sowas nicht“

2. Ablauf: Auch dem Ablauf kommt Wichtigkeit zu, denn er sollte keinen Raum lassen für „Warum hast du nicht…?“-Fragen von Menschen, die natürlich klüger reagiert hätten. Sei dir aber bewusst, dass darunter auch Hellseher sind, die fragen könnten „Warum hast du nicht schon morgens beim Anziehen Stacheldraht um deine Geschlechtsteile gebunden und um eine bewaffnete Polizeieskorte gebeten, wo du doch wusstest, dass du vor die Tür gehst?“ Jeder normale Mensch ist schließlich stets darauf vorbereitet, angegriffen zu werden und besonders Kinder sollten immun gegenüber Manipulationen sein.

3. Gefühle: Ein gutes Opfer fühlt auf eine gewisse Weise dem Täter gegenüber. Erlaubt sind nur negative Gefühle, denn sobald auch nur ein ansatzweise positives Gefühl oder ein innerer Konflikt besteht „kanns ja nicht so schlimm gewesen sein“. Dass Opfer von Gewalt und Missbrauch den Täter evtl. auch aus anderen Kontexten, z.B. als Vater, Mutter, Freund oder Partner kennen und zu diesem auch Gefühle wie Liebe und Vertrauen fühlen passt nicht zu dem was ein Opfer zu fühlen hat.

4. Verhalten: Ein Opfer hat sich auf gewisse Weise, nämlich Opferhaft zu verhalten. Idealerweise so, wie sich das Gegenüber ein Opfer vorstellt, und das 24/7. Ein Opfer, das im Sommer mit Freunden im Cafe sitzt, über einen Witz lacht oder gar eine Beziehung führt ist ein affront, denn auch dann „kanns ja nicht so schlimm gewesen sein“. Gute Opfer sitzen den ganzen Tag in einer dunklen Ecke. – Zumindest solange sich niemand davon gestört fühlt und findet, dass man „jetzt eigentlich auch mal darüber hinweg sein kann“

5. Rechtfertigung: Ein gutes Opfer ist verpflichtet, jedem Interessierten alle Details offenzulegen und jederzeit Fragen wie z.B. unter Punkt 2 zu beantworten. Es wäre schließlich suspekt, nicht jederzeit alle Fragen oder jede Neugier befriedigen zu können.

6. Traumasymptome: Traumasymptome an sich sind OK – ein Opfer das sich erdreistet nicht traumatisiert zu sein ist schließlich auch suspekt – aber bitte nur im soziel akzeptierten und nicht störenden Ausmaß. OK ist z.B. hin und wieder eine Panikattacke im privaten. Nicht OK ist es, z.B. zu sagen dass man nicht angefasst oder umarmt werden will – sowas ist schließlich beleidigend gegenüber demjenigen, der auf seiner Begrüßungsumarmung besteht und ganz sicher kein böser Mensch ist vor dem man Angst haben müsste.